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Hunger

3.7(97)
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About the book

Hunger (Norwegian: Sult) is a novel by the Norwegian author Knut Hamsun published in 1890. Extracts from the work had previously been published anonymously in the Danish magazine Ny Jord in 1888. The novel has been hailed as the literary opening of the 20th century and an outstanding example of modern, psychology-driven literature. Hunger portrays the irrationality of the human mind in an intriguing and sometimes humorous manner. Written after Hamsun's return from an ill-fated tour of America, Hunger is loosely based on the author's own impoverished life before his breakthrough in 1890. Set in late 19th-century Kristiania (now Oslo), the novel recounts the adventures of a starving young man whose sense of reality is giving way to a delusionary existence on the darker side of a modern metropolis. While he vainly tries to maintain an outer shell of respectability, his mental and physical decay are recounted in detail. His ordeal, enhanced by his inability or unwillingness to pursue a professional career, which he deems unfit for someone of his abilities, is pictured in a series of encounters which Hamsun himself described as "a series of analyses".In many ways, the protagonist of the novel displays traits reminiscent of Raskolnikov in Crime and Punishment; the author, Fyodor Dostoevsky, being one of Hamsun's main influences. The influence of naturalist authors such as Émile Zola is apparent in the novel, as is his rejection of the realist tradition.Hunger encompasses two of Hamsun's literary and ideological leitmotifs:His insistence that the intricacies of the human mind ought to be the main object of modern literature: Hamsun's own literary program, to describe "the whisper of the blood and the pleading of the bone marrow", is thoroughly manifest in Hunger.His depreciation of modern, urban civilization: In the opening lines of the novel, he ambivalently describes Kristiania as "this wondrous city that no one leaves before it has made its marks upon him." The latter is counterbalanced in other Hamsun works, such as Mysteries (Mysterier, 1892) and Growth of the Soil (Markens Grøde, 1920), which earned him the Nobel prize in literature but also brought about claims of his being a proto-National Socialist Blut und Boden author. (wikipedia.org)

Editions (37)

ISBN9781636377377
PublisherBibliotech Press
Publication Date02/10/22
Pages164

Reviews & Ratings

97 ratings

9 reviews

3.7

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  • annalovesbooks23
    annalovesbooks23

    728 Followers

    2.5

    Ein Kampf, den ich gern mehr geliebt hätte 🥀 Literarisch spannend.

    Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Eigentlich bringt Hunger alles mit, was ich liebe. Ein kaputter Protagonist, psychischer Zerfall, verschwimmende Grenzen zwischen Realität und Wahn und dieses Gefühl, nie genau zu wissen, was gerade wirklich passiert und was nur in seinem Kopf entsteht. Und trotzdem hat mich dieses Buch teilweise komplett verloren. Schon relativ früh hatte ich das Gefühl, dass Realität, Fantasie und Gedankengänge permanent ineinanderlaufen. Der namenlose Protagonist zieht hungrig und völlig rastlos durch Kristiania, schreibt, lügt, steigert sich in Dinge hinein und schwankt die ganze Zeit zwischen Größenwahn, Scham und Verzweiflung. Genau solche Figuren mag ich normalerweise sehr gerne. Aber hier war es mir irgendwann einfach zu viel. Der Schreibstil war dabei eigentlich wirklich gut. Sehr trocken, nüchtern und distanziert. Man braucht gerade am Anfang einen Moment, um reinzukommen, vor allem in dieser älteren Sprache. Aber trotzdem merkt man total, warum dieses Buch so bedeutend geworden ist. Manche Szenen von Hunger, Scham und menschlicher Demütigung waren wirklich heftig und dafür, wann dieses Buch erschienen ist, auch ziemlich krass geschrieben. Gleichzeitig war genau dieser distanzierte Stil aber auch mein größtes Problem. Ich konnte den Protagonisten beobachten, aber nie wirklich fühlen. Und irgendwann war es mir ehrlich gesagt fast egal, was mit ihm passiert. Das klingt hart, aber genau dadurch wurde das Buch für mich irgendwann eher anstrengend als emotional intensiv. Die letzten hundert Seiten waren deshalb teilweise wirklich ein Kampf. Nicht mal unbedingt, weil das Buch schlecht ist, sondern weil mich dieses fiebrige, wirre und rastlose Erzählen irgendwann einfach nur noch erschöpft hat. Ich habe ganz oft gedacht: Hoffentlich ist es bald vorbei. Am meisten überrascht hat mich tatsächlich das Nachwort von Daniel Kehlmann. Das mochte ich fast am liebsten am ganzen Buch. Viele Gedanken, die ich während des Lesens hatte, wurden dort nochmal aufgegriffen und irgendwie verständlicher gemacht. Am Ende bleibt für mich ein literarisch wichtiges Buch mit wirklich starken Momenten, das mich persönlich aber leider nie ganz erreicht hat.

    Ein Kampf, den ich gern mehr geliebt hätte 🥀 Literarisch spannend.

    May 16, 2026

  • momofbooksandcats
    momofbooksandcats

    54 Followers

    3.5

    Schockierend und erbarmungslos beschreibt Knut Hamsun die Tücken der „brotlosen Kunst“

    „Hunger“ von Knut Hamsun erzählt den Werdegang eines jungen Schriftstellers in Kristiana (heute Oslo). In der Ich-Perspektive begleiten wir den Namenlosen durch Hungersnöte, Kälte und kurzweilige Erfolgserlebnisse. Doch seine Lage verschlimmert sich immer mehr und durch die Hungersnot verliert der Schriftsteller sich immer mehr in Wahnvorstellungen. Literaturnobelpreisträger Hamsun schrieb das Buch in eigener Erinnerung seiner Zeit in Kristiana, wo er selbst arbeitslos war und Hunger litt. Mit seiner radikalen Art zu schreiben erweckte Hamsun schnell Interesse und inspirierte andere Schriftsteller, wie Hemingway, Mann oder Kafka, mit seinem Stil. Knut Hamsuns Ruhm wird beschattet durch sein aktives Mitwirken im Nationalsozialismus. Dies wirft eine klassische Frage auf, die ich mir oft nicht zufriedenstellend beantworten kann: Kann man Kunst und Künstler getrennt von einander betrachten?

    Mar 16, 2025

  • 2.0

    Das Gegenteil einer leichten Lektüre…

    Ich hab mich selten so gefreut, dass ich ein Buch abgeschlossen habe… Keine Kapitel, keine Dialogzeichen und teils umständlich zu lesen. Inhaltlich hat mir das Buch gefallen, also die Thematik, dass jemand quasi ums Überleben kämpft und eine schlechte Entscheidung nach der anderen trifft find ich großartig! Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht überzeugen und deswegen leider nur 2 Sterne. Hätte nur einen Stern gegeben, aber ich denke bei älteren Büchern muss man ein bisschen das ursprüngliche Erscheinungsdatum berücksichtigen, in diesem Fall 1890 herum. Dass so ein Roman nicht mehr zur Gänze in unser modernes Gedankengut passt (vorallem hinsichtlich Darstellung und Beschreibung bestimmter Personen und Situationen) ist klar und wollte ich daher berücksichtigen.

    Das Gegenteil einer leichten Lektüre…

    Aug 9, 2025

3 of 9 reviews

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