Seemann vom Siebener

Seemann vom Siebener

Hardback
3.9327

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

»Als habe man beim Lesen eine himmelblaue Brille aufgesetzt und das Buch vorher mit Sonnenmilch eingecremt« Christine Westermann, WDR2 Buchtipp

Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt. Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Wie Joe und Lenny, oder Isobel, die immer mehr im Gestern lebt. Für sie alle ist das Freibad ein Ort, der ihren Lebensweg bestimmt. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank vom Weggehen und Zurückkommen, vom Bleiben und der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag.

Brütende Hitze. Die halbe Stadt ist im Freibad. Da ist Kiontke, der Bademeister, der noch immer am Beckenrand steht, auch wenn die Leute meinen, dass es ihn eigentlich hätte umhauen müssen, dieses Unglück damals. Da ist Renate, die hinter der Kasse sitzt und zu viel raucht und die zwei, vier, acht Sachen an Kiontke mag, was sie natürlich niemals zugeben würde. Joe wiederum versucht anzuschwimmen gegen das Loch in ihrem Leben und die ungebetenen Erinnerungen. Lennart hat es aus der großen Welt hierher zurückverschlagen, zurück zu den Anfängen und zu Joe. Da ist Isobel, die das Freibad schon kannte, als es das Freibad noch gar nicht gab, und da ist ein Mädchen, das den Seemann machen will, erst vom Dreier, dann vom Fünfer, und schließlich vom Siebener – aber der ist gesperrt, seit Jahren schon, seit dieser Katastrophe damals, die wie ein fernes Donnergrollen unter diesem flirrenden Sommertag liegt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
240
Price
24.70 €

Author Description

Arno Frank, geboren 1971, ist Publizist und arbeitet als freier Journalist vor allem für den SPIEGEL, die taz und den Deutschlandfunk. Er lebt in Wiesbaden. Zuletzt erschienen von ihm die Romane So, und jetzt kommst du (2017) und Seemann vom Siebener (2023).

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
53%
60%
9%
9%
7%
15%
29%
84%
38%
90%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
62%
93%
22%
97%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

63
All
4

Freibad Feeling mit Tiefgang. Der Einstieg war etwas schwer, da man einige Leute kennenlernt und es nur Abschnitte gibt und so erstmal schauen muss um wem es sich handelt. Aber dranbleiben lohnt sich und man kann die Leute auseinander halten. Die einzelnen Erzählerstränge fügen sich zum Schluss zusammen. Thematisch geht es um das Leben und den Tot . Genau wie dessen Verarbeitung. Der Seemann vom Siebener zum Schluss ist wie eine Art Befreiung und Verarbeitung. Plus all die kleinen feinen Punkte rund um ein Freibad.

4

Bei mir dauerte es bis ca. Seite 50 bis ich in das Buch eintauchen konnte. Der Tag im Schwimmbad ist so wunderbar beschrieben, dass ich die Pommes riechen konnte, die Kinder freudig schreien gehört hab und die Eiskarte vor mir gesehen habe. Die Umkleidekabinen waren unsere. Die Pfälzer Sprache ist auch meine. Ich glaube das war auch unser Schwimmbad.

5

Kleiner Rohdiamant im Freibadbecken

Humorvoll und unaufgeregt, mit wunderbarer Sprache. Charaktere zum Gernhaben. Erinnert mich etwas an Mariana Lekys "Kummer aller Art". Insbesondere Isobel hat es mir angetan und mich stetig an meine alte Mathelehrerin Frau Meburger erinnert mit ihren Sprüchen. "Schnatter, schnatter, Ruhe auf dem Ententeich" (Mebi ❤️) vs. "Halte er den Schnabel" (Isobel 🧡). I see no difference! Auch die Anzahl der Charaktere fand ich am Einstieg nicht so kompliziert, wie manche andere hier in den Reviews, man hat doch recht schnell die wichtigsten fünf, sechs Personen zugeordnet und sortiert. Schade, dass der Sommer jetzt gefühlt schon wieder vorbei ist, aber wer sich dieses Gefühl von Freiheit mit Pommes Schranke und Flutschfinger erhalten möchte, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt!

4

Seemann vom Siebener Roman von Arno Frank Die für mich schönste Aussage im Roman: "Kinder werden nicht, was sie einmal werden wollen oder wir für sie vorgesehen haben. Sie werden, wer sie sind. Jedes Kind ist fertig. Immer schon. All diese Klassenfotos mit den Schultüten, all diese Anfänge. All diese Gesichter wirken wie unbeschriebene Blätter, dabei sind sie mit unsichtbarer Tinte schon längst bis zum Rand vollgekritzelt". Seite 145

