Das Paradies ist weiblich

Das Paradies ist weiblich

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Hardback
3.844

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Description

Ständig reden wir vom Patriarchat. Was es verantwortet, zerstört und verhindert. Doch was genau würde sich verändern, wenn tatsächlich Frauen unser Leben regeln? Wäre die Welt eine gerechtere, liebevollere, bessere? In 20 Originalbeiträgen gehen deutschsprachige Autor:innen diesen Fragen auf den Grund und beleuchten mal literarisch, mal essayistisch zahlreiche Lebensbereiche: die Familie, den Beruf, die Erziehung, den Journalismus, aber auch die Namensgebung oder die Superheld:innen in Comics. Die Texte sind hoffnungsvoll, ratlos, sie kehren um, sie überspitzen, überhöhen, sie dekonstruieren, aber sie zeigen in ihrer unglaublichen Bandbreite vor allem eines: Wir befinden uns gerade im Umbruch.
Mit Beiträgen von Shida Bazyar, Mareike Fallwickl, Linus Giese, Kübra Gümüşay, Simone Hirth, Gertraud Klemm, Julia Korbik, Miku Sophie Kühmel, Kristof Magnusson, Nicolas Mahler, Barbara Rieger, Emilia Roig, Jaroslav Rudiš, Mithu Sanyal, Tonio Schachinger, Margit Schreiner, Anke Stelling, Sophia Süßmilch, Philipp Winkler und Feridun Zaimoglu.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
256
Price
24.70 €

Posts

13
All
4

"Utopien sind die hoffnungsvollen Vorstellungen, die uns in eine bessere Zukunft treiben." (Emilia Roig) Das Buch begibt sich in "20 Einladungen in eine Welt, in der Frauen das Sagen haben". So der Untertitel. Aber ist das wirklich erstrebenswert, das Patriarchat durch ein Matriarchat zu ersetzen, oder sollte nicht eher "Die Macht wie wir sie kennen,transzendieren und alternative Formen der Macht schaffen, die nicht aus Angst, Gier, Herrschaft und Unterdrückung basieren, sondern auf Liebe" ( Emilia Roig) ? Sehr interessant war für mich der Ausflug in die Welt der Clownfische, erzählt von Margit Schreiner. Diese können bei Bedarf das Geschlecht ändern. Sehr bewegend die Geschichten von Sophia Süßmilch und Julia Korbik. Aus fast jeder nehme ich etwas für mich mit, oder lese etwas, wo ich denke, ja! Genauso ist es, aber warum nur? Wie bei Gertraud Klemm: "Die Welt zu beherrschen ist nämlich ein überaus unnatürliches Prinzip, genauso wie Nicht-genug-Kriegen, Mehr-nehmen-als-notwendig und Sich-selbst-das-Wasser-abgraben. All das sind Eigenschaften, die dem Krebsgeschwür vorbehalten sind. Und Homo Sapiens." Von Jaruslav Rudi gibt es ein Dramolett und von Nicolas Mahler einen Comic. Und so ist es ein buntes, ein vielfältiges Buch, welches auf verschiedenste Arten verdeutlichen möchte, dass Frauen vieles sind, aber sicherlich nicht, ein schwaches Geschlecht.

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"Das Paradies ist weiblich", herausgegeben von Tanja Raich, präsentiert sich als vielstimmiger Sammelband, der das Matriarchat als konzeptuelle Denkfigur sowohl theoretisch als auch literarisch und spielerisch beleuchtet. Der Sammelband vereint Essays, Kurzgeschichten, kulturtheoretische Abhandlungen und einen Comic. Diese vielfältige Zusammenstellung ermöglicht unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Matriarchat und regt zur Reflexion über alternative Gesellschaftsmodelle an. Insbesondere die utopischen Kurzgeschichten, unter anderem von Feridun Zaimoglu, Kübra Gümüşay oder Mareike Fallwickl, zeichnen sich durch ihre fesselnde und originelle Gestaltung aus. Die Autor:innen stammen aus queer-feministischen, postmigrantischen und antirassistischen Kontexten, was dem Band eine zeitgemäße und politisch reflektierte Grundhaltung verleiht. "Das Paradies ist weiblich" ist ein mutiger, moderner und diskussionsfördernder Sammelband, der wertvolle Denkanstöße liefert und durch seine Vielfalt überzeugt. Für Personen, die sich für feministische Zukunftsentwürfe interessieren, bietet dieser Band reichhaltiges Material, jedoch kein abgeschlossenes Konzept.

