Archipel

Archipel

Hardback
2.633
TinerfenoBernadotteGeschichte 20. JahrhundertFrauen

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Description

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2018: ein großer europäischer Familienroman von der Peripherie des Kontinents: der Insel des ewigen Frühlings, Teneriffa.
"Es ist der 9. Juli 2015, vierzehn Uhr und zwei, drei kleinliche Minuten. In La Laguna, der alten Hauptstadt des Archipels, beträgt die Lufttemperatur 29,1 Grad. Der Himmel ist klar, wolkenlos und so hellblau, dass er auch weiß sein könnte". Damit fängt es an. Und mit Rosa, die zurückkehrt auf die Insel und in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Doch für eine Weile sieht es so aus, als könnte sie es im Asilo, dem Altenheim von La Laguna, finden. Ausgerechnet dort, wo Julio noch mit über neunzig Jahren den Posten des Pförtners innehat. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Julio ist Rosas Großvater. Von der mütterlichen Seite. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt.
Inger-Maria Mahlke ist in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen avanciert und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal weiter vorgewagt. In "Archipel" führt sie rückwärts durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Es ist Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González' – Familiennamen aus ganz Europa. Aber da sind auch die, die keine Namen haben: Die Frau etwa, die für alle nur 'die Katze' war: unverheiratete Mutter, Köchin, Tomatenpackerin - und irgendwann verschwunden. Denn manchmal bestimmen Willkür, Laune, Zufall oder schlicht: mitreißende Erzählkunst über das, was geht, und das, was kommt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
432
Price
20.60 €

Author Description

Inger-Maria Mahlke wuchs in Lübeck und auf Teneriffa auf, studierte Rechtswissenschaften an der FU Berlin und arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Ihr Debütroman Silberfischchen wurde ein Jahr später mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet. Für einen Auszug aus ihrem Roman Rechnung offen bekam sie beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis den Ernst-Willner-Preis zugesprochen; 2014 erhielt sie den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ihr Roman Wie Ihr wollt gelangte unter anderem auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises, den sie 2018 für den Roman Archipel dann erhielt. Zuletzt erschien ihr Roman Unsereins.

Posts

8
All
4

Interessanter Familienroman mit vielen Hintergründen

Dieses Buch verlangt einem schon viel ab, unter anderem Konzentration auf einen sehr bildlichen Schreibstil und viel Hintergrundwissen zu der Geschichte Spaniens, den kanarischen Inseln und insbesondere Teneriffa. Gleichzeitig bietet dieses Buch auch eine sehr interessante Familiengeschichte bzw. mehrere Familiengeschichten, die sehr viel Tiefe bieten und auf sehr bewegende Art und Weise mit geschichtlichen, sozioökonomischen und gesellschaftlichen Themen verbunden werden. Insofern kann ich die Kritik, die ich sonst auf der Plattform zu diesem Buch gefunden habe wirklich kaum verstehen.

2.5

Stellenweise fand ich das Buch echt interessant. Insgesamt waren mir das aber zu viele Handlungssprünge und immer wenn man das Gefühl hatte die Handlung geht voran kam der nächste Abschnitt der von anderen Protagonisten handelte. Und mit den vielen Namen hab ich mich auch schwer getan. Dass hier die Geschichte mal von der Gegenwart rückwärts erzählt wird fand ich ein interessantes Detail. Würde mich aber wahnsinnig schwer tun jemanden eine kurze Zusammenfassung über den Inhalt zu geben.

2

Eigentlich haben mir der Schreibstil sowie die Idee, eine mehrere Jahrzehnte überspannende Geschichte rückwärts zu erzählen, sehr gut gefallen. Leider werden die Zusammenhänge innerhalb der Geschichte nicht sehr klar, es ist schwierig, sich in die Figuren hineinzuversetzen, die man rückwärts kennenlernt, und auch die Geschichte der Insel selbst bleibt undeutlich.

3

3,5 stars Ein Familienroman der ganz anderen Art..... die klare und schnörkellose Erzählsprache und nicht zuletzt der Aufbau des Romans lassen ihn zum Teil als schwer zugänglich erscheinen. Es ist definitiv kein Buch zum Abtauchen; vielmehr hat man das Gefühl, sich die Handlung erarbeiten zu müssen. Der Wechsel vom Hardcover zum Hörbuch hat sich für mich wieder einmal als sehr hilfreich erwiesen. Bin mir nicht sicher, ob ich andernfalls das Buch wirklich beendet hätte. Die Hörbuchsprecherin erweckt die Personen tatsächlich zum Leben, sodass ich doch noch einen gewissen Zugang zu ihnen gefunden habe.

