Wasser
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Description
Was, wenn die Schuld bestimmt, wer wir sind?
Vanessa Carvin ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Mit kurz geschorenen Haaren und neuem Namen will sie auf der kleinen Insel vor der irischen Küste noch einmal neu anfangen. Zu Hause in Dublin kannte die Presse über Monate kein anderes Thema als die missbräuchlichen Taten ihres Mannes. Hier, in der Abgeschiedenheit zwischen tosendem Ozean und ihrer einsamen Hütte, drängt sich Vanessa nun die Frage auf, die nur sie beantworten kann – wo liegt die Grenze zwischen Unwissen und Mitschuld?
Kompromisslos und doch voller Empathie erzählt John Boyne in »Wasser« von einer Frau und ihrer Suche nach der eigenen Schuld. Eine fesselnde Lektüre über die Tiefen und Untiefen des Menschen.
»Subtil, intelligent und menschlich« Sunday Telegraph
»Wasser« ist Teil 1 von John Boynes großem Erzählprojekt »Die Elemente«.
Book Information
Author Description
John Boyne, geboren 1971 in Dublin, ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Autoren Irlands. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman »Der Junge im gestreiften Pyjama«, der weltweit zum Bestseller wurde und von der Kritik als »ein kleines Wunder« (The Guardian) gefeiert wurde. Zuletzt erschien von ihm das in zahlreiche Sprachen übersetzte Quartett »Die Elemente«.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Unglaublich fesselnder Auftakt
Was für ein Buch! Boynes Erzählstil zieht einen sofort in den Bann und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Dabei fordert Boyne seine Leser, sowohl thematisch als auch in der Auseinandersetzung mit der Funktionsweise unserer Gesellschaft. Es steckt viel drin und auch die Charaktere sind authentisch, nahbar und vielschichtig. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der vierteiligen Reihe.
Ich habe ,Wasser’ wegen der vielen begeisterten Reado‑Rezensionen gelesen – und bin am Ende hin‑ und hergerissen. Boyne schreibt klar, prägnant und mit einem Sog, der das Buch zum Pageturner macht. Die schweren Themen (sexueller Kindesmissbrauch, Suizid, Schuld) behandelt er kontrolliert und nie überfordernd. Gleichzeitig blieb für mich eine deutliche Distanz zu den Figuren. Ich hatte oft das Gefühl, Boyne hat Schwierigkeiten sich emotional in seine Protagonistin einzufühlen . Der zentrale Konflikt – wie man mit Schuld durch Nicht‑Wissen und Nicht‑Handeln lebt – wird zwar angerissen, aber nicht wirklich psychologisch ausgelotet. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht . Wasser ist der Auftakt zu Boynes vierteiliger Elemente‑Reihe, in der er moralische Grauzonen und Verantwortung verhandeln will. Als Startpunkt funktioniert das, aber emotional bleibt der Roman für mich kühler, als das Thema es eigentlich zulässt. Sprachlich stark, atmosphärisch dicht, aber emotional distanziert. Deshalb für mich nur 3,5 Sterne. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Bücher der Reihe.

Ein Großartiger Erzählstil. Der erste Teil eines Novellen Quartetts zum Thema Schuld hat mich sehr bewegt und geht unter die Haut. Trägt die Ehefrau eines Sexualstraftäters eine Mitschuld? Hätte sie etwas ahnen oder merken müssen? Oder ist auch sie ein Opfe, weil der Täter auch ihre Familie und ihr Leben zerstört hat? John Boyne lässt zwar bewusst viele Fragen offen, beleuchtet aber die Schuldfrage aus der Perspektive der Ehefrau des Täters. Durch den eindringlichen Schreibstil kommt man der Hauptprotagonistin sehr nah. Diese Geschichte tut weh, stößt ab und lässt trotz der unmöglichen Situation einen Funken Hoffnung zu. Ich werde mir gleich morgen den nächsten Band besorgen.
Ein kurzer Roman, der tief unter die Haut geht!
John Boynes erster Kurzroman der Tetralogie Elemente beschäftigt sich mit der Gefährlichkeit von Wasser. Wasser kann tödlich sein aber auch ein Element des Glücks. Brendan Carvins Ehefrau Vanessa flüchtet aus ihrem Haus in Dublin auf eine kleine Insel mit weniger als 400 Einwohnern, nachdem ihr Mann zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Das zentrale Thema des Buches ist Schuld /Mitschuld. Der Roman Wasser fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Leserinnen mit schwachen Nerven oder Traumatisierte sollten sich sehr gut überlegen, ob sie den Roman lesen möchte. Wer Romane mit psychologischen und philosophischen Themen mag, wird dieses Buch lieben.
Zwischen Schuld, Schmerz und der Frage, wie gut man einen Menschen wirklich kennen kann
Das Buch "Wasser" von John Boyne beginnt nicht laut. Kein dramatischer Knall, kein großes Spektakel. Es erzählt von Vanessa Carvin, einer Frau, die vor den Trümmern ihres eigenen Lebens flieht. Ihr Mann steht wegen schwerer Missbrauchsvorwürfe im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, die Presse zerreißt alles, was einmal privat war, und Vanessa zieht sich mit neuem Namen und kurz geschorenen Haaren auf eine kleine Insel vor der irischen Küste zurück. Zwischen tosenden Wellen, Einsamkeit und dieser fast greifbaren Kälte stellt sich ihr irgendwann die Frage, vor der sie eigentlich davonlaufen wollte: Wie viel kann man nicht gewusst haben, ohne trotzdem schuldig zu sein? Ich habe das Hörbuch gehört, gesprochen von Ute Piasecki und Ihre Stimme war ruhig, angenehm und fast zurückhaltend. Und ich war ehrlich überrascht, wie viel Wucht dieses vergleichsweise kurze Buch entwickeln kann. Man denkt zuerst, man bekommt vielleicht eine ruhige literarische Geschichte über Schuld und Trauer. Aber eigentlich zerlegt das Buch Stück für Stück eine komplette Existenz. Vanessa verliert nicht nur ihr bisheriges Leben. Sie verliert die Sicherheit ihrer Erinnerungen. Ihre Ehe. Ihr Vertrauen in den Menschen, mit dem sie dreißig Jahre verbracht hat. Und irgendwann auch das Vertrauen in sich selbst. Das schlimmste daran ist wohl dieser Gedanke, der sich immer wieder einschleicht: Wie gut kennt man einen Menschen wirklich? Kann man Jahrzehnte neben jemandem leben und trotzdem nie sehen, wer er tatsächlich ist? Oder wollte man gewisse Dinge einfach nicht sehen? Das Buch beantwortet diese Fragen nicht eindeutig. Und genau das mochte ich daran so sehr. Es lässt Raum für eigene Gedanken und Zweifel. Die Insel, auf die Vanessa geflüchtet ist, bietet das raue Meer, die Einsamkeit und Begegnungen mit den Menschen dort, die fast alle nicht sonderlich charmant und liebenswert sind. Alles dort fühlt sich trostlos aber irgendwie auch seltsam heilend an. Vanessa sucht dort keine Vergebung im klassischen Sinn, sondern eher irgendeinen Punkt, an dem sie wieder atmen kann. Einen Halt zwischen Schuld, Schmerz und der Frage, ob man nach so etwas und dem Verlust, der durch die Tat des Mannes noch so viel schwerer wiegt, überhaupt nochmal ein neues Leben beginnen darf. Besonders stark fand ich, dass Wasser das Thema Missbrauch behandelt, ohne sensationsgierig zu werden. Es geht nicht um schockierende Details. Und trotzdem liegt die Schwere die ganze Zeit über allem. Gerade dieses Nicht-Ausgesprochene macht vieles noch bedrückender. Man spürt permanent, wie tief die Wunden eigentlich gehen. Sowohl bei den Opfern, aber auch bei den Menschen im Umfeld, die plötzlich erkennen müssen, dass ihr ganzes Leben auf etwas aufgebaut war, das sie nie wirklich verstanden haben und nun alles in tausend Teile zersplittert ist. Und trotzdem steckt zwischen all dem Schmerz auch etwas Hoffnungsvolles. Leise zwar, aber da!!

