Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer

Paperback
4.0472

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Description

Eine geheimnisvolle Bibliothek in einer ummauerten Stadt am Ende der Welt, die nur betreten kann, wer seinen eigenen Schatten zurücklässt: Hier lebt das wahre Ich des Mädchens, in das sich der namenlose Erzähler mit siebzehn Jahren unsterblich verliebt. Er macht sich auf die Suche nach ihr, gelangt in die geheimnisvolle Stadt, doch das Mädchen erkennt ihn nicht mehr. Der Erzähler gerät unter rätselhaften Umständen zurück in die Welt jenseits der Mauer. Er zieht nach Tokio, arbeitet im Buchhandel, hat wechselnde Freundinnen. Seine Eltern drängen ihn, endlich zu heiraten. Aber er kann das Mädchen nicht vergessen. Schließlich kündigt er und nimmt eine Stelle in einer alten Bücherei in der Präfektur Fukushima an. Hier trifft er auf Herrn Koyasu, der wie er den Verlust einer großen Liebe zu verwinden hat, und den mysteriösen Yellow-Submarine-Jungen. Die Erinnerung an die ummauerte Stadt kehrt mit aller Macht zurück, die Realität gerät knirschend ins Wanken – und der Erzähler muss sich fragen, was ihn an diese Welt bindet. ›Die Stadt und ihre ungewisse Mauer‹ ist eine Liebesgeschichte, die Geschichte einer wundersamen Reise und zugleich eine Geschichte vom Werden.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Magical Realism
Format
Paperback
Pages
640
Price
18.50 €

Author Description

HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
33%
8%
14%
9%
68%
53%
72%
94%
11%
61%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
87%
81%
68%
90%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple33%
Complex0%
Moderate67%
Bildhaft (100%)Poetisch (67%)Außergewöhnlich (33%)

Posts

120
All

Immer, wenn ich ein Hörbuch von David Nathan vorgelesen bekomme, habe ich sofort Gänsehaut.

Ich liebe seine Stimme. Das Hörbuch hat allein schon deswegen gute Karten mir zu gefallen. 😇 Natürlich gibt es noch viele andere Sprecher, die einfach phantastische Arbeit leisten. David Nathan hat mich schon sehr lange, vielleicht meine ganze Jugend, begleitet. Und auch wenn ich damals mich noch nicht mit Synchronsprechern beschäftigte, war seine Stimme schon damals ikonisch und blieb im Gedächtnis. Achtet ihr auch darauf, wer das Hörbuch einspricht oder ist euch das egal, Hauptsache es wird ein guter Job gemacht? Habt ihr Lieblingssprecher?

Immer, wenn ich ein Hörbuch von David Nathan vorgelesen bekomme, habe ich sofort Gänsehaut.
4

Ein magisch realistischer Roman über Liebe, Verlust und Selbstfindung.

5

Warum hat der Mann immer noch keinen Nobelpreis?

Für mich ist der Mann nicht nur in Japan der Goat, sondern e rzählt auch zu meinen absoluten Lieblingsautoren egal was ich von ihm lese, ob es Erzählungen sind oder Romane. Er nimmt mich jedes Mal schon ab der ersten Seite mit. Die Stadt und ihre ungewisse Mauer ist ein fabelhaftes Buch und greift die Story von „Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt“ auf. Das Gefühl, was Murakami hinterlässt, wenn man ein Buch beendet hat, ist so unglaublich schwer zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Heiterkeit, Traurigkeit, Mitgefühl, aber irgendwo auch eine Art Befriedigung. Dieses Buch reiht sich ein in einer Reihe absoluter Meisterwerke von meiner Meinung nach Japans größten lebenden Autor

5

Mein erstes Buch von Murakami und es war sehr gut!

Ich mochte die Stimmung welche melancholisch schön war und auf mich eine entschleunigende Wirkung hatte. Mir gefällt die Tiefgründigkeit sowie der Spielraum für eigene Interpretationen. Ich möchte definitiv noch mehr von Haruki Murakami lesen.

4

Verwirrung & Faszination treffen aufeinander 📚

Ich habe sehr lange für das Buch ,,Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ gebraucht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich allmählich verstehen konnte, worum es in dem Buch geht und wie der Erzählstrang auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet. Die Geschichte wird in der Du-Form erzählt und handelt von einem Jugendlichen Protagonisten, der sich in ein Mädchen verliebt. Die beiden durchleben keine typische young-adult Romance, sondern begeben sich auf eine fantastische Reise. Das Mädchen erzählt dem Protagonisten von einer Stadt, in der ihr Wahres Ich Leben würde und er selbst würde diese Stadt auch bald besuchen und als Traumleser eingesetzt. Diese Stadt sei umgeben von einer Mauer, die nur Tiere durchqueren können, Menschen jedoch nicht. Es ist nicht klar, wie man diese Stadt besuchen kann, allerdings nicht auf herkömmlichen Wegen. So beginnt allmählich die Reise des Protagonisten in die Stadt mit der ungewissen Mauer, in der er seinen Schatten verliert. Insgesamt war es für mich eine philosophische und fantastische Reise durch die Geschichte. Es ist einem nicht immer klar, wann wird von der Realität gesprochen und wann wird die Realität verlassen? Was entspricht der Wahrheit und was war vielleicht nur ein Traum? So sehr mich das Buch an manchen Stellen verwirrt hat, so sehr hat es mich auch in seinen Bann gezogen ✨ wenn man sich das Nachwort durchliest, kommen noch ein paar AHA-Effekte hinzu. Das Ende hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen, aber dennoch weitere Fragen aufgeworfen. Immerhin kann ich jetzt sagen, ich habe mal einen Murakami gelesen 📖

Verwirrung & Faszination treffen aufeinander 📚
3

Der namenlose Ich-Erzähler bewegt sich zwischen zwei Welten. Die eine lässt sich als die reale, wirkliche Welt, wie wir sie kennen, beschreiben. In ihr verliert er seine Jugendliebe aus den Augen und wird später Leiter einer Bibliothek in einem kleinen Ort in den japanischen Bergen. Und dann gibt es die Stadt mit ihrer ungewissen Mauer, die im Reiche der Fantasie, der Träume, des Unterbewussten oder wo auch immer zu verorten ist. Auch hier arbeitet er in einer Bibliothek, die allerdings keine Bücher sondern Träume beherbergt. Sind diese Welten voneinander getrennt oder bedingen sie sich gegenseitig? Der Roman hat sehr viele Zutaten, die man sich als Murakami-Fan wünscht. Das Verschwimmen von Realität und Fantasie, Wirklichkeit und Traum sowie Leben und Tod spielt auch hier wie so oft eine zentrale Rolle. Die wesentliche Stärke des Buchs ist auch Murakami-like: Er schreibt unglaublich meditativ. Der Text fließt dahin, mäandert immer wieder in Wiederholungen und Ritualen, beachtet Alltägliches und Nichtiges in aller Ausführlichkeit. Das hatte in einer sehr gehetzten persönlichen Lebensphase einen schönen, beruhigenden Effekt auf mich. Leider hat mich der Kern des Buches, die Stadt mit der ungewissen Mauer, nicht berührt. Ich bin grundsätzlich sehr empfänglich für Fantasy- oder Traum-Welten (in der Stadt laufen nur Einhörner rum🦄), aber die Konzeption dieses Ortes fand ich nicht gelungen. Die Grundidee des Buchs mit ihren Kernthemen fand ich wieder mal sehr stark und es bleibt einiges zurück, an dem ich noch zu knabbern habe, aber all in all ist es für mich das schwächste Buch von Murakami, das ich bislang gelesen habe.

