Blue Skies
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Erzählungen, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Faulkner-Preis, dem Prix Médicis, dem Henry David Thoreau Prize und dem Rea Award für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. »Sprich mit mir« (Roman 2021), »Blue Skies« (Roman, 2023), »I Walk Between the Raindrops« (Storys, 2024) und »No Way Home« (Roman, 2025).
Posts
Ja, die Klimakatastrophe. Sehr bildlich und nachvollziehbar dargestellt. Ich habe in Kalifornien mitgeschwitzt und in Florida die Feuchte gespürt. Blue Skies ist klug, bissig, aktuell. Mit viel schwarzem Humor und feinem Gespür für Absurditäten wird gezeigt, wie nah der ganz normale Alltag an der ökologischen Katastrophe entlangschrammt. Familie, Klima, Selbsttäuschung – alles wird verwebt zu einem Gesellschaftsbild, das gleichzeitig unterhält und erschreckt. Die Sprache ist kraftvoll, die Szenen oft bitter-komisch, manchmal aber auch fast ein bisschen überdreht. Nicht alles hat mich emotional abgeholt – aber in seiner Gesamtheit ist das Buch absolut lesenswert und regt zum Nachdenken an. 4,5 von 5 Sternen – weil es pointiert, aktuell und unbequem ist – mit einem Augenzwinkern mitten im Ernst. #BlueSkies #TCBoyle #KlimawandelImRoman #SchwarzerHumor #ZwischenIronieUndErnst
Streitbarer, dystopischer, beschwerlicher Roman
Eins vorweg: Am Klappentext steht, der Roman sei witzig und unterhaltsam. Zumindest denkt das Denis Scheck (bekannter deutscher Literaturkritiker). Meiner Meinung nach ist dieser Roman alles andere als witzig!!!😕 Außerdem meint Jürgen Schmieder (Journalist Süddeutsche Zeitung) : „T.C Boyle kann brillant erzählen, detailreich, mit grandiosen Sprachbildern.“ Der Schreibstil ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig weil viele Sätze über 4 Zeilen lang sind. 🙄 Es geht um eine Familie in Amerika, die den Alltag bewältigt, und das mitten in der Klimakrise. Während Cat mit Überschwemmungen kämpft, versuchen Ottilie und Cooper, mit der Dürre klarzukommen. Abseits dieser äußeren Katastrophen erleben die einzelnen Charaktere tragische Schicksalschläge, mit denen sie fertig werden müssen. Die vorkommenden Personen sind alle unsympathisch und irgendwie egoistisch. Generell fand ich, dass die weiblichen Charaktere eher dümmlich beschrieben wurden und die Geschichten das typische Rollenklischee bedienen, wie eine gut situierte Durchschnittsfamilie sein soll!? Ich hatte Schwierigkeiten mit manchen Formulierungen. Manche Entscheidungen sind so dumm und nicht nachvollziehbar, und damit das alles ausgehalten wird, wird halt viel Alkohol getrunken. Ich weiß nicht, wie ich das Buch bewerten soll... Ja, die Klimakrise kommt vor, ja, typische Mann/Frau-Klischees werden bedient, nein, es ist nicht witzig. Ich bin froh, dass es vorbei ist, weil ich mich die ganze Zeit aufregen musste! Über die Aussagen von Todd und auch von Cooper. Deren Frauenbild ist teilweise verachtenswert. Ich denke, man könnte einen Roman über die Klimakrise auch anders schreiben. Trotzdem beschäftigt mich der Roman sehr. Wie soll ich da Sterne vergeben? 😅
Wenn eine Katastrophe für sich selbst spricht.
Boyle lotst uns hier mitten in eine Klimakatastrophe, die so viel prognostiziert und wohl auch ungefähr so stattfinden wird. Wir werden also in unsere nahe Zukunft geführt und kommen sehr schnell mit unseren eigenen Vermeidungsstrategien in Kontakt. Der Verfall der Normalität wird aus der Sicht einer Familie geschildert, unterschiedliche Generationen, die Mehrheit lebt in Kalifornien, die Tochter allerdings in Florida, zwei von der Topografie sehr unterschiedliche Regionen, die nicht nur bei den Amerikanern derzeit noch für „angenehmes Leben“ stehen. Dies wird nicht so bleiben. Florida versinkt in immer öfter auftretende Überflutungen, Kalifornien verdorrt. Wasser ist Mangelware. Der Mensch versucht sich anzupassen, scheitert aber immer wieder am Unvermögen, sich einzuschränken, was die Umgebung von ihm aber fordert. So kann und wird man nicht überleben. Es ist faszinierend, wie Boyle die Geschichte webt. Er baut gewohnt gekonnt einen Spannungsbogen auf, um ihn dann wieder aufzugeben, zeitweise ändert er auf der Spitze die Zeit oder die erzählende Person, so dass man beinahe erleichtert ist, die offensichtlich unangenehme Situation, da sie genau beschreibt, was uns blüht, wieder verlassen kann. Boyle wirkt gnädig, seine gewohnt provozierende Art wirkt hier gemässigt. Ist der Autor im Alter etwa sanft oder weise geworden? Ich denke, es ist die Klimakatastrophe selbst, die die Spannung hält und keine zusätzliche Effekthascherei benötigt. Es ist also Weisheit und wohl auch Erfahrung des Schreibens, da der Thematik mit Sanftheit begegnet werden muss, sonst hält man sie nicht aus und muss wieder in Illusionen oder Verleugnung flüchten.
Alles ganz normal
Eigentlich weiß ich bis zuletzt nicht was das Buch von mir wollte. Fast episodenhaft wird hier die Geschichte einer Familie in den USA erzählt während die Klimakatastrophe voranschreitet und die Folgen immer schwerwiegender sind. Die Menschen sind an Temperaturen über 40 Grad, monatelange Sommer oder lange Regenzeiten gewöhnt, sie nehmen es hin und wirklich was tun um die Erwärmung zu begrenzen tun sie nicht wirklich und verlieren sich in Banalitäten des Alltags und erleben skurrile Geschichten. Insgesamt schafft mich das Buch zu fesseln, auch wenn es etwas langatmig an einigen Stellen wirkt bzw. es mich weniger interessiert. Die Charaktere sind auch fast alle eher unsympathisch in meinen Augen, ich konnte mich da wenig verbinden. Eigentlich eine gewisse Genugtuung für mich wie ignorant und unsolidarisch die Menschheit in ihren nationalstaatlichen Denken ist und es weiterhin lukrativer ist fossile Energieversorgung zu fördern und die Klimakatastrophe zu leugnen, zu verzerren und sich sein eigenes Handeln schön zu reden. Die einzigen mit denen ich Mitgefühl haben sind alle anderen Lebewesen außer dem Menschen und vor allem Willie 2.
"Eine Brise strich durch die Bäume - oder vielleicht war es auch etwas anderes, eine Veränderung der Atmosphäre, eine Emanation der neuen Wirklichkeit - , und die Falter lösten sich voneinander, sanken herab und stiegen wieder auf wie Blätter, wenn Blätter aufsteigen könnten." Während sich vielleicht einige von den dystopischen Ereignissen des Romans überfahren oder abgestoßen fühlen, habe ich so viel Sprachpoesie in den Zeilen entdeckt, mit der ich nicht gerechnet habe, die mich aber völlig begeistert hat. Boyle ist ohne Frage ein großer Erzähler. Mich könnte er faszinieren und mitnehmen. Die Bilder und Gerüche von wüstentrockener Hitze und nasser stumpfer Schwüle konnte ich fühlen und riechen.
Eindringliche Darstellung unserer vom Klimawandel geprägten Zukunft
Am Beispiel einer Familie schildert T.C.Boyle sehr eindringlich die Folgen des Klimawandels in einer nahen Zukunft. Die Natur zerstört die Leben der einzelnen Familienmitglieder, die Welt wird zunehmend unbewohnbar, die Menschheit lebt einfach weiter, versucht sich anzupassen, ohne wirklich einzulenken. Das Grauen schleicht sich beim Leser langsam ein, übrig bleibt Beklemmung. Unbedingte Empfehlung!
Wir ignorieren den Klimawandel, doch es hilft nichts, die Natur schlägt zurück.
Kein Grund für Optimismus Der amerikanische Autor T.C. Boyle ist ein sehr produktiver Schreiber. Der inzwischen 75Jährige bringt fast in jedem Jahr ein neues Buch heraus. Fan‘s lieben seinen unnachahmlichen Stil und seine schrägen Charaktere. Sein neuester Roman „Blue Skies“ ist in nicht allzu ferner Zukunft angesiedelt und erzählt wie „der Amerikaner“ in einer von der Klimakatastrophe veränderten Welt zurechtkommt und wie er auf die seit langem bekannten Probleme reagiert….., kurz gesagt gar nicht. Der Autor fokussiert sich in seinem Roman auf eine Familie. Mutter Ottilie und Vater Frank, sowie der erwachsene Sohn Cooper leben im Dürre geplagten Kalifornien. Ein Hitzerekord jagt den nächsten, Waldbrände sind eine ständige Gefahr. Tochter Cat erlebt in Florida das nicht weniger dramatische Gegenteil, Stürme, Hurrikans und Überschwemmungen. Eine der fragwürdigsten Charaktere in Boyle‘s Personalkarussell ist zweifellos Cat. Sie ist schnell gelangweilt bei dem andauernden Regen. Da macht das Strandhaus, dass ihr Partner Todd geerbt hat, der fast ständig als „Bacardi-Botschafter“ unterwegs ist, um irgendwo Parties zu schmeißen, nicht wirklich viel Spaß. Gerne möchte sie Influenzerin werden und um dieses Ziel schnell zu verwirklichen hat sie die fatale Idee sich eine Schlange mit einem hübschen Muster zuzulegen. Foto‘s mit Schlange würden quasi wie von selbst für die nötigen Klickzahlen sorgen. Nüchtern betrachtet vielleicht eine blöde Idee, aber wer kann dieses Wetter schon nüchtern ertragen. In Kalifornien versucht Ottilie ihre Ernährung auf Insekten als Eiweißquelle umzustellen, bestärkt von ihrem Sohn, der Entomologe ist und fatalerweise durch seine Liebe zu den Insekten fast zu Tode kommt. Die Naturereignisse werden beiläufig in die Geschichten der Menschen eingeflochten, so wie auch wir schon heute die Überflutung hier, den Waldbrand da ohne große Reaktion zur Kenntnis nehmen. Gerade dieses. Beiläufige ist erschütternd und hat mich beim Lesen mit Unruhe erfüllt, denn es ist leider nur allzu realistisch. Auf der einen Seite gibt man sich umweltbewusst, verzichtet auf Fleisch, stellt die Ernährung um, aber ein Pool im Garten gehört in Kalifornien zum Lifestyle, Klimawandel hin oder her. Dererlei Beispiele gibt es viele. Es ist insofern kein schönes, aber ein sehr lesenswertes Buch. Boyle hält uns mit viel schwarzem Humor, der einem erwartungsgemäß im Halse stecken bleibt, den Spiegel vor. Am Ende zerstört er nicht alle Hoffnungen , lässt einen Funken Zuversicht zurück, aber dennoch bleibt man als Leser sehr nachdenklich und ernüchtert zurück. Unbedingt lesen!
Ein Familiendrama inmitten der Klimakrise!
Auf seine unnachahmlichen Art nimmt sich T.C. Boyle in diesem Buch das Thema der Klimakrise an. Leider steht in diesem Buch doch eher eine Familiendrama im Vordergrund und die Klimakrise. Dennoch ein interessanter Vorblick auf das was uns in Zukunft durch die Klimakrise erwarten kann. Rezension//Unbezahlte Werbung//Buch selbst gekauft oder geliehen
Hilft Alkohol gegen Klimawandel? Die Familie Cullen aus T. C. Boyles Roman tut jedenfalls ihr Bestes, um damit Erfolg zu haben.