Ein sonniger, letzter Ferientag lockt die Menschen in Ottersweiler in der Pfalz ins örtliche Freibad. Jeder einzelne, der Besucher, hat irgendeinen Grund genau heute zum Schwimmen zu gehen. Der Siebenmeter-Sprungturm ist seit einem schlimmen Unfall seit Jahren geschlossen und das wird von allen Badegästen akzeptiert. Denn jeder weiß wie furchtbar dieser Unfall für den Bademeister Kiontke war und wie schlimm er immer noch darunter leidet. Aber Hilfe will er nicht annehmen. Einige der Badegäste lernen wir abwechselnd, in kurzen Kapiteln immer näher kennen und erfahren mit welchen alten Geschichten sie zu kämpfen haben. Jeder von ihnen ist auf der Suche nach dem persönlichen Glück und versucht die Veränderung des Lebens zu akzeptieren. Mit der Entscheidung einer Schwimmbadbesucherin, die Sperrung des Siebeners zu missachten und einen Seemannsköpfer aus dieser Höhe zu wagen, wird der Bann der Vergangenheit jedes Einzelnen gebrochen. Ein emotionaler Wendepunkt, der Tod, Leben, Resignation und Neuanfang verbindet. Dieser Seemann vom Siebener ist für jeden Protagonisten der eigene Sprung in einen Neuanfang. Ein wunderschöner, tiefgründiger Roman, der in blumiger Sprache und in zwei Perspektiven erzählt wird. Die Ich-Form behält selbstverständlich der Charakter inne, der zum Schluss den Kreis aller Protagonisten schließt. Ich hab den Roman wirklich gerne gelesen und auch einige Parallelen zu unserem örtlichen Freibad ziehen können. Auf dass sich solche kleinen Freibäder noch lange halten und noch viele Generation darin ihren Spaß haben werden.

4

Dies war eine Empfehlung einer Kollegin für mich und es hat mich überrascht: Beschrieben wird ein Sommertag im Freibad. Auf den ersten Blick scheint nicht viel zu passieren, aber die verschiedenen Menschen werden detailliert beschrieben. Sie beobachten sich gegenseitig, machen sich ihre Gedanken, treten miteinander in Kontakt. Ich fand den Aufbau und Spannungsbogen des Buches sehr gelungen. Manche Menschen besser getroffen als andere, aber alles sehr packend erzählt.

5

Jede Menge Chlor, Pommes, eine Biene, ein Papagei und diverse Lebenskrisen

Ein nostalgischer Sommertag im Freibad – sechs schräge Typen, jede Menge Chlor, Pommes, eine Biene, ein Papagei und diverse Lebenskrisen. Zwischen den ganzen tiefgründigen Freibad-Philosophien zwischen den Zeilen wird klar: Das Leben ist wie ein Sprung – kurz, wild und nie ganz kontrollierbar. Mein Lieblingscharakter war Isobel.

Jede Menge Chlor, Pommes, eine Biene, ein Papagei und diverse Lebenskrisen
3

Das Buch fühlt sich zuerst an wie viele einzelne Stimmen mitten im Freibadtrubel, verschiedene Figuren, lose Szenen, kein klarer roter Faden. Man ist erstmal ein bisschen orientierungslos, weil alles nebeneinander herläuft und sich noch nichts richtig verbindet. Gerade das macht aber den Reiz aus und mit der Zeit fügen sich die Eindrücke langsam zusammen, Beziehungen und Zusammenhänge blitzen auf, auch wenn sie nie ganz vollständig erklärt werden. Am Ende bleibt deshalb weniger eine klassische, geschlossene Geschichte hängen, sondern eher ein Gefühl, wie ein Sommertag im Freibad, der einfach vorbeizieht und sich nicht komplett festhalten lässt.

4

Freibad-Nostalgie – Seemann vom Siebener hat mich ins Schwimmbad meiner Kindheit zurückversetzt

Dieses Buch ist für all jene, die (sagen wir mal im letzten Jahrtausend) ihre Sommer in Freibädern am Land verbracht haben. Ich habe Seemann vom Siebener von Arno Frank im Urlaub am Pool gelesen und es sehr genossen. Wir begleiten eine Handvoll Charaktere durch einen letzten heißen Sommertag im Freibad. Irgendwie sind die Menschen in dem kleinen Ort alle miteinander verwoben, was die Geschichte nach und nach offenlegt. Allerhand Erinnerungen werden wachgerufen, und Arno Frank löst eine angenehme Nostalgie im Leser aus. Dennoch sind die Geschichten auch von einem leisen Schatten begleitet. Den Einstieg ins Buch fand ich etwas schwierig, denn mit der Vielzahl an Personen ist man zu Beginn durchaus gefordert, den Überblick zu behalten. Das legt sich jedoch recht schnell. Besonders schön fand ich, dass Arno Frank viele Textpassagen geschrieben hat, die nachhallen. „Blau ist das Wasser nicht nur, hat er gedacht, weil die Kacheln blau sind. Mein Wasser WILL blau sein.“ [Kleiner Exkurs: Diese Textstelle hat mich sofort an die Folge „Zima Blue“ aus der Netflix-Serie Love, Death & Robots erinnert. Der zehnminütige Kurzfilm lohnt sich sehr.] Insgesamt ist Seemann vom Siebener eine wunderbare Urlaubslektüre: kurz(-weilig), schön geschrieben, atmosphärisch und auch ein wenig rührselig - und mit einem wirklich traurig-schönem Ende. Ich glaube sogar, dass ich das Buch irgendwann noch einmal lesen werde. Großes Lob auch an die perfekte Covergestaltung die genau die richtige Stimmung und Gefühl mitbringt.

Freibad-Nostalgie – Seemann vom Siebener hat mich ins Schwimmbad meiner Kindheit zurückversetzt
4

Eine geballte Ladung verschiedener Leben in einem Freibad. Ein schönes, charackterreiches Buch voller matschig Pommes und Flutschfinger.

