Die Spur der Vertrauten

Die Spur der Vertrauten

Hardback
3.8100

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Description

Der neue Roman von Bestsellerautorin Christelle Dabos («Die Spiegelreisende») über Individualität und erste Liebe in einem dystopischen Setting, das kein «Ich» erlaubt.

Claire und Goliath leben in einer Welt, in der das «Wir» über allem steht. In der jeder Mensch den Instinkt besitzt, dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht. Doch was passiert, wenn sie doch an die Oberfläche kommt?

Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. Claire weiß, was sie riskiert, wenn sie von diesem Weg abkommt. Doch dann verschwindet ein Schüler und niemand außer Claire scheint es zu bemerken. Wie soll man im Schatten bleiben, während man ermittelt?
Claire und Goliath tun sich zusammen, um den Vermisstenfällen in ihrem Sektor auf den Grund zu gehen. Doch der Fall ist viel größer, als sie sich beide vorstellen können. Und dann beschäftigt Claire noch ein ganz anderes Geheimnis - eines, das sie in Lebensgefahr bringen könnte ...

Brillant und vielschichtig geschrieben: Spannung bis zur letzten Seite
Eine bewegende Dystopie und ein wahrer Pageturner für Leser*innen ab 14 Jahren! Für Fans von «Die Tribute von Panem» und «1984»

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Utopias & Dystopias
Format
Hardback
Pages
640
Price
23.60 €

Author Description

Christelle Dabos, geboren 1980 an der Côte d'Azur, wuchs in einem Zuhause mit viel klassischer Musik auf und lebt heute in Belgien. Von ihrer Debütreihe «Die Spiegelreisende» wurden in Frankreich mehr als eine Million Exemplare verkauft und sie wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
15%
48%
22%
N/A
77%
41%
46%
74%
48%
48%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
91%
84%
78%
69%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex50%
Moderate50%
Bildhaft (50%)Poetisch (50%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

34
All
4.5

Tolle Dystopie 👁

Wieder ein tolles Buch von der Autorin der Spiegelreisenden Saga!! 🌸 Das Konzept um das 'Wir' mit den Instinkten ist toll aufgebaut. Es lässt einen mal wieder über die Gesellschaft und seine Verstrickungen und Machtgehabe grübeln und begleitet uns aber gleichzeitig durch die Geschichte zweier Personen die in dem System gefangen sind. Eine große Empfehlung 👐🏻

4

Da ich ein großer Fan der Spiegelreisenden Reihe dieser Autorin bin, musste ich dieses Buch auch unbedingt lesen. Christelle Dabos hat einen ganz eigenen Schreibstil und sich die Geschichte ist wie keine andere. Es geht darum, dass jeder Mensch einen Instinkt hat, manche haben einen Reperatur Instinkt, sie müssen alles was defekt ist, in einem gewissen Umkreis, reparieren. So gibt es ganz verschiedene Instinkte gegen die man sich nicht wehren kann. Die Idee ist originell. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet.

5

lies das, wenn du:

- Geheimnisse aufdecken willst - es dystopisch magst - Freunde wichtiger sind als alles andere images: pinterest / credits to original artists insta: baluciaga.png

lies das, wenn du:
4.5

Sprachlich/Stilistisch nicht immer leicht zu begleiten aber insgesamt eine klug verfasste Dystopie, an deren Ende nicht die Erlösung, sondern die Hoffnung steht.

4

Tolle Dystopie mit starken und liebenswerten Charakteren. Spannend, interessant und trotz der über 600 Seiten zu keinster Zeir langweilig. Sehr zu empfehlen. Mir persönlich hat aber "Die Spiegelreisende"-Reihe noch einen kleinen Ticken besser gefallen.....

Tolle Dystopie mit starken und liebenswerten Charakteren.  Spannend, interessant und trotz der über 600 Seiten zu keinster Zeir langweilig. Sehr zu empfehlen. Mir persönlich hat aber "Die Spiegelreisende"-Reihe noch einen kleinen Ticken besser gefallen.....
4.5

Schon wie bei der „Die Spiegelreisende“ Triologie eine tolle und total neue Fantasie-Welt

Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Es ist wieder eine total neue Fantasie-Welt, die ich noch nie irgendwo anders in dieser Art gelesen habe. Am Anfang war ich etwas verwirrt, weil man ohne Erklärung einfach so in diese neue Welt und Situation hineingeworfen wird. Ich brauchte so ungefähr das erste Viertel des Buches um dahinter zu steigen, um was es wirklich geht. Aber danach wollte ich nur noch weiterlesen und wissen wie es ausgeht. Die Charaktere sind gut beschrieben und sie sind sehr authentisch und gut beschrieben. Ich werde definitiv auch noch die nächsten Bücher von Christelle Dabos lesen.

5

Eine neue philosophische Fantasy von Christelle Dabos💫

4.5

"Ich bin gänzlich ich und durch und durch du."

"Die Spur der Vertrauten" ist mein erstes Buch von Christelle Dabos, mich hatte vor allem der Klappentext neugierig gemacht. Was mich erwarten würde, konnte ich mir trotzdem nicht vorstellen. Bekommen habe ich eine komplexe Story mit einer ganz eigenen Atmosphäre, tollen Charakteren und Wendungen und viel Inhalt zwischen den Zeilen. Der Einstieg war erstmal gar nicht so einfach. Der Leser wird mitten in die Story geworfen, Erklärungen folgen nach und nach. Das Buch besteht aus zwei Teilen, die auch eigenständige Bände hätten sein können (zum Glück waren sie es nicht) und spätestens nach Teil 1 hatte ich einen guten Überblick und mich reingefunden. Von Dystopien bin ich meist eine sehr beklemmende und düsteren Atmosphäre gewohnt, das war hier nicht unbedingt so. Es lag Spannung in der Luft, machte neugierig, aber wirkte die meiste Zeit wenig bedrohlich. Eine angenehme Abwechslung. Die Charaktere sind gut gezeichnet und greifbar beschrieben. Wir haben keine klassischen Helden oder Bösewichte, die Figuren sind genauso komplex wie die Story und passen daher sehr gut. Ich habe lange überlegt, ob das Buch wirklich als Jugendbuch geeignet ist und bin zu dem Schluss gekommen, dass wir jüngere Menschen oft unterschätzen. Ja, es ist ein Jugendbuch. Komplex, tiefgründig, bewegend und keine Kost für zwischendurch. Aber es werden viele wichtige Themen aufgegriffen, die keine Altersbeschränkung haben: Individuum oder Gemeinschaft? Persönliche Entscheidungen gegen biologische Anlage? Was zeichnet das Menschsein ohne das "Ich" aus? Klare Leseempfehlung für alle Altersgruppen.