Ein Buch das ein fesselt und nicht mehr loslässt.
Von der ersten Seite an zieht das Buch den Leser in seinen Bann und lässt einen auch am Ende nicht ganz los. Der kurze Einblick in das Leben einer Frau, die für sich die Frage klären muss, wieviel Schuld trägt sie am Tod ihrer Tochter, an den Verbrechen ihres Mannes und wie kann man weiterleben.
".... denn das Wasser ist das grausamste Element, es verschlingt jede und jeden, der es herausfordert." Das erste was Vanessa macht, als sie auf der kleinen irischen Insel ankommt, ist ihren Namen zu ändern und ihre Haare abzuschneiden. Alles, damit sie niemanden erkennt und mit dem Mann in Verbindung bringt, der gerade nach einem großen Medienrummel im Gefängnis gelandet ist. Der Vorwurf, sexueller Mißbrauch von jungen Mädchen, die in seiner Schwimmmannschaft trainiert haben. Der stille Vorwurf der noch im Raum steht, hat Vanessa etwas davon gewusst? Und was ist mit ihren eigenen Töchtern? Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Irgendwie sachlich und doch bewegend. Die Dialoge intelligent und auf dem Punkt. Das Setting der Insel perfekt und die Charaktere richtig toll. Ich bin gespannt auf die drei anderen Teile!
Unglaublich bewegend
Wasser ist der erste Band der Elemente-Reihe. Obwohl das Buch mit seinen 150 Seiten sehr dünn ist, schafft es der Autor, eine tiefgründige Geschichte zu einem sehr heiklen Thema zu schreiben. Mir haben die Beschreibungen der Gedankengänge und Gefühle sehr gut gefallen. Ich mochte es, dass der Autor immer nur stückweise neue Informationen preisgibt. Man stellt Vermutungen auf, welche sich nach und nach zur bitteren Wahrheit entwickeln. Nachdem ihr Mann wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurden ist, zieht Vanessa sich auf eine kleine irische Insel zurück. Ganz auf sich selbst gestellt, hadert sie mit ihrem Schicksal. Und gleichzeitig lehnt sie sich dagegen auf und weigert sich, sich unterkriegen zu lassen. Und doch bleibt die ganze Zeit die Frage, hätte sie etwas bemerken müssen, hätte sie ihn stoppen können, wieviel Schuld trägt sie daran. Es ist definitiv ein Buch mit Nachklang. Macht Liebe wirklich blind, ist das Vertrauen so groß, dass man nichts hinterfragt oder will man es nicht sehen? Ist man sosehr in seinen Gewohnheiten gefangen, dass man das Gespür für Feinheiten und Zwischentöne vergisst?
"W" der A-Z Challenge "Wasser ist mein Verderben. Das Verderben meiner Familie. Wir schwimmen in der Gebärmutter darin. Wir bestehen aus Wasser. Wir trinken es. Wir werden unser Leben lang davon angezogen, mehr als von Bergen, Wüsten und Schluchten. Aber es ist grausam. Wasser tötet." "Aber da ist niemand, Ich bin hier so allein, wie ich es noch nie in meinem Leben gewesen bin. Ich breite die Arme aus, werfe den Kopf in den Nacken und fange das Regenwasser im Mund auf. Und ich frage mich, wie ich mich inmitten dieses Chaos so mit mir im Reinen fühlen kann." "Die Elemente - Wasser, Erde, Feuer, Luft - sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten." Vanessa flieht, nachdem ihr Leben von ihrem Mann Brendan in Schutt und Asche gelegt wurde, von Dublin auf eine kleine irische Insel. Sie stellt sich Fragen zu ihrem bisherigen Leben: wie konnte sie sich so sehr in ihrem Mann täuschen, wie konnte sie den Hilfeschrei ihrer Tochter nicht richtig deuten und wieviel Mitschuld hat sie. Wie soll ihr Leben weitergehen? Der Auftakt der Elemente-Reihe hat mich begeistert, ich mag die dichte Atmosphäre und den knappen aber intensiven Sprachstil. Es geht direkt weiter mit "Erde" Auf jeden Fall gibt's eine Leseempfehlung von mir ⭐
Nichts für schwache Nerven
Checkt die Triggerwarnungen Es ist kurz aber dafür umso intensiver - ohne große Paukenschläge wird hier etwas erzählt, das Tief geht und uns zwingt, über unsere eigene Moral nachzudenken. Kennen wir die Menschen, die uns am nächsten sind wirklich? Dies ist der erste Teil von John Boynes Elemente-Reihe und ich habe gleichermaßen Angst vor den nächsten Bänden wie auch gespannte Erwartung, mit was ich als Leserin als Nächstes konfrontiert werde. Lesen, wenn ihr könnt!
Kurz, knackig, eindrücklich
Mit diesen drei Wörtern würde ich das Buch beschreiben. Ich hab jetzt immer öfter von der "Elemente-Reihe" von John Boyne gehört & hab mir daher direkt den ersten Teil ausgeliehen & mir vorgenommen es an einem Tag komplett zu lesen. Zu der Geschichte will ich gar nicht viel sagen, sonst kann man erahnen in welche Richtung es geht. Es beinhaltet aber grundsätzlich einen Skandal im Bereich von Schwimmer:innen, daher passt auch das Element Wasser. Ich würde aber evtl. Triggerwarnungen dazu lesen. Es ist ein sehr bedrückendes Thema, aber für die Kürze des Buchs gut herausgearbeitet und die Charaktere gut gestaltet. Was mir aber nicht gefallen hat & weshalb ich einen Stern abgezogen habe: es geht auch um den Aspekt der Religion - wenn auch nur kurz. Und selbst wenn ich nicht mal dem Christentum angehöre, heiße ich es nicht gut, einen Propheten & seine Anhänger mit übergriffigen Männern zu vergleichen. Vor allem ist das Thema Religon im Kontext irgendwie auch irrelevant, von daher hätte man es weglassen können. Ich freu mich trotzdem, die nächsten Teile zu lesen. Als nächstes ist "Erde" dran.

Was wäre, wenn Schweigen lauter ist als jede Wahrheit?
„Wasser“ erzählt die Geschichte einer Frau, die - nachdem sie alles verloren hat - ihrem Leben den Rücken kehrt und auf einer Insel einen Neuanfang sucht. Inhaltlich konzentriert sich „Wasser“ zunächst stark auf das neue Leben auf der Insel und die Menschen, die dort leben. Ich fand nur schwer Zugang zur Protagonistin, weil sie mir zunehmend unsympathisch blieb. Ihre Gedanken und Entscheidungen wirkten auf mich oft distanziert und kühl, sodass ich emotional lange keinen Zugang zu ihr fand. Gerade die Frage nach Verantwortung und Mitschuld hätte ich mir viel früher und konsequenter gewünscht, denn für mich trägt sie durchaus eine eigene Schuld an dem, was geschehen ist. Und dann kam das Ende. Still, hart, erschütternd – und plötzlich fügt sich alles. Steinchen für Steinchen baut sich rückblickend ein Schicksal zusammen, das einen nicht mehr loslässt. Mich hat das Finale komplett erwischt. Die Wucht der Vergangenheit, die Konsequenzen und das, was lange unausgesprochen im Raum stand, treffen mit voller Kraft. Genau die Tiefe, die ich mir vorher gewünscht hatte, entfaltet sich spät, aber dafür umso intensiver. Auch wenn der Weg dorthin holprig war, bleibt das Ende im Kopf – und im Magen.

Rezension – Wasser von John Boyne 🌊 Zwischen Unwissenheit und Mitschuld – der Auftakt der Elemente-Reihe ⭐⭐⭐½ (3,5 Sterne) 🎧 Hörbuch
Mit Wasser eröffnet John Boyne seine neue Elemente-Reihe und widmet sich direkt einer schweren, moralisch komplexen Thematik ⚖️. Im Zentrum steht die zentrale Frage, wie viel Schuld eine Ehefrau und Mutter trägt, wenn sie vermeintlich „nichts gewusst“ hat und wo Unwissen endet und Mitschuld beginnt?! Das Hörbuch ist insgesamt sehr kurzweilig und gut hörbar 🎙️. Boyne versteht es, ein bedrückendes Szenario kompakt und klar zu erzählen, ohne sich in Nebenschauplätzen zu verlieren. Gerade für zwischendurch eignet sich das Hörbuch gut, da es schnell voranschreitet und die Grundidee stark ist 📖. Gleichzeitig liegt hier für mich auch die größte Schwäche. Durch die Kürze bleibt wenig Raum für emotionale Tiefe 💔. Mir fehlten stellenweise die Intensität, die innere Zerrissenheit und vor allem die spürbare Auseinandersetzung der Protagonistin mit ihrer eigenen Verantwortung. In meinen Augen trägt sie ebenfalls Schuld – doch wirkliche Reue, Trauer oder ein tiefgehendes Hinterfragen ihres Handelns und Wegsehens konnte ich kaum fühlen 😔. Diese emotionale Distanz machte es mir schwer, vollständig mit ihr mitzugehen. Insgesamt ist Wasser ein gelungener, nachdenklich stimmender Auftakt 🤔, der wichtige Fragen aufwirft. Wer eine kurze, moralisch herausfordernde Geschichte sucht, wird hier fündig, wer jedoch große emotionale Tiefe erwartet, könnte etwas unbefriedigt zurückbleiben. Fazit: Ein solides Hörbuch mit starker Thematik und guter Grundidee 🌊, das für mich jedoch mehr Raum für Emotionen und Schuldreflexion gebraucht hätte. ⭐⭐⭐½

„War ich naiv, egoistisch oder sogar mitschuldig? Hatte ich Angst, nachzufragen und dabei auf eine Wahrheit zu stoßen, die uns alle in den Abgrund reißen würde?“ Vanessa Carvin flieht auf eine kleine Insel in der Nähe der irischen Stadt Galway. Mit den nötigsten Dingen im Gepäck mietet sie ein kleines Cottage an der Küste und hofft, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zurück lässt sie ihren Namen und ihr äußeres Erscheinungsbild. Was bleibt, ist das Wissen, dass ihr Mann im Gefängnis sitzt und ihre Tochter Rebecca den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Zwar wurde ihr Mann, Vorsitzender des irischen Schwimmverbandes, aufgrund von Missbrauchsvorwürfen verurteilt, aber sie stellt sich die Frage: Hat sie wirklich nichts davon gewusst? Und wie konnte sie all die Jahre an der Wahrheit vorbei leben? Denn nicht nur die Missbrauchsvorwürfe an Minderjährigen im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit traten zutage, auch wirft der Tod ihrer älteren Tochter Emma die Frage auf, was eigentlich geschehen ist und inwiefern sie daran eine Mitschuld trägt. Vanessa wird von den Inselbewohnenden zunächst kritisch beäugt, schließt aber nach und nach erste Kontakte und beginnt sich zu öffnen- immer mit der Angst verbunden erkannt zu werden.... John Boynes Werk "Elements" wurde 2025 in deutscher Sprache in vier Bänden im Piper Verlag veröffentlicht. Alle vier Bücher beschäftigen sich mit dem Thema Schuld. Der erste Band „Wasser" erzählt die Geschichte von Vanessa Carvin in 142 Seiten und hatte auf mich eine sehr intensive Wirkung. Die Protagonistin wurde von Boyne sehr detailliert gezeichnet. Ihre Gefühle und Entscheidungen werden nach und nach offenbart und geben ausführliche Einblicke in Vanessas Dilemmata und innere Zerrissenheit. Neben dem Thema Schuld werden hier auch Trauer und Mittäter*innenschaft verhandelt. Das Element Wasser ist im Buch allgegenwärtig: So ist die Protagonistin an die Küste geflohen, wo sie immer wieder mit dem Meer in Berührung kommt. Wasser spielt auch in ihrer Vergangenheit eine große Rolle, sei es durch die berufliche Komponente ihres Mannes oder den Verlust der Tochter. Ich kann euch den Roman wirklich sehr ans Herz legen. Ich habe es an einem Tag verschlungen! Es ist ein absolut großartiges intensives Buch, das mich dermaßen beeindruckt hat, dass ich den zweiten Teil „Erde" kaum erwarten kann!
Schuld wenn man wegsieht?
Bisher hat mich noch kein Buch von John Boyne enttäuscht, er kann einfach grossartig erzählen ohne zu laut, zu aufdringlich, zu drängend zucsein und dennoch haben seine Geschichten Sog und Tiefe, auf diese 4 Elemente bin ich gespannt, man sollte sie alle lesen, damit sich der Kreis schliesst. Eine Ehefrau, die lange nicht erkennt, was ihr Mann tut,…. sucht Erklärung, Vergebung auf einer kleinen abgelegenen Insel.
Menschlich tiefgründig
Fand das Buch sehr gut geschrieben und den Inhalt tiefgründig und sehr menschlich. Die Schuldfrage steht groß im Raum. Hat sie es verdrängt? Es nicht mitbekommen oder wollte sie es einfach nicht sehen oder wissen? Das Buch hat mich trotz des schweren Themas sehr berührt. Ich bin mir sicher, dass so eine Situation für keinen der Betroffenen je einfach ist. Man flüchtet vor der Realität. Und so hat man Zeit nachzudenken und weiter zu denken. Man wird verurteilt. Vom eigenen Leben verscheucht und in die Enge getrieben. Und dann dauert es aber eine Zeit lang und man wird irgendwann stärker und orientiert sich neu. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten. Der Schreibstil ist gut. Ein kurzes aber vielsagendes Buch.
Eine Frau um die 50 zieht sich zurück in einen Küstenort in Irland. Sie hält nur wenig Kontakt zu den Menschen, die dort leben, ändert ihren Namen, will die Vergangenheit hinter sich lassen. Die war in Dublin. Ihr Mann sitzt im Gefängnis, eine Tochter will nichts mehr mit ihr zu tun haben, die andere Tochter lebt nicht mehr. Das ganze Ausmaß entfaltet sich uns ganz langsam. Der Roman erzählt von Schuld und Selbsttäuschung. Kann sie sich nach all dem überhaupt vergeben? Die Handlung entfaltet sich ganz ruhig und langsam. In Rückblicken bekommen wir einen Eindruck zu ihrem Verhältnis zu ihrem Mann und den Töchtern. Sie reflektiert, hat sie etwas übersehen? Die Frau fühlt sich unverstanden, deswegen taucht sie ab. Psychologische Tiefe gibt es hier genauso wie Vorurteile und ein paar Klischees. Der Roman lässt sich flüssig lesen und unterhält. Kann ich euch also empfehlen.
Zwischen Unwissen und Mitschuld 🌊
Im ersten Teil der Elemente-Reihe geht es um Vanessa, deren Mann wegen Kindesmissbrauchs angeklagt wird. Sie flieht daraufhin auf eine kleine Insel vor der irischen Küste. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt – in der Gegenwart und in der Vergangenheit – und Stück für Stück wird das ganze Ausmaß ihrer Situation deutlich. Die Stimmung ist durchgehend düster und traurig, aber genau das passt zur Geschichte. Es geht um Schuld und die Frage der Mittäterschaft. Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht, um richtig in die Handlung hineinzufinden, aber danach hat mich das Buch gepackt. Besonders gut gefallen hat mir, wie John Boyne das Element Wasser immer wieder mit der Geschichte verbindet – anfangs war mir nicht klar, warum der Roman so heißt, aber am Ende hat es für mich Sinn ergeben. Ein kurzer Roman, der es wirklich in sich hat. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen.

