Agnes

Agnes

Softcover
3.2274
LiebesromanTodNaturwissenschaftVerantwortung

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Agnes ist eine ergreifende Liebesgeschichte, in der Phantasie und Wirklichkeit auf faszinierende Weise verschwimmen.

Im überheizten Lesesaal der Public Library in Chicago begegnen sich Agnes und ein namenloser Erzähler zum ersten Mal. Bei einem Kaffee wechseln sie die ersten Worte. Eines Tages fordert Agnes ihn auf, ein Porträt über sie zu schreiben - sie will wissen, was er von ihr hält. Doch schnell zeigt sich, dass Bilder und Realität nicht übereinstimmen und die Phantasie zunehmend Macht über ihre Liebesbeziehung erlangt.

In diesem modernen Liebesroman erkundet Peter Stamm auf eindringliche Weise die Themen Nähe und Fremdheit, Freiheit und Verantwortung. Agnes ist eine Geschichte über die Kraft der Vorstellungskraft und die Sehnsucht nach Liebe, die unter die Haut geht. Ein perfektes Geschenk zum Valentinstag für Liebhaber zeitgenössischer Literatur.

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Modern
Format
Softcover
Pages
160
Price
12.40 €

Author Description

Peter Stamm, geboren 1963, studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und übte verschiedene Berufe aus, u.a. in Paris und New York. Er lebt in der Schweiz. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele. Seit seinem Romandebüt »Agnes« 1998 erschienen sechs weitere Romane, fünf Erzählungssammlungen und ein Band mit Theaterstücken, zuletzt die Romane »Weit über das Land«, »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt«, »Das Archiv der Gefühle« und zuletzt »In einer dunkelblauen Stunde« sowie die Erzählung »Marcia aus Vermont«. Unter dem Titel »Die Vertreibung aus dem Paradies« erschienen 2014 seine Bamberger Poetikvorlesungen sowie 2024 die Züricher Poetikvorlesungen »Eine Fantasie der Zeit«. »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt« wurde mit dem Schweizer Buchpreis 2018 ausgezeichnet.Literaturpreise:Rheingau Literatur Preis 2000Bodensee-Literaturpreis 2012Friedrich-Hölderlin-Preis 2014Cotta Literaturpreis 2017ZKB-Schillerpreis 2017Solothurner Literaturpreis 2018Schweizer Buchpreis 2018

Posts

22
All
3

Ok

Das Buch liest sich gut, jedoch habe ich es nicht geschafft hinter die Fassade zu blicken und zu verstehen, was der Autor sagen wollte.

4

Eine Liebesgeschichte mit zwei charakterlich doch seltsamen Protagonisten. Die Geschichte ist in einer wunderschönen Sprache geschrieben, teilweise fast schon wortkarg und gefühllos, lässt sie einen allerdings mit sehr vielen Lücken und Fragen zurück, es gibt sehr viel Nichtgesagtes. Trotzdem habe ich das Buch, aufgrund des Schreibstils sehr gerne gelesen

1.5

Nicht mein Buch

Ich musste es für die Schule lesen. Als ich die ersten Seiten gelesen habe hat mir der Schreibstil noch zugesagt. Doch jeh weiter ich gelesen habe desto geringer wurde meine Sympatie für dieses Buch. Dieses Buch handelt davon wie dieses Buch geschrieben wurde. So habe ich es zumindest aufgefasst. Die einzelnen Handlungsstränge von Erlebnissen gehen meistens nur über ein paar Seiten und lassen das ganze Buch wie eine Aufzählung wirken. Jeh mehr ich davon gelesen habe desto langweiliger wurde es für mich. Das Ende war auch sehr speziell. Ich frage mich echt wie viel davon stimmt und ob der Protagonist, der Autor selber ist. Denn das Buch wurde in der Ich-Perspektive geschrieben und der Name des Protagonisten wird nie erwähnt. Zusammengefasst musste ich mich durch dieses Buch quälen und ich habe doppelt solange gebraucht, es zu lesen, als normalerweise üblig für ein Buch dieser Länge.

