Was wir nie verzeihen

Was wir nie verzeihen

Softcover
4.356

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Description

Der in sich abgeschlossene dritte Band in der international erfolgreichen Krimireihe des finnischen Bestsellerautors

Nominiert für den NORDISCHEN KRIMIPREIS 2021

Der 97-jährige Albert Kangasharju wird bei einem abendlichen Spaziergang von zwei maskierten Männern überfallen, kann jedoch gerettet werden. Der alte Mann wird ins Krankenhaus gebracht und entkommt auch da nur knapp einem weiteren Mordanschlag. Warum will jemand diesen alten, pflegebedürftigen Mann töten? Als Kommissar Jari Paloviita eine SS-Uniform in der Wohnung eines anderen fast 100-jährigen Mordopfers findet, nehmen die Ermittlungen eine unerwartete Wendung. Die Vergangenheit der Männer während des Zweiten Weltkriegs rückt in den Fokus. Sie waren 1941 nach Deutschland gereist .....

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Police Procedural
Format
Softcover
Pages
400
Price
13.40 €

Author Description

Arttu Tuominen, geboren 1981, wurde für seinen Kriminalroman WAS WIR VERSCHWEIGEN in Finnland und international ausgezeichnet. Auch die Folgebände der damit begonnenen Krimireihe waren ein großer Erfolg. Insbesondere die sensible Zeichnung der komplexen Charaktere zeichnen sein Schreiben aus. Arttu Tuominen lebt mit seiner Familie in der Küstenstadt Pori, dem Schauplatz seiner Romane. Hauptberuflich arbeitet er als Ingenieur für Umwelttechnik.

Posts

16
All
4.5

Der Fall macht nachdenklich.

Band 3 ist anders als die ersten beiden. Persönlich fand ich den Blick in die Vergangenheit schrecklich, aber es passt natürlich zum Buch. Das Buch ist spannend, macht ein sehr nachdenklich und lässt mich ein wenig ratlos zurück. Aber eins kann ich definitiv sagen, dass die Serie um Jari Paloviita gut und empfehlenswert ist.

5

Sehr interessante Geschichte und Wendungen

Auch der 3. Teil ist sehr gut

5

Teil 3 meiner Lieblingsserie aus Finnland. Atmosphärisch schön und flüssig geschriebener Krimi. Für Liebhaber der skandinavischen Krimis, absolute Lesempfehlung

5

Ein unglaublicher dritter Teil! Gänsehaut am Ende. Arttu Tuominen kann wahnsinnig gut schreiben und einen komplett in den Bann ziehen.

5

Im finnischen Pori wird einem 98-Jährigen nach dem Leben getrachtet; einen Überfall zweier Personen überlebt Kriegsveteran Albert zwar, jedoch liegt er im Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr. Für die Polizei Pori um die bereits aus Band eins und zwei bekannten Kommissar:innen Jari, Henrik und Linda stellt sich die Frage: Wer möchte einen fast 100 Jahre alten Mann töten – und wieso? Auch der dritte Band der River-Delta-Reihe von Arttu Tuominen geht thematisch tiefer, als es die meisten Krimis und Thriller tun. Wie umgehen mit vermeintlichen Kriegsverbrechern, fast 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg? Diese Frage stellt der Autor in »Was wir nie verzeihen«, geht dabei der finnischen Kriegsgeschichte auf den Grund. Wieso sind Finnen im Namen der deutschen SS in den Krieg gezogen? Waren es einfache Soldaten oder stramme Nazis? Tuominen geht dorthin, wo es vielen Finn:innen wehtut, denn: Dass mehr als 1.000 finnische Soldaten dem Hitlerregime gedient haben – viele aus Überzeugung –, wissen viele Finn:innen nicht. Oder sie wollen es nicht wissen. Fein recherchiert und auf zwei Zeitebenen – in der Gegenwart und im Jahr 1941 – erzählt Tuominen eine Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, die in einem Fall ermitteln, der die Welt vieler Figuren auf den Kopf stellt. Wer ist der alte Mann, den jemand umbringen will? Ist er wirklich der nette Opa? Oder ein eiskalter, widerlicher, rassistischer, antisemitischer Kriegsverbrecher? Arttu Tuominens Krimis sind mehr als simple Krimis zum Abschalten. Sie besprechen harte Themen, sie tun weh, sie gehen tief. Band eins der River-Delta-Reihe hat mich berührt, Band zwei vom Hocker gehauen. Mit dem dritten Buch übertrifft sich der Autor selbst. Wer Spannungsliteratur liebt und sich nicht scheut, hinter die Kulissen der (eigenen) Vergangenheit und Moralvorstellungen zu schauen, muss Tuominen lesen. Ich habe dieses Jahr 94 Bücher gelesen. Keines war besser als »Was wir nie verzeihen«.

