All Better Now

All Better Now

Hardback
3.9199

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Description

Gefährlich, ansteckend und voller Glück

Ein beispielloses Virus breitet sich auf dem Planeten aus. Diejenigen aber, die überleben, sind … glücklich. Stress, Depression, Einsamkeit – alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Immer mehr Genesene genießen das neue Glücksgefühl. Doch längst nicht alle, denn innere Zufriedenheit ist schlecht fürs Geschäft. Wirtschaftsbosse und Politiker brauchen die Unzufriedenheit ihrer Kunden oder Wähler. Und so beginnt ein gefährlicher Wettlauf um einen Impfstoff, der das Unglück zurückbringen soll.

Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem verbeulten Ford Fiesta und wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Rons Vater ist Milliardär, doch obwohl ihm jeglicher Luxus offen steht, erscheint Ron das Leben sinnlos. Der Zufall bringt Mariel und Ron zusammen, und das Schicksal schleudert sie mitten hinein in den Machtkampf um eine neue Weltordnung.

Dystopisch und utopisch zugleich - und ultraspannend! In einem erschreckend realistischen Szenario konfrontiert Shusterman seine Leser*innen mit den ganz großen Fragen: Glücklich oder unglücklich, was würdest Du wählen?

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Utopias & Dystopias
Format
Hardback
Pages
576
Price
22.60 €

Author Description

Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.

Characteristics

4 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
21%
4%
9%
N/A
54%
13%
36%
66%
64%
23%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
46%
42%
51%
38%

Pace

Fast0%
Slow50%
Moderate50%
Variable0%

Writing Style

Simple25%
Complex25%
Moderate50%
Bildhaft (100%)Poetisch (50%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

71
All
3

Verschenktes Potential

Mit All Better Now legt Neal Shusterman ein Werk vor, das hohe Erwartungen weckt, vor allem wenn man seine früheren Bücher kennt und sehr geschätzt hat. Umso größer ist leider die Ernüchterung, denn ganz an diese Qualität reicht dieser Roman nicht heran. Die Grundidee ist dabei durchaus reizvoll. Das moralische Spannungsfeld zwischen Infizierten und Nichtinfizierten eröffnet interessante Fragen und besitzt echtes Potenzial. Besonders gelungen ist, wie sich die anfängliche Faszination langsam verschiebt. Was zunächst wie ein erstrebenswerter Zustand wirkt, entpuppt sich im Verlauf der Handlung als deutlich ambivalenter. Dieses wachsende Unbehagen und das Hinterfragen des vermeintlichen Glücks gehören zu den stärkeren Momenten des Buches. Allerdings bleibt genau diese spannende Idee letztlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. An mehreren Stellen wirkt sie nicht vollständig durchdacht oder konsequent ausgearbeitet. Besonders das Ende hinterlässt den Eindruck, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, sowohl emotional als auch inhaltlich. Hinzu kommt eine Erzählgeschwindigkeit, die nicht ganz überzeugt. Im Vergleich zu den anderen Büchern des Autors fehlt es dem Tempo an Feingefühl, wodurch Entwicklungen teilweise zu hastig wirken oder nicht ausreichend vertieft werden. Was den Lesefluss zusätzlich erschwert, sind die häufigen Perspektivwechsel. Sie wirken nicht immer organisch eingebunden und reißen einen stellenweise aus der Geschichte heraus, statt die Spannung zu steigern. Dadurch wird das Lesen insgesamt anstrengender, als es bei diesem Stoff eigentlich sein müsste. So bleibt es ein Buch mit einer starken Ausgangsidee und einzelnen gelungenen Momenten, das aber insgesamt hinter seinem eigenen Anspruch zurückbleibt. Mit mehr Raum zur Entfaltung, vielleicht sogar in Form mehrerer Bände, hätte diese Geschichte deutlich mehr Wirkung entfalten können.

4.5

Nach der Pandemie ist vor der Pandemie Ein spannendes Gedankenexperiment entwirft Neal Shusterman in diesem Buch. Eine neue Form von Corona, der man den Namen Crown Royal gegeben hat, breitet sich aus. Die Besonderheit ist, dass die Genesenen in ihrem Wesen verändert sind. Sie sind gelassener, empathischer und glücklicher. Sie machen sich Sorgen um den Planeten und versuchen nachhaltiger zu leben. Dieses Verhalten ist zwar lobenswert, für eine Konsumgesellschaft aber Gift. Die Superreichen fühlen sich bedroht und das wiederum führt ganz zwangsläufig zu Konflikten. Ich fand es wirklich spannend und nachvollziehbar wie der Autor aus dieser Grundidee eine Geschichte gestrickt hat. Die jugendlichen Protagonisten wirkten für mich allerdings deutlich älter als die 17 Jahre, mit denen sie vorgestellt wurden. Ich will zum Inhalt gar nicht mehr verraten, denn es lohnt sich wirklich die Zusammenhänge selbst zu entdecken. Der Hörbuchsprecher Julian Mehne spricht sehr ruhig und langsam, was zu dem Buch aber gut gepasst hat. Das Ende ist überraschend, mit dem Wissen, dass es noch eine Fortsetzung geben soll aber schlüssig. 4,5 Sterne

2

Rezensionsexemplar Dieses Buch hat mich und mein Buddy Read auf die Probe gestellt. Wir haben mit dem Inhalt tapfer gekämpft! Auf dem halben Weg habe ich @mickys.buecherwelt an die Langeweile verloren aber die Festung wurde dennoch von mir erobert. Allerdings mit großen Spaßverlusten. Die Geschichte wird aus sehr vielen Perspektiven erzählt. Dabei gibt es neben den Haupt- auch Nebenperspektiven, die nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben. Diese dienen lediglich der Übersicht, da sie von Menschen aus unterschiedlichen Ländern stammen. Für meinen persönlichen Geschmack waren es eindeutig zu viele. Dies hat die Geschichte unendlich in die Länge gezogen, vor allem am Anfang. Es gab zwar sehr viele Charaktere allerdings konnte ich mich mit keinem von ihnen identifizieren oder eine Bindung aufbauen. Die Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten fand ich zu gekünstelt und aufgesetzt. Das Hauptthema der Handlung ist natürlich der Virus und seine Auswirkungen - das kollektive Bewusstsein der Genesenen und ihre positive Einstellung zu allem. Ich finde ja persönlich die Themen - Pandemie und Corona bereits etwas ausgelutscht. Zumal ich unsere Corona-Pandemie 2020 deutlich gruseliger und spannender empfunden habe, als diesen Thriller hier. Kann natürlich daran liegen, dass das Buch ein Zweiteiler ist und der zweite Band explodiert dann vor Spannung und Action. Jedoch war die erste Hälfte dieses Buches ziemlich langatmig und diente lediglich der Beschreibung der Charaktere und der Situation. Erst im letzen Viertel nimmt die Geschichte an Fahrt auf - der „Kampf“ zwischen den Genesenen und den Unerkrankten. Allerdings wird die Action hier ständig durch den ausschweifenden Schreibstil ausgebremst. Zu langatmig, zu konstruiert, zu ausschweifend. Leider hat mich der erste Band nicht überzeugt.

5

Unterhaltsam-spannender Dystopie-/Pandemiethriller, der philosophisch interessante Themen behandelt und ist somit nicht nur für Jugendliche absolut lesenswert! Freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

5

Dystopie? Utopie? Dystopische Utopie? Utopische Dystopie?

Ich muss gestehen, ich habe bereits mehrere Bücher von Neal Shusterman in meinem Regal stehen, kam bisher aber noch nicht dazu, diese zu lesen. Daher ist "All Better Now" mein erstes Werk von ihm und ich bin nicht enttäuscht, noch weitere hier stehen zu haben. Das Buch lebt von dem einnehmenden und fesselnden Schreibstil des Autors, wodurch es sich flüssig weg lesen lässt. Wir erleben die Story aus verschiedenen Perspektiven und jeder Charakter für sich ist nachvollziehbar und komplex gezeichnet. Jede Figur hat ihre eigene Haltung zu dem Geschehen und verschiedene Grundüberzeugungen, die die unterschiedlichen Standpunkte kennzeichnen. Ich konnte jeden Charakter gefühlt teilweise verstehen, was ein inneres Dilemma erzeugt. Gerade diese Widersprüche und innere Zerrissenheit haben viele vermutlich während Corona erlebt, was hier gut aufgegriffen wird. Die Parallelen zur COVID-19 Pandemie sind offensichtlich und auch ich hatte Déjà-vus. Klare Leseempfehlung! Ein tolles Werk, mit dem viele Geschehnisse der letzten Jahre nochmal aufgearbeitet werden können.

Dystopie? Utopie? Dystopische Utopie? Utopische Dystopie?
3

Ich verstehe was der Autor mit dem Buch sagen wollte, aber auch gleichzeitig so gar nicht - ergibt das Sinn?

In einer Zukunft überrollt uns eine zweite Corona Welle - doch diesmal unter dem Namen "Crown Royal". Das besondere? Nach der Infektion fühlen die Menschen nur noch positive Gefühle und sind empathischer denn je! Eigentlich super, wenn sich die Reichen nicht darum fürchten müssen, dass sie bei Ansteckung ihr Vermögen verlieren... Neal Shusterman hat hier auf jeden Fall eine Ambivalenz zur Corona-Situation geschaffen. Wo damals viele egoistisch gehandelt haben, steht hier nun das Allgemeinwohl und Sozialität im Vordergrund. Man kann die Geschichte und seine Protagonist*innen als Gesellschaftskritik sehen, aber leider hat mir dann doch mehr gefehlt. Die Story hat sich sehr gezogen und so ein richtiger Spannungsbogen war für mich auch nicht so richtig zu erkennen. Ich hab darauf gehofft, dass mir das Ende noch so einen typischen Neal Shusterman Schubser geben würde, dass noch irgendwas richtig krasses passiert, aber leider blieb das aus... NACHTRAG: nachdem ich herausgefunden habe, dass das der erste Band einer Reihe ist, macht einiges mehr Sinn und ich hoffe, dass auch vieles im zweiten Teil mehr aufgelöst wird. Trotzdem hilft es nicht dabei, dass der erste Band etwas zu lang war...

4

Glück statt Leid – provokant, philosophisch, aber erzählerisch manchmal zerstreut.