4

Total vergessen, dass ich das auch noch auf der currently reading Liste habe:D Für eine Schullektüre war es sehr angenehm, aber in meiner Freizeit wäre es nichts für mich:)

4

In der Schule gelesen und nicht für interessant erachtet. Jetzt nochmal gelesen und die vielen spannenden Themen von Liebe, Trauer und Kommunikation erst richtig erkannt. Das Buch hat eine gute Länge und der Schreibstil ist markant und kurz aber nie langweilig. Mal sehen ob Peter Stamm noch mehr zu bieten hat

3

Versteht den Hype nicht ganz

Das Buch hat kluge Momente, aber auch viel auf-der-Stelle-treten

3

„Ich fühlte eine fast körperliche Abhängigkeit, hatte das demütigende Gefühl, nur ein halber Mensch zu sein, wenn sie nicht da war." (S. 61) Das Buch "Agnes" geschrieben von Peter Stamm, war mein erstes Buch von diesem Autor - und ich glaube, auch nicht mein letztes! Die Geschichte an sich hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Es ist zwar ein bisschen was passiert, richtig aufregend, spannend und mitreißend war es allerdings nicht. Trotzdem war die Geschichte, für mich, auch mal etwas anderes. So ein Buch habe ich bisher noch nicht so oft gelesen. Das Setting hat mir gut gefallen. "Agnes" spielt in Chicago was ich schon ziemlich cool fand. Dass sich der Protagonist auch noch oft in der Bücherei und in einem kleinen Café aufgehalten hat, hat (eigentlich) für eine schöne Stimmung gesorgt. Warum das "eigentlich"? Nun ja, leider ist dieser Protagonist auch einmal fremdgegangen, was mich irgendwie gestört hat, da das für mich die Geschichte nicht voran getrieben hat oder sowas in der Art; es hat der Geschichte einfach nichts genutzt, wie ich finde. Ansonsten fand ich die Charaktere im Großen und Ganzen okay. Allerdings, hat man nicht so richtig das Gefühl gehabt, die Protagonisten zu kennen. Ich bevorzuge eigentlich Bücher, in denen die Protagonisten wie Freunde für jemanden werden. Das Ende hat mir leider leider das Buch ein wenig kaputtgemacht - ich mochte es absolut nicht. Das könnte daran liegen, dass ich kein Fan von offenen Enden bin. Durch den Anfang wusste man zwar mehr oder weniger, was jetzt mit einem der Protagonisten passiert ist, aber man wusste nicht, weshalb. Ob der erste Satz des Buches nur eine Art Metapher war, weiß ich jetzt irgendwie auch nicht so genau... Außerdem kam mir das Ende auch viel zu plötzlich. Aber warum gebe ich dem Buch trotzdem 3/5 Sternen? Das liegt ganz einfach an Peter Stamms wunderbaren Schreibstil! Ich fand die Art, wie er schrieb sehr besonders und irgendwie poetisch, auch, wenn fast kein Gefühl drin lag. Ich bin der Meinung, man muss zwischen den Zeilen lesen, was mir sehr sehr gut gefallen hat.