Die Eltern und Sohn Cooper wohnen in Kalifornien, wo extreme Dürre, Hitze und Waldbrände ihnen das Leben buchstäblich zur Hölle machen. Tochter Cat lebt in Florida und kämpft im Dauerregen gegen Überschwemmung, Schlamm und Fäulnis. Der Kauf einer Schlange, mit der sich wunderbar vor der Kamera posieren lässt, ist der Auslöser einer Kettenreaktion von Unglücken in Cats Leben. Ihr Bruder Cooper erforscht aussterbende Insekten, und auch das wird ihm zum Verhängnis... Der Blick auf die Großwetterlage in der Welt, mit verheerenden Bränden auf der einen und sintflutartigen Überschwemmungen auf der anderen Seite zeigt: Wir sind schon mittendrin in der Welt, die T. C. Boyle hier in eine nicht näher definierte Zukunft legt. Genau wie Familie Cullen gewöhnen wir uns langsam an die zunehmenden Katastrophenmeldungen und versuchen, mehr oder weniger resigniert, unseren eigenen CO2 - Fußabdruck zu verringern. Bei den Cullens fließt der Alkohol in Strömen. Cats Ehemann ist Vertreter für Bacardi-Rum und je schwieriger das Leben, desto mehr wird getrunken. Vor, während und nach ihrer Schwangerschaft ist Cat nie jemals richtig nüchtern. Auch für Mutter Ottilie gehört ein Glas Wein immer dazu. Wirklich bedrohlich wird der Klimawandel für sie erst als der gute kalifornische Wein irgendwann aufgrund der vielen Brände nur noch nach Rauch und Asche schmeckt. Ich hätte der Familie Cullen noch ewig weiterfolgen können. Sie versuchen, die zunehmende Verunsicherung und ihre Verluste mit einem Glas in d Hand zu überstehen und hören dabei nie auf zu kämpfen. T. C. Boyle hat ein paar echte Menschen geschaffen, über die man sich ärgern und den Kopf schütteln kann und denen man doch immer irgendwie die Daumen drückt, dass ihnen die nächste Katastrophe erspart bleiben möge. Großes Kino!
*Blue Skies* T.C.Boyle T.C. Boyle schreibt eine Dystopie, die mir und das ist das Erschreckende daran, gar nicht so dystopisch erscheint. Die Naturkatastrophen, die die Menschen aufgrund des Klimawandels in Boyles Roman treffen, sind in abgeschwächter Form inzwischen auch fester Bestandteil unseres Lebens. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht in den Nachrichten von Überschwemmungen, Hüngersnöten, Hitzewellen, Waldbränden, Artensterben und tauenden Polen hören. Trotzdem machen wir und da schließe ich mich nicht aus, zum Großteil weiter wie bisher. Wir betäuben uns mit Konsum, sozialen Medien und der ein oder andere auch mit Alkohol oder anderen Drogen und schauen nicht über den Tellerrand. Was sollten wir einzelnen kleinen Menschlein auch tun? Boyle zeigt in Blue Skies die kommende Entwicklung, ausgehend von dem, was wir jetzt schon täglich beobachten können, am Beispiel einer amerikanischen Familie, die symbolisch für eine ganze Gesellschaft steht. Cat, die Tochter der Familie, füllt ihr inhaltleeres Leben mit Alkohol und sozialen Netzwerken. Die Natur ist ein Statist in ihrem Leben, der sich allerdings allmählich zum Hauptdarsteller entwickelt. Denn trotz der ignoranten Haltung Cats, wird rasch deutlich, dass die Natur sich nicht ignorieren oder gar Untertan machen lässt. Dem gegenüber steht Cats Bruder Cooper, der ganz anders als sie, die Natur zu seinem Lebensinhalt hat werden lassen. Von klein auf begeisterte er sich für alles, was mehr als vier Beine hat und ist nun als Insektenforscher tätig. Trotz seiner Liebe zur Natur bleibt aber auch er nicht von den Folgen des Klimawandels verschont. Die Eltern der beiden Frank und Ottilie wollen ihre Kinder im Grunde so gut es geht unterstützen und ihren Teil zur Besserung der Situation beitragen und sei es durch die Verwendung von Lebensmitteln auf Insektenbasis. Diese vier befinden sich im Verlauf des Romans immer wieder in Situationen, die natürlich in mitunter etwas zugespitzt Form, erkennen lassen wie ein großer Teil der westlichen Gesellschaft sich benimmt. Die Oberflächlichkeit, der Egoismus und die Machtlosigkeit werden greifbar. Dabei gelingt es Boyle irgendwie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln, sondern seine Leser*innen zum Denken anzuregen. Tief sarkastisch, teils rabenschwarz, legt er frei, was wir uns oft selbst nicht eingestehen wollen. Dabei ist nicht eine Seite dieses Romans zu viel oder gar langweilig. Dieses Buch hat keine Längen und liest sich unheimlich spannend. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight und absolut lesenswert.
T.C. Boyle beschreibt in seinem Buch „Blue Skies“ ein Szenario welches auch uns in naher oder ferner Zukunft ereilen könnte. Leider fand ich die Charaktere nicht sonderlich sympathisch und alles in allem war das Leseerlebnis doch etwas langatmig. Trotzdem finde ich, dass das Buch sehr zum reflektieren und nachdenken anregt und alles in allem lesenswert ist.
Während Florida im Regen versinkt und von Überschwemmungen bedroht ist, herrscht in Kalifornien anhaltende Dürre, Wasserknappheit und Brände stehen auf der Tagesordnung. Die Klimakrise ist hier, sie ist real und in der Familie rund um Mutter Ottilie, Sohn Cooper und Tochter Cat findet jede*r einen eigenen Umgang damit - oder versucht es zumindest. Während Cat in Florida in einem Strandhaus wohnt und immer öfter mit dem Boot statt mit dem Auto unterwegs ist, stellt Ottilie in Kalifornien ihren Essensplan auf Insekten um, nachdem Entomologe Cooper sie nachdrücklich auf das Sterben des Planeten aufmerksam gemacht hat. Als Cat sich an einem Nachmittag vor dem Regen in ein Reptiliengeschäft rettet und Tigerpython Willie als neues Haustier und Accessoire für ihren Instagramaccount ersteht, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. "Blue Skies" von T.C. Boyle, aus dem Englischen übersetzt von Dirk van Gunsteren, ist ein gesellschaftskritischer Unterhaltungsroman, bei dem einem das Lachen ob der realistischen Zukunftsdarstellung oft im Hals stecken bleibt. Boyle konzentriert seine Erzählung auf die Dynamiken innerhalb dieser amerikanischen Familie und lässt die Auswirkungen der Klimakrise parallel stattfinden, er integriert sie gekonnt in das Leben der verschiedenen Figuren und generiert so Aufmerksamkeit, ohne den Zeigefinger zu heben, er warnt und überlässt den Lesenden dabei selbst, was sie aus dem Roman mitnehmen möchten. Ich habe zu Beginn von "Blue Skies" wenig Zugang zu der Geschichte gefunden, nach und nach nimmt die Story aber immer mehr Fahrt auf, es passieren unglaublich viele Wendungen, was das Buch nach einem etwas zähen Einstieg zu einem wahren Pageturner werden lässt. Die Figuren boten für mich sämtlich wenig Identifikationspotential (allein dieser extreme Alkoholkonsum, puh!), das hat mein Lesevergnügen aber nicht geschmälert, vielmehr mochte ich gerade dieses Spannungsfeld zwischen absurden Charakteren und dystopischer, aber sehr realitätsnaher Zukunftsvision sehr (was macht die Klimakrise mit uns? Zu welchen Handlungen verleitet sie uns?). Von mir gibt es eine Leseempfehlung, mitreißend, alarmierend und voll schwarzem Humor!
Hier wird uns der Spiegel vorgehalten
Tom Coraghessan Boyle, ist nicht nur ein wirklich cooler Guy sondern man kann ihm die Erfindung des Climate Plot zuschreiben. Er weiß dabei genau, wovon er redet, denn er wohnt in den Bergen von Santa Monica, in dem Dürren, Brände und sturzflutartige Regenfälle keine Seltenheit sind. All das hat er nicht zum ersten Mal in einem wirklich dramatischen und bisweilen zynischen Plot verarbeitet. Ottilie und Frank wohnen in Kalifornien. Ottilie bemüht sich neue Wege in Richtung Ernährung zu gehen, und setzt sich mit der Zubereitung von Speisen aus Insekten auseinander. Cooper, ihr Sohn, ein Entomologe, Wird von einem der kleinen Lieblinge gebissen, was schwerwiegende Folgen nach sich zieht. Cat, die Tochter, die in Florida mit ihrem Mann ein Influencer Leben führt, legt sich, einfach so für die Optik, eine Würgeschlange zu. Aus Willi 1 wird sehr schnell, Willi 2. Spätestens ab hier merken wir als Leser, dass Unheil in der Luft liegt. Der Klimawandel geht mit großen Schritt voran. Cooper, schreit es seinen Familienmitgliedern in die Ohren, aber so richtig Sorgen macht sich keiner Die Menschen machen weiter wie bisher, drehen sich um sich selbst und nehmen die Veränderungen erst mal nur latent wahr. Und schon gar nicht wirklich ernst. Da wird munter mit dem Ruderboot durch überflutete Straßen gepaddelt und der nächste Drink gemixt. Ab ungefähr Mitte des Romans geht es nur noch bergab und man fragt sich, wie die Menschen die Kurve kriegen. Boyle hat mal wieder die Doppelgesichtigkeit, der amerikanischen Mittelschicht mit spitzer Feder gezeichnet. Während man Mimosas schlürft, geht die Welt unter. Dabei, winkt die Natur mit dem Zaunpfahl . Aber selbst wenn die Protagonisten eins über den Schädel bekommen, schütteln Sie mal kurz die Rübe und es folgt die nächste Party. Aber nicht nur Amiland bekommt den Spiegel vorgehalten. Auch wir können uns mal an die eigene Nase fassen, denn in schulterzuckender Resignation sind wir auch ganz gut und werden werden das teuer bezahlen müssen. Begeistert hat mich neben dem Humor vor allem die Figurenentwicklung. Auch wenn es den Anschein hat, als wenn jeder bei seiner Einschätzung der Situation bleibt, ändern sie ihre Persönlichkeit im Laufe der Geschichte doch in feinen Schattierungen. Außerdem bringt Boyle hier sehr viel recherchiertes Fachwissen über Insekten und die folgen der Erderwärmung unter. Das mag ich an seinen Roman ganz besonders. Man lernt sehr viel. Wieder einmal eine packende Story, die durch menschen an Farbe gewinnt, die nur in kleinen Nuancen zu schrägen Vögeln mutieren. Und am Ende bleibt die Feststellung: Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Dies ist mein 3. T.C. Boyle und ich bin wieder mal richtig angetan, wie er aktuelle Themen umsetzt, ohne zu moralisieren, aber doch ein Szenarium aufzuzeichnet, was eintreten könnte, oder in diesem Fall, wenn wir nicht endlich mal was ändern, eintreten wird! Es geht um eine Familie in den USA. Während der eine Teil der Familie in Kalifornien mit Hitze und Dürre zu kämpfen hat, säuft die Tochter der in Florida im wahrsten Sinne in ihrem Haus ab! Das Szenarium ist polarisierende Gegenwartsliteratur und bietet jede Menge Diskussionspotenzial. Daher war es nicht verwunderlich, dass nachdem das Buch als „Bestseller-Challenge“ im eat.Read.sleep-Podcast gelesen wurde, die Leselilien sich zu einem Extra-Mittags-Treffen zusammenfanden, denn wir mussten uns austauschen. Keiner konnte das Buch wirklich nur für sich lesen. Ich fand in diesem Band herausragend die Charakter, die in den Plot integriert sind: Der Sohn ist Forscher und hat die Katastrophen vorhergesagt, die Mutter züchtet Insekten und die Tochter holt sich eine Schlange und verschließt die Augen vor Katastrophen. Gerade Letzte war interessant, hat die meisten Emotionen hergerufen und die Schlange könnte man auch als Symbol interpretieren. Das Ende hat, wie gerne bei Boyle gemischte Gefühle und Meinungen hervorgerufen. Der eine fand’s gut, ich fand es nicht so gut und für mich war es nicht wirklich stimmig zum Rest der Geschichte.