1

Ich muss mich leider in die Heerschar der schlechten Beurteilungen einreihen. Ich lese gerne Buchpreisbücher und habe auch dabei viele Schätze entdecken. Aber hier ist es mir auch schleierhaft, warum dieses Werk preiswürdig sein soll. Ich habe es bis Seite 120 ausprobiert, aber bis dahin konnte mich weder die Geschichte, noch die Personen und schon gar nicht der Schreibstil in irgendeiner Form zufriedenstellen. Von fesseln oder mitreißen will ich erst gar nicht reden. Das Feuilleton feiert den Roman wegen seiner antichronologischen Erzählweise, d.h. die Geschichte zweier Großfamilien auf der Insel Teneriffa beginnt im Jahr 2015 und wird dann episodisch rückwärts erzählt bis ins Jahr 1919. Doch soweit kam ich erst gar nicht, denn bis auf Seite 137 bleibt man in t=2015 stecken. Der Schreibstil ist abgehakt. Die Bedeutung des Verbs für die Lesbarkeit eines Satzes wird von der Autorin eher gering geschätzt. Ein Beispiel: Lachen zuerst, Rufe, eine Frauenstimme, ganz hell vom kalten Wasser. Dann sehen sie die Köpfe in der Brandung, dicht beieinander. Vier Beine, ein Körper, so sieht es aus, als sie aus den Wellen kommen, sie geht rückwärts, seine Arme auf ihrem Rücken, ihren Pobacken. Aufschreien, als sie fallen, in den Sand, miteinander. Was soll das sein? Poetisch? Lyrisch? Fragmentarisch? Bildhaft? Ich finde, langweilig trifft es eher. Ich sehnte mich nach einer simplen Subjekt-Prädikat-Objekt-Struktur. Vielleicht sollte ich parallel nicht Stephen King lesen. Der gewinnt nie einen Preis, dafür kann er aber Geschichten erzählen.

1

Zu viele Personen, sehr unübersichtlich

Nach 350 harten Seiten hab ich aufgegeben. Immer wieder hatte ich die Hoffnung, endlich im Buch anzukommen, dann folgte der nächste radikale Bruch. Dass die Zeit rückläufig ist, ist ungewöhnlich aber kein Grund ein Buch wegzulegen, aber hier sind einfach zu viele Personen beteiligt und das Geschriebene ist kaum nachvollziehbar. Die politischen Ereignisse werden nur minimal angekreuzt, die einzelnen Zeitepochen und Figuren in den Zeitepochen nicht wirklich ausgearbeitet. Ich habe das Buch auf die Seite gelegt und mich via Internet über die spanische Geschichte informiert. Das empfand ich als sinnvoller.

2

Dnf Seite 340 Jahr 1936. Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie auf Teneriffa rückwärts – von der Gegenwart (2015) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Man fängt beim fertigen Scherbenhaufen an und arbeitet sich mühsam zu dem Moment vor, als die erste Tasse runtergefallen ist.Inger-Maria Mahlke schreibt nicht für den Leser, sondern gegen ihn. Wer hier einen packenden historischen Roman über den spanischen Bürgerkrieg erwartet, wird enttäuscht. Das Buch "faselt" tatsächlich über weite Strecken: Jede Fliege an der Wand, jeder Aktenordner und jedes Staubkorn wird mit einer Akribie beschrieben, die jegliches Tempo aus der Geschichte nimmt.Bis Seite 200 passiert gefühlt nichts und man bekommt auch keine geschichtlichen Hintergründe, dann passiert endlich was und dann geht es zurück zu diesem Gefasel. Es ist ei Kampf....

2

Dnf Seite 340 Jahr 1936. Das Buch erzählt die Geschichte einer Familie auf Teneriffa rückwärts – von der Gegenwart (2015) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Man fängt beim fertigen Scherbenhaufen an und arbeitet sich mühsam zu dem Moment vor, als die erste Tasse runtergefallen ist. Inger-Maria Mahlke schreibt nicht für den Leser, sondern gegen ihn. Wer hier einen packenden historischen Roman über den spanischen Bürgerkrieg erwartet, wird enttäuscht. Das Buch "faselt" tatsächlich über weite Strecken: Jede Fliege an der Wand, jeder Aktenordner und jedes Staubkorn wird mit einer Akribie beschrieben, die jegliches Tempo aus der Geschichte nimmt. Bis Seite 200 passiert gefühlt nichts und man bekommt auch keine geschichtlichen Hintergründe, dann passiert endlich was und dann geht es zurück zu diesem Gefasel. Es ist ei Kampf....

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