"Ich bin gänzlich ich und durch und durch du."
5

Eine Dystopie, verworren in einer metaphorischen Darstellung des philosophischen Diskurses zur Existenz des Selbst (Ich) und/oder der Gesellschaft (wir).

Stärke: Charaktere mit pregnanten Eigenschaften (Ecken und Kanten) und das World building 😍 Schwäche: Hätte in zwei Büchern und mit etwas mehr Seiten noch besser sein können. Einige Sequenzen sind zu kurz, um sie ganz zu greifen. Im Vergleich zu "Die Spiegelreisende" ein etwas schwächeres Werk (von Christelle Dabos). Jedoch, im Vergleich zu anderen momentan gehypten Büchern anderer Autor*innen noch immer ein Peak-Werk das seine 5 Sterne verdient! 🍀

4.5

Diese Geschichte ist komplex und vielschichtig, so dass ich einige Zeit brauchte, um in die Geschichte hineinzukommen. Auch das Ankommen in dieser Welt hat mir etwas Geduld abverlangt. Allerdings als ich hineingefunden habe, gab es kein Halten mehr für mich und ich war in dieser Welt, die Christelle Dabos erschaffen hat, vollkommen gefangen. Das Setting, in dem das Individuum nichts bedeutet, hat mich wirklich erschüttert und für den ein oder anderen kalten Schauer, der mir über den Rücken lief, gesorgt. Es war komplett beängstigend und ich spürte eine Schwere, die ich vorher nicht erahnen konnte. Die Begeisterung nahm auch immer mehr zu je weiter ich las. Alles in dieser Welt war faszinierend und beängstigend im selben Moment. Nach dem zähflüssigen Start, bin ich durch die Seiten geflogen und war auf eine gewisse Art und Weise hypnotisiert. Ich muss gestehen, dass ich zu Claire nicht so einen guten Draht bekam und es schien, als ob sie für mich unantastbar wäre. Dagegen ist mir Goliath unglaublich ans Herz gewachsen. Ich hatte gleich einen Bezug zu ihm und er machte mich so neugierig auf ihn. Er ist ein so emphatischer Charakter in meinen Augen, dass er mir sehr ans Herz gewachsen ist. Die düstere Stimmung und Beklommenheit der Geschichte übertrug sich vollkommen auf mich und die Gänsehaut beim Lesen konnte ich definitiv nicht leugnen. Christelle Dabos schreibt einfach großartige Bücher und beweist mit diesem Buch, das sie auch eine großartige Autorin für Dystopien ist. Fazit Die Spur der Vertrauten hat definitiv großen Eindruck bei mir mit seiner Intensität hinterlassen. Christelle Dabos schreibt einfach großartige Bücher und beweist mit diesem Buch, das sie auch eine großartige Autorin für Dystopien ist. Auch greift die Autorin mit diesem Buch ein hochaktuelles Thema auf. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Post image
4

Komplex, toller Plot

Ich bin wohl eher der Typ – meine Instinkte ausleben zu müssen – als Qual zu sehen. Das der Individualismus komplett unterdrückt wird finde ich ganz furchtbar. Ich finde das ganze Weltenkonstrukt aber genial, auf die Idee muss man erst mal kommen. Instinkte, die ausgeführt werden wollen, Leben retten stuft dich auf. Alles in allem grandios. Ich habe den Schreibstil von Christelle Dabos in diesem Buch wieder erkannt. Die Geschichte fängt langsam an, steigert sich aber ziemlich schnell, und man fiebert mit, bis zum zweiten Teil. Irgendwie hat mich der zweite Teil nicht so mitgenommen. Die Geschichte wurde wilder und wilder und komplexer. Hat Claire alle aufgesaugt? Also ganz verstanden habe ich das Ende nicht so. Ich mochte Claire und Goliath sehr gerne. Ein gutes Buch 😊

4

Mal was wirklich anderes

Bisher hat Christelle Dabos mich nie enttäuscht und auch dieses Mal war das Lesen eine Wonne. Die Geschichte und die Welt hat mich total eingesogen, all die perfekt-unperfekten Charaktere mit ihren Zielen und Wünschen, die irgendwie wieder kunstvoll miteinander verstrickt werden. Claire, die manchmal zu sehr die Verantwortung übernimmt und Goliath, der es nicht so mit Feinmotorik hat. All die spannenden "Instinkte", die Gabe und Bürde sind... Ich liebe es, dass bei Christelle Dabos Gedanken und ihre Konsequenzen immer zu Ende gedacht werden. Egal, was passiert, die Auswirkungen werden alle mitgenommen, ob gut oder schlecht und was bleibt, ist eine Geschichte, die einen wirklich berührt und nicht nur unterhält. Klar, es ist was ganz anderes als 'Die Spiegelreisende', viel mehr Dystopie als Fantasy, und zwischendurch gibt es dementsprechend auch ein paar wirklich heftige Stellen, aber es ist genauso liebevoll geschrieben und die Welt genauso liebevoll und detailreich ausgestaltet. Was vielleicht für Leute, die Fastfood-Fantasy mögen, zu beachten ist und ein Nachteil sein könnte: Die Handlung lässt sich Zeit. Es passiert viel, aber man wird nicht von einer actionreichen Szene in die nächste gejagt.

3

Neuartiges, komplexes Konzept, das interessant, aber auch oft verwirrend ist. Das Lesen ist dadurch oft anstrengend und zum Ende bleiben leider viele Fragen offen.

5

Ein Jahreshighlight!

