Und Marx stand still in Darwins Garten

Und Marx stand still in Darwins Garten

Softcover
3.457
GerechtigkeitCharles DarwinHistorischer RomanWissenschaftlich

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Description

England, 1881. Zwei bedeutende Männer leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in einem Pfarrhaus in Kent und Karl Marx mitten in London. Beide haben mit ihren Werken, der eine zur Evolution, der andere zur Revolution, die Welt für immer verändert. Beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch sind sie schlaflos und melancholisch. Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner zum ersten Mal. Schnell kreist ihre Diskussion um Gott und Gerechtigkeit — doch unausweichlich kommt es zum Streit, und der Abend endet in einem Eklat. Dennoch haben der großbürgerliche Naturforscher und der ewig klamme Revolutionär mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
288
Price
15.50 €

Author Description

Ilona Jerger ist am Bodensee aufgewachsen und studierte Germanistik und Politologie in Freiburg. Von 2001 bis 2011 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift „natur“ in München. Seither arbeitet sie als freie Journalistin. Als Sachbuchautorin hat sie bei C.H. Beck und Rowohlt veröffentlicht. Und Marx stand still in Darwins Garten ist ihr erster Roman.

Posts

12
All
2.5

Eher ein Buch über Darwin, Marx spielt nur eine Nebenrolle.

Also ich den Titel las dachte ich, dass es sich um ein Gedankenexperiment handeln würde. Frei nach dem Motto: was wäre wenn sich Darwin und Marx treffen würden. Aber das Buch handelt größtenteils über Darwin als Person in seinen letzten Monaten. Zwar treffen sich Darwin und Marx aber nur kurz. Ich dachte dass Buch bestände eher aus Dialogen von den beiden aber sie leben eher getrennt voneinander. Darwin wird als sehr sympathischer Charakter beschrieben , sehr friedfertig aber leider auch aufgrund seiner Theorie missverstanden. Marx ist zwar auch Recht sympathisch aber auch sehr speziell. Er kommt nicht so gut weg wie Darwin. Ich bin leider Recht enttäuscht und auch sehr zwiespalten bezüglich des Buches. Es ist zwar nicht schlecht aber richtig gut ist es auch nicht. Ich hatte was anderes erwartet aufgrund des Titels und des Buchrückens. Aber es ist an sich dennoch kein schlechter Roman.

Eher ein Buch über Darwin, Marx spielt nur eine Nebenrolle.
2

Die erste Hälfte ist geprägt von Darwins und Marx' Krankheiten. Bedingt spannend. Ab der zweiten Hälfte wird es etwas besser, aber immer noch passiert recht wenig. Manche Aspekte waren interessant, aber ich denke, man verpasst nichts, wenn man sie nicht kennt.

4

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, es ginge um das dort beschriebene Dinner. Ich war mir nicht sicher, ob ich eine langatmige Unterhaltung zwischen Darwin und Marx mögen würde. Beides sind Personen, die unheimlich faszinierend und spannend sind, beide haben auf ihren Gebieten brillante Bücher und Wissen hervorgebracht. Und doch hatte ich in meinem Kopf, dass das Buch unglaublich trocken zu lesen ist.. Ich habe mich selten so geirrt. Zum Einen nimmt das Dinner zwischen den beiden starken Personen nur einen kleinen Teil des Buches ein und zum Anderen kommen die Protagonisten gar nicht wirklich zum Diskutieren. Verbindende Person ist durchgehend der Hausarzt von Marx und Darwin, er berichtet beiden immer wieder von dem Anderen. Während des Lesens bekommt man einen Einblick in die letzten Jahre von Darwin, seinen Arbeiten und seiner Forschung mit Regenwürmern. Ebenso erfahren wir über die letzten Monate von Marx, die Autorin zeichnet ein sensibles Bild von den Menschen. Auch wenn sie beide weitaus gebrechlicher zeichnet, als sie es vermutlich waren. Und dennoch, sie werden auf den Buchseiten lebendig. Man wird neugierig, ob und wie es denn nun endlich zu einem Treffen kommt. Bis es soweit ist, hat man jeden kennen gelernt und irgendwie auch ins Herz geschlossen, es ist also super geeignet, wenn man die Personen hinter den großen Namen kennen lernen will. Alles in allem war ich positiv überrascht von dem Buch, Jerger schafft es, den Leser zu fesseln und die Ideen von Marx und Darwin nahe zu bringen, ohne lehrerhaft zu wirken. Klare Kaufempfehlung.

4

It is almost midnight, and I shouldn't have read this long on a Sunday night. But I couldn't possibly leave either Darwin or Marx hanging between life and death till tomorrow. [Prtf]

4

Kurzweilig und amüsant. Die beiden schrulligen alten Männer. Ich dachte es gäbe mehr Szenen zusammen und nicht nur ein Nebeneinander her. Aber sonst ein interessantes Buch.

