Der nasse Fisch
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Der erste Fall der Gereon Rath-Bestsellerreihe
Mit diesem Roman beginnt die spektakuläre Serie, in der Kutscher seinen Kriminalkommissar Gereon Rath in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche im Berlin der späten 20er-Jahre führt.
Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Weltstadt im Rausch, die von sozialen und politischen Spannungen zerrissen ist. Ungefragt schaltet sich der Kommissar in die stagnierenden Ermittlungen eines Mordfalls ein – und stößt in ein Wespennest. Dann verliebt Rath sich in Charly, Stenotypistin in der Mordkommission, und missbraucht ihr Insiderwissen für seine einsamen Ermittlungen.
»Der beste deutsche Hardboiler des Jahres.« Bücher
Book Information
Author Description
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Er lebt als freier Autor in Köln und Berlin. Mit dem Roman »Der nasse Fisch« (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem neun weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion »Babylon Berlin«, deren erste drei Staffeln auf Sky und in der ARD zu sehen waren. Die vierte Staffel folgte im Frühjahr 2023 in der ARD. Mit den von Kat Menschik illustrierten, im Rath- Universum angesiedelten Erzählungen »Moabit«, »Mitte« und »Westend« gelangen ihm ebenfalls Bestseller.
Posts
Kommissar Gereon Rath, der durch die Beziehungen seines Vaters nach einem Zwischenfall im Dienst von Köln nach Berlin versetzt wurde, arbeitet bei der Sittenpolizei, ist aber unglücklich damit, nur bei Razzien in zwielichtigen Nachtclubs dabei zu sein, denn sein eigentliches Ziel ist die Mordommission. Als eine Leiche in einem verunfallten Auto im Landwehrkanal gefunden wird, die schon vor dem Unfall ermordet wurde, sieht er seine Chance gekommen. Dieses Buch ist die Vorlage für Babylon Berlin, und mein persönlicher Eindruck ist nach dem Buch ähnlich wie nach der Serie: Ganz nette Unterhaltung, die mich aber nicht vom Hocker reißt. Vieles erscheint mir arg konstruiert. Aber gut, letzteres trifft auf viele, wenn nicht die meisten Krimis zu, nur konnte ich hier schlechter als in anderen Bücher darüber hinwegsehen, vielleicht auch weil mich das Nepo Baby Rath irgendwann ein bisschen genervt hat. Da sich das Buch aber flüssig liest, habe ich es angesichts des Umfangs verhältnismäßig schnell weggelesen.
Heute möchte ich euch den historischen Roman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher vorstellen, der im Jahr 2008 erschienen ist. Der Roman bildet den Auftakt der Gereon-Rath-Reihe und führt erstmals den Kriminalkommissar Gereon Rath ein. Rath wird von Köln nach Berlin versetzt, um in der Mordkommission zu arbeiten. Dort gerät er schnell in einen komplexen Fall, der ihn tief in ein gefährliches Milieu aus militanten Exilrussen, Schmuggelgold, illegalem Waffenhandel und paramilitärischen Strukturen führt. Parallel dazu entwickelt sich seine Beziehung zu Charlotte Ritter, deren Insiderwissen er für seine Ermittlungen nutzt. Doch Rath gerät selbst zunehmend unter Druck, als er nach einem tödlichen Schuss und dem Verschwindenlassen einer Leiche ins Visier der Ermittlungen gerät. Im Laufe der Handlung deckt er die Verstrickungen seines Kollegen Bruno Wolter in den illegalen Waffenhandel auf. In einer gezielten Falle kommt Wolter schließlich tödlich zu Schaden. Sein Tod wird offiziell als Diensttod deklariert, während das Schmuggelgold in den Besitz von Johann Marlow übergeht, der Rath am Ende einen kleinen Anteil zukommen lässt. Besonders überzeugt der Roman durch seinen atmosphärisch dichten Schreibstil. Volker Kutscher erzählt ruhig, präzise und zugleich sehr bildhaft. Seine detailreichen Beschreibungen lassen das Berlin der späten 1920er-Jahre eindrucksvoll lebendig werden. Durch genaue Milieuschilderungen, authentische Dialoge und eine konsequent aufgebaute Spannung gelingt es, tief in die Handlung einzutauchen, ohne dass die Sprache je überladen wirkt. Für mich war das Buch vor allem deshalb besonders spannend, weil viele Schauplätze in Neukölln angesiedelt sind – einem Kiez, in dem ich selbst arbeite. Beim Lesen hatte ich die Orte unmittelbar vor Augen, was der Geschichte eine zusätzliche Nähe und Intensität verliehen hat und die ohnehin starke Atmosphäre noch verstärkt. Positiv hervorzuheben sind die glaubwürdig gezeichneten Figuren, die dichte historische Stimmung sowie der klug konstruierte Kriminalfall. Die eher langsame, aber stetige Spannungsentwicklung trägt wesentlich zur Wirkung des Romans bei. Stellenweise empfand ich das Erzähltempo jedoch als etwas zu gemächlich, was nicht durchgehend fesselt und gelegentlich Geduld erfordert. Insgesamt ist „Der nasse Fisch“ ein überzeugender Auftakt der Gereon-Rath-Reihe, der vor allem durch Atmosphäre, Authentizität und einen starken Schauplatz überzeugt. Bewertung: 4 von 5 Sternen ✨️

Gereon Rath ermittelt im Jahr 1929 . Man bekommt neben dem spannenden Fall einen interessanten Einblick in die damalige Zeit. Gereon Rath ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter, mit einigen Ecken und Kanten. Sein Verhalten und auch seine eigenwilligen Ermittlungen sind interessant ge- und beschrieben. Ich fand es zwischendurch ein wenig verwirrend, da zeitgleich sehr viele Personen vorkommen und man nicht so richtig unterscheiden konnte, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Einige Seiten lasen sich etwas zäh. Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und freue mich auf Teil 2. Nachdem unsere Bibliothek sehr gut ausgestattet ist, habe ich Teil 2 gleich mitgenommen.
