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Selbst schuld!

4.1(43)
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About the book

„Du bist selbst schuld an deinem Unglück!“ Ein Einspruch gegen das neoliberale Mantra und ein Manifest kritischen Denkens Du bist überfordert, weil du deine Zeit nicht richtig planst. Du verdienst nicht genug Geld, weil du nicht hart genug arbeitest. Du bist verantwortlich für die Klimakatastrophe, weil du die Joghurtbecher nicht richtig entsorgst. Kurzum: Du bist selbst an allem schuld! So lautet die Ideologie unserer Zeit. Vorgetragen wird sie von Politikern wie Ökonominnen, Influencern wie der eigenen Familie. Ausgeblendet werden dabei sämtliche gesellschaftlichen Bedingungen. In 13 persönlichen Essays fragen die Autor:innen, wie die persönliche Schuld sämtliche Lebensbereiche erobern konnte. Ihr Buch leistet sich den Luxus des Zweifels am scheinbar Selbstverständlichen. Es ist ein Manifest kritischen Denkens für die Gegenwart. Mit Beiträgen von Christian Baron, Dietmar Dath, Aladin El-Mafaalani, Sebastian Friedrich, Sarah-Lee Heinrich, Özge İnan, Şeyda Kurt, Sophie Lewis, Maximilian Pichl, Anke Stelling, Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty und Matthias Ubl.

Editions (2)

ISBN9783446281301
PublisherHanser, Carl
Publication Date09/23/24
Pages256

Reviews & Ratings

43 ratings

10 reviews

4.1

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  • buecherwesen
    buecherwesen

    87 Followers

    4.0

    Ich bin ehrlich: ich konnte mit einigen Essays nichts oder fast nichts anfangen und habe sie dann nur so überflogen, aber es hat mich dann nicht genug interessiert, um nochmal nachzulesen und den Punkt der Schuld zu erkennen. Andere wiederum fand ich mega aufschlussreich und z.T. auch humorvoll, sodass ich über die menschliche (Un-)Vernunft lachen musste, weil es so manchmal einfacher ist Dinge zu ertragen, die schlecht laufen.🫣 Alles in allem eine gute Mischung, die nicht allzu leicht zu lesen war für mich, aber dennoch empfehlenswert, weil aus vielen Perspektiven auf das Thema Schuld geschaut wird.

    Oct 20, 2024

  • caglas.pov
    caglas.pov

    148 Followers

    4.0

    Selbst schuld, wenn du’s nicht liest

    „Selbst schuld!“ ist ein Essayband, der mit klarem Blick und sprachlicher Vielfalt das Thema Schuld im Kontext unserer Gesellschaft beleuchtet. Die zentrale Frage lautet: Warum wird dem Individuum so oft Verantwortung für Probleme zugeschrieben, die in Wahrheit strukturell bedingt sind/ warum schreiben wir uns sie selbst zu? Die Autor:innen nehmen in ihren Texten gängige Erzählungen der Leistungsgesellschaft auseinander und zeigen auf, wie gesellschaftliche Missstände systematisch personalisiert werden. Ob Armut, Krankheit, Scheitern oder Wut – schnell heißt es: „Selbst schuld.“ Doch was passiert, wenn man genauer hinsieht? Wenn man erkennt, dass viele dieser Zuschreibungen lediglich Symptome eines größeren, tief verwurzelten Problems sind? Als Liebhaberin von Essaybänden, besonders dann, wenn sie gesellschaftskritische und aktuelle Themen behandeln, hat mich das Buch direkt angesprochen. Manche Kapitel haben sich für mich etwas gezogen – was weniger am Buch selbst als an meinen eigenen thematischen Vorlieben lag. Einige Essays haben mich direkt gepackt, andere wirkten auf einer sachlicheren Ebene. Besonders gelungen fand ich die abwechslungsreiche Struktur: Die Beiträge wechseln zwischen analytischer Schärfe und autobiografischer Tiefe, was den Zugang enorm erleichtert und die Lektüre vielseitig macht. Die behandelten Themen im Überblick: – AUFSTIEGSGESCHICHTEN – GENERATIONEN – ARMUT – FAULHEIT – SOZIALE UNGLEICHHEIT – RECHT – SEXUALISIERTE GEWALT – FAMILIE – INSTAGRAM – KLIMA – NATIONALSTAAT – GESUNDHEIT – ALLTAGSTHEOLOGIE Wer in prägnanten, kraftvollen Essays über unsere sogenannte „Leistungsgesellschaft“ nachdenken möchte und darüber, warum man eben NICHT „selbst schuld“ ist, sollte zu diesem Buch greifen. Es bietet keine einfachen Antworten, aber viele kluge Fragen. Und vielleicht auch ein wenig Trost für all jene, die diesen Vorwurf schon einmal gehört, geglaubt oder innerlich getragen haben.

    Selbst schuld, wenn du’s nicht liest

    Jun 7, 2025

  • phyliciaphyl
    phyliciaphyl

    139 Followers

    4.0

    Hat mich überzeugt

    Das Buch „Selbst schuld“ hat mich zu Beginn sehr überzeugt – die ersten Beiträge waren inhaltlich stark und gut auf den Punkt. Gegen Ende wirkten die Texte für mich jedoch deutlich schwächer. Insgesamt sind die Themen aber breit gefächert, und ich konnte trotzdem einige neue Perspektiven und Erkenntnisse mitnehmen.

    Hat mich überzeugt

    Dec 27, 2025

3 of 10 reviews

Author

About Wolfgang M. Schmitt

Wolfgang M. Schmitt, geboren 1988, ist Youtuber, Podcaster und Kritiker. Seit 2011 betreibt er den ideologiekritischen Youtube-Kanal »Die Filmanalyse«, seit 2018 mit Ole Nymoen den Podcast „Wohlstand für alle“, seit 2020 mit Stefan Schulz den Podcast „Die neuen Zwanziger“. Bei Suhrkamp erschien von ihm 2021 gemeinsam mit Ole Nymoen „Influencer. Die Ideologie der Werbekörper“.

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