Lasst euch nicht vom furchtbaren Cover abschrecken. Es steckt sooooo viel in diesem Buch. Das Worldbuilding ist einfach grandios, die Charaktere toll herausgearbeitet und das Gesamtkonzept einfach stimmig. Das hat von der ersten bis zur letzen Seite eine solche Sogwirkung entwickelt, dass man nur so durch die Seiten geflogen ist. In einer Welt, in der die Menschen nur bedingt einen freien Willen haben, handeln sie überwiegend nach ihrem Instinkt, einer besonderen Gabe, die bei jedem Menschen anders ausfällt und auch in unterschiedlichen Reichweiten greift. Individualismus existiert nicht. Jeder handelt zum Wohle eines großen Ganzen. So muss Goliath zum Beispiel als Schützer jeden mit seinem eigenen Leben beschützen, der in seiner Nähe in Gefahr gerät, ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit zu nehmen. Claire ist eine Vertraute und muss jedem bedingungslos zuhören, der sie anspricht. Zwei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten, die durch einen Zufall das Verschwinden mehrerer Schüler bemerken und in der ein Abenteuer geraten, das die ganze Welt verändern könnte. Eine ganz besondere, dystopische Fantasy, mit einem permanent beklemmenden Gefühl und der vagen Ahnung von nicht greifbaren Geheimnissen, die sich zwischen den Zeilen verbergen. Endlich mal ein ganz besonderer Fantasy-Buchschatz!

4

Jeder Mensch hat einen Instinkt.

Das war definitiv mal was Neues. In diesem Buch geht es um den Instinkt. Jeder hat ihn. Aber hier ist er viel präsenter. Viel Eindringlicher. Und viel begrenzter. Es gibt Menschen mit Versorgerinstinkten, die gar nicht anders können, als andere mit Essen oder ähnlichem zu versorgen. Retterinstinkte, die sich selbst für andere in die Gefahr stürzen, um diese zu retten und noch so viele mehr. Manche davon sind, um es mal nett auszudrücken, wirklich scheiße! Aber mal weiter zur Story. Ich hab die Geschichte hier echt genossen. Sowohl Claire als auch Goliath sind Charaktere mit viel Tiefe. Es gab echte Emotionen, sowie spannende Ermittlungen und Jagten. Das Buch ist in zwei Hauptteile aufgeteilt, welche sich tatsächlich wie zwei einzelne Bücher lesen (was bei einem 640 Seiten Buch ja auch definitiv möglich gewesen wäre). Ich finde super, dass es bei einem Einzelband geblieben ist! Kleine Kritikpunkte sind für mich aber der teilweise etwas komische Schreibstil, bei dem ich jedoch nicht weiß, ob das durch die Übersetzung kommt oder ob das poetischer klingen sollte. Als auch das teilweise etwas verrückte Ende. Alles in allem ein gutes Buch, welches mich super unterhalten hat. Ein Einzelband! Und mal wieder eine komplett neue Idee mit interessanter Weltregierungsstruktur.

Jeder Mensch hat einen Instinkt.
5

Wenn das „Wir“ zu laut wird und das „Ich“ rebelliert

Kaum hatte ich das Buch in den Händen, war’s auch schon passiert – einmal angefangen, und zack, drei Uhr morgens, Augenringe deluxe, aber glücklich. Dieses Buch ist wie ein dystopischer Energy-Drink: aufreißen, kippen, nicht mehr runterkommen. Christelle Dabos hat’s einfach drauf, aus einer beklemmenden Welt einen regelrechten Sog zu erschaffen, bei dem man sich fragt, ob man selbst noch Teil des „Wir“ ist – oder schon längst Claire und Goliath hinterherrennt. Diese Welt ohne „Ich“, in der alles auf das Allgemeinwohl getrimmt ist, klingt erstmal wie ein Beamten-Traum mit Gruppenzwang-Garantie – aber hey, dann kommt Claire. Mutig, klug, ein bisschen zu neugierig (und Gott sei Dank genau deshalb unfassbar spannend). Und Goliath? Der Typ mit der Mission, Leben zu retten, und dabei ständig in moralischen Schleifen hängt – ja, den mochte ich sofort. Zwischen beiden knistert es nicht Hollywood-mäßig, sondern auf leise, gefährliche Weise. Forbidden Love in einem System, das keine Liebe kennt – das hat was. Was die Story so genial macht: Sie schafft diesen Spagat zwischen philosophischer Tiefe und purem Pageturner-Fieber. Eine Welt, in der Individualität als Krankheit gilt, trifft auf Figuren, die man am liebsten in Sicherheit bringen würde (oder ihnen zumindest ein Sandwich anbieten). Dabos hat ein Händchen für Spannung, Tempo und diese bittersüße Melancholie, die noch lange nachhallt. Am Ende saß ich da, komplett durch, leicht verwirrt und ziemlich begeistert. Diese Mischung aus Dystopie, Mystery und Emotion haut richtig rein. Wer „1984“ mag, aber sich fragt, wie das mit etwas mehr Herz und weniger grauen Betonwänden aussehen könnte – bitte sehr. 5 Sterne, keine Diskussion. Wenn’s jemals einen zweiten Band gibt – ich bin sowas von dabei!

Wenn das „Wir“ zu laut wird und das „Ich“ rebelliert
4

Christelle Dabos entwirft in ihrem neuen Roman Die Spur der Vertrauten eine düstere Dystopie, in der das Wir über allem steht und das Ich keinen Platz hat. Individualität und Persönlichkeit sind ausgelöscht, stattdessen herrschen Konformität, Überwachung und ständiger Gruppendruck. Die Handlung setzt bei den beiden Protagonisten an: Claire, Schülerin der Schule der Vertrauten, und Goliath, der kurz davorsteht, ein Tugendhafter zu werden. Gemeinsam beginnen sie, dem Verschwinden eines Mitschülers nachzugehen – eine Suche, die schnell zu einem gefährlichen Spiel wird und tief in die Strukturen dieser gleichgeschalteten Gesellschaft führt. Dabos greift dabei große Themen auf: die Unterdrückung des Individuums, den Verzicht auf Persönlichkeit zugunsten der Gemeinschaft, die Macht der Überwachungssysteme und die philosophische Frage, wieviel Menschsein ohne „Ich“ überhaupt möglich ist. Diese Ideen verleihen der Geschichte eine nachdenkliche und leicht mysteriöse Atmosphäre. Allerdings kommt der Roman nur langsam in Fahrt. Auf über 640 Seiten entfaltet sich eine komplexe, detailreiche Welt, doch gerade zu Beginn fehlte mir das gewisse Etwas – Spannung und Sogkraft bleiben zunächst zurückhaltend. Im weiteren Verlauf steigert sich die Handlung, und wer sich auf die Länge einlässt, wird mit einer sorgfältig durchdachten Dystopie belohnt. Stilistisch und thematisch weist Die Spur der Vertrauten viele typische Merkmale des Genres auf, was für Fans vertraut und angenehm sein dürfte, zugleich aber wenig Überraschungen bietet. Für mich war es kein literarisches Highlight, sondern eher ein solider Roman, der durch seine Themen und seine philosophische Tiefe punktet, ohne wirklich zu glänzen. Alles in allem , ein interessantes, nachdenkliches Buch mit wichtigen Fragen zu Identität, Gemeinschaft und Kontrolle. Für Liebhaber dystopischer Welten lohnend, wenn man Durchhaltevermögen mitbringt – aber nicht unbedingt ein Werk, das lange nachhallt.