Ein Highlight. Spannend, unterhaltsam und beklemmend aktuell und wahr.
T.C. Boyle beschreibt die Folgen des Klimawandels heute und in der nahen Zukunft am Beispiel einer USamerikanischen Familie. Während die Welt im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen aufgeht, in den Fluten ertrinkt, Tierarten aussterben und die Welt immer heisser und schwieriger wird, ist die Familie mit ihren eigenen kleinen und grossen Problemen beschäftigt. Jeder stellt sein eigenes Leben und seine Bedürfnisse in den Vordergrund, Manche ignorieren das Geschehen, während Andere versuchen - mit und ohne Erfolg - etwas zu ändern. Boyle hält uns mit dem Roman Allen den Spiegel vor und ist dabei immer so fesselnd und unterhaltsam, dass ich dieses Buch an einem Tag verschlingen musste. Für mich ein Highlight unter den vielen Büchern, die ich dieses Jahr lesen durfte.
Klimawandel, es ist fünf nach zwölf
Eine amerikanische Familie mit 2 erwachsenen Kindern Cat und Cooper, wohnen verteilt in Kalifornien und Florida. Es herrscht zum einen Dürre oder das andere Extrem, es regnet unaufhörlich. Man arrangiert sich, parkt das Auto nicht mehr vor der Haustüre, da man nicht weiß ob man am nächsten Tag auf der Straße noch fahren kann. Und Cat, sie kauft sich eine Schlange, warum nur? Cooper inspiziert die Natur nach Insekten, bis sich eines Tages eine Zecke an seinem Arm befindet. Ottilie, die Mutter, beschließt Insekten zu essen. Selber Grillen zu züchten, mit Insektenmehl zu backen, sie kocht ganze Menüs daraus und lädt Freunde zum Essen ein. Ein außergewöhnlich nahegehender Roman des Erfolgsautors T.C. Boyle. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, aber dieser schmerzt besonders. Das Zitat von Annie Proulx auf dem Umschlag kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, lustig fand ich das Buch nicht, eher zum Heulen, wir vernichten uns selber.
2024_#21 🌴
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Charaktere waren allesamt unsympathisch und irgendwie hat auch überhaupt keine Entwicklung stattgefunden. Und die Story... Vielleicht hatte ich einfach falsche Erwartungen. Da die Klimakrise ja eigentlich ein zentrales Thema sein sollte, hätte ich innerhalb der Story diesbezüglich mehr erwartet, als dass es am einen Ort gar nicht mehr und am anderen nur noch regnet. Ansonsten ist über lange Strecken kaum was passiert und hat sich für mich sehr gezogen. Emotional berührt oder zum Nachdenken angeregt hat es mich ebenfalls nicht. Also unterm Strich, war nicht mein Fall🤷🏻

So absurd und weit weg – und doch irgendwie auch nicht.
Das war mein erstes Buch von T. C. Boyle, und ich möchte definitiv weitere folgen lassen. Eine Geschichte, die ich bislang mit keinem anderen Buch vergleichen kann. Die Charaktere für mich nicht sonderlich sympathisch, ein Alltag, der für mich weit weg erscheint und teils absurd anmutet. Die Familie – im Fokus die Mutter und ihre beiden erwachsenen Kinder – hat besonders die Vorliebe für Alkohol zu allen Tageszeiten gemeinsam. Der hilft sicherlich, mit dem jeweiligen Leben klarzukommen: ein Zeckenbiss und seine Konsequenzen, der Impulskauf einer Schlange und die Versuche, mit Insekten als Nahrungsmittel das eigene Klimagewissen sauber zu waschen. Dass der Klimawandel dabei für Lebensumstände sorgt, die aktuell noch stark von unserer Gegenwart abweichen, plätschert als Zusatzinfo nebenher und stößt vermutlich gerade dadurch bei mir den ein oder anderen Gedanken an. Wie weit weg ist diese Realität wirklich von der unseren? Vielleicht war es Sensationslust, die mich ein gutes Stück an das Buch gefesselt hat, vielleicht auch pure Faszination.
Begeistert von meinem ersten T.C.Boyle 😍
"Wenn die Menschen verschwunden waren. Wohin würden sie gehen? Dorthin, wohin auch der Beutelwolf und der Riesenalk und der Auerochse gegangen sind.....und es würde kein Bewusstsein mehr geben, dass groß genug war, um sich Gedanken über Wiederherstellung oder Klimawandel zu machen." Diese Buch hat mich extrem gut unterhalten, hat mir einiges beigebracht und mich auch vor Spannung die Luft anhalten lassen.

Climate fiction at it's best. Meisterhaft wurden hier die Folgen der Klimakrise mit einer Familiengeschichte verwoben. Eine intensive, fesselnde Geschichte, auch wenn mir die Hauptfiguren fremd und größtenteils unsympathisch waren. Teilweise waren die Szenen ziemlich heftig, denn der Roman lässt sich auch durchaus als generelle Gesellschaftskritik lesen. Der Roman lässt mich nachdenklich und betroffen zurück.
Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück
Blue Skies von T.C. Boyle Au weia dieses Buch lässt mich tatsächlich sehr zwiegespalten zurück. Ich mag keine Insekten und ich mag keine Schlangen. Dieses Buch zeigt uns in einem überspitzten und etwas skurrilen Szenario, wie die Erde dem Ende entgegengeht. Ich mochte den schreibstil sehr gerne. Dies war mein erstes Buch von T.C Boyle. Die Protagonisten mochte ich zum Teil jedoch nicht wirklich. Eine Welt die anscheinend nur aus Alkohol trinken und Oberflächlichkeit besteht. Im krassen Gegensatz zum dem wirklich wichtigen Themen unserer Natur und Umwelt hat mich zwiegespalten. Etwas überzogen wird hier das Leben einer Familie in der USA präsentiert. Ich weiß nicht was ich für ein Ende erwartet habe. Dieses Ende lässt mich jedoch etwas unbefriedigt zurück . Das Buch bekommt aber wegen der wichtigen Botschaft und dem großartigen Schreibstil 4 von 5 Sterne von mir.
Man möchte es gegen die Wand schmeißen
Dieses Buch macht einen aggressiv. Weil es so plausibel ist. Es macht einen aggressiv, weil die Charaktere mit sich, ihrer Umwelt und dem Leben an sich so verantwortungslos umgehen, dass man schreien möchte. Und es macht einen aggressiv, dass all die Karikaturen und Überzeichnungen am Ende so realistisch sind, das man kurz aus dem Auge verliert, dass sie es nicht sein sollten. Dieses Buch ist keine Unterhaltungslektüre, auch wenn es mit sprachlichem Witz und messerscharfer Zynik geschrieben ist. Es ist eine 400-Seiten langer Nierenhaken, der einen mit schmerzender Seele zurücklässt.
Ein weiteres Lesehighlight! Die Klimakatastrophe ist da, was die großen und kleinen Katastrophen in einer Familie aber nicht davon abhält, ebenfalls stattzufinden. Die Figuren sind fast ausnahmslos zutiefst unsympathisch, das Szenario so realistisch wie nur irgendwas. Also alles wie im richtigen Leben, nur intensiver.
Leider bin ich bis zum Schluss nicht 100-prozentig mit dem Buch und vor allem mit den Charakteren warm geworden. Ich denke, insgesamt war es einfach sehr amerikanisch. Die Charaktere, die Sicht auf den Klimawandel, die Themen. Alles in allem ein gutes Buch, was mich aber nicht restlos begeistern konnte.  

Familiendrama und Klimawandel
Ich habe dieses Buch ganz gerne gelesen. Eine Familie in den USA erfährt eine Klimakatastrophe nach der anderen. Diese werden allerdings, wenn überhaupt, nur zur Kenntnis genommen, denn im Privatleben der Hauptcharaktere gibt es ganz andere Probleme. Am Ende ist doch wieder alles wichtiger als die Klimakatastrophe und trotz Dürre und Ernteausfällen sind Pool und Wein unverzichtbar. Boyle schreibt hier wirklich eine gute, aber dementsprechend auch beängstigende Parodie unserer Gesellschaft. Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlagen der Familie, aber irgendwie ist das für alle okay. Die Charaktere bleiben bis zum Ende des Romans zutiefst unsympathisch. Zudem hat mir das Frauenbild nicht gefallen. Wenn sie nicht gerade sexualisiert werden, sind sie hilflos oder für Katastrophen verantwortlich. Die Handlung war zeitweise recht wenig zielführend und es passiert sehr lange gar nichts. Es liest sich aber mit der Zeit sehr gut und weiß zu unterhalten.
Ich kann auf jeden Fall nicht empfehlen dieses Buch zu lesen und finde, dass es deutlich bessere Bücher zum Thema Klimawandel gibt!
2/5 ⭐️ Lies das am besten nicht 😬🫣 Spice level: ❌ Song an den ich beim Lesen gedacht habe: ❌ In Blue Skies geht es um eine Familie in Amerika, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt. Wir folgen den drei Protagonisten Cat, Cooper und Ottilie (Schwester, Bruder und Mutter) in ihrem Lebensalltag und den Problemen mit denen sie zu kämpfen haben. Cat ist frustriert, weil ihr Verlobter immer auf Geschäftsreisen ist und kauft sich deshalb eine Schlange. Cooper studiert Insekten, wird dann aber von einem Insekt gebissen und verliert seinen Arm. Ottilie möchte aus Umweltschutz Gründen mit Insekten statt Fleisch kochen und kauft sich deshalb Heuschrecken. Kurzer Disclaimer: Ich musste das Buch für die Uni lesen, deshalb kann es sein, dass sich meine Meinung vielleicht ein wenig ändert, nachdem wir es im Seminar besprochen haben. Dieses Buch hat mich in eine große Leseflaute befördert. Erstmal danke dafür 🙄😒. Eigentlich kann ich das Buch ganz gut in einem Wort zusammenfassen: LANGWEILIG 🥱 Es ist wirklich gefühlt nichts passiert. Wäre das Buch nicht für die Uni gewesen, hätte ich es nach den ersten 100 Seiten längst abgebrochen. Ich fand die Charaktere alle unfassbar unsympathisch und konnte überhaupt nicht mit ihnen mitfühlen. Auch Plot technisch hat mich nichts wirklich mitgerissen. Es ist zwar einen Sache passiert mit der ich nicht gerechnet habe, aber mehr auch nicht. Ich habe das ganze Buch über gedacht: Wann kommt endlich etwas Spannendes bzw. der große Wendepunkt? Spoiler: Nie Ein positiver Aspekt ist vielleicht, dass ich zwischendurch den Kopf über die Untätigkeit und Ignoranz der Charaktere schütteln musste und dabei große Parallelen zu unserer jetzigen Situation sehen konnte. Es hat also ein bisschen zum Nachdenken angeregt. Man kann bestimmt auch viele Metaphern analysieren und Kritik am Klimaschutz usw. erkennen, aber meiner Meinung nach bringt das überhaupt nichts, wenn man schon nach 100 Seiten abbrechen will und gar nicht erst zu dem Punkt im Buch gelangt. Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht mehr so viele Worte über das Buch verlieren, weil es mich zwischenzeitlich echt genervt hat 🤐 Ich kann auf jeden Fall nicht empfehlen dieses Buch zu lesen und finde, dass es deutlich bessere Bücher zum Thema Klimawandel gibt!