5

Wunderbarer Inhalt in schöner Verpackung. 😍

4

Hörbuch. Eine meditative Traumreise.

4

Das ist mein erstes Buch dieses Autors, ich muss gestehen ich hatte erst Schwierigkeiten in die Story zu kommen. Trotzdem hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Die Perspektiven in der Geschichte wechseln zwischen der realen Welt und der Stadt hinter den Mauern das hat dieses Buch echt besonders gemacht. Wir begleiten den Protagonisten beim Erwachsenen werden,bei seinen Problemen und Sorgen aber er kann nie das Schattenmädchen aus seiner Vergangenheit vergessen. Können sie doch zukommen? Die Geschichte war sehr emotional und sehr berührend.

Post image
4.5

Eine Welt, die mich aus unerklärlichen Gründen nicht mehr losgelassen hat. Fantasie und Realität vermischen sich auf eine so harmonische Art, schwer in Worte zu fassen, aber absolut lesenswert.

5

Wo Murakami draufsteht, ist auch Murakami drin.

"Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" handelt von einer großen Liebe, die verloren ging und einem Protagonisten, der nicht so ganz in diese Welt passt. Ständig auf der Suche, nicht zur Ruhe kommend, landet er in, mit seiner Freundin, einer erdachten Stadt. Um dorthin zu kommen, muss man seinen Schatten zurück lassen. Der namenlose Erzähler ist dort von seinem Schatten getrennt, aber seiner verlorenen Liebe nah. Doch kommt er wieder zurück in die reale Welt und ist weiter auf der Suche ohne zu wissen wonach. "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" ist eine Lebensgeschichte, ein Liebesroman, eine Liebeserklärung an Bücher, Bibliotheken und das Leben mit fantastischen Sequenz, wie aus einem Fiebertraum und gewaltiger sprachlicher Schönheit. Murakami eben.

4.5

Bin ein wenig ratlos aber auch gut

Ich hab keine Ahnung - ist kein Murakami-Einsteigerbuch , was ich leider erst später erfahren habe - muss ich drüber schlafen, wird auf jeden Fall länger im Kopf bleiben. die Geschichte war aber so lang, dass ich nicht mehr viel von Teil 1 wusste 😂 (ist in 3 Teilen gegliedert).

5

Das wahre Ich und mein Schatten

Der Ich-Erzähler verliebt sich mit 17 in ein Mädchen. Sie verbringen eine intensive Zeit bis sie plötzlich verschwindet. Das wahre Ich des Mädchens lebt in einer ummauerten Stadt, die nur betreten werden kann, wer seine eigenen Schatten zurücklässt. Diese Stadt haben sich die Beiden ausgedacht. Der Ich-Erzähler begibt sich auf die Reise in diese Stadt und lässt seinen Schatten zurück in die „normale“ Welt. „Besonders gefalle dir, sagtest du, der Humor in meinen Briefen, denn das war es wohl, woran es dir in deinem Dasein am meisten mangelte.“ Mein erstes Buch von dem bekannten Haruki Murakami und was für ein schönes Buch. So eine tiefe, intensive und auch spannende Geschichte. Der Schreibstil ist so besonders, auch wenn es schwer für mich in Worte zu fassen ist wieso. Es berührt einen, es begleitet einen beim Lesen wie ein Lied und es geht so sanft mit einem um. Die Worte und Gedanken sind alle ehrlich, erdend und klar, kein Verschnörkeln oder „zu viel.“ Die Geschichte ist sehr schön und nimmt einen mit auf die Reise zwischen dem wahren Ich und seinem Schatten. Gerne wieder ✨🤍

5

So schön. So unbegreiflich. So Murakami. 💗

Ein namenloser Erzähler. Eine geheimnisvolle Stadt hinter Mauern. Eine Suche nach Identität, Erinnerung und Liebe. Ein Traum, der Wirklichkeit berührt – oder umgekehrt. Murakami spinnt hier wieder seinen ganz eigenen Zauber: surreale Bilder, sanfte Melancholie, große Fragen über das Leben. 💫 Und ich? Ich habe mich völlig verloren – und gefunden – zwischen diesen Seiten. Über 600 Seiten, verschlungen in nur einer Woche. 🕊️ Die Stadt mit ihrer ungewissen Mauer ist für mich mehr als nur ein Ort im Roman. Sie ist Spiegel und Zuflucht, ein Echo meines eigenen Inneren. Noch immer trage ich dieses Buch in mir. Noch immer schwebe ich auf einer Wolke, lasse die Gedanken in diese magische Welt zurückgleiten. So schön. So unbegreiflich. So Murakami. 💗

5

Irgendwie einfach toll.

Ich weiss nicht, was ich vorneweg erwartet habe, aber irgendwie war es einfach toll. Liest sich gut, lässt die Seele irgendwie baumeln und ist zugleich unterhaltsam.

Irgendwie einfach toll.
5

Schwierig reinzukommen aber ein Juwel der Erzählungen!

Ich habe vor kurzem meine aufblühende "Leidenschaft" entdeckt für japanische Autoren. Dieses Buch ist das erste, welches ich von diesem Autor gelesen habe und ich muss sagen, es fiel mir doch recht schwer, hier zu Anfang richtig anzukommen und mich in die Geschichte einzufühlen. Richtig lang kam mir die Geschichte eigentlich nicht vor, nur an manchen Stellen zäh, weil gefühlt jeder zweite Satz doppelt gesagt oder gefragt wurde. Aber es ist glaube ich von Wichtigkeit, dass man runterkommt.. das man sich einlässt auf die langsame Erzählstruktur Aber das hat es auch so interessant gemacht. Je weiter ich gelesen habe, desto besser ging es mir damit und ich fühlte mich stetig mehr verbunden mit dem Charakter und konnte seine Beweggründe teilweise auch nachvollziehen. Tatsächlich geht es um eine geheimnisvolle, trostlose Stadt. Wo man seinen Schatten verliert und wo nichts ist. Kein Spaß, keine Musik, kein Anders. Alles ist gleich, jeden Tag, für immer. Der Protagonist wird vom Jugendalter bis ins mittlere Erwachsenenalter begleitet. Der Wechsel zwischen Realität und Stadt und was die Protagonisten für was halten ist spannend gelöst und schnell verwischen hier die Grenzen. In der Erzählung wird sehr viel zwischen den Zeilen erzählt und es braucht sicherlich mehr als einen Durchgang, um die geheimen Noten des Buches komplett zu finden. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen für Leser, die sich dem fruchtlosen Büchern mit immer den gleichen vorhersehbaren Stories entziehen und ihren Geist und ihre Phantasie einmal auf die Probe stellen möchten. Und allen anderen natürlich auch. 😸

4.5

Originell. Tolles Setting. Schöne Sprache. Regt zum Nachdenken über die eigene Person an.