5

Meinung: 19 Texte und ein Comic sind in diesem Buch zu finden, alle beschäftigen sich mit dem Thema Matriarchat. Wäre ein Matriarchat besser als ein Patriarchat? Alle Probleme der Welt gelöst? Oder wäre es wie im Patriarchat nur mit einem anderen Geschlecht? Oder sollte es gar keines der Extremen geben und lieber ein miteinander? Direkte Antworten zu diesen Fragen findet man auf den Seiten nicht unbedingt, eher eine Betrachtung des „was wäre wenn“ und „(wie) könnte das funktionieren“, was durchaus selbst zum Nachdenken anregt. Jedes Kapitel ist ganz anders, aber für mich waren alle auf ihre Weise interessant. Die AutorInnen toben sich aus, verschiedene Stile und Herangehensweisen werden hier vereint. In einem Kapitel gibt es interessante Fakten zu Clownfischen, im nächsten liest man von einer Welt, in der sich weibliche Personen sehr aktiv rächen. Teilweise sehr übertriebene, überspitzte Szenarien, aber auch Kapitel, die eher an eine wissenschaftliche Arbeit erinnern. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, durch die unterschiedlichen Texte hat man Abwechslung und selbst wenn einem ein Kapitel nicht ganz so gefällt, ist man flott beim nächsten und da wartet etwas ganz Anderes auf einen. Fazit: Ein tolles Buch, mit spannendem Thema und gelungener Umsetzung. Auf jeden Fall empfehlenswert!

2.5

Leider hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Es gab nur eine handvoll Texte, die mich überzeugen konnten.

3

Durchwachsen: manches kann (gerne), vieles muss nicht.

Einzelne Beiträge sind sehr gut gemacht und klingen noch nach. Jedoch konnte ich mit zahlreichen Texten leider gar nichts anfangen, deshalb insgesamt keine Empfehlung für die Sammlung, aber um sich Gedanken zum Thema Matriarchat zu machen und bestehende Systeme zu hinterfragen, lohnt es sich, einzelne Texte gezielt herauszufischen.

4

"Es geht nicht um eine Herrschaft der Frauen, sondern um das Abschaffen von Herrschaft, [...]" (S. 16) In der Anthologie "Das Paradies ist weiblich" nähern sich 20 Autor*innen in unterschiedlichsten Textformen den Fragen: Wie sieht das Matriarchat aus? Was spricht für, was gegen Frauen in einer Machtposition? Und müssen wir uns überhaupt für ein Modell entscheiden? In ihren Beiträgen stellen sie Dystopie und Utopie einander gegenüber, berichten von Beobachtungen und Erfahrungen sowohl im Patriarchat als auch im Matriarchat. Berücksichtigt werden alle Perspektiven: weiblich, männlich, queer. "Ich glaube, dass es ein Fehlschluss ist, das Patriarchat mit Männern, Männlichkeit oder Mann-Sein gleichzusetzen. Das Patriarchat ist eine bestimmte Lebensform - oder vielleicht besser: eine bestimmte Lebensgestaltung." (S. 150) Wir erhalten eine Stunde in Geschichte der Geschlechterrollen, betrachten gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der Herrschaftskonstrukte und machen einen Ausflug in die Welt der Seepferdchen, Clownfische und Superheld*innen. Mal als wissenschaftliches Essay, mal unterhaltsam erzählend, aber auch als zynische, brutale Abrechnung haben alle Texte etwas gemein: Sie bewegen sich immer irgendwo zwischen Hoffnung, Wut und Furcht. "Ihr sagt gern, wir hätten uns radikalisiert. Das ist nicht wahr. Ihr habt uns radikalisiert." (S. 177)