Ein wilder Ritt - mit vielen Höhen und Tiefen Das Buch überzeugt mit einer sehr detailireichen und naturverliebte Beschreibung von Umwelt, Artenvielfalt und den weitreichenden Folgen des Klimawandels. Es werden komplexe ökologische Zusammenhänge greifbarer und eindrucksvoll in den menschlichen Alltag eingewoben. Weniger überzeugend hingegen die drei Hauptcharaktere. Ihre persönlichen Geschichten und alltäglichen Verwirrungen wirken im Vergleich zum übergeordneten Thema oft banal, fehlplatziert und belanglos. Hinzu kommen drastische, teils brutale Entwicklungenm, die aber kaum etwas zur eigentlichen Aussage beitragen. Die Figuren - vielleicht als "typische" Menschen und Perspektiven gedacht - schwächen letztlich die Wirkung des zentralen Motivs: Die Welt steht in Flammen, dich die Menschen machen weiterhin Selfies. Unterm Stich ist das Buch ein umwelt- und biowissenschaftlicher Sicht ein starkes Buch, das die verschiedenen, teils folgenreichen Facetten der Klimakrise auf eindringliche Wiese veranschaulicht - auch wenn es erzählerisch nicht immer überzeugt.
Lässt einen nachdenklich zurück
Die Erde stirbt. Klimakrise, Pandemien und Co. Alles wird immer schlimmer und in diesem Chaos befindet sich eine Familie, die mit dem unweigerlichen Untergang umzugehen versucht. Cat, die eine Sozial Media Karriere starten will und gegen die Leere in ihrem Leben ankämpft. Ihr Bruder Cooper, der die Welt retten will. Ihre Mutter, die versucht für ihre Kinder da zu sein und ihr Gewissen zu beruhigen, indem sie auf so manchen Trend aufspringt und der eher mitlaufende Vater. Was dieses Buch so eindringlich macht? Die Tatsache, dass (fast) alles davon in naher Zukunft Wirklichkeit werden kann. Nichts erscheint übertrieben, auch wenn es noch so skurril erscheint manchmal. Denkt man länger darüber nach, wirkt alles erschreckend echt. Und manchmal erschreckend traurig.
Ein dystopisch anmutender Klimaroman, der so dystopisch leider nicht ist. In einer Region herrscht große Dürre und verheerende Feuer brechen aus und in der anderen Region reißen riesige Flutwellen Häuser, Menschen und ganze Dörfer mit sich fort (das kommt so in diesem Roman nicht vor) Häuser verfaulen im stetigen Regen und was nicht verfault wird von Termieten gefressen. Die Charaktere in diesem Roman sind meist nicht sehr sympathisch, Alkohol fließt in Strömen und immer wieder habe ich mich gefragt "Was macht sie da nur?" Toll geschrieben, fliegt man durch die Seiten dieses nicht gerade schmalen Romans und lässt sich mitreißen in die Leben der Protagonisten. Sehr lesenswert👌
Eine wahrscheinlich gar nicht so ferne Zukunftsvision
„Blue Skies“ von T.C. Boyle ist ein Roman, der sich intensiv mit den dramatischen und teils schon spürbaren Folgen des Klimawandels beschäftigt. Boyle entwirft eine Zukunft, in der der Klimawandel nicht bloß vermehrt in Erscheinung tritt, sondern die allgegenwärtige Realität bestimmt. Die Darstellung dieser Bedrohung wirkt beeindruckend gut recherchiert und vermittelt eine nahezu unausweichliche Perspektive. Es ist eine düstere, beinahe trockene Erzählung, die fast schon eine Akzeptanz dieses Szenarios an den Tag legt, was sicher eine der stärkeren Seiten des Romans ist. Allerdings muss ich sagen, dass mir insgesamt etwas Spannung beziehungsweise Zugang zum Roman gefehlt hat. Trotz der durchaus packenden Wendungen und der kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft rund um die Familie im Zentrum des Buches, blieb ich emotional ein Stück weit auf Distanz. Die Charaktere, deren Handlungen und die Ironie ihrer Entscheidungen zwar oft ein Schmunzeln oder fassungsloses Kopfschütteln hervorrufen, doch gerade im Kontext des Umwelt-Themas und der gesellschaftlichen Kritik, sicherlich beabsichtigt, schwer greifbar bleiben, haben es mir leider schwierig gemacht, richtig warm mit der Handlung zu werden. Sie wirken oft eher wie Stellvertreter für größere gesellschaftliche Probleme als wie echte, nahbare Menschen. Ihre Fehler und Reaktionen auf die Krise erscheinen zwar nachvollziehbar, aber nie wirklich sympathisch oder emotional packend. Ich bin mir sicher, dass genau diese nüchterne, fast kalte Erzählweise absichtlich gewählt wurde, um die Härte der Realität des Klimawandels widerzuspiegeln – doch für mich persönlich hat es das Lesen etwas weniger fesselnd gemacht. Trotzdem gibt es viel, was „Blue Skies“ absolut lesenswert macht: Die unerwarteten Wendungen, die Gesellschaftskritik und der leise Hoffnungsschimmer am Ende bieten interessante Einblicke in unsere mögliche Zukunft und gute Unterhaltung. Auch wenn der Roman mich nicht vollends gepackt hat, bleibt er ein relevantes Werk, das zum Nachdenken über den Klimawandel und unsere Rolle darin anregt.
Mein erstes Buch von TC Boyle und es hat viel mit mir gemacht. Ich mochte die verschiedenen Perspektiven, und wenn die Klimakrise zu Beginn noch ein Hintergrundrauschen ist, das ab und an lauter wird, ist es am Ende dann lebenbestimmend für die Charaktere. Deswegen auch: Nicht so schön zu sehen, wo die Reise wohl hingeht. Ein schöner Kontrast dazu war die Schreibweise - oft sehr lakonisch und trotzdem sehr eindrucksvoll.
Eine intensive Erzählung über eine Familie in Zeiten des Klimawandels. Wundervoll geschrieben !
“Blue Skies” von T.C.Boyle zeigt uns eine Zukunft mit den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels. Es handelt sich um eine Familie aus Kalifornien, die Eltern Ottilie und Frank leben, genau wie ihr erwachsener Sohn Cooper in Kalifornien und die bildhübsche Tochter Cat lebt mit ihrem Lebensgefährten Todd in Florida in einem Haus am Strand. Nur ist der Strand fast verschwunden, es regnet unglaublich viel und Überschwemmungen sind in Florida an der Tagesordnung. Hingegen geht Kalifornien in Flammen auf, die Dürre ist kaum mit anzusehen, das Wasser sehr knapp und die Hitze unerträglich. Um das Klima zu schonen, stellt Ottilie die Ernährung um und versucht mit Insekten, Heuschrecken und Mehlwürmer etwas zum Klimawandel beizutragen. Im Staat Florida hingegen versucht sich Cat als Influencerin und erwirbt spontan eine Tigerpython. Willie ist noch eine sehr kleine Python und aufgrund Cats Unkenntnis im Umgang mit Schlangen, kann er entkommen. Um ihre Likes und Follower zu vermehren diente die Python wunderbar als Accessoire. Deshalb muss eine neue Schlange angeschafft werden-Willie 2. Aber Willie 2 ist bereits viel größer …! Ob Cat mit dieser Schlange ein Unglück provoziert? Sollte man nicht sehr erfahren sein, um sich solch ein Haustier anzuschaffen? Der Roman spielt in einer Zukunft, mit Szenarien die vorstellbar sind und den Leser in Bezug auf die Klimakrise wachrütteln kann. Der Autor hat ein Umweltszenario erschaffen, welches realistisch und Angst einflößend zugleich ist. Und gefühlt bewegen wir uns im Jetzt stetig darauf zu. Die Protagonisten werden sehr authentisch in ihren jeweiligen Rollen beschrieben; Cooper, ein Sonderling und angehender Biologe der Familie, der schon als Kind gerne über die Natur und das Klima philosophiert hat. Frank, Vater und Arzt, welcher immer noch seine Kinder finanziert und über Generationen hinweg von seinen Patienten gebraucht wird. Bis sein Sohn ihn dringend braucht. Es geht um Leben und Tod. Ottilie, Mutter, Ehefrau und die gute Seele, welche sich auf Experimente u.a.Grillen-/Bienenzucht für eine bessere Welt und ein gesundes Klima einlässt. Und die wunderschöne Tochter Cat, welche etwas gelangweilt ihr Leben in Florida lebt, sie zelebriert aktiven Sex mit Todd und genießt fast zu sehr den Alkohol. Bis ihr die Exzesse zum Verhängnis werden. Das Buch berührt und regt sehr zum Nachdenken an. Was in Zukunft auf uns zukommt und was wir nicht mehr ändern und aufhalten können, wird hier präzise und kritisch dargelegt. T.C.Boyle hat einen sehr intensiven Roman über eine Familie in Zeiten des Klimawandels geschrieben. Die Höhen und Tiefen, Ängste und Hoffnungen werden klar und manchmal auch sarkastisch offenbart und die Schicksale der einzelnen Protagonisten sind heftig und überwältigend. Abwechselnd wird aus Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten erzählt und somit bleibt der Spannungsbogen sehr gut erhalten. Warnhinweise bei Phobien: Heuschrecken, Schlangen und Insekten sind häufiger Bestandteil der Handlung.
Leider nicht mein Fall...
Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei dem ich so kurz davor war, es abzubrechen und es dann doch nicht gemacht habe. Die Charaktere sind alle miteinander unsympathisch und dass sie alle ein Alkoholproblem entwickeln, fand ich zeitweise sehr nervig. Außerdem enthielt das Buch keinen fassbaren Handlungsstrang. Gut gelungen ist die Darstellung , wie die Menschen mit dem immer fortschreitenden Klimawandel versuchen un ihrem Alltag zu leben und klar zu kommen. Dafür auch die zwei Sterne.
Das ist ein Buch, das ich gar nicht weglegen konnte. Ich habe es in einem Rutsch gelesen. In der nahen Zukunft Amerikas gibt es zwei Wetterextreme: entweder Dürre oder dauernder Niederschlag, alles menschengemacht. Diese arrangieren sich mit der Situation, tun vermeintlich klimafreundliches und flüchten sich in Alkohol, um es miteinander und in der Apokalypse auszuhalten. Anhand einer Familie wird gezeigt, wie die Menschen ihren Alltag gestalten und sich an Gegebenheiten anpassen, Social Media nutzen und die Klimaveränderungen wahrnehmen, aber nicht wirksam genug das Leben von Grund auf verändern. Dabei besticht das Buch durch seine Sprache und den Zynismus. Ist das wirklich die Zukunft, die uns erwartet? Ist die Investition in Elektrizität in allen Lebensbereichen sinnvoll? Wie abhängig sind wir heute von der Nahrungsmittelindustrie? Mich begeistert ein Buch immer dann, wenn ich nach dem Lesen über Fragen, die sich aus der Lektüre ergeben, nachdenken muss - und das ist bei diesem Buch definitiv der Fall.