Wenn Glück zur ansteckenden Pandemie wird: „All Better Now“ von Neal Shusterman entwirft eine düstere, zugleich interessante Near-Future-Dystopie, in der ein neues Virus namens Crown Royale die Erde heimsucht. Anders als bei klassischen Pandemien verbreitet sich hier jedoch keine Angst, sondern Euphorie. Wer das Virus überlebt, findet sich in einem Zustand tiefer Zufriedenheit wieder, frei von Stress, Depression, Neid oder Wut. Diese radikale Umkehrung des klassischen Pandemieszenarios gehört zu den größten Stärken des Romans: Statt die Welt mit Angst, Isolation und Verzweiflung zu überziehen, stellt Shusterman eine Krankheit ins Zentrum, die scheinbar nur Gutes bringt – und genau darin liegt ihre unheimliche Kraft. Er zerlegt die vertrauten Tropen der Endzeitliteratur und erschafft ein Setting, das sich zugleich fremd und erschreckend vertraut anfühlt. Während man mit einer Seuche rechnet, die Tod und Chaos hinterlässt, sieht man sich einer Welle von Glückseligkeit gegenüber, die schleichend alle bekannten gesellschaftlichen Strukturen unterwandert. Diese subtile Verschiebung des Schreckens – weg vom Offensichtlichen hin zum Verführerischen – macht den Roman so beklemmend glaubwürdig und verleiht ihm eine psychologische Tiefe, die weit über typische Dystopie-Erzählungen hinausgeht. Doch das Geschenk dieses allgegenwärtigen Glücks ist nicht nur ein Segen. Regierungen, Medien und Machtstrukturen geraten ins Wanken, denn ein Mensch ohne Angst, Ehrgeiz und Neid ist für die bestehenden Systeme kaum kontrollierbar. Während einige Organisationen mit allen Mitteln ein Heilmittel entwickeln wollen, formiert sich gleichzeitig eine Gegenbewegung, die das Virus aktiv verbreiten will, überzeugt davon, dass die Menschheit durch diesen Zustand der Gelassenheit erlöst werden könnte. Inmitten dieses moralischen Chaos stehen drei junge Figuren: Mariel, die immun gegen das Virus ist und darum besonders empfindsam für dessen Auswirkungen, Rón, der als gläubiger Verkünder den Zustand der ewigen Glückseligkeit preist, und Morgan, die das Virus auszulöschen sucht. Ihre Wege kreuzen sich in einer Handlung, die ebenso philosophisch wie emotional aufgeladen ist. Der Roman stellt damit eine der interessantesten Fragen der modernen Dystopien: Was bedeutet es für uns als Menschen, wenn wir keine negativen Emotionen mehr empfinden könnten? Shusterman beleuchtet diese Utopie von allen Seiten. Auf der einen Seite liegt eine große Verheißung in dieser völligen Abwesenheit von Schmerz und Angst, eine Welt ohne Kriege und ohne psychisches Leid scheint greifbar. Gleichzeitig offenbart der Autor, wie fragil und gefährlich diese Vorstellung ist. Ohne Konkurrenzdenken und Unzufriedenheit geraten gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme ins Stocken, Fortschritt und Kreativität drohen zu erlöschen. Auch stellt sich die Frage nach dem freien Willen: Sind wir wirklich frei, wenn wir dauerhaft in einem künstlich erzeugten Zustand der Glückseligkeit verharren? Shusterman zwingt seine Leser, sich mit Empathie, Moral und dem Wert von Schmerz auseinanderzusetzen und dabei zu hinterfragen, ob ein Leben ohne Leid tatsächlich wünschenswert ist oder ob gerade die negativen Gefühle uns zu dem machen, was wir sind. Die Charaktere dienen dabei weniger als klassische Heldenfiguren, sondern eher als Projektionsflächen für unterschiedliche Sichtweisen auf diese moralischen Dilemmata. Mariel kämpft um Authentizität und die Fähigkeit, auch Schmerz zuzulassen, Rón verkörpert den Eifer und die Überzeugung, dass Glück die einzige Wahrheit sei, und Morgan bringt eine intellektuelle Klarheit in das Chaos, die jedoch nicht frei von ethischen Spannungen ist. Shusterman schafft es, diese Stimmen ohne moralischen Zeigefinger nebeneinander existieren zu lassen. Statt einfacher Antworten bietet er ein Kaleidoskop von Perspektiven, die die Leser selbst zu einem Urteil herausfordern. Allerdings hat dieser philosophische Tiefgang auch seinen Preis. „All Better Now“ ist kein Roman, den man einfach konsumiert, sondern ein Werk, das fordert, herausfordert und mitunter überfordert. Die Dichte an Reflexionen und theoretischen Überlegungen lässt die Geschichte streckenweise eher wie ein literarisches Gedankenexperiment wirken, wie ein ausuferndes Gedankenspiel eines Autors, der seine Leser zum Innehalten zwingt. Statt einer geradlinigen Dramaturgie entfaltet sich der Plot wie ein Netz aus Fragmenten: Nachrichtenmeldungen, persönliche Schicksale und globale Entwicklungen verweben sich zu einem Mosaik, das zwar sehr vielschichtig ist, aber auch den Eindruck erweckt, als stünde nicht die Handlung im Vordergrund, sondern das Konzept selbst. Wer eine klar strukturierte, mitreißende Story sucht, könnte sich in dieser Flut von Ideen verloren fühlen, da sie manchmal wie schimmernde, aber lose aneinandergereihte Puzzleteile wirken. Shusterman verzichtet bewusst auf klassische Spannungsbögen und erschafft stattdessen eine Art literarischen Brennspiegel, in dem er die Auswirkungen einer solchen Pandemie aus allen denkbaren Blickwinkeln beleuchtet. So entsteht weniger ein Roman im traditionellen Sinne, sondern vielmehr eine philosophische Bestandsaufnahme dessen, was passieren könnte, wenn eine Krankheit wie Crown Royale nicht Leid, sondern Glück verbreitet – und gerade diese Umkehrung macht das Buch so verstörend wie interessant. Trotz seiner erzählerischen Eigenwilligkeit bleibt Shustermans Werk eine beeindruckende und geradezu furchtlose Vision. In einer Zeit, in der die Erinnerung an reale Pandemien noch wie ein Schatten über unserem kollektiven Bewusstsein liegt, entfaltet dieses Szenario eine bedrückende Authentizität und gleichzeitig eine verführerische Provokation. „All Better Now“ ist kein Roman, der tröstet oder beruhigt; es ist ein literarischer Spiegel, der uns zwingt, genauer hinzusehen – auf uns selbst, auf unsere Gesellschaft und auf die Frage, wie sehr wir Schmerz und Angst vielleicht brauchen, um Mensch zu sein. Shusterman wagt ein Experiment, das weit über konventionelles Erzählen hinausgeht: Sein Werk ist weniger eine klassische Geschichte als vielmehr ein vielschichtiger Diskurs in Romanform, ein philosophisches Labor, in dem Gedanken und Ethik aufeinanderprallen. Dass der Text dabei auf narrative Geradlinigkeit verzichtet und stattdessen ein kaleidoskopisches Bild von Möglichkeiten entwirft, ist kein erzählerischer Makel, sondern Teil seiner künstlerischen Absicht. Er fordert seine Leser heraus, sich in ein intellektuelles Labyrinth zu begeben, aus dem man nicht mit einfachen Antworten zurückkehrt, sondern mit einer Handvoll unbequemer, nagender Fragen – und genau das macht „All Better Now“ zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis, das die Grenzen des Genres bewusst verschiebt.

4

Dystopisch und vielschichtig

Neal Shusterman ist ein Autor, dem ich blind alles abkaufe. Bisher hat mich jedes Buch überzeugt. Sein Schreibstil ist flüssig, klar, witzig und leicht verständlich. In diesem Buch spinnt er die Pandemie als Crown Royal etwas weiter. Wir lernen einige Charaktere kennen, die alle eine eigene Weise entwickeln, mit Crown Royal umzugehen. Die Figuren treffen immer mal wieder aufeinander, im Laufe der Handlung. Es werden viele verschiedene Thesen ins Spiel gebracht und Shusterman schafft es - wie eigentlich bei jeden Buch - den Leser nachdenklich zu stimmen. Es ist unumgänglich sich nicht darüber Gedanken zu machen und sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Ein flüssig geschriebenes Buch, welches viele Facetten widerspiegelt und einfach fesselt.

5

Was macht eine Pandemie mit uns, wenn das Virus Glückseligkeit verspricht?

"All Better Now" war mit Sicherheit nicht das letzte Buch, das ich von Neal Shusterman gelesen habe. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte über eine Pandemie, die in Teilen an das erinnert, was wir vor ein paar Jahren selbst erleben mussten und doch ganz anders ist. Wieder breitet sich ein Virus auf der ganzen Erde aus. Ein Virus mit einer hohen Sterblichkeitsrate für gewisse Bevölkerungsgruppen. Doch die Überlebenden sind plötzlich glücklich, selbstlos und auf das Gemeinwohl orientiert. Für einige scheint dies erstrebenswert zu sein. Andere sehen darin nur Gefahren für ihre Unternehmen, ihre Politik oder ihre persönlichen Ziele. Daher wollen sie möglichst schnell einen Impfstoff entwickeln. Das Ausgangsszenario fand ich direkt faszinierend. Einerseits weil es mich sehr an die Pandemie erinnert hat und ich gleich wusste, wie schnell die unterschiedlichen Meinungen gegeneinander prallen könnten. Andererseits weil diese Pandemie so anders verlaufen könnte, denn die Überlebenden scheinen von Grund auf zufrieden und mit sich im Reinen. Auch die Umsetzung von Neal Shusterman ist für mich absolut gelungen. Erzählt wird "All Better Now" aus vielen verschiedenen Perspektiven. So erfährt man, wie die Pandemie für Mariel, eine obdachlose junge Frau, verläuft, genauso wie es für den Sohn eines Milliardärs ist, dem eigentlich die besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben gegeben sind. Auch weitere spannende Blickwinkel von anderen Personen werden verfolgt. Manche spielen nur am Rande eine Rolle, andere nehmen tatsächlich ganz zentrale Positionen ein. Die vielen verschiedenen Perspektiven machen das Verfolgen der Geschichte nicht immer einfach. Mir persönlich hat dieser umfängliche Blick jedoch sehr gut gefallen. So wird noch deutlicher, wie die Pandemie von unterschiedlichen Akteuren beeinflusst wird. Gleichzeitig gibt es ganz individuelle Schicksale, die die persönliche Ebene toll eingebunden haben. Besonders fasziniert hat mich, wie diese Einzelgeschichten auf interessante Weise miteinander verknüpft sind. Das Wettrennen um einen Impfstoff auf der einen Seite und der Wunsch, das Virus möglichst schnell zu verbreiten auf der anderen, machen die Geschichte äußerst spannend. Ich konnte "All Better Now" einfach nicht beiseite legen, denn die dystopischen und utopischen Elemente haben mich gefesselt und die persönlichen Schicksale haben mich berührt. Daher empfehle ich das Buch allen, die Lust auf eine besondere Pandemie-Geschichte haben, in der es um Weltpolitik, Macht aber auch ganz individuelle Probleme und Entscheidungen geht. Ich habe mich lange gefragt, ob ich mich für oder gegen das Virus entschieden hätte, bis ich das Ende gelesen habe. Da war für mich die Entscheidung ziemlich klar.

Was macht eine Pandemie mit uns, wenn das Virus Glückseligkeit verspricht?
4

Ein tolles Jugendbuch mit Tiefgang und wichtigen Themen!

