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Lyrik & Dramen

Dantons Tod

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Über das Buch

«Dantons Tod» ist ein Drama in vier Akten von Georg Büchner. Es wurde von Mitte Januar bis Mitte Februar 1835 geschrieben. Den historischen Hintergrund des Stückes bildet die Französische Revolution. Der eigentliche Handlungsrahmen des Dramas umfasst dabei nur eine kurze Zeitspanne vom 24. März bis zum 5. April 1794, mithin einen Höhepunkt der so genannten Schreckensherrschaft, in welche die Revolution gemündet war. Am Beispiel der Jakobinerdiktatur der Jahre 1793/94 demonstriert Georg Büchner das Umschlagen ursprünglich freiheitlicher Ideale in zynische Mittel einer Willkürherrschaft. Er versucht mit seinem Stück, anhand der damals herrschenden Jakobinerdiktatur während der Schlussphase der französischen Revolution auf die Missstände seiner Zeit in Deutschland aufmerksam zu machen und das Volk zu einem Vorgehen gegen die Monarchie zu bewegen.

Editionen (42)

ISBN9783746721149
Verlagepubli
Erscheinungsdatum02.05.18
Seitenzahl76

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

7 Rezensionen

2,8

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  • 3,0

    Heute möchte ich euch das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner vorstellen, das im Jahr 1835 erschienen ist. Das Stück spielt zur Zeit der Französischen Revolution und thematisiert den ideologischen und politischen Konflikt zwischen Georges Danton und Maximilien Robespierre. Während Danton zunehmend vom Terror des revolutionären Systems desillusioniert ist und die moralische Rechtfertigung der Gewalt infrage stellt, betrachtet Robespierre eben diese Gewalt als notwendiges Mittel zur Sicherung der Revolution. Aus Angst vor Dantons Einfluss lässt Robespierre ihn und seine Anhänger verhaften. Trotz einer wortgewandten und eindringlichen Verteidigung vor Gericht ist das Urteil von Anfang an besiegelt: Danton und seine Mitstreiter werden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Büchner stellt damit grundlegende Fragen nach Schuld, Freiheit und der zerstörerischen Eigendynamik revolutionärer Gewalt. Büchners Schreibstil ist dicht und anspruchsvoll, geprägt von intensiven Dialogen, philosophischen Reflexionen und scharfen Gegensätzen. Auffällig sind die zahlreichen Antithesen, rhetorischen Fragen und die teils fragmentarische Sprache, durch die innere Zerrissenheit und politische Spannungen eindrucksvoll zum Ausdruck kommen. Positiv hervorzuheben ist die tiefgehende Auseinandersetzung mit Moral, Macht und Verantwortung sowie die psychologische Vielschichtigkeit der Figuren, insbesondere von Danton und Robespierre. Gleichzeitig wirkt das Drama stellenweise sehr theorielastig und emotional distanziert, was den Zugang erschweren kann und die Handlung zeitweise hinter gedanklichen Diskursen zurücktreten lässt. Geschichtlich ist das Werk im Kontext des Jakobinerterrors einzuordnen und spiegelt zugleich Büchners kritische Haltung gegenüber revolutionärer Gewalt wider. Insgesamt ist „Dantons Tod“ ein bedeutendes, aber forderndes Drama, das ich mit 3 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    31. Jan. 2026

  • maulwurfskind
    maulwurfskind

    3 Follower

    1,0

    War im Abi auch mein Tod.

    1. Sept. 2022

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    2,5

    Im Namen der Republik!...

    Danton, du bist ein toter Heiliger, aber die Revolution kennt keine Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du man würde dich als Monument stehen lassen? Das Volk ist wie ein Kind, es muss alles zerbrechen, um zu sehen was darin steckt. (...) wer am meisten genießt, betet am meisten. Die Sünde ist im Gedanken. Ob der Gedanke Tat wird, ob ihn der Körper nachspielt, das ist Zufall. Die Revolution nennt meinen Namen. Meine Wohung ist bald im Nichts und mein Name im Pantheon der Geschichte. Es lebe der König! Im Namen der Republik.

    27. Juli 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Georg Büchner

Karl Georg Büchner (1813-1837) war ein deutscher Schriftsteller, Mediziner, Naturwissenschaftler und Revolutionär. Er gilt trotz seines schmalen Werkes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren – als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz. Wegen seines politischen Engagements wurde Büchner 1835 steckbrieflich gesucht. Er floh über Strassburg nach Zürich, wo er 1837 an Typhus erkrankte und starb.

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