Description
Book Information
Author Description
T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Erzählungen, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Faulkner-Preis, dem Prix Médicis, dem Henry David Thoreau Prize und dem Rea Award für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. »Sprich mit mir« (Roman 2021), »Blue Skies« (Roman, 2023), »I Walk Between the Raindrops« (Storys, 2024) und »No Way Home« (Roman, 2025).
Posts
Ja, die Klimakatastrophe. Sehr bildlich und nachvollziehbar dargestellt. Ich habe in Kalifornien mitgeschwitzt und in Florida die Feuchte gespürt. Blue Skies ist klug, bissig, aktuell. Mit viel schwarzem Humor und feinem Gespür für Absurditäten wird gezeigt, wie nah der ganz normale Alltag an der ökologischen Katastrophe entlangschrammt. Familie, Klima, Selbsttäuschung – alles wird verwebt zu einem Gesellschaftsbild, das gleichzeitig unterhält und erschreckt. Die Sprache ist kraftvoll, die Szenen oft bitter-komisch, manchmal aber auch fast ein bisschen überdreht. Nicht alles hat mich emotional abgeholt – aber in seiner Gesamtheit ist das Buch absolut lesenswert und regt zum Nachdenken an. 4,5 von 5 Sternen – weil es pointiert, aktuell und unbequem ist – mit einem Augenzwinkern mitten im Ernst. #BlueSkies #TCBoyle #KlimawandelImRoman #SchwarzerHumor #ZwischenIronieUndErnst
Streitbarer, dystopischer, beschwerlicher Roman
Eins vorweg: Am Klappentext steht, der Roman sei witzig und unterhaltsam. Zumindest denkt das Denis Scheck (bekannter deutscher Literaturkritiker). Meiner Meinung nach ist dieser Roman alles andere als witzig!!!😕 Außerdem meint Jürgen Schmieder (Journalist Süddeutsche Zeitung) : „T.C Boyle kann brillant erzählen, detailreich, mit grandiosen Sprachbildern.“ Der Schreibstil ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig weil viele Sätze über 4 Zeilen lang sind. 🙄 Es geht um eine Familie in Amerika, die den Alltag bewältigt, und das mitten in der Klimakrise. Während Cat mit Überschwemmungen kämpft, versuchen Ottilie und Cooper, mit der Dürre klarzukommen. Abseits dieser äußeren Katastrophen erleben die einzelnen Charaktere tragische Schicksalschläge, mit denen sie fertig werden müssen. Die vorkommenden Personen sind alle unsympathisch und irgendwie egoistisch. Generell fand ich, dass die weiblichen Charaktere eher dümmlich beschrieben wurden und die Geschichten das typische Rollenklischee bedienen, wie eine gut situierte Durchschnittsfamilie sein soll!? Ich hatte Schwierigkeiten mit manchen Formulierungen. Manche Entscheidungen sind so dumm und nicht nachvollziehbar, und damit das alles ausgehalten wird, wird halt viel Alkohol getrunken. Ich weiß nicht, wie ich das Buch bewerten soll... Ja, die Klimakrise kommt vor, ja, typische Mann/Frau-Klischees werden bedient, nein, es ist nicht witzig. Ich bin froh, dass es vorbei ist, weil ich mich die ganze Zeit aufregen musste! Über die Aussagen von Todd und auch von Cooper. Deren Frauenbild ist teilweise verachtenswert. Ich denke, man könnte einen Roman über die Klimakrise auch anders schreiben. Trotzdem beschäftigt mich der Roman sehr. Wie soll ich da Sterne vergeben? 😅
Wenn eine Katastrophe für sich selbst spricht.
Boyle lotst uns hier mitten in eine Klimakatastrophe, die so viel prognostiziert und wohl auch ungefähr so stattfinden wird. Wir werden also in unsere nahe Zukunft geführt und kommen sehr schnell mit unseren eigenen Vermeidungsstrategien in Kontakt. Der Verfall der Normalität wird aus der Sicht einer Familie geschildert, unterschiedliche Generationen, die Mehrheit lebt in Kalifornien, die Tochter allerdings in Florida, zwei von der Topografie sehr unterschiedliche Regionen, die nicht nur bei den Amerikanern derzeit noch für „angenehmes Leben“ stehen. Dies wird nicht so bleiben. Florida versinkt in immer öfter auftretende Überflutungen, Kalifornien verdorrt. Wasser ist Mangelware. Der Mensch versucht sich anzupassen, scheitert aber immer wieder am Unvermögen, sich einzuschränken, was die Umgebung von ihm aber fordert. So kann und wird man nicht überleben. Es ist faszinierend, wie Boyle die Geschichte webt. Er baut gewohnt gekonnt einen Spannungsbogen auf, um ihn dann wieder aufzugeben, zeitweise ändert er auf der Spitze die Zeit oder die erzählende Person, so dass man beinahe erleichtert ist, die offensichtlich unangenehme Situation, da sie genau beschreibt, was uns blüht, wieder verlassen kann. Boyle wirkt gnädig, seine gewohnt provozierende Art wirkt hier gemässigt. Ist der Autor im Alter etwa sanft oder weise geworden? Ich denke, es ist die Klimakatastrophe selbst, die die Spannung hält und keine zusätzliche Effekthascherei benötigt. Es ist also Weisheit und wohl auch Erfahrung des Schreibens, da der Thematik mit Sanftheit begegnet werden muss, sonst hält man sie nicht aus und muss wieder in Illusionen oder Verleugnung flüchten.
Alles ganz normal
Eigentlich weiß ich bis zuletzt nicht was das Buch von mir wollte. Fast episodenhaft wird hier die Geschichte einer Familie in den USA erzählt während die Klimakatastrophe voranschreitet und die Folgen immer schwerwiegender sind. Die Menschen sind an Temperaturen über 40 Grad, monatelange Sommer oder lange Regenzeiten gewöhnt, sie nehmen es hin und wirklich was tun um die Erwärmung zu begrenzen tun sie nicht wirklich und verlieren sich in Banalitäten des Alltags und erleben skurrile Geschichten. Insgesamt schafft mich das Buch zu fesseln, auch wenn es etwas langatmig an einigen Stellen wirkt bzw. es mich weniger interessiert. Die Charaktere sind auch fast alle eher unsympathisch in meinen Augen, ich konnte mich da wenig verbinden. Eigentlich eine gewisse Genugtuung für mich wie ignorant und unsolidarisch die Menschheit in ihren nationalstaatlichen Denken ist und es weiterhin lukrativer ist fossile Energieversorgung zu fördern und die Klimakatastrophe zu leugnen, zu verzerren und sich sein eigenes Handeln schön zu reden. Die einzigen mit denen ich Mitgefühl haben sind alle anderen Lebewesen außer dem Menschen und vor allem Willie 2.
"Eine Brise strich durch die Bäume - oder vielleicht war es auch etwas anderes, eine Veränderung der Atmosphäre, eine Emanation der neuen Wirklichkeit - , und die Falter lösten sich voneinander, sanken herab und stiegen wieder auf wie Blätter, wenn Blätter aufsteigen könnten." Während sich vielleicht einige von den dystopischen Ereignissen des Romans überfahren oder abgestoßen fühlen, habe ich so viel Sprachpoesie in den Zeilen entdeckt, mit der ich nicht gerechnet habe, die mich aber völlig begeistert hat. Boyle ist ohne Frage ein großer Erzähler. Mich könnte er faszinieren und mitnehmen. Die Bilder und Gerüche von wüstentrockener Hitze und nasser stumpfer Schwüle konnte ich fühlen und riechen.
Eindringliche Darstellung unserer vom Klimawandel geprägten Zukunft
Am Beispiel einer Familie schildert T.C.Boyle sehr eindringlich die Folgen des Klimawandels in einer nahen Zukunft. Die Natur zerstört die Leben der einzelnen Familienmitglieder, die Welt wird zunehmend unbewohnbar, die Menschheit lebt einfach weiter, versucht sich anzupassen, ohne wirklich einzulenken. Das Grauen schleicht sich beim Leser langsam ein, übrig bleibt Beklemmung. Unbedingte Empfehlung!
Wir ignorieren den Klimawandel, doch es hilft nichts, die Natur schlägt zurück.
Kein Grund für Optimismus Der amerikanische Autor T.C. Boyle ist ein sehr produktiver Schreiber. Der inzwischen 75Jährige bringt fast in jedem Jahr ein neues Buch heraus. Fan‘s lieben seinen unnachahmlichen Stil und seine schrägen Charaktere. Sein neuester Roman „Blue Skies“ ist in nicht allzu ferner Zukunft angesiedelt und erzählt wie „der Amerikaner“ in einer von der Klimakatastrophe veränderten Welt zurechtkommt und wie er auf die seit langem bekannten Probleme reagiert….., kurz gesagt gar nicht. Der Autor fokussiert sich in seinem Roman auf eine Familie. Mutter Ottilie und Vater Frank, sowie der erwachsene Sohn Cooper leben im Dürre geplagten Kalifornien. Ein Hitzerekord jagt den nächsten, Waldbrände sind eine ständige Gefahr. Tochter Cat erlebt in Florida das nicht weniger dramatische Gegenteil, Stürme, Hurrikans und Überschwemmungen. Eine der fragwürdigsten Charaktere in Boyle‘s Personalkarussell ist zweifellos Cat. Sie ist schnell gelangweilt bei dem andauernden Regen. Da macht das Strandhaus, dass ihr Partner Todd geerbt hat, der fast ständig als „Bacardi-Botschafter“ unterwegs ist, um irgendwo Parties zu schmeißen, nicht wirklich viel Spaß. Gerne möchte sie Influenzerin werden und um dieses Ziel schnell zu verwirklichen hat sie die fatale Idee sich eine Schlange mit einem hübschen Muster zuzulegen. Foto‘s mit Schlange würden quasi wie von selbst für die nötigen Klickzahlen sorgen. Nüchtern betrachtet vielleicht eine blöde Idee, aber wer kann dieses Wetter schon nüchtern ertragen. In Kalifornien versucht Ottilie ihre Ernährung auf Insekten als Eiweißquelle umzustellen, bestärkt von ihrem Sohn, der Entomologe ist und fatalerweise durch seine Liebe zu den Insekten fast zu Tode kommt. Die Naturereignisse werden beiläufig in die Geschichten der Menschen eingeflochten, so wie auch wir schon heute die Überflutung hier, den Waldbrand da ohne große Reaktion zur Kenntnis nehmen. Gerade dieses. Beiläufige ist erschütternd und hat mich beim Lesen mit Unruhe erfüllt, denn es ist leider nur allzu realistisch. Auf der einen Seite gibt man sich umweltbewusst, verzichtet auf Fleisch, stellt die Ernährung um, aber ein Pool im Garten gehört in Kalifornien zum Lifestyle, Klimawandel hin oder her. Dererlei Beispiele gibt es viele. Es ist insofern kein schönes, aber ein sehr lesenswertes Buch. Boyle hält uns mit viel schwarzem Humor, der einem erwartungsgemäß im Halse stecken bleibt, den Spiegel vor. Am Ende zerstört er nicht alle Hoffnungen , lässt einen Funken Zuversicht zurück, aber dennoch bleibt man als Leser sehr nachdenklich und ernüchtert zurück. Unbedingt lesen!
Ein Familiendrama inmitten der Klimakrise!
Auf seine unnachahmlichen Art nimmt sich T.C. Boyle in diesem Buch das Thema der Klimakrise an. Leider steht in diesem Buch doch eher eine Familiendrama im Vordergrund und die Klimakrise. Dennoch ein interessanter Vorblick auf das was uns in Zukunft durch die Klimakrise erwarten kann. Rezension//Unbezahlte Werbung//Buch selbst gekauft oder geliehen
Hilft Alkohol gegen Klimawandel? Die Familie Cullen aus T. C. Boyles Roman tut jedenfalls ihr Bestes, um damit Erfolg zu haben.
