Die Liebe an miesen Tagen
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Description
Book Information
Author Description
EWALD ARENZ, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Mit ›Alte Sorten‹ (DuMont 2019) stand er auf der Liste »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2019 und ›Der große Sommer‹ (DuMont 2021) erhielt 2021 ebenjene Auszeichnung. Zuletzt erschienen ›Zwei Leben‹ (DuMont 2024) und ›Katzentage‹ (DuMont 2025).
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Berührende, leichte Lektüre mit kleinen Schwächen
In "Die Liebe an miesen Tagen" erzählt Ewald Arenz von zwei Menschen, die sich eher zufällig begegnen und doch genau zur richtigen Zeit. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die mit beiden Beinen im Leben steht, bereits einiges erlebt hat und ihrer Umwelt mit einer guten Portion Ironie begegnet. Zwischen vorsichtigen Annäherungen, alten Wunden und neuen Hoffnungen entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die leise beginnt und zunehmend an Tiefe gewinnt. Die Protagonistin hat mich aber zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits ist sie lebensnah, klug und schlagfertig gezeichnet, andererseits haben mich ihre Gedankengänge und Unsicherheiten stellenweise wirklich an meine Grenzen gebracht. Dieses ständige Hinterfragen, Zögern und Sich-selbst-im-Weg-Stehen konnte mitunter anstrengend sein und hat mir beim Lesen auch den ein oder anderen Nerv geraubt. Abseits davon ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die viele leise, warme Momente bereithält. Es gab immer wieder Szenen, die mich zum Schmunzeln und sogar zum Lachen gebracht haben. Kleine Dialoge, feine Beobachtungen, die das Buch lebendig machen. Gleichzeitig liest sich die Geschichte angenehm flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Besonders berührend ist die Nebenhandlung rund um die demente Mutter. Diese Passagen bringen eine ganz andere, schwere Emotionalität mit sich und zeigen eindrücklich, was es bedeutet, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren. Das verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und bleibt im Gedächtnis. Ja, an manchen Stellen wirkt es vielleicht ein wenig zu viel, ein Hauch zu schmalzig ABER insgesamt überwiegt das Gefühl, ein warmes, ehrliches Buch gelesen zu haben. Ein Roman, der nicht perfekt ist und dennoch menschlich wirkt und der sich wunderbar eignet, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
Bewegend, emotional, einfühlsam
Mein erstes Buch des Autors hat mich von Anfang an gepackt und neugierig gemacht. Seine Art zu schreiben sowie die Wechsel zwischen den Sichtweisen sprach mich direkt sehr an. Das Buch enthält Humor, Tragik, Romantik und ist einfach etwas für das Herz. Ich musste hier und da schmunzeln, habe immer wieder den Kopf geschüttelt und zeitweise sogar ein paar Tränen gelassen. Obwohl das Leben des Protagonisten im Vergleich deutlich weniger tief beleuchtet wird, fand ich beide Charaktere recht sympathisch. Mir gefielen die oft schlagfertigen und dann aber auch emotional offenen Dialoge sehr. Und auch, wenn ich zeitweise dachte „das ist doch hier alles nicht mehr realistisch“ (muss es ja auch nicht sein), sind doch viele Themen, bspw die Demenz der Mutter und die Bedeutung dessen für die gesandte Familie inklusive der Folgen, oder die wiederholten Schicksalsschläge, sehr realitätsnah dargestellt. Das Leben ist und bleibt einfach unberechenbar. Alles in allem erscheint mir der Roman als eine Ode an das Leben, daran, dass man für alles dankbar sein sollte und darf, was man hat (insbesondere Gesundheit) und dafür, dass es auch trotz schlimmer Lebensereignisse weitergehen und man das Leben genießen kann. 4,5/5 ⭐️ für einen ruhigen Roman voller Emotionen!
„So jemanden wie dich”, sagte er leise. „So wie du für ihn bist. Das hätte ich…das wäre schön.” Also…ich mochte die Story von 𝗗𝗶𝗲 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲 𝗮𝗻 𝗺𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴𝗲𝗻 an sich sehr und fand auch viele Stellen sehr berührend. Was mir aber nicht so gefallen hat, war die Vorhersehbarkeit. Ich wusste schon relativ am Anfang, wohin die Reise gehen wird und hätte mir gewünscht, dass ich noch mal überrascht werde. Aber die beiden Hauptfiguren Clara und Elias waren mir sympathisch und ich fand es toll, dass aus beiden Perspektiven erzählt wurde und man so in beide Köpfe schauen konnte. Meine heimliche Hauptrolle des Buches spielt Jan, Claras Bruder und mich hat die Geschwister-Liebe von Clara und Jan eigentlich mehr fasziniert als die Liebesgeschichte von Clara und Elias. Ich habe in anderen Rezensionen oft auch gelesen, dass Ihnen die Story zu kitschig war. Das kann ich zumindest nicht bestätigen. Es ist nun mal eine Liebesgeschichte und die große Liebe darf meiner Meinung nach auch kitschig sein. Ich habe in letzter Zeit sehr viele Bücher mit Thema Demenz gelesen, deswegen hätte ich jetzt die Demenzerkrankung der Mutter im Buch nicht gebraucht hätte, aber ich verstehe, dass sie für den Aufbau der Story wichtig war. Das ist jetzt mein drittes Ewald Ahrenz-Buch und ich würde sagen, dass “Alte Sorten” unangefochten auf Platz 1 steht. Danach kommt “Der große Sommer” und danach “Die Liebe an miesen Tagen”. Ich hab auch noch “Zwei Leben” im Bücherregal stehen und bin sehr gespannt wie mir das gefällt.
Ewald Arenz hat ein Gespür für die besonderen Momente im Alltag ☕️
Eine Achterbahnfahrt für meine Gefühle - wunderschön geschrieben, hoch emotional und manchmal so auf den Punkt, dass es fast schmerzhaft ist. Ein tolles Buch über das Finden und das Verlieren, über Zusammenhalt, Trennung und den Tod.

🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈 Es ist, als ob Ewald Arenz mich nicht enttäuschen könnte. Seine Art zu schreiben und seine ProtagonistInnen agieren zu lassen, packen mich jedes Mal. Seine Bücher könnten unkorrigiert als Theaterstück aufgeführt werden - so klar und emotionsbehaftet schreibt Arenz. Jedes Mal wieder eine Reise wert! 🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈

"Für das richtige Leben ist es nie zu spät."
Diese Geschichte wird mit wunderschönen, malerischen Worten erzählt, die einen tief in diese malerische Sprache eintauchen lässt. Gegen Ende musste ich das Buch kurz weg legen, da ich Angst vor dem Ende hatte. Es gab in meinen Augen nur 2 Möglichkeiten: entweder er überlebt nicht, das hätte mir das Herz gebrochen oder es gibt ein kitschiges Hapoy End für alle 🙄 Ich will nicht spoilern, deswegen verrate ich nicht ob es eine meiner Optionen oder noch eine 3. gibt. Dies wird aufgrund der besonders schönen Sprache sicherlich nicht mein letztes Buch von Ewald Arenz sein.
Miese Literatur zum Jahresbeginn
Arenz liefert uns hier ein Beispiel für eine unausgereifte, oberflächliche und sehr triviale „Liebesgeschichte“, in der sich die Protagonisten kaum finden und ähnlich wie in den 0815 Liebesschmalzgeschichten doch nicht voneinander lassen können. Man trifft sich eher zufällig und spürt doch sofort die Magnetwirkung der/des Einen und immer wieder wird dies auch durch eindringliche Worte vom Autoren aufgeführt. Worte, die ohne Wirkung verpuffen und bald schon einer neuen Dosis von Blümchen-Worten bedürfen. Einfache Worte, ein Schreibstil, der an erste Schreibversuche eines Kurses für „unkreatives Schreiben“ erinnert. Bei all dem Schmalz kann mir das Lesen nur noch wehtun, ich winde mich durch die Zeilen und hoffe mehr und mehr, dass es endlich vorbei ist. Die Geschichte ist sehr vorhersehbar, ich konnte mir schon zu Beginn das Ende vorstellen... und es kam, wie es kommen muss! Grässliche Satzpassagen, die „klare Clara“ die sich immer wieder in Widersprüche verstrickt und wieder zu beweisen hat, wie unsympathisch sie doch ist. Der zur Schau spielende Schauspieler, der natürlich nie ernst zu nehmen ist, es sei denn, das Lebensdrama wird über ihm ausgegossen. Schrecklich stereotypisch. Das Schlimmste aber ist wohl, dass man von Arenz ein solch unreifes Werk nicht erwartet, da wir von diesem Autoren weitaus anderes gewohnt sind. Hier lässt er sein Sprachgeschick vermissen, seine bekannte Detailverliebtheit wird zwar ab und an angewandt, aber sich in Details zu verlieren, ohne dass eine brauchbare Hauptgeschichte angeboten wird, wird als künstliche Ausschmückung wirken und verpuffen. Man möchte glauben, dies Werk würde nicht aus der Feder des Autoren stammen oder wenigstens eines seiner ganz frühen Werke sein.Meine Enttäuschung ist gross und ich befürchte, für einige Zeit werden künftige Werke des Autoren für mich wie verdorben, sicher aber mit grosser Vorsicht zu begegnen sein. Etwas Ähnliches möchte ich bitte nie wieder lesen!