5

Zusammengefasst Agnes ist nur schwer in Worte zu fassen. Doch in diesem Buch versucht es der Protagonist und lernt viele Facetten von ihr kennen. Er beschreibt sie und zugleich lebt er mit ihr ein Leben, dass irgendwie gesteuert ist und zugleich schwer zu kontrollieren ist. Peter Stamm schreibt mit einer solchen Poesie in den Sätzen, dass man öfter innehalten muss und über das Geschriebene nachdenkt. Die Wörter sind perfekt gewählt und versetzen einen in eine Stimmung, die ich nur sehr schwer beschreiben kann. Darüber Gedanken gemacht Dies war mein erstes Buch von Peter Stamm und obwohl ich auch noch „Nacht ist der Tag“ von ihm auf meinem SuB habe, brauchte es diesen kleinen Buchladen und ein Interview bevor ich mich an eins seiner Bücher wagte. Es fing heute vor einer Woche an, per Zufall schaute ich mir eine Literatursendung an zu Gast war Peter Stamm und er erzählte. Über seine Bücher, über die Art wie er auf seine Ideen kam, wie er schrieb und welche Themen im wichtig sind. Ich fand das Gespräch sehr spannend und nahm ihn als eine sehr angenehme Person war, die zu jedem Thema die passenden Worte fand. Am selben Tag waren wir unterwegs in einer fremden Stadt und dort entdeckte ich einen klitzekleinen Buchladen und ging natürlich hinein. Magisch zog es mich zu den Taschenbüchern und der erste Griff war Agnes. Ich musste schmunzeln und dachte mir „Wieso nicht!?“ „Glück malt man mit Punkten, Unglück mit Strichen… Du musst, wenn du unser Glück beschreiben willst, ganz viele Punkte machen… Und dass es Glück war, wird man erst aus der Distanz sehen.“ Am Sonntag las ich Agnes dann. Ich sog es beinahe auf und legte das Buch erst beiseite, als auch die letzte Seite gelesen war. Obwohl es „nur“ 160 Seiten sind, haben es gerade diese Seiten in sich. Die Grundstimmung im Buch ist sehr kühl und irgendwie auch melancholisch, doch gerade diese Stimmung mach das Buch besonders. Man fühlt sich nah an den Protagonisten und zugleich Meilen von ihnen entfernt. Die Kapitel sind kurz und greifen doch immer wichtige Themen auf, so fragt Agnes „Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?“, doch anstatt die Fragen klar zu beantworten schweift Peter Stamm öfter ab und lässt einem so die Möglichkeit sich selbst eine Meinung zu bilden. Besonders spannend und unheimlich zugleich ist aber die Sache mit dem „Porträt schreiben“ – denn plötzlich entwickelt sich das ganze anders als geplant und Agnes wird plötzlich „gelebt“ anstatt selbst zu leben. Sie „wartet“ auf Anweisungen, was soll sie als nächstes tun, sagen, anziehen? Wie sollte ihr Leben nach diesem Buch aussehen? Doch schnell wird den beiden klar, man kann das Leben nicht in eine Geschichte verpacken und diese nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten, denn das Leben überrascht einen immer mit dem Unerwarteten. Was tut man dann? Schreibt man die Geschichte um? Und wie soll das Ende aussehen? Gefiel mir sehr Die Grundstimmung des Buches war sehr speziell und versetzte mich sofort in eine Art Trance. Wie ihr auch oben bemerkt, birgt diese kleine Geschichte so viel mehr, als das man zu Anfangs erwartet. „Als Kind waren die Figuren der Bücher, die ich las, meine besten Freunde“, sagte sie, „meine einzigen Freunde eigentlich. Auch später noch. (…)“ S. 119 Gefiel mir nicht Das Ende war für mich ein kleiner Schock, obwohl es irgendwie auch zu erwarten war. Und obwohl die Botschaft in diesem Buch sehr stark ist, kann sie durchaus auch gefährlich sein. Schreibstil & Cover Der Schreibstil von Peter Stamm hat mich umgehauen und Agnes wird nicht das letzte Buch von ihm sein, dass ich lesen werde. Ich zitiere hier das Focus Magazin „Kein Wort zuviel oder zuwenig. Peter Stamms Prosa ist vollkommen.“ Das Cover ist schlicht und verschwommen, was sehr gut zur Geschichte passt. Denn Agnes ist nicht wirklich greifbar. Fazit Ein Buch das mich auf jeden Fall durch seinen Schreibstil und die Stimmung überrascht hat. Von mir eine klare Leseempfehlung. Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥ (5/5) Hier geht es zur Leseprobe Hier könnt ihr das Buch kaufen

4.5

Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet.

Der Autor weiß mit seinem schlichten Stil zu fesseln und den Leser in die Geschichte zu ziehen. Man mag das Buch nicht weglegen bevor man es beendet hat. Der Schreibstil macht es auch sehr einfach das Buch zu lesen. Was ist Fiktion und was ist Realität und was passiert wenn die Fiktion zu Realität wird. Kann man etwas entfliehen wenn man es bereits als vorbestimmt erachtet und akzeptiert?

5

Ich fand „Agnes“ wirklich spannend und sehr gut geschrieben. Kann die vielen schlechten Bewertungen gar nicht verstehen. Schnell durchgelesen. Perfekt für zwischendurch. Interessante Geschichte, etwas anders. Mag ich. 😊

2

Das Buch ist komisch. Es ist nicht so meins. Aber es gibt gewisse Szenen die Eigendlich noch spannend waren. Aber ich persönlich würde dieses Buch nicht ein zweites Mal lesen.