5

»Was ich damit sagen will, ist: Wer einmal wirklich geliebt hat, dessen Herz ist gleichsam ausgebrannt wie ein alter Brennstab. Vor allem, wenn ihm diese Liebe, aus welchen Gründen auch immer, entrissen wird. Eine solche Liebe ist für den Betroffenen das größte Glück und der tragischste Fluch zugleich.« (Seite 367) Haruki Murakamis neuester Roman "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" geht auf eine gleichnamige Kurzgeschichte aus dem Jahr 1980 zurück, die lediglich in einer japanischen Literaturzeitschrift veröffentlicht wurde, da er nie wirklich zufrieden mit ihr war. Losgelassen hat sie ihn aber nie, weshalb er 2020, also vierzig Jahre später, beschloss, an einer Romanfassung zu arbeiten - ein Pandemieprojekt, was für eine Geschichte, die von Isolation geprägt ist, sehr passend erscheint. Wie viele von Murakamis Erzählungen wird auch "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" aus der Ich-Perspektive eines namenlosen männlichen Protagonisten erzählt und beginnt als Liebesgeschichte zwischen dem 17-jährigen Erzähler und einem 16-jährigen Mädchen, das von der Realität losgelöst zu sein scheint. Sie erzählt, dass sich ihr wahres Ich nicht in dieser Welt befindet, sondern in einer ummauerten Stadt, die nur jene betreten können, die ihren Schatten zurücklassen. Dort soll er sie treffen, auch wenn sie dann keinerlei Erinnerung an ihn haben wird, um als Traumleser in der Bibliothek zu arbeiten. Für den Erzähler anfangs schwer nachvollziehbar, verschwindet das Mädchen jedoch ohne Vorwarnung und Abschied und er kann nur vermuten, dass sie endgültig hinter der Mauer verschwunden ist. In einem Land, in dem Einhörner durch die Straßen streifen und ein imposanter Torwächter die Menschen dazu zwingt, sich von ihren Schatten zu trennen… ➸ Ich kann mir gut vorstellen, dass es zweierlei Leser für diesen außergewöhnlichen Roman gibt: Jene, die ihn von vorne bis hinten lieben, und andere, die jedes Wort für heiße Luft halten und ihn entweder abbrechen, oder nach dem Beenden wütend in die Ecke werfen - denn zugegeben, man muss sich vollkommen einlassen können auf den magischen Realismus, den Murakami hier nutzt, um das universelle menschliche Verlangen anzusprechen, einen tieferen Sinn in einer oberflächlichen und gefühllosen Welt zu finden. Erst dann fühlt man die Worte und hört auf zu denken. Und erst dann spürt man die allumfassende Einsamkeit, die Murakami hier beschreibt, bei der ich sehr oft einen Kloß im Hals hatte. Er schreibt in Rätseln, die man als Leser selbst lösen muss und das kann für viele einfach nur unbefriedigend sein. Es gibt viele Realitäten, aber in welcher leben wir? Leben wir alle in unserer eigenen? Traum und Wirklichkeit, Realität und Einbildung, Person oder Schatten? Er geht der Frage nach, ob unsere Vorstellungskraft, die bewusste und die unbewusste, nicht ebenso mächtig und real sind, wie die Welt um uns herum. Und obwohl die Handlung kompliziert ist, lässt sich das Buch durch den leicht poetischen, schönen und verträumten Stil absolut flüssig lesen. Fazit: "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" ist Roman voller Nuancen und Emotionen und der Autor dahinter ein buchstäbliches Genie. Er kombiniert den Schmerz des Menschseins und es Alterns mit Herzschmerz und Verlust zu einer Einheit und gibt dem Leser dabei das Gefühl, all das mitzuerleben. Metaphorisch, magisch, weise und - vor allem - zutiefst tröstlich.

4.5

Es war mein erstes Buch des Autors und wird nicht mein letztes gewesen sein. Die Geschichte hat viel Tiefe, man muss das Buch mit „wachem Kopf“ lesen. Auch wenn das Buch an manchen Stellen, besonders am Anfang vielleicht etwas verwirrend war und ich als Leser orientierungslos war, konnte ich es doch nicht aus der Hand legen. Teil 3 und das Ende des Buches hat mich etwas fragend zurück gelassen und ich hätte gerne gewusst, wie es mit dem namenlosen Protagonisten weitergeht. Alles in allem, ein schönes Buch - 4,5 ⭐️

4

Ein sehr spezielles Buch. Auf der einen Seite so bildlich und simpel beschrieben und doch verwirrte es mich immer mal wieder. Es geht um nicht viel und zeitgleich doch. Das Buch wird mich noch eine Weile beschäftigen.