4

Rezension zu Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos Der Leser wird direkt in die Geschichte hineingeworfen und muss sich Kapitel für Kapitel erst einmal in dieser fremden Welt orientieren. Die Welt ist dabei etwas völlig Eigenes, sehr kreativ, ungewöhnlich und bis ins Detail durchdacht. Eine Mischung aus Dystopie und Fantasy, die sich sehr frisch und anders anfühlt. Es werden große, schwere Themen behandelt, unteranderem die Unterdrückung des Individuums, Überwachungssysteme und der innere Kampf gegen die eigene Natur. Diese Aspekte verleihen der Geschichte eine bedrückende, nachdenkliche Tiefe. Die Charaktere sind sehr gelungen geschrieben. Besonders Goliath, der männliche Hauptcharakter, ist mir positiv aufgefallen. Er ist äußerst nahbar, sowohl in seinen Emotionen als auch in seinen Entscheidungen. Inhaltlich geht es nicht nur um Mysterien, sondern auch um politische Strukturen, Macht und Kontrolle. Man rätselt konstant mit, stellt eigene Theorien auf und fiebert richtig mit. Die Mischung aus Spannung, dystopischer Atmosphäre und fantastischen Elementen funktioniert sehr gut. Das Ende empfand ich allerdings als zu kompliziert. Es war schwer zu deuten und hat mich ehrlich gesagt etwas irritiert zurückgelassen. Viele Fragen bleiben offen, was einerseits neugierig macht, andererseits aber auch frustrieren kann. Insgesamt bleibt man zum Schluss zwischen Faszination und Verwirrung zurück. Kleine Warnung, es gibt sehr deutliche Beschreibungen von Mord, Leichen und Gewalt. Wer dafür sensibel ist, sollte das im Hinterkopf behalten.

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4

Wer, wenn nicht WIR. Gut durchdacht oder total komplex?

Rezensionsexemplar, Meinung unbeeinflusst- Vorneweg, es ist für mich absolut kein typisches Jugendbuch. Am Anfang habe ich mir richtig schwer getan, in die Handlung rein zu finden. Die Idee des Buches ist sehr interessant und die Umsetzung oft zu komplex. Gegen Mitte des Buches legt sich das auch findet aber eine komplett andere Richtung. Gefühlt habe ich 2 Bucher gelesen. Die Hauptstory und die Fortsetzung davon. Ein dystopischer Roman mir vorgaben von Instinkten. Die Instinkte bestimmen das Leben, ob man möchte oder nicht. Die eingebauten Retro-Gegenstände fand ich als Kind der 90er ein echt interessanter Einfluss. Es geht zudem auch darum, sich in einer Welt durch gerettete Leben hoch zu arbeiten. Heißt auch hier, nicht jeder hat die gleichen Chancen, da man durch den eigenen Instinkt stark beeinträchtigt oder gepusht wird. Die Idee der Instinkte, überhaupt sich darüber Gedanken zu machen hat mich wirklich im positiven Überrascht, da vieles als Selbstverständlich angesehen wird. Dieses Buch ist nicht einfach nur zum lesen gedacht. Man muss sich hineinfühlen können und verstehen, sonst bleibt es leider eher oberflächlich. Die Charaktere wurden relativ gut greifbar beschrieben aber es war nicht nicht so, dass ich eine Bindung hätte aufbauen können. Daher hielt sich das mir fiebern in Grenzen. Es sind auch relativ viele Person, die zur Geschichte gehören. Es wird zudem viel "verharmlost", oft habe ich mich dabei erwischt, wie meine Gesichtszüge beim lesen entglitten sind. Ursprünglich habe ich mich wie auch beschrieben auf ein Jugendbuch eingestellt. Gut lesbar, weniger komplex, Spannung aber nicht zu viel etc. damit lag ich komplett daneben. Nicht, dass ein Jugendbuch die aufgezählten Kriterien nicht haben dürfte. Ich hatte wirklich sehr viele Fragezeichen im Kopf, die Lust am lesen hat dadurch auch etwas gelitten. Ab dem 2ten Abschnitt ging es dann bergauf, die Fragen wurden weniger, der Durchblick wurde mehr und die Personen wurden deutlicher. Das Buch hat alles mit sich gebraucht. Eine kleine Leseflaute (positiv da viel aus Überforderung der Geschehnisse), verschlungene Kapitel in der Nacht, entgleiste Gesichtszüge, Verwunderung und Aha-Momente. Selbst bei den zu vergebenen Sternen bin ich mir unschlüssig. 3,8 Sterne. Ich vergebe selten solchen komischen Punktzahlen aber wie gesagt. Es war eine sehr komplizierte Beziehung, die das Buch und ich geführt haben. :D Eine kleine Hass-Liebe, mit Happy End. Aber im positiven Sinne. Ich bin Ich und Du bist Du.

5

Weil ich ich bin. Weil du du bist

Es gibt einen schmalen Grad zwischen wahnsinnig und genial. Dieses Buch hat für mich jedenfalls einen gefährlichen Seiltanz vollführt 😂. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob das was ich da jetzt gelesen habe komplett durchgeknallt oder ein Meisterwerk war, aber ich glaube, dass eben genau das „Die Spur der Vertrauten“ zu etwas besonderem und einzigartigen macht. Fest steht jedenfalls, dass ich eine solche Geschichte noch nie gelesen habe. Anders als in „Die Spiegelreisende“ ging es hier nicht wirklich um die Welt, in der die Handlung spielt, sondern eher um die Gesellschaft, in der sie stattfindet. Von daher ein gänzlich neuer Ansatz mit einer ausgezeichneten und originellen Idee. Die Handlung war eigentlich nicht so spannend, es war eher der Sprachstil der mich komplett in seinen Bann gezogen hat, die Art wie die Handlung erzählt wurde. Es war wie als würde man in seinem Kopf ein riesiges Puzzle (min. 1000 Teile 🧩😂) zusammenbauen. Man hat nicht am Anfang alles vorgelegt bekommen. Nein, man konnte erst nach und nach Teil für Teil zusammenfügen; zwischendurch musste man ein oder zwei der filigranen Teilchen, die vielleicht doch ungemerkt mit Gewalt irgendwo hingedrückt wurden, wo sie doch nicht hingehören, umplatzieren. So hat sich dann irgendwann ein Bild ergeben. Am Ende war das Puzzle dann kurz davor in die Luft zu gehen, es stellte sich aber heraus, dass einfach ein paar Teile fehlten, die man sich selbst zurechtschneiden konnte. Okay, genug mit dem Puzzle Vergleichen 😂😂. Das Buch war super komplex und verzwickt, aber genau das konnte mich so begeistern. Eins steht fest: das ist kein Snack für zwischendurch, man muss wirklich seine Gehirnzellen anschmeißen. Trotzdem kann man zusammen mit Claire und Goliath und allen anderen Protagonisten auf eine Reise gehen, die man so schnell nicht wieder aus dem Kopf kriegt.