Die Eltern und Sohn Cooper wohnen in Kalifornien, wo extreme Dürre, Hitze und Waldbrände ihnen das Leben buchstäblich zur Hölle machen. Tochter Cat lebt in Florida und kämpft im Dauerregen gegen Überschwemmung, Schlamm und Fäulnis. Der Kauf einer Schlange, mit der sich wunderbar vor der Kamera posieren lässt, ist der Auslöser einer Kettenreaktion von Unglücken in Cats Leben. Ihr Bruder Cooper erforscht aussterbende Insekten, und auch das wird ihm zum Verhängnis... Der Blick auf die Großwetterlage in der Welt, mit verheerenden Bränden auf der einen und sintflutartigen Überschwemmungen auf der anderen Seite zeigt: Wir sind schon mittendrin in der Welt, die T. C. Boyle hier in eine nicht näher definierte Zukunft legt. Genau wie Familie Cullen gewöhnen wir uns langsam an die zunehmenden Katastrophenmeldungen und versuchen, mehr oder weniger resigniert, unseren eigenen CO2 - Fußabdruck zu verringern. Bei den Cullens fließt der Alkohol in Strömen. Cats Ehemann ist Vertreter für Bacardi-Rum und je schwieriger das Leben, desto mehr wird getrunken. Vor, während und nach ihrer Schwangerschaft ist Cat nie jemals richtig nüchtern. Auch für Mutter Ottilie gehört ein Glas Wein immer dazu. Wirklich bedrohlich wird der Klimawandel für sie erst als der gute kalifornische Wein irgendwann aufgrund der vielen Brände nur noch nach Rauch und Asche schmeckt. Ich hätte der Familie Cullen noch ewig weiterfolgen können. Sie versuchen, die zunehmende Verunsicherung und ihre Verluste mit einem Glas in d Hand zu überstehen und hören dabei nie auf zu kämpfen. T. C. Boyle hat ein paar echte Menschen geschaffen, über die man sich ärgern und den Kopf schütteln kann und denen man doch immer irgendwie die Daumen drückt, dass ihnen die nächste Katastrophe erspart bleiben möge. Großes Kino!
*Blue Skies* T.C.Boyle T.C. Boyle schreibt eine Dystopie, die mir und das ist das Erschreckende daran, gar nicht so dystopisch erscheint. Die Naturkatastrophen, die die Menschen aufgrund des Klimawandels in Boyles Roman treffen, sind in abgeschwächter Form inzwischen auch fester Bestandteil unseres Lebens. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht in den Nachrichten von Überschwemmungen, Hüngersnöten, Hitzewellen, Waldbränden, Artensterben und tauenden Polen hören. Trotzdem machen wir und da schließe ich mich nicht aus, zum Großteil weiter wie bisher. Wir betäuben uns mit Konsum, sozialen Medien und der ein oder andere auch mit Alkohol oder anderen Drogen und schauen nicht über den Tellerrand. Was sollten wir einzelnen kleinen Menschlein auch tun? Boyle zeigt in Blue Skies die kommende Entwicklung, ausgehend von dem, was wir jetzt schon täglich beobachten können, am Beispiel einer amerikanischen Familie, die symbolisch für eine ganze Gesellschaft steht. Cat, die Tochter der Familie, füllt ihr inhaltleeres Leben mit Alkohol und sozialen Netzwerken. Die Natur ist ein Statist in ihrem Leben, der sich allerdings allmählich zum Hauptdarsteller entwickelt. Denn trotz der ignoranten Haltung Cats, wird rasch deutlich, dass die Natur sich nicht ignorieren oder gar Untertan machen lässt. Dem gegenüber steht Cats Bruder Cooper, der ganz anders als sie, die Natur zu seinem Lebensinhalt hat werden lassen. Von klein auf begeisterte er sich für alles, was mehr als vier Beine hat und ist nun als Insektenforscher tätig. Trotz seiner Liebe zur Natur bleibt aber auch er nicht von den Folgen des Klimawandels verschont. Die Eltern der beiden Frank und Ottilie wollen ihre Kinder im Grunde so gut es geht unterstützen und ihren Teil zur Besserung der Situation beitragen und sei es durch die Verwendung von Lebensmitteln auf Insektenbasis. Diese vier befinden sich im Verlauf des Romans immer wieder in Situationen, die natürlich in mitunter etwas zugespitzt Form, erkennen lassen wie ein großer Teil der westlichen Gesellschaft sich benimmt. Die Oberflächlichkeit, der Egoismus und die Machtlosigkeit werden greifbar. Dabei gelingt es Boyle irgendwie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu wedeln, sondern seine Leser*innen zum Denken anzuregen. Tief sarkastisch, teils rabenschwarz, legt er frei, was wir uns oft selbst nicht eingestehen wollen. Dabei ist nicht eine Seite dieses Romans zu viel oder gar langweilig. Dieses Buch hat keine Längen und liest sich unheimlich spannend. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight und absolut lesenswert.
T.C. Boyle beschreibt in seinem Buch „Blue Skies“ ein Szenario welches auch uns in naher oder ferner Zukunft ereilen könnte. Leider fand ich die Charaktere nicht sonderlich sympathisch und alles in allem war das Leseerlebnis doch etwas langatmig. Trotzdem finde ich, dass das Buch sehr zum reflektieren und nachdenken anregt und alles in allem lesenswert ist.
Während Florida im Regen versinkt und von Überschwemmungen bedroht ist, herrscht in Kalifornien anhaltende Dürre, Wasserknappheit und Brände stehen auf der Tagesordnung. Die Klimakrise ist hier, sie ist real und in der Familie rund um Mutter Ottilie, Sohn Cooper und Tochter Cat findet jede*r einen eigenen Umgang damit - oder versucht es zumindest. Während Cat in Florida in einem Strandhaus wohnt und immer öfter mit dem Boot statt mit dem Auto unterwegs ist, stellt Ottilie in Kalifornien ihren Essensplan auf Insekten um, nachdem Entomologe Cooper sie nachdrücklich auf das Sterben des Planeten aufmerksam gemacht hat. Als Cat sich an einem Nachmittag vor dem Regen in ein Reptiliengeschäft rettet und Tigerpython Willie als neues Haustier und Accessoire für ihren Instagramaccount ersteht, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. "Blue Skies" von T.C. Boyle, aus dem Englischen übersetzt von Dirk van Gunsteren, ist ein gesellschaftskritischer Unterhaltungsroman, bei dem einem das Lachen ob der realistischen Zukunftsdarstellung oft im Hals stecken bleibt. Boyle konzentriert seine Erzählung auf die Dynamiken innerhalb dieser amerikanischen Familie und lässt die Auswirkungen der Klimakrise parallel stattfinden, er integriert sie gekonnt in das Leben der verschiedenen Figuren und generiert so Aufmerksamkeit, ohne den Zeigefinger zu heben, er warnt und überlässt den Lesenden dabei selbst, was sie aus dem Roman mitnehmen möchten. Ich habe zu Beginn von "Blue Skies" wenig Zugang zu der Geschichte gefunden, nach und nach nimmt die Story aber immer mehr Fahrt auf, es passieren unglaublich viele Wendungen, was das Buch nach einem etwas zähen Einstieg zu einem wahren Pageturner werden lässt. Die Figuren boten für mich sämtlich wenig Identifikationspotential (allein dieser extreme Alkoholkonsum, puh!), das hat mein Lesevergnügen aber nicht geschmälert, vielmehr mochte ich gerade dieses Spannungsfeld zwischen absurden Charakteren und dystopischer, aber sehr realitätsnaher Zukunftsvision sehr (was macht die Klimakrise mit uns? Zu welchen Handlungen verleitet sie uns?). Von mir gibt es eine Leseempfehlung, mitreißend, alarmierend und voll schwarzem Humor!
Hier wird uns der Spiegel vorgehalten
Tom Coraghessan Boyle, ist nicht nur ein wirklich cooler Guy sondern man kann ihm die Erfindung des Climate Plot zuschreiben. Er weiß dabei genau, wovon er redet, denn er wohnt in den Bergen von Santa Monica, in dem Dürren, Brände und sturzflutartige Regenfälle keine Seltenheit sind. All das hat er nicht zum ersten Mal in einem wirklich dramatischen und bisweilen zynischen Plot verarbeitet. Ottilie und Frank wohnen in Kalifornien. Ottilie bemüht sich neue Wege in Richtung Ernährung zu gehen, und setzt sich mit der Zubereitung von Speisen aus Insekten auseinander. Cooper, ihr Sohn, ein Entomologe, Wird von einem der kleinen Lieblinge gebissen, was schwerwiegende Folgen nach sich zieht. Cat, die Tochter, die in Florida mit ihrem Mann ein Influencer Leben führt, legt sich, einfach so für die Optik, eine Würgeschlange zu. Aus Willi 1 wird sehr schnell, Willi 2. Spätestens ab hier merken wir als Leser, dass Unheil in der Luft liegt. Der Klimawandel geht mit großen Schritt voran. Cooper, schreit es seinen Familienmitgliedern in die Ohren, aber so richtig Sorgen macht sich keiner Die Menschen machen weiter wie bisher, drehen sich um sich selbst und nehmen die Veränderungen erst mal nur latent wahr. Und schon gar nicht wirklich ernst. Da wird munter mit dem Ruderboot durch überflutete Straßen gepaddelt und der nächste Drink gemixt. Ab ungefähr Mitte des Romans geht es nur noch bergab und man fragt sich, wie die Menschen die Kurve kriegen. Boyle hat mal wieder die Doppelgesichtigkeit, der amerikanischen Mittelschicht mit spitzer Feder gezeichnet. Während man Mimosas schlürft, geht die Welt unter. Dabei, winkt die Natur mit dem Zaunpfahl . Aber selbst wenn die Protagonisten eins über den Schädel bekommen, schütteln Sie mal kurz die Rübe und es folgt die nächste Party. Aber nicht nur Amiland bekommt den Spiegel vorgehalten. Auch wir können uns mal an die eigene Nase fassen, denn in schulterzuckender Resignation sind wir auch ganz gut und werden werden das teuer bezahlen müssen. Begeistert hat mich neben dem Humor vor allem die Figurenentwicklung. Auch wenn es den Anschein hat, als wenn jeder bei seiner Einschätzung der Situation bleibt, ändern sie ihre Persönlichkeit im Laufe der Geschichte doch in feinen Schattierungen. Außerdem bringt Boyle hier sehr viel recherchiertes Fachwissen über Insekten und die folgen der Erderwärmung unter. Das mag ich an seinen Roman ganz besonders. Man lernt sehr viel. Wieder einmal eine packende Story, die durch menschen an Farbe gewinnt, die nur in kleinen Nuancen zu schrägen Vögeln mutieren. Und am Ende bleibt die Feststellung: Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Dies ist mein 3. T.C. Boyle und ich bin wieder mal richtig angetan, wie er aktuelle Themen umsetzt, ohne zu moralisieren, aber doch ein Szenarium aufzuzeichnet, was eintreten könnte, oder in diesem Fall, wenn wir nicht endlich mal was ändern, eintreten wird! Es geht um eine Familie in den USA. Während der eine Teil der Familie in Kalifornien mit Hitze und Dürre zu kämpfen hat, säuft die Tochter der in Florida im wahrsten Sinne in ihrem Haus ab! Das Szenarium ist polarisierende Gegenwartsliteratur und bietet jede Menge Diskussionspotenzial. Daher war es nicht verwunderlich, dass nachdem das Buch als „Bestseller-Challenge“ im eat.Read.sleep-Podcast gelesen wurde, die Leselilien sich zu einem Extra-Mittags-Treffen zusammenfanden, denn wir mussten uns austauschen. Keiner konnte das Buch wirklich nur für sich lesen. Ich fand in diesem Band herausragend die Charakter, die in den Plot integriert sind: Der Sohn ist Forscher und hat die Katastrophen vorhergesagt, die Mutter züchtet Insekten und die Tochter holt sich eine Schlange und verschließt die Augen vor Katastrophen. Gerade Letzte war interessant, hat die meisten Emotionen hergerufen und die Schlange könnte man auch als Symbol interpretieren. Das Ende hat, wie gerne bei Boyle gemischte Gefühle und Meinungen hervorgerufen. Der eine fand’s gut, ich fand es nicht so gut und für mich war es nicht wirklich stimmig zum Rest der Geschichte.