Ein atmosphärischer Einstieg mit Tiefgang, aber an sich zu kurz...
„Wasser“ war mein erstes Buch von John Boyne. Da der Autor für seine großen Stoffe bekannt ist, war ich sehr gespannt auf diesen schmalen Band. Nach der Lektüre bleibe ich mit einem gemischten Gefühl zurück, obwohl ich den Ansatz des Autors sehr schätze. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Boyne scheut sich nicht, unbequeme und moralisch komplexe Themen anzupacken. Es geht hier nicht um einfache Antworten, sondern um die schmerzhafte Frage nach Mitschuld und Verantwortung innerhalb einer Familie. Dass der Autor solche schwierigen Stoffe so direkt und mutig thematisiert, hat mir sehr gut gefallen. Zudem ist die Atmosphäre auf der abgelegenen irischen Insel meisterhaft eingefangen. Der Schreibstil ist klar und elegant, wodurch sich die Geschichte sehr flüssig lesen lässt. Trotz der thematischen Relevanz fehlte mir die letztliche Konsequenz: Auf den knapp 170 Seiten blieb vieles nur an der Oberfläche. Ich hätte mir gewünscht, dass die unbequemen Fragen, die Boyne aufwirft, noch tiefer ergründet werden. Auch das zentrale Geheimnis der Protagonistin ließ sich für mich leider schon im ersten Drittel erahnen, was die Spannung etwas minderte. Durch die passive Art der Protagonistin fiel es mir außerdem schwer, eine echte emotionale Bindung aufzubauen. Fazit: Ich finde es bewundernswert, wie John Boyne hier ein Tabuthema in den Mittelpunkt stellt. Als mein erstes Werk des Autors war es ein interessanter „Appetithappen“, der mich vor allem durch seinen Mut zu schwierigen Themen beeindruckt hat. Um mich jedoch vollkommen zu überzeugen, hätte die Geschichte mehr Raum zur Entfaltung gebraucht. Ich werde definitiv ein weiteres, längeres Buch von ihm lesen.
Was treibt eine Frau dazu, ihr gesamtes Leben hinter sich zu lassen und auf einer Insel neu anzufangen? Eine Frage, die man sich in jedem 0815 Liebesroman stellt, doch diese Geschichte ist ganz anders, als man es meinen mag... Während die Protagonistin einige Gedanken los wird, die ich doch etwas unsympathisch fand, bemerkt man auch, wie toxisch so eine kleine abgeschiedene Gemeinde sein kann. Wer sich ein gemütliches Örtchen und eine Kehrtwende für die Protagonistin erhofft, ist hier bei dem falschen Buch gelandet. Stattdessen erwartet einen eine erschütternde Vergangenheit. Steinchen für Steinchen baut sich ein Schicksal auf, dass einem den Magen verdreht, und dafür sorgt, dass man auch nach dem Lesen noch drüber nachdenken muss.
Kein Muss aber eine Schöne Geschichte zum Abtauchen die auch trotz der Kürze sehr tiefgründig geht 🤩
Hatte sehr Freude beim Lesen und es war auch echt spannend gemacht sodass ich die ganze Zeit wissen wollte, was denn eigentlich alles passiert war 👀🤭Charaktere waren echt einzigartig und schrullig witzig, der Schreibstil einfach zu lesen und trotzdem sehr eigen (auf eine positive weise!) Werde die Reihe noch weiterlesen! 🤭 Liebs!

Schuld... die auffressen kann, aber auch zum Neuanfang bewegt.
Eine sehr beeindruckende Geschichte, die dem Element Wasser gewidmet ist. Eher beiläufig wird das Element Wasser eingebunden und doch mit einer Stärke die mich stillschweigend/nachdenklich zurücklässt. John Boyne schafft es die Geschichte von Willow und den Wendepunkt in ihrem Leben eindrücklich zu beschreiben. Das Buch ist kurzweilig und ich bin durch die Seiten geflogen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so packen kann. Für mich geht wohl kein Weg an den anderen Elementen vorbei...
Teil 1. der Reihe "Die Elemente"...
Fand den ersten Teil schon sehr gelungen und bin gespannt wie die 4 Geschichten am Ende zueinander passen werden. Hatte bis jetzt noch kein Buch von John Boyne gelesen, sein Schreibstil und die Art eine Geschichte zu erzählen gefallen mir sehr gut. Bin auf Band 2 "Erde" gespannt, in dem eine Nebenfigur aus "Wasser" wieder auftaucht.

Tiefgründig (Band 1 der „Elemente“-Reihe)
Ich liebe ja John Boynes Bücher, da er viele wichtige Themen sehr tiefgründig aufbereitet, wie auch in diesem ersten Band der „Elemente“-Reihenfolge. Aus dem Wasser wird eine junge Frau von der Polizei geborgen. Eine Tochter, aber niemand weiß, was mit ihr passiert ist… Eine normale Familie mit zwei Töchtern, normalen Leben und normalen Problemen. Im Mittelpunkt stehen Töchter - man sollte meinen, dass jeder Vater sich über Töchter freut… Aber nicht in dieser Geschichte…. Und wenn das schon nicht genug wäre, kommen die schlimmsten Geheimnisse ans Tageslicht….. Das Thema Schuld steht hier im Vordergrund. Kann jemand „passiv“ schuldig sein? Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich nur daran denke…
💧 „Wasser“💦 – John Boyne In „Wasser“ zieht sich eine Frau an die einsame irische Küste zurück, um dort etwas Ruhe zu finden. Der Wind mag alles andere wegtragen, doch die Erinnerungen, die sie in sich trägt, bleiben. Sie sucht im Rauschen der Wellen einen Ort, an dem sie sich selbst besser verstehen und die Vergangenheit verarbeiten kann. Das Meer, so ehrlich es auch ist, bringt nicht nur Muscheln an Land, sondern auch Erinnerungen, die sie längst vergraben glaubte. John Boyne erzählt mit einer stillen, einfühlsamen Kraft von einer Frau, die sich auf die Reise der Selbstfindung begibt. Er beleuchtet Themen wie die Sehnsucht nach Vergebung und die Hoffnung auf einen Neuanfang, selbst wenn man glaubt, diesen nicht mehr verdient zu haben. Ein Roman, der berührt und zum Nachdenken anregt. Wasser ist mein Verderben. Das Verderben meiner Familie. Wir schwimmen in der Gebärmutter darin. Wir bestehen aus Wasser. Wir trinken es. Wir werden unser Leben lang davon angezogen, mehr als von Bergen, Wüsten und Schluchten. Aber es ist grausam. Wasser tötet. Seite 59 Die Elemente – Wasser, Erde, Feuer, Luft – sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten. Seite 126