Liebe und Leid 💔
Ewald Arenz hat ein besonderes Gespür für die besonderen Momente im Alltag ☕️ Eine Achterbahnfahrt der Gefühle 🤩 Wunderschön geschrieben, hoch emotional und manchmal so sehr auf den Punkt gebracht dass es schmerzt. Ein wirklich tolles Buch über das Finden und verlieren, über Zusammenhalt, Trauer und Tod.
Ein Buch der großen Gefühle ❤️
Wow! Was für ein Buch! Der Autor nimmt einen mit durch eine Talfahrt aller Gefühle. Jede Situation ist so real beschrieben, dass man alle Emotionen mit durchlebt, der Autor schafft hier wirklich tolle Atmosphären und Zusammenspiele von Menschen, Beziehungen und Momenten. Sehr tolles Buch, eine echte Empfehlung für jeden, der sich nach Tiefe sehnt 🧡
Ein weiteres wunderschönes Buch von Ewald Arenz ☕️🎭📷
Arenz schafft es immer wieder Momente und Situationen genau so zu beschreiben, dass man sie einfach fühlen kann. Er hat einen wundervollen Schreibstil, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann und immer wieder aufs Neue begeistert bin. Dadurch macht er es einem sehr leicht, komplett in die Geschichten einzutauchen und mit den Charakteren mitzufühlen. Ich kann seine Bücher nur immer wieder empfehlen ♥️
Elias und Clara 🫶🏼☕️📸
Eine wirklich intensive Liebesgeschichte, bei der Ewald Arenz mal wieder mit seinen tollen Beschreibungen für die Natur, das Leben aber vor allem die Gefühle eine Tiefe herstellt, wie ich sie selten bei Romanzen erlebt habe. Man entwickelt eine starke Nähe zu den Protagonist*innen, die mit ihren sehr realen und nicht immer liebenswerten Eigenschaften und Fehlern total echt wirken! Es gibt wieder so viele wunderschöne Zitate und einfach so viele Dinge, die ich auf mein eigenes Leben übertragen kann. Ich liebs! 🥰☕️ Ich liebe außerdem das Cover SEHR!!

"Man denkt immer, es trifft einen nicht. Tut es aber. Und dann denkt man, dass man dem Schicksal seine Schuld doch bezahlt hat und dass es einen dann nicht mehr trifft. Weil das erste Mal schon so unfair war. Aber es trifft einen doch. (...) Und es hört überhaupt niemals auf. Weil es dem Schicksal oder Gott oder dem Leben einfach scheiß egal ist, wie oft es dich trifft." ❤️🩹
Leider etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben
Bewertung: Highlight Ich hab mich sehr auf die Liebe an miesen Tagen gefreut und bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen, weil mir Alte Sorten so gut gefallen hat. Einerseits wurden meine Erwartungen erfüllt, der Schreibstil ist einfach so schön und der Humor gelungen. Ich mochte, dass eine Liebesgeschichte erzählt wird, die nicht von Teenies oder Menschen in den 20ern handelt, sondern von Menschen jenseits der 30, die ganz andere Probleme und Sorgen mit sich herumtragen. Gerade die Beziehung von Elias zu seiner Tochter und von Clara zu Jan und den Eltern war so schön beschrieben. Auch Claras Vergangenheit mit Paul und das daraus resultierende Päckchen war für mich sehr stimmig und greifbar. Leider ging es mir mit der großen Liebe dann zu schnell und mir wäre es lieber gewesen, wenn es länger als paar Wochen gedauert hätte. Clara ist mir auch leider zu eindimensional geblieben und ich hätte mir mehr Charakter für sie gewünscht. Dafür fand ich das „Drama“ nachvollziehbar und die Entscheidungen von beiden stimmig. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Lesende, vor allem jenseits der 30, die eine „erwachsene“ Liebesgeschichte lesen möchten, auch wenn es kleine Schönheitsfehler gibt.
„›Ich weiß, das wird alles irgendwann wieder Alltag‹, sagte er leise. ›Die Kirschen. Eine Treppe hochsteigen, ohne außer Atem zu sein. Mit dir durch den Regen gehen. Aber dieses Gefühl darunter, diese Dankbarkeit, die will ich nie wieder ganz verlieren.‹ Sie hielten sich locker an den Händen. Sie hatte das nie gemocht, mit anderen. Mit ihm – es war so, wie er sagte: Es war ein Geschenk, sich an den Händen halten zu können, für zehn Schritte, und sich dann wieder loslassen zu können. Das war ein Geschenk, und er war ein Geschenk. Nichts, das man verdiente. Das war wohl das Wesentliche: Ein Geschenk bekam man einfach.“ (S. 358) Dieses Zitat drückt für mich das Wichtigste an diesem Buch aus: Dankbarkeit für das Leben und seine kleinen Momente. Ich habe das Buch im Herbst gelesen und war so in den bildreichen Frühlingsbeschreibungen gefangen, dass ich manchmal dachte, es sei wirklich Frühling. Ewald Arenz schafft es immer wieder, mich völlig in seine Geschichten hineinzuziehen: Ich beginne zu lesen, und plötzlich ist aus 18 Uhr Mitternacht geworden. Dieses Buch hat mich zum Lachen, Weinen und Nachdenken gebracht – und mich daran erinnert, bewusster zu leben. Ich liebe es einfach wie der Autor es schafft große Themen in Worte zu fassen und wie sehr seine geschriebenen Worte einen dann berühren. Hier kommen ein paar meiner Lieblings/treffendsten Stellen: „Wasser war immer noch Wasser, nur das Wort dafür war weg. Aber dann nahm das Gehirn einfach eins aus der Schublade daneben. Man verstand ja, was sie meinte. Manchmal jedenfalls. Ob sie das noch merkte? Am Anfang, vor vier, fünf Jahren, war sie so voller Wut gewesen, dass sie so viel vergaß. Einmal hatte sie ihren Kopf gegen das Buffet geschlagen. Ihre Energie war noch immer da, aber der eine wichtige Teil des Körpers ließ sie einfach im Stich.“ (S. 226) „›Vielleicht gibt es die gar nicht‹, antwortete er zögernd. ›Oder nur auf der Bühne. Diese ganz große, eine, richtige Liebe. Das wünscht man sich, und davon träumt man immer, aber in Wirklichkeit ... vielleicht ist es eben so, dass man immer Kompromisse machen muss.‹ Jule hob erneut die Schultern und sah ihn eindringlich an. ›Glaubst du das echt? Dass es keine große Liebe gibt? Ich glaube das schon. Vielleicht findet man sich nicht, das kann sein. Das weiß ich nicht. Aber dass es so eine Liebe gibt, das glaube ich schon.‹“ (S. 60) ,,Aber die Angst ging nicht weg, nur weil sie so viel Nein sagen und denken und schreien konnte, wie sie wollte.'' (S. 268) „›Früher habe ich gerne Sterne beobachtet. Und fotografiert. Zu Hause habe ich mir dann, wenn ich nicht schlafen konnte, die hundert unterschiedlichen Nachthimmel angesehen. Vielleicht bin ich deswegen sogar Fotografin geworden. Die Unendlichkeit hat mich immer fasziniert. Wie klein man wird, und trotzdem ist man da.‹ ›Danke‹, sagte Elias. ›Man vergisst manchmal, wie weit die Welt ist. Ich habe schon lange nicht mehr so weit gesehen.‹“ (S. 98) Nach jedem Buch von Ewald Arenz schaue ich wieder genauer hin – auf die kleinen Dinge im Alltag, die oft übersehen werden. Sein Schreibstil macht sie sichtbar und spürbar. Dieses Buch war für mich nicht nur eine Geschichte, sondern eine Einladung, dankbarer zu sein.
Sehr sehr schön zu lesen 😊👍🏻
Das Buch beginnt vielleicht etwas kitschig, entwickelt sich jedoch schnell zu einer fesselnden, tiefgründigen Geschichte über die Höhen und Tiefen der Liebe. Die Charaktere und Arenz' feinsinnige Erzählweise haben mich zunehmend begeistert. Ein wunderbares Buch über die Unvollkommenheit und Schönheit des Lebens und der Liebe.
