Sonnenkönig, Pechrabe
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Description
Edward Arden liebt nicht nur Männer, sondern lässt sich von ihnen auch großzügig für ein paar sinnliche Stunden bezahlen – und schwebt damit im London des 19. Jahrhunderts in ständiger Gefahr. Als Lord Frederick Francis Melville ihn dann auch noch verdächtigt, wertvolle Juwelen gestohlen zu haben, spitzt sich die Situation zu. Doch die beiden stellen schnell fest, dass sie sich gegenseitig behilflich sein können.
Edwards queeres Leben mit Affären, Freiern und bunten Partys fasziniert Freddy, doch obwohl der junge Adelige Gefühle für Edward entwickelt, ist sein Lebensweg fest vorbestimmt: Verlobung, Hochzeit, Kinder. Die gesellschaftlichen Grenzen des 19. Jahrhunderts machen den Liebenden zu schaffen und bedrohen sogar ihr Leben. Wird ihre Liebe überdauern oder an der Realität zerbrechen?
Ein Blick hinter die Kulissen des queeren, adeligen Londons des 19. Jahrhunderts mit einem elektrisierenden Plot, der Leser*innen bis zum Schluss mitfiebern lässt.
Book Information
Author Description
Kai Spellmeier, geboren 1996, studierte Literatur und Englisch in Berlin und Edinburgh. Wenn er nicht selbst mit dem Kopf in einem Buch steckt, findet man ihn online, wo er seit 2015 über Literatur bloggt und den queeren Buchclub »Das Pinke Sofa« co-leitet. Er schreibt unverschämt queere Literatur.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Intensiv, bewegend und ehrlich
Edward Arden verdient sich sein Geld, indem er Männer verführt — ein gefährliches Leben im viktorianischen London, da seine Sexualität kriminalisiert ist. Lord Frederick “Freddy” Melville verdächtigt Edward, wertvolle Perlen gestohlen zu haben. Trotz anfänglicher Spannungen spüren die beiden Männer eine starke Verbindung und könnten sich gegenseitig helfen. Doch ihre Liebe steht unter dem Druck der strengen Gesellschaftsnormen ihrer Zeit — insbesondere Freddys Verpflichtungen gegenüber Lady Elizabeth Ailesbury und die Gefahr, als queere Männer bloßgestellt zu werden. Meine Meinung: ⭐⭐⭐⭐⭐ Die Atmosphäre ist intensiv, manchmal schwer, aber immer auf die bestmögliche Weise. Die Verbindung zwischen den Figuren ist so lebendig und greifbar. Ich konnte mich super in Freddy hineinversetzen und es war toll ihn auf seiner Reise zu seinem wahren Ich zu begleiten. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Tiefe der Emotionen. Es ist kein Buch, das man einfach “konsumiert” – es ist eines, das man fühlt. Und je weiter man liest, desto mehr verschmilzt man mit dem Rhythmus der Geschichte. Der Autor führt einem sehr gut vor Augen wie das Leben von queeren Menschen im 19. Jahrhundert war und auch heute noch in vielen Teilen der Welt ist. Das Ende trifft mitten ins Herz und ehrlich? Ich sehe Potenzial für einen zweiten Teil. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung!
Guter Start, grausiges Ende.
Wo soll ich anfangen? Sprachlich war das Buch am Anfang eine Überraschung - anspruchsvoll geschrieben, passend zur Zeit, in welcher es spielt. Später lässt es nach und ändert sich, was ich schade, aber okay fand. Der Aufbau der Charaktere ist gut - Edward und Freddy sind Gegenpole, der eine verdient seinen Lebensunterhalt mit Sex und lebt ein schwules Leben, der andere ist ein Lord und den Erwartungen seines Standes ausgesetzt. Zwischen den beiden gibt es ein klassisches „enemies to lovers“ - sie triezen sich und begehren sich dennoch gleichermaßen. Die Lovestory entwickelt sich nebenbei. Sie sind nette Charaktere, vermissen für mich aber an Tiefe, auch wenn Edwards Backstory mysteriös beginnt (und am Ende nie ganz richtig aufgeklärt wird). Sie sind süß, aber für mich keine Liebe und werden schnell in Vergessenheit geraten (da sind andere Paare deutlich präsenter in meinem Kopf und Herzen). Generell hat das Buch ein Problem mit der Story: es gibt etliche Schauplätze und sie werden allesamt angeschnitten. Besonders die „Story“ um den Dieb und die Verhandlung eines Mannes wegen Sodomie nehmen erst Platz ein, werden am Ende aber abgefrühstückt. Positiv ist anzumerken, dass die Schwierigkeiten und Gefahr von homosexuellen Menschen im 19. Jahrhundert Thema ist. Jetzt kommt mein großes „aber“: zu Beginn gibt es Content Notes die absolut unnötig sind. Ich hatte während des Lesens die ganze Zeit ein „wann beginnt es denn endlich?“ Im Kopf und habe erwartet, dass es so „schlimm“ wird, wie es am Anfang zu lesen ist. Wer sich mit dem 19. Jahrhundert, dem viktorianischen England, auseinandergesetzt hat, weiß, was eigentlich Sache ist. Zumal die Themen, die vielleicht härter sind, nur angeschnitten werden. Das Buch hat einen Anteil an Sexszenen, auf die ich verzichten konnte. Nicht, weil ich das nicht mag, aber es war nicht gut geschrieben und stets „fade to next morning“. Meiner Meinung nach war es auch für den Plot einfach nicht wirklich nötig und als Fanservice nicht entsprechend geschrieben. Ich muss ebenfalls gestehen, dass ich die letzten ca. 60 Seiten nur noch quergelesen habe - es passiert zu viel, zu hastig, wird gesprungen. Als wäre dem Autor eingefallen, dass man noch ja Sachen klären musste. Das Drama gen Ende war unnötig. Und das Ende! Selten so ein schlechtes und unbefriedigendes Ende gelesen - für eine Romance ein absolutes „no go“ meiner Meinung nach. Da bringt selbst der „1 Jahr später“ Teil nichts, sorry. Würde ich das Buch dennoch empfehlen? Ja. Für Menschen, die noch nicht viele Bücher in dem Genre gelesen haben. Aber ich kann hier lieber andere Empfehlungen dalassen: „A Marvellous Light“ -> spicy queer Fantasy mit Krimielementen, „Ich, Adrian Mayfield“ -> DAS Buch schlechthin, wenn man auf akkurate Geschichte steht und quasi Teil der Geschichte sein möchte, „Der Uhrmacher aus der Filigree Street“ -> England/Japan, wunderbares Setting und die Geschichten von Inka Loreen Minden -> spicy gay romance, die es richtig macht.