Ein Virus, bei dem du entweder stirbst oder nur noch glücklich bist - das ist Crown Royal. Aber ist es überhaupt erstrebenswert, immer glücklich zu sein und anderen helfen zu wollen? Das Thema Virus, finde ich, ist eine total gute Idee! Gerade weil wir im echten Leben mit dem Corona-Virus so viel zutun hatten, kann man sich das Ganze viel besser vorstellen. Einfach weil wir wissen, was für Auswirkungen eine solche Pandemie haben kann. Das Thema ist total aktuell und real, gefällt mir sehr! Wir lesen aus der Perspektive mehrerer Hauptfiguren, deren Leben im Laufe der Zeit zusammenführen. Mir haben die Protagonisten total gefallen, weil sie so sehr individuell sind und dabei nicht immer nur "gut". Wir haben hier einige starke Persönlichkeiten! Wer das Virus "Crown Royal" überlebt, wird vom Wesen her verändert und ist immer glücklich und stellt die Bedürfnis anderer über die eigenen. Aber ist es überhaupt erstrebenswert, immer glücklich zu sein? Darum geht es hierbei und man merkt durch verschiedene Szenarien, was für Auswirkungen eine solche Welt überhaupt haben könnte. Für einige wäre das ja der Traum -glücklich und frei sein und sich immer mit dem genügen, was man hat-, aber eine Welt nur mit solchen Menschen ist auch nicht perfekt. Ich persönlich denke ja, es braucht die Schattenseiten im Leben, damit man die schönen Momente überhaupt wahrnimmt. In "All better now" werden auch viele Situationen erwähnt, wo diese Selbstlosigkeit zum Verhängnis wurde. So wurde vieles durch die Genesenen verschlimmert, obwohl sie nur helfen wollten. Ich finde die Fragestellung aber super, um darüber nachzudenken! Es ist durchaus ein Jugendbuch, aber eher für ältere oder reifere Jugendliche, meiner Meinung nach. Es geht um sehr wichtige und tiefreichende Themen, wobei es total wichtig ist, dass früh darüber geredet wird. Die Story hat mir total gefallen, allerdings gab es einige Punkte, wo ich verwirrt war und dachte, irgendwas stimmt hier nicht. Ich denke, man muss einfach über manches hinwegsehen und nicht zu genau darüber nachdenken, gerade wenn es um so ein krasses Thema geht wie ein Wesenveränderndes Virus. Was mich auch verwirrt hat, ist das Alter der Protagonisten. Sie sollen teilweise ca. 17 Jahre alt sein, wirken aber deutlich älter. Hat mich aber nicht weiter gestört. :) Insgesamt fand ich das Buch super und der Schreibstil hat mir total gefallen! Außerdem sind die Figuren sehr eigen und individuell, und es gibt relativ viele Personen im Mittelpunkt, was ich auch sehr gerne mag. Auf jeden Fall eine Empfehlung von mir!! 🌸🌸

5

Wieder ein Highlight aus der Feder des Autors! ♥️

Ich habs wieder sehr geliebt. Die Art, wie Neal Shusterman verschiedene Perspektiven aufzeigt und zum Nachdenken anregt, ist einfach unnachahmlich. Ich liebe es, wie er Figuren aufbaut, wie spannend es wird, ein bisschen Mindfuck hier und da und ein fieses offenes Ende. 😂👌🏼 Auch wie er Romanzen einbindet, finde ich grandios. Ganz natürlich und komplett ohne Fokus darauf, aber doch ein wenig eingebunden, sodass sie zur Spannung beitragen. Es ist weniger brutal als z B Scythe, aber psychologisch und philosophisch wieder recht anspruchsvoll und hat mir einige OMG-Momente beschert. 🥹 Kann Band 2 gar nicht erwarten!

4

Spannendes Gedankenexperiment - auch hier bringt der Autor den Leser wieder zum nachdenken, ich bin Fan des Autors seit der "Vollendet" - Reihe. Lesenswert!

4

Das tödliches Virus „Crown Royal“ macht die genesenen Menschen glücklich und löscht alle negativen Emotionen aus. Die Handlung beleuchtet das Thema der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Im Buch treffen die verschiedensten Menschen, aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Orten der Welt aufeinander. •Rón ist der Sohn eines Milliardärs und gehört zur Risikogruppe. •Mariel lebt zusammen mit ihrer Mutter auf der Straße und versucht die tagtäglichen Herausforderungen des Lebens zu meistern. •Morgan erbt eines riesigen Vermögen, um ein Heilmittel für das außergewöhnliche Virus zu finden. Die Charaktere prägen die Story durch ihre unterschiedlichen Denkweisen und Perspektive auf die Situation der Pandemie. Die Story ist modern, aktuell und gesellschaftskritisch. Das Szenario ist sehr nah an vergangenen Ereignissen und aktuellen Themen in der Politik. Man liest die verschiedensten Meinungen zum Pandemie-Szenario im Buch, die einen selbst zum Nachdenken anregt und hinterfragen lassen, ob das eine Extrem wirklich besser ist als das andere oder doch irgendwas dazwischen der richtige Weg ist und ob es diesen überhaupt gibt. Ich fand die Thematik hoch interessant und sehr unterhaltsam erzählt. Ich denke auf das Buch muss man sich wirklich einlassen. Den Spannungsbogen empfand ich als eher flach, aber die Story an sich sehr interessant. Erst die Ereignisse am Ende haben mich so richtig mitreißen können. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Szenario im 2. Band entwickeln wird und freue mich schon die Reihe weiterzulesen.

Das tödliches Virus „Crown Royal“ macht die genesenen Menschen glücklich und löscht alle negativen Emotionen aus. Die Handlung beleuchtet das Thema der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.
5

All better now Wieder mal eine unglaublich spannende Dystopie von Shusterman

Ich habe mich auf das Buch gefreut war aber auch etwas skeptisch. Es hat sich herausgestellt dass „All better now“ für mich zu den besten Werken vom Autor wie Scythe oder „Vollendet“ gehört. Während einer Pandemie lesen wir wieder aus unterschiedlichen Perspektiven wie sich die Situation zuspitzt. Gleichzeitig erleben wir, wie sich seltsame Gruppierungen wie Qanon mit Hilfe von viel Geld in die Köpfe von Menschen schleicht. Eine großartige Dystopie und ich bin sehr gespannt auf den 2. Teil der Reihe. 👍 große Leseempfelung 👍

4

Spannendes Thema, jedoch wirklich sehr ausschweifend geschrieben 🙈

Das Thema ist wirklich interessant, das Buch ist sehr komplex, weil es viele Handlungsstränge gibt. Als Hörbuch ist das gut verständlich. Der Schreibstil ist angenehm. Jedoch merkt man die vielen Seiten einfach. Es zieht sich etwas, und die Handlung ist langsam. Trotzdem ist es ein gutes Buch 😊

4

Spannendes Thema!

»Die Zivilisation ist nicht dafür gedacht, dass alle glücklich werden. Es wird immer Reiche und Arme geben. Freude wird stets auf die Kosten von anderen gehen. So war es immer, und so hat es immer funktioniert. Das ist die Spannung, aus der heraus Zivilisation entsteht.« (S.477) Neal Shusterman ist bekannt für seine Jugendromane mit kontroversen und erschreckenden Zukunftsszenarien. Es handelt sich zwar um Dystopien, jedoch sind diese garnicht soooo unwahrscheinlich und die Nähe an der Realität macht sie umso eindrucksvoller. Shustermans Stärke liegt außerdem in der Darstellung von glaubwürdigen Charakteren und vor allem deren Dynamiken und Zusammenspiel weiß er einfach zu schreiben. Mich hat Shusterman schon mit einigen seiner Bücher bzw. Reihen begeistert und er gehört daher auch zu meinen Lieblingsautoren im Jugendbuch-Bereich. Mit „All better now“ greift er ein Thema auf, das seit der Corona-Pandemie nicht unbedingt mein Liebstes ist, aber natürlich musste ich dieses Buch trotzdem lesen. In dem Buch geht es um einen Virus, der, wenn man die eigentliche Erkrankung und die Fieberschübe überlebt, einem ein Gefühl völliger Glücksseligkeit verschafft und eines Gefühls des Friedens mit sich und der Welt. Kein Konkurrenzdenken mehr sondern Nächstenliebe, das Wohl Aller im Blick. Doch kann eine Welt, die auf Machtgefüge und Konsum aufgebaut ist, dann so weiterbestehen? Was passiert mit der Wirtschaft, wenn man mit dem glücklich ist, was man hat, auch wenn es wenig ist, und es keine Gier nach Geld und Besitz mehr gibt? Oder ist es Zeit für einen Kollaps, aus dem eine neue Welt und ein neues Miteinander entstehen kann? Shusterman widmet sich all diesen Fragen auf gesellschaftskritischer, moralischer und philosophischer Ebene und wir begleiten in dieser Geschichte verschiedene Jugendliche, die auf unterschiedlichen Seiten stehen: Befürworter des Virus, die darin die Rettung der Welt sehen und die Gegner, die die Genesenen verabscheuen und die Welt erhalten wollen wie sie ist - um JEDEN Preis! Wir werden als Lesende mit all diesen Fragen konfrontiert und zum Nachdenken angeregt und das allein ist schon hochspannend! Trotzdem hat mich das Buch leider nicht ganz so „infizieren“ und glücklich machen können, wie andere Werke des Autors, was wahrscheinlich daran lag, dass der Fokus mehr auf der Thematik an sich als auf den Charakteren lag und ich mit keinem so richtig „bonden“ konnte und es aufgrund eines Einzelbandes auch recht dicht und rasant erzählt war und mir der Raum fürs gewisse Etwas gefehlt hat. Trotzdem bewundere ich die Idee des Glücklich-sein-Virus und wie Shusterman mit dem Thema jongliert und spreche ich generell natürlich eine Lese-Empfehlung aus, auch wenn es nicht mein neues Lieblingsbuch des Autors geworden ist.

Spannendes Thema!
4

All better now - dystopischer Jugendthriller🦠🥼💉🧪

Die Idee hinter diesem Buch ist einfach unglaublich. Wie wäre es, hätte sich der Coronavirus so entwickelt, dass diejenigen die ihn überleben wunschlos glücklich werden? Eine bedingungslose Zufriedenheit? Ist das wirklich das Ziel um die Probleme dieser Welt zu heilen? Oder würde uns das bloß in monotone Schatten unseres alten Ichs verwandeln? Während die Handlung zwischenzeitlich etwas schleppend war und zugegebenermaßen eine kleine Leseflaute beschert hat, ist das Buch dennoch wärmstens zu empfehlen. Die unterschiedlichen Figuren hatten eine faszinierende Dynamik und die philosophischen Fragen dieser Geschichte waren unendlich spannend und haben mich oft zum nachdenken gebracht. Dann kam noch das unglaubliche Finale dazu was ich in einem Rutsch verschlungen habe. Eine klare Empfehlung für jeden, der unser System und unser Verständnis für den Kapitalismus mal aus einer anderen Perspektive betrachten will.

All better now - dystopischer Jugendthriller🦠🥼💉🧪
5

Dystopischer Thriller

„All Better Now“ ist der neue Roman von Autor Neal Shusterman und ich war nach kurzer Zeit so gefesselt, dass ich das Buch an einem Samstag komplett gelesen habe. Ein neuer Virus hat die Welt befallen und eine Pandemie steht bevor, doch wer den Virus überlebt wird für immer glücklich sein und alle negativen Gefühle sind plötzlich verschwunden. Allerdings gibt es einige Menschen, die die Ausbreitung verhindern wollen und dafür auch über Leichen gehen. Ich habe schon einige Romane des Autors gelesen und Band 1 der All-Now-Dilogie ist definitiv genauso spannend und dystopisch, wie die restlichen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Der Schreibstil von Neal Shusterman ist packend und fesselnd, da die Kapitel immer wieder aus den Perspektiven von verschiedenen Protagonisten erzählt werden, bekommt man einen guten Einblick in die Auswirkungen des Virus auf verschieden Personen. Natürlich denken wir als Leser immer wieder an Corona zurück und auch die Themen Verlust, Tod und Krankheit werden immer wieder angesprochen, aber der Virus „Crown Royal“ ist definitiv nicht mit Corona zu vergleichen. Trotzdem habe ich mir, während des Lesens, die Frage gestellt, zu welchem Team ich bei dieser Pandemie wohl gehören würde. Mit „All Better Now“ hat Neal Shusterman eine Near Future Fiction-Thriller geschrieben, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hatte und ich kann euch das Buch absolut empfehlen. Ich bin schon sehr gespannt wie es in Band 2 weitergeht und ob die Welt sich für glücklich oder unglücklich sein entscheiden wird.