Clara und Elias treffen sich eher zufällig, als Elias Freundin Vera Claras Sommerhäuschen besichtigen will. Beide gehen sich nicht mehr aus dem Kopf. Elias ist mit Vera schon lange nicht mehr glücklich und trennt sich von ihr, nachdem er eine witzige Nacht mit Clara nach seiner Theaterpremiere verbracht hat. Die etwas ältere Witwe Clara und der Vater einer erwachsenen Tochter Elias werden ein Paar und ergänzen sich perfekt. Dann erhält Clara ein Jobangebot in Hamburg und stellt ihre Gefühle für Elias in Frage. Finden beide doch noch zueinander? Wundervolle Geschichte über Trauer, Wut, der Angst vor Bindung und dem Neuen, über Verlust und Verständnis und vor allem Liebe. Habe das Buch sehr genossen und in der Mitte auch ein paar Tränen vergossen.
Clara ist seit dem Krebstod ihres Mannes allein und gerade gekündigt worden. Elias kann sich nicht so recht binden, hat eine Tochter und trägt seinen Job als Schauspieler oft auch als Aske im Privaten. Als die beiden sich bei einer gefakten Hausbesichtigung kennenlernen, funkt es sofort, aber Clara ist nicht wohl bei den Gedanken, dass Elias ein ganzes Stück jünger als sie ist. Trotz dieser Vorbehalte wagen sie den Schritt, lernen sich näher kennen und lieben. Als Clara ein Jobangebot im 600km entfernten Hamburg bekommt, kommt es zum Bruch, da Elias nicht direkt mit umziehen will. Clara „flieht“ auf n die neue Stadt und ahnt nicht, dass Elias derweil und Übetleben kämpft. - Schon aus meiner Zusammenfassung sollte hervor gehen: Es gibt viel Drama… Mir hat die Geschichte an sich gut gefallen, einzelne Aspekte, wie die Demenzerkrankung von Claras Mutter oder auch die Liebe jenseits der Jugendjahre waren gut herausgearbeitet. Auch die Aufbereitung der Tatsache, dass beide Protagonist*innen ein Vorleben hatten und dies nun mal immer mit dazu gehört, war sehr gut umgesetzt. Bis gut zur Hälfte war ich richtiggehend begeistert und dann kam die Wende. Auch wenn es bis zum Ende spannend war, fühlte ich mich doch von der auftretenden Dramatik etwas erschlagen. Sowohl Clara, als auch Elias wirkten zum Teil sehr unreif in ihrem Verhalten, vor allem im Hinblick auf das Alter. Elias verhält sich zudem sehr unverantwortlich, auch in Bezug auf den Umgang mit seiner Tochter. Es gab eine Stelle, wo er von ihr verlangt, dass sie das Auto holt und zum Krankenhaus kommt, obwohl sie noch nicht allein fahren darf, die mich einfach nur hat mit dem Kopf schütteln lassen… Sprachlich konnte mich Arenz allerdings wieder komplett überzeugen. Er hat eine ruhige, angenehme Art, geht in die Tiefe und zeichnet seine Charaktere äußerst detailliert. Mit einem Schuß weniger Drama hätte es ein Highlight werden können. Trotz allem eine Empfehlung, die mir schöne Lesestunden beschert hat.
Philosophisch, emotional, unterhaltsam
Worum geht’s? Clara ist Witwe und lebt in ihrer eigenen Welt. Sie hat kaum Freunde und nach dem Tod ihres Mannes auch kein Interesse an neuen Männerbekanntschaften. Bis Elias in ihrem Leben auftaucht. Alles scheint perfekt, doch dann kommen der Alltag und mit ihm seine Herausforderungen. Meine Meinung: Von Ewald Arenz habe ich wirklich schon viel gehört und wollte daher schon lange einen seiner Romane lesen. „Die Liebe an miesen Tagen“ war schließlich das Buch meiner Wahl und ja, ich kann mich den positiven Stimmen nur anschließen! Das Buch war einfach wundervoll. Schon allein sein Sprachniveau und wie er mit Worten, Bildern und Emotionen gespielt hat, ist wirklich außergewöhnlich. Und natürlich seine Charaktere, allen voran Clara und Elias. Er hat es geschafft, innerhalb kürzester Zeit Menschen zum Leben zu erwecken, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Jede Person ein absolutes Individuum. Als wären sie von unterschiedlichen Autoren geschrieben worden. Aber es war nur einer, der es geschafft hat, so vielseitige Charaktere entstehen zu lassen, mit ihren ganz eigenen Ecken und Kanten, positiven und negativen Zügen und man musste sie alle einfach ins Herz schließen. Ganz toll fand ich auch Elias Tochter Jule, ein ganz außergewöhnliches Mädchen! Natürlich haben wir das komplette Spiel an Emotionen einer großen Liebe vom ersten Kennenlernen bis über die ersten Alltagsherausforderungen hinaus. Aber beeindruckend war auch, wie der Autor daneben von Claras dementer Mutter geschrieben hat. Ich gebe zu, die Sätze, die sie von sich gibt, haben mich mit den Protagonisten lachen lassen, so traurig es auch ist, die fortschreitende Demenz mitzuerleben. Ich weiß gar nicht, was ich viel sagen kann, ohne irgendetwas vorwegzunehmen. Das Buch ist einfach ein wundervoller Wohlfühlroman, der viele philosophische Diskussionen hat. Ein Buch, das mich immer wieder nachdenklich gemacht hab. Ein Buch von großen Gefühlen, der positiven wie negativen. Und ein Roman, der das alles so intensiv transportiert hat, dass es mir wirklich beim Lesen unter die Haut ging! So kurzweilig und unterhaltsam die Lektüre war, so nachhaltig ist das Buch doch noch immer in mir am Arbeiten. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich möchte unbedingt mehr von Herrn Arenz lesen! Fazit: Dieser Roman hat es wirklich in sich. In „Die Liebe an miesen Tagen“ hat es der Autor geschafft, nicht nur absolut außergewöhnliche und einzigartige Charaktere zu erschaffen, sondern er hat mir das Buch richtiggehend unter die Haut geschrieben. So intensiv waren die Eindrücke und Emotionen, die aus den Worten und zwischen den Zeilen hervorkamen. Die Demenz von Claras Mutter, die Liebe und die Probleme zwischen ihr und Elias. Der Alltag, die Gefühle, Freude, Leid, alles war da. Alles war intensiv. 5 Sterne von mir – das Buch ist einfach genial und ein absolutes Lese-Muss!

Toller Zufallsfund
Als ich neulich durch die Buchhandlung geschlendert und konnte an dem Buch einfach nicht vorbei. Es klang so interessant dass es mit musste. Es war mein erstes Buch von Ewald Arenz und sicher nicht mein letztes. Die Art wie er Dinge beobachtet und beschreibt fand ich toll und war so auch richtig schnell in der Geschichte drin.
Sehr bewegend und mitreißend 🥹
Das ist mein erstes Werk von Ewald Arenz und ich war super gespannt, was mich erwartet. Dass mich das Buch so mitreißt und bewegt, hätte ich niemals für möglich gehalten. Alltägliche Dinge werden mit so einer Präzision beschrieben ohne, dass es sich zu langwierig anfühlt. Ich habe mit den verschiedenen Charakteren mitgefiebert und war in diesem Buch einfach gefangen. Ganz klare Leseempfehlung. Das Buch wird noch lange in mir nachhallen.. :)
Das Finden des Geliebt werden ✨
Über einen Zufall lernen sich Elias und Clara kennen. Er ist noch in einer Beziehung, aber beiden ist schnell klar, dass zwischen ihnen mehr ist. Mit einem weiteren Treffen ändert sich alles - die Beiden finden zueinander und verlieben sich. Bald wird ihre Liebe geprüft - ob sie alles standhält? „Heute Nachmittag hatte er das Gefühl gehabt, sie würden im Takt atmen.“ Der Autor hat eine tolle Art zu Schreiben. Es ist mein erstes Buch von Ewald Arenz und seine Anschaulichkeit hat mich schnell in seinen Bahn gezogen. Für mich war die Geschichte ein wenig „zu viel“, aber sie zeigt wie schön es ist jemanden zu finden, in den man vertraut und von Herzen geliebt wird. ✨🤍 „Man denkt immer, es trifft einen nicht. Tut es aber.“
Eine etwas andere Liebesgeschichte
Man fängt an zu lesen und muss das Buch eigentlich bereits nach einigen Sätzen wieder aus der Hand legen so gewaltig und besonders ist die Sprache und Ausdrucksweise die Ewald Arenz in Perfektion beherrscht. Worte die noch lange nachklingen auch wenn das Buch schon beendet ist. Wieder ein so besonderes Werk, chapeau!
Die Geschichte berührt und wirkt lebensnah, auch wenn sie wenig überraschend ist. Ideal für alle, die leise und emotionale Geschichten mögen.
Die Handlung entwickelt sich eher langsam und bleibt weitgehend vorhersehbar. Wer viel Spannung oder überraschende Wendungen sucht, könnte das Buch als zu ruhig empfinden.