John Boyne kann mich auch nach Jahren noch abholen
John Boyne ist mir seit Jahren ein Begriff. Allerdings ist wirklich einige Zeit vergangen, in der ich keine Bücher des Autors gelesen habe. Auch diesen Reihenauftakt habe ich nur durch Zufall entdeckt, weiß aber jetzt schon, dass ich diese Reihe hörend weiterverfolgen werde. Vanessa Carvin, eine Frau, die ein Leben lebte, welches selbstverständlich erschien, dennoch sehr kühl und nicht wünschenswert war. Ihr Mann Brendan, Vorstand im irischen Schwimmverband. Ein Mann, den die Welt kennt. Sie, seine Frau, ein modisches Aushängeschild, welches auch die Erziehung beider Töchter, Emma und Rebecca, übernimmt und an ein perfektes Familienbild glaubt. Vanessa, welche die Erzählerin der Geschichte darstellt, erschien mir die ganze Zeit deutlich reifer und älter, als ihr angegebenes Alter von 28 Jahren. Hier wirft sich gleich die Frage auf, lassen Schicksalsschläge einen Menschen wachsen bzw. altern? Nach einem Medienrummel um ihren Mann, zieht Vanessa die Reißleine. Verlässt Dublin und landet auf einer abgeschiedenen irischen Insel. Dort nimmt sie ein Cottage in Bezug, welches nur das nötigste zu bieten hatte. Kein Fernsehen, kein WLAN. Sie ändert ihren Namen und verändert ihr Aussehen. Vanessa will ihre Ruhe. Will zur Ruhe kommen. Will vergangene Entscheidungen nachvollziehen und zukünftige Entscheidungen treffen. Wie konnte sich ihr Leben nur so entwickeln, fragt sie sich in der Einsamkeit, die sie als Heilung ansieht. In Dublin wurde ihr Mann des Missbrauchs an mindestens acht Mädchen, welche Mitglieder im irischen Schwimmverband waren, angeklagt. Wie konnte sie diese Seite ihres Mannes nicht erkennen? Wie konnte sie seine Taten nicht erkennen? Wie konnte er sich an einen Teil ihres gemeinsamen Lebens vergreifen. Eine Tat, die so schreckliche Folgen mit sich gebracht hat. Wasser, ein einnehmendes, kaltes und in großen Dimensionen, verschlingendes Element. Ein Element, welches Vanessas Leben auf den Kopf stellt, ihr Leben zerstört. Und dennoch bringt sie die Kraft auf, um sich neu zu sortieren, zu retten, was zu retten ist. Eine Kämpferin, deren Gedanken und Handlungsweisen ich so gut verstehen konnte, auch wenn sie eine bedrückende Atmosphäre erschufen. John Boyne kann es noch. Mich abholen, mitnehmen und am Ende einer Geschichte denken lassen: ich will mehr. Fazit John Boyne schafft es, in nur vier Stunden Hörbuchzeit (144 Buchseiten) die Geschichten mehrerer Leben zu einer großen, berührenden und tragischen Geschichte zu verpacken. Die Geschichte einer Familie, die sie zerstört hat, die sie wachsen und auch gehen lassen hat. Ich habe beim Hören an den Lippen der Sprecherin gehangen und konnte so viele Denk- und Handlungsweisen im Buch sehr gut nachvollziehen. Ich freue mich jetzt schon auf mehr der Reihe!
Ein leises, eindringliches Buch
Die Protagonistin war 30 Jahre lang die Frau eines erfolgreichen und bekannten Schwimmtrainers. Nach einem Skandal und dem Selbstmord der Tochter zieht sie sich auf eine kleine irische Insel zurück, um sich über ihre eigene Rolle in den Geschehnissen klar zu werden und sich selbst wiederzufinden. Das Buch ist Teil 1 der Elemente-Reihe und hat mir gut gefallen, sodass ich die weiteren Bände auch lesen werde.
Sternebewertung fiktiv
Wasser, der Auftakt des Quartetts von John Boyne, hat mich zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Zum Jahresende, wenn alles gleichzeitig Aufmerksamkeit fordert, habe ich nach Ausgleich gesucht und genau das bietet dieses schmale, konzentrierte Buch. Eine dichte Geschichte, die ohne Umwege wirkt und auf Schuld und menschliche Abgründe aufmerksam macht. John Boyne erzählt von einer Frau namens Vanessa Carvin, die nach Jahren einer öffentlich gelebten Ehe auf eine abgelegene irische Insel flieht. Ihr Mann, einst gefeierter Schwimmtrainer wurde wegen Missbrauchsvorwürfen verhaftet. Sie legt seinen Namen ab, nimmt den Namen ihrer Mutter wieder an und versucht, in der Abgeschiedenheit Halt zu finden. Zurück bleibt eine Tochter, die studiert, innerlich zerrissen zwischen Loyalität, Wut und Distanz und mit dem Verdacht, dass ein tragisches Ereignis aus der Vergangenheit mehr mit der Mutter zu tun haben könnte, als diese zugibt. Dieses Ereignis prägt alles. (Will hier nicht Spoilern) Es liegt wie ein Schatten über der Handlung und verleiht der Geschichte ihre Schwere. Dem Autor gelingt es, die innere Entwicklung der Ehefrau glaubwürdig zu zeichnen, sie ist widersprüchlich, manchmal nervig, oft schwer auszuhalten. Genau das macht sie real. Ich habe keine große Literatur erwartet, sondern gute Unterhaltung. Und genau das liefert Boyne, eine präzise, auf wenigen Seiten eine geschlossene Geschichte mit einem offenen Ende. Wasser ist tragisch und wirkungsvoll. Ein starker Einstieg in die Reihe und ein Buch, das zeigt, wie viel erzählerische Kraft in so wenig Seiten liegen kann.
„Nichts als der endlose Egoismus eines mittelalten Mannes, der macht, was er will, und seine Frau die Scherben aufsammeln lässt."
„Wasser“ hat mich sofort gepackt, denn John Boyne erzählt ruhig, aber unglaublich eindringlich von Schuld, Neuanfang und inneren Wunden. 📖 Mich hat besonders berührt, wie feinfühlig dieser Roman innere Kämpfe beschreibt – dieses Gefühl, etwas hinter sich lassen zu wollen, aber ständig von der eigenen Vergangenheit eingeholt zu werden. Die Hauptfigur wirkt unglaublich menschlich, fehlerhaft, suchend. Es gibt Momente, in denen man sie am liebsten in den Arm nehmen würde, und andere, in denen man sie nur schütteln möchte. Ich freue mich sehr auf die drei weiteren Teile. 📚

Über Macht, Missbrauch & Schuld. ✨ 5/5 ✨
Ehrlich & Empathisch schreibt John Boyne über eine Frau, die versucht mit ihrer Schuld, ihrem Mitwissen, ihrem verdrängen & ihrer Zerrissenheit klar zu kommen. Das Buch beschäftigt sich TW: mit Kindesmissbrauch. Vanessas Mann ist Täter. Sie flieht auf eine Insel auf der sie niemand kennt. Der Druck der Gesellschaft, die Tat, Familiendynamiken - alles Themen denen sich Vanessa in der Einsamkeit stellen will. Viel Tiefgang auf wenigen Seiten. Absolute Empfehlung & richtig guter Start in mein Lesejahr.
Ein Buch, das unter die Haut geht. Unheimlich gut geschrieben. Das Thema Schuld ist von Anfang an Anfang präsent, aber worin genau die Schuld besteht wird erst nach und nach enthüllt. Obwohl man es anfangs nur erahnt oder vielleicht gerade weil man es schon erahnt, wirkt der Text sehr beklemmend. Ich bin schon gespannt auf die anderen drei Teile aus der Elemente-Reihe!
Dieses Buch hat mich gefunden - Schuld, Liebe und ein Neuanfang
Als ich durch eine Buchhandlung im Mölltal schlenderte, lachte mich dieses Buch an. Den Autor kannte ich und mein erster Gedanke war: Testen wir was Neues. Wenn das Buch nicht gut ist, ist es ein kleines Urlaubsmitbringsel. Seite 1 und ich war direkt verliebt. Der Schreibstil, die Tiefe und das betäubende Thema Schuld. Die Wortwahl lässt zwischen den Zeilen lesen und hat mich tief berührt. Ein anspruchsvolles, heftiges und mit Emotionen aufgeladenes Thema. Eine meines Erachtens konservative Familie, starre Rollenbilder, Schein, der gewahrt wird und der nach außen tadellose Ehemann, der sich an Kindern im Schwimmverein und seiner eigenen Tochter vergangen hat. Ein Leben in starren Strukturen, die nicht übergangen werden dürfen. Bilder, wie das Leben zu sein hat und der Zusammenbruch dieser Scheinwelt. Ein Schleier, der sich vor die "Wirklichkeit" schiebt. Menschen, die sich vom Leid erlösen und Menschen, die nach langer Zeit neu starten. Starke Frauen, die ausbrechen und sich so Vieles nicht mehr bieten lassen. Dieses Buch ist eine Bereicherung!

Vanessa Carvin flüchtet auf eine kleine Insel in Irland und ändert als Erstes ihren Namen und schneidet sich die Haare ab. Sie will unerkannt bleiben, denn ihr Ehemann wurde soeben in einem Missbrauchsskandal verurteilt. Vanessa muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, ob sie bewusst die Augen verschlossen hat oder wirklich nichts von den Taten ihres Ehemannes geahnt hat. Wasser ist der erste Teil der Elemente-Reihe von John Boyne. Alle Geschichten drehen sich um das Thema Schuld. Wasser hat mich schon einmal sehr überzeugt. Es ist eine schwere Thematik, die nachdenklich und traurig stimmt. Eine Geschichte, die in mir in Erinnerung bleiben wird.
Das Buch „Wasser“ hat mich persönlich sehr berührt
Die Geschichte ist kurz geschrieben, aber voller Bedeutung und Gefühl. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und es hat mich nachhaltig beschäftigt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung, denn es ist ein Buch, das im Herzen bleibt und zum Nachdenken anregt
Hätte ich vorher nicht gewusst wer der Autor ist hätte ich es Mr. Boyne nicht zugeordnet. Ganz anders als seine anderen Bücher. Nicht schlechter, nur anders! Ich bin gespannt auf die drei Fortsetzungen und natürlich auch darauf, wie der Autor den Bogen spannt über insgesamt vier Bücher. Das erste hier hat mir sehr gut gefallen! Obwohl es wirklich sehr kurz ist habe ich doch lange gebraucht. Schuld, Trauer und Mittäterschaft. Kein leichtes Thema
Wasser von John Boyne hat mir sehr gut gefallen. Das Buch behandelt ein schweres, emotionales Thema und erzählt die Geschichte einer Frau, die sich mit ihrer Vergangenheit und inneren Schuld auseinandersetzen muss. Besonders gelungen finde ich, dass der Autor aus der Sicht einer Frau schreibt. Der Inhalt ist sehr gut verpackt, sprachlich stark und berührend umgesetzt. Auch wenn ich gerne noch länger gelesen hätte, war die Seitenanzahl genau richtig. Insgesamt ein sehr emotionales Buch, das Lust auf Band 2 macht.
Interessanter Auftakt
Erst dachte ich, das ist eine Geschichte, die einfach so vor sich hin plätschert. Hinten raus hat sie allerdings ganz schön aufgeholt und war doch berührender als gedacht. Wirklich bewerten und einordnen kann ich das Buch aber erst, wenn ich die anderen Teile gelesen bzw. gehört habe 😉 Die Sprecherin im Hörbuch war auf jeden Fall großartig!
Sehr gutes Buch, aber …
mich nervt es einfach, dass ich jetzt drei andere super dünne Bücher für jeweils 18 Euro kaufen muss, damit die Geschichte komplett ist. 🤷🏼♀️ Der Auftakt ist stark, interessant geschrieben und ich mochte die Stimmung, die das Insel-Setting erzeugt hat, sehr. Hätte 4,5 Sterne bekommen wenn diese Reihe nicht so teuer wäre, finde ich unnötig.

Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Was, wenn die Schuld bestimmt, wer wir sind?
Vanessa Carvin ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Mit kurz geschorenen Haaren und neuem Namen will sie auf der kleinen Insel vor der irischen Küste noch einmal neu anfangen. Zu Hause in Dublin kannte die Presse über Monate kein anderes Thema als die missbräuchlichen Taten ihres Mannes. Hier, in der Abgeschiedenheit zwischen tosendem Ozean und ihrer einsamen Hütte, drängt sich Vanessa nun die Frage auf, die nur sie beantworten kann – wo liegt die Grenze zwischen Unwissen und Mitschuld?
Kompromisslos und doch voller Empathie erzählt John Boyne in »Wasser« von einer Frau und ihrer Suche nach der eigenen Schuld. Eine fesselnde Lektüre über die Tiefen und Untiefen des Menschen.
»Subtil, intelligent und menschlich« Sunday Telegraph
»Wasser« ist Teil 1 von John Boynes großem Erzählprojekt »Die Elemente«.
Book Information
Author Description
John Boyne, geboren 1971 in Dublin, ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Autoren Irlands. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman »Der Junge im gestreiften Pyjama«, der weltweit zum Bestseller wurde und von der Kritik als »ein kleines Wunder« (The Guardian) gefeiert wurde. Zuletzt erschien von ihm das in zahlreiche Sprachen übersetzte Quartett »Die Elemente«.
Posts
Unglaublich fesselnder Auftakt
Was für ein Buch! Boynes Erzählstil zieht einen sofort in den Bann und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Dabei fordert Boyne seine Leser, sowohl thematisch als auch in der Auseinandersetzung mit der Funktionsweise unserer Gesellschaft. Es steckt viel drin und auch die Charaktere sind authentisch, nahbar und vielschichtig. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der vierteiligen Reihe.
Ich habe ,Wasser’ wegen der vielen begeisterten Reado‑Rezensionen gelesen – und bin am Ende hin‑ und hergerissen. Boyne schreibt klar, prägnant und mit einem Sog, der das Buch zum Pageturner macht. Die schweren Themen (sexueller Kindesmissbrauch, Suizid, Schuld) behandelt er kontrolliert und nie überfordernd. Gleichzeitig blieb für mich eine deutliche Distanz zu den Figuren. Ich hatte oft das Gefühl, Boyne hat Schwierigkeiten sich emotional in seine Protagonistin einzufühlen . Der zentrale Konflikt – wie man mit Schuld durch Nicht‑Wissen und Nicht‑Handeln lebt – wird zwar angerissen, aber nicht wirklich psychologisch ausgelotet. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht . Wasser ist der Auftakt zu Boynes vierteiliger Elemente‑Reihe, in der er moralische Grauzonen und Verantwortung verhandeln will. Als Startpunkt funktioniert das, aber emotional bleibt der Roman für mich kühler, als das Thema es eigentlich zulässt. Sprachlich stark, atmosphärisch dicht, aber emotional distanziert. Deshalb für mich nur 3,5 Sterne. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Bücher der Reihe.

Ein Großartiger Erzählstil. Der erste Teil eines Novellen Quartetts zum Thema Schuld hat mich sehr bewegt und geht unter die Haut. Trägt die Ehefrau eines Sexualstraftäters eine Mitschuld? Hätte sie etwas ahnen oder merken müssen? Oder ist auch sie ein Opfe, weil der Täter auch ihre Familie und ihr Leben zerstört hat? John Boyne lässt zwar bewusst viele Fragen offen, beleuchtet aber die Schuldfrage aus der Perspektive der Ehefrau des Täters. Durch den eindringlichen Schreibstil kommt man der Hauptprotagonistin sehr nah. Diese Geschichte tut weh, stößt ab und lässt trotz der unmöglichen Situation einen Funken Hoffnung zu. Ich werde mir gleich morgen den nächsten Band besorgen.
Ein kurzer Roman, der tief unter die Haut geht!
John Boynes erster Kurzroman der Tetralogie Elemente beschäftigt sich mit der Gefährlichkeit von Wasser. Wasser kann tödlich sein aber auch ein Element des Glücks. Brendan Carvins Ehefrau Vanessa flüchtet aus ihrem Haus in Dublin auf eine kleine Insel mit weniger als 400 Einwohnern, nachdem ihr Mann zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Das zentrale Thema des Buches ist Schuld /Mitschuld. Der Roman Wasser fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Leserinnen mit schwachen Nerven oder Traumatisierte sollten sich sehr gut überlegen, ob sie den Roman lesen möchte. Wer Romane mit psychologischen und philosophischen Themen mag, wird dieses Buch lieben.
Zwischen Schuld, Schmerz und der Frage, wie gut man einen Menschen wirklich kennen kann
Das Buch "Wasser" von John Boyne beginnt nicht laut. Kein dramatischer Knall, kein großes Spektakel. Es erzählt von Vanessa Carvin, einer Frau, die vor den Trümmern ihres eigenen Lebens flieht. Ihr Mann steht wegen schwerer Missbrauchsvorwürfe im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, die Presse zerreißt alles, was einmal privat war, und Vanessa zieht sich mit neuem Namen und kurz geschorenen Haaren auf eine kleine Insel vor der irischen Küste zurück. Zwischen tosenden Wellen, Einsamkeit und dieser fast greifbaren Kälte stellt sich ihr irgendwann die Frage, vor der sie eigentlich davonlaufen wollte: Wie viel kann man nicht gewusst haben, ohne trotzdem schuldig zu sein? Ich habe das Hörbuch gehört, gesprochen von Ute Piasecki und Ihre Stimme war ruhig, angenehm und fast zurückhaltend. Und ich war ehrlich überrascht, wie viel Wucht dieses vergleichsweise kurze Buch entwickeln kann. Man denkt zuerst, man bekommt vielleicht eine ruhige literarische Geschichte über Schuld und Trauer. Aber eigentlich zerlegt das Buch Stück für Stück eine komplette Existenz. Vanessa verliert nicht nur ihr bisheriges Leben. Sie verliert die Sicherheit ihrer Erinnerungen. Ihre Ehe. Ihr Vertrauen in den Menschen, mit dem sie dreißig Jahre verbracht hat. Und irgendwann auch das Vertrauen in sich selbst. Das schlimmste daran ist wohl dieser Gedanke, der sich immer wieder einschleicht: Wie gut kennt man einen Menschen wirklich? Kann man Jahrzehnte neben jemandem leben und trotzdem nie sehen, wer er tatsächlich ist? Oder wollte man gewisse Dinge einfach nicht sehen? Das Buch beantwortet diese Fragen nicht eindeutig. Und genau das mochte ich daran so sehr. Es lässt Raum für eigene Gedanken und Zweifel. Die Insel, auf die Vanessa geflüchtet ist, bietet das raue Meer, die Einsamkeit und Begegnungen mit den Menschen dort, die fast alle nicht sonderlich charmant und liebenswert sind. Alles dort fühlt sich trostlos aber irgendwie auch seltsam heilend an. Vanessa sucht dort keine Vergebung im klassischen Sinn, sondern eher irgendeinen Punkt, an dem sie wieder atmen kann. Einen Halt zwischen Schuld, Schmerz und der Frage, ob man nach so etwas und dem Verlust, der durch die Tat des Mannes noch so viel schwerer wiegt, überhaupt nochmal ein neues Leben beginnen darf. Besonders stark fand ich, dass Wasser das Thema Missbrauch behandelt, ohne sensationsgierig zu werden. Es geht nicht um schockierende Details. Und trotzdem liegt die Schwere die ganze Zeit über allem. Gerade dieses Nicht-Ausgesprochene macht vieles noch bedrückender. Man spürt permanent, wie tief die Wunden eigentlich gehen. Sowohl bei den Opfern, aber auch bei den Menschen im Umfeld, die plötzlich erkennen müssen, dass ihr ganzes Leben auf etwas aufgebaut war, das sie nie wirklich verstanden haben und nun alles in tausend Teile zersplittert ist. Und trotzdem steckt zwischen all dem Schmerz auch etwas Hoffnungsvolles. Leise zwar, aber da!!