5

Geniale Idee, die beiden Personen der Zeitgeschichte in einem Roman verwoben vorzustellen. Und diese Idee wurde in angenehmem Schreibstil fesselnd umgesetzt.

4

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich, es ginge um das dort beschriebene Dinner. Ich war mir nicht sicher, ob ich eine langatmige Unterhaltung zwischen Darwin und Marx mögen würde. Beides sind Personen, die unheimlich faszinierend und spannend sind, beide haben auf ihren Gebieten brillante Bücher und Wissen hervorgebracht. Und doch hatte ich in meinem Kopf, dass das Buch unglaublich trocken zu lesen ist.. Ich habe mich selten so geirrt. Zum Einen nimmt das Dinner zwischen den beiden starken Personen nur einen kleinen Teil des Buches ein und zum Anderen kommen die Protagonisten gar nicht wirklich zum Diskutieren. Verbindende Person ist durchgehend der Hausarzt von Marx und Darwin, er berichtet beiden immer wieder von dem Anderen. Während des Lesens bekommt man einen Einblick in die letzten Jahre von Darwin, seinen Arbeiten und seiner Forschung mit Regenwürmern. Ebenso erfahren wir über die letzten Monate von Marx, die Autorin zeichnet ein sensibles Bild von den Menschen. Auch wenn sie beide weitaus gebrechlicher zeichnet, als sie es vermutlich waren. Und dennoch, sie werden auf den Buchseiten lebendig. Man wird neugierig, ob und wie es denn nun endlich zu einem Treffen kommt. Bis es soweit ist, hat man jeden kennen gelernt und irgendwie auch ins Herz geschlossen, es ist also super geeignet, wenn man die Personen hinter den großen Namen kennen lernen will. Alles in allem war ich positiv überrascht von dem Buch, Jerger schafft es, den Leser zu fesseln und die Ideen von Marx und Darwin nahe zu bringen, ohne lehrerhaft zu wirken. Klare Kaufempfehlung.

1

Erst einmal muss ich sagen, wie unfassbar genial ich die Idee des Buches fand. Ich habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen. Nur leider war ich dann umso enttäuschter. Wie Darwin beschrieben wird, war durchaus niedlich, aber Marx kam viel zu kurz. Was hingegen um einiges zu ausführlich Beschrieben wurde, waren die Krankheiten der beiden. Auch das große Aufeinandertreffen der beiden war schnell abgefrühstückt ohne eine richtige Diskussion zu liefern. Zusammenfassend: super Ansatz, zu viel Krankheitsblabla und insgesamt viel zu Platt was die Diskussion angeht. Dadurch sehr langweilig. Schade.

2

Die zugrunde liegende Idee des Romans ist sehr interessant. Was hätten Darwin und Marx einander zu sagen, was eint oder trennt die beiden Männer!? Ilona Jerger beginnt mit einem Einblick in den Alltag des altersschwachen Darwin. Seine Psyche und Physis werden dargelegt. Es ist faszinierend, in die Gedankenwelt des Forschers einzutauchen und auch einen voyeuristischen Blick auf sein Eheleben werfen zu dürfen. Mindestens genauso unterhaltsam, gestaltet sich die Charakterisierung von Karl Marx als groben, liebenswerten Kerl. Das Bindeglied der beiden Männer ist scheinbar der philosophische Arzt Dr. Beckett. Dieser bricht seine Schweigepflicht und fungiert als Plaudertasche zwischen seinen Patienten. Das schließliche Zusammentreffen der beiden Helden bedurfte dieser Unprofessionalität nicht und als Lesende/r fragt man sich unweigerlich, wozu dieser Kniff nun diente. Die Dialoge wirken teilweise hölzern und nicht immer ganz authentisch. Sprachlich finden sich einige unschöne Formulierungen, die beim Lesen ein Stirnrunzeln hervorriefen. Für Wissenschaftler*innen scheint mir dieser Roman ungeeignet, aber für interessierte Laien ohne wissenschaftlichen Anspruch ist es sicherlich ein unterhaltsames Buch. Der humorvolle Schreibstil der Autorin entlockte beim Lesen mehrmals ein Schmunzeln.

1

Erst einmal muss ich sagen, wie unfassbar genial ich die Idee des Buches fand. Ich habe mich sehr darauf gefreut es zu lesen. Nur leider war ich dann umso enttäuschter. Wie Darwin beschrieben wird, war durchaus niedlich, aber Marx kam viel zu kurz. Was hingegen um einiges zu ausführlich Beschrieben wurde, waren die Krankheiten der beiden. Auch das große Aufeinandertreffen der beiden war schnell abgefrühstückt ohne eine richtige Diskussion zu liefern. Zusammenfassend: super Ansatz, zu viel Krankheitsblabla und insgesamt viel zu Platt was die Diskussion angeht. Dadurch sehr langweilig. Schade.

