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Im Jahr 1882 ist Dr. Josef Breuer ein angesehener Allgemeinarzt in Wien. Berühmt wurde er vor allem durch den Fall Anna O., bei der er unter anderem eine Art Psychotherapie angewandt hat, die es damals noch gar nicht gab. Er erkannte in ihren Beschwerden jedenfalls einen Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen. Eines Tages sucht ihn deshalb Lou Salomé auf, die ihn bittet, ihren Freund Friedrich Nietzsche von dessen Selbstmordgedanken zu heilen. Und tatsächlich kommt Nietzsche in Breuers Praxis, obwohl er seine schwere Not leugnet und nicht über sich selbst sprechen möchte. Da bietet Breuer ihm an, dass zunächst der Philosoph Nietzsche ihn von seiner Besessenheit und seinen schlechten Gedanken heilen soll. Eigentlich ein Trick, um Nietzsche zum Reden zu bringen, doch während der Gespräche merkt Breuer erst, wie sehr er tatsächlich selbst Hilfe brauchte. Teilweise stört der sich aufdrängende Eindruck, dass Yalom (Professor für Psychiatrie) einfach nur seine persönlichen Weisheiten weitergeben möchte und dafür die Romanform wählt und historische Personen sprechen lässt. Andererseits sind die Dispute und Therapiegespräche zwischen Nietzsche und Breuer sehr angenehm zu lesen, da sie anregend und zugleich warmherzig sind. Vieles in dem Buch beruht auf wahren Begebenheiten, Nietzsche und Breuer sind sich jedoch nie begegnet. Das Buch lag jetzt 10 Jahre auf meinem SuB und ich bin sehr froh, es endlich gelesen zu haben, denn es warten noch weitere Bücher des Autors.
May 25, 2026
Im Jahr 1882 ist Dr. Josef Breuer ein angesehener Allgemeinarzt in Wien. Berühmt wurde er vor allem durch den Fall Anna O., bei der er unter anderem eine Art Psychotherapie angewandt hat, die es damals noch gar nicht gab. Er erkannte in ihren Beschwerden jedenfalls einen Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen. Eines Tages sucht ihn deshalb Lou Salomé auf, die ihn bittet, ihren Freund Friedrich Nietzsche von dessen Selbstmordgedanken zu heilen. Und tatsächlich kommt Nietzsche in Breuers Praxis, obwohl er seine schwere Not leugnet und nicht über sich selbst sprechen möchte. Da bietet Breuer ihm an, dass zunächst der Philosoph Nietzsche ihn von seiner Besessenheit und seinen schlechten Gedanken heilen soll. Eigentlich ein Trick, um Nietzsche zum Reden zu bringen, doch während der Gespräche merkt Breuer erst, wie sehr er tatsächlich selbst Hilfe brauchte. Teilweise stört der sich aufdrängende Eindruck, dass Yalom (Professor für Psychiatrie) einfach nur seine persönlichen Weisheiten weitergeben möchte und dafür die Romanform wählt und historische Personen sprechen lässt. Andererseits sind die Dispute und Therapiegespräche zwischen Nietzsche und Breuer sehr angenehm zu lesen, da sie anregend und zugleich warmherzig sind. Vieles in dem Buch beruht auf wahren Begebenheiten, Nietzsche und Breuer sind sich jedoch nie begegnet. Das Buch lag jetzt 10 Jahre auf meinem SuB und ich bin sehr froh, es endlich gelesen zu haben, denn es warten noch weitere Bücher des Autors.
May 25, 2026