5

Diesed Buch hat mich mehrere Monate begleitet. Zum teil habe ich mich geärgert wieso ich so lange brauche, wenn mir das Lesen doch so viel spaß macht. Aber jetzt wo ich am ende bin und auch das Nachwort gelesen habe finde ich das wirklich sehr passend. Für mich war dies wohl ein Buch das auch parallel zu meinem Leben einen weg mit mir gehen darf. Immer wenn ich das gefühl habe das es eine routine wird und ich mich nach einer Veränderung sehnte, kahm etwas neues. Dieses Buch hat mich viel zum Nachdenken gebracht und den Wunsch alles zu verstehen und die tiefere bedeutung in allem zu finden, zum teil wollte ich schon online gehen und schauen was andere für gedanken haben, aber letztendlich konnte ich mich zusammenreißen und darüber bin ich sehr froh. Bevor wir in der Stadt waren habe ich mich auf die Stadt gefreut, als wir dann in der Stadt waren hoffte ich das er sie wieder verlässt, als er sie verlassen hatte und sehnsüchtig an die Stadt dachte verspürte ich auch eine art der Sehnsucht. Wünscht sich nicht jeder einen Herr Koyasu, oder einen Schatten mit dem man immer Sprechen kann und der mit Rat und Tat beiseite steht. Mein Kopf ist noch ganz verworren und so viele Ideen und Theorien schwirren mir durch den Kopf. -Er hat in der Jugend die Briefe von seiner Freundin gelesen und hatte somit damals schon die Aufgabe des Traumlesens -War die freundin nur ein Schatten oder war die Welt eine art Zuflucht die sie sich geschaffen hat, da sie zuhause probleme hatte. Als sie verschwunden ist ist sie in die ummauerte stadt und ist vielleicht eins geworden mit ihrer form dort? Oder ist das eine art und weiße depression zu beschreiben. Überhaupt verarbeitet dieses Buch das leben und Schicksalsschläge und das eigene sein und die Zuflucht und den Komfort. Am ende des Tages auch den Einfluss den man auf sein leben und sein Umfeld hat, und genau das schnell vergisst. Da muss ich an seine Freundin der das Cafe gehört denken, sie ist dort hingegangen um frei zu sein, dennoch hat sie sich in etwas reingezwungen. Aber das heißt nicht das sie nicht dennoch frei oder glücklich war. Das Glück im Alltag finden und in der Routine. Auch die Brüder und der Vater von dem Jungen M** waren sehr interessant. Die erwähnung das sie wohl jetzt auch wenn sie traurig sind wieder zurück müssen nach Tokio, weil eine andere Wahl gibt es ja nicht. Und wie oft das erwähnt wurde. Irgendwie hat jeder seine eigene Stadt die sich ständig mit einem mitbewegt. Was hat es auf sich mit dem Namen der stadt oder dem Namen M** überhaupt auf sich. Sind die Charaktere wirkliche Charaktere oder auch nur weitere Bildungen des eigenen verstandes und ein weiterer Zufluchtsort. Und ist das am ende des Tages überhaupt wichtig? Das Buch war einerseits eine sehr ruhige Zeit und viel langsamer als viele Bücher die ich lese. Aber dennoch schwirrt mir jetzt so der Kopf. Wirklich ein sehr wertvolles Buch. Jetzt freu ich mich die Meiningen anderer zu lesen und hoffe das ich nicht enttäuscht werde haha.

4

"Ich setze mich auf einen Stuhl, befreie mein Bewusstsein aus dem Käfig meines Körpers, um es auf der weiten Wiese meiner Gedanken umherschweifen zu lassen ..."

Ich habe noch nicht viel von Murakami gelesen, trotzdem würde ich aufgrund meines kleines Erfahrungsschatzes sagen: Dies ist typisch. Es dauerte einige Zeit, bis sich der Nebel ein wenig lichtete und so ganz ist er bei mir auch nicht weggegangen. Toller Schreibstil, großartige Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, aber beim Lesen doch ständig die Frage: Ist die Geschichte eine Metapher, die ich einfach nicht verstehe? 🙈😅

"Ich setze mich auf einen Stuhl, befreie mein Bewusstsein aus dem Käfig meines Körpers, um es auf der weiten Wiese meiner Gedanken umherschweifen zu lassen ..."
4

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, aber ich musste es für 6 Monate zur Seite legen, nachdem ich es bereits im Februar angefangen hatte. Der Funke ist da schon übergesprungen, aber mir fehlte die Zeit um mich richtig drin verlieren zu können. Jetzt ist es vorbei und ich habe trotzdem noch viele Fragen. Haruki Murakami kann mit seinen Worten wunderbar Stimmungen einfangen und Bilder heraufbeschwören. Dieses Buch sollte im Urlaub, wenn man viel Zeit hat, gelesen werden. (Deswegen auch nur 4 Sterne)

4.5

Balsam für die Seele ❤️

3

Puh ist das lang Ich mag die Gedanken hinter der Story, das schon mal vorweg und ich mag auch den Protagonisten. Was mich sehr gestört hat, ist die langwierige Erzählung. Es zieht sich endlos und irgendwie kommt aber niemand zum Punkt. Allerdings ist dieses Buch wahrscheinlich auch nicht dafür gedacht, es mal eben an einem Tag zu verschlingen. Ein Buch zum Nachdenken und entschleunigen, finde ich. Allerdings passte es nicht zu mir. Vielleicht später irgendwann noch mal. Mir war das alles zu viel, von allem. Da konnte leider auch David Nathan nichts gegen tun. Großes Lob an dieser Stelle für das Hörbuch, aber auch dieses konnte mich nicht überzeugen

5

Ein Buch für das man bereit sein muss.

Ich habe dieses Buch vor etwas über einem Jahr geschenkt bekommen und bis zum Sommer 24 zum dreiviertel gelesen. Dann kam eine Zeit da war ich nicht bereit dafür, denn dieses Buch hat mich sehr mitgenommen. Die Geschichte um die Stadt und ihre ungewisse Mauer liest sich für mich wie eine große Metapher. In mir machte sich eine große Sehnsucht breit und auch oft eine Traurigkeit. Ohne die Dinge genau zu definieren oder zu betiteln schafft Haruki Murakami es dennoch, dass man weiß, was gemeint ist. Vielleicht empfindet auch jeder Leser für sich seine eigene Vorstellung von der Geschichte, je nachdem was er da hineininterpretiert. Man muss es gelesen haben, um es zu verstehen. Nach einem dreiviertel Jahr Pause fühlte ich mich bereit für die letzten 100 Seiten und war gespannt, ob es am Ende einen Sinn ergibt. Um nicht zu Spoilern lasse ich diese Information offen. Ich fand das Buch sehr tiefgründig und prägend.

Ein Buch für das man bereit sein muss.
5

Ein tolles nachdenkliches Buch

Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und es hat mich auch nach dem tollen Leseerlebnis lange nicht losgelassen. Der Schreibstil war einfach klasse und die Geschichte hat mich tief berührt. Leseempfehlung!

4.5

Ein Buch wie ein Kunstwerk, in dem sich Traum und Wirklichkeit unauflösbar miteinander verbinden. Sehr vielschichtig und in jeder Hinsicht lesenswert, auch wenn man sich bis zum Schluss nicht sicher ist, wirklich alles verstanden zu haben.

5

Wow, Murakami at its best. Ein fantastisches Buch.

4

Murakami! Ich verstehe ihn nicht, aber mag ihn.

