Triggerpunkte
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Description
»Soziale Konflikte sind nie einfach nur da, sie werden auch gesellschaftlich hergestellt: entfacht, angeheizt, getriggert.«
Von einer »Spaltung der Gesellschaft« ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung vieler Menschen stehen sich zunehmend unversöhnliche Lager gegenüber. So plausibel sie klingen mögen, werfen entsprechende Diagnosen doch Fragen auf: Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung wirklich auseinander? Und ist die Gesellschaft heute wirklich zerstrittener als zur Zeit der Studentenproteste oder in den frühen Neunzigern?
Nicht zuletzt weil man eine Spaltung auch herbeireden kann, tut mehr Klarheit not. Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser kartieren aufwendig die Einstellungen in vier Arenen der Ungleichheit: Armut und Reichtum; Migration; Diversität und Gender; Klimaschutz. Bei vielen großen Fragen, so der überraschende Befund, herrscht einigermaßen Konsens. Werden jedoch bestimmte Triggerpunkte berührt, verschärft sich schlagartig die Debatte: Gleichstellung ja, aber bitte keine »Gendersprache«! Umweltschutz ja, aber wer trägt die Kosten? Eine 360-Grad-Vermessung der Konflikte um alte und neue Ungleichheiten, die eine unverzichtbare Diskussionsgrundlage bietet und viele Mythen entzaubert.
Book Information
Author Description
Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
Posts
Der Autor, Professor für Makrosoziologie an der HU Berlin untersucht mit seinen beiden wissenschaftlichen Mitarbeitern mögliche Polarisierungen in Deutschland. Sie ergründen Tendenzen, Meinungen und auch Stimmungen, die durch effektheischende Medien und erhitzte Debatten geschürt und aufgebauscht werden. Die Haltung der Deutschen zu Klassenunterschieden, zur Geschlechterdiversität, zur Migration und zum Klimawandel wird eingehend und differenziert dargestellt. Einige Vorurteile werden dabei gründlich über den Haufen geworfen. Aktuell, erhellend und hochinteressant!
Höchst aufschlussreich und interessant
Konsumiert man die Kommentarspalten unter Social Media Posts oder Debatten in den klassischen Medien, stellt sich schnell der Eindruck ein, dass wir es in Deutschland mit einer polarisierten Gesellschaft zu tun hätten, die auf dem Weg ist, sich amerikanischen Zuständen anzunähern. Ob diese Prognose stimmt, gehen Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuer nach. Ihre Studie und Ergebnisse, die mit anderen Datensätzen aus anderen Studien verglichen werden sind spannend und aufschlussreich. Sie entwickeln verschiedene Arenen und untersuchen dort jeweils, wie polarisiert das Meinungsspektrum ist und welche Cleavages sich auftun. Erweitert wird dies durch Untersuchungen zur Polarisierung in der Parteienlandschaft und Wähler*innenschaft. Ich fand das Buch unglaublich interessant und kann es nur allen politisch Interessierten ans Herz legen.

Eines der wichtigsten Bücher in diesem Moment! Eine Nabelschau der derzeitigen Konfliktlinien der Gegenwartsgesellschaft, die wirklich in die Breite und in die Tiefe geht. Auch wenn ich nicht jeder Schlussfolgerung der drei Autoren nachfolgen kann, hat es meinen Blick auf die deutsche Gesellschaft nachhaltig verändert. Auch die Konfrontation mit dem eigenen bias habe ich als sehr hilfreich erlebt. Kurzum: Das Buch sollte man jetzt lesen! Das gilt besonders für politische Aktive, für Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und für alle, die regelmäßig getriggert werden.
Ein sehr lesenswertes Buch, dass
Aufschluss darüber gibt, dass an wesentlichen aktuellen gesellschaftspolitischen Streitfragen rund um Themen wie sozioökonomische Ungleichheiten, Geschlechtergerechtigkeiten, Migration und Klimawandel ein Konsens im Problembewusstsein besteht. Anders als Medien und populistische Politik vermuten lassen, scheint beim Großteil der Bevölkerung Einigkeit über etwaige Problemlagen zu bestehen. Die Autoren arbeiten empirisch den Unterschied in der wahrgenommenen und tatsächlichen Spaltung unserer Gesellschaft heraus und erörtern, dass der Kern des Problems hingegen in unterschiedlichen Sichtweisen über die Lösung von Konflikten besteht. Das Buch macht Hoffnung darauf, dass Solidarität und Zusammenhalt über sozialstrukturelle Unterschiede hinweg bestehen. Wie ich finde, ein sehr lesenswertes Buch, wenn man verstehen möchte, wo und warum Meinungen auseinandergehen. Oftmals liegen sie näher aneinander, als es den Anschein hat.