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"Das Paradies ist weiblich" wurde von Tanja Raich herausgegeben und beinhaltet Essays/Comics/Kurzgeschichten von 20 bekannten Autor:innen, die von einer Welt schreiben, in der Frauen das Sagen haben. Jede einzelne Geschichte hat etwas persönliches, etwas markantes an sich. So unterschiedlich die Geschichten sind, so sehr ähneln sie sich auch. Für mich wurde in der letzten Zeit feministische Literatur immer wichtiger, ich tauche sehr gerne in die Welt ein. Umso spannender fand ich nicht nur die Geschichten sondern auch die Bezüge zur Wissenschaft. Jede Geschichte hat ihren eigenen Schreibstil, die eine konnte mich mehr, die andere mal weniger begeistern. Dennoch fand ich jede Geschichte wichtig. Sehr wichtig. Besonders schön finde ich, dass viele Autor:innen zu einem Beitrag zugesagt hatten, trotz anderer (Schreib-)Projekte, die anstehen/anstanden. Außerdem hat mir diese Sammlung mal wieder gezeigt, dass ich viele Autor:innen noch nicht kannte oder nie besonders Aufmerksamkeit gewidmet habe. Das möchte ich in Zukunft auf jeden Fall nachholen und ändern. Von mir gibts für diese Anthologie eine klare Leseempfehlung. Und ich bin sicher, dass ich das ein oder andere Mal nochmal in dieses Buch schauen werde, und den ein oder anderen Text nochmals lesen werde.

4

Hatte mehr erwartet

Die Beiträge haben mich mal mehr, mal weniger angesprochen. Gut gefallen haben mir insbesondere die Beiträge von Mareike Fallwickl, Simone Hirth, Kristof Magnusson, Barbara Rieger, Mithu Sanyal und Margit Schreiner. Insgesamt hatte ich mir von diesem Buch aber deutlich mehr erwartet.

4

Super spannende Texte über das Gedankenkonstrukt „Matriarchat“ und die Frage, was darunter zu verstehen ist. Die Anthropologie besteht aus dem perfekten Mix von fiktionalen Vorstellungen, Persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlicheren Artikeln. Super interessant und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und bleibt dabei auch nicht komplett kritikfrei bei dem utopischen Gedanken des Matriarchats.

4

„Eine antipatriachiale Welt heißt gleichzeitig eine antikapitalistische und antirassistische Welt.“ Ein Satz, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. In dem Buch kommen 20 Autor:innen zu Wort, die sich literarisch, journalistisch und wissenschaftlich damit auseinandersetzen, wie unser Leben aktuell aussieht und wie die Welt und unser Leben aussehen könnte, würden wir nicht in einem patriarchalem System leben. Das Thema wird von vielen (unterschiedlichen) Seiten beleuchtet und jedes Kapitel ist anders interessant. Eine Leseempfehlung!

4

Ich habe mir für das Buch relativ viel Zeit gelassen, weil ich gemerkt habe, dass die einzelnen Beiträge besser auf mich einwirken, wenn ich nicht zu viele am Stück lese. Mir hat die Vielfalt sehr gut gefallen es gab ein Drama, ein Comic, ein Ausflug in die Tierwelt, fiktive Texte aber auch Geschichten aus dem Leben der Autor*innen. Ich hatte schon öfter von der Kurzgeschichte von Mareike Fallwickl gehört und konnte dann nicht warten bis sie an der Reihe war, sondern musste sie vorziehen. Die Geschichte hat es wirklich in sich und wird mir noch lange im Kopf bleiben. Es war kein Beitrag dabei der mir gar nicht gefallen hat. Ein bisschen was konnte ich überall mitnehmen. Mal mehr mal weniger. Wenn man an dem Thema interessiert ist dann ist das Buch ein guter Einstieg. Wenn man sich schon sehr intensiv damit beschäftigt hat, erfährt man vielleicht nicht so viel Neues aber allein durch die unterschiedlichen Herangehensweisen könnte es sich trotzdem lohnen.

5

Vor allem in der zweiten Hälfte waren ein paar Texte dabei, die mich fasziniert haben!

5

Vor allem in der zweiten Hälfte waren ein paar Texte dabei, die mich fasziniert haben!

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