Viel mehr als eine Liebesgeschichte
Auf einem Ball im 19. Jahrhundert in London kommt es zu der ersten Begegnung zwischen dem extrovertierten Edward Arden und dem konservativen Lord Frederick Francis Melvill. Das erste Treffen könnte nicht schlechter laufen. Es herrscht eine besondere Spannung, beide sind sich auf den ersten Blick unsympathisch und zusätzlich bezichtet Lord Melville Mister Arden wertvolle Juwelen gestohlen zu haben. Als Lord Melville erfährt, dass Mister Arden sein Geld damit verdient, sinnliche Nächte mit Männern zu verbringen, stellen die beiden fest, dass sie sich gegenseitig behilflich sein können. Durch diesen Bund kommen die Männer sich unweigerlich näher. Zunächst hat mir das Cover des Buches sehr gut gefallen und auch den Titel finde ich sehr passend gewählt. Auch wenn dieser erst mit dem Lesen seinen Sinn erhielt. Als ich angefangen habe das Buch zu lesen, war ich vollkommen im Bridgerton Fieber. Das stellte sich als beste Voraussetzung dar und ich habe von der ersten Seite an direkt in die Zeit und die Handlung hineinfinden können. Mit seinem fesselnden Schreibstil und der gelungenen Ausdrucksweise, konnte ich das London des 19. Jahrhunderts sofort vor mir sehen. Dadurch, dass die Erzählperspektive zwischen den Charakteren wechselt, war es mir möglich mich in die Gedanken- und Gefühlswelten der Protagonisten bestens hineinzuversetzen. Grundsätzlich habe ich die handelnden Personen als sehr authentisch empfunden und habe dadurch regelrecht mit ihnen mitgefiebert. Das Buch vereint viele unterschiedliche Aspekte, was es für mich zu etwas ganz Besonderem macht. Zum einen erzählt es eine wundervolle Liebesgeschichte, bietet einige erotische Szenen, enthält als Nebenhandlung einen Kriminalfall und schockiert gleichzeitig mit historischen Fakten darüber, wie hart Homosexualität im 19. Jahrhundert verfolgt und bestraft wurde. Einige Seiten haben mich wirklich sehr getroffen, besonders, wenn ich darüber nachdenke, dass es Teile der Welt gibt, in welchen Queere Personen auch heute noch in Angst leben müssen. Auch andere wichtige Themen wie Rassismuss, Sklaverei oder die Rolle der Frau werden in der Geschichte aufgegriffen. Der Autor hat hier wirklich ein ganz wundervolles und packendes Buch geschaffen, dass ich gerne weiterempfehle!
"Liebe ist ein gegenseitiges Versprechen. Man gibt sein Herz für ein anderes, auf dass man dieses hüte wie den kostbarsten aller Diamanten. [...] Die schönsten Dinge im Leben sind vergänglich. Umso größer die Pflicht, sie auszukosten. [...] Wer liebt, macht Fehler, und noch dazu solche, die wir uns nicht leisten können. [...] Welches Gewissen blieb schon rein in einer Welt, die aus Schlamm geschaffen war?"
Finally, I finished this book!!! Ich habe es einige Monate - wenn nicht Jahre - auf meinem to-be-read Stapel gehabt und irgendwie nach Kauf nie weitergelesen. Und ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gar nicht, warum, denn es ist in echt richtig, richtig gut geschrieben und lohnt sich in die Hand zu nehmen. Denn ein queeres Liebespaar in einem historischen Setting zu betrachten, ist äußerst wichtig, um zu erkennen, dass Queerness keine 'Modeerscheinung' von heute ist, sondern dass es Queere Menschen schon immer gab. Das lässt sich wahrscheinlich so auch auf jede andere Form der Minderheit überschreiben, aber definitiv nicht so gut wie auf Queerness. Das Nachwort hinten im Buch gibt dazu noch einige mehr Anstöße, die mir geholfen haben, die Geschichte mehr zu verstehen und Freddy und Edward noch mehr ins Herz zu schließen. Vor allem aber finde ich es irgendwie ziemlich gut, dass das Buch offen endet und man das Ende nicht unbedingt als Happy-End betiteln kann, denn wäre das der Fall, wäre ich nicht mehr so authentisch dargestellt. Definitiv ein Pluspunkt. Was meinen Lesefluss etwas gestockt hat, waren die wenigen Längen beim Lesen, die sich vor allem im Mittelteil der Geschichte ereigneten. Ich gehe aber stark davon aus, dass das ein Fall von 'Es liegt an mir und nicht am Buch' ist, denn im Nachhinein betrachtet, ergab die Geschichte in sich Sinn und die Längen taten ihr gut. Was ihr auch gut tat, war die Freundesgruppe von Edward um Betty, Samuel, etc. Generell mochte ich die Nebencharaktere hier auch sehr, weil sie eine eigene Geschichte bekamen, die nebenher ablief. Diese ist zwar mehr zwischen den Zeilen zu lesen, doch wenn man das beherrscht, erschließen sich einem tolle Sidelines neben der Plotline. Und die Beschreibung, die der Autor selbst dem Buch gegeben hat, passt perfekt. Denn in diesem Buch könnte auf dem Klappentext auch angepriesen werden: Bridgerton, but in gay. "Wer braucht schon Feinde, wenn man Freunde hat, die dich stets an deine Nichtigkeit erinnern. [...] Es ist eine wahre Kunst, im Angesicht schockierender Tatsachen vollkommen desinteressiert auszusehen."
!["Liebe ist ein gegenseitiges Versprechen. Man gibt sein Herz für ein anderes, auf dass man dieses hüte wie den kostbarsten aller Diamanten. [...] Die schönsten Dinge im Leben sind vergänglich. Umso größer die Pflicht, sie auszukosten. [...] Wer liebt, macht Fehler, und noch dazu solche, die wir uns nicht leisten können. [...] Welches Gewissen blieb schon rein in einer Welt, die aus Schlamm geschaffen war?"](https://social-cdn.read-o.com/images/1730015820326-71.jpg)
Nach einem etwas holprigen Beginn war ich endgültig im 19. Jahrhundert angekommen – und wollte gar nicht mehr weg. Kai Spellmeiers Schreibstil mag ich nicht nur, ich liebe ihn. Jede Zeile war ein Genuss, jede Szene so atmosphärisch, dass ich förmlich in die Geschichte eingesogen wurde. Edward Arden hat nicht nur Freddy Herz erobert, sondern auch meins. Die Charaktere sind tiefgründig, wunderschön ausgearbeitet und lassen einen mitfühlen, mitleiden und mitlieben. Das Buch bringt einen zum Schmunzeln, lässt Tränen fließen und regt zum Nachdenken an – eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Da ich bereits mehrere Bücher mit queerer Thematik im historischen Kontext gelesen habe, war mir vieles vertraut. Und doch nimmt es mich jedes Mal aufs Neue mit. Die Ungerechtigkeit, das Leid – und die bittere Realität, dass Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen kein Relikt der Vergangenheit sind. Noch heute werden in vielen Ländern Menschen verfolgt, entrechtet und grausam bestraft, nur weil sie lieben, wen sie lieben. Genau deshalb dürfen wir nicht wegsehen. Geschichte wiederholt sich, wenn wir sie vergessen – und es liegt an uns, für eine Welt einzustehen, in der Liebe keine Strafe verdient. Sonnenkönig Pechrabe ist ein bewegendes, wunderschön geschriebenes Buch, das noch lange nachhallt. Absolute Empfehlung!