5

Sehr angenehm zu lesen und außergewöhnliche Geschichte

Seit neuestem lese ich sehr gerne japanische Autoren, denn sie zeigen eine sehr angenehme Erzählstruktur auf, die sich langsam und wohltuend durch die Handlung des Buches bewegt. Ich würde mich als schnellen Leser definieren, aber dieses Buch zwingt einen ganz von allein, das Tempo zu drosseln, was ich jedoch als angenehm, wenn auch zu Anfang als gewöhnungsbedürftig empfunden habe. Mich begeistert die minimalistische aber doch sehr nahbare Sprache, die es dem Leser einfach macht, sich in diese literarisch komponierte Welt hineinzuversetzen. Die Geschichte ist zwischen Fiktion und Realität kreativ gesponnen und trotz der langsamen Handlungsweise, konnte ich das Buch nicht weglegen, da es mir einfach richtig gut getan hat. Das einzige, was ich etwas anstrengend fand, war, dass der Hauptcharakter gefühlt jeden Dialog unnötig in die Länge gezogen hat, da er dauernd alles doppelt gefragt hat. Das empfand ich doch als recht aufreibend Ansonsten gebe ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jedermann, der sich daran erfreut, interessante Erzählungen aus verschiedenen Sichtweisen erleben zu dürfen und dabei mit seinem Geist zur Ruhe kommen kann

4

Entweder man lebt in der Stadt oder außerhalb. Ein Weg hinein ist schwierig, ein Weg hinaus nicht vorgesehen. Beim Betreten lässt man ein Stück von sich selbst zurück, seinen Schatten. Und trotz dieses Opfers zieht es den Protagonisten dorthin, denn er will Traumleser werden und eine vertraute Seele wiederfinden. „»Die Stadt ist von einer hohen Mauer umgeben«, holst du die Worte aus der Tiefe der Stille herauf wie verborgene Perlen vom Meeresgrund. »Die Stadt ist nicht groß, aber so klein, dass man sie einfach überblicken kann, ist sie auch nicht.«“ Dadurch, dass den einzelnen Figuren immer nur Auszüge der Realität bekannt sind, entsteht ein mystisches Bild des Handlungsorts, an dem es Einhörner oder Formwechsel gibt, an dem neben Büchern eben auch Träume gelesen werden können. Es ist nicht schlimm, dass nicht jede Frage, die ich mir stellte, eindeutig beantwortet wird; vielmehr versteht es Murakami, auf seine ruhige Art mit einer außergewöhnlichen Geschichte zu fesseln und zu verzaubern. David Nathan tut als Sprecher sein Übriges, damit wir uns im Kopf des Ich-Erzählers nieder- und mit ihm diese Welt real werden lassen.

4

Übersetzt von Ursula Gräfe. Geschichten sind geduldig. Sie warten auf dich. Im Buchladen, zu Hause in deinem Bücherregal oder vielleicht noch gar nicht erschienen. Manche Bücher haben das Talent zur genau richtigen Zeit aufzutauchen, als wüssten sie, dass heute, jetzt und genau hier der richtige Zeitpunkt ist. Und manche Bücher sind all das und sie sind noch viel mehr, denn sie sind einfach Haruki Murakami. "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" kam zu einem Zeitpunkt in mein Leben, an dem ich Trost brauchte, irgendetwas, auf das ich mich freuen konnte, wenn der Alltag zu grau wurde und ich mich mit einer Geschichte weit weg träumen wollte. Es war, als hätte Murakami das gespürt und daraufhin dieses wunderbare Buch geschrieben. Aber das stimmt natürlich nicht, denn in seinen seltenen Nachworten erklärt der Autor, dass ihm diese Geschichte, die ursprünglich eine Kurzgeschichte war, schon jahrzehntelang im Kopf herum spukte, dass sie das Potenzial eines richtigen Roman besaß und jetzt der richtige Zeitpunkt kam sie auszuerzählen. "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" ist eine literarische Umarmung, ein Buch, in dem Zeit eine wesentliche Rolle spielt, doch eigentlich komplett nichtig ist, ein bisschen ein Buch über das Erwachsen werden aber auch genauso eins über die lange Suche nach Sinnhaftigkeit im Leben und wie viel von den Dingen, mit denen wir uns tagtäglich umgeben eigentlich unwichtig sind. Es ist ein Buch über Liebe, über Freundschaft, manchmal auch über Einsamkeit, über das genaue Hinsehen und Zuhören und wie so oft bei Murakami Büchern fühlt es sich wie ein gemütlicher Nachmittag im Lesesessel mit Decke, Tee und guten Büchern an. Hier kommt wohl wieder der Absatz, in dem etwas vom Inhalt preisgegeben werden soll, obwohl der kurz angerissene Inhalt von Murakami Büchern eben so überhaupt nichts über den Inhalt auszusagen hat, aber ich versuche es einmal. Wir folgen einem jungen Mann, der im Teenageralter zu Beginn der Geschichte vom dem Mädchen, das er liebt, eine Geschichte von einer Stadt erzählt bekommt, in der es keine Zeit gibt und in der die Menschen keinen Schatten haben. Die Stadt ist umgeben von einer riesigen unüberwindbaren Mauer, die scheinbar perfekt ist und des öfteren auch einmal ihre Position zu ändern pflegt. Es gibt nur einen Ein- und Ausgang, der von einem Torwächter bewacht wird. In dieser Stadt arbeitet das wahre Ich des Mädchens in einer Bibliothek, denn in der Außenwelt wird sie nur von ihrem Schatten vertreten und auch der namenlose Erzähler der Geschichte unterhält sich lediglich mit dem Schatten des Mädchens. Als das Mädchen dann von einem auf den anderen Tag spurlos verschwindet und der Erzähler bis ins Erwachsenenalter hinein sie nicht vergessen kann, will er unbedingt in diese Stadt, um dort das wahre Ich des Mädchens zu treffen. Ich kann immer nur wiederholen, man muss sich mit allem, was man im Kopf und im Herzen hat, auf Murakamis Geschichten einlassen, denn natürlich ist "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" noch so viel mehr. Gewohnt erzählt zwischen Fiktion und Realismus ohne deutliche Grenze, das eine bricht immer in das andere ein, ist für jede Leserin und jeden Leser diese Stadt etwas anderes, denn das ist das Wunderbare an Murakamis Bücher: sie sind auf so vielen Arten interpretierbar und bedeuten für jeden unterschiedlich. Und obwohl ich eine große Anhängerin von Murakamis Romanen bin, sehe ich natürlich nicht alles mit der rosaroten Brille, denn auch mir fallen immer wieder die doch teils oberflächlichen und oft se*ualisierten Beschreibungen seiner weiblichen Figuren auf, die hier zwar in einem gemäßigten Rahmen auftreten aber doch auffallen, was sehr schade ist, denn gerade seine weiblichen Figuren in diesem Roman lasen sich unglaublich interessant und blieben inhaltlich leider nur angekratzt. Dafür finden sich fast alle bekannten erzählerischen Motive Murakamis auch in "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer". Egal, ob es sich um Katzen, Bibliotheken, Cafés, Klassik- oder Jazzmusik handelt, auf all das treffen wir auch im vorliegendem Werk. Und seine Hauptfigur, der namenlose Erzähler, ist Haruki Murakami dieses Mal besonders gut gelungen. Er verkörpert das Menschsein, wie wir es selbst so gut alle kennen. Gefangen in einem Alltag, der ihn nicht mehr wirklich erfüllt, vollzieht er das, wovon wir alle wohl insgeheim träumen: er bricht aus und folgt seinem Gefühl in das Land hinaus. Dadurch entstand bei mir ein sehr großes Verbundenheitsgefühl und die Hoffnung, dass er (und vielleicht auch ein bisschen ich selbst) das findet, was er sucht, auch wenn man selbst noch nicht so genau weiß, was das ist. "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" ist ein wundervoll typischer Murakami geworden, eine Geschichte so herrlich angenehm und wunderbar ruhig erzählt aber ohne langatmig zu werden, eher wie eine wohlig gemütliche Decke, die dich ganz langsam allmählich einhüllt.