Was für eine mitreißende Geschichte
Ich hatte diese Buch schon sehr lang auf meiner Wunschliste. Dann kam überraschend die Info meiner Bibliothek, dass das Buch nun endlich verfügbar wäre. Sofort ausgeliehen und losgelesen. 🤩 Ich habe es fast in einem Rutsch verschlungen, weil es einfach nur mit verschiedenen Faktoren fesselt. Die Figuren sind so echt, authentisch und allesamt liebevoll geschaffen. Die prägenden Szenen spielen immer Nachts oder Morgens. Dies gibt der Darstellung noch einmal ein bisschen besondere Magie. Die Handlung ist intensiv und der Leser wir emotional sehr gefordert. Der prägendste Faktor war jedoch der Schreibstil. Er ist so plastisch, emotional, ausdrucksstark und ehrlich. Ich konnte den Schnee schmecken, die Blätter rascheln hören, den Wind in den Haaren spüren und die Frühlingsluft riechen. So intensiv hatte ich dies bei noch keinem Autor erlebt. Eine sehr schöne Erfahrung und ein sehr schöner Roman. 💚
Ein großer Erzähler, der sich etwas in seinem Drama verliert!
Die Liebe an miesen Tagen" ist mein 1. Buch von Ewald Arenz gewesen und ich kann sehr gut nachvollziehen, wieso so viele Menschen seinen Schreibstil mögen. Auch mir hat dieser von Seite eins an gefallen. Er ist locker, heiter. Besonders die zwischenmenschlichen Kommunikationen fand ich dabei überaus gelungen geschrieben. Womit ich allerdings leider nicht warm geworden bin, war die Art und Weise der Beziehung zwischen Clara und Elias. Auch, wenn es sich hier um einen Roman handelt, war mir die Liebesbeziehung der beiden zu weit hergeholt. Wahrscheinlich fehlt mir einfach die romantische Ader, aber auch in einem Roman mag ich realistische (Be)Züge. Die romantischen Dinge wirkten immer etwas "überstrapaziert". Zum Schluss gab es dann leider auch noch zu viel Drama, den die Geschichte nicht benötigt hätte. Nichtsdestotrotz werde ich die weiteren Werke von Ewald Arenz lesen, denn er ist ohne Frage ein toller Erzähler!

Julie London - A Cottage for Sale 🎵
Erstaunlich, wie Ewald Arenz es schafft, so viel Tragik und Schicksalsschläge in so einem literarischen Werk voller Begegnungen unterzubringen. Es fiel mir leider schwer, das Buch flüssig zu lesen, da die vielen Richtungswechsel in den Handlungen und Schicksalen der Figuren so einnehmend waren, aber trotzdem ist es eine Leseempfehlung, wenn man sich Zeit einplant. Viele kleine Weisheiten und auch das Hinterfragen eigener Handlungen erwarten einen auf dem Weg durch dieses Buch: „Der Zauber des Anfangs“, sagte Elias leise, „wieso kann er nicht immer bleiben? Wieso kann man sich nicht immer um diese Kleinigkeit fremd bleiben, damit man die wahre Nähe nicht verliert?“ (Seite 98) oder „Er liebte Vera nicht und hatte sie nie geliebt. Aber zu spüren, dass sie ihn auf einmal nicht mehr liebte - das erschütterte ihn.“ (Seite 305) Das Buch wird noch lange in meinem Kopf nachhallen, weil es viele Punkte über Liebe und die Vergänglichkeit (erzwungen oder gewollt) anspricht, die nicht so einfach zu verarbeiten sind. Seid stark!

Ein "Liebesfilm" nur als Hörbuch in dem Alles mit drin war, was es brauchte💗🎧🥰!
"Die Liebe an miesen Tagen", von Ewald Arenz und gelesen von Torben Kessler, war ein wundervolles Hörbuch, was ich einfach wärmstens empfehlen kann.🥰 Es geht um die Fotografin Clara und dem Schauspieler Elias. Sie lebt alleine und er ist in einer Beziehung. Nach ihrer Begegnung sehen sich beide mit der Realität konfrontiert... Er kann in der aktuellen Beziehung nicht so weiter machen und sie überprüft, ob ihr gewähltes Alleinsein noch aktuell ist. Eine Liebesgeschichte die nach der Verliebtheitsphase auf eine harte Probe gestellt wird. Wird ihre junge Liebe dem Stand halten können? Ewald Arenz versteht es, Texte nicht nur mit etwas Witz zu verfassen, sondern auch sehr ernste und emotionale Passagen gut zu verpacken und trotzdem das dazugehörige Gefühl zu wecken. Mittlerweile liebe ich seine Bücher und auch die Hörbücher. 🥰 Das Buch "Die Liebe an miesen Tagen" ließ mich runterkommen, aber auch sehr nachdenklich werden über gewisse Themen, hin und wieder auflachen und schmunzeln (was Gedankengänge von Clara und Elias betraf), aber auch sehr emotional werden. Es war auf der emotionalen Ebene einfach Alles dabei🤗😂. Selten kann mich ein Autor und seine Bücher so packen, es ist schon eine Kunst für sich.📖💗
Atemberaubend. Die Geschichte von Clara und Elias ist so humorvoll, mitreißend, emotional, ernst, gleichzeitig poetisch und einfach unglaublich. Mir fehlen ein wenig die Worte um es zu beschreiben. Elias & Clara zeigen wie die Liebe sein kann, nicht immer einfach, aufwühlend und doch voller Hoffnung. Ich habe mit den Schwankungen überhaupt nicht gerechnet und möchte auch garnicht weiter darauf eingehen, weil ich niemanden Spoilern möchte. Ewald Arenz enttäuscht einen wirklich nie, bin ein richtiger Fan geworden und freue mich schon auf das nächste Buch. Die Liebe an miesen Tagen ist eine ganz große Empfehlung von mir, für alle die mal eine ehrliche Liebesgeschichte lesen möchten. @ewald_arenz kann Jule bitte ein eigenes Buch bekommrn?🤭
Ein unglaubliches Buch ! Warum erkennt man immer erst , was wirklich zählt, wenn es fast zu spät ist ? Die Tiefe und Eindringlichkeit, mit der der Autor erzählt hält mich immer noch im Bann . Und trotzdem war es der Humor und die Ironie , mit dem die Protagonisten miteinander agierten, die mich zwischendurch auch lächeln ließen. Dieses Buch ist für mich eine unbedingte Leseempfehlung.
Auch wenn Liebesromane sonst nicht unbedingt mein Lieblingsgenre sind, habe ich „Die Liebe an miesen Tagen“ wirklich gern gelesen. Vielleicht weil es dem Label „Liebesroman“ einerseits schon sehr gerecht wird, andererseits die Grenzen des Genres aber auch ausreizt und stellenweise darüber hinaus geht. Den Schreibstil von Ewald Arenz mag ich generell sehr gern und er hat mich auch hier wieder überzeugt. Elias und Clara treffen sich durch Zufall und wissen direkt, dass diese Begegnung besonders ist und ihre Leben verändern wird. Doch neben der Verliebtheit tragen beide noch andere „Päckchen“ mit sich herum. Denn beide sind nicht mehr ganz jung - und Clara noch weniger jung als Elias. Kann daraus eine gemeinsame Zukunft erwachsen? Oder sind das Alter und die „Päckchen“ zu große Bürden? Gibt es die große Liebe auch noch, wenn man nicht mehr ganz jung ist? Und… reicht Liebe allein für eine gemeinsame Zukunft überhaupt aus? Auch wenn mich „Alte Sorten“ mehr (wenn auch auf ganz anderer Ebene) erreicht hat, mag ich auch „Die Liebe an miesen Tagen“ weiterempfehlen. Auf meinem SuB wartet nun noch „Der große Sommer“ darauf, mit den beiden verglichen zu werden. Bin gespannt, wo es sich einordnen wird.
Hab schon bessere Romane von dem Autor gelesen
Ja was soll ich sagen. Nachdem mir „Der große Sommer“ und „Alte Sorten“ richtig gut gefallen haben musste ich natürlich auch dieses Buch lesen, allerdings war ich doch etwas enttäuscht. Mir blieben die Protagonisten leider bis zum Schluss unsympathisch, ich fand sie sehr oberflächlich und sehr einfach. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, teilweise ganz schön viel Drama in den Dialogen zwischen den ja eigentlich mittelalten Protagonisten. Da dachte ich teilweise ich hab einen Teenieroman erwischt. Auch wie hier über die ehemaligen Partner gesprochen wurde hat mir gar nicht gefallen, da blieb man da, weil jemand krank wurde oder gerade niemand anderes da war. Hier gefiel mir noch die Geschichte um Claras Mutter noch am besten, die an Demenz leidet. Hoffe in Zukunft wieder auf so starke Romane wie „Alte Sorten“ von Herrn Arenz.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
Author Description
EWALD ARENZ, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Mit ›Alte Sorten‹ (DuMont 2019) stand er auf der Liste »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2019 und ›Der große Sommer‹ (DuMont 2021) erhielt 2021 ebenjene Auszeichnung. Zuletzt erschienen ›Zwei Leben‹ (DuMont 2024) und ›Katzentage‹ (DuMont 2025).