Kein Jahreshighlight aber dennoch wirklich schön 👑
Bei diesem kurzweiligen Buch handelt es sich um eine Gay romance, der Autor ist ein junger newcomer, der mir direkt sympathisch war. Das ganze spielt im Bridgerton Zeitalter & dem Autor nach, sollen sich Leser:innen gerne auf die Bälle der bekannten Serie denken. Dies gelingt auch extrem gut. Die Protagonisten sind super sympathisch und es gibt sogar eine kleine hintergrundstory die Spannung rein bringt. Erzählt ist alles aus den Sichten der MCs, aber ab und zu schlüpft man als Leser auch in einen anderen Charakter durch den allwissenden Erzähler, was Abwechslung in die Geschichte bringt. Von meiner Seite aus echt eine Empfehlung für alle die mal eine Gay romance lesen wollen ✨❤️🔥 🌶️ ist eine 3/5 (schon detailliert aber nicht zu intense 🌚)
Bridgerton, but gay...
...so wird das Buch beworben. Ob es stimmt? Keine Ahnung, ich habe Bridgerton nicht gelesen 🤷♀ Ich weiß nur, dass Kai Spellmeier mit "Sonnenkönig Pechrabe" eine wundervolle Geschichte geschaffen hat 💜 London in der Regency Zeit trifft auf queere Lovestory. Eine Geschichte voller Prunk und Intrigen, Bällen und Affären, Dramen und Gefühlen 💔 Der Autor lässt uns tief eintauchen in das düstere 19. Jahrhundert. In die Straßen voller Unrat, wo Menschen an den Pranger gestellt werden. In die Hinterzimmer, kleinen Pubs und Richterstuben, wo Absprachen über Recht und Unrecht getroffen werden. Eine Zeit voller Gewalt bildet den Rahmen für diese Geschichte, also erwartet keine 400 Seiten rosarotes Zuckerwerk. Dafür gibt es authentische, vielschichtige Figuren mit Ecken und Kanten, die sich entwickeln und wachsen. Zugegeben, die beiden haben mich manchmal wahnsinnig gemacht, aber ich hätte sie nicht anders haben wollen. Es ist dramatisch, tragisch, herzzerreißend 💔 und gleichzeitig wunderschön.

»Und irgendwo, [...], setzen wir einen Stein auf den nächsten, bis das Schloss aus Luft nicht mehr auf fremden Wolken schwebt.«☀️⚫ . Mit Tränen in den Augen und zitternden Händen habe ich dieses Buch beendet und merke wie es weiter nachhallt und nachhallen wird. Kai schafft es mit seinen Worten jemanden genau in diese Zeit zu ziehen. Er reißt einen mit und lässt die Angst den Nacken hinauf kriechen, die Zerrissenheit spüren und schafft Lichtmomente zwischen der Ernsthaftigkeit die in dieser Geschichte steckt. Mit Feingefühl zeigt er die Missstände auf mit denen queere Menschen zu kämpfen hatten und immer noch zu kämpfen haben. Es ist ein Buch das mich beim Lesen beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird.
Mega ♥️ Der Anfang war etwas holprig, aber Edward und Freddy haben mich regelrecht in die Geschichte gezogen. Die Beiden haben einfach so tolle Dialoge und die Annäherung war so schön. Ich war zugegebenermaßen geschockt, wie weit damals schon gegangen wurde, um Homosexualität zu bestrafen. Es gab einige Stellen, wo ich schwer schlucken musste. Auch das Ende hat so gepasst - ich muss das Buch irgendwann nochmal lesen. Es wird mit Bridgerton verglichen, ist aber sooo viel besser gewesen. Das Nachwort war auch nochmal so schön - einfach bei dem Hass nicht wegsehen ♥️
eine geschichte, die bleibt
sonnenkönig pechrabe von kai spellmeier ist ein roman, der mich nicht nur beim lesen, sondern auch weit darüber hinaus beschäftigt hat. es ist nun eine woche vergangen, seit ich das buch beendet habe und ich bekomme es einfach nicht aus dem kopf. ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich an die charaktere denke, an ihre geschichte, an diese rührende liebesbeziehung. selten habe ich mir so sehr gewünscht, ein buch noch einmal völlig neu entdecken zu können. der roman spielt im 19. jahrhundert und verbindet ein historisch reizvolles setting mit einer einfühlsam erzählten geschichte zwischen zwei männern. nach einem etwas zähen einstieg entwickelt die geschichte schnell eine faszinierende dynamik. die art, wie die figuren aufeinander treffen, wie ihre beziehung wächst und sich entfaltet, ist nicht nur glaubwürdig, sondern zutiefst berührend. vor allem die charakterdarstellung hat mich beeindruckt. edward gehört zu den eindringlichsten buchfiguren, die ich je gelesen habe: voller charme, humor und emotionaler tiefe, dabei so lebendig beschrieben, dass er für mich während des buches geradezu greifbar wurde. ich liebe ihn <3 freddy steht ihm in nichts nach – mit seinem inneren konflikt, seiner verletzlichkeit hinter einer harten fassade und seinem feinen humor hat er mir ebenso das herz geöffnet. die beiden zusammen erschaffen eine liebesgeschichte, die nicht nur glaubwürdig und organisch wirkt, sondern mich auch emotional vollkommen mitgerissen hat. auch die nebencharaktere verdienen lob. florence, elizabeth, amelia und sally wurden historisch stimmig, zugleich aber als starke und eigenständige frauen dargestellt, die dem roman zusätzliche tiefe geben. sprachlich überzeugt der autor durch leichtigkeit, pointiertheit und emotionale intensität. und ich habe das gefühl, desto mehr zeit vergeht, desto stärker empfinde ich die geschichte von edward und freddy: dieses buch bleibt, es klingt nach, es wirkt in mir fort. so bleibt mein fazit klar: sonnenkönig pechrabe ist für mich ein absolutes jahreshighlight. es zählt zu den büchern, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich erlebt habe und deren geschichte mich wohl noch lange begleiten wird.