Da ist was passiert im Freibad. Etwas über das der Kiontke nicht sprechen will, etwas auf dem Siebener - der ist seit dem gesperrt. Und jetzt treffen sich im Freibad Menschen, die schon lange kommen oder auch lange nicht mehr da waren. Und eine Person hat etwas auf dem Siebener vor... Da ist Isobel, die jeden Tag kommt und die Ursprünge des Freibades begleitet hat. Da ist Renate, die rauchende Ticketverkäuferin, die jeden kennt. Da ist Sergej der Kioskbesitzer, der nur in Witzen spricht. Da ist Lenny, der nach langer Zeit wieder in die Heimat kommt. Da ist Josefine, die grade verwittwete Ehefrau und da war Max, der nun nicht mehr ist. Das Buch ist sehr kurz, aber man braucht Zeit und Ruhe, um es zu fassen. Es ist voller Characktere und kleinen Geschichten, die einen teils schmunzeln, teils grübeln lassen. Ich hab es gern gelesen und Einiges daraus mitgenommen.

4

Hat mir sprachlich/vom Aufbau keinen leichten Einstieg beschert, sich im 2. Teil aber überraschend gewandelt, so dass mich die, von einer faszinierenden Beobachtungsgabe begleitete, Darstellung des "Freibad-Mikrokosmos" fesseln konnte und ich auch Zugänge zu den sehr authentisch vorgestellten Figuren erlangt habe. Zur Interpretation einzelner Verbindungen und des offenen Endes, sollte man die "paranormale" Ebene der Handlung erkennen können.

5

Ein Sommertraum vom Freibad... Nichts steht für mich so sehr für Sommer wie das Freibad in der Kleinstadt. Freibäder, die irgendwie einzigartig sind. Es gibt sie nur dort, weder in der Großstadt, noch im Ausland. Es sind keine Erlebnisbäder mit Kletterfelsen, Reifenrutschen, Saunalandschaften, Palmen aus Plastik und nachhaltigem Restaurant. Es sind schlichte Schwimmbecken, 5 Meter Sprungtürme, kleine Rutschen, Liegewiesen mit Bäumen und ein Kiosk, der Pommes verkauft. Mehr braucht es nicht für Kindheitserinnerungen... Dieses Buch ist ein Sommertag voller Kindheit und Freibadromantik, ein Buch voller Leben, Humor und Schwermut. Ein Buch, das zum träumen einlädt. Träumen in eine vergangene Zeit, den nächsten Sommer und die verpasste Liebe.

5

Wenn ich könnte, würde ich 6 Sterne geben!!! Hier wird das Phänomen "Freibad" so meisterhaft eingefangen, als wäre man selbst gerade mittendrin. Und die Hauptfiguren... jede ging mir ans Herz 💕Ich habe das Buch ganz langsam gelesen, weil ich nicht wollte, dass es endet. Ein echtes Kunstwerk 🥰

3

Schwimmbadfeeling adé

Leider, leider habe ich diesem Roman großes Interesse geschenkt. Der Klappentext lässt sommerliche Leichtigkeit vermuten. Eine Story, die ganz im Sinne von kindlichen, jugendhaften Schwimmbaderfahrungen steht. Aber nichts da. Ich habe mich nur so von Seite zu Seite gekämpft, die Langeweile hätte mich fast abbrechen lassen, hätte ich am Strand andere Bücher zur Verfügung gehabt. Was dem Leser hier geboten wird, ist eine Perspektive von verschiedenen Badbesucher*innen. Nuanciert erfahren wir, in welcher Hinsicht die Figuren miteinander verwoben sind. Das Schwimmbad vereint sie alle, auch über den Tod hinaus. Auch wenn sich hinter der Geschichte eine gewisse Tiefgründigkeit versteckt, hat mir das Gefühl von sommerlicher Leichtigkeit gefehlt.

5

"Niemand hat irgendwas zu tun. Das ist seltsam, weil sonst immer alle irgendwas zu tun haben. Irgendwo hinmüssen, irgendwas zu erledigen haben, irgendwen treffen wollen. Hier nicht. Es ist, als wäre das ganze übliche Leben ausgekuppelt und liefe verpflichtungsfrei im Leerlauf weiter, anderswo. Es besteht nicht einmal die Pflicht, sich zu amüsieren. Ein Aufenthalt im Freibad, denke ich, ist wie ein Freilos zum Wegblödeln der Zeit." Der Sommerroman, von dem ich nicht wusse, dass ich ihn brauche <3 Er lässt sich am besten im warmen Gras unter voller Sonne lesen, also go for it, sobald es das Wetter wieder zulässt. Seid darauf gefasst, dass euch die Figuren innerhalb dieser 230 Seiten rasch ans Herz wachsen - ich habe mitgelacht, als der Badmeister Kiontke in seinen Adiletten über den Rasen gehechelt ist, um seine "Pappenheimer" (aka mühsame Teenies) zusammenzuscheissen, und ich habe mitgefühlt, als die demente Isobel sich auf einmal 20 Jahre zurückversetzt gefühlt hat.

4

Arno Frank nimmt uns für einen Tag mit ins Freibad. 6 Menschen, 6 Sichtweisen, 6 Geschichten treffen im Freibad aufeinander Das Buch weckt Kindheitserinnerungen an überfüllte Liegewiesen, Frittenduft und waghalsige Sprünge vom 5 Meter Turm. Ein kurzes Sommervergnügen.

