Blick ins Buch

Romane

Das mangelnde Licht

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Über das Buch

Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromaus-älle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

Editionen (4)

ISBN9783627002930
VerlagFrankfurter Verlagsanstalt
Erscheinungsdatum25.02.22
Seitenzahl832

Rezensionen & Bewertungen

225 Bewertungen

46 Rezensionen

4,5

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  • lenasbuecherherz
    lenasbuecherherz

    563 Follower

    5,0

    WOW!!! Ich habe es gefühlt, es hat weh getan aber ich habe es geliebt.

    Kennt ihr die Bücher, die einem das Gefühl geben ein Teil davon zu sein, man hat das Gefühl die Protagonisten zu kennen als würde es sie wirklich geben? Man möchte das das Buch nie endet, weil das Ende sich wie ein Verlust anfühlt und man ist nicht bereit sich zu verabschieden. So ein Buch war für mich " Das mangelnde Licht ". Ein toller Schreibstil, richtig gut ausgearbeitete Charaktere, spannende Geschehnisse, interessante zwischenmenschlichen Konflikte. Man fliegt nur so über die 826 Seiten. Im Fokus steht hier die Freundschaft zwischen 4 Mädchen die in Georgien groß werden. Darüber hinaus begleiten wir die vier Frauen weiter, wie sich ihre Wege trennen und wie sie wieder aufeinander treffen, wobei eine von ihnen nicht mehr am Leben ist. Aber auch die Nebencharakteren haben viel zu bieten. Das einzige womit ich etwas zu kämpfen hatte, waren die vielen Personen dir hier doch eine wichtige Rolle gespielt haben. Im Nachhinein würde ich mir tatsächlich kurze Notizen zu den Personen machen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, von dem her war es mir nicht wert in der Bewertung etwas abzuziehen. Kann an alle die das Buch interessiert wärmstens empfehlen. ❤️

    WOW!!! 
Ich habe es gefühlt, es hat weh getan aber ich habe es geliebt.

    23. Feb. 2026

  • gesteff
    gesteff

    140 Follower

    5,0

    „Das mangelnde Licht“ von Nino Haratischwili ist ein intensiver, atmosphärisch dichter Roman, der vier Frauen durch die Wirren des postsowjetischen Georgiens und ihrer Lebenswege bis nach Europa begleitet. Ein fordernder, aber lohnender Roman über Freundschaft, Verlust, Traumata und die Frage, wie Menschen unter widrigsten Umständen Würde und Licht bewahren.

    27. Aug. 2025

  • mobbsch
    mobbsch

    34 Follower

    4,5

    Ein Buch, das mich sicher noch beschäftigen wird.

    Was mich besonders an dem Buch beeindruckt hat: was für grandiose Charaktere die Autorin hier geschaffen hat. Besonders die vier Freundinnen - alle so charakterstark und super beschrieben. Ich konnte sie mir so gut vorstellen. Und dann natürlich dieses Elend. Die Unabhängigkeit, die Kriminalität, der Krieg, das Patriarchat, die Armut, die Drogen. Ich werde Georgien (ein Land zu dem ich vor der Lektüre keinen Bezug hatte) mit anderen Augen sehen.

    29. Juli 2025

3 von 46 Rezensionen

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