Post image
3

Nicht sein stärkstes Buch

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ erzählt von einem namenlosen Ich-Erzähler, der von einer geheimnisvollen, ummauerten Stadt besessen ist – einem Ort, an dem Menschen ohne Schatten leben, in dem Gefühle und Erinnerungen kontrolliert werden. Jahre später scheint diese Stadt real zu werden, als der Erzähler eine Arbeit annimmt, die ihn immer tiefer in eine rätselhafte, zeitlose Welt führt. Man muss wissen, dass Murakami‘s Geschichten immer etwas außergewöhnlich sind. Oft befindet man sich in einer Art Parallelwelt zwischen Traum und Realität. Leider bin ich mit der Story nicht wirklich warm geworden am Ende der über 600 Seiten sind zu viele Fragen offen geblieben, als sie urplötzlich endet. Wenn ihr Murakami lesen wollt (was ich euch definitiv empfehle!), fangt nicht mit diesem Buch an, sondern vielleicht eher mit „Naokos Lächeln“ oder „Kafka am Strand“.

4

Murakami nimmt das Thema einer Geschichte aus seinen Anfangszeiten auf und macht einen Roman draus. Kurz geht's um die Mühen des Erwachsenewerdens, der unerfüllten Liebe und der Suche nach einem Platz im Leben. Wer Murakami mag, wird auch diesen Roman lieben. Ein Buch, das einen nicht so leicht loslässt.

Bildlich gesprochen ein Leseerlebnis, bei dem der Leser dem Protagonisten durch ein nebliges Labyrinth des Unbewussten, des Phantastischen, des Magischen folgt. Gelegentlich lichtet der Text die grauen Schwaden. Doch bald wabern die Nebel wieder. Um die Stadt, um die Mauer und um die Schatten, allesamt Metaphern für das Unbegreifliche. Damit kein Leser den Faden vollständig verliert, baut Murakami ständige Wiederholungen in den Text ein. Der Roman hinterlässt einen nicht unbedingt frohgemut oder klüger, aber vermutlich war das noch nie Murakamis Absicht. Wer Murakami kennenlernen will, sollte besser nicht mit diesem Buch anfangen. Lieber mit der Wilden Schafsjagd oder besser noch mit dem ähnlichen Roman Hardboiled Wonderland beginnen.

5

Ein typischer Murakami

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, Teil 1 spielt in der ummauerten Stadt, Teil 2 in der realen Welt, Teil 3 wieder in der Stadt. Der letzte Teil fällt etwas von der Qualität ab, das Ende ist apprupt. Ich kann das Buch aber empfehlen... Wer Hard-Boiled Wonderland mochte, wird auch das mögen.

3.5

DIE STADT UND IHRE UNGEWISSE MAUER Haruki Murakami Unser namenloser 17-jähriger Ich-Erzähler verliebt sich unsterblich in ein Mädchen ohne Namen. Sie fühlen sich als Seelenverwandte und glauben jede Menge Zeit zu haben. Doch eines Tages eröffnet ihm das Mädchen, das sie eigentlich nur der Schatten ihrer selbst sei und das ihr wahres Ich in einer Stadt hinter einer hohen Mauer lebe. Eine Stadt, wo man beim Eintreten seinen Schatten abgeben muss und wo es Uhren ohne Zeiger gäbe, denn Zeit hätte dort ihre Bedeutung seit langem verloren. Aus dieser Stadt kehre man nie zurück. Als das Mädchen ohne Ankündigung verschwindet und unser Protagonist sie auch nach längerer Suche nicht finden kann, beschließt er in diese geheimnisvolle Stadt zu reisen. Dort angekommen beginnt er in einer Bibliothek zu arbeiten, eine Bibliothek, die aus Träumen besteht und dort trifft er seine Freundin wieder, jedoch erkennt sie ihn nicht mehr. Wie dieser Roman von Murakami weitergeht und ob beide eine gemeinsame Zukunft haben, müsst ihr selber herausfinden … Leider muss ich sagen, dass dieser Murakami mich ein wenig unzufrieden zurückgelassen hat. Viele Wiederholungen, langsames Tempo und detaillierte Unwichtigkeiten bestimmen das Buch. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob es am Hörbuch lag - an der langsamen Erzählstimme des Sprechers. Oder hätte ich es auch so empfunden, wenn ich das Buch gelesen hätte? Der erste Teil zog sich in die Länge, erst ab dem zweiten Teil konnte mich der Autor streckenweise einfangen. Fazit: Für mich war es nicht der beste Murakami, trotzdem hätte ich ihn auch nicht missen wollen. 3½ / 5 Oh

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5

Life is strange! - Murakamis fantastisches Kunstmärchen

An Haruki Murakami, dem inzwischen 75jährigen ewigen Literaturnobelpreis-Kandidaten, scheiden sich die Geister. Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Seit der Lektüre von „Kafka am Strand“ gehöre ich zu der zweiten Gruppe der Verehrer und habe sehnsüchtig auf den neuen Roman „Die Stadt und ihre Ungewisse Mauer“ gewartet. Die Jugendliebe des namenlosen Protagonisten verschwindet auf einmal unauffindbar. Gezeichnet von dem Verlust flieht der Ich-Erzähler aus Tokio und nimmt eine schlecht bezahlte Stelle als Leiter einer Bebliothek in einer weit abgelegenen Kleinstadt an und trifft dort u.a. auf die großartige Figur des scheidenden Bibliothekdirektors Koyasu, den autistischen Jungen im „Yellow Submarine“-Pullover, die Cafebesitzerin und einige mehr und erfährt deren bewegende Lebensgeschichten. Neben diesem Erzählstrang gibt es jedoch auch ein Paralleluniversum der Geschichte, ein jenseitiges Traumreich, die Stadt mit den ungewissen Mauern, die auf mysteriöse Weise hauteng mit der Wirklichkeit verbunden ist. In diesem rätselhaften Ort trifft unser Held auch wieder auf seine Jugendliebe und die Realität, wie wir sie kennen, gerät ins Wanken. Das Wirkliche und das Unwirkliche, die Lebenden und die Toten, alles vermischt sich. Der Roman behandelt große Themen wie Verlust, Trauer, Tod, das Leben nach dem Tod, die Vorstellung einer Seele und Liebe auf eine an Kafka erinnernde rätselhafte Art und versetzt einen ( wenn man sich darauf einlässt) in eine Art Schwebezustand. Ein beeindruckender Roman, der bei mir seine Spuren hinterlassen hat. Life is strange!