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Berührende, leichte Lektüre mit kleinen Schwächen
In "Die Liebe an miesen Tagen" erzählt Ewald Arenz von zwei Menschen, die sich eher zufällig begegnen und doch genau zur richtigen Zeit. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die mit beiden Beinen im Leben steht, bereits einiges erlebt hat und ihrer Umwelt mit einer guten Portion Ironie begegnet. Zwischen vorsichtigen Annäherungen, alten Wunden und neuen Hoffnungen entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die leise beginnt und zunehmend an Tiefe gewinnt. Die Protagonistin hat mich aber zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits ist sie lebensnah, klug und schlagfertig gezeichnet, andererseits haben mich ihre Gedankengänge und Unsicherheiten stellenweise wirklich an meine Grenzen gebracht. Dieses ständige Hinterfragen, Zögern und Sich-selbst-im-Weg-Stehen konnte mitunter anstrengend sein und hat mir beim Lesen auch den ein oder anderen Nerv geraubt. Abseits davon ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die viele leise, warme Momente bereithält. Es gab immer wieder Szenen, die mich zum Schmunzeln und sogar zum Lachen gebracht haben. Kleine Dialoge, feine Beobachtungen, die das Buch lebendig machen. Gleichzeitig liest sich die Geschichte angenehm flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Besonders berührend ist die Nebenhandlung rund um die demente Mutter. Diese Passagen bringen eine ganz andere, schwere Emotionalität mit sich und zeigen eindrücklich, was es bedeutet, einen geliebten Menschen Stück für Stück zu verlieren. Das verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und bleibt im Gedächtnis. Ja, an manchen Stellen wirkt es vielleicht ein wenig zu viel, ein Hauch zu schmalzig ABER insgesamt überwiegt das Gefühl, ein warmes, ehrliches Buch gelesen zu haben. Ein Roman, der nicht perfekt ist und dennoch menschlich wirkt und der sich wunderbar eignet, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
Bewegend, emotional, einfühlsam
Mein erstes Buch des Autors hat mich von Anfang an gepackt und neugierig gemacht. Seine Art zu schreiben sowie die Wechsel zwischen den Sichtweisen sprach mich direkt sehr an. Das Buch enthält Humor, Tragik, Romantik und ist einfach etwas für das Herz. Ich musste hier und da schmunzeln, habe immer wieder den Kopf geschüttelt und zeitweise sogar ein paar Tränen gelassen. Obwohl das Leben des Protagonisten im Vergleich deutlich weniger tief beleuchtet wird, fand ich beide Charaktere recht sympathisch. Mir gefielen die oft schlagfertigen und dann aber auch emotional offenen Dialoge sehr. Und auch, wenn ich zeitweise dachte „das ist doch hier alles nicht mehr realistisch“ (muss es ja auch nicht sein), sind doch viele Themen, bspw die Demenz der Mutter und die Bedeutung dessen für die gesandte Familie inklusive der Folgen, oder die wiederholten Schicksalsschläge, sehr realitätsnah dargestellt. Das Leben ist und bleibt einfach unberechenbar. Alles in allem erscheint mir der Roman als eine Ode an das Leben, daran, dass man für alles dankbar sein sollte und darf, was man hat (insbesondere Gesundheit) und dafür, dass es auch trotz schlimmer Lebensereignisse weitergehen und man das Leben genießen kann. 4,5/5 ⭐️ für einen ruhigen Roman voller Emotionen!
„So jemanden wie dich”, sagte er leise. „So wie du für ihn bist. Das hätte ich…das wäre schön.” Also…ich mochte die Story von 𝗗𝗶𝗲 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲 𝗮𝗻 𝗺𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴𝗲𝗻 an sich sehr und fand auch viele Stellen sehr berührend. Was mir aber nicht so gefallen hat, war die Vorhersehbarkeit. Ich wusste schon relativ am Anfang, wohin die Reise gehen wird und hätte mir gewünscht, dass ich noch mal überrascht werde. Aber die beiden Hauptfiguren Clara und Elias waren mir sympathisch und ich fand es toll, dass aus beiden Perspektiven erzählt wurde und man so in beide Köpfe schauen konnte. Meine heimliche Hauptrolle des Buches spielt Jan, Claras Bruder und mich hat die Geschwister-Liebe von Clara und Jan eigentlich mehr fasziniert als die Liebesgeschichte von Clara und Elias. Ich habe in anderen Rezensionen oft auch gelesen, dass Ihnen die Story zu kitschig war. Das kann ich zumindest nicht bestätigen. Es ist nun mal eine Liebesgeschichte und die große Liebe darf meiner Meinung nach auch kitschig sein. Ich habe in letzter Zeit sehr viele Bücher mit Thema Demenz gelesen, deswegen hätte ich jetzt die Demenzerkrankung der Mutter im Buch nicht gebraucht hätte, aber ich verstehe, dass sie für den Aufbau der Story wichtig war. Das ist jetzt mein drittes Ewald Ahrenz-Buch und ich würde sagen, dass “Alte Sorten” unangefochten auf Platz 1 steht. Danach kommt “Der große Sommer” und danach “Die Liebe an miesen Tagen”. Ich hab auch noch “Zwei Leben” im Bücherregal stehen und bin sehr gespannt wie mir das gefällt.
Ewald Arenz hat ein Gespür für die besonderen Momente im Alltag ☕️
Eine Achterbahnfahrt für meine Gefühle - wunderschön geschrieben, hoch emotional und manchmal so auf den Punkt, dass es fast schmerzhaft ist. Ein tolles Buch über das Finden und das Verlieren, über Zusammenhalt, Trennung und den Tod.

🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈 Es ist, als ob Ewald Arenz mich nicht enttäuschen könnte. Seine Art zu schreiben und seine ProtagonistInnen agieren zu lassen, packen mich jedes Mal. Seine Bücher könnten unkorrigiert als Theaterstück aufgeführt werden - so klar und emotionsbehaftet schreibt Arenz. Jedes Mal wieder eine Reise wert! 🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈🐈

"Für das richtige Leben ist es nie zu spät."
Diese Geschichte wird mit wunderschönen, malerischen Worten erzählt, die einen tief in diese malerische Sprache eintauchen lässt. Gegen Ende musste ich das Buch kurz weg legen, da ich Angst vor dem Ende hatte. Es gab in meinen Augen nur 2 Möglichkeiten: entweder er überlebt nicht, das hätte mir das Herz gebrochen oder es gibt ein kitschiges Hapoy End für alle 🙄 Ich will nicht spoilern, deswegen verrate ich nicht ob es eine meiner Optionen oder noch eine 3. gibt. Dies wird aufgrund der besonders schönen Sprache sicherlich nicht mein letztes Buch von Ewald Arenz sein.
Miese Literatur zum Jahresbeginn
Arenz liefert uns hier ein Beispiel für eine unausgereifte, oberflächliche und sehr triviale „Liebesgeschichte“, in der sich die Protagonisten kaum finden und ähnlich wie in den 0815 Liebesschmalzgeschichten doch nicht voneinander lassen können. Man trifft sich eher zufällig und spürt doch sofort die Magnetwirkung der/des Einen und immer wieder wird dies auch durch eindringliche Worte vom Autoren aufgeführt. Worte, die ohne Wirkung verpuffen und bald schon einer neuen Dosis von Blümchen-Worten bedürfen. Einfache Worte, ein Schreibstil, der an erste Schreibversuche eines Kurses für „unkreatives Schreiben“ erinnert. Bei all dem Schmalz kann mir das Lesen nur noch wehtun, ich winde mich durch die Zeilen und hoffe mehr und mehr, dass es endlich vorbei ist. Die Geschichte ist sehr vorhersehbar, ich konnte mir schon zu Beginn das Ende vorstellen... und es kam, wie es kommen muss! Grässliche Satzpassagen, die „klare Clara“ die sich immer wieder in Widersprüche verstrickt und wieder zu beweisen hat, wie unsympathisch sie doch ist. Der zur Schau spielende Schauspieler, der natürlich nie ernst zu nehmen ist, es sei denn, das Lebensdrama wird über ihm ausgegossen. Schrecklich stereotypisch. Das Schlimmste aber ist wohl, dass man von Arenz ein solch unreifes Werk nicht erwartet, da wir von diesem Autoren weitaus anderes gewohnt sind. Hier lässt er sein Sprachgeschick vermissen, seine bekannte Detailverliebtheit wird zwar ab und an angewandt, aber sich in Details zu verlieren, ohne dass eine brauchbare Hauptgeschichte angeboten wird, wird als künstliche Ausschmückung wirken und verpuffen. Man möchte glauben, dies Werk würde nicht aus der Feder des Autoren stammen oder wenigstens eines seiner ganz frühen Werke sein.Meine Enttäuschung ist gross und ich befürchte, für einige Zeit werden künftige Werke des Autoren für mich wie verdorben, sicher aber mit grosser Vorsicht zu begegnen sein. Etwas Ähnliches möchte ich bitte nie wieder lesen!
