Olympia

Olympia

by Volker Kutscher·Book 8 of 10
Softcover
4.4146
NationalsozialismusKommissarSelbstmordKrimi

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Description

»Der überzeugendste Roman Kutschers.« DER SPIEGEL

Während die Nazis bei Olympia 1936 eine freundliche Fassade errichten, deckt der derzeit bekannteste Kommissar des historischen Krimis ein unfassbares Komplott auf.

In seinem achten Fall verschlägt es Gereon Rath in das olympische Dorf. Die Olympischen Spiele 1936 sollen der Welt die Harmlosigkeit der Nazis vor Augen führen. Doch bei seinen verdeckten Ermittlungen wird nicht nur für Rath immer klarer, welche gefährliche Scharade das Regime hier spielt. Zu allem Überfluss muss sich der unangepasste Kommissar auch noch mit häuslichen Problemen auseinandersetzen, denn seine Frau Charly sucht plötzlich das Weite.

Wie kaum ein anderer Autor schafft es Volker Kutscher, mit seiner erfolgreichen Krimireihe über Kommissar Gereon Rath das Berlin während des Nationalsozialismus’ lebendig werden zu lassen.

»Atmosphärisch dicht, spannungs- und temporeich« ARD druckfrisch

Die Gereon-Rath-Romane zählen zu den erfolgreichsten Reihen der deutschen Literaturlandschaft. Fans und Kritiker feiern die atmosphärischen und packenden Erzählungen, in denen Wahrheit und Fiktion einen Pakt mit Kutschers großem Erzähltalent schließen.

Ein großer historischer Kriminalroman in Serie – die Vorlage für »Babylon Berlin«

Spätestens seit dem Erfolg der TV-Serie „Babylon Berlin“ ist Gereon Rath eine Ikone des historischen Kriminalromans. Für Fans von Volker Kutscher ist das keine Neuigkeit. Werfen Sie jetzt das Kopfkino an, und folgen Sie Gereon Rath durch acht packende Fälle aus dem Berlin der 20er und 30er-Jahre!

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
544
Price
14.40 €

Author Description

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Er lebt als freier Autor in Köln und Berlin. Mit dem Roman »Der nasse Fisch« (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem neun weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion »Babylon Berlin«, deren erste drei Staffeln auf Sky und in der ARD zu sehen waren. Die vierte Staffel folgte im Frühjahr 2023 in der ARD. Mit den von Kat Menschik illustrierten, im Rath- Universum angesiedelten Erzählungen »Moabit«, »Mitte« und »Westend« gelangen ihm ebenfalls Bestseller.

Posts

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Die olympischen Spiele finden 1936 in Berlin statt und Gereon Rath wird erpresst dort einen Mord aufzuklären. Doch es bleibt nicht dabei. Die Morden häufen sich. Für den Leser der Reihe ist ziemlich schnell klar, wie das zusammenhängt aber das Buch ist nicht nur ein Krimi sondern lädt den Leser auch in die Zeit ein, die entspannter erscheint als vorher aber es ist nur Fassade. Gerade das Ende des Buches hat viel zu bieten und lässt auf den nächsten Band blicken.