5

Ich habe mich oft gefragt, warum es bei uns im Antiquariat so viele Lektürenhilfen für dieses Buch von Peter Stamm landen. Jetzt habe ich es endlich mal selbst gelesen und kann die Begeisterung eines Oberstudienrates für das Fach Deutsch bei der Erstellung der LK-Klausur förmlich spüren. Diese Buch strotz ja geradezu von Interpretationsspielräumen. Zunächst einmal verstört der erste Satz schon ungemein. "Agnes ist tot." Und das, nachdem man auf dem Buchrücken etwas von einer Liebesgeschichte gelesen hat. Aber im Verlauf des Buchs merkt man schnell, dass hier nicht nur auf einer Ebene erzählt wird. Der Ich-Erzähler-Schriftsteller und Agnes verlieben sich ineinander und beginnen aus einer Spielerei, ihre Liebesgeschichte fortzuschreiben. Also nicht Erlebtes zu Papier bringen, sondern Fiktives nachzuleben. Das klingt schon recht krank und angesichts der Beziehungsunfähigkeit der Beiden entsteht dabei so etwas wie eine toxische Beziehung. Sehr geschickt, wie Peter Stamm seine Leserschaft dabei an die Geschichte bindet, so dass man das kleine Büchlein kaum aus der Hand legen will. Ja, wie stirbt sie denn nun? Man meint das Ende zu kennen und merkt erst mit dem letzten Kapitel, dass man als Leser nur ein Spielball des Autors war. In wie weit habe ich mich als Leser denn nun in die Irre leiten lassen? Erst beim darüber Nachsinnen fiel mir auf, dass das, was da so in schlichter Sprache berichtet wurde, ja ganz schön zweideutig und voller Metaphern war. Ich war während des Lesen aufgrund der Schlichheit der Sprache schon etwas enttäuscht, aber hier geht Stil und Konzeption klar vor Sprache. Irgendwie alles nur ein Trick und ich bin darauf hereingefallen. Nach dem ersten Ärger über das ungewöhnliche Ende kam dann aber doch schnell die Erkenntnis: ein ganz schön raffiniertes Buch.

3

Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet.

Das Buch handelt davon, wie wir Menschen uns im Leben manchmal Wege verbauen, dadurch, dass wir sie in unserer Vorstellung nicht zulassen können. Der Protagonist liebt Agnes, wenn sie sich von ihm abwendet, ihn verstößt. Aber will sie ihm nah sein, entfernt er sich und stößt sie von sich weg. Mich hat gesört, wie er sich selbst in eine nicht reale Opferrolle drängt, indem er Umstände (die er vermeindlich nicht zu ändern vermag) für sein eigenes (meist irgendwie unzufriedenes) Leben verantwortlich macht. Ein Buch, eine Geschichte, die irgendwie halt so ist, wie das Leben ist. Ließt sich wie ein Gepräch, dass man in einem Café bei fremden belauscht. In Summen nicht ganz mein Fall und die fehlende Rollenentwicklung hat mich genervt (sag ich offen wies ist)🫠...aber der Schreibstil war angenehm✌️

2

Ich kann diesen Roman, der Teil meiner Abilektüre ist, beim besten Willen nicht in Sternen bewerten. Die ziemlich mageren knapp 150 Seiten haben es mir ermöglicht, "Agnes" innerhalb weniger Stunden eines Tages zu lesen. Erstaunlicherweise wollte ich es auch immer weiter lesen, da wir ja durch den ersten Satz "Agnes ist tot." meinen zu wissen, wie die Geschichte ausgeht, und ich unbedingt ans tatsächliche Ende gelangen wollte, um herauszufinden, was passiert. Das irgendwie offene Ende, das ich schließlich vorgefunden habe, hat meiner Meinung nach dem Reiz der Geschichte stark zugesetzt. Ich fühle mich genauso schlau wie am Anfang. Natürlich ist das zum einen Absicht, und zum anderen stimmt es so nicht, aber es stört mich trotzdem irgendwie. Dadurch, dass es eben nur 135 Seiten waren, hatte ich persönlich wirklich nicht das Gefühl, dass es möglich gewesen wäre, eine Beziehung zu irgendeinem der Protagonisten aufzubauen.