Dystopischer Thriller
5

Rezension zu All Better Now von Neal Shusterman Mit All Better Now legt Neal Shusterman eine spannende Pandemie-Dystopie vor, die ein Thema aufgreift, das wir alle gut kennen – und es auf völlig neue Weise weiterspinnt. Im Mittelpunkt steht das Virus „Crown Royale“ (CR), eine Weiterentwicklung der Corona-Pandemie. Wer daran erkrankt, stirbt entweder – oder geht verändert daraus hervor. Die Genesenen verlieren ihre Ängste, Unsicherheiten und Selbstzweifel. Stattdessen sehen sie die Welt aus einer neuen, positiven Perspektive und wirken glücklicher. Doch genau das sorgt für Spaltung: Während die einen in CR eine Gefahr sehen, wollen die Genesenen unbedingt, dass die Krankheit bestehen bleibt – und am liebsten alle Menschen sie durchmachen. Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Wir begleiten u. a. Mariel, Rón, Morgan und Dame Haviland. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, und jede Figur bringt ihre eigene Haltung zu CR mit. Manche wollen es ausrotten, andere setzen alles daran, es zu verbreiten. Diese Gegensätze treiben die Handlung voran und werfen die große Frage auf: Macht uns das Wegfallen von Angst, Wut und Selbstzweifeln wirklich zu besseren Menschen – oder raubt es uns einen wichtigen Teil unseres Menschseins? Der Schreibstil ist, wie ich es schon aus Scythe kenne, klasse: flüssig, mitreißend und so aufgebaut, dass man nur so durch die Kapitel fliegt. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder komplett drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Besonders gut gefällt mir, wie Shusterman gesellschaftliche Spaltungen, innere Konflikte und ethische Fragen in eine spannende Dystopie verpackt, die gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt. Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight. Neal Shusterman gehört ab jetzt zu den Autor*innen, denen ich blind vertraue – ich könnte mir vorstellen, jedes seiner Bücher zu lesen. Und da All Better Now der Auftakt zu einer Dilogie ist, freue ich mich umso mehr auf den zweiten Band, der auf jeden Fall bei mir einziehen wird. Fazit: Eine originelle Pandemie-Dystopie, die bekannte Themen neu denkt, starke Charaktere bietet und spannende Fragen stellt. Wer Scythe mochte, sollte hier unbedingt zugreifen.

3.5

Eine coole Prämisse, aber ich hatte mir mehr erhofft. Vielleicht war aber das Thema Corona noch zu nah, als das ich die Story hätte genießen können. Ich musste mich regelrecht zum weiterlesen zwingen. Das Ende wurde dann nochmal spannend, aber der Mittelteil zieht sich.

5

Ein typischer Shustermann. Gut zu lesen und gesellschaftskritisch.

Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der Menschen ein. In seiner neusten Dilogie "All better now" begibt sich Shusterman auf brüchiges Terrain: Der Corona-Pandemie. Fünf Jahre nach dem ersten Lockdown bringt er einen Roman aus, der sich damit beschäftigt, was ein Virus in Menschen auslöst, welche Fraktionen es gibt und was wäre eigentlich, wenn der Virus uns alle sorgenlos werden lässt? Ich fand die Wahl mutig. Nach den Lockdowns, nach den Impfungen, nach den ganzen Auflagen, war die Menschheit dem Thema überdrüssig. Viele konnten es nicht mehr hören. Gibt es dazu überhaupt die eine richtige Meinung? Doch Shusterman stellt sich den spannenden und wichtigen Frage: Was wäre, wenn die Pandemie uns entschleunigt hat? In seinem Buch gibt es die Genesenen, die plötzlich einen komplett andere Blick auf die Welt haben. Materieller Wert ist nicht mehr wichtig. Im Vordergrund steht es, den Mitmenschen zu helfen und Gutes zu tun. Die Genesenen sind mit wenig zufrieden. Sie sind glücklich. All happy, oder nicht? Natürlich gibt es noch die Gegenpartei. Sie sehen das Virus als Bedrohung und wollen es stoppen. Der Leser bekommt Einblicke in Machtspielchen, Geldtransfere und den großen moralischen Fragen, die man sich im Labor so stellt. Der Roman fühlt sich dystopisch und doch so real an. Es ist kaum zu leugnen, dass Corona die Gesellschaft damals gespalten hat und die Meinungen waren relativ unverrückbar. In "All better now" wird nun unter die Lupe genommen, wo wir mit der Selbstverwirklichung, die sich in dieser entschleunigten Lockdown-Zeit entwickelt hat, hinkommen. Ist es wirklich gut, wenn alle in Positivität leben? Oder gehen uns dadurch unsere Instinkte verloren? Ein hoch-moralisches Buch. Geschrieben in einem klaren und spannenden Schreibstil und einem rasanten Tempo. Das Ende war leider ein kleiner Cliffhanger. Ich bin kein Freund dieser Methode, doch natürlich sorgt es dafür, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Klare Empfehlung!

4

Eindrucksvolle Idee von einer zweiten Corona-Pandemie mit einzigartigen Folgen.

Die Idee dieses Buches ist wieder etwas besonderes –denn Neal Shusterman hat die Corona-Pandemie aufgegriffen und etwas Neues daraus geschaffen. Für mich persönlich waren einige Perspektiven und Eindrücke sehr „ungemütlich“, aber genau darum ging es glaube ich auch. Der Autor hat in diesem Buch durch einen tollen Schreibstil und unterschiedliche Charaktere und Perspektiven bestochen. Manche Perspektiven waren für mich persönlich sehr grausam und schrecklich, aber für das Große und Ganze wichtig. Alles in allem ist „all better now“ ein sehr gutes Buch! Manches war nicht ganz mein Fall, aber das ist mein persönliches Empfinden und tut der einzigartigen Geschichte keinen Abbruch.

Eindrucksvolle Idee von einer zweiten Corona-Pandemie mit einzigartigen Folgen.
4

Für mich war ALL BETTER NOW wirklich nochmal eine ganz andere Art von Dystopie, weshalb sie mich vermutlich auch so gepackt hat. Gerade die verschiedenen POVs haben das Worldbuilding sehr detailliert und umfassend erscheinen lassen - gleichzeitig aber auch dafür gesorgt, dass ich dann und wann den roten Faden verloren habe, weil die einzelnen Charaktere auch nicht immer zwingend allzu scharf gezeichnet schienen. Vermutlich ist das immer die Krux: Man möchte möglichst viele Facetten und Auswirkungen einer Geschichte, aber gleichzeitig wünscht man sich eben auch ständige Spannung und eine Charaktergruppe, auf die man sich fokussieren kann. Wobei ALL BETTER NOW jetzt nie langweilig war, auf keinen Fall. Dafür war die Prämisse zu neu und zu interessant, hat mich zu sehr zum Nachdenken angeregt. Ich meine, ein Virus, das sämtliche negativen Gefühle ausradiert? Würde ich mich damit anstecken lassen? Oder besser gefragt: Warum habe ich mich beim Lesen gedanklich so sehr dagegen gewehrt? Ich bin mit meinen Überlegungen auf jeden Fall noch nicht am Ende angelangt und freue mich gerade deshalb umso mehr auf Band 2 der Reihe, denn ich glaube, da folgt noch einiges, was meine Tendenzen vielleicht auch nochmal über den Haufen schmeißen könnte. Wer Lust auf einen tpyischen Shusterman hat, wird hier definitiv fündig! Und ich muss zugeben, vielleicht bin ich jetzt auch endlich mal wieder hyped genug, um in eine neue SCYTHE-Runde zu starten…

5

Glückseligkeit durch eine Pandemie?

Mit seinem neuesten "Near Future Fiction-Thriller" zeigt Neal Shusterman mal wieder sein großes Schreibtalent! Das Szenario: Nach der und bekannten Corona-Pandemie tritt ein neues Virus auf, eine neue Variante mit den Namen Crown Royal. Doch die Menschen, welche eine Infektion überleben, empfinden keine negativen Gefühle mehr! Sie werden von Mitleid, Empathie und Glück geleitet. Hierbei wenden sie sich insbesondere vom Kapitalismus ab, ihr Charakter verändert sich und es stellt sich die Frage: ist das wirklich besser? Ist dieser Zustand wirklich erstrebenswert? Es bilden sich im wesentlichen zwei Fronten: Die einen, die sogar eine Ansteckung herbeisehnen, und durch das Virus eine Erlösung der Menschheit vom Bösen sehen - die anderen, die das Virus fürchten und es bekämpfen wollen. Die Morivationen sind auf beiden Seiten unterschiedlich und wir begleiten mehrere Personen während dieser neuen Pandemie. Beide Seiten schaukeln sich in ihrer Auffassung immer weiter auf... welche wird den Sieg für sich bestreiten? Im Zentrum stehen hierbei insbesondere Mariel, Rõn und Morgan. Die Figuren sind facettenreich, man kann ihre Ansichten und Beweggründe nachvollziehen und muss sich selbst mit ihren Handlungen auseinandersetzen. Die Charakterentwicklung ist hierbei besonders spannend zu verfolgen, es gibt einige Plottwists und man fiebert dem Showdown entgegen. Dabei ist dieses Buch nicht nur für Jugendliche geeignet - auch wenn die Hauptfiguren noch sehr jung sind - kommen auch Erwachsene voll auf ihre Kosten! Erst nach dem Lesen habe ich herausgefunden, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt! Der zweite Band - All Over Now - soll im Herbst 2027 erscheinen. Ich warte schon drauf!

2.5

Leider nicht mein Buch

Der Virus Crown Royale breitet sich immer weiter aus und verändert die meisten Menschen komplett. Verschiedene Charaktere versuchen, ihm zu entkommen. Da ist zum Beispiel die ältere, sehr reiche Dame Havilland, die vorsorglich ihr ganzes Vermögen an die junge, hochbegabte und ebenso skrupellose Morgan überschreibt. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass sie den Virus überleben wird. Als Genesene merkt sie plötzlich, was sie angerichtet und auf die Welt losgelassen hat. Morgan selbst ist besessen davon, einen Impfstoff zu entwickeln – aus Angst, angesteckt zu werden – und geht dabei über Leichen. Dann gibt es noch Ron, den jüngsten Spross einer reichen Familie, der an Depressionen leidet und sich erhofft, durch die Infektion seine dunklen Gedanken loszuwerden. Denn der Virus lässt, auch wenn Infizierte daran sterben können, die Genesenen glücklicher und sorgloser wirken. Doch ist das wirklich so erstrebenswert, wie viele denken? Das Buch stellt auch viele Fragen: Was passiert mit der Wirtschaft, wenn plötzlich jeder dem Konsum entsagt? Wie verändert sich die Gemeinschaft? Kann es überhaupt eine Utopie geben? Positiv fand ich, dass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt und das Gedankenexperiment interessant umgesetzt ist. Außerdem lassen sich Parallelen zur Covid-Pandemie erkennen. Der Anfang hatte mir eigentlich ganz gut gefallen. Nach einer Weile hat mich die Geschichte jedoch komplett verloren. Die vielen Perspektiven waren mir persönlich zu viel. Neben den Sichtweisen der Hauptfiguren gibt es immer wieder Einschübe aus anderen Ländern und deren Situationen. Was mich außerdem gestört hat: Die Geschichte wirkt stellenweise sehr konstruiert. Die Wankelmütigkeit der Figuren in moralischen Fragen hat mich ebenfalls genervt - viele Entscheidungen werden sofort wieder über den Haufen geworfen. Auch fand ich keine Figur wirklich sympathisch. Nach der Hälfte habe ich das Buch eine Weile beiseitegelegt, weil mich nichts zum Weiterlesen motiviert hat. Abbrechen wollte ich es aber auch nicht. Es hat dann etwas gedauert, bis ich mich wieder dazu aufraffen konnte. Fazit: All Better Now ist kein schlechtes Buch - es war nur absolut nicht meins. Persönlich hat mir Break to You, das ich dieses Jahr ebenfalls gelesen habe, deutlich besser gefallen. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

3.5

Eine Fahrt in die menschlichen Abgründe während einer Pandemie Wer kann sich denn nicht mehr an diese wunderbare Corona Zeit erinnern? Es war schrecklich. Neal Shusterman greift Das Thema hier wunderbar auf und macht daraus etwas neues. Crown Royale. Ich wusste einfach gar nicht, auf wessen Seite ich sein soll. Und das bis zuletzt nicht. Ist es jetzt etwas gutes oder eher etwas schlechtes? Beide Seiten sind absolut verständlich. Moralische Konflikte a la Neal Shusterman. Fands auch großartig, dass er wie immer das Thema Geld und Macht in dem Zusammenhang aufgegriffen hat und wieder einmal gezeigt hat, dass man sich mit Geld selbst vor einen Virus beinahe freikaufen kann. Allerdings haben mich so manche Kleinigkeiten gestört. Ich fand es tierisch nervig, dass die Charaktere allwissend sind und einfach jeder über jede Bescheid weiß. Da hat es sich der gute Shusterman etwas zu einfach gemacht (ich kann mich grad gar nicht erinnern, ob es in seinen anderen Büchern auch so ist) ACHTUNG ab hier Spoileralarm In jeder Machtposition befindet sich ein Mann, außer Morgan, die allerdings als hysterisch und von sehr zweifelhafter Moral dargestellt wird. Diesen Jared (?) der doppelt geheilt ist und sich als weiser Guru aufschwingt fand ich einfach unerträglich. An der Stelle habe ich auch ehrlich nicht zugehört, weils mich so genervt hat. Mir rieselt immer noch ein Schauer über den Rücken bei dem Gedanken an diesen Charakter 👀 Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, ob da eine Fortsetzung kommt. Denn nach einem Abschluss klang das ganz und gar nicht.