4

Ich liebe Bücher über das alte Berlin und Gereon Rath Bücher sowieso

Olympia in Berlin! Damals, 1936. Berlin hat sich für dieses besondere Event herausgeputzt. Überall hingen die Fahnen mit den olympischen Ringen und natürlich auch die Roten, mit dem Hakenkreuz. Alle bösen Schilder und Schautafeln wurden entfernt und der Stürmer musste auch einige Zeit seinen bösen Mund halten. Alles sollte auf eine klare und weltoffene Nation hindeuten. Und doch geschehen auch dann noch böse Dinge, die Gereon Rath zu ermitteln weis. Olympia, der achte Rath-Roman Ich liebe die Bücher von Volker Kutscher. Einige habe ich mir als Hörbuch vorlesen lassen und einige habe ich auch selber gelesen. Ich mag den smarten Kommissar Gereon und seine Geschichte. Olympia ist inzwischen schon der achte Roman, in dem Gereon und Charly oder besser Charlotte, in dem alten Berlin leben und immer wieder mit zwielichtigen Gesellen zusammentreffen. Ich finde, dass der Autor, Volker Kutscher, ein perfektes Berlin entstehen hat lassen. Dazu die interessanten Figuren. Immer wieder liest man den Berliner Dialekt, den ich in unserer Stadt so vermisse. Und auch die Straßen, Plätze, Orte und Häuser sind mir plausibel angeordnet. Ich kann auch nicht sagen, ob mir der Krimi hinter dem Roman besser gefällt, die Lebensgeschichte von Gereon, Charly und Fritze dem angenommenen Sohn oder der Blick in die Vergangenheit. Keine Ahnung, aber die Bücher haben einen Sog auf mich. Aber worum geht es dieses Mal, in dem achten Rath-Roman Olympia? Berlin in Aufruhr Gereon Rath ist mit den Machenschaften der neuen Regierung nicht besonders glücklich. Seinen Polizeidienst macht er inzwischen mit einer Unentspanntheit, die ihn selber ärgert. In Berlin werden demnächst die olympischen Spiele 1936 eröffnet. Menschen aus aller Welt strömen in die Stadt und weil nicht alle ein Hotelzimmer finden, laden die Berliner und Berlinerinnen sich fremde Gäste ein. Auch Gereon hat zugesagt, einen Gast aufzunehmen. Seitdem Fritze, ihr Pflegesohn nicht mehr bei ihnen wohnt, sondern bei seinen neuen nationalistischen Eltern Rademann, haben die Raths ein Zimmer frei. Statt einem Gast, trifft dann eine dreiköpfige Familie aus Amerika ein, die Gereon alleine versorgen muss. Charly will mit dem allem nichts zu tun haben und hat sich zu ihrer Freundin Gerda verzogen. Die ganze Stadt sieht wie aus dem Ei gepellt aus. Die Menschen begegnen den Besuchern unglaublich weltoffen. Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Fritze ist als Hitlerjunge in den Ehrendienst in das Olympische Dorf bestellt worden. Er darf dort den Sportlern zur Hand gehen, sie betreuen, ihnen die Wünsche von den Augen ablesen. Als er im Speisesaal etwas besorgen will, bricht einer der Gäste über seinem Essen zusammen und ist tot! Hatte der Mann nur einen Herzinfarkt, wie die Polizei behauptet? Gereon wird in das olympische Dorf versetzt, sehr zu seinem Ärger und soll den Fall „vertuschen“. In dem weltoffenen Berlin darf kein Mord geschehen. Wie würde die Stadt wohl dastehen! Aber es war ein Mord und es bleibt nicht bei einem! Wie gesagt, ich liebe die Geschichten aus dem alten Berlin. Ich liebe es, wie Volker Kutscher mich immer wieder begeistert, wenn ich seine Romane über den rheinischen Kommissar und seine kleine Familie lese. Von mir bekommt der Krimi/Roman 🐭🐭🐭🐭 Wer mehr über Gereon Rath und sein Berlin lesen möchte, kann hier auf dieser Webseite lesen

Ich liebe Bücher über das alte Berlin und Gereon Rath Bücher sowieso
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Olympiade in Berlin. Deutschland zeigt sich weltoffen. Doch ist es wirklich so? Tote im und um das olympische Dorf lassen SS und SD schwitzen. Wer war es? Wer weiß was? Wer weiß was von wem? Diese Fragen treiben Obersturmführer Sebastian Tornow um. Oberkommissar Rath mitsamt seiner Frau Charly sowie Fritze, Friedrich Thormann erwägen die Ausreise. Der achte Band rupft einen immer wieder in das Hier und Jetzt zurück. Hoffen wir das Beste. Für die Familie Rath sowie auch für uns.

4

Die Serie um Gereon Rath geht weiter. Wie der Titel schon andeutet, sind wir inzwischen im Jahr 1936: Die Welt ist zu Gast in Deutschland, um die Olympischen Spiele in Berlin zu feiern. Deutschland gibt sich weltoffen, aber hinter den Ringen brodelt es. Es gibt einen Mord im Olympischen Dorf und Gereon muss verdeckt ermitteln. Charlie hat natürlich ihren eigenen Kopf und gerät immer häufiger mit Gereon aneinander. Und dann gibt es ja auch noch die SS und alte Bekannte, die Gereon einspannen wollen. Man sieht schon, dass Gereon dieses Mal viele Bälle in der Luft halten muss. Kann das gut gehen? Wie immer hat mir der Ausflug in die 30er Jahre sehr gut gefallen. Noch zwei Bücher, dann habe ich das Ende der Reihe erreicht. Ich bin gespannt.