Ein Highlight. Spannend, unterhaltsam und beklemmend aktuell und wahr.
T.C. Boyle beschreibt die Folgen des Klimawandels heute und in der nahen Zukunft am Beispiel einer USamerikanischen Familie. Während die Welt im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen aufgeht, in den Fluten ertrinkt, Tierarten aussterben und die Welt immer heisser und schwieriger wird, ist die Familie mit ihren eigenen kleinen und grossen Problemen beschäftigt. Jeder stellt sein eigenes Leben und seine Bedürfnisse in den Vordergrund, Manche ignorieren das Geschehen, während Andere versuchen - mit und ohne Erfolg - etwas zu ändern. Boyle hält uns mit dem Roman Allen den Spiegel vor und ist dabei immer so fesselnd und unterhaltsam, dass ich dieses Buch an einem Tag verschlingen musste. Für mich ein Highlight unter den vielen Büchern, die ich dieses Jahr lesen durfte.
Klimawandel, es ist fünf nach zwölf
Eine amerikanische Familie mit 2 erwachsenen Kindern Cat und Cooper, wohnen verteilt in Kalifornien und Florida. Es herrscht zum einen Dürre oder das andere Extrem, es regnet unaufhörlich. Man arrangiert sich, parkt das Auto nicht mehr vor der Haustüre, da man nicht weiß ob man am nächsten Tag auf der Straße noch fahren kann. Und Cat, sie kauft sich eine Schlange, warum nur? Cooper inspiziert die Natur nach Insekten, bis sich eines Tages eine Zecke an seinem Arm befindet. Ottilie, die Mutter, beschließt Insekten zu essen. Selber Grillen zu züchten, mit Insektenmehl zu backen, sie kocht ganze Menüs daraus und lädt Freunde zum Essen ein. Ein außergewöhnlich nahegehender Roman des Erfolgsautors T.C. Boyle. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, aber dieser schmerzt besonders. Das Zitat von Annie Proulx auf dem Umschlag kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, lustig fand ich das Buch nicht, eher zum Heulen, wir vernichten uns selber.
2024_#21 🌴
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Charaktere waren allesamt unsympathisch und irgendwie hat auch überhaupt keine Entwicklung stattgefunden. Und die Story... Vielleicht hatte ich einfach falsche Erwartungen. Da die Klimakrise ja eigentlich ein zentrales Thema sein sollte, hätte ich innerhalb der Story diesbezüglich mehr erwartet, als dass es am einen Ort gar nicht mehr und am anderen nur noch regnet. Ansonsten ist über lange Strecken kaum was passiert und hat sich für mich sehr gezogen. Emotional berührt oder zum Nachdenken angeregt hat es mich ebenfalls nicht. Also unterm Strich, war nicht mein Fall🤷🏻

So absurd und weit weg – und doch irgendwie auch nicht.
Das war mein erstes Buch von T. C. Boyle, und ich möchte definitiv weitere folgen lassen. Eine Geschichte, die ich bislang mit keinem anderen Buch vergleichen kann. Die Charaktere für mich nicht sonderlich sympathisch, ein Alltag, der für mich weit weg erscheint und teils absurd anmutet. Die Familie – im Fokus die Mutter und ihre beiden erwachsenen Kinder – hat besonders die Vorliebe für Alkohol zu allen Tageszeiten gemeinsam. Der hilft sicherlich, mit dem jeweiligen Leben klarzukommen: ein Zeckenbiss und seine Konsequenzen, der Impulskauf einer Schlange und die Versuche, mit Insekten als Nahrungsmittel das eigene Klimagewissen sauber zu waschen. Dass der Klimawandel dabei für Lebensumstände sorgt, die aktuell noch stark von unserer Gegenwart abweichen, plätschert als Zusatzinfo nebenher und stößt vermutlich gerade dadurch bei mir den ein oder anderen Gedanken an. Wie weit weg ist diese Realität wirklich von der unseren? Vielleicht war es Sensationslust, die mich ein gutes Stück an das Buch gefesselt hat, vielleicht auch pure Faszination.
Begeistert von meinem ersten T.C.Boyle 😍
"Wenn die Menschen verschwunden waren. Wohin würden sie gehen? Dorthin, wohin auch der Beutelwolf und der Riesenalk und der Auerochse gegangen sind.....und es würde kein Bewusstsein mehr geben, dass groß genug war, um sich Gedanken über Wiederherstellung oder Klimawandel zu machen." Diese Buch hat mich extrem gut unterhalten, hat mir einiges beigebracht und mich auch vor Spannung die Luft anhalten lassen.

Climate fiction at it's best. Meisterhaft wurden hier die Folgen der Klimakrise mit einer Familiengeschichte verwoben. Eine intensive, fesselnde Geschichte, auch wenn mir die Hauptfiguren fremd und größtenteils unsympathisch waren. Teilweise waren die Szenen ziemlich heftig, denn der Roman lässt sich auch durchaus als generelle Gesellschaftskritik lesen. Der Roman lässt mich nachdenklich und betroffen zurück.
Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück
Blue Skies von T.C. Boyle Au weia dieses Buch lässt mich tatsächlich sehr zwiegespalten zurück. Ich mag keine Insekten und ich mag keine Schlangen. Dieses Buch zeigt uns in einem überspitzten und etwas skurrilen Szenario, wie die Erde dem Ende entgegengeht. Ich mochte den schreibstil sehr gerne. Dies war mein erstes Buch von T.C Boyle. Die Protagonisten mochte ich zum Teil jedoch nicht wirklich. Eine Welt die anscheinend nur aus Alkohol trinken und Oberflächlichkeit besteht. Im krassen Gegensatz zum dem wirklich wichtigen Themen unserer Natur und Umwelt hat mich zwiegespalten. Etwas überzogen wird hier das Leben einer Familie in der USA präsentiert. Ich weiß nicht was ich für ein Ende erwartet habe. Dieses Ende lässt mich jedoch etwas unbefriedigt zurück . Das Buch bekommt aber wegen der wichtigen Botschaft und dem großartigen Schreibstil 4 von 5 Sterne von mir.
Man möchte es gegen die Wand schmeißen
Dieses Buch macht einen aggressiv. Weil es so plausibel ist. Es macht einen aggressiv, weil die Charaktere mit sich, ihrer Umwelt und dem Leben an sich so verantwortungslos umgehen, dass man schreien möchte. Und es macht einen aggressiv, dass all die Karikaturen und Überzeichnungen am Ende so realistisch sind, das man kurz aus dem Auge verliert, dass sie es nicht sein sollten. Dieses Buch ist keine Unterhaltungslektüre, auch wenn es mit sprachlichem Witz und messerscharfer Zynik geschrieben ist. Es ist eine 400-Seiten langer Nierenhaken, der einen mit schmerzender Seele zurücklässt.
Ein weiteres Lesehighlight! Die Klimakatastrophe ist da, was die großen und kleinen Katastrophen in einer Familie aber nicht davon abhält, ebenfalls stattzufinden. Die Figuren sind fast ausnahmslos zutiefst unsympathisch, das Szenario so realistisch wie nur irgendwas. Also alles wie im richtigen Leben, nur intensiver.
Leider bin ich bis zum Schluss nicht 100-prozentig mit dem Buch und vor allem mit den Charakteren warm geworden. Ich denke, insgesamt war es einfach sehr amerikanisch. Die Charaktere, die Sicht auf den Klimawandel, die Themen. Alles in allem ein gutes Buch, was mich aber nicht restlos begeistern konnte.  

Familiendrama und Klimawandel
Ich habe dieses Buch ganz gerne gelesen. Eine Familie in den USA erfährt eine Klimakatastrophe nach der anderen. Diese werden allerdings, wenn überhaupt, nur zur Kenntnis genommen, denn im Privatleben der Hauptcharaktere gibt es ganz andere Probleme. Am Ende ist doch wieder alles wichtiger als die Klimakatastrophe und trotz Dürre und Ernteausfällen sind Pool und Wein unverzichtbar. Boyle schreibt hier wirklich eine gute, aber dementsprechend auch beängstigende Parodie unserer Gesellschaft. Der Klimawandel zerstört die Lebensgrundlagen der Familie, aber irgendwie ist das für alle okay. Die Charaktere bleiben bis zum Ende des Romans zutiefst unsympathisch. Zudem hat mir das Frauenbild nicht gefallen. Wenn sie nicht gerade sexualisiert werden, sind sie hilflos oder für Katastrophen verantwortlich. Die Handlung war zeitweise recht wenig zielführend und es passiert sehr lange gar nichts. Es liest sich aber mit der Zeit sehr gut und weiß zu unterhalten.
Ich kann auf jeden Fall nicht empfehlen dieses Buch zu lesen und finde, dass es deutlich bessere Bücher zum Thema Klimawandel gibt!
2/5 ⭐️ Lies das am besten nicht 😬🫣 Spice level: ❌ Song an den ich beim Lesen gedacht habe: ❌ In Blue Skies geht es um eine Familie in Amerika, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt. Wir folgen den drei Protagonisten Cat, Cooper und Ottilie (Schwester, Bruder und Mutter) in ihrem Lebensalltag und den Problemen mit denen sie zu kämpfen haben. Cat ist frustriert, weil ihr Verlobter immer auf Geschäftsreisen ist und kauft sich deshalb eine Schlange. Cooper studiert Insekten, wird dann aber von einem Insekt gebissen und verliert seinen Arm. Ottilie möchte aus Umweltschutz Gründen mit Insekten statt Fleisch kochen und kauft sich deshalb Heuschrecken. Kurzer Disclaimer: Ich musste das Buch für die Uni lesen, deshalb kann es sein, dass sich meine Meinung vielleicht ein wenig ändert, nachdem wir es im Seminar besprochen haben. Dieses Buch hat mich in eine große Leseflaute befördert. Erstmal danke dafür 🙄😒. Eigentlich kann ich das Buch ganz gut in einem Wort zusammenfassen: LANGWEILIG 🥱 Es ist wirklich gefühlt nichts passiert. Wäre das Buch nicht für die Uni gewesen, hätte ich es nach den ersten 100 Seiten längst abgebrochen. Ich fand die Charaktere alle unfassbar unsympathisch und konnte überhaupt nicht mit ihnen mitfühlen. Auch Plot technisch hat mich nichts wirklich mitgerissen. Es ist zwar einen Sache passiert mit der ich nicht gerechnet habe, aber mehr auch nicht. Ich habe das ganze Buch über gedacht: Wann kommt endlich etwas Spannendes bzw. der große Wendepunkt? Spoiler: Nie Ein positiver Aspekt ist vielleicht, dass ich zwischendurch den Kopf über die Untätigkeit und Ignoranz der Charaktere schütteln musste und dabei große Parallelen zu unserer jetzigen Situation sehen konnte. Es hat also ein bisschen zum Nachdenken angeregt. Man kann bestimmt auch viele Metaphern analysieren und Kritik am Klimaschutz usw. erkennen, aber meiner Meinung nach bringt das überhaupt nichts, wenn man schon nach 100 Seiten abbrechen will und gar nicht erst zu dem Punkt im Buch gelangt. Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht mehr so viele Worte über das Buch verlieren, weil es mich zwischenzeitlich echt genervt hat 🤐 Ich kann auf jeden Fall nicht empfehlen dieses Buch zu lesen und finde, dass es deutlich bessere Bücher zum Thema Klimawandel gibt!