5

Richtig toll!

[𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘/ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣] 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: All better now (All-Now-Dilogie 1) 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Neal Shusterman 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Sauerländer (dt. geb. Ausgabe) // Simon & Schuster Audio (engl. Hörbuch) 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Greg Tremblay & Neal Shusterman 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Andreas Helweg 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Lest ihr Pandemie-Bücher? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Interessant - Spannend - Regt zum Nachdenken an 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Ein neuer Virus breitet sich rapide aus. Die Mortalitätsrate ist hoch - doch die Überlebenden sind glücklich. Denn alle negativen Emotionen sind nach der Genesung verschwunden. Doch diese Zufriedenheit ist nicht für alle gut, denn die Weltwirtschaft droht zusammen zu brechen. Ein Kampf um eine neue Weltordnung bricht aus. Mitten drin Mariel und Rón die unterschiedlicher nicht sein könnten, die das Schicksal aber trotzdem zusammengeworfen hat. 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Das Buch konnte mich absolut überzeugen! Lohnt sich das Risiko sich einen eventuell tödlichen Virus einzufangen um danach uneingeschränkt glücklich zu sein? Oder birgt dieses Glück gefahren? Ich liebe solche Gedankenexperimente die mich selbst dazu bringen mich zu fragen: Was würde ich tun. 🤔 Und in diesem Buch hat man jede Menge Szenen die solche Fragen aufwerfen. Dazu bleibt das Buch richtig spannend, wenn auch eher auf eine ruhige Art. Neal Shustermans Stil hat mir ja schon in seinen anderen Büchern gefallen und hat auch hier überzeugt. Ich habe das Buch teilweise auf Englisch gehört und mir hat vor allem die Verwendung des Wortes Schadenfreude gut gefallen. 😂 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Definitiv eine Leseempfehlung für alle die auf der Suche nach Büchern sind, die moralische Fragen aufwerfen. 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Richtig toll!
3

Die vollendet Reihe zählt zu meinen absoluten lieblingsbücher und auch andere Bücher von neal shusterman habe ich sehr genossen, demnach war ich sehr gespannt auf das neue Buch von ihm. Ich kann nicht genau sagen woran es lag, aber ich fande es zu lang. Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch, ich stand vor einer leseflaute und ich habe an dem Buch sehr lang gelesen. Ich finde es wirklich schade, denn ich glaube das ich das buch wirklich besser gefunden hätte wenn ich es wann anders gelesen hätte. Trotzdem hatte ich wie bei allen neal shusterman Büchern wieder einiges zum Nachdenken (;

5

Würdest du für immer auf negative Emotionen verzichten wollen?

Ein Virus namens Crown Royale verändert die Welt. Wer es überlebt, ist plötzlich frei von Angst, Wut, Stress – stattdessen ruhig, produktiv, glücklich. Für viele wirkt es wie eine Erlösung. Doch je länger man in diese neue Realität eintaucht, desto beunruhigender wird die Frage: Was bleibt vom Menschsein, wenn wir das Fühlen verlieren? 🤔💭 Wir begleiten drei Jugendliche auf ihrem Weg durch diese Pandemie: Rón 💼, Sohn einer superreichen Familie, infiziert sich früh – doch trotz Glücksgefühl bleibt da eine innere Leere. Als er auf Mariel 🏚️ trifft, verändert sich etwas. Mariel lebt mit ihrer Mutter auf der Straße. Für sie bedeutet das Virus Hoffnung – auf Ruhe, Sicherheit, ein besseres Leben. Sie will sich unbedingt anstecken, fast egal zu welchem Preis. Und dann ist da Morgan 🧠 – hochbegabt, kontrolliert, strategisch. Sie erbt ein Vermögen und setzt alles daran, Crown Royale auszulöschen. Für sie ist das Virus kein Fortschritt, sondern der Anfang vom Ende. Eine Gefahr, die das Menschsein untergräbt. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wer hier eigentlich im Recht ist – und wie ich selbst reagieren würde. Es gibt keine klaren Helden oder Schurken. Nur junge Menschen in einer Welt, die gerade neu definiert, was „gesund“ und „richtig“ bedeutet. ⚖️ Und dann stellt sich die Frage: Würdest du für immer auf negative Emotionen verzichten wollen? Keine Wut. Keine Angst. Kein Schmerz. Klingt das wie die Lösung – oder wie der Verlust deiner Identität? 💔❓ Shusterman zeigt, wie schnell Medien, Macht und Manipulation Gesellschaften polarisieren können. Was mit einem Virus beginnt, wird zu einem globalen Konflikt über Glück, Kontrolle und Wahrheit. 🌍⚡ Und am Ende stehen zwei Lager: Die einen wollen das Virus verbreiten – die anderen es auslöschen. Beide mit ihren Gründen. Beide mit ihrer eigenen Version von „richtig“. Neal Shusterman gelingt mit All Better Now ein hochaktueller, psychologisch dichter Roman. Eine Zukunftsvision, die viel zu nah an der Realität kratzt.

4.5

"All Better Now" hat mich im besten Sinne umgehauen: sowohl die aufgeworfenen philosophischen Fragen als auch die reine Spannung, die sich im Verlauf der Erzählung immer mehr zuspitzt, hatte ich so ehrlich gesagt nicht erwartet. Angesprochen hat mich zunächst die Prämisse: Ein Virus geht um. Wer den Ausbruch der durch das Virus verursachten Erkrankung überlebt, sieht die Welt nicht nur mit anderen Augen, sondern ist zudem glücklich und zufrieden. Das hat Auswirkungen, die die (Wirtschafts-) Welt in ihren Grundfesten erschüttert, denn die "Genesenen" kaufen weniger, bieten unentgeltliche Unterstützung und so weiter. Das mobilisiert Verfechter*innen des Status quo. Sie suchen nach einem Gegenmittel. Mir hat vor allem die Umsetzung gefallen. Es gibt zwar reichlich Plakatives, gleichzeitig lässt Neal Shusterman seinen Leser*innen aber viel Freiraum, sich selbst Gedanken zu machen. Er liefert keine einfachen Antworten. Shusterman ist schlau genug, zwar verschiedene Pole zu liefern - die Genesenen und deren Gegner*innen -, er liefert aber auch allerlei Grautöne. Die Utopie in Form der Genesenen und ihrer Handlungsweisen wird ebenso immer wieder in Frage gestellt wie der Status quo. Dank dieser Grautöne und Infragestellungen sind die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar. Insbesondere Mariel stellt eine Identifikationsfigur dar, die (menschliche) Widersprüchlichkeiten ganz wunderbar in sich vereint. Die daraus resultierenden Entscheidungen und Konsequenzen waren für mich nachvollziehbar. Ebenso ging es mir mit Róns Vater Blas, der zunächst fast alle Klischees eines Milliardärs liefert, sich im Lauf des Romans aber als wesentlich komplexer herausstellt, als ich ihm anfangs zugetraut hatte. Die Extreme sind in Rón (ein Genesener und "der Gute") und Morgan (eine dermaßen fiese Antagonistin, dass es sowohl beängstigend als auch eine Freude ist) eingearbeitet. Und dann gibt's natürlich noch ganz viele weitere Nebenfiguren, die alle dazu beitragen, dass die Welt in "All Better Now" mit all ihren Problemen, Ungewissheiten und Möglichkeiten zum Leben erweckt wird. Ein Teil der Spannung und Faszination resultierte für mich aus der Tatsache, dass der Roman so weit in der Realität verankert ist, dass ich als Leserin mir vorstellen konnte, dass das Erzählte auch real möglich wäre. Und wenn es möglich wäre, wie würde ich reagieren? Zu welchem "Team" würde ich gehören? Team Rón, Team Mariel oder doch eher Team Morgan/Blas? Ich rechne es Neal Shusterman hoch an, dass er all diesen "Teams" nachvollziehbare Motivationen gegönnt hat. Da "All Better Now" der erste Band einer geplanten Dilogie ist, endet der Roman mit einem Cliffhanger, der aber erfreulicherweise weniger fies ausgefallen ist als ich befürchtet hatte. Es half allerdings, dass ich wusste, dass es eine Fortsetzung und somit einen Cliffhanger geben würde. Angesichts dessen, was Shusterman in "All Better Now" abgeliefert hat, bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung "All Over Now".

5

Geniale Pandemiedystopie, die ihr so bestimmt noch nicht gelesen habt....