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Interessantes Thema, Tipp: Bände 1-7 vorher lesen!

Olympia 1936 in Berlin - die Propaganda Festspiele, das war ein Thema was man nicht alle Tage in einem Roman findet. Ich finde den historischen Hintergrund sehr gut recherchiert und wunderbar in die Gesamthandlung eingebunden. Es ist ein interessanter historischer Kriminalroman, der zeigt, was geschieht, wenn eine totalitäre Diktatur sich erst einmal etabliert hat. Willkür und Gewalt sind da keine Grenzen gesetzt und bekanntermaßen an der Tagesordnung. Es herrscht eine düstere Atmosphäre, eine Atmosphäre der Angst, welche sich beispielsweise im Schicksal der Gefangenen in den Konzentrationslagern (ein Gefangener muss das KZ Sachsenhausen errichten) zeigt. Immer wieder kommt die Angst vor dem „KL“ (Konzentrationslager) zur Sprache. Gut gefallen hat mir, die Darstellung wie gefährlich es sein kann, wenn man gegen den Strom schwimmt und nicht wie alle anderen mit der Masse mitläuft. Spannend, dass Frau von Rath hier Wege geht, die ich ihr persönlich nicht zugetraut hätte. Das Eintauchen in die Geschichte viel mir schwer. Ich hoffte, dass das Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Hier habe ich mich getäuscht, denn es wird immer wieder auf die ersten Bände der Reihe Bezug genommen. Meine Probleme hatte ich insbesondere mit den Wechseln der Kapitel. So manches Mal wusste ich nicht, bei welcher Person ich mich befinde, dies wurde erst im weiteren Verlauf klar, schade, das hemmt den Lesefluss. Es gab Situationen, da fehlte mir der Spannungsbogen und eine noch detailliertere Darstellung der olympischen Spiele und deren Wettkämpe. Das olympische Flair war kurz da, ging dann aber leider sehr schnell verloren.

4.5

Entwicklung zum Regime

Ein Mord im olympischen Dorf als Einstieg in die Schilderung, wie das Leben und Arbeiten von eigentlich normalen Menschen ab 1935/36 immer komplizierter wurde. Als Krimi spannend, als Geschichtsbuch sehr empfehlenswert

5

Olympia in Berlin

Der wirklich interessante Kriminalfall auf dem Olympiagelände hat Folgen bis in den Folgeband. Ein paar Jahre nach dem Lesen des Buches kann ich nur noch sagen, das ich es als gelungenen Olympiabericht empfinde. Leni Riefenstahl kommt auch drin vor. Besser wird ihre Kälte, ihr kalter Ehrgeiz noch von Daniel Kehlmann in Lichtspiel beschrieben.

3.5

Ein Zwischenbuch - Politisch weiterhin richtig spannend, der Fall noch so Der achte Band rund um Gereon Rath und allen Ränkespielen spielt zur Zeit der Olympiade im Berlin. Rath steht seit der Affäre mit Marlow und den angehörten Gesprächen zwischen ihm und Charly unter der Fuchtel der SS und muss im Auftrag von seinem ehemaligen Feind unliebsame Aufgaben übernehmen, was mit Kriminalistik und seiner eigentlichen Aufgabe erstmal wenig zu tun hat. Charly fühlt sich in Deutschland immer unwohler und nach und nach entsteht bei ihr der Wunsch sich ins Ausland abzusetzen. Es stellt sich aber als Herausforderung heraus, diesen Schritt mit Gereon zu gehen. Fritze, dass ehemalige Pflegekind der Raths ist bei den Olympischen Spielen als eine Art Gehilfe im Olympischen Dorf dabei. Gleich in den ersten Tagen beobachtet er einen Todesfall, der ihm und auch den Raths einiges abverlangen wird und sie vor die Frage stellt, welche Zukunft sich diese drei im Neuen Deutschland vorstellen können. Auch der achte Band strotzt nur so vor politischen Ränkespielchen und Volker Kutscher gelingt es wieder phänomenal gut, die ganzen Ermittlungen von Rath und auch deren private Verstrickungen in die Politik miteinander geschickt zu verweben. Allerdings wirkte dieser Band eher wie eine Art Zwischenband, der so langsam auf ein großes Finale hinarbeiten will. Gerade die erste Hälfte wirkte ein wenig unentschlossen und teilweise sehr zerfleddert, fast ein wenig orientierungslos. Doch nach und nach wird es besser, bis man diese Geschichte nicht mehr aus der Hand legen will. WIeder einmal eine starke Geschichte aus dem Rath-Universum, die es in sich hat und die Lebensläufe der Raths nachhaltig beeinflusst.