Liebe und Leid 💔
Ewald Arenz hat ein besonderes Gespür für die besonderen Momente im Alltag ☕️ Eine Achterbahnfahrt der Gefühle 🤩 Wunderschön geschrieben, hoch emotional und manchmal so sehr auf den Punkt gebracht dass es schmerzt. Ein wirklich tolles Buch über das Finden und verlieren, über Zusammenhalt, Trauer und Tod.
Ein Buch der großen Gefühle ❤️
Wow! Was für ein Buch! Der Autor nimmt einen mit durch eine Talfahrt aller Gefühle. Jede Situation ist so real beschrieben, dass man alle Emotionen mit durchlebt, der Autor schafft hier wirklich tolle Atmosphären und Zusammenspiele von Menschen, Beziehungen und Momenten. Sehr tolles Buch, eine echte Empfehlung für jeden, der sich nach Tiefe sehnt 🧡
Ein weiteres wunderschönes Buch von Ewald Arenz ☕️🎭📷
Arenz schafft es immer wieder Momente und Situationen genau so zu beschreiben, dass man sie einfach fühlen kann. Er hat einen wundervollen Schreibstil, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann und immer wieder aufs Neue begeistert bin. Dadurch macht er es einem sehr leicht, komplett in die Geschichten einzutauchen und mit den Charakteren mitzufühlen. Ich kann seine Bücher nur immer wieder empfehlen ♥️
Elias und Clara 🫶🏼☕️📸
Eine wirklich intensive Liebesgeschichte, bei der Ewald Arenz mal wieder mit seinen tollen Beschreibungen für die Natur, das Leben aber vor allem die Gefühle eine Tiefe herstellt, wie ich sie selten bei Romanzen erlebt habe. Man entwickelt eine starke Nähe zu den Protagonist*innen, die mit ihren sehr realen und nicht immer liebenswerten Eigenschaften und Fehlern total echt wirken! Es gibt wieder so viele wunderschöne Zitate und einfach so viele Dinge, die ich auf mein eigenes Leben übertragen kann. Ich liebs! 🥰☕️ Ich liebe außerdem das Cover SEHR!!

"Man denkt immer, es trifft einen nicht. Tut es aber. Und dann denkt man, dass man dem Schicksal seine Schuld doch bezahlt hat und dass es einen dann nicht mehr trifft. Weil das erste Mal schon so unfair war. Aber es trifft einen doch. (...) Und es hört überhaupt niemals auf. Weil es dem Schicksal oder Gott oder dem Leben einfach scheiß egal ist, wie oft es dich trifft." ❤️🩹
Leider etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben
Bewertung: Highlight Ich hab mich sehr auf die Liebe an miesen Tagen gefreut und bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen, weil mir Alte Sorten so gut gefallen hat. Einerseits wurden meine Erwartungen erfüllt, der Schreibstil ist einfach so schön und der Humor gelungen. Ich mochte, dass eine Liebesgeschichte erzählt wird, die nicht von Teenies oder Menschen in den 20ern handelt, sondern von Menschen jenseits der 30, die ganz andere Probleme und Sorgen mit sich herumtragen. Gerade die Beziehung von Elias zu seiner Tochter und von Clara zu Jan und den Eltern war so schön beschrieben. Auch Claras Vergangenheit mit Paul und das daraus resultierende Päckchen war für mich sehr stimmig und greifbar. Leider ging es mir mit der großen Liebe dann zu schnell und mir wäre es lieber gewesen, wenn es länger als paar Wochen gedauert hätte. Clara ist mir auch leider zu eindimensional geblieben und ich hätte mir mehr Charakter für sie gewünscht. Dafür fand ich das „Drama“ nachvollziehbar und die Entscheidungen von beiden stimmig. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Lesende, vor allem jenseits der 30, die eine „erwachsene“ Liebesgeschichte lesen möchten, auch wenn es kleine Schönheitsfehler gibt.
„›Ich weiß, das wird alles irgendwann wieder Alltag‹, sagte er leise. ›Die Kirschen. Eine Treppe hochsteigen, ohne außer Atem zu sein. Mit dir durch den Regen gehen. Aber dieses Gefühl darunter, diese Dankbarkeit, die will ich nie wieder ganz verlieren.‹ Sie hielten sich locker an den Händen. Sie hatte das nie gemocht, mit anderen. Mit ihm – es war so, wie er sagte: Es war ein Geschenk, sich an den Händen halten zu können, für zehn Schritte, und sich dann wieder loslassen zu können. Das war ein Geschenk, und er war ein Geschenk. Nichts, das man verdiente. Das war wohl das Wesentliche: Ein Geschenk bekam man einfach.“ (S. 358) Dieses Zitat drückt für mich das Wichtigste an diesem Buch aus: Dankbarkeit für das Leben und seine kleinen Momente. Ich habe das Buch im Herbst gelesen und war so in den bildreichen Frühlingsbeschreibungen gefangen, dass ich manchmal dachte, es sei wirklich Frühling. Ewald Arenz schafft es immer wieder, mich völlig in seine Geschichten hineinzuziehen: Ich beginne zu lesen, und plötzlich ist aus 18 Uhr Mitternacht geworden. Dieses Buch hat mich zum Lachen, Weinen und Nachdenken gebracht – und mich daran erinnert, bewusster zu leben. Ich liebe es einfach wie der Autor es schafft große Themen in Worte zu fassen und wie sehr seine geschriebenen Worte einen dann berühren. Hier kommen ein paar meiner Lieblings/treffendsten Stellen: „Wasser war immer noch Wasser, nur das Wort dafür war weg. Aber dann nahm das Gehirn einfach eins aus der Schublade daneben. Man verstand ja, was sie meinte. Manchmal jedenfalls. Ob sie das noch merkte? Am Anfang, vor vier, fünf Jahren, war sie so voller Wut gewesen, dass sie so viel vergaß. Einmal hatte sie ihren Kopf gegen das Buffet geschlagen. Ihre Energie war noch immer da, aber der eine wichtige Teil des Körpers ließ sie einfach im Stich.“ (S. 226) „›Vielleicht gibt es die gar nicht‹, antwortete er zögernd. ›Oder nur auf der Bühne. Diese ganz große, eine, richtige Liebe. Das wünscht man sich, und davon träumt man immer, aber in Wirklichkeit ... vielleicht ist es eben so, dass man immer Kompromisse machen muss.‹ Jule hob erneut die Schultern und sah ihn eindringlich an. ›Glaubst du das echt? Dass es keine große Liebe gibt? Ich glaube das schon. Vielleicht findet man sich nicht, das kann sein. Das weiß ich nicht. Aber dass es so eine Liebe gibt, das glaube ich schon.‹“ (S. 60) ,,Aber die Angst ging nicht weg, nur weil sie so viel Nein sagen und denken und schreien konnte, wie sie wollte.'' (S. 268) „›Früher habe ich gerne Sterne beobachtet. Und fotografiert. Zu Hause habe ich mir dann, wenn ich nicht schlafen konnte, die hundert unterschiedlichen Nachthimmel angesehen. Vielleicht bin ich deswegen sogar Fotografin geworden. Die Unendlichkeit hat mich immer fasziniert. Wie klein man wird, und trotzdem ist man da.‹ ›Danke‹, sagte Elias. ›Man vergisst manchmal, wie weit die Welt ist. Ich habe schon lange nicht mehr so weit gesehen.‹“ (S. 98) Nach jedem Buch von Ewald Arenz schaue ich wieder genauer hin – auf die kleinen Dinge im Alltag, die oft übersehen werden. Sein Schreibstil macht sie sichtbar und spürbar. Dieses Buch war für mich nicht nur eine Geschichte, sondern eine Einladung, dankbarer zu sein.
Sehr sehr schön zu lesen 😊👍🏻
Das Buch beginnt vielleicht etwas kitschig, entwickelt sich jedoch schnell zu einer fesselnden, tiefgründigen Geschichte über die Höhen und Tiefen der Liebe. Die Charaktere und Arenz' feinsinnige Erzählweise haben mich zunehmend begeistert. Ein wunderbares Buch über die Unvollkommenheit und Schönheit des Lebens und der Liebe.