Ein wilder Ritt - mit vielen Höhen und Tiefen Das Buch überzeugt mit einer sehr detailireichen und naturverliebte Beschreibung von Umwelt, Artenvielfalt und den weitreichenden Folgen des Klimawandels. Es werden komplexe ökologische Zusammenhänge greifbarer und eindrucksvoll in den menschlichen Alltag eingewoben. Weniger überzeugend hingegen die drei Hauptcharaktere. Ihre persönlichen Geschichten und alltäglichen Verwirrungen wirken im Vergleich zum übergeordneten Thema oft banal, fehlplatziert und belanglos. Hinzu kommen drastische, teils brutale Entwicklungenm, die aber kaum etwas zur eigentlichen Aussage beitragen. Die Figuren - vielleicht als "typische" Menschen und Perspektiven gedacht - schwächen letztlich die Wirkung des zentralen Motivs: Die Welt steht in Flammen, dich die Menschen machen weiterhin Selfies. Unterm Stich ist das Buch ein umwelt- und biowissenschaftlicher Sicht ein starkes Buch, das die verschiedenen, teils folgenreichen Facetten der Klimakrise auf eindringliche Wiese veranschaulicht - auch wenn es erzählerisch nicht immer überzeugt.
Lässt einen nachdenklich zurück
Die Erde stirbt. Klimakrise, Pandemien und Co. Alles wird immer schlimmer und in diesem Chaos befindet sich eine Familie, die mit dem unweigerlichen Untergang umzugehen versucht. Cat, die eine Sozial Media Karriere starten will und gegen die Leere in ihrem Leben ankämpft. Ihr Bruder Cooper, der die Welt retten will. Ihre Mutter, die versucht für ihre Kinder da zu sein und ihr Gewissen zu beruhigen, indem sie auf so manchen Trend aufspringt und der eher mitlaufende Vater. Was dieses Buch so eindringlich macht? Die Tatsache, dass (fast) alles davon in naher Zukunft Wirklichkeit werden kann. Nichts erscheint übertrieben, auch wenn es noch so skurril erscheint manchmal. Denkt man länger darüber nach, wirkt alles erschreckend echt. Und manchmal erschreckend traurig.
Ein dystopisch anmutender Klimaroman, der so dystopisch leider nicht ist. In einer Region herrscht große Dürre und verheerende Feuer brechen aus und in der anderen Region reißen riesige Flutwellen Häuser, Menschen und ganze Dörfer mit sich fort (das kommt so in diesem Roman nicht vor) Häuser verfaulen im stetigen Regen und was nicht verfault wird von Termieten gefressen. Die Charaktere in diesem Roman sind meist nicht sehr sympathisch, Alkohol fließt in Strömen und immer wieder habe ich mich gefragt "Was macht sie da nur?" Toll geschrieben, fliegt man durch die Seiten dieses nicht gerade schmalen Romans und lässt sich mitreißen in die Leben der Protagonisten. Sehr lesenswert👌
Eine wahrscheinlich gar nicht so ferne Zukunftsvision
„Blue Skies“ von T.C. Boyle ist ein Roman, der sich intensiv mit den dramatischen und teils schon spürbaren Folgen des Klimawandels beschäftigt. Boyle entwirft eine Zukunft, in der der Klimawandel nicht bloß vermehrt in Erscheinung tritt, sondern die allgegenwärtige Realität bestimmt. Die Darstellung dieser Bedrohung wirkt beeindruckend gut recherchiert und vermittelt eine nahezu unausweichliche Perspektive. Es ist eine düstere, beinahe trockene Erzählung, die fast schon eine Akzeptanz dieses Szenarios an den Tag legt, was sicher eine der stärkeren Seiten des Romans ist. Allerdings muss ich sagen, dass mir insgesamt etwas Spannung beziehungsweise Zugang zum Roman gefehlt hat. Trotz der durchaus packenden Wendungen und der kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft rund um die Familie im Zentrum des Buches, blieb ich emotional ein Stück weit auf Distanz. Die Charaktere, deren Handlungen und die Ironie ihrer Entscheidungen zwar oft ein Schmunzeln oder fassungsloses Kopfschütteln hervorrufen, doch gerade im Kontext des Umwelt-Themas und der gesellschaftlichen Kritik, sicherlich beabsichtigt, schwer greifbar bleiben, haben es mir leider schwierig gemacht, richtig warm mit der Handlung zu werden. Sie wirken oft eher wie Stellvertreter für größere gesellschaftliche Probleme als wie echte, nahbare Menschen. Ihre Fehler und Reaktionen auf die Krise erscheinen zwar nachvollziehbar, aber nie wirklich sympathisch oder emotional packend. Ich bin mir sicher, dass genau diese nüchterne, fast kalte Erzählweise absichtlich gewählt wurde, um die Härte der Realität des Klimawandels widerzuspiegeln – doch für mich persönlich hat es das Lesen etwas weniger fesselnd gemacht. Trotzdem gibt es viel, was „Blue Skies“ absolut lesenswert macht: Die unerwarteten Wendungen, die Gesellschaftskritik und der leise Hoffnungsschimmer am Ende bieten interessante Einblicke in unsere mögliche Zukunft und gute Unterhaltung. Auch wenn der Roman mich nicht vollends gepackt hat, bleibt er ein relevantes Werk, das zum Nachdenken über den Klimawandel und unsere Rolle darin anregt.
Mein erstes Buch von TC Boyle und es hat viel mit mir gemacht. Ich mochte die verschiedenen Perspektiven, und wenn die Klimakrise zu Beginn noch ein Hintergrundrauschen ist, das ab und an lauter wird, ist es am Ende dann lebenbestimmend für die Charaktere. Deswegen auch: Nicht so schön zu sehen, wo die Reise wohl hingeht. Ein schöner Kontrast dazu war die Schreibweise - oft sehr lakonisch und trotzdem sehr eindrucksvoll.
Eine intensive Erzählung über eine Familie in Zeiten des Klimawandels. Wundervoll geschrieben !
“Blue Skies” von T.C.Boyle zeigt uns eine Zukunft mit den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels. Es handelt sich um eine Familie aus Kalifornien, die Eltern Ottilie und Frank leben, genau wie ihr erwachsener Sohn Cooper in Kalifornien und die bildhübsche Tochter Cat lebt mit ihrem Lebensgefährten Todd in Florida in einem Haus am Strand. Nur ist der Strand fast verschwunden, es regnet unglaublich viel und Überschwemmungen sind in Florida an der Tagesordnung. Hingegen geht Kalifornien in Flammen auf, die Dürre ist kaum mit anzusehen, das Wasser sehr knapp und die Hitze unerträglich. Um das Klima zu schonen, stellt Ottilie die Ernährung um und versucht mit Insekten, Heuschrecken und Mehlwürmer etwas zum Klimawandel beizutragen. Im Staat Florida hingegen versucht sich Cat als Influencerin und erwirbt spontan eine Tigerpython. Willie ist noch eine sehr kleine Python und aufgrund Cats Unkenntnis im Umgang mit Schlangen, kann er entkommen. Um ihre Likes und Follower zu vermehren diente die Python wunderbar als Accessoire. Deshalb muss eine neue Schlange angeschafft werden-Willie 2. Aber Willie 2 ist bereits viel größer …! Ob Cat mit dieser Schlange ein Unglück provoziert? Sollte man nicht sehr erfahren sein, um sich solch ein Haustier anzuschaffen? Der Roman spielt in einer Zukunft, mit Szenarien die vorstellbar sind und den Leser in Bezug auf die Klimakrise wachrütteln kann. Der Autor hat ein Umweltszenario erschaffen, welches realistisch und Angst einflößend zugleich ist. Und gefühlt bewegen wir uns im Jetzt stetig darauf zu. Die Protagonisten werden sehr authentisch in ihren jeweiligen Rollen beschrieben; Cooper, ein Sonderling und angehender Biologe der Familie, der schon als Kind gerne über die Natur und das Klima philosophiert hat. Frank, Vater und Arzt, welcher immer noch seine Kinder finanziert und über Generationen hinweg von seinen Patienten gebraucht wird. Bis sein Sohn ihn dringend braucht. Es geht um Leben und Tod. Ottilie, Mutter, Ehefrau und die gute Seele, welche sich auf Experimente u.a.Grillen-/Bienenzucht für eine bessere Welt und ein gesundes Klima einlässt. Und die wunderschöne Tochter Cat, welche etwas gelangweilt ihr Leben in Florida lebt, sie zelebriert aktiven Sex mit Todd und genießt fast zu sehr den Alkohol. Bis ihr die Exzesse zum Verhängnis werden. Das Buch berührt und regt sehr zum Nachdenken an. Was in Zukunft auf uns zukommt und was wir nicht mehr ändern und aufhalten können, wird hier präzise und kritisch dargelegt. T.C.Boyle hat einen sehr intensiven Roman über eine Familie in Zeiten des Klimawandels geschrieben. Die Höhen und Tiefen, Ängste und Hoffnungen werden klar und manchmal auch sarkastisch offenbart und die Schicksale der einzelnen Protagonisten sind heftig und überwältigend. Abwechselnd wird aus Sicht der verschiedenen Hauptprotagonisten erzählt und somit bleibt der Spannungsbogen sehr gut erhalten. Warnhinweise bei Phobien: Heuschrecken, Schlangen und Insekten sind häufiger Bestandteil der Handlung.
Leider nicht mein Fall...
Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei dem ich so kurz davor war, es abzubrechen und es dann doch nicht gemacht habe. Die Charaktere sind alle miteinander unsympathisch und dass sie alle ein Alkoholproblem entwickeln, fand ich zeitweise sehr nervig. Außerdem enthielt das Buch keinen fassbaren Handlungsstrang. Gut gelungen ist die Darstellung , wie die Menschen mit dem immer fortschreitenden Klimawandel versuchen un ihrem Alltag zu leben und klar zu kommen. Dafür auch die zwei Sterne.
Das ist ein Buch, das ich gar nicht weglegen konnte. Ich habe es in einem Rutsch gelesen. In der nahen Zukunft Amerikas gibt es zwei Wetterextreme: entweder Dürre oder dauernder Niederschlag, alles menschengemacht. Diese arrangieren sich mit der Situation, tun vermeintlich klimafreundliches und flüchten sich in Alkohol, um es miteinander und in der Apokalypse auszuhalten. Anhand einer Familie wird gezeigt, wie die Menschen ihren Alltag gestalten und sich an Gegebenheiten anpassen, Social Media nutzen und die Klimaveränderungen wahrnehmen, aber nicht wirksam genug das Leben von Grund auf verändern. Dabei besticht das Buch durch seine Sprache und den Zynismus. Ist das wirklich die Zukunft, die uns erwartet? Ist die Investition in Elektrizität in allen Lebensbereichen sinnvoll? Wie abhängig sind wir heute von der Nahrungsmittelindustrie? Mich begeistert ein Buch immer dann, wenn ich nach dem Lesen über Fragen, die sich aus der Lektüre ergeben, nachdenken muss - und das ist bei diesem Buch definitiv der Fall.




















