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Olympia 1936: Während das "Neue Deutschland" alles für eine perfekte Inszenierung getan hat, um das Regime weltoffen und visionär erscheinen zu lassen, gibt es bereits vor dem Start der Spiele erste Risse in der Fassade und es bleibt nicht nur bei einem rätselhaften Todesfall im Olympischen Dorf. Stecken tatsächlich destruktive kommunistische Machenschaften dahinter? Möglichst unauffällig und diskret soll Rath ermitteln, der durch die Erpressung eines SS Funktionärs, aber auch durch die Verwicklung seines ehemaligen Pflegesohnes immer stärker unter Druck gerät. Der Roman hat durchaus auch humorvolle Momente und es gibt ein Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren wie Goldstein. Die Gelegenheit die Geschichte mit einem fulminanten Showdown zu beenden, hat Kutscher leider versäumt, doch es gibt vielleicht dazu im nächsten Buch eine erneute Chance!

4

Volker Kutscher schafft es, eine einmalige Atmosphäre zu gestalten. Von Beginn an fühlte ich mich regelrecht in die Geschichte hineinkatapultiert. Man begleitet im ersten Teil den berühmt berüchtigten "Schränker Berlins", Adolf Winkler, dem Vorsitzenden des Ringvereins Berolina. Bald darf er "Moabit", das Berliner Gefängnis, verlassen und zurück in die Freiheit. Doch es gibt jemanden, der das nicht will - so sieht es aus. Denn Winkler überlebt haarscharf einen Mordanschlag. Dieser wird von Christian Ritter vereitelt, dem Gefängniswärter, der zufällig zur Tatzeit vor Ort war. Er ist "Der Wärter", der im zweiten Teil zu Wort kommt. Die ganze seltsame Geschichte um den "beinahe-Mord", bekommen wir aus Sicht von Ritter. Einige Wissenslücken werden gefüllt und werfen wiederum neue Fragen auf. Diese werden im dritten und letzten Teil aufgegriffen, in dem die ganze Situation durch Charlotte Ritter, "Die Tochter" des Gefängniswärters Christian Ritter, von ihren Eltern liebevoll Lotte genannt, vervollständigt wird. Das Leben ist hart und das Ende dieser Geschichte ist so einschneidend, dass Lotte nicht mehr ihr leichtes Leben fortführen kann und zur gestärkten Figur Charly wird. Obwohl ich kurze Geschichten und Kurzgeschichten gar nicht mag, ist dem Autor hier auf diesen wenigen Seiten eine fantastische Story gelungen. Prägnant und spannend erzählt, weswegen ich jede Seite genossen habe. Zum Hörbuch: Das Hörbuch, dem die wunderschönen Zeichnungen fehlen, zeichnet sich jedoch durch die drei Sprecher aus, die die Geschichte aus ihren drei unterschiedlichen Blickwinkeln ganz fantastisch interpretieren! Ihre Stimmen sind passend gewählt und machen das Hörbuch zu einem Genuß. Fazit: Dieses Hörbuch hat mir große Lust auf die nachfolgende Gereon-Rath-Reihe gemacht. Ich hoffe, dass sich auch in ihnen dieses faszinierende Berlin wiederfindet, das Volker Kutscher in "Moabit" dargestellt hat. Da das Ende leider offen ist, fehlt mir so ein bisschen der richtige Abschluss. Ich habe noch Fragen, die ich gerne beantwortete bekommen hätte. Nichtsdestotrotz, ein hervorragendes Hör-Büchlein, für das ich eine absolute Hörempfehlung aussprechen kann.

3

Ich musste mich erst in das Buch reinlesen. Die Geschichte plätscherte zum Anfang so vor sich hin. Nichts desto trotz hat mich das Buch ca. ab der Hälfte gepackt. Die Story wurde interessanter, aber das Ende war eines, wo sich, für mich, etwas zu viel aus den Fingern gesaugt wurde.