3

http://tintenhain.wordpress.com/2012/07/13/rezension-agnes-peter-stamm/

4

Meine MeinungSo wie immer, wenn es um Schullektüre geht, war ich auch bei Agnes von Peter Stamm anfangs skeptisch. Schon nach einigen Seiten aber wusste ich, dass diese Skepsis völlig unbegründet war und dieser Roman unglaublich faszinierend und tiefgründig ist. Der Schreibstil ist klar und kommt ohne Ausschmückung durch detaillierte Beschreibungen aus. Damit ist ein schnelles Lesen vorprogrammiert. Klar wird auch, dass der Schreibstil das Innere des Ich-Erzählers widerspiegeln soll.Aus der Ich-Perspektive beschreibt der Erzähler, ein bekannter Schriftsteller, seine Liebesbeziehung zu Agnes, einer Physikstudentin. Diese bittet ihn im Verlauf der Geschichte ein Porträt über sie zu schreiben, denn sie möchte wissen, was er von ihr hält. Während des Lesens wird deutlich, dass der Erzähler sich anders an Erlebtes erinnert als Agnes. Er verfällt immer mehr seiner Phantasie und bastelt sich so eine Agnes, die seinen Vorstellungen entspricht ungehindert dessen, was die Realität ihm bietet.Auch ist er fast gar nicht in der Lage sich tiefgründiger mit seinen Gefühlen zu befassen und weicht in Gesprächen diesen Themen immer aus. Das lässt die Unterhaltungen der beiden kalt und belanglos erscheinen. Aber gerade das gibt dem Leser die Möglichkeit sich mit den erwähnten Themen wie Leben nach dem Tod selber zu befassen und sich eine eigenen Meinung zu bilden.Über die Figur der Agnes war ich sehr erstaunt. Anfangs scheint sie dieses Spiel mitzuspielen und sich in die Rolle der "geschriebenen Agnes" zu begeben. Sie wartet auf Anweisungen, was sie sagen, tun, anziehen soll und folgt diesen gewissenhaft. Doch eines Tages verläuft die Beziehung anders als sie es sich vorgestellt hat, weswegen sie den Erzähler verlässt. Nachdem sie wieder zu ihm zurückkehrt, ist sie anders als zuvor. Agnes scheint das Spiel nicht länger mitspielen zu wollen, denn sie hat gemerkt, dass die Verfassung des Porträts den Erzähler stark in seiner Auffassung der Realität beeinflusst.Der Ich- Erzähler lässt einen in die Geschichte eintauchen und trotzdem hat man durch die Distanz der Charaktere zueinander nie das Gefühl ganz Teil dessen zu sein und alles trotzdem von Außen zu betrachten.Die Stimmung des Buches ist stets sehr kühl und melancholisch und machte es mir somit teils sehr schwer mich in die Geschichte einfühlen zu können, da diese Stimmungen sich beim Lesen mit meinen kaum gedeckt haben.Spannung kam für mich auf sobald die beiden mit dem Schreiben des Porträts begannen, denn erst dort wurde deutlich in welche Richtung sich diese Liebesgeschichte entwickeln wird und so war ich kaum überrascht aber schockiert über das Ende des Romans. Letztendlich ist dieses ziemlich offen und bietet dem Leser Stoff für eigene Überlegungen und Diskussionen.Das Cover ist anfangs nicht wirklich spektakulär und würde mich, wenn ich es im Laden sehen würde auch überhaupt nicht ansprechen. Doch nach dem Lesen des Buchs ist deutlich ein Zusammenhang zu erkennen. Die verschwommene Frau auf dem Cover könnte Agnes darstellen, denn auch nach dem Beenden des Buches, ist nicht klar, wer Agnes nun wirklich war.FazitPeter Stamm schafft es mit Agnes ein kleines tiefgründiges Kunstwerk in nur wenigen Worten und Seiten zu verfassen und bildet die subjektive Auffassung der Realität von zwei Liebenden ab, die sich in Schriftform neu erfinden wollten und dabei an ihre Grenzen, das Leben selbst, stoßen.Bis jetzt habe ich noch kein vergleichbares Buch gelesen und kann es nur empfehlen, da es auf kurze prägnante Weise dem Leser deutlich macht, was der Kern dessen ist.

3

Recht trocken

Eine Art Schullektüre!