Ein Buch das ein fesselt und nicht mehr loslässt.
Von der ersten Seite an zieht das Buch den Leser in seinen Bann und lässt einen auch am Ende nicht ganz los. Der kurze Einblick in das Leben einer Frau, die für sich die Frage klären muss, wieviel Schuld trägt sie am Tod ihrer Tochter, an den Verbrechen ihres Mannes und wie kann man weiterleben.
".... denn das Wasser ist das grausamste Element, es verschlingt jede und jeden, der es herausfordert." Das erste was Vanessa macht, als sie auf der kleinen irischen Insel ankommt, ist ihren Namen zu ändern und ihre Haare abzuschneiden. Alles, damit sie niemanden erkennt und mit dem Mann in Verbindung bringt, der gerade nach einem großen Medienrummel im Gefängnis gelandet ist. Der Vorwurf, sexueller Mißbrauch von jungen Mädchen, die in seiner Schwimmmannschaft trainiert haben. Der stille Vorwurf der noch im Raum steht, hat Vanessa etwas davon gewusst? Und was ist mit ihren eigenen Töchtern? Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Irgendwie sachlich und doch bewegend. Die Dialoge intelligent und auf dem Punkt. Das Setting der Insel perfekt und die Charaktere richtig toll. Ich bin gespannt auf die drei anderen Teile!
Unglaublich bewegend
Wasser ist der erste Band der Elemente-Reihe. Obwohl das Buch mit seinen 150 Seiten sehr dünn ist, schafft es der Autor, eine tiefgründige Geschichte zu einem sehr heiklen Thema zu schreiben. Mir haben die Beschreibungen der Gedankengänge und Gefühle sehr gut gefallen. Ich mochte es, dass der Autor immer nur stückweise neue Informationen preisgibt. Man stellt Vermutungen auf, welche sich nach und nach zur bitteren Wahrheit entwickeln. Nachdem ihr Mann wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurden ist, zieht Vanessa sich auf eine kleine irische Insel zurück. Ganz auf sich selbst gestellt, hadert sie mit ihrem Schicksal. Und gleichzeitig lehnt sie sich dagegen auf und weigert sich, sich unterkriegen zu lassen. Und doch bleibt die ganze Zeit die Frage, hätte sie etwas bemerken müssen, hätte sie ihn stoppen können, wieviel Schuld trägt sie daran. Es ist definitiv ein Buch mit Nachklang. Macht Liebe wirklich blind, ist das Vertrauen so groß, dass man nichts hinterfragt oder will man es nicht sehen? Ist man sosehr in seinen Gewohnheiten gefangen, dass man das Gespür für Feinheiten und Zwischentöne vergisst?
"W" der A-Z Challenge "Wasser ist mein Verderben. Das Verderben meiner Familie. Wir schwimmen in der Gebärmutter darin. Wir bestehen aus Wasser. Wir trinken es. Wir werden unser Leben lang davon angezogen, mehr als von Bergen, Wüsten und Schluchten. Aber es ist grausam. Wasser tötet." "Aber da ist niemand, Ich bin hier so allein, wie ich es noch nie in meinem Leben gewesen bin. Ich breite die Arme aus, werfe den Kopf in den Nacken und fange das Regenwasser im Mund auf. Und ich frage mich, wie ich mich inmitten dieses Chaos so mit mir im Reinen fühlen kann." "Die Elemente - Wasser, Erde, Feuer, Luft - sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten." Vanessa flieht, nachdem ihr Leben von ihrem Mann Brendan in Schutt und Asche gelegt wurde, von Dublin auf eine kleine irische Insel. Sie stellt sich Fragen zu ihrem bisherigen Leben: wie konnte sie sich so sehr in ihrem Mann täuschen, wie konnte sie den Hilfeschrei ihrer Tochter nicht richtig deuten und wieviel Mitschuld hat sie. Wie soll ihr Leben weitergehen? Der Auftakt der Elemente-Reihe hat mich begeistert, ich mag die dichte Atmosphäre und den knappen aber intensiven Sprachstil. Es geht direkt weiter mit "Erde" Auf jeden Fall gibt's eine Leseempfehlung von mir ⭐
Nichts für schwache Nerven
Checkt die Triggerwarnungen Es ist kurz aber dafür umso intensiver - ohne große Paukenschläge wird hier etwas erzählt, das Tief geht und uns zwingt, über unsere eigene Moral nachzudenken. Kennen wir die Menschen, die uns am nächsten sind wirklich? Dies ist der erste Teil von John Boynes Elemente-Reihe und ich habe gleichermaßen Angst vor den nächsten Bänden wie auch gespannte Erwartung, mit was ich als Leserin als Nächstes konfrontiert werde. Lesen, wenn ihr könnt!
Kurz, knackig, eindrücklich
Mit diesen drei Wörtern würde ich das Buch beschreiben. Ich hab jetzt immer öfter von der "Elemente-Reihe" von John Boyne gehört & hab mir daher direkt den ersten Teil ausgeliehen & mir vorgenommen es an einem Tag komplett zu lesen. Zu der Geschichte will ich gar nicht viel sagen, sonst kann man erahnen in welche Richtung es geht. Es beinhaltet aber grundsätzlich einen Skandal im Bereich von Schwimmer:innen, daher passt auch das Element Wasser. Ich würde aber evtl. Triggerwarnungen dazu lesen. Es ist ein sehr bedrückendes Thema, aber für die Kürze des Buchs gut herausgearbeitet und die Charaktere gut gestaltet. Was mir aber nicht gefallen hat & weshalb ich einen Stern abgezogen habe: es geht auch um den Aspekt der Religion - wenn auch nur kurz. Und selbst wenn ich nicht mal dem Christentum angehöre, heiße ich es nicht gut, einen Propheten & seine Anhänger mit übergriffigen Männern zu vergleichen. Vor allem ist das Thema Religon im Kontext irgendwie auch irrelevant, von daher hätte man es weglassen können. Ich freu mich trotzdem, die nächsten Teile zu lesen. Als nächstes ist "Erde" dran.

Was wäre, wenn Schweigen lauter ist als jede Wahrheit?
„Wasser“ erzählt die Geschichte einer Frau, die - nachdem sie alles verloren hat - ihrem Leben den Rücken kehrt und auf einer Insel einen Neuanfang sucht. Inhaltlich konzentriert sich „Wasser“ zunächst stark auf das neue Leben auf der Insel und die Menschen, die dort leben. Ich fand nur schwer Zugang zur Protagonistin, weil sie mir zunehmend unsympathisch blieb. Ihre Gedanken und Entscheidungen wirkten auf mich oft distanziert und kühl, sodass ich emotional lange keinen Zugang zu ihr fand. Gerade die Frage nach Verantwortung und Mitschuld hätte ich mir viel früher und konsequenter gewünscht, denn für mich trägt sie durchaus eine eigene Schuld an dem, was geschehen ist. Und dann kam das Ende. Still, hart, erschütternd – und plötzlich fügt sich alles. Steinchen für Steinchen baut sich rückblickend ein Schicksal zusammen, das einen nicht mehr loslässt. Mich hat das Finale komplett erwischt. Die Wucht der Vergangenheit, die Konsequenzen und das, was lange unausgesprochen im Raum stand, treffen mit voller Kraft. Genau die Tiefe, die ich mir vorher gewünscht hatte, entfaltet sich spät, aber dafür umso intensiver. Auch wenn der Weg dorthin holprig war, bleibt das Ende im Kopf – und im Magen.

Rezension – Wasser von John Boyne 🌊 Zwischen Unwissenheit und Mitschuld – der Auftakt der Elemente-Reihe ⭐⭐⭐½ (3,5 Sterne) 🎧 Hörbuch
Mit Wasser eröffnet John Boyne seine neue Elemente-Reihe und widmet sich direkt einer schweren, moralisch komplexen Thematik ⚖️. Im Zentrum steht die zentrale Frage, wie viel Schuld eine Ehefrau und Mutter trägt, wenn sie vermeintlich „nichts gewusst“ hat und wo Unwissen endet und Mitschuld beginnt?! Das Hörbuch ist insgesamt sehr kurzweilig und gut hörbar 🎙️. Boyne versteht es, ein bedrückendes Szenario kompakt und klar zu erzählen, ohne sich in Nebenschauplätzen zu verlieren. Gerade für zwischendurch eignet sich das Hörbuch gut, da es schnell voranschreitet und die Grundidee stark ist 📖. Gleichzeitig liegt hier für mich auch die größte Schwäche. Durch die Kürze bleibt wenig Raum für emotionale Tiefe 💔. Mir fehlten stellenweise die Intensität, die innere Zerrissenheit und vor allem die spürbare Auseinandersetzung der Protagonistin mit ihrer eigenen Verantwortung. In meinen Augen trägt sie ebenfalls Schuld – doch wirkliche Reue, Trauer oder ein tiefgehendes Hinterfragen ihres Handelns und Wegsehens konnte ich kaum fühlen 😔. Diese emotionale Distanz machte es mir schwer, vollständig mit ihr mitzugehen. Insgesamt ist Wasser ein gelungener, nachdenklich stimmender Auftakt 🤔, der wichtige Fragen aufwirft. Wer eine kurze, moralisch herausfordernde Geschichte sucht, wird hier fündig, wer jedoch große emotionale Tiefe erwartet, könnte etwas unbefriedigt zurückbleiben. Fazit: Ein solides Hörbuch mit starker Thematik und guter Grundidee 🌊, das für mich jedoch mehr Raum für Emotionen und Schuldreflexion gebraucht hätte. ⭐⭐⭐½

„War ich naiv, egoistisch oder sogar mitschuldig? Hatte ich Angst, nachzufragen und dabei auf eine Wahrheit zu stoßen, die uns alle in den Abgrund reißen würde?“ Vanessa Carvin flieht auf eine kleine Insel in der Nähe der irischen Stadt Galway. Mit den nötigsten Dingen im Gepäck mietet sie ein kleines Cottage an der Küste und hofft, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zurück lässt sie ihren Namen und ihr äußeres Erscheinungsbild. Was bleibt, ist das Wissen, dass ihr Mann im Gefängnis sitzt und ihre Tochter Rebecca den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Zwar wurde ihr Mann, Vorsitzender des irischen Schwimmverbandes, aufgrund von Missbrauchsvorwürfen verurteilt, aber sie stellt sich die Frage: Hat sie wirklich nichts davon gewusst? Und wie konnte sie all die Jahre an der Wahrheit vorbei leben? Denn nicht nur die Missbrauchsvorwürfe an Minderjährigen im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit traten zutage, auch wirft der Tod ihrer älteren Tochter Emma die Frage auf, was eigentlich geschehen ist und inwiefern sie daran eine Mitschuld trägt. Vanessa wird von den Inselbewohnenden zunächst kritisch beäugt, schließt aber nach und nach erste Kontakte und beginnt sich zu öffnen- immer mit der Angst verbunden erkannt zu werden.... John Boynes Werk "Elements" wurde 2025 in deutscher Sprache in vier Bänden im Piper Verlag veröffentlicht. Alle vier Bücher beschäftigen sich mit dem Thema Schuld. Der erste Band „Wasser" erzählt die Geschichte von Vanessa Carvin in 142 Seiten und hatte auf mich eine sehr intensive Wirkung. Die Protagonistin wurde von Boyne sehr detailliert gezeichnet. Ihre Gefühle und Entscheidungen werden nach und nach offenbart und geben ausführliche Einblicke in Vanessas Dilemmata und innere Zerrissenheit. Neben dem Thema Schuld werden hier auch Trauer und Mittäter*innenschaft verhandelt. Das Element Wasser ist im Buch allgegenwärtig: So ist die Protagonistin an die Küste geflohen, wo sie immer wieder mit dem Meer in Berührung kommt. Wasser spielt auch in ihrer Vergangenheit eine große Rolle, sei es durch die berufliche Komponente ihres Mannes oder den Verlust der Tochter. Ich kann euch den Roman wirklich sehr ans Herz legen. Ich habe es an einem Tag verschlungen! Es ist ein absolut großartiges intensives Buch, das mich dermaßen beeindruckt hat, dass ich den zweiten Teil „Erde" kaum erwarten kann!
Schuld wenn man wegsieht?
Bisher hat mich noch kein Buch von John Boyne enttäuscht, er kann einfach grossartig erzählen ohne zu laut, zu aufdringlich, zu drängend zucsein und dennoch haben seine Geschichten Sog und Tiefe, auf diese 4 Elemente bin ich gespannt, man sollte sie alle lesen, damit sich der Kreis schliesst. Eine Ehefrau, die lange nicht erkennt, was ihr Mann tut,…. sucht Erklärung, Vergebung auf einer kleinen abgelegenen Insel.
Menschlich tiefgründig
Fand das Buch sehr gut geschrieben und den Inhalt tiefgründig und sehr menschlich. Die Schuldfrage steht groß im Raum. Hat sie es verdrängt? Es nicht mitbekommen oder wollte sie es einfach nicht sehen oder wissen? Das Buch hat mich trotz des schweren Themas sehr berührt. Ich bin mir sicher, dass so eine Situation für keinen der Betroffenen je einfach ist. Man flüchtet vor der Realität. Und so hat man Zeit nachzudenken und weiter zu denken. Man wird verurteilt. Vom eigenen Leben verscheucht und in die Enge getrieben. Und dann dauert es aber eine Zeit lang und man wird irgendwann stärker und orientiert sich neu. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten. Der Schreibstil ist gut. Ein kurzes aber vielsagendes Buch.
Eine Frau um die 50 zieht sich zurück in einen Küstenort in Irland. Sie hält nur wenig Kontakt zu den Menschen, die dort leben, ändert ihren Namen, will die Vergangenheit hinter sich lassen. Die war in Dublin. Ihr Mann sitzt im Gefängnis, eine Tochter will nichts mehr mit ihr zu tun haben, die andere Tochter lebt nicht mehr. Das ganze Ausmaß entfaltet sich uns ganz langsam. Der Roman erzählt von Schuld und Selbsttäuschung. Kann sie sich nach all dem überhaupt vergeben? Die Handlung entfaltet sich ganz ruhig und langsam. In Rückblicken bekommen wir einen Eindruck zu ihrem Verhältnis zu ihrem Mann und den Töchtern. Sie reflektiert, hat sie etwas übersehen? Die Frau fühlt sich unverstanden, deswegen taucht sie ab. Psychologische Tiefe gibt es hier genauso wie Vorurteile und ein paar Klischees. Der Roman lässt sich flüssig lesen und unterhält. Kann ich euch also empfehlen.
Zwischen Unwissen und Mitschuld 🌊
Im ersten Teil der Elemente-Reihe geht es um Vanessa, deren Mann wegen Kindesmissbrauchs angeklagt wird. Sie flieht daraufhin auf eine kleine Insel vor der irischen Küste. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt – in der Gegenwart und in der Vergangenheit – und Stück für Stück wird das ganze Ausmaß ihrer Situation deutlich. Die Stimmung ist durchgehend düster und traurig, aber genau das passt zur Geschichte. Es geht um Schuld und die Frage der Mittäterschaft. Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht, um richtig in die Handlung hineinzufinden, aber danach hat mich das Buch gepackt. Besonders gut gefallen hat mir, wie John Boyne das Element Wasser immer wieder mit der Geschichte verbindet – anfangs war mir nicht klar, warum der Roman so heißt, aber am Ende hat es für mich Sinn ergeben. Ein kurzer Roman, der es wirklich in sich hat. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen.