Ein Kriminalroman mit authentischem Mafia-Flair. Wenn ich an einen Polizisten in den 1920er Jahren denke, wird mir nun für alle Zeit Gereon Rath in den Sinn kommen. Er verkörpert das Bild eines Ermittlers dieser Zeit, ohne dabei in Klischees zu verfallen. An seiner Seite steht eine ganze Reihe faszinierender Nebencharaktere, die mit ihren eigenen Geschichten und Eigenheiten die Handlung bereichern. Der Fall, den Rath in diesem Band zu lösen hat, ist von Beginn an verworren. Gerade wenn man glaubt, endlich Licht ins Dunkel zu bringen, wird diese Erkenntnis sogleich von der rauen Realität zunichtegemacht. Am Ende musste ich selbst erst einmal durch das Dickicht dieses komplexen Falls blicken, um alle Zusammenhänge zu erfassen – ein großes Kompliment an den Autor! Ich bin gespannt, welche Herausforderungen unsere Charaktere in Zukunft erwarten, denn eines ist sicher: Berlin schläft nicht.
Guter Start...
Erster Teil der Gereon Rath Reihe Gelesen von David Nathan Wenn es nach mir geht könnte David Nathan gut eine Bedienungsanleitung vorlesen und ich würde es mir gern anhören 😆 er hat eine wirklich sehr angenehme Stimme und ich höre ihm gerne zu. So auch hier, " Der nasse Fisch" ist der Auftakt der Gereon Rath Reihe, welche auch als Vorlage für Babylon Berlin dient (noch nicht gesehen, wird aber definitiv nachgeholt). Die Story ist spannend erzählt, man gewinnt einen Einblick in Zeit politisch wie auch gesellschaftlich. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und so mancher Bekannter Name hat auch seinen kleinen /großen Auftritt. Gerne mehr.
Interessanter historischer Krimi
Der erste Fall von Gereon Rath- der nasse Fisch- Ich fand es sehr interessant ein Buch zu lesen, dass vor fast 100 Jahren spielt! Teilweise war die Sprache etwas schwerer aber das hat mich nicht gross gestört. Aber ein Punkt den ich nicht so toll fand, beziehungsweise der mich gestört hat war, dass in dem Roman so viele Leute gestorben sind. Ich glaube das ist einfach nichts für mich. Ich mag es eher wenn am Anfang eine Person stirbt und dann dazu ermittelt wird. Aber das ist glaube ich Geschmacksache. 👮🏼♂️🇷🇺🌃
Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Ungefähr bis zur Hälfte hat es mir teilweise ganz gut gefallen, insgesamt kam für mich keine Spannung auf, irgendwann habe ich nur noch weiter gelesen, um das Buch zu beenden. Für mich war die ganze Handlung viel zu verstrickt und kompliziert, so dass ich auch aufgrund der vielen Personen leicht den Überblick verloren habe. Ich hatte gehofft, das Ende könnte noch etwas rausreißen, aber leider wurde ich enttäuscht. Ich werde diese Reihe höchstwahrscheinlich nicht weiterlesen, aber der Serie werde ich eine Chance geben!
Kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, die Geschichte hat mir so gar nicht gefallen.👎👎👎
Wie schon gesehen, hat die Geschichte von mir insgesamt 2 von 5 möglichen Sternen bekommen. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Die Geschichte und die Story haben einfach nicht gefallen. Am Ende habe ich das Buch quer gelesen und ihr seht, welches Ergebnis dabei herausgekommen ist. Die Geschichte hat von mir insgesamt zwei von fünf möglichen Sternen bekommen. Hatte mehr von dem Buch erwartet. Fand es nicht sehr spannend, der Schreibstil gefiel mir nicht. Flach und langatmig. Kann es leider nicht empfehlen.
Wollte die Serie schauen, aber bei den aktuellen Nachrichten über Volker Bruch... nah, I'm good. Die Buchvorlage sind jedenfalls solide drei Sterne. Das Setting ist bombe - hat mich ein bisschen an "Der Gang vor die Hunde" erinnert - und ich lese gerne Geschichten, die während der Weimarer Republik spielen. Überhaupt wirkt Raths Umwelt sehr gut recherchiert, der preußische Polizeiapparat, die politischen Unruhen, Kokain und Partys, wirken plötzlich ganz nah und gar nicht mehr so staubig wie vielleicht im Geschichtsunterricht. Das Gegenteil tritt dann bei Kutschers Figuren ein: Die fand ich eher hölzern.
Lange vor „Babylon Berlin“ hatte ich mir „Der nasse Fisch“ aus der Bücherei ausgeliehen. Wenigstens also kein Geld ausgegeben für einen bloßen Staubfänger. So spannend die Fälle sind, die Gereon Rath im Berlin der 20er Jahre, der Weltwirtschaftskrise und des Nationalsozialismus zu lösen hat, für mich ist Volker Kutscher ebenso unlesbar wie Donna Leon (obwohl ich den Commissario auch sehr mag).
Einblick in die 20er
Insgesamt ein guter Krimi, der interessante Einblicke in die 20er in Berlin liefert. Dennoch habe ich mit der Hauptfigur gehadert: Kommissar Gereon Rath ist kein Sympathieträger und nicht rein "der Gute". Es ist sinnvoll, wenn medial Fehler und Makel von Protagonisten gezeigt werden und macht selbige glaubhafter bzw. authentischer. Aber für mich persönlich war es etwas zuviel der Unkorrektheit.

Willkommen in Babylon Berlin! Zum Auftakt der Rath-Romane erkämpft sich der titelgebende Protagonist, Gereon Rath, seine gewünschte Position in der Polizei Berlins der 1920er Jahre. Strafversetzt von Köln nach Berlin muss er sich zunächst in der "Sitte" beweisen, stellt aber schon bald eigene Ermittlungen in einem Mordfall an. Durch die Augen des Neuankömmlings hat der Leser die faszinierende Möglichkeit, die lebhafte Metropole nach Ende des 1. Weltkriegs kennenzulernen. Volker Kutscher schafft es, ein sehr atmosphärisches und historisch akurates Bild zu gestalten. Dieser Auftakt macht definitiv Lust auf mehr!
Unglaublich detailliert erzählt Kutscher diesen unaufgeregten, aber sehr spannenden klassischen Kriminalfall im Berlin der Weimarer Republik. Kommissar Gereon Rath ist kein geschleckter Ermittler, so wie fast nichts in dem Roman klar schwarz oder weiß ist. Der Fall wird zunehmend verzwickter, und immer neue Spuren tauchen auf und führen teils in die Irre. Bis zum Ende bleibt es fesselnd, dabei sorgt genau das richtige Quäntchen Humor für ein wenig Entspannung zwischendurch. Übrigens habe ich nach gut der Hälfte die ersten beiden Folgen der darauf basierenden Serie "Babylon Berlin" angesehen und konnte wenig Ähnlichkeiten feststellen. Die Serie ist nicht schlecht, weicht aber vom Buch zu stark ab, wie ich finde. Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen.
👮♂️🇩🇪🚃 Spannender historischer, eigentlich politischer Krimi im Milieu Berlins Mitte/Ende der 1920er Jahre, also zwischen zwei Weltkriegen. Es geht um Macht, Korruption und Bandenkriminalität und der Protagonist, der selbst keine weiße Weste hat, ist nicht der Sympathieträger schlechthin, sondern hat jede Menge Ecken und Kanten. Auf jeden Fall gelingt es diesem Buch sehr gut, den Zeitgeist jener Epoche einzufangen und ist ein vielversprechender Start in die Gereon Rath-Reihe. Ich muss noch dazu sagen, dass ich die Serie Babylon Berlin schon kannte und festgestellt habe, dass sowohl die Handlung und vor allem auch einige Personen sehr von der Buchvorlage abweichen. Das musste ich mir erstmal klarmachen und entsprechend offen und unvoreingenommen an das Buch herangehen. Das hat etwas gedauert. Trotzdem klare Leseempfehlung.
Schöner Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!