4.5

Schockierend und fesselnd

Story: Eine Mordserie an älteren, pflegebedürftigen Männern hält die finnische Kleinstadt Pori in Atem. Als Kommissar Jari Paloviita eine SS-Uniform in der Wohnung eines der Mordopfer findet, nehmen die Ermittlungen eine unerwartete Wendung. Es stellt sich heraus, dass einer der Ermordeten in den 40er Jahren freiwillig an der Seite der Deutschen gekämpft hat. Aber trifft das ebenfalls auf Albert Kangasharju zu? Warum kommen die vermuteten Kriegsverbrechen erst jetzt ans Licht? Und wer ist es, der sich nach so vielen Jahrzehnten auf diesen brutalen Rachefeldzug für womöglich ungesühnte Taten macht? Meinung: Wow, das nenne ich mal einen etwas anderen Krimi. Die Geschichte spielt neben der Gegenwart, in der Mordanschläge auf pflegebedürftieg alte Männer verübt wird, auch mitten im zweiten Weltkrieg, in dem finnische Soldaten sich freiwillig für den Kampf an der Seite der Deutschen gemeldet haben. Heftige Themen, die in diesem Buch angeschnitten werden und mich nicht nur ein Mal schockiert zurückgelassen haben. Was genau haben die Finnen im zweiten Weltkrieg getan, was für Verbrechen, die Achtzig Jahre später gerächt werden müssen? Wieso jetzt? Wer steckt dahinter? Oder gibt es sogar eine Verwechslung? Der Fall ist unglaublich spannend und beleuchtet das Leben der finnischen Soldaten im zweiten Weltkrieg und führt die Leser Stück für Stück ans Ziel, während in der Gegenwart den Ermittlern etwas wenig Raum gelassen wird zwischen Arbeit und Privatem. Lediglich Paloviita bekommt mehr Zeit spendiert, dennoch liebe ich diese Charaktere, da sie einfach mal erfrischend anders sind, als Ermittler in anderen Krimis. Trotz ruhigem, aber flüssigen Erzählstil schafft es der Autor, ordentlich Spannung aufzubauen. Auch wenn es sich hier und da leicht im Kreis gedreht hat, schafft es der Autor gekonnt, einen Mix aus Krimi und historischem Krimi zu erzählen, welcher packt und schockt. Ein Krimi, der die deutsch-finnische Geschichte beleuchtet, zum Nachdenken anregt und unglaublich intensiv geschrieben ist.

Schockierend und fesselnd
5

Das war mal wieder ein toller Thriller aus dem Norden ! Ich habe ihn regelrecht verschlungen. Ein gelungener Mix aus Thriller und Geschichte, die nie in Vergessenheit geraten darf. Ganz nebenbei lernt man auch noch dabei. Die Schilderungen aus dem 2. Weltkrieg gingen mir richtig unter die Haut. Zu spät habe ich gesehen, dass dieses Buch schon der 3. Teil einer Reihe ist. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben, weil ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe. Dies werde ich aber bestimmt bald nach holen 👍

4

Ich lese eher Thriller und selten Krimis. Daher hat mir hier Spannung und der Nervenkitzel und eine Portion Sog gefehlt. Die 2 verschiedenen Zeiten fand ich gut, die Charaktere haben mir auch gefallen. Insgesamt ein gutes Buch was ich gern gelesen habe

4

Wieder eine sehr interessante Thematik und, obwohl etwas ruhiger, spannend.

5

Fesselnd, schockierend und unheimlich gut geschrieben

4.5

Ein Mordversuch an einem Greis, ein anderer alter Mann wird gehängt. In dessen Keller eine Uniform der SS.. Ein düsterer Krimi über Schuld und Rache, der mich in den Bann gezogen hat.