Story: Dank seines Aussehens und der Vergütung besinnlicher Stunden durch reiche Gönner lebt Edward Arden auch ohne Adelstitel recht komfortabel im London des 19. Jahrhunderts. Zwar bewegt er sich als schwuler Mann stets am Rande Kriminalität, doch er versteht es, sich bedeckt zu halten und Risiken jeglicher Art zu umgehen. Als er Lord Freddy Melville begegnet und dieser ihn für einen Juwelendieb hält, ändert sich vieles, denn obwohl die beiden grundverschiedenen Männer zumeist verbal aneinandergeraten, kommen sie sich unweigerlich näher. Doch ihre Gefühle füreinander bringen sie in Lebensgefahr, denn Homosexualität ist nicht nur ein Verbrechen, es kann mit dem Tode bestraft werden … Eigene Meinung: Mit dem Roman „Sonnenkönig Pechrabe“ legt der Lago Verlag den ersten Roman des Autors Kai Spellmeier vor, der vorwiegend als Blogger queerer Literatur bekannt ist. Das Buch erschien im Frühjahr 2022, das Sachbuch „Love, You“ über queere Themen und Coming-Out ist für den Winter 2023 im Lyx Verlag angekündigt. Die Geschichte von Edward und Freddy spielt zu einer Zeit, in der Homosexualität in England ein Verbrechen war und hart bestraft wurde – dementsprechend schwer haben es schwule Männer in dieser Zeit, insbesondere wenn sie sich verlieben. Für den Lebemann Edward wird dies zunehmend zu einem Problem, als er sich in Lord Melville verliebt und seine Gefühle ebenso stürmisch und leidenschaftlich erwidert werden. Bis es soweit ist lässt sich der Autor jedoch Zeit, denn die Hälfte des Buches handelt vom Kennenlernen der beiden Männer und ihren Wortgefechte, denn es dauert, bis sie erkennen, dass sie mehr füreinander empfinden. Parallel dazu erfährt der Leser mehr über das Leben in London, teils durch rauschende Feste und Bälle, teils durch das harte Leben der einfachen Bevölkerung. Auch die Tatsache, dass Homosexuelle wie Verbrecher behandelt und hingerichtet werden, greift der Autor auf und präsentiert dadurch die Schattenseiten des Lebens, das (vor allem) Edward führt. Er erschafft ein sehr lebendiges und authentisches Bild von London, in das sich die Leser*innen schnell einfinden und gut nachvollziehen können. Auch die kurze, leidenschaftliche Beziehung, die beide eingehen ist sehr gut in Szene gesetzt, auch wenn die expliziteren Szenen nicht unbedingt nötig gewesen wären. Zudem ist auch das Ende gut gewählt, da es zum Buch passt und sich an die Realität hält, auch wenn es sich nicht um ein klassisches Happy End handelt. Insgesamt legt Kai Spellmeier ein realistisches, historisches Buch vor, bei dem man merkt, das viel Zeit und Arbeit in die Recherche geflossen ist. So greift der Autor auf einige historische Persönlichkeiten und Ereignisse zurück, ebenso präsentiert er ein stimmiges Bild vom damaligen London und verzichtet auf allzu viel Kitsch und ein unglaubwürdiges Ende. Die Figuren sind schillernde Persönlichkeiten, die den Leser*innen lange im Gedächtnis bleiben. Edward Arden ist ein spannender Charakter mit Ecken und Kanten, der sich ein Leben in London aufgebaut hat und weiß, wie man als schwuler Mann über die Runden kommt und wie man sich in adeligen Kreisen auf Bällen verhält. Er ist der perfekte Gegenpart zu Freddy, dessen Leben als Lord von Geburt an vorbestimmt ist – Verlobung, Hochzeit, Kinder – alles im Einklang mit seiner Stellung als Lord und den gesellschaftlichen Konventionen. Wirkt er zu Beginn verbittert und emotionslos blüht er im Laufe der Geschichte auf und entwickelt sich spürbar weiter. Allerdings ist der Stimmungsumschwung bei ihm fast schon zu extrem, es wäre passender gewesen, wenn er sich seine reservierte, leicht stoische Art bewahrt hätte. Auch die Nebenfiguren sind sehr authentisch und gut nachvollziehbar in Szene gesetzt – seien es Edwards Freunde im Mollyhaus oder Freddys Familie. Sie alle sind mehr als bloße Staffage, vielmehr möchte man mehr über sie erfahren. Kai Spellmeier hat einen sehr blumigen, überbordenden Stil, der sich in Beschreibungen und Details verliert und sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Er versteht es mit Worten Bilder zu malen und Szenen lebendig zu machen, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Gerade die Beschreibungen der Umgebungen und Szenen sind sehr gut gelungen und vermitteln ein stimmiges Bild der damaligen Zeit, ebenso die Charakterisierung der Figuren und die Dialoge. Der Autor verfügt über einen gewaltigen Wortschatz und es gelingt ihm beiden Hauptfiguren eine individuelle Sprache zu geben, denn die Geschichte wird wechselnd aus Edwards und Freddys Sicht erzählt. Fazit: „Sonnenkönig Pechrabe“ ist ein gelungener historischer Roman, der durch schillernde, authentische Charaktere und einem sprachlich beeindruckenden, sehr detaillierten Schreibstil besticht. Die Geschichte lebt zwar nicht von Action und Spannung, bietet jedoch ein gutes Porträt der damaligen Zeit und kann als historisches Gesellschaftsroman voll und ganz überzeugen. Wer auf der Suche nach realistischen, stimmigen und fesselnd geschriebenen historischen Romanen mit queeren Haupt- und Nebenfiguren ist, wird um das Debüt von Kai Spellmeier nicht herum kommen. Unbedingt reinschauen!
Dieses Buch hat mich von Anfang an verführt, mich festgehalten und nicht mehr losgelassen. Diese Geschichte ist einzigartig und ein absolutes Meisterwerk. Es gibt nicht viele Bücher die es zu meinen engsten Lieblingen schaffen, aber dieser Roman hat sich mit Leichtigkeit Zugang verschafft. Ich kann garnicht sagen wie sehr ich von Freude, Aufregung und Trauer erfüllt war als ich diese Worte gelesen habe. Meine Wangen sind nicht trocken geblieben.

Am Anfang des Buches war ich total verwirrt und brauchte ein wenig Zeit um in die Geschichte hinein zu finden, aber dann hat es mich wirklich gepackt. Die beiden Protagonisten Edward und Fred sind so gut beschrieben, man erfährt als Leser:in den Alltag des jeweiligen und taucht vollends in die Welt ab. Die Charakter Züge sind zwar etwas klischeehaft, aber deswegen nicht schlecht, sondern passen wunderbar in das Ganze. Der Fokus auf beide Welten zu jener Zeit, zeigt so unterschiedliche Schicksale und dazugehörige Personen, mich hat das sehr berührt. Einmal die Queere bunte, aber auch sehr geheime und gefährdete Welt und dann die Adligen Welt, mit den Erwartungen, Vorzügen und der etwas anderen Freiheit. Wo diese beiden Welten aufeinander treffen, fliegen die Fetzen oder in diesem Fall die Federkissen. Die Lovestory war für mich ein klares Highlight, das Tempo hat gepasst und die Spannung war sehr spürbar. Dieses Hin und Her war so fesselnd, eben auch weil es lange gewisse Geheimnisse gibt und diese, für mich absolut unvorhersehbar waren. Zusätzlich wird der Sex sehr ausführlich beschrieben und auch das fand ich super - oftmals fehlt an den richtigen Stellen die Aufklärung und in Büchern gerade für Jugendliche ist das so wichtig! Neben der Lovestory gibt es aber noch eine sehr spannende Storyline, hierbei geht es um ungeklärte Diebstähle. Die Auflösung hab ich nicht kommen sehen und das Ende hat mich echt fertig gemacht. Dieses Buch hat es offiziell zu meinen Jahres Highlights geschafft und ich kann es nur von Herzen empfehlen!
Das Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Erst hat es knapp 100 Seiten gebraucht bis ich reinkam, dann war es ganz spannend zu lesen, nur am Ende wieder nicht so mein Ding zu sein. Komischerweise tue ich mich immer schwer damit in Bücher reinzufinden, die in einem historischen Setting spielen. In diesem Fall war es London um 1810. Edward, Stricher von Beruf, verdient sein Geld damit reiche Lords zu verführen und sich für seine Zeit und seinen Körper bezahlen zu lassen. Freddy, junger Lord, hat einen nicht definierbaren Hass auf Edward - vom dem Moment als er ihn das erste Mal erblickt.Drei Mal dürft ihr raten warum er ihn _wirklich_ hasst.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Edward Arden liebt nicht nur Männer, sondern lässt sich von ihnen auch großzügig für ein paar sinnliche Stunden bezahlen – und schwebt damit im London des 19. Jahrhunderts in ständiger Gefahr. Als Lord Frederick Francis Melville ihn dann auch noch verdächtigt, wertvolle Juwelen gestohlen zu haben, spitzt sich die Situation zu. Doch die beiden stellen schnell fest, dass sie sich gegenseitig behilflich sein können.