5

Hey- echt gut

Schwimmbad war gefühlt das Thema in 2023- zumindest auf den Covern. Ich habe es im Winter 23/24 (onleihe möglich) gelesen. Das Buch ist wirklich lesenswert. Tolle und echte Wiedergabe wie es in einem Schwimmbad und nicht in einem Spaßbad ist. Verschiedene (Lebens-)Geschichten der Besucher und Mitarbeiter. Weil ich auch in genau so einem Bad auf dem Land das Schwimmen gelernt habe, habe ich es wie eine Hommage empfunden. Kurz und knackig,

5

Kammerspiel im Freibad

Ein wunderschön erzähltes Hörbuch, das Sehnsucht nach vergangenen Freibadtagen, Pommes und Kindheit weckt. Mit Wortwitz kommen facettenreiche Charaktere zusammen, halten an Vergangenem fest und beugen sich ungern der Macht der Veränderung. Ein wunderbares Buch für die kühleren Sommertage, welche den Herbst mit sich bringen.

4

Eine Ode ans Freibad

Ein warmer Sommertag im Freibad der fiktiven Provinz Ottersweiler. Hier kommen an diesem einen Tag viele Menschen zusammen, viele Geschichten, viele Biografien, die sich alle mal mehr mal weniger verflochten und wieder entwirrt haben. Verschiedene Generationen, verschiedene soziale und kulturelle Herkünfte, verschiedene Sorgen und Sehnsüchte: All das verschmilzt im Freibad. Dieser Roman ist ein Gefühl verbunden mit verschiedensten Gerüchen (Chlor, Wiese, Sonne auf Asphalt, Pommes und Sonnencreme). Dieser Roman ist melancholisch und nostalgisch: Ich war beim Lesen mit warmer Wehmut gedanklich an jedem Winkel meines Jugend-Freibads, in dem ich teilweise wochenlang jeden Tag war. Dieser Roman ist klug konstruiert: Er hält die Leser*innen hin, gibt Informationen vage nur tröpfchenweise preis, um ja nicht dieses Gefühl aufs Spiel zu setzen, was über allem steht. Ein richtig feines kleines Büchlein für jede*n, der/die das Gefühl von Freibad liebt. Wie schade, dass dieser Ort mancherorts von seinem unbeschwerten Frieden eingebüßt hat.

3.5

Ein Tag in einem Freibad. Ein altmodische Bad, das in Kürze ersetzt werden soll. Die Besucher und die Mitarbeiter seit Jahren mit dem Bad verbunden, andere nach Jahren erst zurück gekehrt. Bruchstücke aus den jeweiligen Leben, an einem Tag im Freibad zusammen gekommen. Ein Buch ohne eine feste Handlung und doch mit einem Sog.

3.5

Gelesen mit dem imaginären Geschmack von Freibad Pommes auf der Zunge! 😄

Das war ein richtig schöner, sommerlicher „Easy Read“! Dieses Buch ist so atmosphärisch, dass man sich direkt in die Kulisse des dörflichen Freibads hineinversetzt fühlt. Gekonnt legt Arno Frank die Historien, Geschichten, Sehnsüchte und Verstrickungen der einzelnen ProtagonistInnen Häppchenweise auf das Tablett. So war meine Neugier geweckt und ich „schwamm“ beim Lesen förmlich mit. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so süffisant, fein ironisch und doch auch emotional und tragisch zugleich war. Ein angenehmes Lesevergnügen für heiße Sommertage, wobei es mich auch nicht nachhaltig beschäftigt oder beeindruckt hat. Daher von mir „nur“ 3,5 Sterne, aber dennoch eine volle Leseempfehlung für alle, die ein feines, kleines „Sommerbuch“ suchen und Lust auf Freibad Feeling haben!

Gelesen mit dem imaginären Geschmack von Freibad Pommes auf der Zunge! 😄
2.5

Die Geschichte plätschert so dahin, aber berührt leider nicht

Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen, da mir kein Charakter sympathisch war und alle Geschichtsfäden am Ende viel zu lose in der Luft hingen. Viele der Gedanken waren malerisch beschrieben, haben ein klares Bild der Charaktere gezeichnet, aber das "Kammerspiel" war mir leider viel zu einseitig und das Buch hätte für mich auch eine Kurzgeschichte sein können.

3.5

Nicht ganz meins

Die Geschichte an sich ist gut, allerdings stört mich der Erzählstil. Wieder einmal wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, Vergangenes wird vage angedeutet, vieles steht zwischen den Zeilen. Dadurch kommt kein Erzählfluss auf und es entstehen Längen, die das Buch uninteressant machen. Schade!

5

Nur ein Tag im Freibad, aber da steckt so viel mehr drin

Das war ein ganz besonderes Buch. Eigentlich wird nur ein Tag im Freibad beschrieben. Man begleitet verschiedene Personen, die alle eine eigene Geschichte mitbringen, in die man eintauchen kann. Viele der Personen kennen sich und kommen im Freibad ins Gespräch. Es ist spannend zu sehen, wie bei dem Aufeinandertreffen der Personen richtige Welten aufeinandertreffen und wie sich Leben unterschiedlich entwickeln können. Ganz besonders ist die Geschichte vom Bademeister Kiontke. Er ist Zeuge eines großen Unglücks geworden und steht trotzdem am Beckenrand. Seine Entwicklung zu verfolgen war irgendwie emotional und ich hätte nicht gedacht, dass ein kleines Zitat über das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" es schafft, mich eine Träne verdrücken zu lassen. Ein guter Sommer-Read, der einen auch oft zum Schmunzeln bringt!