Also seit der Scythe Reihe habe ich diesen herausragenden Autor schon auf der Agenda und mich begeistern seine Bücher mit jeder Seite. Aber nicht nur dystopische Fantasie, sondern auch recht realitätsnahe Dystopien wie "Dry" lassen es einem kalt den Rücken runter laufen. Mit viel Recherche und einem tollen Schreibstil entdecken wir nun die Seiten von "All better Now", was mir freundlicherweise vom Verlag und Vorablesen zur Verfügung gestellt wurde. Ich freu mich wie verrückt drauf. Mariel Mudroch lebt mit ihrer Mutter in einem Auto und wurschteln sich so durchs Leben. Mit viel Scharfsinn, einem enormen Zahlengedächtnis und etwas Trickserei kommen die beiden mehr schlecht als recht durch. Im Gegenzug dazu lernen wir Rón Escobedo kennen. Er ist der Sohn des drittreichsten Milliardärs und mit seinem Leben überaus unzufrieden. Als Mariel und ihre Mutter bei ihm ein AirBNB buchen lernen sich beide kennen und sind mehr als fasziniert voneinander. Durch einen neuen Virus auf Abstand gebracht und doch skeptisch, lernen wir hier die unterschiedlichen Anschauungen zweier Welten kennen und was die Entscheidungen der Oberen mit Ihnen machen. Denn nach der uns bekannten Corona-Pandemie tritt ein neues Virus auf, eine neue Variante mit den Namen Crown Royal. Doch die Menschen, welche eine Infektion überleben, empfinden keine negativen Gefühle mehr! Sie werden von Mitleid, Empathie und Glück geleitet. Hierbei wenden sie sich insbesondere vom Kapitalismus ab, ihr Charaktere verändert sich und es stellt sich die Frage: ist das wirklich besser? Ist dieser Zustand wirklich erstrebenswert? Ich war nicht nur von der Leseprobe hin und weg, sondern auch von dem Buch. "All better Now" zeigt uns nicht nur wie eine Pandemie die Welt in 2 Fronten teilt, sondern auch sehr anschaulich und weitsichtig, was völlige Glückselig für tödliche Folgen haben kann. Mariel Mudroch, Ron Escobedo und Morgan Willmon stehen dabei im Fokus und sind nicht nur die Brücke der beiden Seiten, sondern auch die entscheidenden Handlungsträger der Geschichte. Nebenbei lesen wir auch noch von anderen Geschehnissen und Auswirkungen der Krankheit und sehen damit was für Folgen so ein glückliches, uneigennütziges Leben für Auswirkungen auf Industrie und Marktwirtschaft hat. Wenn alle ihren Fokus auf das Leben im Hier und Jetzt legen und nicht daran interessiert sind, mit neuen Produkten ihren Alltag zu verschönern, verschiebt sich der Fokus doch recht schnell auf andere Dinge. Das gefällt weder den Weltwirtschaftskräften noch der Produktion und Industrie. Aber auch die Opferbereitschaft der Genesenen wird anhand eines Bootsunglücks schnell deutlich. Die Kapitel sind zwar recht lang, aber durch die wechselnden Perspektiven und Handlungsorte verlieren wir weder die Spannung, noch das Durchhaltevermögen. Ich finde alles sehr gut durchdacht und vor allem erinnert es an die beklemmende Coronazeit und so spielt dieser Thriller auf amüsante Weise mit den damaligen Ängsten und der Hoffnungen. Die aufkeimenden Konflikte „Wir gegen sie“ und die Diskriminierung sind gut dargestellt und man kann sich ganz hervorragend in die Personen hineinversetzten. Ich wüsste nicht welches Lager ich bevorzugen würde, das liegt aber daran, dass ich alle Seiten zu lesen bekomme. Klar gibt es auch hier wieder überzogene Widerspenstigkeit und sture, machthungrige Gegenspieler, die nicht viele Sympathiepunkte sammeln, aber die Vergleiche Reichtum gegen Glück und Macht gegen Zukunft sind schon sehr gut herausgearbeitet. Gerade die Macht derjenigen, die auf die Unzufriedenheit der Menschen angewiesen sind, empfinde ich als einen richtig interessanten Aspekt bei dem Ganzen. Vorerkrankungen wie Diabetes, einer Farbenblindheit der Farbe Blau erscheinen anfänglich willkürlich, geben dem Ganzen aber einen spannenden Effekt und verdeutlichen nochmal gut wie rund und gut durchdacht alles ist. Trotz seiner Länge und gewissen Wiederholungen habe ich mich keine Sekunde gelangweilt und habe es gerne zur Hand genommen. Es ist einfach richtig stark geplottet und eine unfassbar gute Idee. Dazu noch der hervorragende Schreibstil und die für mich perfekt durchdachten Charaktere, runden das Ganze zusätzlich ab und ich hatte eine große Freude beim Lesen. Obwohl ich nach wie vor genervt von dem Thema Corona bin, hat mich das hier in keinster Weise gestört und das heißt schon etwas. Ich kann das Buch einfach jedem empfehlen, obwohl es in die Kategorie der Jugendliteratur geordnet wird, finde ich es ist für alle Altersgruppen etwas. Leider merkt man gegen Ende, das ein zweiter Teil geplant ist und nun muss ich mich gedulden bis 2027 um endlich zu wissen, wie es ausgeht. Aber das Buch steht definitiv schon auf meiner Merkliste und sollte auch zu Eurer gehören.

Geniale Pandemiedystopie, die ihr so bestimmt noch nicht gelesen habt....
3.5

Der utopisches Gedanke, dass ein Virus während einer Pandemie, die Menschen nach der Genesung glücklich zurücklässt und welche Auswirkungen dies auf Gesellschaft und Wirtschaft nimmt, hat mich sehr gereizt. Am Ende steckt die Geschichte aber in einer Schwarz-Weiß-Malerei fest. Die Unterteilung in Glücklich und Nicht-glücklich wird gleich bedeutend zu Gut und Böse. In einer multiperspektivischen Erzählung bleibt zu wenig Zeit die Charaktere auszudifferenzieren und damit bleibt für mich die Glaubwürdigkeit des Handels und die emotionale Bindung an einzelne Protagonisten auf der Strecke. Es entsteht ein spannender Wettlauf gegen die Zeit und um die "Weltherrschaft", die mit einigen Überraschungen aufwartet. Ein Cliffhänger am Ende macht neugierig auf den zweiten Teil der Duologie. Tatsächlich bin ich aber nicht sicher, ob mich die Behandlung des Themas weiter reizt. Insgesamt war es mir zu klein gedacht und zu wenig perspektivisch. Es bleibt eine Idee in Erinnerung, die mehr versprochen hat.

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5

Eine Dystopie mit einmaligem Ansatz

**** Mein Eindruck **** In diesem Buch begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit – und gewinnen durch das dystopische Setting einen völlig neuen Blick auf den Einfluss einer Pandemie. Anfangs dachte ich noch: Oh nein, nicht schon wieder dieses Thema! Doch schnell wurde klar: Hier ist alles anders. Die Geschichte ist realistisch, stellenweise philosophisch und vermittelt eine tiefere Botschaft, eingebettet in eine vielschichtige, sorgfältig konstruierte Welt. Die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, und es ist unglaublich spannend, mit ihnen zu bangen und zu hoffen. Themen wie Ansteckung, Immunität und das damit verbundene Gefühl von Freiheit oder Unfreiheit stehen erneut im Mittelpunkt – jedoch aus einer reflektierten, klugen Perspektive. Man darf beobachten, lernen, mitfühlen. Individualität, Chancen und innere Stärke werden hier auf komplexe Weise erfahrbar gemacht. Das Buch ist voller feiner Details und regt zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist großartig: flüssig, klar, mit dem richtigen Maß an Tiefe und Anspruch. Ich bin vollkommen in dieser Welt versunken – und begeistert wieder aufgetaucht. **** Empfehlung **** Für alle, die Dystopien mit Tiefgang, emotionaler Resonanz und kluger Gesellschaftskritik lieben. Dieses Buch ist nicht nur spannend, sondern auch bedeutungsvoll – und hat das Potenzial, ein echtes Highlight zu sein.

4

“All better now“ schockiert nicht so, wie die Zukunftsvisionen in „Vollendet“ und „Scythe“, fühlt sich dafür extrem realistisch an!

Ich habe den Autor Neal Shusterman mit der „Vollendet“- Reihe für mich entdeckt, „Scythe“ ist eine meiner Lieblingsdystopien und auch die Bücher, die er gemeinsam mit seinem Sohn Jarrod Shusterman veröffentlicht hat, habe ich geliebt. Deshalb war ich supergespannt auf „All better now“, das mit dem Slogan „dystopisch und utopisch zugleich“ angekündigt wurde. Worum gehts? Mariel kommt aus einfachen Verhältnissen. Um ehrlich zu sein, lebt sie mit ihrer Mutter, die unter Long-COVID leidet, in einem Auto. Sie hätte nichts dagegen sich mit dem neuen Virus „Crown Royale“ anzustecken, das die Genesenen zu rundum zufriedenen und glücklichen Menschen macht. Rón ist Sohn des drittreichsten Mannes der Welt und im Grunde hat er alles, was er zum Leben braucht, trotzdem leidet er unter Depressionen. Allerdings ist für ihn die Ansteckung mit einem hohen Preis verbunden, da er zu einer Risikogruppe für erhöhte Sterblichkeit gehört. Die Wege der beiden kreuzen sich und plötzlich befinden sie sich zwischen denjenigen, die am liebsten die ganze Menschheit infizieren möchten und denen, die versuchen das neue Virus auszurotten … Shusterman ist bekannt für seine düsteren Zukunftsvisionen, die meist eine große Portion Gesellschaftskritik enthalten und er scheut sich auch nicht davor, komplexe, moralische Fragen aufzuwerfen, die seine jugendlichen Protagonisten vor schwierige Aufgaben stellt. Auch bei „All better now“ weicht er davon nicht ab. Neben zahlreichen Erinnerungen an die Corona Pandemie, beleuchtet er den Einfluss von Desinformation und Verschwörungstheorien. Außerdem wirft er viele ethische Fragen auf. Wieviel Prozent Sterblichkeit kann man in Kauf nehmen, wenn die Menschheit dafür immer glücklich ist? Ist es für die Menschen wirklich besser, wenn sie das Leben eines Mitmenschen über ihr eigenes stellen? Und wäre eine Welt voller Crown Royale Genesenen wirklich eine bessere? Und vor allem, wer darf das entscheiden? Mit dem Weiterführen der gerade durchlebten Corona Pandemie in eine fiktive nächste Pandemie ist die Geschichte diesmal gefühlt sehr nah an der Realität. Ich muss sagen, Vollendet und Scythe waren für mich von der Grundidee schockierender und haben mich auch mehr gefesselt. Trotzdem fand ich „All better now“ lesenswert, weil es erneut zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und unsere Werte anregt. Emotional haben mich die Charaktere nicht ganz so stark mitgerissen, was an der Erzählperspektive liegen mag. Wie auch in seinen anderen Romanen erscheinen eine Reihe Figuren, deren Geschichten nach und nach gekonnt verknüpft werden. Das Lesen hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn der Mittelteil sich etwas zog, dafür war der Showdown furios. Nach dem Cliffhanger bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe.

“All better now“ schockiert nicht so, wie die Zukunftsvisionen in „Vollendet“ und „Scythe“, fühlt sich dafür extrem realistisch an!
4

Eine gelungene Jugenddystopie In “All Better Now” erwartet uns eine Welt, die von einem neuen Virus heimgesucht wird. Was das Virus — Crown Royal genannt — besonders macht, ist, dass genesene Menschen glücklich sind. Sie kehren ihrem alten Leben den Rücken zu und sehen die Freude in den kleinsten Dingen des Lebens. Die verschiedenen Charaktere betrachten Crown Royal aus unterschiedlichen Winkeln. Tiburón Escobedo, der Sohn des 3. reichsten Menschen der Welt, und Mariel Murdoch, Tochter ihrer mittellosen Mutter, möchten sich beide mit dem Virus anstecken. Dahingegen möchte Morgan Willmon-Wu mit allen Mitteln verhindern, dass sie das Virus jemals bekommt. Generell sieht sie es als Bedrohung für die Menschheit an und möchte es dementsprechend am liebsten auslöschen. Außerdem verfolgen Glynis Havilland und Blas Escobedo ihre eigenen Interessen, die sich immer wieder mit denen von Tiberón, Mariel und Morgan kreuzen.

Die Umsetzung der Dystopie finde ich weitestgehend gelungen. Es ist nicht schwer für mich gewesen, den Überblick zu behalten. Anfangs werden die Personen kapitelweise eingeführt und zudem blieben die Handlungen der Personen auch lange Zeit durch die Kapitel getrennt. Dies sorgte für mich, dass ich immer gut im Kopf hatte, was die Person gerade macht. Der Schreibstil hat sicherlich auch geholfen. Diesen empfinde ich als sehr gut lesbar, wodurch man schnell im Buch vorankommt. Natürlich ist das Buch mit den circa 570 Seiten nicht gerade kurz gehalten. Und obwohl ich mir ein, zwei Mal gedacht habe, dass bestimmte Situationen nicht unbedingt inkludiert sein müssten bzw. in gewisser Weiße wiederholt wurden, fand ich es persönlich an keiner Stelle extrem langatmig. Dabei haben die verschiedenen Perspektiven sicherlich geholfen. Die Personenkonstellation war vielseitig und unterhaltsam. Es wurden sowohl Genesene, Personen, die das Virus bekommen möchten, als auch absolute Verachter des Virus dargestellt, wodurch eine bessere Sicht für die Welt von “All Better Now” geschaffen wurde. An sich wurde mir keine Person richtig sympathisch, was ich aber für die Geschichte als nicht störend empfand. Das Ende ist aus meiner Sicht zwar etwas zu vorhersehbar und einfach gehalten, trotzdem ist es nicht unbedingt schlecht und ein souveräner Abschluss. Das ein, zwei Handlungsstränge offen bleiben finde ich, die eigentlich kein Fan von offenen Enden ist, in dem Fall gut. Noch erwähnen möchte ich, dass dieses Buch ein Jugendroman ist, was auch deutlich wird. Das heißt nicht, dass ich nicht gut unterhalten wurde. Trotzdem sind diejenigen hier falsch, die Schilderungen von extremen Ausnahmezuständen erwarten oder auf einen einzigartigen Plot hoffen. Fazit: Zusammenfassend finde ich “All better now” eine durchaus gelungene Dystopie für Jugendliche. Das Szenario ist interessant gewählt und der Weltaufbau ist durch viele verschiedene Perspektiven gelungen. Trotzdem behält man leicht den Überblick, auch dank des gut zu verstehenden Schreibstils. Obwohl das Buch an gewissen Stellen etwas zu ausführlich ist und auch das Ende vorher gesehen werden kann, ist es insgesamt ein unterhaltsames Buch, was ich weiterempfehlen kann.