+ authentischer Protagonist; sehr passend für einen Berlin-Krimi in den "goldenen" 20er Jahren + viele interessante Nebencharaktere, die man sich gut in der damaligen Zeit vorstellen kann; schöne Atmosphäre + spannender Kriminalfall verknüpft mit den geschichtlichen bzw. politischen Interpretationen des Autors - durch die zahlreichen Verstrickung wirkt die Story teilweise ein wenig wirr - Detailreichtum sorgt leider auch für ein paar Längen

Ich bin Fan der Fernsehserie Babylon Berlin. Was lag da näher, als auch die Bücher zu lesen. Leider war das für mich diesmal keine so gute Idee. Ich habe Versuch die Serie aus dem Kopf zu bekommen und mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Leider ist es mir nicht gelungen und deshalb ist der erste Band der Reihe für mich auch der Letzte. Das hat es nicht verdient, aber was soll ich tun.
Zwar brauchte ich ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, konnte den ‚nassen Fisch‘ dann aber nur noch selten aus der Hand legen. Ja, die Story hat manche Längen und es werden immer mal Szenen eingeworfen, die für die eigentliche Handlung bzw. den Kriminalfall wenig Relevanz haben, diese bringen einem das Berlin 1929 aber nur umso näher. Interessant, vom - wahrscheinlichen - Alltag, der Stimmung und ‚dem Leben‘ aus dieser Zeit zu lesen. Hat mich gut unterhalten, und jetzt kann ich auch guten Gewissens Babylon Berlin schauen ;-)
Volker Kutscher gelingt mit seinem 1. Band der Gereon Rath-Reihe ein faszinierender historischer Krimi, der in den späten 1920er Jahren in Berlin spielt. Spürbares Lokalkolorit, eine spannende und komplexe Handlung und Figuren, die nicht immer so handeln, wie man es eigentlich vermuten würde. Der nasse Fisch ist für mich ein historischer Krimi der Extraklasse. Fans des Genres sollten dieses Buch unbedingt lesen!
(German review below)Although I don't think it's supposed to be, this is basically a cheesy romance novel for men, completely with: 1. Long and repetitive descriptions of people's appearances - when they are of the other sex than the main character. Usually starting with their breasts or legs.2. Every female character wants the main character, even those who already have a man. Well, except for the ones described as "fat". That would be just gross, of course. (sarcasm)3. The main character is supposed to be very clever, but mostly things just happen to him without him doing anything significant. 4. Wooden and cheesy dialogue.5. A plot that could have been interesting, but is presented very straightforward to make room for a cheesy and boring romance will-they-won't-they plot and resolved too easily.6. The characters are all very clever and capable, except when they need to not be.7. The main character is not very consistent and thus not very likeable, although he is supposed to be... 'deep'.8. The other characters are flat and cliché.The book is very, very long. There are a lot of repetitions and unnecessary descriptions. The story could easily have been told in about half the pages.I give it a second star because, although there are some inaccuracies, the author clearly did a lot of research. I would have loved to read this book if he had provided the historical context and another author had done the actual writing.__________________________________________________Auch wenn es das vermutlich nicht sein möchte, ist das Buch ein Groschenroman für Männer. Komplett mit:1. Langen und ständig wiederholten Beschreibungen von Charakteren des anderen Geschlechts (als der Hauptcharakter). Diese beginnen für gewöhnlich mit ihren "wölbenden" Brüsten oder ihren langen Beinen.2. Jeder weibliche Charakter will natürlich mit dem Hauptcharakter ins Bett, auch die eigentlich vergebenen. Außer natürlich diejenigen, die als "fett" beschrieben werden. Das wäre ja eklig. (Sarkasmus)3. Der Hauptcharakter wird als schlau und clever beschrieben, meistens tut er selbst aber eher wenig und Dinge passieren ihm einfach. 4. Hölzerne Dialoge. (Ich bezweifle, dass Frauen in den 20ern mit vollem Ernst Dinge gesagt haben wie "Oh, du hast ja _noch_ eine Waffe dabei. Lass uns die doch mal rausholen.")5. Ein Plot der interessant hätte sein können, sich aber sehr einfach entwickelt, um Platz für die langweilige Standard-Romanze zu lassen. 6. Die Charaktere sind schlau und fähig, außer wenn es notwendig ist, dass sie es nicht sind.7. Das wirkt sich auch auf den Hauptcharakter aus, der nicht sehr konsistent präsentiert wird und damit leider nicht meine Sympathie wecken kann.8. Die anderen Charaktere sind flach und Klischee-beladen.Das Buch ist sehr, sehr lang, mit vielen Wiederholungen und unnötigen Beschreibungen. Die Geschichte hätte vermutlich auf ca. der Hälfte der Seiten erzählt werden können.Ich vergebe einen zweiten Stern, weil der Autor offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht hat. Es gibt ein paar Ungenauigkeiten, aber die gibt es immer. Davon abgesehen ist der hohe Rechercheaufwand zu erkennen.Ich würde das Buch sehr gern lesen, wenn der Autor sein historisches Wissen beisteuert und eine andere Person die eigentliche Schreibarbeit übernimmt.
