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Dantons Tod

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Über das Buch

"Ich fühle mich wie vernichtet unter dem Fatalismus der Geschichte." Dieser Satz Büchners könnte als Motto über dem Drama stehen. Die Beschäftigung mit der französischen Revolution gab Büchner die Anregung zu dem Drama, dessen Tendenz eher antirevolutionär ist, obwohl Büchner sich selbst revolutionär eingesetzt hat. Büchners Danton gelangt endlich zu dem Schluss, dass die Revolution weder ethische noch materielle Fragen lösen kann. Voller Pessimismus sieht er seinem Ende passiv entgegen. "Dantons Tod" enthält schon das später aufkommende Grundgefühl des Existentialismus, das "Geworfensein ins Nichts". Das Nachwort enthält eine kurze Biographie sowie Briefe Büchners zu "Dantons Tod". Anmerkungen für den Leser vervollständigen das Heft.

Editionen (42)

ISBN9783872911124
VerlagHamburger Lesehefte
Erscheinungsdatum31.12.15
Seitenzahl79

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

7 Rezensionen

2,8

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  • 3,0

    Heute möchte ich euch das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner vorstellen, das im Jahr 1835 erschienen ist. Das Stück spielt zur Zeit der Französischen Revolution und thematisiert den ideologischen und politischen Konflikt zwischen Georges Danton und Maximilien Robespierre. Während Danton zunehmend vom Terror des revolutionären Systems desillusioniert ist und die moralische Rechtfertigung der Gewalt infrage stellt, betrachtet Robespierre eben diese Gewalt als notwendiges Mittel zur Sicherung der Revolution. Aus Angst vor Dantons Einfluss lässt Robespierre ihn und seine Anhänger verhaften. Trotz einer wortgewandten und eindringlichen Verteidigung vor Gericht ist das Urteil von Anfang an besiegelt: Danton und seine Mitstreiter werden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Büchner stellt damit grundlegende Fragen nach Schuld, Freiheit und der zerstörerischen Eigendynamik revolutionärer Gewalt. Büchners Schreibstil ist dicht und anspruchsvoll, geprägt von intensiven Dialogen, philosophischen Reflexionen und scharfen Gegensätzen. Auffällig sind die zahlreichen Antithesen, rhetorischen Fragen und die teils fragmentarische Sprache, durch die innere Zerrissenheit und politische Spannungen eindrucksvoll zum Ausdruck kommen. Positiv hervorzuheben ist die tiefgehende Auseinandersetzung mit Moral, Macht und Verantwortung sowie die psychologische Vielschichtigkeit der Figuren, insbesondere von Danton und Robespierre. Gleichzeitig wirkt das Drama stellenweise sehr theorielastig und emotional distanziert, was den Zugang erschweren kann und die Handlung zeitweise hinter gedanklichen Diskursen zurücktreten lässt. Geschichtlich ist das Werk im Kontext des Jakobinerterrors einzuordnen und spiegelt zugleich Büchners kritische Haltung gegenüber revolutionärer Gewalt wider. Insgesamt ist „Dantons Tod“ ein bedeutendes, aber forderndes Drama, das ich mit 3 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    31. Jan. 2026

  • maulwurfskind
    maulwurfskind

    3 Follower

    1,0

    War im Abi auch mein Tod.

    1. Sept. 2022

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    2,5

    Im Namen der Republik!...

    Danton, du bist ein toter Heiliger, aber die Revolution kennt keine Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du man würde dich als Monument stehen lassen? Das Volk ist wie ein Kind, es muss alles zerbrechen, um zu sehen was darin steckt. (...) wer am meisten genießt, betet am meisten. Die Sünde ist im Gedanken. Ob der Gedanke Tat wird, ob ihn der Körper nachspielt, das ist Zufall. Die Revolution nennt meinen Namen. Meine Wohung ist bald im Nichts und mein Name im Pantheon der Geschichte. Es lebe der König! Im Namen der Republik.

    27. Juli 2024

3 von 7 Rezensionen

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