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Romane

Nachtfrauen

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Über das Buch

Aus dem Leben dreier Generationen von Frauen und ihrem Ringen um Autonomie

Als Mira ins Auto steigt, um sich auf den Weg nach Südkärnten zu machen, weiß sie, dass ihr schwierige Tage bevorstehen: Ihre alte Mutter muss auf den Auszug aus dem Haus vorbereitet werden, in dem sie vor Jahrzehnten als ungelernte Arbeiterin mit den damals noch kleinen Kindern Obdach gefunden hat. Tatsächlich verdichten sich im Lauf der folgenden Wochen die Erinnerungen an eine als traumatisch erlebte Kindheit, die vom frühen Tod des Vaters genauso belastet war wie von der rigiden patriarchalen Ordnung und den Dogmen der katholischen Kirche. Die alten, unaufgelösten Konflikte verschaffen sich neuen Raum, und Mira beginnt zu verstehen, dass sie von den lang beschwiegenen Lebensgeschichten ihrer Ahninnen befeuert werden: Tagelöhnerin die eine, die unter dramatischen Umständen ums Leben kam, Partisanin die andere, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr nach Kärnten zurückkehrte.

In eindringlichen Bildern erzählt Maja Haderlap in ihrem neuen Roman aus dem Leben dreier Generationen von Frauen, von ihren Verstrickungen in aufgezwungene und verinnerlichte Leitbilder und ihrem Ringen um Autonomie. Die Geschichte der Nachtfrauen ist eine der Verluste, des Schweigens und der Schuld, in der trotz allem die Nachsicht und der Respekt füreinander, vielleicht sogar die Liebe, nicht aufgegeben werden.

Editionen (4)

ISBN9783518431337
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum13.09.23
Seitenzahl294

Rezensionen & Bewertungen

50 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • schwoinki
    schwoinki

    33 Follower

    2,5

    Hmmm, anhand des Klappentextes habe ich mir mehr erhofft.

    Irgendwie fand ich die Erzählung sehr zäh und langatmig. Es war zwar interessant in das Leben von Mira einzutauchen, doch alles war irgendwie schwer und müßig..

    29. Mai 2026

  • konversensation
    konversensation

    34 Follower

    3,0

    Ein Buch über Mutter und Tochter, die in völlig unterschiedlichen Welten leben und nicht wirklich eine stabile Verbindung zueinander finden. Schön fand ich, dass aus beiden Perspektiven erzählt wird. Die Geschichte war, meinem Gefühl nach, eher nebensächlich - im Fokus stand die Beziehung. Dadurch aber für mich etwas zu schleppend und zu langatmig und manchmal irgendwie nicht rund..

    21. Okt. 2025

  • viviliest_
    viviliest_

    28 Follower

    4,5

    Haderlap berührt mit ihrer Geschichte über Generationstrauma, Verlust und Stillschweigen in einer kärntnerisch-slowenischen Familie.

    Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, was mir persönlich sehr gut gefällt, da es einmal die Sichtweise der Tochter Mira und einmal der Mutter Anni aufzeigt. Besonders gut gelungen ist dabei das Aufzeigen der feinen Linien eines Generationstraumas, das sich dann vor allem im zweiten Teil der Geschichte stark verdeutlicht. Als sehr rührend beschrieben empfinde ich die Gefühlswelt der Mutter Anni. Mir gefällt, dass es ein relativ offenes Ende ist. Spannend finde ich, dass das Kapitel der Tochter eher Gegenwart bzw. Zukunft behandeln - die Geschichte der Mutter aber stark zurück in die Vergangenheit blickt. Spoiler: Besonders rührend war für mich der Unfall der Tochter Mira, der die Mutter Anni „wachrüttelt“ und so ihre Erzählung über die eigene Mutter-Kind-Beziehung ihrer Kindheit in Gang bringt. Hier hätte ich mir aber etwas mehr Tiefgang gewünscht. Als Kärntnerin mit (wenn auch sehr ausgelöschten und zu vergessen versuchten) slowenischen Wurzeln hat mich das Werk auch persönlich sehr berührt. Empfehlenswert!

    7. Juli 2024

3 von 9 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 14349%
jaen
jaen3. Jan. 2026

"Nie werde ich das Gefühl los, zu wenig für Mutter getan zu haben." 💔

Autorin / Autor

Über Maja Haderlap

Maja Haderlap wurde in Bad Eisenkappel / Železna Kapla (Kärnten) geboren. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik war sie Lehrbeauftragte an der Universität Klagenfurt und lange Jahre Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Sie veröffentlichte Lyrik in slowenischer Sprache, ehe sie für einen Auszug aus ihrem Romandebüt Engel des Vergessens 2011 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere renommierte Preise folgten, wie der Max Frisch-Preis 2018 oder der Christine Lavant Preis 2021. Nachtfrauen ist ihr erstes Buch im Suhrkamp Verlag.

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