Ein Krimi in einem sehr spannenden Setting
3,5* Gereon Raths erster Fall ist ein sehr klassischer Krimi mit bekannten Wendungen, vielen Charakteren und mehreren Storyzweigen, die am Ende irgendwie zu einem Knäuel werden. Dabei sticht vor allem die dichte Atmosphäre eines Berlins heraus, das kurz vor einem drastischen Umschwung steht und mit Straßenkämpfen, Prunk und Propaganda versucht, davon abzulenken, dass die goldenen Zwanziger nicht mal Aluminium waren und eher als Metropolis-esque in Erinnerung bleibt. Im Zentrum steht Gereon Rath, ein Mal mehr und meistens eher weniger sympathischer Kommissar, welcher über einen Mordfall stolpert und versucht, diesen aufzuklären. Dabei passieren mehr Fälle und so weiter und so fort. Der nasse Fisch ist ein ziemlich guter Anfang für diese sehr lange Krimireihe und trotz der bekannten Merkmale kommt nicht nur einmal dichte Spannung auf. Mir fallen nur die teilweise sehr unnötigen Gespräche auf, welche zu nichts führen, und dass es am Ende eventuell ein Strang zu viel ist, der dem Knäuel wenig bis gar nichts bringt.
Vorlage zur Serie Babylon Berlin. Interessanterweise ist die Serie ausführlicher mit viel mehr Hintergrund bezüglich der verschiedenen Figuren. Könnte natürlich in der Buchreihe noch aufgegriffen werden. Abgesehen davon, ist der erste Teil um Kommissar Gereon Rath aber ein spannender, guter Krimi im Berlin der 20er Jahre.
Der Polizeikommissar Rath wird aus der Mordkommission in Köln in die Sitten Polizei nach Berlinerstraße versetzt. Nach einer Verfolgungsjagd zu einem Pornoring werben er und sein Vorgesetzter Wolter ein Spitzel an. Kurz darauf taucht in einem Kanal in einem Auto die Leiche seines ehemaligen Vormieters auf. Rath ermittelt in diesem Fall auf eigene Faust um in Berlin zum Kriminalkommissar befördert zu werden. Im Laufe seiner Mittlung findet er heraus, dass in Berlin Gold aus der Sowjetunion ankommen soll und sein Vormittag zu Vormieter durch die Suche nach dem Gold ermordet wurde. Viele verschiedene Parteien sind auf der Suche nach dem Gold unter anderem, der UnterBoss Chef Marlow. Bald darauf wird jedoch auch ein Kollege von Rath tot aufgefunden und Rath wird klar, dass sein Vorgesetzter Wolter ihn ermordet hat. Im Laufe der Ermittlungen findet Rath heraus, dass Wolter wegen seiner Verbindungen zu den Nazis und der SA im Visier der Polizei stand und der tote Kollege ihm auf die Schliche kam. Nachdem er diese Verbindung dem Polizeipräsidenten schildert, stellen Sie eine Falle, um Wolters Verbindung zu der SA zu beweisen. Diese Falle geht jedoch schief und Wolter stirbt dabei. im Laufe der Ermittlungen konnte Rath jedoch den Mörder seines Vormieters identifizieren, welcher selbst gestorben ist. Damit wurde Rath schließlich auch zum Kriminalkommissar befördert.
Nachdem ich mir viel von Babylon Berlin versprochen hatte, wollte ich doch schon wissen, wo die Serie eigentlich herkommt und war... leicht enttäuscht. Die ganze Story zieht sich wie Kaugummi und wird durch die Liebesgeschichte noch weiter in die Länge gezogen. Und davon mal abgesehen, finde ich Gereon Rath auch nicht gerade einen liebenswerten Protagonisten...