4

Ich mochte das Buch wirklich gerne, aber das Ende fand ich sehr enttäuschend. Ich konnte es gut weglegen und möchte den Schreibstil. Wir auf jeden Fall nicht das letzte Buch von Peter Stamm sein, welches ich gelesen habe

1

had to read this for my german class and didn’t like it :(

5

Ich habe mich oft gefragt, warum es bei uns im Antiquariat so viele Lektürenhilfen für dieses Buch von Peter Stamm landen. Jetzt habe ich es endlich mal selbst gelesen und kann die Begeisterung eines Oberstudienrates für das Fach Deutsch bei der Erstellung der LK-Klausur förmlich spüren. Diese Buch strotz ja geradezu von Interpretationsspielräumen. Zunächst einmal verstört der erste Satz schon ungemein. "Agnes ist tot." Und das, nachdem man auf dem Buchrücken etwas von einer Liebesgeschichte gelesen hat. Aber im Verlauf des Buchs merkt man schnell, dass hier nicht nur auf einer Ebene erzählt wird. Der Ich-Erzähler-Schriftsteller und Agnes verlieben sich ineinander und beginnen aus einer Spielerei, ihre Liebesgeschichte fortzuschreiben. Also nicht Erlebtes zu Papier bringen, sondern Fiktives nachzuleben. Das klingt schon recht krank und angesichts der Beziehungsunfähigkeit der Beiden entsteht dabei so etwas wie eine toxische Beziehung. Sehr geschickt, wie Peter Stamm seine Leserschaft dabei an die Geschichte bindet, so dass man das kleine Büchlein kaum aus der Hand legen will. Ja, wie stirbt sie denn nun? Man meint das Ende zu kennen und merkt erst mit dem letzten Kapitel, dass man als Leser nur ein Spielball des Autors war. In wie weit habe ich mich als Leser denn nun in die Irre leiten lassen? Erst beim darüber Nachsinnen fiel mir auf, dass das, was da so in schlichter Sprache berichtet wurde, ja ganz schön zweideutig und voller Metaphern war. Ich war während des Lesen aufgrund der Schlichheit der Sprache schon etwas enttäuscht, aber hier geht Stil und Konzeption klar vor Sprache. Irgendwie alles nur ein Trick und ich bin darauf hereingefallen. Nach dem ersten Ärger über das ungewöhnliche Ende kam dann aber doch schnell die Erkenntnis: ein ganz schön raffiniertes Buch.

2

Esgeht um einen Schriftsteller und seine Beziehung zu einer deutlich jüngeren Frau, die er parallel zur Gegenwart, manchmal auch vorausgreifend, als Geschichte erzählt. Wie viel jünger, wird nicht klar, aber an einer Stelle weist sie ihn darauf hin, dass er ihr Vater sein könnte, und ab dem Moment habe ich die Beziehung sowieso nur noch mit zusammengekniffenen Augen betrachtet. Generell war mir der Protagonist schlichtweg unsympathisch. Ein egozentrischer, unsensibler Typ, der was mit einer jungen Frau anfängt, aber sich gefühlt nie wirklich Gedanken darum macht, wie es ihr tatsächlich geht. Kurz gesagt: Auf mich wirkte die Beziehung extrem ungesund. Was vielleicht auch intendiert war, keine Ahnung. Aber ich hatte immer das Gefühl, das ist der Typ Mann, vor dem Mütter ihre Töchter warnen. Die Geschichte handelt von einem Schriftsteller - ein Motiv, das man mit Sicherheit auf vielerlei Art interpretieren könnte, aber dafür hat mich die Geschichte eindeutig zu wenig interessiert. Genau genommen hat sie mich relativ kalt gelassen, auch weil ich zu keinem der Charaktere irgendeine Bindung aufbauen konnte. Vielleicht war daran auch der Schreibstil schuld, der sehr einfach gefasst ist, mit sehr schlichten, klar formulierten Sätzen. Ich ertappte mich nicht nur einmal bei dem Gedanken, dass es ein wenig platt klang, als würde die Handlung einfach runtergerattert. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich poetische Schreibstile sehr gerne mag und der hier das absolute Gegenteil davon ist. Dadurch, dass die Kapitel aber recht kurz sind, lässt es sich immerhin schnell lesen. Aber ich konnte einfach bis zum Ende hin nicht recht was damit anfangen. Und es nervte mich, wie auch sensible Themen gefühlt vollkommen gleichgültig behandelt wurden - ohne jetzt spoilern zu wollen.

Create Post