Nur ein Tag im Freibad, aber da steckt so viel mehr drin
4.5

Ein Tag im Freibad und die verschiedensten Menschen kommen zusammen. In diesem Buch wir ein kurzer Einblick in die verschiedenen Lebenswelten gegeben. Der Schreibstil ist eindringlich und sehr bildhaft. Man fühlt sich direkt dabei. Und trotz der Kürze des Buches erhält man einen guten Überblick über die Leben den Protagonisten. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die einzelnen Personen zu schlüpfen, aber das hat sich im Laufe des Buches gegeben. Auch gibt es eine Person, die aus der Ich Perspektive erzählt wird. Ich hätte gerne noch mehr erfahren, trotz der Dichte der Erzählung.

4

Es ist Sommer, das Freibad hat geöffnet. Wir befinden uns in einem kleinen Ort in Schwaben. Man kennt sich und die Geschichten von früher, auch jene von einem Unfall, der an diesem Ort passiert ist. Die Perspektive wechselt zwischen verschiedenen Figuren, Badangestellten und Badegästen. Allen voran sei Kiontke zu erwähnen, der Bademeister, der seine Gerätschaften als „Rüsselding“ bezeichnet oder beim Notieren der Wassertemperatur, in Erwartung eines sonnigen Tages, schon mal aufrundet. Auch lassen Formulierungen, wie „Er vertritt die vor Renate sorgsam gehütete Privatmeinung“, durchblicken, wie der Chef der Badeanstalt drauf ist. Es reihen sich im Laufe des Buchs kleine Episoden aneinander, die erlauben, die unterschiedlichen Charaktere kennenzulernen. Da ploppen nach einem Tagtraum die Bestandteile der Umgebung wieder auf, da werden Spannerlöcher in den Umkleiden entdeckt, da erzählt der Budeninhaber Witze, da bereitet sich eine Kindergruppe aufs „Seepferdle“ vor, und eine Person übt den Seemann, einen Kopfsprung mit den Armen hinter dem Rücken. Ich habe das Hörbuch als eine gelungene Mischung aus Feinfühligkeit und Humor empfunden. Der Sprecher tat sein Übriges, um die Figuren authentisch darzustellen, beispielsweise indem er, dem Wesen einer Figur entsprechend, Worte fremdsprachigen Ursprungs deutsch aussprach oder gar schwäbelte. Das Ende offenbart einen tieferen Sinn, und schon der Weg dorthin war ein Genuss.

4

An sich fand ich das Buch wirklich sehr schön, aber das Ende war mir doch etwas zu offen - daher einen Stern Abzug.

4

Das Buch ist gut geschrieben. Es werden verschiedene Personen im Freibad beschrieben und deren Hintergründe und Beziehungen wechselweise unter die Lupe genommen. Hat mir gut gefallen.

4

Eine Ode an das Freibad! Das Buch schafft es die Stimmung an einem Sommertag km Freibad perfekt einzufangen. Sprachlich ist das Buch schon außergewöhnlich: witzig-leicht, pointiert, kritisch und trotzdem sehr feinfühlig. Die Figuren werden wunderbar in ihren Eigenheiten beschrieben und verweben sich erst Stück für Stück miteinander. Es wird auch erst Stück für Stück der Hintergrund bzw. die Geschichte hinter der Geschichte aufgedeckt. Da hat mir am Schluss allerdings noch ein bisschen was gefehlt für einen richtig runden Abschluss. Trotzdem lesenswert.

5

Buchclub: 2+ Super lebhaft geschrieben - ich konnte mich komplett in die Szenerie rein denken. Leider offenes Ende.

5

ruhig, entschleunigend, einfangend

Rezensionsexemplar: @tropen_verlag Ein Freibad, mehrere Geschichten: Da ist Josefine, die gerade ihren Mann Max verloren hat. Lennart ein Schulkollege Max‘, der zur Beerdigung einfliegt. Kiontke, der Bademeister, der sich so einiges nicht verzeihen kann. Isobel, deren Mann das Freibad vor Jahrzehnten bauen ließ. Renate, die Kassiererin. Die Wege all dieser und anderer Figuren kreuzen sich im örtlichen Freibad an einem der letzten Sommertage. Das Bad ist ein Ort der Beständigkeit und Zuverlässigkeit, ein Bad, das seine Besucher.innen schon Jahrzehnte begleitet, das an dem heutigen Tag zu einen Wendepunkt für viele der Protagonist.innen wird. „Seemann vom Siebener“ ist kein Buch für hektische Tage, das Buch fordert seine Ruhe ein und gibt im Grunde selbst vor in welcher Umgebung es gelesen werden will. Am besten genau an seinem Handlungsort, an einem heißen Tag im Freibad. Und genauso, wie sich die Hitze eines Sommertages anfühlt, ist auch dieses Buch. Es wärmt, es lässt die Zeit ein wenig langsamer vorbeiziehen und einen träge werden. Aber im besten Sinne, es entschleunigt. Auf diese Art schildert das Buch vom Freibad und dessen Besucher.innen. Es sind ineinander verwobene Geschichten, ineinander verwobene Leben. Es erzählt von Neuanfängen und Lebensabenden, von Freundschaften und Lieben. Und das Ende ist einfach großartig. Wer mal keine Lust auf Spannung und Hektik hat, ist mit dem Buch bestens beraten. Eine wunderbare Erzählung.