Weil ich ich bin. Weil du du bist
5

Wenn man keine Wahl hat…

… hat man einen Instinkt. Und der ist heilig. Zumindest geht die irgendwie von den 80ern inspirierte Welt von diesem Buch davon aus. Jeder Mensch hat einen Instinkt, der ihn dazu verleitet etwas zu tun. Ob man will oder nicht. Es gibt keine guten oder schlechten Instinkte, keine niederen oder höheren (angeblich), aber im Sinne des WIR, macht das aber alle glücklich. Angeblich. In dieser Welt begleiten wir Goliath. Einen Schützer, immer irgendwie wütend auf… etwas, der unbedingt ein Heiliger werden will in dem er viele Leben rettet. Und Claire. Der einzige Mensch der ein ganz normales Individuum ist. Und sie beide stürzen in einen Fall, der ihnen schon bald zu Kopf steigt. Krimi stößt auf Dystopie, stößt auf zarte Liebesgeschichte und Letztenendes auch auf die Frage, was eine Person eigentlich ausmacht. Die Charaktere waren toll geschrieben auch wenn ich mich an den Schreibstil erst gewöhnen musste. Präsens UND 1. Person Singular ist normalerweise nicht meine präferierte Form. Ich halte sie im Gegenteil sogar für einen schlechten Erzählstil. Hier hat es aber komplett Sinn ergeben. Merkt man am Ende des Buches. Und warum. Die letzten 10% waren auch richtig rasant, dranbleiben lohnt sich. Die Altersempfehlung finde ich jedoch schwierig. Prinzipiell ist es nicht schlimm Kindern auch mal einen Text vorzusetzen, der sie fordert, aber irgendwie gehe ich nicht ganz damit, dass das Buch schon ab 14 ist. Vielleicht eher 15. Wunderbares Buch und ich muss jetzt wohl doch die Spiegelreisende lesen.

3

Hohe Erwartungen und ein Hauch Enttäuschung

Die Spiegelreisende hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte um Claire hat für mich seine Höhen und Tiefen. Im ganzen eine solide Geschichte, toller Weltenaufbau.

2.5

Leider ein bisschen enttäuscht. Die Idee der Instinkte fand ich gut, für mich hätte man aber mehr daraus machen können. Man weiß am Ende, wieso es nicht für zwei Bücher gereicht hat…

Ich sag ehrlich: hab mir so viel mehr erhofft. Es ist, würde ich sagen, sprachlich recht anspruchsvoll (oder besser gesagt anstrengend) und vieles passiert zwischen den Zeilen. Ich fand beide Protagonisten absolut unsympathisch (was aber erstmal nicht ausschlaggebend für ein gutes Buch für mich ist, ich muss die nicht mögen). Leider passiert viel Charakter Entwicklung aber so absolut oberflächlich und nichts sagend. Da tut sich was, aber aus so nichtigen Gründen. I mean?? Ich will nicht zu doll spoilern aber das Ende muss man sich quasi selber ausdenken. Also es wird beschrieben, aber eben auch nicht 🤡 Die Welt in diesem Buch hätte so viel Potenzial gehabt, ich war richtig gespannt und dann leider so enttäuscht. Einiges bleibt offen (bzw. man muss es zwischen den Zeilen lesen) und am Ende des Buches versteht man auch, wieso es nicht 2 Bücher geworden sind. Das zweite hättet eventuell niemand gekauft 🌝 Insgesamt war ich nicht überrascht, denn auch die Reihe „die Spiegelreisende“ der Autorin ist ähnlich (die hab ich übrigens abgebrochen bzw. vor 2 Jahren „kurz zur Seite gelegt“ - sowas mache ich nie 😂). Also falls ihr die gelesen habt und sie mochtet: probiert es aus! 🤗 Schreibstil/Sprache: ⭐️ World Building: ⭐️⭐️ Protagonisten: ⭐️ Geschichte/Idee: ⭐️⭐️⭐️ Insgesamt 2,5 ⭐️ Idee Mega, Umsetzung für mich leider nicht so 🥲

Leider ein bisschen enttäuscht. Die Idee der Instinkte fand ich gut, für mich hätte man aber mehr daraus machen können. Man weiß am Ende, wieso es nicht für zwei Bücher gereicht hat…
2

Die Geschichte ist unglaublich komplex und verwirrend. Die Charaktere sind emotionslos. Das passt zwar zum Setting und der Geschichte, aber gibt mir persönlich nur Depri-Vibes. Die Idee der Geschichte hat mir persönlich gut gefallen, aber die Umsetzung finde ich schwierig. Und ein Jugendbuch ist es für mich leider auch nicht.

2

Insgesamt ist es ein Buch mit einer starken Idee und wichtigen Fragen, das mich gedanklich durchaus beschäftigt hat – die Umsetzung hätte für mich aber klarer und emotional greifbarer sein dürfen.