5

(4,5 Sterne) Inhalt: Die beiden Männer betraten den Kiesweg, der vom Haus in den Garten führte. Marx schlich mit gesenktem Kopf und mit ungeschickten Tritten, denn in der Nacht sah er noch schlechter als am Tag. Nach einer ganzen Weile sagte Darwin: »Mir scheint, Sie sind ein Idealist.« Marx stand grau und regungslos da, als hätte er sich in eine Statue verwandelt. Ihm war kalt. Üblicherweise hätte längst sein Krakeel eingesetzt, er konnte Idealisten nicht leiden. Doch Marx stand still in Darwins Garten. Weder polterte er, noch ließ er sonst ein Wort verlauten. England, 1881. Zwei bedeutende Männer leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in einem Pfarrhaus in Kent und Karl Marx mitten in London. Beide haben mit ihren Werken, der eine zur Evolution, der andere zur Revolution, die Welt für immer verändert. Beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch sind sie schlaflos und melancholisch. Darwin hat den Schöpfer abgeschafft, fühlt sich missverstanden und forscht inzwischen still am Regenwurm. Marx grollt der Welt, wartet ungeduldig auf ein mutiges Proletariat, das den Kapitalismus hinwegfegt, verzettelt sich beim Schreiben und kommt über Band 1 des 'Kapitals' nicht hinaus. Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner zum ersten Mal. Schnell kreist ihre Diskussion um Gott und Gerechtigkeit — doch unausweichlich kommt es zum Streit, und der Abend endet in einem Eklat. Dennoch haben der großbürgerliche Naturforscher und der ewig klamme Revolutionär mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen. In ihrem wunderbaren Roman verbindet Ilona Jerger Fabulierlust mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen, die den Weltenlauf maßgeblich beeinflusst haben. Ein warmherziges und humorvolles Porträt zweier großer Männer, deren Disput zeitgemäßer nicht sein könnte. Meine Meinung: Mich konnte des Buch restlos von sich überzeugen. Allerdings würde ich dem Buch 4,5 Sterne geben und keine 5, da irgendetwas gefehlt hat. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich eigentlich nicht auszusetzen habe. Zunächst einmal zur Geschichte, in der Geschichte steckt genau das, was der Klappentext verspricht. Es wird ein fiktives Aufeinandertreffen von Marx und Darwin beschrieben. Man erhält Einblicke in das Leben der beiden vor und nach dem fiktiven Kennenlernen. Dies Lebensausschnitte werden nicht direkt als fortlaufende Geschichte zusammen gebaut. Auf mich hatte jedes Kapitel mehr wie eine kleine Kurzgeschichte gewirkt. Dies hat mir allerdings sehr gut gefallen. Außerdem erhält man viele Information über beide Personen und lernt sich auch ein bisschen kennen, zumindest so wie die Autorin sie wahr genommen hat. Da ich vor kurzem ein Referat über Darwin gehalten habe, kann ich sagen, dass ich Darwin auch so wahrgenommen habe wie er in diesem Buch dargestellt wird. Mir konnte es eine große Freude bereiten Darwin zu verfolgen und Dinge (Fakten) "zu erleben",welche ich bei meiner Recherche über ihn erfahren habe. Über Marx wusste ich nicht soviel, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass er so war wie er in dem Buch dargestellt wird. Also im Großen und ganzen sind beide Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Der Schreibstil der Autorin konnte mich sehr begeistern, ist allerdings nicht sehr einfach. Durch das etwas anspruchsvollere, aber auch atmosphärische Schreiben konnte man sich gut in die Geschichte und die Zeit des Romanes einfinden. Ich finde es aber wichtig anzumerken, dass der Schreibstil wirklich nicht einfach ist, da die Autorin viel mir Satzgefügen und Einschüben arbeitet, sodass die einzelnen Sätze länger und komplizierter werden. Wie vorhin schon geschrieben, habe ich eigentlich nichts an dem Buch auszusetzen und es hat mich wirklich begeistert. Jedoch kann ich dem Buch nur 4,5 Sterne geben. Es hat das gewisse Etwas für 5 Sterne gefehlt. Fazit: Ich mochte das Buch sehr und kann es nur weiterempfehlen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass es sich hier nicht um einen Spannungsroman mit leichtem Schreibstil handelt.Außerdem sollte man sich für mindestens einen der beiden interessieren, da in diesem einige Fakten und auch wichtige Lebensabschnitte der beiden näher beschrieben werden und man sich sonst langweilen könnte.

1

Wieder ein Buch, wo der Ausgangspunkt so vielversprechend erscheint: Ein Treffen zwischen Marx und Darwin, ein historischer Roman im damaligen England. Die Umsetzung hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Zwar ist es amüsant, dass Marx und Darwin gegen Ende ihres Lebens wohl kranke und jammernde alte Herren waren, aber es hat die Story nicht wirklich getragen.

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