Clara und Elias treffen sich eher zufällig, als Elias Freundin Vera Claras Sommerhäuschen besichtigen will. Beide gehen sich nicht mehr aus dem Kopf. Elias ist mit Vera schon lange nicht mehr glücklich und trennt sich von ihr, nachdem er eine witzige Nacht mit Clara nach seiner Theaterpremiere verbracht hat. Die etwas ältere Witwe Clara und der Vater einer erwachsenen Tochter Elias werden ein Paar und ergänzen sich perfekt. Dann erhält Clara ein Jobangebot in Hamburg und stellt ihre Gefühle für Elias in Frage. Finden beide doch noch zueinander? Wundervolle Geschichte über Trauer, Wut, der Angst vor Bindung und dem Neuen, über Verlust und Verständnis und vor allem Liebe. Habe das Buch sehr genossen und in der Mitte auch ein paar Tränen vergossen.
Clara ist seit dem Krebstod ihres Mannes allein und gerade gekündigt worden. Elias kann sich nicht so recht binden, hat eine Tochter und trägt seinen Job als Schauspieler oft auch als Aske im Privaten. Als die beiden sich bei einer gefakten Hausbesichtigung kennenlernen, funkt es sofort, aber Clara ist nicht wohl bei den Gedanken, dass Elias ein ganzes Stück jünger als sie ist. Trotz dieser Vorbehalte wagen sie den Schritt, lernen sich näher kennen und lieben. Als Clara ein Jobangebot im 600km entfernten Hamburg bekommt, kommt es zum Bruch, da Elias nicht direkt mit umziehen will. Clara „flieht“ auf n die neue Stadt und ahnt nicht, dass Elias derweil und Übetleben kämpft. - Schon aus meiner Zusammenfassung sollte hervor gehen: Es gibt viel Drama… Mir hat die Geschichte an sich gut gefallen, einzelne Aspekte, wie die Demenzerkrankung von Claras Mutter oder auch die Liebe jenseits der Jugendjahre waren gut herausgearbeitet. Auch die Aufbereitung der Tatsache, dass beide Protagonist*innen ein Vorleben hatten und dies nun mal immer mit dazu gehört, war sehr gut umgesetzt. Bis gut zur Hälfte war ich richtiggehend begeistert und dann kam die Wende. Auch wenn es bis zum Ende spannend war, fühlte ich mich doch von der auftretenden Dramatik etwas erschlagen. Sowohl Clara, als auch Elias wirkten zum Teil sehr unreif in ihrem Verhalten, vor allem im Hinblick auf das Alter. Elias verhält sich zudem sehr unverantwortlich, auch in Bezug auf den Umgang mit seiner Tochter. Es gab eine Stelle, wo er von ihr verlangt, dass sie das Auto holt und zum Krankenhaus kommt, obwohl sie noch nicht allein fahren darf, die mich einfach nur hat mit dem Kopf schütteln lassen… Sprachlich konnte mich Arenz allerdings wieder komplett überzeugen. Er hat eine ruhige, angenehme Art, geht in die Tiefe und zeichnet seine Charaktere äußerst detailliert. Mit einem Schuß weniger Drama hätte es ein Highlight werden können. Trotz allem eine Empfehlung, die mir schöne Lesestunden beschert hat.
Philosophisch, emotional, unterhaltsam
Worum geht’s? Clara ist Witwe und lebt in ihrer eigenen Welt. Sie hat kaum Freunde und nach dem Tod ihres Mannes auch kein Interesse an neuen Männerbekanntschaften. Bis Elias in ihrem Leben auftaucht. Alles scheint perfekt, doch dann kommen der Alltag und mit ihm seine Herausforderungen. Meine Meinung: Von Ewald Arenz habe ich wirklich schon viel gehört und wollte daher schon lange einen seiner Romane lesen. „Die Liebe an miesen Tagen“ war schließlich das Buch meiner Wahl und ja, ich kann mich den positiven Stimmen nur anschließen! Das Buch war einfach wundervoll. Schon allein sein Sprachniveau und wie er mit Worten, Bildern und Emotionen gespielt hat, ist wirklich außergewöhnlich. Und natürlich seine Charaktere, allen voran Clara und Elias. Er hat es geschafft, innerhalb kürzester Zeit Menschen zum Leben zu erwecken, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Jede Person ein absolutes Individuum. Als wären sie von unterschiedlichen Autoren geschrieben worden. Aber es war nur einer, der es geschafft hat, so vielseitige Charaktere entstehen zu lassen, mit ihren ganz eigenen Ecken und Kanten, positiven und negativen Zügen und man musste sie alle einfach ins Herz schließen. Ganz toll fand ich auch Elias Tochter Jule, ein ganz außergewöhnliches Mädchen! Natürlich haben wir das komplette Spiel an Emotionen einer großen Liebe vom ersten Kennenlernen bis über die ersten Alltagsherausforderungen hinaus. Aber beeindruckend war auch, wie der Autor daneben von Claras dementer Mutter geschrieben hat. Ich gebe zu, die Sätze, die sie von sich gibt, haben mich mit den Protagonisten lachen lassen, so traurig es auch ist, die fortschreitende Demenz mitzuerleben. Ich weiß gar nicht, was ich viel sagen kann, ohne irgendetwas vorwegzunehmen. Das Buch ist einfach ein wundervoller Wohlfühlroman, der viele philosophische Diskussionen hat. Ein Buch, das mich immer wieder nachdenklich gemacht hab. Ein Buch von großen Gefühlen, der positiven wie negativen. Und ein Roman, der das alles so intensiv transportiert hat, dass es mir wirklich beim Lesen unter die Haut ging! So kurzweilig und unterhaltsam die Lektüre war, so nachhaltig ist das Buch doch noch immer in mir am Arbeiten. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich möchte unbedingt mehr von Herrn Arenz lesen! Fazit: Dieser Roman hat es wirklich in sich. In „Die Liebe an miesen Tagen“ hat es der Autor geschafft, nicht nur absolut außergewöhnliche und einzigartige Charaktere zu erschaffen, sondern er hat mir das Buch richtiggehend unter die Haut geschrieben. So intensiv waren die Eindrücke und Emotionen, die aus den Worten und zwischen den Zeilen hervorkamen. Die Demenz von Claras Mutter, die Liebe und die Probleme zwischen ihr und Elias. Der Alltag, die Gefühle, Freude, Leid, alles war da. Alles war intensiv. 5 Sterne von mir – das Buch ist einfach genial und ein absolutes Lese-Muss!

Toller Zufallsfund
Als ich neulich durch die Buchhandlung geschlendert und konnte an dem Buch einfach nicht vorbei. Es klang so interessant dass es mit musste. Es war mein erstes Buch von Ewald Arenz und sicher nicht mein letztes. Die Art wie er Dinge beobachtet und beschreibt fand ich toll und war so auch richtig schnell in der Geschichte drin.
Sehr bewegend und mitreißend 🥹
Das ist mein erstes Werk von Ewald Arenz und ich war super gespannt, was mich erwartet. Dass mich das Buch so mitreißt und bewegt, hätte ich niemals für möglich gehalten. Alltägliche Dinge werden mit so einer Präzision beschrieben ohne, dass es sich zu langwierig anfühlt. Ich habe mit den verschiedenen Charakteren mitgefiebert und war in diesem Buch einfach gefangen. Ganz klare Leseempfehlung. Das Buch wird noch lange in mir nachhallen.. :)
Das Finden des Geliebt werden ✨
Über einen Zufall lernen sich Elias und Clara kennen. Er ist noch in einer Beziehung, aber beiden ist schnell klar, dass zwischen ihnen mehr ist. Mit einem weiteren Treffen ändert sich alles - die Beiden finden zueinander und verlieben sich. Bald wird ihre Liebe geprüft - ob sie alles standhält? „Heute Nachmittag hatte er das Gefühl gehabt, sie würden im Takt atmen.“ Der Autor hat eine tolle Art zu Schreiben. Es ist mein erstes Buch von Ewald Arenz und seine Anschaulichkeit hat mich schnell in seinen Bahn gezogen. Für mich war die Geschichte ein wenig „zu viel“, aber sie zeigt wie schön es ist jemanden zu finden, in den man vertraut und von Herzen geliebt wird. ✨🤍 „Man denkt immer, es trifft einen nicht. Tut es aber.“
Eine etwas andere Liebesgeschichte
Man fängt an zu lesen und muss das Buch eigentlich bereits nach einigen Sätzen wieder aus der Hand legen so gewaltig und besonders ist die Sprache und Ausdrucksweise die Ewald Arenz in Perfektion beherrscht. Worte die noch lange nachklingen auch wenn das Buch schon beendet ist. Wieder ein so besonderes Werk, chapeau!
Die Geschichte berührt und wirkt lebensnah, auch wenn sie wenig überraschend ist. Ideal für alle, die leise und emotionale Geschichten mögen.
Die Handlung entwickelt sich eher langsam und bleibt weitgehend vorhersehbar. Wer viel Spannung oder überraschende Wendungen sucht, könnte das Buch als zu ruhig empfinden.