4.5

Wie erwartet, hat auch dieser Roman einen weiteren Aspekt der finnischen Gesellschaft im Blick. Es geht um die Verdrängung der Vergangenheit. Speziell den Anteil, den Finnland an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hatte, als sie mit dem nationalsozialistischen Deutschland kooperiert hatten. Finnland hat Deutschland damals als Möglichkeit betrachtet, die eigenen Gebiete von Russland zurück zu bekommen. Der Roman zeigt auf, das es dabei zu eben besagten Verbrechen kam. Aber auch, das die Aufarbeitung über die begangenen Verbrechen ein Tabuthema sind, das erst in den letzten Jahren zumindest überhaupt mal angesprochen wurde. Das zeigen auch weitere Buchveröffentlichungen in den letzten 20 Jahren, aber gleichzeitig prangert der Autor an: Es ist immer noch zu wenig. Die Stille über das Thema ist laut. Interessant war dabei vor allem der Punkt, das die Morde von außen passieren. Jemand anderes, als der finnische Staat, arbeitet die Taten auf und beschließt, selbst die Justiz in die Hand zu nehmen. Schade fand ich, das die Figur der Polizistin Linda nicht noch stärker im Fokus stand, das hätte ich mir hier sehr gewünscht. Stattdessen muss sie vor allem als Wunschobjekt für Jari herhalte, der nach wie vor damit zu kämpfen hat, das seine Ehe zu scheitern droht (ich rechne mal damit, das sich das ganze nicht mehr retten lässt.). Das fand ich unnötig... vor allem weil ich finde, das Tuominen vorherige stark auf gebaute Konflikte unter den Polizisten zu stark ausgespart hat. Oksman und Jari hatten einiges das zwischen ihnen stand und ich finde, das wurde zu schnell aufgelöst. Da hätte mehr kommen müssen. Schade, dass das Potential von Linda als echte Hauptfigur nicht ergriffen wurde. Zurück zum Thema, ich finde das Tuominen durch zwei Zeitebenen auch schön aufzeigt, wie jemand seine eigene Erinnerung aufbauscht und beschönigt, um sich nicht eingestehen zu müssen, das er kein Held war, sondern ein Mörder. Wer Albrecht wirklich war, erkennt man erst am Ende. Und ist vielleicht vorher auch der Frage aus dem Weg gegangen, das eine Anklage berechtigt wäre. Thematisch für mich der bisher stärkste Band der Reihe.

5

Der über neunzig Jahre alte Albert wird im Garten seines Pflegeheims brutal überfallen. Die Täter werden jedoch gestört, der Mann wird ins Krankenhaus gebracht. Dort kann Kommissar Jari Paloviita nur knapp verhindern, dass Albert einem zweiten Anschlag entgeht - nun ist klar, das jemand den Senioren und Kriegsveteranen tot sehen will. Kurz darauf geschieht ein zweiter Anschlag auf einen weiteren Senioren - diesmal erfolgreich; der alte Mann wird gehängt aufgefunden. Im Rahmen der Ermittlungen wird die Uniform eines SS-Scharführers bei dem Opfer gefunden. Steckt die Lösung in der Vergangenheit? Sowohl der Tote als auch Albert haben im zweiten Weltkrieg in einem finnischen Freiwilligen-Corps an der Seite der Deutschen im Russlandfeldzug gekämpft. Was ist damals geschehen? Ein - wie ich finde - großartiger Kriminalroman, der vom Standard-Ermittlungsroman abweicht, weil hier die Frage, inwieweit die Opfer nicht auch Täter sein könnten, offen gestellt wird. Der Roman springt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und nimmt den Leser mit in ein Kapitel der Nationalsozialistischen Vergangenheit nicht nur Deutschlands. Topaktuell erfährt man etwas über den Einfluss gewisser politischer Strömungen über die bekannten Grenzen hinaus. Die Rolle der Finnen aber auch der Norweger, der Dänen und der Niederländer - mit Freiwilligen in den Reihen der Waffen-SS - war mir nicht bewusst. Ich habe das Buch - welches wohl zu einer Reihe gehört, die ich bislang nicht kannte - sehr gern gelesen, da hier Kriminalroman und europäische Geschichte geschickt vermengt haben. Für mich wirkte nichts konstruiert und da wirklich alle Seiten beleuchtet und hinterfragt wurden, gibt es von mir 5/5 Sternen.

3

Die ewige Schuld. Eine lang erzählte Geschichte über Schuld in den Kriegstagen. Nicht ganz so überzeugt wie die anderen Bücher der Reihe.

4.5

Alle drei Bücher sind super, war da wirklich positiv überrascht. Hoffentlich gibt es da bald noch mehr davon!!!

5

Mehr als nur ein Krimi

Tuominen schafft es auch in seinem dritten Buch der Reihe, einen spannenden Kriminalfall mit einem übergeordneten Thema zu verbinden. In diesem Fall ist es die Geschichte des neunzigjährigen Finnen, den seine Vergangenheit in der Waffen SS einholt. Die Verbindung von Krimi und historischem Roman funktioniert perfekt. Gerade die Passagen aus Alberts Fronteinsätzen waren packend geschrieben und haben mir gut gefallen

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