Eine gelungene Jugenddystopie 

In “All Better Now” erwartet uns eine Welt, die von einem neuen Virus heimgesucht wird. Was das Virus — Crown Royal genannt — besonders macht, ist, dass genesene Menschen glücklich sind. Sie kehren ihrem alten Leben den Rücken zu und sehen die Freude in den kleinsten Dingen des Lebens. 
Die verschiedenen Charaktere betrachten Crown Royal aus unterschiedlichen Winkeln. Tiburón Escobedo, der Sohn des 3. reichsten Menschen der Welt, und Mariel Murdoch, Tochter ihrer mittellosen Mutter, möchten sich beide mit dem Virus anstecken. Dahingegen möchte Morgan Willmon-Wu mit allen Mitteln verhindern, dass sie das Virus jemals bekommt. Generell sieht sie es als Bedrohung für die Menschheit an und möchte es dementsprechend am liebsten auslöschen. Außerdem verfolgen Glynis Havilland und Blas Escobedo ihre eigenen Interessen, die sich immer wieder mit denen von Tiberón, Mariel und Morgan kreuzen.
5

Wenn ein Virus bessere Laune macht als Kaffee – Shustermans genialer Dystopie-Trip

Kaum schlägt man die erste Seite auf, hat einen dieses Buch schon am Kragen und schüttelt einen wach – und zwar mit einem Lächeln im Gesicht. All Better Now von Neal Shusterman (großartige Übersetzung von Andreas Helweg!) ist keine klassische Dystopie, sondern eher eine freche Mischung aus Weltuntergang und Glückspille. Die Idee: Ein Virus, das alle plötzlich happy macht. Klingt wie ein Scherz? Denkste. Plötzlich ist schlechte Laune out, die Leute grinsen, als hätten sie im Lotto gewonnen, und ich saß da und dachte mir: "Wo kann ich mich anstecken?" Doch natürlich lässt der Kapitalismus grüßen – Glückliche kaufen halt keine unnötigen Sachen mehr. Also braucht’s dringend ein Gegenmittel. Irre, oder? Die beiden Hauptfiguren, Mariel im klapprigen Ford Fiesta und Ron, der reiche Schnösel mit null Bock auf alles, sind wie Cola und Mentos – man weiß, das wird knallen. Und das tut es auch. Die Dialoge sprühen vor Witz, der Plot schraubt sich rasant hoch, und man ertappt sich ständig beim Grinsen, auch wenn die Story immer wieder den Finger in gesellschaftliche Wunden legt. Was Shusterman hier serviert, ist keine leichte Kost, verpackt es aber in so viel Charme, dass man beim Lesen gar nicht merkt, wie sehr einem das Ganze unter die Haut geht. Wer dachte, Glück sei einfach nur ein Gefühl, wird hier eines Besseren belehrt. Es geht um Macht, um Kontrolle, um die simple Frage: Wer profitiert davon, wenn wir unglücklich sind? Jede Seite fühlt sich an wie eine Einladung, das eigene Denken mal ordentlich durchzuspülen. Ganz ehrlich: Wer All Better Now liest, wird danach nie wieder an einem Montagmorgen einfach nur grummelig aus dem Bett steigen. Dieses Buch ist ein bittersüßer Schlag ins Gesicht – und genau deswegen ein absoluter Volltreffer.

Wenn ein Virus bessere Laune macht als Kaffee – Shustermans genialer Dystopie-Trip
3

Ich bin ja ein großer Fan des Autors und habe sowohl die Skythe - Bände, wie auch Dry regelrecht verschlungen. Auf das neue Buch "All Better Now", das eine Viruspandemie zum Thema hat, habe ich mich daher sehr gefreut und mir das Hörbuch gekauft. Die Leistung des Sprechers ist super, denn er schafft es, allen Charakteren die größtmögliche Tiefe zu verleihen und haucht der Geschichte Leben ein. Nicht zuletzt wegen der großartigen Sprecherleistung habe ich die doch zahlreichen Längen im Buch gut aushalten können. Die Handlung ist nach der Corona-Pandemie angesiedelt - ein neuer Virusstamm, der ebenfalls über die Luft verbreitet wird, breitet sich über die Welt aus. Über die Herkunft wird im Buch nicht spekuliert, was ich sehr schade gefunden habe. Als Naturwissenschaftlerin interessiert mich das schon. Mariel lebt mit ihrer Mutter am Rande der Gesellschaft - meist im Auto, in den USA. Ron ist der reiche Sohn des Vermieters, der Mariel und ihre Mutter bei der Übernachtung in seiner Immobilie kennenlernt. Neben der "Liebesgeschichte" der beiden Charaktere, die für mich leider nicht besonders glaubwürdig ist, da sie sehr an der Oberfläche kratzt und emotinal wenig in die Tiefe geht, werden noch wirtschaftliche und ethische Themen abgehandelt. Einer jugen hochbegabten Sprachwissenschaftlerin wird ein Imperium anvertraut - mit dem Ziel, Crown Royal zu stoppen. Die genesene ursprügliche Inhaberin wird zur scharfen Konkurrenz. Die wissenschaftliche Forschung kann ich mir in dieser Form leider schon vorstellen, wobei mich eben die mangelnde Suche nach der Herkunft bei einer Suche nach einem schnellen Gegenmittel oder Impfstoff sehr verwundert hat. Viele ethische Themen werden im Buch aufgegriffen, auch, wie weit Selbstlosigkeit einer Gesellschaft nutzt und wann diese selbst zum Problem wird. Die technischen Spielereien, unter anderem der neuen Maskengeneration, haben für mich einen interessanen Aspekt bei der Lektüre dargestellt. Dass die Charaktere alle sehr flach bleiben ist deren Vielzahl geschuldet, was ich sehr schade gefunden habe. Der Fokus auf weniger wirklich gut ausgearbeitete Figuren würde mir besser gefallen. Für das Ende des Buches ziehe ich den zweiten Stern ab - das war, meiner Meinung nach, zu viel des Guten. Mir wäre ein klareres Ende sehr recht gewesen. Fazit: Wer bereits andere Bücher des Autors gelesen hat, erwartet vielleicht, wie ich, etwas zu viel von dem Buch. Ansonsten ein gut konstruierter Medical Thriller.

3

Interessantes Gedankenspiel aber schleppte sich

Prinzipiell finde ich die Idee der Geschichte sehr interessant. Ich habe viel drüber nachgedacht. Würde ich mich anstecken wollen? Wie würde die Welt in einer Zukunft mit glücklichen Genesenen aussehen? Jedoch hat sich das Buch im letzten Drittel für mich sehr gezogen. Leider bin ich etwas enttäuscht, da man meiner Meinung nach mehr aus der Geschichte hätte machen können. Auch das Ende überzeugte mich nicht. Ein Gefühl von „All better now“ kann ich noch nicht wahrnehmen. Allerdings habe ich nun erfahren, dass wohl ein 2. Band geplant ist. Ich hoffe, dass dieser dann zu einem würdigen Ende führt und die noch offenen Fragen geklärt werden.

4

Es hat super angefangen und mich komplett in den Bann gezogen. Das Cover erzeugt einen kindlicheren Eindruck als es dann letztendlich war. Es hatte zwischendurch ganz kleine Längen und hätte als Standalone gut funktioniert

3.5

Es hat gedauert bis es spannend wurde

Ehrlich gesagt fand ich, dass die erste Hälfte sich ganz schön gezogen hat. Wobei mich da aber auch noch sehr gestört hat, dass sich das alles so ein bisschen wie an den Haaren herbeigezogen oder konstruiert gefühlt hat mit diesen Virus von dem man glücklicher wird. In der zweiten Hälfte wurd’s dann aber so spannend, dass ich meine Skepsis eigentlich fast vergessen hab. Und jetzt bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band. Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Charaktere. Ich fand die etwas flach. Gerade beim Morgan hab ich nicht mehr so wirklich verstanden was ihre Motivation ist dadurch das Gefühl der Autor braucht einfach irgendwie im Gegenspieler im Alter der Protagonisten

4.5

Irgendwie ein Highlight!💙 Hi Leute. Gerade weiß ich gar nicht was ich schreiben soll,denn ich habe ALL BETTER NOW von Neal Shusterman beendet... Ich muss sagen, das Buch war gut. Ich kann es euch empfehlen, aber meine Gefühle beim lesen haben echt geschwankt. Es ist ja ein so Interessantes Thema. Mal im ersten. Es geht um eine neue Art Corona Virus, und wer sich ansteckt wird immer glücklich sein? Das macht schon irgendwie neugierig oder? Der Autor hat da wirklich etwas richtig faszinierendes erschaffen,und ich glaube diese Geschichte bleibt mir auch noch länger im Kopf... Der Schreibstil ist übrigens auch toll & man kommt super schnell voran. Die Charaktere sind gut durchdacht & kommen sehr lebendig rüber. Auf die Bösewichte war ich sogar ziemlich sauer. 😉 Ich hab's irgendwie gerne gelesen,aber das war nicht die ganze Zeit so. Zunächst waren es mir vielleicht etwas zu viele Figuren, und auch Perspektiven gibt es im Buch wirklich jede Menge. Das kann leicht verwirren, aber wenn man erstmal alles verstanden hat , dann macht es schon spaß.💯 Die zweite Hälfte hat mir dann noch mal viel besser gefallen,und ich war echt im Folw. So mega spannend,und obwohl ich nicht alles perfekt fande ,ist es doch irgendwie ein Highlight. 😍 Es war auch mega Interessant,denn das was Neal Shusterman sich da ausgedacht hat ist echt ein Meisterwerk. Ich kann die Geschichte gar nicht so gut zusammenfassen, denn irgendwie ist sie auch sehr Komplex. Am besten ihr lest es einfach selbst. Es geht um das Virus .wie es ist wenn man sich ansteckt. Es geht um böse Machenschaften,und um einen Impfstoff der alles besser machen soll. Es geht um Macht , Geld , und Politik. Leute das meiste war echt soo gut. Was für ein Genre ist dieses Buch eigentlich? Manchmal kam es mir vor wie ein Krimi. Manchmal war es aber auch eine Dystopie , und dann wieder ein richtig guter Thriller. Also was da alles so passiert ist... Der Wahnsinn! Leute echt. Dieses Buch hat mich fertig gemacht.. Schade das es bis zum zweiten Band noch so lange dauert, aber ich werde ihn definitiv lesen.😍 Ja, ich hatte ein paar Kleinigkeiten die ich nicht so gut fande. aber mal davon abgesehen wirklich ein geniales Buch.😉

4

Ganz nach Neal Shusterman-Art stellt man sich nach diesem Buch wieder hunderte Fragen und regt mich nachdenken an. Ist eine Krankheit die negative Gefühle auslöscht Positiv oder Negativ?