ruhig, entschleunigend, einfangend
5

Atmosphärisch, tiefgehend, emotional

4.5

Ein Tag im Freibad - und doch so viel mehr

Inhalt: Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt. Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank von der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag. Meine Meinung: Das Freibad in diesem Roman ist nicht ausgefallen. Es ist alt, versprüht den Charme der 70iger Jahr, die Zeit architektonisch im Stillstand, es gibt keine Rutschen, kein Wellenbad. Und genau das versprüht seinen ganz eigenen Charme. Es vermittelt Sehnsucht nach Beständigkeit in einer rasanten Welt, das Festhalten wollen von Altbekanntem, den Wunsch, zurück in die eigene Jugend reisen zu können. Das Freibad meiner Kindheit wurde lange zugeschüttet, Neubaugebiet drauf. Aber hier, wo ich jetzt lebe, ist das Schwimmbad noch genau dieser Sehnsuchtsort mit altem Charme und alten Fliesen. Arno Frank nimmt uns mit auf einen Tag in diesem Freibad am vermutlich letzten heißen Tag des Jahres. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Für einige ist das Freibad neu, sind sie selbst doch noch so jung, andere blicken wehmütig auf die letzten Jahrzehnte zurück, wieder andere versuchen, die Vergangenheit zum Schweigen zu bringen. Alle haben ihre Geschichte, sind im Kleinen mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Die Geschichte handelt von Verlust und Veränderung, im Grunde vom Leben selbst. Und während einige neugierig in die Zukunft blicken, haben andere nur noch ihre Vergangenheit... ‘Seemann vom Siebener’ ist ein leises, kleines Buch, das auf den ersten Blick nur einen Tag in einem Freibad abbildet. Aber unter der Oberfläche schlummern ganze Leben, Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Verluste. Eine Liebesgeschichte an alte Freibäder und das Leben selbst. Große Empfehlung von mir!

Ein Tag im Freibad - und doch so viel mehr
4

Hier passt alles zusammen

Das Freibad ist der Treffpunkt schlechthin und an diesem heißen Sommertag gehen fast alle hin. Seit eines tragischen Vorfalls vor einigen Jahren ist der Siebener des Sprungturms geschlossen und die Leute fragen sich, wie Bademeister Kiontke mit dem Vorfall zurechtkommen kann. Doch eigentlich ist allen klar, dass die Vergangenheit uns alle so oder so immer begleitet und für manchen wird sie an diesem Sommertag im Freibad aufleben und Lebenswege beeinflussen. Mich hat der Klappentext von „Seemann vom Siebener“ von Arno Frank vom Kauf überzeugt. Ein Kauf, der sich gelohnt hat, wie ich finde. Dieses Buch ist mit rund 235 Seiten nicht sehr dick, aber ich finde, es braucht für diese Geschichte auch nicht mehr. Aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten wird der Roman erzählt. Alle werden auf die ein oder andere Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und müssen sich ihr an diesem speziellen Sommertag im Freibad stellen. Jeder auf eine andere Weise und mit Einfluss auf ihr weiteres Leben. Ich finde es unglaublich beeindruckend, was für eine intensive Geschichte der Autor in ein verhältnismäßig dünnes Buch gepackt hat und wie viel der Leser dabei an Details erfährt. Die Spannung darüber, wo der Roman hinführen soll hält den Leser von der ersten Seite an auf Trab, denn man wird tatsächlich schon ab der ersten Zeile mitten ins Geschehen geworfen. Ich mochte die Atmosphäre, die vielen Details, die fast nebenher ins Geschehen mit einflossen und auch die Art des Autors sich auszudrücken. Hier passt einfach alles zusammen und macht das Lesen zu einem Erlebnis. Einzig das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, ein paar Fragen sind offen geblieben - dass das Absicht ist, davon gehe ich aus. Ich persönlich hätte sie aber gerne beantwortet gehabt. Ich kann den Roman auf jeden Fall sehr empfehlen! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

5

Ottersweiler in der Pfalz – es ist heiß. Die halbe Stadt hat sich im Freibad versammelt. Kiontke ist Bademeister, trotz des Unglückes vor vielen Jahren, für das er sich die Schuld gibt.   „Wenn ein Grauen in der Welt ist, dann braucht es eine Ursache. Das macht es leichter zu ertragen. Wo eine Ursache ist, ist auch Schuld. Und Schuld darf in der Welt nicht bleiben, sie muss irgendwo hin. Warum also nicht auf die Schultern des einzigen Menschen, der so seltsam unberührt wirkte von der ganzen Scheiße?“ S. 7   Wir begleiten mehrere Protagonist:innen durch den Tag. Renate, die Kassiererin, die zu viel raucht und den Kiontke ein bisschen zu sehr mag. Isobel: ihr verstorbener Mann hat damals das Freibad errichtet. Lennart, der die ganze Welt sah und trotzdem zurückkehrte. Josefine, die auch wieder da ist und immer noch mit Lennart verbunden. Und schließlich ein Mädchen (die einzigen Passagen, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind), welches den Seemann vom Siebener machen möchte, obwohl dieser seit der Tragödie gesperrt ist. Langsam spinnt der Autor ein Netz und alles fügt sich zusammen.   Dieser Roman ist sehr mitfühlend, die Figuren sind fein gezeichnet. Das Setting ist für alle Leser:innen greifbar. Man hat sofort den Chlor- und Pommesgeruch in der Nase und spürt das kühle Nass auf der eigenen Haut. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil ich mich gut in die Protagonist:innen versetzen konnte. Die detaillierten Gesellschaftsbeobachtungen erinnern an eine Studie eines kleinen Dorfs im Nirgendwo.   Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen – 5/5

Post image
3.5

Süße Erzählung!

