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"Er lächelte verständnisvoll - weit mehr als verständnisvoll. Es war ein Lächeln jener seltenen Art, die einem für alle Zeiten Beruhigung verspricht, ein Lacheln, wie es einem vielleicht vier- oder fünfmal im Leben begegnet. Es blickte - so schien es zumindest - der gesamten äußeren Welt einen Moment lang entgegen, und dann konzentrierte es sich auf dich mit unwiderstehlicher, wohlwollender Voreingenommenheit." (S. 64) Meine Meinung: Ein sprachgewaltiger Klassiker von F. Scott Fitzgerald, der auf eindringliche Weise die unsterbliche Liebe eines jungen Mannes schildert – eine Liebe, die fast übernatürlich wirkt. Wie weit würde man für die Liebe gehen? Was ist man bereit, dafür zu opfern? Und wie formt sie letztlich das eigene Wesen? Mit großem Genuss habe ich diesen literarischen Meilenstein gelesen, der das Lebensgefühl der amerikanischen 1920er Jahre sowie die Glanz- und Schattenseiten der High Society auf beeindruckende Weise einfängt. Jay Gatsby wird zu einer schillernden Lichtgestalt, dessen legendäre Partys auf seinem prachtvollen Anwesen zu Gesprächsthemen einer ganzen Gesellschaftsschicht werden. Zahlreiche Gerüchte und Mythen ranken sich um seine Person. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher zeichnen sich seine Beweggründe ab, und der Schleier des Geheimnisvollen beginnt sich zu lüften. Wie so oft im Leben zeigt sich jedoch: Wer hoch pokert, kann tief fallen. Fitzgerald erzählt eine mitreißende Geschichte über Liebe, Macht und moralische Abgründe – ein zeitloses Werk, das gleichermaßen fasziniert und nachdenklich stimmt. Da das Buch in den 1920er Jahren verfasst wurde, begegnet man jedoch stereotypen Figurenkonstellationen und rassistischen Begrifflichkeiten. Ein Hinweis zu Beginn des Buches klärt über diesen zeitgeschichtlichen Kontext auf. Eine packende Lektüre, die ihren Klassikerstatus vollkommen verdient. Vielen Dank an Anaconda Verlag und @bloggerportal für das Bereitstellen dieser Schmuckausgabe.

Dec 26, 2024
"Er lächelte verständnisvoll - weit mehr als verständnisvoll. Es war ein Lächeln jener seltenen Art, die einem für alle Zeiten Beruhigung verspricht, ein Lacheln, wie es einem vielleicht vier- oder fünfmal im Leben begegnet. Es blickte - so schien es zumindest - der gesamten äußeren Welt einen Moment lang entgegen, und dann konzentrierte es sich auf dich mit unwiderstehlicher, wohlwollender Voreingenommenheit." (S. 64) Meine Meinung: Ein sprachgewaltiger Klassiker von F. Scott Fitzgerald, der auf eindringliche Weise die unsterbliche Liebe eines jungen Mannes schildert – eine Liebe, die fast übernatürlich wirkt. Wie weit würde man für die Liebe gehen? Was ist man bereit, dafür zu opfern? Und wie formt sie letztlich das eigene Wesen? Mit großem Genuss habe ich diesen literarischen Meilenstein gelesen, der das Lebensgefühl der amerikanischen 1920er Jahre sowie die Glanz- und Schattenseiten der High Society auf beeindruckende Weise einfängt. Jay Gatsby wird zu einer schillernden Lichtgestalt, dessen legendäre Partys auf seinem prachtvollen Anwesen zu Gesprächsthemen einer ganzen Gesellschaftsschicht werden. Zahlreiche Gerüchte und Mythen ranken sich um seine Person. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher zeichnen sich seine Beweggründe ab, und der Schleier des Geheimnisvollen beginnt sich zu lüften. Wie so oft im Leben zeigt sich jedoch: Wer hoch pokert, kann tief fallen. Fitzgerald erzählt eine mitreißende Geschichte über Liebe, Macht und moralische Abgründe – ein zeitloses Werk, das gleichermaßen fasziniert und nachdenklich stimmt. Da das Buch in den 1920er Jahren verfasst wurde, begegnet man jedoch stereotypen Figurenkonstellationen und rassistischen Begrifflichkeiten. Ein Hinweis zu Beginn des Buches klärt über diesen zeitgeschichtlichen Kontext auf. Eine packende Lektüre, die ihren Klassikerstatus vollkommen verdient. Vielen Dank an Anaconda Verlag und @bloggerportal für das Bereitstellen dieser Schmuckausgabe.
Dec 26, 2024