Ein atmosphärischer Einstieg mit Tiefgang, aber an sich zu kurz...
„Wasser“ war mein erstes Buch von John Boyne. Da der Autor für seine großen Stoffe bekannt ist, war ich sehr gespannt auf diesen schmalen Band. Nach der Lektüre bleibe ich mit einem gemischten Gefühl zurück, obwohl ich den Ansatz des Autors sehr schätze. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Boyne scheut sich nicht, unbequeme und moralisch komplexe Themen anzupacken. Es geht hier nicht um einfache Antworten, sondern um die schmerzhafte Frage nach Mitschuld und Verantwortung innerhalb einer Familie. Dass der Autor solche schwierigen Stoffe so direkt und mutig thematisiert, hat mir sehr gut gefallen. Zudem ist die Atmosphäre auf der abgelegenen irischen Insel meisterhaft eingefangen. Der Schreibstil ist klar und elegant, wodurch sich die Geschichte sehr flüssig lesen lässt. Trotz der thematischen Relevanz fehlte mir die letztliche Konsequenz: Auf den knapp 170 Seiten blieb vieles nur an der Oberfläche. Ich hätte mir gewünscht, dass die unbequemen Fragen, die Boyne aufwirft, noch tiefer ergründet werden. Auch das zentrale Geheimnis der Protagonistin ließ sich für mich leider schon im ersten Drittel erahnen, was die Spannung etwas minderte. Durch die passive Art der Protagonistin fiel es mir außerdem schwer, eine echte emotionale Bindung aufzubauen. Fazit: Ich finde es bewundernswert, wie John Boyne hier ein Tabuthema in den Mittelpunkt stellt. Als mein erstes Werk des Autors war es ein interessanter „Appetithappen“, der mich vor allem durch seinen Mut zu schwierigen Themen beeindruckt hat. Um mich jedoch vollkommen zu überzeugen, hätte die Geschichte mehr Raum zur Entfaltung gebraucht. Ich werde definitiv ein weiteres, längeres Buch von ihm lesen.
Was treibt eine Frau dazu, ihr gesamtes Leben hinter sich zu lassen und auf einer Insel neu anzufangen? Eine Frage, die man sich in jedem 0815 Liebesroman stellt, doch diese Geschichte ist ganz anders, als man es meinen mag... Während die Protagonistin einige Gedanken los wird, die ich doch etwas unsympathisch fand, bemerkt man auch, wie toxisch so eine kleine abgeschiedene Gemeinde sein kann. Wer sich ein gemütliches Örtchen und eine Kehrtwende für die Protagonistin erhofft, ist hier bei dem falschen Buch gelandet. Stattdessen erwartet einen eine erschütternde Vergangenheit. Steinchen für Steinchen baut sich ein Schicksal auf, dass einem den Magen verdreht, und dafür sorgt, dass man auch nach dem Lesen noch drüber nachdenken muss.
Kein Muss aber eine Schöne Geschichte zum Abtauchen die auch trotz der Kürze sehr tiefgründig geht 🤩
Hatte sehr Freude beim Lesen und es war auch echt spannend gemacht sodass ich die ganze Zeit wissen wollte, was denn eigentlich alles passiert war 👀🤭Charaktere waren echt einzigartig und schrullig witzig, der Schreibstil einfach zu lesen und trotzdem sehr eigen (auf eine positive weise!) Werde die Reihe noch weiterlesen! 🤭 Liebs!

Schuld... die auffressen kann, aber auch zum Neuanfang bewegt.
Eine sehr beeindruckende Geschichte, die dem Element Wasser gewidmet ist. Eher beiläufig wird das Element Wasser eingebunden und doch mit einer Stärke die mich stillschweigend/nachdenklich zurücklässt. John Boyne schafft es die Geschichte von Willow und den Wendepunkt in ihrem Leben eindrücklich zu beschreiben. Das Buch ist kurzweilig und ich bin durch die Seiten geflogen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so packen kann. Für mich geht wohl kein Weg an den anderen Elementen vorbei...
Teil 1. der Reihe "Die Elemente"...
Fand den ersten Teil schon sehr gelungen und bin gespannt wie die 4 Geschichten am Ende zueinander passen werden. Hatte bis jetzt noch kein Buch von John Boyne gelesen, sein Schreibstil und die Art eine Geschichte zu erzählen gefallen mir sehr gut. Bin auf Band 2 "Erde" gespannt, in dem eine Nebenfigur aus "Wasser" wieder auftaucht.

Tiefgründig (Band 1 der „Elemente“-Reihe)
Ich liebe ja John Boynes Bücher, da er viele wichtige Themen sehr tiefgründig aufbereitet, wie auch in diesem ersten Band der „Elemente“-Reihenfolge. Aus dem Wasser wird eine junge Frau von der Polizei geborgen. Eine Tochter, aber niemand weiß, was mit ihr passiert ist… Eine normale Familie mit zwei Töchtern, normalen Leben und normalen Problemen. Im Mittelpunkt stehen Töchter - man sollte meinen, dass jeder Vater sich über Töchter freut… Aber nicht in dieser Geschichte…. Und wenn das schon nicht genug wäre, kommen die schlimmsten Geheimnisse ans Tageslicht….. Das Thema Schuld steht hier im Vordergrund. Kann jemand „passiv“ schuldig sein? Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich nur daran denke…
💧 „Wasser“💦 – John Boyne In „Wasser“ zieht sich eine Frau an die einsame irische Küste zurück, um dort etwas Ruhe zu finden. Der Wind mag alles andere wegtragen, doch die Erinnerungen, die sie in sich trägt, bleiben. Sie sucht im Rauschen der Wellen einen Ort, an dem sie sich selbst besser verstehen und die Vergangenheit verarbeiten kann. Das Meer, so ehrlich es auch ist, bringt nicht nur Muscheln an Land, sondern auch Erinnerungen, die sie längst vergraben glaubte. John Boyne erzählt mit einer stillen, einfühlsamen Kraft von einer Frau, die sich auf die Reise der Selbstfindung begibt. Er beleuchtet Themen wie die Sehnsucht nach Vergebung und die Hoffnung auf einen Neuanfang, selbst wenn man glaubt, diesen nicht mehr verdient zu haben. Ein Roman, der berührt und zum Nachdenken anregt. Wasser ist mein Verderben. Das Verderben meiner Familie. Wir schwimmen in der Gebärmutter darin. Wir bestehen aus Wasser. Wir trinken es. Wir werden unser Leben lang davon angezogen, mehr als von Bergen, Wüsten und Schluchten. Aber es ist grausam. Wasser tötet. Seite 59 Die Elemente – Wasser, Erde, Feuer, Luft – sind unsere besten Freunde, sie halten uns am Leben. Sie nähren uns, wärmen uns, schenken uns Leben, und gleichzeitig können sie uns jeden Moment töten. Seite 126