4.5

Ich hätte nicht geglaubt, dass meine Liebe für Murakami noch größer werden kann, aber sein neustes Werk hat es geschafft. Inhalt: Wir begleiten unseren namenlosen Ich-Erzähler in eine ummauerte Stadt. Niemand kann diese wieder verlassen und rein kommt man nur, wenn man seinen Schatten zurück lässt. Und so beginnt diese magische Reise auf den Spuren einer großen Liebe und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen... Dieses Buch hat alles was ein guter Murakami braucht. Wir haben zwei Liebende, Bücher, Jazz-Musik und natürlich Katzen. Außerdem sehr viel magisches und traumgleiches. Ich brauchte einiges an Zeit für diese Lektüre. Das hat nichts damit zu tun, dass es mir nicht gefallen hat. Murakami gefällt mir so gut wie immer. (Kleine Ausnahmen, damit es spannend bleibt 😉) Aber der Umfang dieser Geschichte hat mich schon ordentlich aus meiner Komfortzone gestoßen. Über 600 Seiten voller wirrer Begebenheiten, Einhörner, einer Bibliothek ohne Bücher und einem Protagonisten, der stur seinen Weg geht. Das Buch selber ist in drei Teile aufgeteilt. Hier hat mir der zweite am besten gefallen. Die Atmosphäre des ländlichen Japan habe ich sehr genossen und für mich hätte es noch lange so weitergehen können. Die Beziehungen der einzelnen Charakter ist wieder eine Mischung aus echter Zuneigung und japanischer Distanziertheit. Das kann im zwischenmenschlichen manchmal sehr steif und gestellt wirken. Dadurch blieben mir einige Charakter fremd, von denen ich gerne etwas mehr erfahren hätte. Zum Ende dachte ich kurz, ich hätte die Geschichte endlich verstanden und wüsste wo die Reise nun hin führt und dann passierte das, was Murakami am besten beherrscht: 🤯🤯 Der Plot Twist hat mich eiskalt erwischt und mein Gehirn hat sich immer noch nicht ganz erholt. Für mich ist Murakami wie eine gute Jazz Session. Zu Beginn spielen alle Musiker nebeneinander her, niemand weiß genau wo die Reise hin geht, doch zum Schluss webt sich alles zu einem wunderbaren Song zusammen. So empfinde ich sehr oft beim Lesen seiner Werke. Eine Leseempfehlung? Wer keine Geduld hat um sich von der Geschichte führen zu lassen, der wird hier leider nicht glücklich werden. Wer sich aber auf diese Mischung aus Realität und Traum einlassen kann, dem möchte ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

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5

Eine wundersame Geschichte über Realität und Fiktion, Bewusstsein und Unterbewusstsein in einer sehr schönen, ruhigen und philosophischen Sprache.

5

Ein Meisterwerk

“Die Stadt und ihre ungewisse Mauer” von Haruki Murakami zieht den Leser in eine surreale Welt. Der Sprecher David Nathan hat in 17 Stunden und 12 Minuten mit seiner angenehmen, ruhigen Stimme unglaublich intensiv dieses Meisterwerk gesprochen. Die Stimm-/Tonlage war perfekt für diese Geschichte geeignet. Ein 17 jähriger Junge verliebt sich in ein 16jähriges Mädchen. Die beiden Jugendlichen leben in Japan und die zarte Beziehung besteht überwiegend aus Briefen. Das Mädchen erzählt oft über eine ummauerte Stadt, in der ihr wahres ICH lebt und in einer Bibliothek arbeitet. Nur wer seinen Schatten zurücklässt, darf die Stadt betreten. Das Mädchen sagt ihm, dass es ganz und gar ihm gehören möchte und doch gab es keine Intimität zwischen den Verliebten. Plötzlich ist das Mädchen verschwunden, niemand weiß, wo sie ist und der namenlose Erzähler sucht überall. Er versteht nicht, was geschehen ist und begibt sich in die ummauerte Stadt. Das Mädchen kann sich nicht an ihn erinnern, alles ist seltsam dort, die Uhren stehen still und sein Schatten, der außerhalb der Mauern bleiben musste, beginnt zu sterben. Der ICH-Erzähler wird gegen seinen Willen zurück in die Welt außerhalb der Mauern gebracht. Er kann das Mädchen nicht vergessen und sich deshalb auf keine andere Frau einlassen. Sein Leben im Buchhandel füllt ihn nicht aus und er bewirbt sich auf eine Stelle als Bibliothekar in einem kleinen Ort. Hier fühlt er sich wohl und ist erstaunt, als er bemerkt, dass seine Anstellung von dem toten Bibliothekar vorgenommen wurde und dieser immer wieder in sein Leben tritt. Seine Gedanken und Träume driften an diesem Ort nun wieder vermehrt zur ummauerten Stadt. Der Autor zeichnet die Charaktere zart, ruhig und einfühlsam. Authentisch werden die verschiedenen Orte beschrieben, die Stadt mit ihrem unbestimmten Grundriss, der Stille und Kälte. Sanft führt uns Haruki Murakami zwischen den Zeilen zu unserem Selbst, zu unserer Selbstliebe und zurück zur Liebe. Ein großartiges, berührendes und sanftes Werk, welches unglaublichen Tiefgang verspricht. Mystisch, geheimnisvoll und leicht wie der Flügelschlag eines Schmetterlings nimmt uns der Autor mit auf eine Reise der Sehnsucht. Ein Meisterwerk welches mich unglaublich tief berührt hat. Murakami spätes Werk ist mein erstes (Hör-)Buch von ihm, jedoch sicherlich nicht das letzte. Eine klare Lese-/Hörempfehlung.

Ein Meisterwerk
5

Wirklich phantastisch 🥰

Das war mein erstes Buch von Murakami und es hat mich direkt überzeugt. Wusstet ihr, dass er 40 Jahre an dem Buch saß? ☺️ Oberflächlich betrachtet kommt die Geschichte wie eine Fantasy-Geschichte daher, aber auf einer tieferen Ebene sind es Metaphern über das Leben. Die Mauern einer erfundenen Stadt oder die Mauern in uns? Ich kann nur jedem empfehlen sich auf diese Geschichte einzulassen!

5

Eine Geschichte über das wahre Ich und oder dem Schatten davon.