Ausflug ins Berlin der späten 1920er Jahre: politische Umbrüche, soziale Spannungen und ziemlich viel Sex & Koks
Der Kriminalkommissar Gereon Rath ist neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte. Ungefragt und in typischer hardboiled-Marnier schaltet er sich in die stagnierenden Ermittlungen eines Mordfalls ein – und stößt in ein Wespennest. Damit bringt er Dinge zum Vorschein, die nicht nur die Polizei lieber unter dem Mantel des Schweigens behalten hätte… Mit einem spannenden Start entführt Volker Kutscher seine Leser in eine aufregende Zeit zwischen sexueller Revolution, 20er-Jahre-Glamour und dem aufkeimenden Nationalsozialismus. Dabei verwebt er reale Ereignisse, wie den Blutmai, geschickt mit der Story, ohne dass seine Protagonisten von der historischen Relevanz der Ereignisse ahnen (wirklich schön gemacht!). Das Setting ist toll und man taucht absolut in eine andere Zeit ab. Doch leider war es das auch, denn der Plot ist dünn und die Figuren wirken zweidimensional. In rund 18 Stunden hätte ich mir inhaltlich etwas mehr Tiefgang gewünscht. Stattdessen bleibt es sehr oberflächlich bei der Lonely-Wolf-Heldengeschichte gepaart mit einer Liebesgeschichte. Der Protagonist ist nicht unsympathisch, doch fiel es mir schwer, zu jeglichen Figuren eine Beziehung aufzubauen. Charly ist flach und man versteht ihre Reaktionen nicht, die ganze Horde an Polizisten sind Mittel zum Zweck und auch der Protagonist vollzieht keinerlei Wandlung. Er ist am Ende genau der gleiche wie zuvor, ohne etwas dazugelernt zu haben. Ja, kann man machen. Ist aber dann eben auch leider kein Highlight, sondern ein ganz netter Roman, der zeitweise doch etwas langatmig ist. ⭐️⭐️⭐️
Ein Buch, dass Lust macht die Nachfolgebände auch zu lesen. Die Krimistory allein macht nicht den Reiz aus. Aber die Einbettung in die historischen Ereignisse und die zwischenmenschlichen Beziehungen und ihre Schilderung haben das Buch für mich zu einem Erlebnis gemacht. Empfehlenswert ist auch die Gereon Rath Internetseite mit visuellen und kartographischen Inhalten zu Berlin und den Schauplätzen des Romans. 👍
Description
Der erste Fall der Gereon Rath-Bestsellerreihe
Mit diesem Roman beginnt die spektakuläre Serie, in der Kutscher seinen Kriminalkommissar Gereon Rath in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche im Berlin der späten 20er-Jahre führt.
Rath, neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte, erlebt eine Weltstadt im Rausch, die von sozialen und politischen Spannungen zerrissen ist. Ungefragt schaltet sich der Kommissar in die stagnierenden Ermittlungen eines Mordfalls ein – und stößt in ein Wespennest. Dann verliebt Rath sich in Charly, Stenotypistin in der Mordkommission, und missbraucht ihr Insiderwissen für seine einsamen Ermittlungen.
»Der beste deutsche Hardboiler des Jahres.« Bücher
Book Information
Author Description
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Er lebt als freier Autor in Köln und Berlin. Mit dem Roman »Der nasse Fisch« (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem neun weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion »Babylon Berlin«, deren erste drei Staffeln auf Sky und in der ARD zu sehen waren. Die vierte Staffel folgte im Frühjahr 2023 in der ARD. Mit den von Kat Menschik illustrierten, im Rath- Universum angesiedelten Erzählungen »Moabit«, »Mitte« und »Westend« gelangen ihm ebenfalls Bestseller.
Posts
Kommissar Gereon Rath, der durch die Beziehungen seines Vaters nach einem Zwischenfall im Dienst von Köln nach Berlin versetzt wurde, arbeitet bei der Sittenpolizei, ist aber unglücklich damit, nur bei Razzien in zwielichtigen Nachtclubs dabei zu sein, denn sein eigentliches Ziel ist die Mordommission. Als eine Leiche in einem verunfallten Auto im Landwehrkanal gefunden wird, die schon vor dem Unfall ermordet wurde, sieht er seine Chance gekommen. Dieses Buch ist die Vorlage für Babylon Berlin, und mein persönlicher Eindruck ist nach dem Buch ähnlich wie nach der Serie: Ganz nette Unterhaltung, die mich aber nicht vom Hocker reißt. Vieles erscheint mir arg konstruiert. Aber gut, letzteres trifft auf viele, wenn nicht die meisten Krimis zu, nur konnte ich hier schlechter als in anderen Bücher darüber hinwegsehen, vielleicht auch weil mich das Nepo Baby Rath irgendwann ein bisschen genervt hat. Da sich das Buch aber flüssig liest, habe ich es angesichts des Umfangs verhältnismäßig schnell weggelesen.