Man bekommt richtig Sommer-Freibad-Vibes bei dem Buch, und alles riecht nach Sonnencreme, Chlor und Freibad-Pommes! Wenig Handlung, aber tolle Erzählung!🩵

3.5

Einen Tag im Freibad zwischen Schicksalsschlägen und verschiedenen Leben 🏊🏼‍♀️

Spätsommer im Freibad - unterschiedlichste Menschen tummeln sich im örtlichen Freibad, von jung bis alt, wir lernen einiges über die verschiedenen Werdegänge, Schicksalsschläge, menschliche Beziehungen und Geschichten. Ein Buch über Vergänglichkeit, Erinnerungen, Hilfe suchen, sich befreien und Neuanfänge.

4

Ein Tag im Freibad

Klappentext: Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt. Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Wie Joe und Lenny, oder Isobel, die immer mehr im Gestern lebt. Für sie alle ist das Freibad ein Ort, der ihren Lebensweg bestimmt. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank vom Weggehen und Zurückkommen, vom Bleiben und der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag. Meine Meinung: Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Es war wie ein Besuch im Freibad mit all den unterschiedlichen Menschen und deren Geschichten und Gedanken. Der Schreibstil ist schön und leicht zu lesen. Das Buch endet sehr offen aber es passt perfekt zum Buch.

3

Eine Geschichte ohne Geschichte

Dieses Buch erzählt Geschichten über Menschen ohne Geschichten wirklich zu erzählen. Das ganze spielt sich an einem Tag im Freibad ab. Quasi in Echtzeit. Spannend und seltsam zugleich.

3

Das Cover zeigt die Sicht auf ein Schwimmbecken oberhalb von den Sprungtürmen. Eine Sprungplattform ragt seitlich ins Bild. Darunter erkennt man eine Person im roten Badedress im Wasser. Dementsprechend ein passendes Bild für die Geschichte. Seemann vom Siebener von Arno Frank erschien im JUMBO Verlag und wurde von Hans Löw eingesprochen. Der Sprecher war mir vom ersten Moment an sympathisch. Er gab der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit, die in der Erzählung nicht so wirklich zu finden war. Für mich persönlich war die Stimme von Hans Löw das Highlight des Hörbuchs, allerdings konnte er aus der für mich eher schwierigen Geschichte nicht mehr rausholen. Die Geschichte spielt an einem Tag im Sommer im Freibad. Es gibt immer mal wieder kurze Rückblenden in vergangene Tage der sechs handelnden Figuren, aber ansonsten bleibt die Erzählung bei genau diesem einen Tag. Die Beschreibung vom Freibad hat mich ein wenig an das Schwimmbad meiner Kindheit und Jugend erinnert. Dort war Tag ein Tag aus die ganze Zeit der gleiche Bademeister anzutreffen und auch im Kassenhäuschen saß oft die gleiche Person, so dass wir mit unserer Jahreskarte einfach an der Scheibe vorbei laufen konnten. Daran musste ich denken, als ich dem Hörbuch gelauscht habe. Doch so wirklich viel passierte leider nicht. Renate saß in ihrem Häuschen, löste Kreuzworträtsel und rauchte zu viel. Kiontke stand am Becken und machte einen guten Eindruck und die Gäste schwelgten in Erinnerungen. Zu nennen wären da noch Joe, Lennart und Isobel. Letztere war die Lateinlehrerin der anderen und zieht täglich ihre Kreis im Bad. Mehr zu den Personen kannst du auch im Klappentext nachlesen. Mir fiel das Zuhören zunehmend schwer, da ich mich voll und ganz auf das Hörbuch konzentrieren musste, um ja nichts zu verpassen. Doch zum wirklichen Kern der Geschichte bin ich nicht durchgedrungen. Der Siebener ist seit Jahren gesperrt und alles scheint mit dem Grund dafür etwas zu tun zu haben. Doch den habe ich vermutlich verschlafen oder einfach überhört. Ich habe mir von dem Hörbuch etwas mehr versprochen. Für mich wäre es eher ein Buch zum Lesen gewesen, da ich beim Lesen vom Inhalt einfach mehr mitbekomme. Am besten in Erinnerung bleibt mir die Stimme von Hans Löw, der einfach ganz trocken die einzelnen Figuren und deren Erzählungen rüber bringt. So konnte ich mir den Kiontke am Beckenrand und auch Renate in ihrem Kassenhäuschen sehr gut vorstellen. Er verlieh den zweien ein ganz eigenes Flair.

5

Backflash in die Jugend - Fühlt sich an, als ob man selbst ein Tag im Freibad ist. Herrlich und empfehlenswert.

4.5

„Seemann vom Siebener“ war für mich ein richtig tolles Buch, eines dieser seltenen Highlights, die man sofort spürt. Die erzählten Perspektiven sind wunderbar miteinander verwoben: Jede Figur taucht in den Blickwinkeln der anderen wieder auf, und dadurch entsteht dieses besondere Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Das Freibad-Feeling war sofort da. Diese Mischung aus Chlor, Sommerhitze, schüchternen Blicken, Mutproben und dem ganz eigenen Rhythmus eines Freibadtages. Gleichzeitig so nostalgisch, dass man automatisch an die eigene Kindheit denkt, an Sommertage, die endlos schienen und nach Pommes riechen. Die Charaktere sind toll gezeichnet, lebendig, warm. Und der Schreibstil ist wunderschön, leicht, poetisch und voller feiner Beobachtungen. Und irgendwie das schöne Dorfleben wurde schön, nicht klischeehaft dargestellt. Jeder kennt jeden aber auf eine schöne Art. Für mich ein absolutes Highlight: atmosphärisch, berührend und einfach richtig schön.