𝖨𝗇 𝖾𝗂𝗇𝖾𝗋 𝖹𝗎𝗄𝗎𝗇𝖿𝗍, 𝗂𝗇 𝖽𝖾𝗋 𝖽𝖺𝗌 𝖠𝗅𝗅𝗀𝖾𝗆𝖾𝗂𝗇𝗐𝗈𝗁𝗅 ü𝖻𝖾𝗋 𝖺𝗅𝗅𝖾𝗆 𝗌𝗍𝖾𝗁𝗍 𝗎𝗇𝖽 𝖨𝗇𝖽𝗂𝗏𝗂𝖽𝗎𝖺𝗅𝗂𝗍ä𝗍 𝗏𝖾𝗋𝖻𝗈𝗍𝖾𝗇 𝗂𝗌𝗍, 𝗀𝖾𝗋𝖺𝗍𝖾𝗇 𝖢𝗅𝖺𝗂𝗋𝖾 𝗎𝗇𝖽 𝖦𝗈𝗅𝗂𝖺𝗍𝗁 𝗂𝗇 𝖾𝗂𝗇 𝗀𝖾𝖿ä𝗁𝗋𝗅𝗂𝖼𝗁𝖾𝗌 𝖭𝖾𝗍𝗓 𝖺𝗎𝗌 𝖦𝖾𝗁𝖾𝗂𝗆𝗇𝗂𝗌𝗌𝖾𝗇. 𝖶ä𝗁𝗋𝖾𝗇𝖽 𝖦𝗈𝗅𝗂𝖺𝗍𝗁 𝗏𝖾𝗋𝗌𝗎𝖼𝗁𝗍, 𝖽𝗎𝗋𝖼𝗁 𝖾𝗂𝗇𝖾 𝗀𝗎𝗍𝖾 𝖳𝖺𝗍 𝖺𝗅𝗌 „𝖳𝗎𝗀𝖾𝗇𝖽𝗁𝖺𝖿𝗍𝖾𝗋“ 𝖺𝗇𝖾𝗋𝗄𝖺𝗇𝗇𝗍 𝗓𝗎 𝗐𝖾𝗋𝖽𝖾𝗇, 𝗎𝗇𝗍𝖾𝗋𝗌𝗎𝖼𝗁𝗍 𝖢𝗅𝖺𝗂𝗋𝖾 𝖽𝖺𝗌 𝖵𝖾𝗋𝗌𝖼𝗁𝗐𝗂𝗇𝖽𝖾𝗇 𝖾𝗂𝗇𝖾𝗌 𝖲𝖼𝗁ü𝗅𝖾𝗋𝗌 – 𝗎𝗇𝖽 𝗌𝗍öß𝗍 𝖽𝖺𝖻𝖾𝗂 𝖺𝗎𝖿 𝖶𝖺𝗁𝗋𝗁𝖾𝗂𝗍𝖾𝗇, 𝖽𝗂𝖾 𝖽𝖺𝗌 𝗀𝖺𝗇𝗓𝖾 𝖲𝗒𝗌𝗍𝖾𝗆 𝗂𝗇𝖿𝗋𝖺𝗀𝖾 𝗌𝗍𝖾𝗅𝗅𝖾𝗇. 🅜🅔🅘🅝🅤🅝🅖 Die Grundidee hat mich total fasziniert: Eine Welt, in der das „Wir“ über allem steht und Menschen durch Instinkte nur dem Allgemeinwohl dienen – originell, tiefgründig und zum Nachdenken anregend. Gerade dieser Gedanke, dass Individualität fast ausgelöscht ist, hat großes Potenzial. In der Umsetzung konnte mich die Geschichte aber nicht ganz überzeugen. Sie wirkte stellenweise chaotisch und sprunghaft, und die düstere, bedrückende Atmosphäre hat mich emotional etwas auf Abstand gehalten. Anfang und Ende fand ich richtig spannend – dort hatte das Buch für mich seine stärksten Momente, und ich war voll in der Geschichte drin. Dazwischen fiel es mir allerdings schwer, wirklich dranzubleiben. Der Schreibstil war für meinen Geschmack etwas sperrig und hat mich nicht so mitgenommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Charaktere, vor allem Claire und Goliath, sind interessant, blieben für mich aber etwas distanziert. Ich hätte mir mehr über ihre inneren Konflikte gewünscht, gerade weil das Thema Individualität im Mittelpunkt steht.

3.5

Interessant, aber mitunter zu komplex

„Die Spur der Vertrauten" ist ein vielschichtiges Jugendbuch – so komplex und tiefgründig, dass ich es eher als Dystopie für (junge) Erwachsene empfehlen würde. Doch worum geht’s eigentlich? Claire und Goliath leben in einer dystopischen Welt, in der es keine Individualität gibt. Stattdessen besitzt jeder Mensch einen sogenannten Instinkt, der ihn dazu bringt, stets dem Allgemeinwohl zu dienen. Als Claire und Goliath auf ungeklärte Vermisstenfälle stoßen, beginnen sie, tiefer im Verborgenen der Gesellschaft zu graben als jemals jemand zuvor – und entdecken dabei lebensgefährliche Geheimnisse. Der Stil von Christelle Dabos ist eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch – wobei mir das bei „Die Spiegelreisende“ (kleine Korrektur des Titels) damals gar nicht so aufgefallen ist. Ich hatte hier allerdings nur selten einen flüssigen Lesefluss, da der Satzbau manchmal ungewöhnlich, beinahe elliptisch wirkt. Zudem treten viele Charaktere auf und es gibt zahlreiche Details zur Gesellschaft und zum Instinkt. Im Roman werden Themen wie Individualität, Vorurteile, Verlust und Einsamkeit mitunter eher indirekt behandelt. Durch diese Themen und die dystopische Gesellschaft entsteht eine düstere Grundstimmung, die vor allem durch Goliath meiner Meinung nach perfekt verkörpert wird. Die Protagonisten Claire und Goliath fand ich sehr cool: Sie sind alles andere als perfekt, beide tragen ihr Päckchen, und dennoch finden sie zueinander und ermutigen sich gegenseitig. Die Grundidee mit dem Instinkt, dem man widerstandslos ausgeliefert ist, fand ich grandios – endlich mal wieder was ganz Originelles. Im Laufe der Geschichte tauchen immer mehr Andeutungen und Geheimnisse auf, die man sich gern merken möchte, weil sie wichtig für den Verlauf scheinen. Doch dann kommt die Enttäuschung: Am Ende werden viele dieser Andeutungen oder Handlungsstränge gar nicht mehr aufgegriffen oder aufgelöst. So wirkt das Ende überwältigend: Es passiert sehr viel auf einmal – und doch weiß man kaum, warum. Die über 600 Seiten finden ihren Showdown auf vielleicht fünf Seiten, und man bleibt mit unglaublich vielen Fragen zurück. Schade, denn ich hatte mir wirklich mehr erhofft! „Die Spur der Vertrauten“ ist ein interessantes und vielschichtiges Buch. Wenn man sich darauf einlässt und nicht alles hinterfragt, bietet es unterhaltsame Lesestunden und zugleich tiefgründige Themen zum Nachdenken.