Heute möchte ich euch den historischen Roman „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher vorstellen, der im Jahr 2008 erschienen ist. Der Roman bildet den Auftakt der Gereon-Rath-Reihe und führt erstmals den Kriminalkommissar Gereon Rath ein. Rath wird von Köln nach Berlin versetzt, um in der Mordkommission zu arbeiten. Dort gerät er schnell in einen komplexen Fall, der ihn tief in ein gefährliches Milieu aus militanten Exilrussen, Schmuggelgold, illegalem Waffenhandel und paramilitärischen Strukturen führt. Parallel dazu entwickelt sich seine Beziehung zu Charlotte Ritter, deren Insiderwissen er für seine Ermittlungen nutzt. Doch Rath gerät selbst zunehmend unter Druck, als er nach einem tödlichen Schuss und dem Verschwindenlassen einer Leiche ins Visier der Ermittlungen gerät. Im Laufe der Handlung deckt er die Verstrickungen seines Kollegen Bruno Wolter in den illegalen Waffenhandel auf. In einer gezielten Falle kommt Wolter schließlich tödlich zu Schaden. Sein Tod wird offiziell als Diensttod deklariert, während das Schmuggelgold in den Besitz von Johann Marlow übergeht, der Rath am Ende einen kleinen Anteil zukommen lässt. Besonders überzeugt der Roman durch seinen atmosphärisch dichten Schreibstil. Volker Kutscher erzählt ruhig, präzise und zugleich sehr bildhaft. Seine detailreichen Beschreibungen lassen das Berlin der späten 1920er-Jahre eindrucksvoll lebendig werden. Durch genaue Milieuschilderungen, authentische Dialoge und eine konsequent aufgebaute Spannung gelingt es, tief in die Handlung einzutauchen, ohne dass die Sprache je überladen wirkt. Für mich war das Buch vor allem deshalb besonders spannend, weil viele Schauplätze in Neukölln angesiedelt sind – einem Kiez, in dem ich selbst arbeite. Beim Lesen hatte ich die Orte unmittelbar vor Augen, was der Geschichte eine zusätzliche Nähe und Intensität verliehen hat und die ohnehin starke Atmosphäre noch verstärkt. Positiv hervorzuheben sind die glaubwürdig gezeichneten Figuren, die dichte historische Stimmung sowie der klug konstruierte Kriminalfall. Die eher langsame, aber stetige Spannungsentwicklung trägt wesentlich zur Wirkung des Romans bei. Stellenweise empfand ich das Erzähltempo jedoch als etwas zu gemächlich, was nicht durchgehend fesselt und gelegentlich Geduld erfordert. Insgesamt ist „Der nasse Fisch“ ein überzeugender Auftakt der Gereon-Rath-Reihe, der vor allem durch Atmosphäre, Authentizität und einen starken Schauplatz überzeugt. Bewertung: 4 von 5 Sternen ✨️

Gereon Rath ermittelt im Jahr 1929 . Man bekommt neben dem spannenden Fall einen interessanten Einblick in die damalige Zeit. Gereon Rath ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter, mit einigen Ecken und Kanten. Sein Verhalten und auch seine eigenwilligen Ermittlungen sind interessant ge- und beschrieben. Ich fand es zwischendurch ein wenig verwirrend, da zeitgleich sehr viele Personen vorkommen und man nicht so richtig unterscheiden konnte, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Einige Seiten lasen sich etwas zäh. Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und freue mich auf Teil 2. Nachdem unsere Bibliothek sehr gut ausgestattet ist, habe ich Teil 2 gleich mitgenommen.
Ein Kriminalroman mit authentischem Mafia-Flair. Wenn ich an einen Polizisten in den 1920er Jahren denke, wird mir nun für alle Zeit Gereon Rath in den Sinn kommen. Er verkörpert das Bild eines Ermittlers dieser Zeit, ohne dabei in Klischees zu verfallen. An seiner Seite steht eine ganze Reihe faszinierender Nebencharaktere, die mit ihren eigenen Geschichten und Eigenheiten die Handlung bereichern. Der Fall, den Rath in diesem Band zu lösen hat, ist von Beginn an verworren. Gerade wenn man glaubt, endlich Licht ins Dunkel zu bringen, wird diese Erkenntnis sogleich von der rauen Realität zunichtegemacht. Am Ende musste ich selbst erst einmal durch das Dickicht dieses komplexen Falls blicken, um alle Zusammenhänge zu erfassen – ein großes Kompliment an den Autor! Ich bin gespannt, welche Herausforderungen unsere Charaktere in Zukunft erwarten, denn eines ist sicher: Berlin schläft nicht.
Guter Start...
Erster Teil der Gereon Rath Reihe Gelesen von David Nathan Wenn es nach mir geht könnte David Nathan gut eine Bedienungsanleitung vorlesen und ich würde es mir gern anhören 😆 er hat eine wirklich sehr angenehme Stimme und ich höre ihm gerne zu. So auch hier, " Der nasse Fisch" ist der Auftakt der Gereon Rath Reihe, welche auch als Vorlage für Babylon Berlin dient (noch nicht gesehen, wird aber definitiv nachgeholt). Die Story ist spannend erzählt, man gewinnt einen Einblick in Zeit politisch wie auch gesellschaftlich. Die Charaktere haben Ecken und Kanten und so mancher Bekannter Name hat auch seinen kleinen /großen Auftritt. Gerne mehr.