John Boyne kann mich auch nach Jahren noch abholen
John Boyne ist mir seit Jahren ein Begriff. Allerdings ist wirklich einige Zeit vergangen, in der ich keine Bücher des Autors gelesen habe. Auch diesen Reihenauftakt habe ich nur durch Zufall entdeckt, weiß aber jetzt schon, dass ich diese Reihe hörend weiterverfolgen werde. Vanessa Carvin, eine Frau, die ein Leben lebte, welches selbstverständlich erschien, dennoch sehr kühl und nicht wünschenswert war. Ihr Mann Brendan, Vorstand im irischen Schwimmverband. Ein Mann, den die Welt kennt. Sie, seine Frau, ein modisches Aushängeschild, welches auch die Erziehung beider Töchter, Emma und Rebecca, übernimmt und an ein perfektes Familienbild glaubt. Vanessa, welche die Erzählerin der Geschichte darstellt, erschien mir die ganze Zeit deutlich reifer und älter, als ihr angegebenes Alter von 28 Jahren. Hier wirft sich gleich die Frage auf, lassen Schicksalsschläge einen Menschen wachsen bzw. altern? Nach einem Medienrummel um ihren Mann, zieht Vanessa die Reißleine. Verlässt Dublin und landet auf einer abgeschiedenen irischen Insel. Dort nimmt sie ein Cottage in Bezug, welches nur das nötigste zu bieten hatte. Kein Fernsehen, kein WLAN. Sie ändert ihren Namen und verändert ihr Aussehen. Vanessa will ihre Ruhe. Will zur Ruhe kommen. Will vergangene Entscheidungen nachvollziehen und zukünftige Entscheidungen treffen. Wie konnte sich ihr Leben nur so entwickeln, fragt sie sich in der Einsamkeit, die sie als Heilung ansieht. In Dublin wurde ihr Mann des Missbrauchs an mindestens acht Mädchen, welche Mitglieder im irischen Schwimmverband waren, angeklagt. Wie konnte sie diese Seite ihres Mannes nicht erkennen? Wie konnte sie seine Taten nicht erkennen? Wie konnte er sich an einen Teil ihres gemeinsamen Lebens vergreifen. Eine Tat, die so schreckliche Folgen mit sich gebracht hat. Wasser, ein einnehmendes, kaltes und in großen Dimensionen, verschlingendes Element. Ein Element, welches Vanessas Leben auf den Kopf stellt, ihr Leben zerstört. Und dennoch bringt sie die Kraft auf, um sich neu zu sortieren, zu retten, was zu retten ist. Eine Kämpferin, deren Gedanken und Handlungsweisen ich so gut verstehen konnte, auch wenn sie eine bedrückende Atmosphäre erschufen. John Boyne kann es noch. Mich abholen, mitnehmen und am Ende einer Geschichte denken lassen: ich will mehr. Fazit John Boyne schafft es, in nur vier Stunden Hörbuchzeit (144 Buchseiten) die Geschichten mehrerer Leben zu einer großen, berührenden und tragischen Geschichte zu verpacken. Die Geschichte einer Familie, die sie zerstört hat, die sie wachsen und auch gehen lassen hat. Ich habe beim Hören an den Lippen der Sprecherin gehangen und konnte so viele Denk- und Handlungsweisen im Buch sehr gut nachvollziehen. Ich freue mich jetzt schon auf mehr der Reihe!
Ein leises, eindringliches Buch
Die Protagonistin war 30 Jahre lang die Frau eines erfolgreichen und bekannten Schwimmtrainers. Nach einem Skandal und dem Selbstmord der Tochter zieht sie sich auf eine kleine irische Insel zurück, um sich über ihre eigene Rolle in den Geschehnissen klar zu werden und sich selbst wiederzufinden. Das Buch ist Teil 1 der Elemente-Reihe und hat mir gut gefallen, sodass ich die weiteren Bände auch lesen werde.
Sternebewertung fiktiv
Wasser, der Auftakt des Quartetts von John Boyne, hat mich zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Zum Jahresende, wenn alles gleichzeitig Aufmerksamkeit fordert, habe ich nach Ausgleich gesucht und genau das bietet dieses schmale, konzentrierte Buch. Eine dichte Geschichte, die ohne Umwege wirkt und auf Schuld und menschliche Abgründe aufmerksam macht. John Boyne erzählt von einer Frau namens Vanessa Carvin, die nach Jahren einer öffentlich gelebten Ehe auf eine abgelegene irische Insel flieht. Ihr Mann, einst gefeierter Schwimmtrainer wurde wegen Missbrauchsvorwürfen verhaftet. Sie legt seinen Namen ab, nimmt den Namen ihrer Mutter wieder an und versucht, in der Abgeschiedenheit Halt zu finden. Zurück bleibt eine Tochter, die studiert, innerlich zerrissen zwischen Loyalität, Wut und Distanz und mit dem Verdacht, dass ein tragisches Ereignis aus der Vergangenheit mehr mit der Mutter zu tun haben könnte, als diese zugibt. Dieses Ereignis prägt alles. (Will hier nicht Spoilern) Es liegt wie ein Schatten über der Handlung und verleiht der Geschichte ihre Schwere. Dem Autor gelingt es, die innere Entwicklung der Ehefrau glaubwürdig zu zeichnen, sie ist widersprüchlich, manchmal nervig, oft schwer auszuhalten. Genau das macht sie real. Ich habe keine große Literatur erwartet, sondern gute Unterhaltung. Und genau das liefert Boyne, eine präzise, auf wenigen Seiten eine geschlossene Geschichte mit einem offenen Ende. Wasser ist tragisch und wirkungsvoll. Ein starker Einstieg in die Reihe und ein Buch, das zeigt, wie viel erzählerische Kraft in so wenig Seiten liegen kann.
„Nichts als der endlose Egoismus eines mittelalten Mannes, der macht, was er will, und seine Frau die Scherben aufsammeln lässt."
„Wasser“ hat mich sofort gepackt, denn John Boyne erzählt ruhig, aber unglaublich eindringlich von Schuld, Neuanfang und inneren Wunden. 📖 Mich hat besonders berührt, wie feinfühlig dieser Roman innere Kämpfe beschreibt – dieses Gefühl, etwas hinter sich lassen zu wollen, aber ständig von der eigenen Vergangenheit eingeholt zu werden. Die Hauptfigur wirkt unglaublich menschlich, fehlerhaft, suchend. Es gibt Momente, in denen man sie am liebsten in den Arm nehmen würde, und andere, in denen man sie nur schütteln möchte. Ich freue mich sehr auf die drei weiteren Teile. 📚

Über Macht, Missbrauch & Schuld. ✨ 5/5 ✨
Ehrlich & Empathisch schreibt John Boyne über eine Frau, die versucht mit ihrer Schuld, ihrem Mitwissen, ihrem verdrängen & ihrer Zerrissenheit klar zu kommen. Das Buch beschäftigt sich TW: mit Kindesmissbrauch. Vanessas Mann ist Täter. Sie flieht auf eine Insel auf der sie niemand kennt. Der Druck der Gesellschaft, die Tat, Familiendynamiken - alles Themen denen sich Vanessa in der Einsamkeit stellen will. Viel Tiefgang auf wenigen Seiten. Absolute Empfehlung & richtig guter Start in mein Lesejahr.
Ein Buch, das unter die Haut geht. Unheimlich gut geschrieben. Das Thema Schuld ist von Anfang an Anfang präsent, aber worin genau die Schuld besteht wird erst nach und nach enthüllt. Obwohl man es anfangs nur erahnt oder vielleicht gerade weil man es schon erahnt, wirkt der Text sehr beklemmend. Ich bin schon gespannt auf die anderen drei Teile aus der Elemente-Reihe!
Dieses Buch hat mich gefunden - Schuld, Liebe und ein Neuanfang
Als ich durch eine Buchhandlung im Mölltal schlenderte, lachte mich dieses Buch an. Den Autor kannte ich und mein erster Gedanke war: Testen wir was Neues. Wenn das Buch nicht gut ist, ist es ein kleines Urlaubsmitbringsel. Seite 1 und ich war direkt verliebt. Der Schreibstil, die Tiefe und das betäubende Thema Schuld. Die Wortwahl lässt zwischen den Zeilen lesen und hat mich tief berührt. Ein anspruchsvolles, heftiges und mit Emotionen aufgeladenes Thema. Eine meines Erachtens konservative Familie, starre Rollenbilder, Schein, der gewahrt wird und der nach außen tadellose Ehemann, der sich an Kindern im Schwimmverein und seiner eigenen Tochter vergangen hat. Ein Leben in starren Strukturen, die nicht übergangen werden dürfen. Bilder, wie das Leben zu sein hat und der Zusammenbruch dieser Scheinwelt. Ein Schleier, der sich vor die "Wirklichkeit" schiebt. Menschen, die sich vom Leid erlösen und Menschen, die nach langer Zeit neu starten. Starke Frauen, die ausbrechen und sich so Vieles nicht mehr bieten lassen. Dieses Buch ist eine Bereicherung!

Vanessa Carvin flüchtet auf eine kleine Insel in Irland und ändert als Erstes ihren Namen und schneidet sich die Haare ab. Sie will unerkannt bleiben, denn ihr Ehemann wurde soeben in einem Missbrauchsskandal verurteilt. Vanessa muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, ob sie bewusst die Augen verschlossen hat oder wirklich nichts von den Taten ihres Ehemannes geahnt hat. Wasser ist der erste Teil der Elemente-Reihe von John Boyne. Alle Geschichten drehen sich um das Thema Schuld. Wasser hat mich schon einmal sehr überzeugt. Es ist eine schwere Thematik, die nachdenklich und traurig stimmt. Eine Geschichte, die in mir in Erinnerung bleiben wird.
Das Buch „Wasser“ hat mich persönlich sehr berührt
Die Geschichte ist kurz geschrieben, aber voller Bedeutung und Gefühl. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und es hat mich nachhaltig beschäftigt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung, denn es ist ein Buch, das im Herzen bleibt und zum Nachdenken anregt
Hätte ich vorher nicht gewusst wer der Autor ist hätte ich es Mr. Boyne nicht zugeordnet. Ganz anders als seine anderen Bücher. Nicht schlechter, nur anders! Ich bin gespannt auf die drei Fortsetzungen und natürlich auch darauf, wie der Autor den Bogen spannt über insgesamt vier Bücher. Das erste hier hat mir sehr gut gefallen! Obwohl es wirklich sehr kurz ist habe ich doch lange gebraucht. Schuld, Trauer und Mittäterschaft. Kein leichtes Thema
Wasser von John Boyne hat mir sehr gut gefallen. Das Buch behandelt ein schweres, emotionales Thema und erzählt die Geschichte einer Frau, die sich mit ihrer Vergangenheit und inneren Schuld auseinandersetzen muss. Besonders gelungen finde ich, dass der Autor aus der Sicht einer Frau schreibt. Der Inhalt ist sehr gut verpackt, sprachlich stark und berührend umgesetzt. Auch wenn ich gerne noch länger gelesen hätte, war die Seitenanzahl genau richtig. Insgesamt ein sehr emotionales Buch, das Lust auf Band 2 macht.
Interessanter Auftakt
Erst dachte ich, das ist eine Geschichte, die einfach so vor sich hin plätschert. Hinten raus hat sie allerdings ganz schön aufgeholt und war doch berührender als gedacht. Wirklich bewerten und einordnen kann ich das Buch aber erst, wenn ich die anderen Teile gelesen bzw. gehört habe 😉 Die Sprecherin im Hörbuch war auf jeden Fall großartig!
Sehr gutes Buch, aber …
mich nervt es einfach, dass ich jetzt drei andere super dünne Bücher für jeweils 18 Euro kaufen muss, damit die Geschichte komplett ist. 🤷🏼♀️ Der Auftakt ist stark, interessant geschrieben und ich mochte die Stimmung, die das Insel-Setting erzeugt hat, sehr. Hätte 4,5 Sterne bekommen wenn diese Reihe nicht so teuer wäre, finde ich unnötig.























































