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The Capital

3.6(118)
Language
English
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About the book

A highly inventive novel of ideas written in the rich European tradition, The Capital transports readers to the cobblestoned streets of twenty-first-century Brussels. Chosen as the European Union's symbolic capital in 1958, this elusive setting has never been examined so intricately in literature. Translated with "zest, pace and wit" (Spectator) by Jamie Bulloch, Robert Menasse's The Capital plays out the effects of a fiercely nationalistic "union."

Recalling the Balzacian conceit of assembling a vast parade of characters whose lives conspire to form a driving central plot, Menasse adapts this technique with modern sensibility to reveal the hastily assembled capital in all of its eccentricities. We meet, among others, Fenia Xenopoulou, a Greek Cypriot recently "promoted" to the Directorate-General for Culture. When tasked with revamping the boring image of the European Commission with the Big Jubilee Project, she endorses her Austrian assistant Martin Sussman's idea to proclaim Auschwitz as its birthplace-of course, to the horror of the other nation states. Meanwhile, Inspector Émile Brunfaut attempts to solve a gritty murder being suppressed at the highest level; Matek, a Polish hitman who regrets having never become a priest, scrambles after taking out the wrong man; and outraged pig farmers protest trade restrictions as a brave escapee squeals through the streets.

These narratives and more are masterfully woven, revealing the absurdities-and real dangers-of a fracturing Europe. A tour de force from one of Austria's most esteemed novelists, The Capital is a mordantly funny and piercingly urgent saga of the European Union, and an aerial feat of sublime world literature.

Editions (1)

ISBN9781631497865
PublisherLiveright Publishing Corporation
Publication Date04/07/20
Pages432

Reviews & Ratings

118 ratings

19 reviews

3.6

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    129 Followers

    4.0

    Ein Kommissar mit gesundheitlichen Problemen, ein Holocaust-Überlebender, der in ein Altenheim ziehen muss, ein Professor der Volkswirtschaft im Ruhestand, ein einflussreicher österreichischer Schweinebauer, etliche Beamte der EU-Kommission verschiedener Nationalität und unterschiedlichen Ranges und schließlich … ein Schwein. Robert Menasse bietet in seinem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman eine umfangreiche Besetzung auf. Nun könnte man angesichts dieses Casts (mit Ausnahme des Schweins) einen Roman erwarten, in dem es trocken und bürokratisch zugeht. Zunächst ist auch erst einmal schwierig, dem Geschehen zu folgen. Menasse wirft den Leser ins kalte Wasser und eine Fülle von Charakteren her, als nämlich das besagte Schwein durch Brüssel rennt und von einigen unserer Protagonisten gesehen wird. Das Schwein (keineswegs ein Wild- sondern ein Hausschwein) soll später einen quasilegendären Status erringen. Hat man etwas Geduld mit dem Buch, steigt man irgendwann auch durch, wer wer ist in diesem Buch, nach einer Weile ergeben sich auch die Zusammenhänge, und die sind keineswegs trocken. Sogar einen Mordfall gibt es, der allerdings nicht auf konventionell-kriminalistische Art gelöst wird. Wer nicht viel darüber weiß, wie es in den Institutionen der EU tatsächlich zugeht, erhält in diesem Buch manchen Einblick, insbesondere in die Beschaffenheit und Abhängigkeiten in der Europäischen Kommission. Eine der Hauptfiguren des Romans, Fenia Xenopoulou, möchte gern das Ressort wechseln und sich mit einem erfolgreichen Projekt zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Kommission profilieren, ein weiterer Hauptcharakter wird hierfür verpflichtet, der wiederum der Bruder des österreichischen Schweinebauers ist, der gegen Unstimmigkeiten in der EU bezüglich des Handels mit Schweinefleisch vorgehen will und stimmt, da war doch die Sache mit dem Schwein. Das Schwein stellt uns nicht nur verschiedene Charaktere vor, sondern rennt wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Robert Menasse schafft es, einen kritischen EU-Roman vorzulegen, der letztendlich jedoch eine Vision für Europa vertritt: Es ist bekannt, dass Menasse Befürworter eines Europas der Regionen ist. Entsprechend finden sich in dem Roman einige faszinierende Gedankenspiele, unter anderem eben für eine europäische Hauptstadt (und zwar nicht Brüssel), sodass der Titel des Romans zweideutig wird. Nicht vergessen will ich, das der Roman auch in sprachlicher Hinsicht Spaß macht, Menasse schreibt auf hohem Niveau. Als einzige Kritik fällt mir ein, dass die Passage von David de Vriend, dem Holocaustüberleben gegen Ende des Buches meiner Meinung nach etwas zu lang geraten ist. (Möglicherweise entsteht dieser Eindruck auch durch das Hörbuchformat.) Ich war skeptisch, ob mich dieses Buch würde fesseln können, in diesem Fall ist es tatsächlich dem Deutschen Buchpreis zu verdanken, dass ich mich dafür entschieden habe, und ich bin froh es gelesen zu haben. Die Hörbuchform verhindert zwar das Notieren von Zitaten (und eventuell einer Liste der Charaktere…), ist aber ansonsten durchweg empfehlenswert, Berkel ist ein geübter Sprecher, der darüber hinaus die Aussprache von französischen, niederländischen und sonstigen fremdsprachigen Namen tadellos meistert.

    Sep 28, 2022

  • fraumuger
    fraumuger

    35 Followers

    4.0

    “Er hatte vergessen wollen, aber das hatte nur dazu geführt, dass er vergessen wurde.” Ein Buch, in welchem ein Mordfall, EU-Politik und Satire aufeinandertreffen. Wer mit vielen Charakteren und deren unterschiedlichen Handlungssträngen zurecht kommt und sich für Skuriles begeistern kann, wird hier einzigartiges Lesematerial für sich finden können.

    Nov 23, 2023

3 of 19 reviews

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