4

In fantastischen Welten ist eben alles möglich, mein erster Ausflug in die Dystopie

Ich bin unendlich dankbar, dass Christelle Dabos es mir so leicht gemacht hat, mein erstes Buch mit über 600 Seiten zu lesen. Es war rasant und liebenswert, obwohl ich hin und wieder doch außerordentlich verwirrt war. Das liegt aber wohl eher an meiner eigenen Unerfahrenheit mit diesen Welten, die es eben in der Wirklichkeit nicht gibt. Es war schön und kurzweilig.

3

Leider konnte mich das Buch nicht so abholen. Ein Cut nach dem ersten Teil wäre vermutlich eine Idee gewesen, da ich diesen stärker empfand.

Dieses Buch ist leider ein wandelnder Gegensatz. Außen ist es so wunderschön. Mir gefällt die Haptik super gut und dass die Sterne und der Titel haptisch hervorgehoben sind finde ich auch einen super Teil des Buches. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch etwas ganz besonderes. Leider kann der Inhalt damit nicht mithalten. Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um ein Heiliger zu werden. Dies kann ihm nur gelingen, indem er noch ein weiteres Leben rettet. Claire bietet ihm hierzu die Möglichkeit, indem sie ihm anbietet, mit ihr zusammen nach den verschwundenen Personen zu suchen, die scheinbar sonst keiner sucht. Nach kurzem Zögern stimmt er ihrem Angebot zu und die beiden machen sich auf die Suche. Schon zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten damit, in die Handlung zu finden. Goliath war so getrieben und hat auf alle hinuntergeschaut. Damit konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren. Claire war greifbarer, aber trotzdem nicht direkt zugänglich. Der Vorteil hierbei war, dass dies die Möglichkeit eröffnete, dass die Charaktere sich entwickeln konnten. Etwas verwirrend in diesem Buch war auch die Unterteilung in zwei Abschnitte. Gefühlt hätte es gereicht, nur den ersten Abschnitt in ein Buch zu verpacken, da es doch recht abgeschlossen wirkte. Schwierig fand ich auch die Kategorisierung als ein Buch ab 14. Es wird teilweise doch etwas brutal und vor allem gibt es viele Perspektiven, die teilweise nicht benannt sind und daher zu dem Zeitpunkt noch nicht einordnbar, was das Buch noch anspruchsvoll macht. Auch das Ende wirkte auf mich recht erzwungen und es geschahen einige Dinge, die für mich auch loretechnisch keinen Sinn ergaben, während Fragen, die man das ganze Buch mit sich herumtrug auch am Ende nicht aufgeklärt wurden. Einiges konnte ich nur verstehen Dank der Leserunde. insgesamt kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Das Potenzial wäre da gewesen und das Buch hatte auch gute Anteile, aber insgesamt habe ich mich eher durchgequält als dass es Spaß gemacht hätte.

2

Die Welt in diesem Buch war so vielversprechen und vor allem die Idee der Instinkte auch sehr gut umgesetzt. Auch den 'Cut' in der Hälfte, wo die Geschichte dann nochmal ganz anders weiterging fand ich gut. Allerdings hat sich die zweite Hälfte dann so sehr gezogen, nur damit sich am Ende dann irgendwie alles von selbst löst und die zwei Hauptcharaktere einfach so "durchstolpern". Was mich mit Abstand am meisten gestört hat, waren aber die andauernden Kommentare über den Körper der Protagonistin. Sowohl sexuelle, als auch auf ihr Gewicht bezogen. Kein anderer Charakter wird auf diese Art und Weise beschrieben. Das ganze liest sich wie Buch, das vor 20 Jahren erschienen ist und dringend überarbeitet werden müsste.

5

Diese Geschichte hat mich mit haut und haaren verschlingen

Eine Welt in der das Wir über allem steht. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, der dem Gemeinwohl dient. Individualität existiert nicht, oder? Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um noch ein weiteres Leben zu retten und ein „Tugendhafter“ zu werden, als eine Bekannte ihn auf das seltsame Verschwinden von mehreren Schülern hinweist. Seine Suche führt ihn zu Claire, einer „Vertrauten“ die gerade ihren Abschluss macht. Seite an Seite begeben sie sich auf eine Suche nach der Wahrheit, die ein viel größeres Geheimnis offenbart, das ihre Welt ins Wanken bringt. Doch auch Claire verbirgt etwas und setzt damit nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel... Ich war selten so gespannt auf eine Geschichte. Seit der „Spiegelreisenden“ gehört Christelle Dabos zu den Autor* innen, deren Bücher ich sofort lesen will und dieses Buch hat meine Meinung nur bestärkt. Ein Jahreshighlight, das mich so fasziniert hat wie schon lange keine andere Geschichte mehr. Schon im ersten Moment war ich wie gefangen. Egal ob ich das Buch zuschlug, meine Gedanken kreisten unaufhörlich um diese Geschichte. Zuerst lag das natürlich an der fantastischen Erzählweise. Außergewöhnlich, verschachtelt, bildreich und gleichzeitig mit einer Komplexität und Tiefe, die mein Gehirn zerfraß. Viele Perspektiven und wichtige Nebenhandlungen fordern zwar ein aufmerksames Lesen aber wieweit der Leser tatsächlich in die Geschichte einsteigen möchte bleibt ihm überlassen. Der Autorin ist eine wunderbare Mischung aus spannender Dystopie gelungen, die man einfach nur inhaliert und einem Thema, das Kopfzerbrechen bereitet. Wer bin ich und was macht mich aus. Eine tiefere Ebene, die fesselt, die mich immer wieder alles hinterfragen ließ, das mich zwischen Realität und Wahnsinn gefangen hielt. Doch auch die Lebendigkeit und Komplexität der Charaktere war fesselnd. Claire und auch Goliath sind unfassbar nahbar, es fiel leicht sich in sie hineinzuversetzen und dadurch ging mir ihre Geschichte unter die Haut. Egal wie außergewöhnlich, Irre oder menschlich sie waren, jeder der Charaktere und besonders die Beziehungen zwischen ihnen verursachte mir Gänsehaut weil es so real wirkte. Ich bin in dieser Geschichte verschwunden, habe mich aufgelöst und verloren. Auch wenn ich die Einordnung zum Jugendbuch verstehe, ist diese Geschichte für mich soviel mehr als das. Eine Dystopie, die mit dem eigenen Verstand spielt und mehr bietet als eine spannende, scheinbar heile Welt mit fantastischen Charakteren. Ich kann sie jedem nur ans Herz legen, der eine außergewöhnliche Dystopie lesen will deren Welt dich mit Haut und Haar verschlingt.