Post image
3.5

Ein Tag im Freibad

Ich fand es interessant, gerade die verschiedenen Sichtweisen und Rückblicke der Figuren. Wie alles im Freibad zusammen trifft von Kindergarten Kindern, die das Seepferdchen machen wollen bis hin zur Witwe, die eigentlich auf der Beerdigung ihres Mannes sein sollte. Spannender Tag im Freibad, der ruhig beginnt und das Ende (leider) offen bleibt

5

Klare Beobachtungen über Menschen mit einem feinen Sinn für Humor, absolut lesenswert!

4

Lebensnahe Charakter, Freibadfeeling, bitterböser Humor und gesellschaftskritischer Inhalt gepaart mit den großen Fragen… ohne in die Tiefe zu gehen. Spannende und unterhaltsame Lektüre

3

Freibad Feeling, inklusive Entschleunigung

Grundsätzlich hat mir das Buch ganz gut gefallen, es ist aber seeeehr ruhig. Das muss man mögen. Vom Klappentext her, hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt. Man erlebt einfach einen relativ ruhigen Tag im Freibad aus verschiedenen Perspektiven. Ich fand es am Anfang schwer reinzukommen und die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Man erfährt über die einzelnen Personen nicht viel. Einiges geschieht auch zwischen den Zeilen. An manchen Stellen hat es mich ehrlicherweise etwas gelangweilt.

3

Gar nicht so einfach zu einer Bewertung zu kommen

Der Einstieg in die Geschichte ist mir schwer gefallen. Das lag sowohl am Schreibstil, als auch an den vielen verschiedenen Perspektiven. Als dann klarer wurde, dass alle Handlungsstränge im Freibad Zusammentreffen war meine Neugier etwas geweckt. Dennoch fand ich das Ende dann leider zu offen. Aber das Buch hat eins geschafft: ich hab Lust auf Freibad bekommen! Deshalb sind es für mich 3 und nicht 2,5 Sterne ⭐️ geworden.

4

Ein Tag im Freibad

Der Geruch von Chlor, Pommes und Sonnencreme. Leises Kindergeschrei und platschende Sprünge vom Turm. Leichtes Dösen in der Sonne. All das verbinde ich mit dem Begriff “Freibad”. Und wie oft habe ich mich schon gefragt, wer wohl so die Leute sind, mit denen man das Wasser und den Tag teilt. Genau dieser Frage geht Arno Frank nach. Wir sind einen Tag mit dabei und lernen unzählige Menschen kennen (für meinen Geschmack fast ein paar zu viel) – ihre Geschichten, ihre Sehnsüchte, ihre Träume. Ich hab ehrlich ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen, weil es doch sehr viele verschiedene Perspektiven gibt. Trotzdem eine nette und kurzweilige Sommerlektüre. Eigentlich wie gemacht für einen Besuch im Freibad.

Ein Tag im Freibad
5

Freibadfeeling pur - ein guter Roman für den kommenden Sommer

3.5

Super geschrieben, spannende Charaktere, aber irgendwie nicht so meins

Klappentext: Ein Sommertag, der das ganze Leben erzählt Es ist heiß. Freibadwetter. Da sind das Schwimmbecken, die Liegewiese und der Sprungturm mit dem Siebener, der gesperrt ist seit dem Unglück damals. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht ewig abriegeln. Das weiß Kiontke, der Bademeister, so gut wie alle anderen hier. Wie Joe und Lenny, oder Isobel, die immer mehr im Gestern lebt. Für sie alle ist das Freibad ein Ort, der ihren Lebensweg bestimmt. Mit feinem Humor und großem Einfühlungsvermögen erzählt Arno Frank vom Weggehen und Zurückkommen, vom Bleiben und der Suche nach dem Glück. Ein Buch, so leuchtend wie der letzte Spätsommertag. Meinung: Hm, wie fand ich das Buch? Schwer zu sagen, den im Klappentext beschriebenen feinen Humor konnte ich entdecken, fast schon an der Grenze des bizarren war er zeitweise. Und auch einfühlsam wurde die Geschichte erzählt, der Autor spricht sehr ernste Themen an und haucht jedem Charakter Leben ein. Doch das Buch ist sehr – nennen wir es mal literarisch - , es hebt sich vom Einheitsbrei ab und versteckt so viel zwischen den Zeilen. Mitunter wurde das fantastisch erzählt, besonders bei den Charakteren Kiontke und Isobel. Aber irgendwie hat der Autor es nicht geschafft, mich zu 100% mitzureißen. Schade, da ich die Geschichte an sich und das Setting wie die Verschachtelung der Charaktere gern gelesen habe. Ich habe mich wirklich gefühlt wie an einem heißen Sommertag im Freibad – nur dass hier mehr Charakterstudie im Vordergrund stand als der Spaß und das Sonnenbaden. Das ist auf keinen Fall schlecht und auf hohem Niveau geschrieben, mich persönlich konnte es aber nicht ganz erreichen. Deshalb „Nur“: 7/10

Super geschrieben, spannende Charaktere, aber irgendwie nicht so meins
5

Sommer und Chlorgeruch. Wunderbar konstruiert und genau beobachtet. Das was man im Schwimmbad gerne macht, Menschen beobachten und Zeit endlos werden lassen, gelingt es mit dem Lesen dieses Buches in die Zeit der Figuren zu reisen.

Create Post