Edwards queeres Leben mit Affären, Freiern und bunten Partys fasziniert Freddy, doch obwohl der junge Adelige Gefühle für Edward entwickelt, ist sein Lebensweg fest vorbestimmt: Verlobung, Hochzeit, Kinder. Die gesellschaftlichen Grenzen des 19. Jahrhunderts machen den Liebenden zu schaffen und bedrohen sogar ihr Leben. Wird ihre Liebe überdauern oder an der Realität zerbrechen?
Ein Blick hinter die Kulissen des queeren, adeligen Londons des 19. Jahrhunderts mit einem elektrisierenden Plot, der Leser*innen bis zum Schluss mitfiebern lässt.
Book Information
Author Description
Kai Spellmeier, geboren 1996, studierte Literatur und Englisch in Berlin und Edinburgh. Wenn er nicht selbst mit dem Kopf in einem Buch steckt, findet man ihn online, wo er seit 2015 über Literatur bloggt und den queeren Buchclub »Das Pinke Sofa« co-leitet. Er schreibt unverschämt queere Literatur.
Posts
Intensiv, bewegend und ehrlich
Edward Arden verdient sich sein Geld, indem er Männer verführt — ein gefährliches Leben im viktorianischen London, da seine Sexualität kriminalisiert ist. Lord Frederick “Freddy” Melville verdächtigt Edward, wertvolle Perlen gestohlen zu haben. Trotz anfänglicher Spannungen spüren die beiden Männer eine starke Verbindung und könnten sich gegenseitig helfen. Doch ihre Liebe steht unter dem Druck der strengen Gesellschaftsnormen ihrer Zeit — insbesondere Freddys Verpflichtungen gegenüber Lady Elizabeth Ailesbury und die Gefahr, als queere Männer bloßgestellt zu werden. Meine Meinung: ⭐⭐⭐⭐⭐ Die Atmosphäre ist intensiv, manchmal schwer, aber immer auf die bestmögliche Weise. Die Verbindung zwischen den Figuren ist so lebendig und greifbar. Ich konnte mich super in Freddy hineinversetzen und es war toll ihn auf seiner Reise zu seinem wahren Ich zu begleiten. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Tiefe der Emotionen. Es ist kein Buch, das man einfach “konsumiert” – es ist eines, das man fühlt. Und je weiter man liest, desto mehr verschmilzt man mit dem Rhythmus der Geschichte. Der Autor führt einem sehr gut vor Augen wie das Leben von queeren Menschen im 19. Jahrhundert war und auch heute noch in vielen Teilen der Welt ist. Das Ende trifft mitten ins Herz und ehrlich? Ich sehe Potenzial für einen zweiten Teil. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung!
Guter Start, grausiges Ende.
Wo soll ich anfangen? Sprachlich war das Buch am Anfang eine Überraschung - anspruchsvoll geschrieben, passend zur Zeit, in welcher es spielt. Später lässt es nach und ändert sich, was ich schade, aber okay fand. Der Aufbau der Charaktere ist gut - Edward und Freddy sind Gegenpole, der eine verdient seinen Lebensunterhalt mit Sex und lebt ein schwules Leben, der andere ist ein Lord und den Erwartungen seines Standes ausgesetzt. Zwischen den beiden gibt es ein klassisches „enemies to lovers“ - sie triezen sich und begehren sich dennoch gleichermaßen. Die Lovestory entwickelt sich nebenbei. Sie sind nette Charaktere, vermissen für mich aber an Tiefe, auch wenn Edwards Backstory mysteriös beginnt (und am Ende nie ganz richtig aufgeklärt wird). Sie sind süß, aber für mich keine Liebe und werden schnell in Vergessenheit geraten (da sind andere Paare deutlich präsenter in meinem Kopf und Herzen). Generell hat das Buch ein Problem mit der Story: es gibt etliche Schauplätze und sie werden allesamt angeschnitten. Besonders die „Story“ um den Dieb und die Verhandlung eines Mannes wegen Sodomie nehmen erst Platz ein, werden am Ende aber abgefrühstückt. Positiv ist anzumerken, dass die Schwierigkeiten und Gefahr von homosexuellen Menschen im 19. Jahrhundert Thema ist. Jetzt kommt mein großes „aber“: zu Beginn gibt es Content Notes die absolut unnötig sind. Ich hatte während des Lesens die ganze Zeit ein „wann beginnt es denn endlich?“ Im Kopf und habe erwartet, dass es so „schlimm“ wird, wie es am Anfang zu lesen ist. Wer sich mit dem 19. Jahrhundert, dem viktorianischen England, auseinandergesetzt hat, weiß, was eigentlich Sache ist. Zumal die Themen, die vielleicht härter sind, nur angeschnitten werden. Das Buch hat einen Anteil an Sexszenen, auf die ich verzichten konnte. Nicht, weil ich das nicht mag, aber es war nicht gut geschrieben und stets „fade to next morning“. Meiner Meinung nach war es auch für den Plot einfach nicht wirklich nötig und als Fanservice nicht entsprechend geschrieben. Ich muss ebenfalls gestehen, dass ich die letzten ca. 60 Seiten nur noch quergelesen habe - es passiert zu viel, zu hastig, wird gesprungen. Als wäre dem Autor eingefallen, dass man noch ja Sachen klären musste. Das Drama gen Ende war unnötig. Und das Ende! Selten so ein schlechtes und unbefriedigendes Ende gelesen - für eine Romance ein absolutes „no go“ meiner Meinung nach. Da bringt selbst der „1 Jahr später“ Teil nichts, sorry. Würde ich das Buch dennoch empfehlen? Ja. Für Menschen, die noch nicht viele Bücher in dem Genre gelesen haben. Aber ich kann hier lieber andere Empfehlungen dalassen: „A Marvellous Light“ -> spicy queer Fantasy mit Krimielementen, „Ich, Adrian Mayfield“ -> DAS Buch schlechthin, wenn man auf akkurate Geschichte steht und quasi Teil der Geschichte sein möchte, „Der Uhrmacher aus der Filigree Street“ -> England/Japan, wunderbares Setting und die Geschichten von Inka Loreen Minden -> spicy gay romance, die es richtig macht.