4

Herausragender Schreibstil mit herausfordernder Story

Direkt einmal zu Beginn - dieses Buch war wirklich etwas Besonderes! Wer schon die "Spiegelreisende" von Christelle Dabos gelesen hat, kennt bereits ihren einzigartigen Schreibstil, der auch in ähnlicher Art und Weise in ihrer neuen Geschichte in "Die Spur der Vertrauten" für eine besondere Note sorgt. Aufgrund gerade dieser ungewöhnlichen Formulierungen und auch teils schwer zu verfolgenden Gedankengänge der einzelnen Charaktere ist dies kein Buch, das man mal eben so nebenher lesen kann. Für mich gehörte es aber definitiv zum Leseerlebnis dazu und ist aus meiner Sicht eher ein Pluspunkt, da die Geschichte so an Tiefe gewinnt. Das System der Instinke und ihrer Funktion in der vermeintlichen Utopie des Superkontinents haben mir besonders gut gefallen. Hier musste ich tatsächlich auch häufig an "Brave New World" von Aldous Huxley denken und steht eben diesem in nichts nach. Neben den beiden Protagonisten Goliath und Claire werden auch immer mal wieder einzelne Abschnitte aus der Sicht von anderen Charakteren erzählt, welche dann nach und nach Aufschluss über einzelne Teile der Story geben oder diese ergänzen. Diese Vielschichtigkeit fügt sich trotz der häufigen Wechsel super in den Fluss der Story ein und passt auf jeden Fall zum Gesamtbild/ -charakter des Buches. Auch mag ich, dass wir keine Bilderbuchhelden präsentiert bekommen, sondern eher Normalos, die zu Beginn eigentlich nur versuchen ihr Leben zu leben und dann fortschreitend erst beginnen das System in dem sie leben zu hinterfragen. Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch eine absolut gelunge Mischung aus Witz und (stellenweise sehr trockenem) Humor, aber auch ernsten und gesellschaftskritischen Themen ist. Eine Leseempfehlung für alle, die keine Scheu haben mal etwas Herausforderndes zu lesen. Es lohnt sich!

4

In " Die Spur der Vertrauten" wird eine Welt gezeichnet, in welcher es keine Individualität mehr gibt. Jede Person ist ihrem Instinkt verpflichtet und verrichtet diesen für das Wir. Claire und Goliath sind in dieser Gesellschaft aufgewachsen und stehen jetzt kurz vor ihrem Abschluss. Goliath muss ein weiteres Leben retten, um ein Tugendhafter zu werden. Claire möchte gerne im Schatten bleiben. Aber dann Verschwindet ein Schüler und die beiden schließen sich zusammen. Insgesamt fand ich die Idee des Buches total spannend. Der Gedanke einer Welt, in welcher die Individualität und die eigene Person keine Rolle spielen, weil alles dem Wir untergeordnet ist. Eigentlich dient man mit dem was man tut nur der Gesellschaft in irgendeiner Form. Es gibt viele verschiedene Instinkte, jede Person hat einen einzigen Instinkt und trägt mit diesem auf eine bestimmte Art und Weise dazu bei, dass die Gesellschaft funktioniert. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Er hat dazu beigetragen, dass sich das Buch insgesamt doch sehr flüssig lesen hat lassen. Besonders im ersten Teil, der ungefähr die Hälfte des Buches umfasst, ist die Spannung sehr groß. Man möchte immer weiter lesen, um zu erfahren, wieso die Schüler verschwunden ist und wie die ganze Geschichte ausgeht. Allerdings habe ich auch ein paar kleine Kritipunkte. Die Handlung, welche im Klappentext versprochen wird, zieht sich eigentlich nur über den ersten Teil des Buches. Sie wird kurz vor Ende des ersten Teils relativ schnell aufgelöst, was ich etwas schade fand, weil durch sie eigentlich sehr viel Spannung aufgebaut wurde, die dann natürlich erstmal weniger. Stattdessen bleibt man am Ende des ersten Teils etwas verwirrt zurück und fragt sich, wie es jetzt weitergehen soll. Außerdem werden die Kapitel aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Großteil der Geschichte ist aus der Sicht von Goliath und Claire erzählt. Aber neben den beiden gibt es noch einige andere Sichtweisen. Teilweise nehmen bestimmte Sichtweisen aber nur ein Kapitel ein und tauchen im restlichen Buch nicht mehr auf. Dies stört meiner Meinung nach etwas den Lesefluss, weil man sich jedes Mal auf die neue Sichtweise einlassen muss und die jeweiligen Sichtweisen teilweise auch erstmal verwirrend sind. Insgesamt hatte ich trotz dieser Kritikpunkte ein sehr angenehmes Leseerlebnis. Es ist eine spannende Dystopie mit origineller Idee und starker erster Hälfte – trotz kleiner Schwächen ein empfehlenswertes Buch für Fans des Genres.

4.5

„Wir finden dich.“

Da Christelle Dabos eine meiner liebsten Autoren ist habe ich dieses Buch sehnsüchtig erwartet. Meine Erwartung waren hoch und sie wurden nicht enttäuscht. Christelle nimmt uns wieder mit in eine einzigartige dystopische Welt, in der das Kollektive, also das Wir und die Instinkte über allem stehen. Das Individuum hat sich unterzuordnen bzw. ist in der Welt des Wir dafür kein Platz. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und die wechselnde Erzählung aus ihren Perspektiven verleiht der ganzen Handlung Tiefe. Auch die sich sehr langsam entwickelnde Liebesgeschichte ist gut mit der restlichen Handlung verflochten, steht aber ehr im Hintergrund. Der Schreibstiel ist anfangs etwas ungewohnt aber man findet schnell rein. Dennoch ist es kein Buch was man mal schnell zwischen durch liest, da man sich auf das geschriebene wirklich fokussieren muss um alles zu erfassen. Definitiv eine Empfehlung, ich hatte eine fantastische Zeit beim lesen.

2

Schwere Kost und unglaublich verwirrend. Wenn ich es nicht in einer Leserunde begonnen hätte, dann hätte es abgebrochen.

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