Ich hatte meine Startschwierigkeiten mit dem Buch und musste mich zwischendurch etwas zum weiterlesen drängen. Nach der Hälfte kam die Geschichte so richtig in Fahrt und ich konnte fast nicht mehr aufhören. Die Charaktere sind wieder einmal vielfältig, interessant und geben der Leserschaft selbst richtige Interessenkonflikte. Mit jeder wechselnden POV verändert sich die eigene Ansicht ob die Krankheit "Crown Royal" ein Segen oder doch eher ein Fluch für die Gesellschaft ist. Das hat Shusterman wieder wunderbar inszeniert und darin ist er auch einfach ein Meister. ;) Selbst Charaktere die ich Anfangs nicht besonders mochte, entpuppten sich zu äußerst vielschichtigen Charakteren! In seinen Büchern sind selbst die "Bösewichte" faszinierend geschrieben.

Ganz nach Neal Shusterman-Art stellt man sich nach diesem Buch wieder hunderte Fragen und regt mich nachdenken an. Ist eine Krankheit die negative Gefühle auslöscht Positiv oder Negativ?
5

Erschreckend real

Mit „All Better Now” liefert Neal Shusterman einen packenden Near Future Fiction-Thriller. Eigentlich vermeide ich Bücher, in denen es um eine Pandemie geht – und hier spielen sogar die Covid-Zeiten eine große Rolle. Gerade deswegen war es erschreckend realitätsnah und zugleich dystopisch. Ein neuartiges Virus befreit die Menschheit von negativen Gefühlen. Was gut für die Menschen zu sein scheint, missfällt der Politik und Wirtschaft. Und so kommt es zu gesellschaftlichen und politischen Konflikten, in denen die beiden jungen Protagonisten Mariel und Ron jeweils eine bedeutende Rolle einnehmen. Neal Shustermann sorgt dafür, dass man beim Lesen eine angenehme Balance zwischen Leichtigkeit, Emotionalität, Sarkasmus und Tiefgang geboten bekommt. Sein Schreibstil ist leicht verständlich und eher jugendlich, was das Lesen sehr unterhaltsam macht. Zunächst scheinen die verschiedenen Personen und Perspektiven überwältigend zu werden, doch man merkt recht schnell, dass alles zusammenhängt. Und je mehr man in das Konstrukt eintaucht, umso faszinierender werden die Charaktere und deren Handlungen. Jeder hat seine eigenen Motive und ist der Meinung, das Richtige zu tun – und genau das wirft jede Menge philosophische und moralische Fragen auf. Ich habe mich häufig gefragt, wer eigentlich im Recht und Unrecht ist und wie ich selbst reagieren würde. Und permanent steht die Frage im Raum: Würdest du für immer auf negative Emotionen verzichten wollen? Kein negativer Stress, keine Missgunst, keine Wut, nicht einmal mit einem Funken Angst oder Unruhe müssten wir uns rumschlagen. Klingt das zu gut, um wahr zu sein oder ist es die Lösung all unserer Probleme? Als wenn das moralische und gesundheitliche Dilemma nicht schon dramatisch genug wäre, hebt Shusterman zudem die Bedeutung der Medien und die Gefahr der Desinformation hervor. Man kann nachvollziehen, wie schnell und wieso sich aufgrund dieser Mächte die Gesellschaft spaltet und was die traurigen Konsequenzen sind. „All Better Now” ist für mich ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde. Und da das Ende sich mit Plottwists überschlagen hat, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung.

4

Zwischen Utopie und Dystopie

📚 𝓑𝓾𝓬𝓱𝓻𝓮𝔃𝓮𝓷𝓼𝓲𝓸𝓷 ✨️ All Better Now - Neal Shusterman [Als Hörbuch gehört, selbst erwirtschaftet] 🏥 Virus, der die Welt verändert 😊😖 Glück vs. Unglück 🔎 Fragen zum Nachdenken ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein Virus, das die Welt verändert. Da kommen Corona Erinnerungen hoch. Doch bei diesem führt die Genesung zu der starken Drosselung von negativen Emotionen. Eine Thematik, die gleichzeitig dystopische und utopische Züge vereint. Unweigerlich stellte ich mir selbst die Frage, wie würde eine Welt aussehen, in denen die potenzierte und maximiert Zufriedenheit und Glück uns antreibt. Das eine Abkehr von negativen Gefühlen nicht automatisch zu einem guten Ausgang des eigenen Lebens führen, bekommen wir, eingewebt in die Story, dargestellt. Die verschiedenen Player, sowohl Verfechter als Bekämpfer des Virus treiben die Erzählstränge an, die sich schließlich miteinander verweben. Dadurch präsentiert der Autor uns nicht eine vorgefertigte Meinung, sondern lässt viel Raum für eigene Überlegungen und Gedanken. (Auch wenn das Ende doch weniger offen hätte sein können). An manchen Stellen hätte ich mir mehr Fokussierung auf ein angeschnittes Theme gewünscht und ja, die Charaktere (auch vor der Infizierung) darf man nicht zu weit hinterfragen wie realistisch diese sind (aber Bücher leben davon nun mal) Insgesamt eine Empfehlung, die zwei scheinbare Widersprüche (Utopisch/Dystopisch und Abwegig/Realistisch) vereint und die durch Spannung und Fragen an die Leser*innen überzeugen kann.

4

Sehr gelungene Dystopie

Es war mein erster Shusterman und sicherlich nicht mein letzter. Mir gefiel der Klappentext, da ich sofort den Egoismus der Corona Pandemie wieder im Kopf hatte. Die Vorstellung, dass es auch anders geht fand ich spannend. Wir tauchen in eine Welt ein, die von der Pandemie "Crown Royal" heimgesucht wird. Menschen, die genesen sind werden von Gefühlen der Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft "heimgesucht". Warum also sollte man eine solchen Virus nicht verbreiten, damit alle dieses Gefühl der Gelassenheit fühlen dürfen... Die Handlungen ließen sich gut verfolgen, es kam Spannung auf. In der Mitte wurde es kurzzeitig etwas zäh, aber noch im Rahmen Ich mag die verschiedenen Perspektiven und fand die Storys mega spannend. An einigen Stellen war es etwas langatmig und es gibt einige Wiederholungen. Doch alles in allem finde ich dieses Buch absolut gelungen! Als jemand, der während der Corona Pandemie an vorderster Front mit gearbeitet hat würde ich mir einen solchen Genesungsverlauf für die nächste Pandemie tatsächlich wünschen. [ Unbezahlte Werbung, Reziexemplar]

3

Schade

Ich muss sagen, dass ich mir mehr von diesem Buch erhofft hatte. Viele Dinge haben sich zu sehr in die Länge gezogen und das Ende hat mir auch nicht so gut gefallen 😬

2

Spannende Idee aber für mich zu düster

Die Grundidee klingt erstmal richtig spannend: Ein Virus breitet sich aus und alle, die überleben, sind plötzlich glücklich. Das wirft viele interessante Fragen auf, gerade in Bezug auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Für mich war das Buch aber leider schwer zu lesen. Die ersten 20–30 % sind sehr düster und durch die starke Nähe zu Corona hat sich das Lesen für mich einfach nicht gut angefühlt – dafür liegt diese Zeit noch zu nah. Zusätzlich wird sehr oft zwischen verschiedenen Figuren und Handlungssträngen hin- und hergesprungen, sodass man ständig konzentriert bleiben muss, um den Überblick nicht zu verlieren. Insgesamt eine starke Idee, die mich persönlich durch Atmosphäre und Erzählweise aber leider nicht abholen konnte.

4

Erschreckend, faszinierend möglich Spannend und beeindruckend nah an der Wirklichkeit?

5

Klare Leseempfehlung von mir, der Autor schreibt klasse

Nach Corona breitet sich ein weiteres Virus rasant und weltweit aus - das Royal Crown Virus. Wer sich infiziert, stirbt oder überlebt, wobei die Genesenen ein Leben in voller Zufriedenheit leben, da alle negativen Gefühle verschwinden. Letzteres bringt jedoch auch schwerwiegende Nachteile mit sich, wodurch sich 2 Lager bilden - die Seite, die sich infizieren will, mit der Hoffnung, zu überleben und in Glückseligkeit zu leben und die Seite, die das Virus bekämpfen will - mit allen Mitteln. Neal Schusterman hält uns nochmal deutlich die Auswirkungen von Corona vor Augen - Einschränkungen, gespaltene Gesellschaft, Diskriminierung und Verlust. Im Mittelpunkt stehen unter anderen Ron und Mariel - 2 Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können und somit für ordentlich Spannung aber auch Schmunzler sorgen. Der Schreibstil ist flüssig, eher jugendlich und vor allem fesselnd. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wodurch man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen kann. Ein Gedankenexperiment, wo ich mich selbst fragte, auf welcher Seite ich stehen würde, da beide Seiten moralisch verwerfliche Schatten aufwerfen, aber auch gute Argumente hervorbringen. Beim Lesen werden immer wieder Situationen hervorgerufen, wo man als Leser nachdenklich wird und feststellt, es ist nicht einfach, sich für eine Seite zu entscheiden, denn reine Sympathie für einen Protagonisten bringt einen hier nicht weiter. Ich liebe Bücher, die so mit meinen Gedanken spielen und Szenarien vor Augen führen, die durchaus so ablaufen könnten. Besonders hat mich das Ende positiv überrascht, denn es deutet einen zweiten Band an, wo ich mich sehr drauf freue. 🥰

4

Als Mariel von der neuen Pandemie erfährt, hofft sie insgeheim, dass sie sich ansteckt. Denn offenbar ist dieser Virus anders. Wer überlebt, ist ... glücklich. Und nichts wünscht sich Mariel mehr, als ihre Sorgen vergessen zu können. Auch Rón hätte nichts dagegen sich anzustecken, denn er sieht oft keinen Sinn im Leben. Die Genesenen aber scheinen das Geheimnis des Glücks erkannt zu haben, und es hat nichts zu tun mit Geld oder Besitz. Die Mächtigen und Reichen der Welt wollen die Ausbreitung des Virus deshalb um jeden Preis verhindern und verbünden sich, um ein Gegenmittel zu erschaffen. Die ganze Grundidee von All Better Now hat mich sofort angesprochen und ist für mich auch weiterhin der größte Pluspunkt. Es bringt einem zum Nachdenken: würde ich mich selbst anstecken wollen? Wäre ich wirklich noch ich selbst, wenn meine Persönlichkeit nach Genesung verändert wäre? Wäre es das wert? Was ist, wenn andere Leute versuchen mir diese Entscheidung abzunehmen? Wie all diese Fragen thematisiert werden, war ungemein interessant, wobei mit jedem Kapitel neu zu bedenkende Aspekte hinzukommen und man Verständnis für beide Seiten entwickelt aber auch auf beiden Seiten Grenzen überschritten werden. Dadurch kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass ich eigentlich keine der beiden Seiten gewinnen sehen wollte aber trotzdem unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Motivationen der Charaktere waren sehr überzeugend ausgearbeitet, trotzdem schafft es wohl niemand in meine Favoritenliste. Außer Mariel und Rón gibt es noch einige weitere POVs, die allesamt ihren Zweck erfüllen, mich aber nicht umgehauen haben. Not great, not terrible. Mariel, Rón und Morgan waren für meinen Geschmack auch einfach etwas zu jung mit 17-19 Jahren. Aber das ist wohl Geschmackssache. Ein paar Abzüge gibt es noch dafür, dass ein bisschen zu viel auf Zufällen basierte und sich ein paar Logikfehler eingeschlichen haben. Ich weiß nicht, ob All Better Now als Einzelband geplant war, man könnte es evtl mit einem etwas offenen Ende so stehen lassen, aber ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung und würde diese sofort lesen.

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