Viel mehr als eine Liebesgeschichte
Auf einem Ball im 19. Jahrhundert in London kommt es zu der ersten Begegnung zwischen dem extrovertierten Edward Arden und dem konservativen Lord Frederick Francis Melvill. Das erste Treffen könnte nicht schlechter laufen. Es herrscht eine besondere Spannung, beide sind sich auf den ersten Blick unsympathisch und zusätzlich bezichtet Lord Melville Mister Arden wertvolle Juwelen gestohlen zu haben. Als Lord Melville erfährt, dass Mister Arden sein Geld damit verdient, sinnliche Nächte mit Männern zu verbringen, stellen die beiden fest, dass sie sich gegenseitig behilflich sein können. Durch diesen Bund kommen die Männer sich unweigerlich näher. Zunächst hat mir das Cover des Buches sehr gut gefallen und auch den Titel finde ich sehr passend gewählt. Auch wenn dieser erst mit dem Lesen seinen Sinn erhielt. Als ich angefangen habe das Buch zu lesen, war ich vollkommen im Bridgerton Fieber. Das stellte sich als beste Voraussetzung dar und ich habe von der ersten Seite an direkt in die Zeit und die Handlung hineinfinden können. Mit seinem fesselnden Schreibstil und der gelungenen Ausdrucksweise, konnte ich das London des 19. Jahrhunderts sofort vor mir sehen. Dadurch, dass die Erzählperspektive zwischen den Charakteren wechselt, war es mir möglich mich in die Gedanken- und Gefühlswelten der Protagonisten bestens hineinzuversetzen. Grundsätzlich habe ich die handelnden Personen als sehr authentisch empfunden und habe dadurch regelrecht mit ihnen mitgefiebert. Das Buch vereint viele unterschiedliche Aspekte, was es für mich zu etwas ganz Besonderem macht. Zum einen erzählt es eine wundervolle Liebesgeschichte, bietet einige erotische Szenen, enthält als Nebenhandlung einen Kriminalfall und schockiert gleichzeitig mit historischen Fakten darüber, wie hart Homosexualität im 19. Jahrhundert verfolgt und bestraft wurde. Einige Seiten haben mich wirklich sehr getroffen, besonders, wenn ich darüber nachdenke, dass es Teile der Welt gibt, in welchen Queere Personen auch heute noch in Angst leben müssen. Auch andere wichtige Themen wie Rassismuss, Sklaverei oder die Rolle der Frau werden in der Geschichte aufgegriffen. Der Autor hat hier wirklich ein ganz wundervolles und packendes Buch geschaffen, dass ich gerne weiterempfehle!
"Liebe ist ein gegenseitiges Versprechen. Man gibt sein Herz für ein anderes, auf dass man dieses hüte wie den kostbarsten aller Diamanten. [...] Die schönsten Dinge im Leben sind vergänglich. Umso größer die Pflicht, sie auszukosten. [...] Wer liebt, macht Fehler, und noch dazu solche, die wir uns nicht leisten können. [...] Welches Gewissen blieb schon rein in einer Welt, die aus Schlamm geschaffen war?"
Finally, I finished this book!!! Ich habe es einige Monate - wenn nicht Jahre - auf meinem to-be-read Stapel gehabt und irgendwie nach Kauf nie weitergelesen. Und ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gar nicht, warum, denn es ist in echt richtig, richtig gut geschrieben und lohnt sich in die Hand zu nehmen. Denn ein queeres Liebespaar in einem historischen Setting zu betrachten, ist äußerst wichtig, um zu erkennen, dass Queerness keine 'Modeerscheinung' von heute ist, sondern dass es Queere Menschen schon immer gab. Das lässt sich wahrscheinlich so auch auf jede andere Form der Minderheit überschreiben, aber definitiv nicht so gut wie auf Queerness. Das Nachwort hinten im Buch gibt dazu noch einige mehr Anstöße, die mir geholfen haben, die Geschichte mehr zu verstehen und Freddy und Edward noch mehr ins Herz zu schließen. Vor allem aber finde ich es irgendwie ziemlich gut, dass das Buch offen endet und man das Ende nicht unbedingt als Happy-End betiteln kann, denn wäre das der Fall, wäre ich nicht mehr so authentisch dargestellt. Definitiv ein Pluspunkt. Was meinen Lesefluss etwas gestockt hat, waren die wenigen Längen beim Lesen, die sich vor allem im Mittelteil der Geschichte ereigneten. Ich gehe aber stark davon aus, dass das ein Fall von 'Es liegt an mir und nicht am Buch' ist, denn im Nachhinein betrachtet, ergab die Geschichte in sich Sinn und die Längen taten ihr gut. Was ihr auch gut tat, war die Freundesgruppe von Edward um Betty, Samuel, etc. Generell mochte ich die Nebencharaktere hier auch sehr, weil sie eine eigene Geschichte bekamen, die nebenher ablief. Diese ist zwar mehr zwischen den Zeilen zu lesen, doch wenn man das beherrscht, erschließen sich einem tolle Sidelines neben der Plotline. Und die Beschreibung, die der Autor selbst dem Buch gegeben hat, passt perfekt. Denn in diesem Buch könnte auf dem Klappentext auch angepriesen werden: Bridgerton, but in gay. "Wer braucht schon Feinde, wenn man Freunde hat, die dich stets an deine Nichtigkeit erinnern. [...] Es ist eine wahre Kunst, im Angesicht schockierender Tatsachen vollkommen desinteressiert auszusehen."
!["Liebe ist ein gegenseitiges Versprechen. Man gibt sein Herz für ein anderes, auf dass man dieses hüte wie den kostbarsten aller Diamanten. [...] Die schönsten Dinge im Leben sind vergänglich. Umso größer die Pflicht, sie auszukosten. [...] Wer liebt, macht Fehler, und noch dazu solche, die wir uns nicht leisten können. [...] Welches Gewissen blieb schon rein in einer Welt, die aus Schlamm geschaffen war?"](https://social-cdn.read-o.com/images/1730015820326-71.jpg)
Nach einem etwas holprigen Beginn war ich endgültig im 19. Jahrhundert angekommen – und wollte gar nicht mehr weg. Kai Spellmeiers Schreibstil mag ich nicht nur, ich liebe ihn. Jede Zeile war ein Genuss, jede Szene so atmosphärisch, dass ich förmlich in die Geschichte eingesogen wurde. Edward Arden hat nicht nur Freddy Herz erobert, sondern auch meins. Die Charaktere sind tiefgründig, wunderschön ausgearbeitet und lassen einen mitfühlen, mitleiden und mitlieben. Das Buch bringt einen zum Schmunzeln, lässt Tränen fließen und regt zum Nachdenken an – eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Da ich bereits mehrere Bücher mit queerer Thematik im historischen Kontext gelesen habe, war mir vieles vertraut. Und doch nimmt es mich jedes Mal aufs Neue mit. Die Ungerechtigkeit, das Leid – und die bittere Realität, dass Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen kein Relikt der Vergangenheit sind. Noch heute werden in vielen Ländern Menschen verfolgt, entrechtet und grausam bestraft, nur weil sie lieben, wen sie lieben. Genau deshalb dürfen wir nicht wegsehen. Geschichte wiederholt sich, wenn wir sie vergessen – und es liegt an uns, für eine Welt einzustehen, in der Liebe keine Strafe verdient. Sonnenkönig Pechrabe ist ein bewegendes, wunderschön geschriebenes Buch, das noch lange nachhallt. Absolute Empfehlung!