5

Olympische Spiele in Berlin 1936

Sehr gut hat der Autor das Thema Olympia in einen Krimi umgesetzt. Sehr spannend und gut geschrieben. Was geschieht mit Gereon Rath?

5

„Olympia” ist nicht nur ein weiterer Kriminalfall, sondern auch ein Panorama seiner Zeit. Ein Krimi, der historische Wirklichkeit und literarische Spannung meisterhaft verbindet.

Keine andere Buchreihe hat mich so sehr in ihren Bann gezogen wie die Krimis um Gereon Rath. Ich interessierte mich damals für den ersten Band, weil Volker Kutscher als Lokalredakteur ganz in meiner Nähe gearbeitet hat – der spätere Hype war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Entferntesten absehbar. Inzwischen sind die Krimis für mich zu echten Wohlfühlbüchern geworden – so paradox das bei einer Reihe voller Verbrechen und Morde zunächst klingen mag. Spätestens wenn Gereon Rath seine erste „Overstolz“ aus dem Etui zieht, fühlt es sich an wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten: vertraut, atmosphärisch dicht und zugleich immer wieder neu fesselnd. 🔴Die vollständige Rezension unter buecherherbst.blog🔴 Auch der achte Band der Reihe, „Olympia”, enttäuscht in dieser Hinsicht nicht. Die Handlung ist typisch für Kutscher: Ein zunächst klarer Fall entpuppt sich als vielschichtiges Komplott. Während der Olympischen Spiele 1936 in Berlin bricht ein amerikanischer Funktionär im Speisesaal zusammen. Offiziell ist es Herzversagen, doch in Wahrheit ist es ein raffiniert ausgeführter Giftmord. Wie schon in den vorherigen Bänden überzeugt Kutscher vor allem durch Atmosphäre und Szenerie. Er lässt das Berlin der 1930er Jahre lebendig werden: schillernd im olympischen Glanz, zugleich aber verdunkelt von der Diktatur, die hinter den Kulissen bereits ihr wahres Gesicht zeigt. Dabei bleibt Kutschers Sprache gewohnt prägnant, atmosphärisch und pointiert. Er schafft es, die Dialoge lebendig und authentisch zu gestalten, ohne ins Historisierende abzugleiten. „Olympia” ist nicht nur ein weiterer Kriminalfall, sondern auch ein Panorama seiner Zeit. Ein Krimi, der historische Wirklichkeit und literarische Spannung meisterhaft verbindet.

„Olympia” ist nicht nur ein weiterer Kriminalfall, sondern auch ein Panorama seiner Zeit. Ein Krimi, der historische Wirklichkeit und literarische Spannung meisterhaft verbindet.
5

Wahnsinns Buch, sehr spannend und sehr heftig,wenn man bedenkt, wie viel davon auf geschichtlichem Hintergrund aufgebaut ist. Bin schon auf die weiteren Bände gespannt.

Man hat das Gefühl wirklich in 1936 einzutauchen

Beim Lesen merkt man, wie intensiv Volker Kutscher für seine Werke recherchiert, denn es ist einfach alles stimmig. Man fühlt sich wirklich in eine andere Zeit versetzt. Berlin 1936: nur noch ein paar Überbleibsel der goldenen 20er Jahre sind übrig, der Nationalsozialismus breitet sich in der ganzen Stadt wie ein Geschwür aus. Auch die Kripo und Olympiade werden von den Nazis instrumentalisiert. Dabei bringen Morde auf dem Olympia Gelände das ganze Propaganda Konstrukt ins Wanken und Rath und Charly ermitteln wieder. Besonders beeindruckt hat mich, wie man in diese (aus heutiger Sicht) oft kaum noch nachvollziehbare Zeit eintaucht. Einziger klitzekleiner Minuspunkt war für mich die Auflösung des Falls.

4

Sehr konstruiert, viele Dinge passieren, um den pPot voranzutreiben – aus dem Plot selbst kommt hier wenig. Schon der Vorgänger hat die Willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit herausgefordert. Atmosphärisch dicht, ein guter Einblick in die Zeit, bisweilen aber an den recht schütteren Haaren herbeigezogen – ich blicke gespannt auf den Nachfolger.

4

Ein wirklich guter und spannender Fall zur Zeit der olympischen Spiele 1936 in Berlin. Nur der Epilog war merkwürdig, der hätte auch ein eigenständiges Buch werden können.

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