Haruki Murakami ist ein Meister, die Wirklichkeit mit einer Traumwelt verschmelzen zu lassen. Wir begleiten den namenlosen Protagonisten zu verschiedenen Lebensabschnitten, somit haben wir es auch mit gewissen Coming of Age Elementen zu tun. Unser Protagonist ist 17 Jahre alt und verliebt sich unwiderruflich in ein Mädchen von 16 Jahren. Eines Tages verschwindet sie urplötzlich und er findet sie in einer anderen Welt bzw. einer Art Traumstadt wieder. Die man jedoch nur betreten kann, wenn man seinen Schatten hinter sich lässt. Die Geschichte wechselt zwischen der „realen Welt“ und der „Traumwelt“. Das ganze über viele Jahrzehnte hinweg. In der realen Welt versucht sich der Namenlose Mann ein normales Leben aufzubauen und das Mädchen zu vergessen, doch das gelingt ihm einfach nicht. So entspinnt sich eine unheimlich ruhige Geschichte in der man nur schwerlich zwischen Wirklichkeit und Traum unterscheiden kann. Ich finde es recht schwer das Buch in ein bestimmtes Genre zu stecken. Denn es ist kein Fantasyroman und doch hat es fantastische und übernatürliche Elemente in sich, am ehesten würde ich es als Surrealismus verstehen, der Autor selbst jedoch spricht es als magischen Realismus aus. Der Autor nimmt sich in seinem Roman viel Zeit über die verschiedenensten Fragen des Lebens zu philosophieren, indem er sich immer wieder Metaphern zur Hilfe holt. Und so geht er unheimlich liebevoll mit dem Thema Verlust und Trauer um. Und stellt sich auch den Fragen über das Ich, den Geist und die Seele und das Bewusstsein. Das macht das Buch außerordentlich tiefgründig und man hat jede Menge Stoff zum nachdenken. Die Protagonisten lesen sehr viele verschiedene Bücher und so findet auch das Tagebuch der Anne Frank, die ein oder andere Erwähnung. Der Schreibstil ist sehr sachlich und ruhig und doch finden sich auch viele cozy Momente darin. Auch wenn ich mich zu Anfang erst in die Geschichte einfinden musste und das Ende etwas offen gehalten wurde, ist sie für mich zu einem Highlight geworden, sodass ich aufjedenfall noch mehr von Haruki Murakami lesen möchte.

4

Wundersam, märchenhaft und ruhig. Eine Parabel mit unsicherer Linie, die zum Fühlen und Grübeln einlädt.

4.5

Ich weiß nicht wie ich dieses Buch beschreiben soll. Es war wirklich ein Erlebnis! In die Story bin ich zunächst sehr schwer reingekommen, weil der erste Teil des Buches im Präsens geschrieben ist und ich das leider überhaupt nicht mag. Trotzdem konnte mich die Geschichte von Anfang an in den Bann ziehen. Die Perspektiven wechseln zwischen der realen Welt und der Stadt hinter den Mauern und nicht immer kam ich sofort mit. Aber das war irgendwie auch das Besondere an dem Buch. Wir begleiten den Protagonist beim älter werden und vor allem bei vielen Gesprächen. Es ist sehr emotional und berührend. Eine wundervolle (teilweise magische) Geschichte an die ich sicherlich noch lange werde denken müssen 🥰 Überzeugt euch am besten selbst!

5

Haruki Murakami lässt in seinem neuen Roman wieder die Grenzen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit mit denen einer Traumwelt und dem Bewussten und Unbekannten und Unbewussten verschwimmen. Einfach großartig, wie er es immer wieder schafft, den Leser in magische Welten zu entführen.

4

Ein typischer Murakami

Bei Haruki Murakami hat man ja öfter das Gefühl, er schreibe einfach drauf los, ohne vorher eine konkrete Handlung im Sinn zu haben. So beginnen und enden Handlungsstränge, ohne dass sich die Geschichte auf ein erkennbares Ziel zubewegt. Stattdessen steht die große Metapher einer fiktiven Stadt im Mittelpunkt, in der der namenlose Protagonist sich auf die Suche nach einer verlorenen Jugendliebe begibt. Dabei tauchen allerlei seltsame Charaktere auf, die irgendwo zwischen Leben und Tod, Realität und Fiktion zu existieren scheinen. Die Anspielungen auf den magischen Realismus im Werk von Garcia Marquez kommen hier nicht von ungefähr. Ein typischer Murakami eben!

3.5

Genial oder trivial?

Bisher habe ich von Murakami nur die illustrierte Kurzgeschichten gelesen, die mich absolut begeistern konnten. Ob er das mit einem Roman auch schaffen konnte? Jein. 📘 "Die Stadt und ihre ungewisse Mauer" von Haruki Murakami erzählt die Geschichte eines namenlosen Erzählers, den eine verlorene Liebe in die ummauerte Stadt führt. Eine Stadt, die man nur betreten kann, wenn man seinen Schatten zurücklässt. Der Beginn einer traumhaften Reise. 🪨 Hach dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Der Anfang tröpfelt so vor sich hin, ist gekennzeichnet von schon fast lächerlich vielen Wiederholungen ganzer Sätze, so dass ich zwischendurch überprüft habe, ob das Hörbuch vielleicht kaputt ist. Ein ständiger Wechsel von egal zu genial, definitiv aber hart an der Grenze zu trivial. 🪨 Der Mittelteil konnte mich dafür absolut begeistern. Dieser Teil der Story war fesselnd und tiefgründig. Poetisch trotz seiner Einfachheit oder vielleicht gerade deswegen. Murakami schafft es mich mit dem fließenden Übergang zwischen Traum und Realität zu verzaubern, lässt mich nach dem Sinn zwischen den Zeilen suchen und verleitet zu philosophischen Gedanken über das Gehörte. Bis er plötzlich einen Handlungsstrang abbricht und nie wieder ein Wort darüber verliert. What? Warum wurde dann überhaupt darüber gesprochen? Sehr unbefriedigend. Das Ende an sich. Schwammig. Unbefriedigend. Zu viele Gedanken die einfach verpuffen. 🎧 Das Hörbuch wurde von David Nathan großartig eingesprochen. Nichts anderes habe ich erwartet. Für mich trägt er keinen kleinen Anteil daran, dass mich die Geschichte irgendwie gefesselt hat. 🪨 Kann ich das Buch empfehlen? Jein. Ich glaube ich muss es nochmal hören, um den tieferen Sinn dahin zu erkennen, sofern vorhanden. Irgendwie schön war es trotzdem. Für Fans von japanischer Literatur zwischen genial und trivial.

Genial oder trivial?
5

⛰️

Ein atemberaubender Roman. Voller Poesie und Trauer. Klare Empfehlung!

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