Kein Jahreshighlight aber dennoch wirklich schön 👑
Bei diesem kurzweiligen Buch handelt es sich um eine Gay romance, der Autor ist ein junger newcomer, der mir direkt sympathisch war. Das ganze spielt im Bridgerton Zeitalter & dem Autor nach, sollen sich Leser:innen gerne auf die Bälle der bekannten Serie denken. Dies gelingt auch extrem gut. Die Protagonisten sind super sympathisch und es gibt sogar eine kleine hintergrundstory die Spannung rein bringt. Erzählt ist alles aus den Sichten der MCs, aber ab und zu schlüpft man als Leser auch in einen anderen Charakter durch den allwissenden Erzähler, was Abwechslung in die Geschichte bringt. Von meiner Seite aus echt eine Empfehlung für alle die mal eine Gay romance lesen wollen ✨❤️🔥 🌶️ ist eine 3/5 (schon detailliert aber nicht zu intense 🌚)
Bridgerton, but gay...
...so wird das Buch beworben. Ob es stimmt? Keine Ahnung, ich habe Bridgerton nicht gelesen 🤷♀ Ich weiß nur, dass Kai Spellmeier mit "Sonnenkönig Pechrabe" eine wundervolle Geschichte geschaffen hat 💜 London in der Regency Zeit trifft auf queere Lovestory. Eine Geschichte voller Prunk und Intrigen, Bällen und Affären, Dramen und Gefühlen 💔 Der Autor lässt uns tief eintauchen in das düstere 19. Jahrhundert. In die Straßen voller Unrat, wo Menschen an den Pranger gestellt werden. In die Hinterzimmer, kleinen Pubs und Richterstuben, wo Absprachen über Recht und Unrecht getroffen werden. Eine Zeit voller Gewalt bildet den Rahmen für diese Geschichte, also erwartet keine 400 Seiten rosarotes Zuckerwerk. Dafür gibt es authentische, vielschichtige Figuren mit Ecken und Kanten, die sich entwickeln und wachsen. Zugegeben, die beiden haben mich manchmal wahnsinnig gemacht, aber ich hätte sie nicht anders haben wollen. Es ist dramatisch, tragisch, herzzerreißend 💔 und gleichzeitig wunderschön.

»Und irgendwo, [...], setzen wir einen Stein auf den nächsten, bis das Schloss aus Luft nicht mehr auf fremden Wolken schwebt.«☀️⚫ . Mit Tränen in den Augen und zitternden Händen habe ich dieses Buch beendet und merke wie es weiter nachhallt und nachhallen wird. Kai schafft es mit seinen Worten jemanden genau in diese Zeit zu ziehen. Er reißt einen mit und lässt die Angst den Nacken hinauf kriechen, die Zerrissenheit spüren und schafft Lichtmomente zwischen der Ernsthaftigkeit die in dieser Geschichte steckt. Mit Feingefühl zeigt er die Missstände auf mit denen queere Menschen zu kämpfen hatten und immer noch zu kämpfen haben. Es ist ein Buch das mich beim Lesen beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird.
Mega ♥️ Der Anfang war etwas holprig, aber Edward und Freddy haben mich regelrecht in die Geschichte gezogen. Die Beiden haben einfach so tolle Dialoge und die Annäherung war so schön. Ich war zugegebenermaßen geschockt, wie weit damals schon gegangen wurde, um Homosexualität zu bestrafen. Es gab einige Stellen, wo ich schwer schlucken musste. Auch das Ende hat so gepasst - ich muss das Buch irgendwann nochmal lesen. Es wird mit Bridgerton verglichen, ist aber sooo viel besser gewesen. Das Nachwort war auch nochmal so schön - einfach bei dem Hass nicht wegsehen ♥️
eine geschichte, die bleibt
sonnenkönig pechrabe von kai spellmeier ist ein roman, der mich nicht nur beim lesen, sondern auch weit darüber hinaus beschäftigt hat. es ist nun eine woche vergangen, seit ich das buch beendet habe und ich bekomme es einfach nicht aus dem kopf. ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich an die charaktere denke, an ihre geschichte, an diese rührende liebesbeziehung. selten habe ich mir so sehr gewünscht, ein buch noch einmal völlig neu entdecken zu können. der roman spielt im 19. jahrhundert und verbindet ein historisch reizvolles setting mit einer einfühlsam erzählten geschichte zwischen zwei männern. nach einem etwas zähen einstieg entwickelt die geschichte schnell eine faszinierende dynamik. die art, wie die figuren aufeinander treffen, wie ihre beziehung wächst und sich entfaltet, ist nicht nur glaubwürdig, sondern zutiefst berührend. vor allem die charakterdarstellung hat mich beeindruckt. edward gehört zu den eindringlichsten buchfiguren, die ich je gelesen habe: voller charme, humor und emotionaler tiefe, dabei so lebendig beschrieben, dass er für mich während des buches geradezu greifbar wurde. ich liebe ihn <3 freddy steht ihm in nichts nach – mit seinem inneren konflikt, seiner verletzlichkeit hinter einer harten fassade und seinem feinen humor hat er mir ebenso das herz geöffnet. die beiden zusammen erschaffen eine liebesgeschichte, die nicht nur glaubwürdig und organisch wirkt, sondern mich auch emotional vollkommen mitgerissen hat. auch die nebencharaktere verdienen lob. florence, elizabeth, amelia und sally wurden historisch stimmig, zugleich aber als starke und eigenständige frauen dargestellt, die dem roman zusätzliche tiefe geben. sprachlich überzeugt der autor durch leichtigkeit, pointiertheit und emotionale intensität. und ich habe das gefühl, desto mehr zeit vergeht, desto stärker empfinde ich die geschichte von edward und freddy: dieses buch bleibt, es klingt nach, es wirkt in mir fort. so bleibt mein fazit klar: sonnenkönig pechrabe ist für mich ein absolutes jahreshighlight. es zählt zu den büchern, die ich nicht nur gelesen, sondern wirklich erlebt habe und deren geschichte mich wohl noch lange begleiten wird.