Was für eine mitreißende Geschichte
Ich hatte diese Buch schon sehr lang auf meiner Wunschliste. Dann kam überraschend die Info meiner Bibliothek, dass das Buch nun endlich verfügbar wäre. Sofort ausgeliehen und losgelesen. 🤩 Ich habe es fast in einem Rutsch verschlungen, weil es einfach nur mit verschiedenen Faktoren fesselt. Die Figuren sind so echt, authentisch und allesamt liebevoll geschaffen. Die prägenden Szenen spielen immer Nachts oder Morgens. Dies gibt der Darstellung noch einmal ein bisschen besondere Magie. Die Handlung ist intensiv und der Leser wir emotional sehr gefordert. Der prägendste Faktor war jedoch der Schreibstil. Er ist so plastisch, emotional, ausdrucksstark und ehrlich. Ich konnte den Schnee schmecken, die Blätter rascheln hören, den Wind in den Haaren spüren und die Frühlingsluft riechen. So intensiv hatte ich dies bei noch keinem Autor erlebt. Eine sehr schöne Erfahrung und ein sehr schöner Roman. 💚
Ein großer Erzähler, der sich etwas in seinem Drama verliert!
Die Liebe an miesen Tagen" ist mein 1. Buch von Ewald Arenz gewesen und ich kann sehr gut nachvollziehen, wieso so viele Menschen seinen Schreibstil mögen. Auch mir hat dieser von Seite eins an gefallen. Er ist locker, heiter. Besonders die zwischenmenschlichen Kommunikationen fand ich dabei überaus gelungen geschrieben. Womit ich allerdings leider nicht warm geworden bin, war die Art und Weise der Beziehung zwischen Clara und Elias. Auch, wenn es sich hier um einen Roman handelt, war mir die Liebesbeziehung der beiden zu weit hergeholt. Wahrscheinlich fehlt mir einfach die romantische Ader, aber auch in einem Roman mag ich realistische (Be)Züge. Die romantischen Dinge wirkten immer etwas "überstrapaziert". Zum Schluss gab es dann leider auch noch zu viel Drama, den die Geschichte nicht benötigt hätte. Nichtsdestotrotz werde ich die weiteren Werke von Ewald Arenz lesen, denn er ist ohne Frage ein toller Erzähler!

Julie London - A Cottage for Sale 🎵
Erstaunlich, wie Ewald Arenz es schafft, so viel Tragik und Schicksalsschläge in so einem literarischen Werk voller Begegnungen unterzubringen. Es fiel mir leider schwer, das Buch flüssig zu lesen, da die vielen Richtungswechsel in den Handlungen und Schicksalen der Figuren so einnehmend waren, aber trotzdem ist es eine Leseempfehlung, wenn man sich Zeit einplant. Viele kleine Weisheiten und auch das Hinterfragen eigener Handlungen erwarten einen auf dem Weg durch dieses Buch: „Der Zauber des Anfangs“, sagte Elias leise, „wieso kann er nicht immer bleiben? Wieso kann man sich nicht immer um diese Kleinigkeit fremd bleiben, damit man die wahre Nähe nicht verliert?“ (Seite 98) oder „Er liebte Vera nicht und hatte sie nie geliebt. Aber zu spüren, dass sie ihn auf einmal nicht mehr liebte - das erschütterte ihn.“ (Seite 305) Das Buch wird noch lange in meinem Kopf nachhallen, weil es viele Punkte über Liebe und die Vergänglichkeit (erzwungen oder gewollt) anspricht, die nicht so einfach zu verarbeiten sind. Seid stark!

Ein "Liebesfilm" nur als Hörbuch in dem Alles mit drin war, was es brauchte💗🎧🥰!
"Die Liebe an miesen Tagen", von Ewald Arenz und gelesen von Torben Kessler, war ein wundervolles Hörbuch, was ich einfach wärmstens empfehlen kann.🥰 Es geht um die Fotografin Clara und dem Schauspieler Elias. Sie lebt alleine und er ist in einer Beziehung. Nach ihrer Begegnung sehen sich beide mit der Realität konfrontiert... Er kann in der aktuellen Beziehung nicht so weiter machen und sie überprüft, ob ihr gewähltes Alleinsein noch aktuell ist. Eine Liebesgeschichte die nach der Verliebtheitsphase auf eine harte Probe gestellt wird. Wird ihre junge Liebe dem Stand halten können? Ewald Arenz versteht es, Texte nicht nur mit etwas Witz zu verfassen, sondern auch sehr ernste und emotionale Passagen gut zu verpacken und trotzdem das dazugehörige Gefühl zu wecken. Mittlerweile liebe ich seine Bücher und auch die Hörbücher. 🥰 Das Buch "Die Liebe an miesen Tagen" ließ mich runterkommen, aber auch sehr nachdenklich werden über gewisse Themen, hin und wieder auflachen und schmunzeln (was Gedankengänge von Clara und Elias betraf), aber auch sehr emotional werden. Es war auf der emotionalen Ebene einfach Alles dabei🤗😂. Selten kann mich ein Autor und seine Bücher so packen, es ist schon eine Kunst für sich.📖💗
Atemberaubend. Die Geschichte von Clara und Elias ist so humorvoll, mitreißend, emotional, ernst, gleichzeitig poetisch und einfach unglaublich. Mir fehlen ein wenig die Worte um es zu beschreiben. Elias & Clara zeigen wie die Liebe sein kann, nicht immer einfach, aufwühlend und doch voller Hoffnung. Ich habe mit den Schwankungen überhaupt nicht gerechnet und möchte auch garnicht weiter darauf eingehen, weil ich niemanden Spoilern möchte. Ewald Arenz enttäuscht einen wirklich nie, bin ein richtiger Fan geworden und freue mich schon auf das nächste Buch. Die Liebe an miesen Tagen ist eine ganz große Empfehlung von mir, für alle die mal eine ehrliche Liebesgeschichte lesen möchten. @ewald_arenz kann Jule bitte ein eigenes Buch bekommrn?🤭
Ein unglaubliches Buch ! Warum erkennt man immer erst , was wirklich zählt, wenn es fast zu spät ist ? Die Tiefe und Eindringlichkeit, mit der der Autor erzählt hält mich immer noch im Bann . Und trotzdem war es der Humor und die Ironie , mit dem die Protagonisten miteinander agierten, die mich zwischendurch auch lächeln ließen. Dieses Buch ist für mich eine unbedingte Leseempfehlung.
Auch wenn Liebesromane sonst nicht unbedingt mein Lieblingsgenre sind, habe ich „Die Liebe an miesen Tagen“ wirklich gern gelesen. Vielleicht weil es dem Label „Liebesroman“ einerseits schon sehr gerecht wird, andererseits die Grenzen des Genres aber auch ausreizt und stellenweise darüber hinaus geht. Den Schreibstil von Ewald Arenz mag ich generell sehr gern und er hat mich auch hier wieder überzeugt. Elias und Clara treffen sich durch Zufall und wissen direkt, dass diese Begegnung besonders ist und ihre Leben verändern wird. Doch neben der Verliebtheit tragen beide noch andere „Päckchen“ mit sich herum. Denn beide sind nicht mehr ganz jung - und Clara noch weniger jung als Elias. Kann daraus eine gemeinsame Zukunft erwachsen? Oder sind das Alter und die „Päckchen“ zu große Bürden? Gibt es die große Liebe auch noch, wenn man nicht mehr ganz jung ist? Und… reicht Liebe allein für eine gemeinsame Zukunft überhaupt aus? Auch wenn mich „Alte Sorten“ mehr (wenn auch auf ganz anderer Ebene) erreicht hat, mag ich auch „Die Liebe an miesen Tagen“ weiterempfehlen. Auf meinem SuB wartet nun noch „Der große Sommer“ darauf, mit den beiden verglichen zu werden. Bin gespannt, wo es sich einordnen wird.
Hab schon bessere Romane von dem Autor gelesen
Ja was soll ich sagen. Nachdem mir „Der große Sommer“ und „Alte Sorten“ richtig gut gefallen haben musste ich natürlich auch dieses Buch lesen, allerdings war ich doch etwas enttäuscht. Mir blieben die Protagonisten leider bis zum Schluss unsympathisch, ich fand sie sehr oberflächlich und sehr einfach. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, teilweise ganz schön viel Drama in den Dialogen zwischen den ja eigentlich mittelalten Protagonisten. Da dachte ich teilweise ich hab einen Teenieroman erwischt. Auch wie hier über die ehemaligen Partner gesprochen wurde hat mir gar nicht gefallen, da blieb man da, weil jemand krank wurde oder gerade niemand anderes da war. Hier gefiel mir noch die Geschichte um Claras Mutter noch am besten, die an Demenz leidet. Hoffe in Zukunft wieder auf so starke Romane wie „Alte Sorten“ von Herrn Arenz.

























































