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Lyrik & Dramen

Danton's Tod

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Über das Buch

Büchners Erstlingswerk

Unter dem Eindruck des Studiums der französischen Revolution und dem seelischen Druck eigener politischer Verstrickungen entstanden, weist Büchners Erstlingswerk einen seit dem Sturm und Drang nicht mehr gezeigten Naturalismus auf. Das vieraktige Prosawerk über zwei der wichtigsten Protagonisten der Revolution, Danton und Robespierre, ist das einzige, das noch zu Lebzeiten des Schriftstellers gedruckt wurde.

Das Drama stellt die Frage nach der Verantwortung der Protagonisten für diese vaterlos, sprich gottlos und unmenschlich gewordene Welt und erweist ihre vermeintlichen Subjekte als entmündigte und entmachtete Akteure.

Editionen (42)

ISBN9783423026062
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.04.97
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

7 Rezensionen

2,8

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  • 3,0

    Heute möchte ich euch das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner vorstellen, das im Jahr 1835 erschienen ist. Das Stück spielt zur Zeit der Französischen Revolution und thematisiert den ideologischen und politischen Konflikt zwischen Georges Danton und Maximilien Robespierre. Während Danton zunehmend vom Terror des revolutionären Systems desillusioniert ist und die moralische Rechtfertigung der Gewalt infrage stellt, betrachtet Robespierre eben diese Gewalt als notwendiges Mittel zur Sicherung der Revolution. Aus Angst vor Dantons Einfluss lässt Robespierre ihn und seine Anhänger verhaften. Trotz einer wortgewandten und eindringlichen Verteidigung vor Gericht ist das Urteil von Anfang an besiegelt: Danton und seine Mitstreiter werden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Büchner stellt damit grundlegende Fragen nach Schuld, Freiheit und der zerstörerischen Eigendynamik revolutionärer Gewalt. Büchners Schreibstil ist dicht und anspruchsvoll, geprägt von intensiven Dialogen, philosophischen Reflexionen und scharfen Gegensätzen. Auffällig sind die zahlreichen Antithesen, rhetorischen Fragen und die teils fragmentarische Sprache, durch die innere Zerrissenheit und politische Spannungen eindrucksvoll zum Ausdruck kommen. Positiv hervorzuheben ist die tiefgehende Auseinandersetzung mit Moral, Macht und Verantwortung sowie die psychologische Vielschichtigkeit der Figuren, insbesondere von Danton und Robespierre. Gleichzeitig wirkt das Drama stellenweise sehr theorielastig und emotional distanziert, was den Zugang erschweren kann und die Handlung zeitweise hinter gedanklichen Diskursen zurücktreten lässt. Geschichtlich ist das Werk im Kontext des Jakobinerterrors einzuordnen und spiegelt zugleich Büchners kritische Haltung gegenüber revolutionärer Gewalt wider. Insgesamt ist „Dantons Tod“ ein bedeutendes, aber forderndes Drama, das ich mit 3 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    31. Jan. 2026

  • maulwurfskind
    maulwurfskind

    3 Follower

    1,0

    War im Abi auch mein Tod.

    1. Sept. 2022

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    2,5

    Im Namen der Republik!...

    Danton, du bist ein toter Heiliger, aber die Revolution kennt keine Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du man würde dich als Monument stehen lassen? Das Volk ist wie ein Kind, es muss alles zerbrechen, um zu sehen was darin steckt. (...) wer am meisten genießt, betet am meisten. Die Sünde ist im Gedanken. Ob der Gedanke Tat wird, ob ihn der Körper nachspielt, das ist Zufall. Die Revolution nennt meinen Namen. Meine Wohung ist bald im Nichts und mein Name im Pantheon der Geschichte. Es lebe der König! Im Namen der Republik.

    27. Juli 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Georg Büchner

Georg Büchner, am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren, war Arztsohn. Er studierte Medizin und Naturwissenschaften in Straßburg und Gießen, promovierte 1836 in Zürich und wurde Privatdozent an der dortigen Hochschule. Zusammen mit dem Schulrektor und Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig verfasste er 1834 die Flugschrift ›Der Hessische Landbote‹, die unter dem Motto »Friede den Hütten! Krieg den Palästen!« zum Massenaufstand aufrief. Der drohenden Verhaftung entzog er sich im März 1835 durch die Flucht nach Straßburg. Büchner starb am 19. Februar 1837 in Zürich an Typhus. Von seinen dichterischen Werken erschien zu Lebzeiten nur das Drama ›Dantons Tod‹ (1835). Karl Gutzkow gab 1838 das Lustspiel „Leonce und Lena“ in einer gekürzten Fassung, 1839 das Erzählfragment „Lenz“ heraus; Karl Emil Franzos veröffentlichte 1875 erstmals Auszüge aus dem Trauerspiel „Woyzeck“.

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