Story: Dank seines Aussehens und der Vergütung besinnlicher Stunden durch reiche Gönner lebt Edward Arden auch ohne Adelstitel recht komfortabel im London des 19. Jahrhunderts. Zwar bewegt er sich als schwuler Mann stets am Rande Kriminalität, doch er versteht es, sich bedeckt zu halten und Risiken jeglicher Art zu umgehen. Als er Lord Freddy Melville begegnet und dieser ihn für einen Juwelendieb hält, ändert sich vieles, denn obwohl die beiden grundverschiedenen Männer zumeist verbal aneinandergeraten, kommen sie sich unweigerlich näher. Doch ihre Gefühle füreinander bringen sie in Lebensgefahr, denn Homosexualität ist nicht nur ein Verbrechen, es kann mit dem Tode bestraft werden … Eigene Meinung: Mit dem Roman „Sonnenkönig Pechrabe“ legt der Lago Verlag den ersten Roman des Autors Kai Spellmeier vor, der vorwiegend als Blogger queerer Literatur bekannt ist. Das Buch erschien im Frühjahr 2022, das Sachbuch „Love, You“ über queere Themen und Coming-Out ist für den Winter 2023 im Lyx Verlag angekündigt. Die Geschichte von Edward und Freddy spielt zu einer Zeit, in der Homosexualität in England ein Verbrechen war und hart bestraft wurde – dementsprechend schwer haben es schwule Männer in dieser Zeit, insbesondere wenn sie sich verlieben. Für den Lebemann Edward wird dies zunehmend zu einem Problem, als er sich in Lord Melville verliebt und seine Gefühle ebenso stürmisch und leidenschaftlich erwidert werden. Bis es soweit ist lässt sich der Autor jedoch Zeit, denn die Hälfte des Buches handelt vom Kennenlernen der beiden Männer und ihren Wortgefechte, denn es dauert, bis sie erkennen, dass sie mehr füreinander empfinden. Parallel dazu erfährt der Leser mehr über das Leben in London, teils durch rauschende Feste und Bälle, teils durch das harte Leben der einfachen Bevölkerung. Auch die Tatsache, dass Homosexuelle wie Verbrecher behandelt und hingerichtet werden, greift der Autor auf und präsentiert dadurch die Schattenseiten des Lebens, das (vor allem) Edward führt. Er erschafft ein sehr lebendiges und authentisches Bild von London, in das sich die Leser*innen schnell einfinden und gut nachvollziehen können. Auch die kurze, leidenschaftliche Beziehung, die beide eingehen ist sehr gut in Szene gesetzt, auch wenn die expliziteren Szenen nicht unbedingt nötig gewesen wären. Zudem ist auch das Ende gut gewählt, da es zum Buch passt und sich an die Realität hält, auch wenn es sich nicht um ein klassisches Happy End handelt. Insgesamt legt Kai Spellmeier ein realistisches, historisches Buch vor, bei dem man merkt, das viel Zeit und Arbeit in die Recherche geflossen ist. So greift der Autor auf einige historische Persönlichkeiten und Ereignisse zurück, ebenso präsentiert er ein stimmiges Bild vom damaligen London und verzichtet auf allzu viel Kitsch und ein unglaubwürdiges Ende. Die Figuren sind schillernde Persönlichkeiten, die den Leser*innen lange im Gedächtnis bleiben. Edward Arden ist ein spannender Charakter mit Ecken und Kanten, der sich ein Leben in London aufgebaut hat und weiß, wie man als schwuler Mann über die Runden kommt und wie man sich in adeligen Kreisen auf Bällen verhält. Er ist der perfekte Gegenpart zu Freddy, dessen Leben als Lord von Geburt an vorbestimmt ist – Verlobung, Hochzeit, Kinder – alles im Einklang mit seiner Stellung als Lord und den gesellschaftlichen Konventionen. Wirkt er zu Beginn verbittert und emotionslos blüht er im Laufe der Geschichte auf und entwickelt sich spürbar weiter. Allerdings ist der Stimmungsumschwung bei ihm fast schon zu extrem, es wäre passender gewesen, wenn er sich seine reservierte, leicht stoische Art bewahrt hätte. Auch die Nebenfiguren sind sehr authentisch und gut nachvollziehbar in Szene gesetzt – seien es Edwards Freunde im Mollyhaus oder Freddys Familie. Sie alle sind mehr als bloße Staffage, vielmehr möchte man mehr über sie erfahren. Kai Spellmeier hat einen sehr blumigen, überbordenden Stil, der sich in Beschreibungen und Details verliert und sehr gut zum Inhalt des Buches passt. Er versteht es mit Worten Bilder zu malen und Szenen lebendig zu machen, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Gerade die Beschreibungen der Umgebungen und Szenen sind sehr gut gelungen und vermitteln ein stimmiges Bild der damaligen Zeit, ebenso die Charakterisierung der Figuren und die Dialoge. Der Autor verfügt über einen gewaltigen Wortschatz und es gelingt ihm beiden Hauptfiguren eine individuelle Sprache zu geben, denn die Geschichte wird wechselnd aus Edwards und Freddys Sicht erzählt. Fazit: „Sonnenkönig Pechrabe“ ist ein gelungener historischer Roman, der durch schillernde, authentische Charaktere und einem sprachlich beeindruckenden, sehr detaillierten Schreibstil besticht. Die Geschichte lebt zwar nicht von Action und Spannung, bietet jedoch ein gutes Porträt der damaligen Zeit und kann als historisches Gesellschaftsroman voll und ganz überzeugen. Wer auf der Suche nach realistischen, stimmigen und fesselnd geschriebenen historischen Romanen mit queeren Haupt- und Nebenfiguren ist, wird um das Debüt von Kai Spellmeier nicht herum kommen. Unbedingt reinschauen!
Dieses Buch hat mich von Anfang an verführt, mich festgehalten und nicht mehr losgelassen. Diese Geschichte ist einzigartig und ein absolutes Meisterwerk. Es gibt nicht viele Bücher die es zu meinen engsten Lieblingen schaffen, aber dieser Roman hat sich mit Leichtigkeit Zugang verschafft. Ich kann garnicht sagen wie sehr ich von Freude, Aufregung und Trauer erfüllt war als ich diese Worte gelesen habe. Meine Wangen sind nicht trocken geblieben.

Am Anfang des Buches war ich total verwirrt und brauchte ein wenig Zeit um in die Geschichte hinein zu finden, aber dann hat es mich wirklich gepackt. Die beiden Protagonisten Edward und Fred sind so gut beschrieben, man erfährt als Leser:in den Alltag des jeweiligen und taucht vollends in die Welt ab. Die Charakter Züge sind zwar etwas klischeehaft, aber deswegen nicht schlecht, sondern passen wunderbar in das Ganze. Der Fokus auf beide Welten zu jener Zeit, zeigt so unterschiedliche Schicksale und dazugehörige Personen, mich hat das sehr berührt. Einmal die Queere bunte, aber auch sehr geheime und gefährdete Welt und dann die Adligen Welt, mit den Erwartungen, Vorzügen und der etwas anderen Freiheit. Wo diese beiden Welten aufeinander treffen, fliegen die Fetzen oder in diesem Fall die Federkissen. Die Lovestory war für mich ein klares Highlight, das Tempo hat gepasst und die Spannung war sehr spürbar. Dieses Hin und Her war so fesselnd, eben auch weil es lange gewisse Geheimnisse gibt und diese, für mich absolut unvorhersehbar waren. Zusätzlich wird der Sex sehr ausführlich beschrieben und auch das fand ich super - oftmals fehlt an den richtigen Stellen die Aufklärung und in Büchern gerade für Jugendliche ist das so wichtig! Neben der Lovestory gibt es aber noch eine sehr spannende Storyline, hierbei geht es um ungeklärte Diebstähle. Die Auflösung hab ich nicht kommen sehen und das Ende hat mich echt fertig gemacht. Dieses Buch hat es offiziell zu meinen Jahres Highlights geschafft und ich kann es nur von Herzen empfehlen!
Das Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Erst hat es knapp 100 Seiten gebraucht bis ich reinkam, dann war es ganz spannend zu lesen, nur am Ende wieder nicht so mein Ding zu sein. Komischerweise tue ich mich immer schwer damit in Bücher reinzufinden, die in einem historischen Setting spielen. In diesem Fall war es London um 1810. Edward, Stricher von Beruf, verdient sein Geld damit reiche Lords zu verführen und sich für seine Zeit und seinen Körper bezahlen zu lassen. Freddy, junger Lord, hat einen nicht definierbaren Hass auf Edward - vom dem Moment als er ihn das erste Mal erblickt.Drei Mal dürft ihr raten warum er ihn _wirklich_ hasst.

