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»Soziale Konflikte sind nie einfach nur da, sie werden auch gesellschaftlich hergestellt: entfacht, angeheizt, getriggert.«
Von einer »Spaltung der Gesellschaft« ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung vieler Menschen stehen sich zunehmend unversöhnliche Lager gegenüber. So plausibel sie klingen mögen, werfen entsprechende Diagnosen doch Fragen auf: Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung wirklich auseinander? Und ist die Gesellschaft heute wirklich zerstrittener als zur Zeit der Studentenproteste oder in den frühen Neunzigern?
Nicht zuletzt weil man eine Spaltung auch herbeireden kann, tut mehr Klarheit not. Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuser kartieren aufwendig die Einstellungen in vier Arenen der Ungleichheit: Armut und Reichtum; Migration; Diversität und Gender; Klimaschutz. Bei vielen großen Fragen, so der überraschende Befund, herrscht einigermaßen Konsens. Werden jedoch bestimmte Triggerpunkte berührt, verschärft sich schlagartig die Debatte: Gleichstellung ja, aber bitte keine »Gendersprache«! Umweltschutz ja, aber wer trägt die Kosten? Eine 360-Grad-Vermessung der Konflikte um alte und neue Ungleichheiten, die eine unverzichtbare Diskussionsgrundlage bietet und viele Mythen entzaubert.
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Author Description
Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.
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Der Autor, Professor für Makrosoziologie an der HU Berlin untersucht mit seinen beiden wissenschaftlichen Mitarbeitern mögliche Polarisierungen in Deutschland. Sie ergründen Tendenzen, Meinungen und auch Stimmungen, die durch effektheischende Medien und erhitzte Debatten geschürt und aufgebauscht werden. Die Haltung der Deutschen zu Klassenunterschieden, zur Geschlechterdiversität, zur Migration und zum Klimawandel wird eingehend und differenziert dargestellt. Einige Vorurteile werden dabei gründlich über den Haufen geworfen. Aktuell, erhellend und hochinteressant!
Höchst aufschlussreich und interessant
Konsumiert man die Kommentarspalten unter Social Media Posts oder Debatten in den klassischen Medien, stellt sich schnell der Eindruck ein, dass wir es in Deutschland mit einer polarisierten Gesellschaft zu tun hätten, die auf dem Weg ist, sich amerikanischen Zuständen anzunähern. Ob diese Prognose stimmt, gehen Steffen Mau, Thomas Lux und Linus Westheuer nach. Ihre Studie und Ergebnisse, die mit anderen Datensätzen aus anderen Studien verglichen werden sind spannend und aufschlussreich. Sie entwickeln verschiedene Arenen und untersuchen dort jeweils, wie polarisiert das Meinungsspektrum ist und welche Cleavages sich auftun. Erweitert wird dies durch Untersuchungen zur Polarisierung in der Parteienlandschaft und Wähler*innenschaft. Ich fand das Buch unglaublich interessant und kann es nur allen politisch Interessierten ans Herz legen.

Eines der wichtigsten Bücher in diesem Moment! Eine Nabelschau der derzeitigen Konfliktlinien der Gegenwartsgesellschaft, die wirklich in die Breite und in die Tiefe geht. Auch wenn ich nicht jeder Schlussfolgerung der drei Autoren nachfolgen kann, hat es meinen Blick auf die deutsche Gesellschaft nachhaltig verändert. Auch die Konfrontation mit dem eigenen bias habe ich als sehr hilfreich erlebt. Kurzum: Das Buch sollte man jetzt lesen! Das gilt besonders für politische Aktive, für Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und für alle, die regelmäßig getriggert werden.
Ein sehr lesenswertes Buch, dass
Aufschluss darüber gibt, dass an wesentlichen aktuellen gesellschaftspolitischen Streitfragen rund um Themen wie sozioökonomische Ungleichheiten, Geschlechtergerechtigkeiten, Migration und Klimawandel ein Konsens im Problembewusstsein besteht. Anders als Medien und populistische Politik vermuten lassen, scheint beim Großteil der Bevölkerung Einigkeit über etwaige Problemlagen zu bestehen. Die Autoren arbeiten empirisch den Unterschied in der wahrgenommenen und tatsächlichen Spaltung unserer Gesellschaft heraus und erörtern, dass der Kern des Problems hingegen in unterschiedlichen Sichtweisen über die Lösung von Konflikten besteht. Das Buch macht Hoffnung darauf, dass Solidarität und Zusammenhalt über sozialstrukturelle Unterschiede hinweg bestehen. Wie ich finde, ein sehr lesenswertes Buch, wenn man verstehen möchte, wo und warum Meinungen auseinandergehen. Oftmals liegen sie näher aneinander, als es den Anschein hat.