Interessanter historischer Krimi
Der erste Fall von Gereon Rath- der nasse Fisch- Ich fand es sehr interessant ein Buch zu lesen, dass vor fast 100 Jahren spielt! Teilweise war die Sprache etwas schwerer aber das hat mich nicht gross gestört. Aber ein Punkt den ich nicht so toll fand, beziehungsweise der mich gestört hat war, dass in dem Roman so viele Leute gestorben sind. Ich glaube das ist einfach nichts für mich. Ich mag es eher wenn am Anfang eine Person stirbt und dann dazu ermittelt wird. Aber das ist glaube ich Geschmacksache. 👮🏼♂️🇷🇺🌃
Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Ungefähr bis zur Hälfte hat es mir teilweise ganz gut gefallen, insgesamt kam für mich keine Spannung auf, irgendwann habe ich nur noch weiter gelesen, um das Buch zu beenden. Für mich war die ganze Handlung viel zu verstrickt und kompliziert, so dass ich auch aufgrund der vielen Personen leicht den Überblick verloren habe. Ich hatte gehofft, das Ende könnte noch etwas rausreißen, aber leider wurde ich enttäuscht. Ich werde diese Reihe höchstwahrscheinlich nicht weiterlesen, aber der Serie werde ich eine Chance geben!
Kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, die Geschichte hat mir so gar nicht gefallen.👎👎👎
Wie schon gesehen, hat die Geschichte von mir insgesamt 2 von 5 möglichen Sternen bekommen. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Die Geschichte und die Story haben einfach nicht gefallen. Am Ende habe ich das Buch quer gelesen und ihr seht, welches Ergebnis dabei herausgekommen ist. Die Geschichte hat von mir insgesamt zwei von fünf möglichen Sternen bekommen. Hatte mehr von dem Buch erwartet. Fand es nicht sehr spannend, der Schreibstil gefiel mir nicht. Flach und langatmig. Kann es leider nicht empfehlen.
Wollte die Serie schauen, aber bei den aktuellen Nachrichten über Volker Bruch... nah, I'm good. Die Buchvorlage sind jedenfalls solide drei Sterne. Das Setting ist bombe - hat mich ein bisschen an "Der Gang vor die Hunde" erinnert - und ich lese gerne Geschichten, die während der Weimarer Republik spielen. Überhaupt wirkt Raths Umwelt sehr gut recherchiert, der preußische Polizeiapparat, die politischen Unruhen, Kokain und Partys, wirken plötzlich ganz nah und gar nicht mehr so staubig wie vielleicht im Geschichtsunterricht. Das Gegenteil tritt dann bei Kutschers Figuren ein: Die fand ich eher hölzern.
Lange vor „Babylon Berlin“ hatte ich mir „Der nasse Fisch“ aus der Bücherei ausgeliehen. Wenigstens also kein Geld ausgegeben für einen bloßen Staubfänger. So spannend die Fälle sind, die Gereon Rath im Berlin der 20er Jahre, der Weltwirtschaftskrise und des Nationalsozialismus zu lösen hat, für mich ist Volker Kutscher ebenso unlesbar wie Donna Leon (obwohl ich den Commissario auch sehr mag).
Einblick in die 20er
Insgesamt ein guter Krimi, der interessante Einblicke in die 20er in Berlin liefert. Dennoch habe ich mit der Hauptfigur gehadert: Kommissar Gereon Rath ist kein Sympathieträger und nicht rein "der Gute". Es ist sinnvoll, wenn medial Fehler und Makel von Protagonisten gezeigt werden und macht selbige glaubhafter bzw. authentischer. Aber für mich persönlich war es etwas zuviel der Unkorrektheit.

Willkommen in Babylon Berlin! Zum Auftakt der Rath-Romane erkämpft sich der titelgebende Protagonist, Gereon Rath, seine gewünschte Position in der Polizei Berlins der 1920er Jahre. Strafversetzt von Köln nach Berlin muss er sich zunächst in der "Sitte" beweisen, stellt aber schon bald eigene Ermittlungen in einem Mordfall an. Durch die Augen des Neuankömmlings hat der Leser die faszinierende Möglichkeit, die lebhafte Metropole nach Ende des 1. Weltkriegs kennenzulernen. Volker Kutscher schafft es, ein sehr atmosphärisches und historisch akurates Bild zu gestalten. Dieser Auftakt macht definitiv Lust auf mehr!
Unglaublich detailliert erzählt Kutscher diesen unaufgeregten, aber sehr spannenden klassischen Kriminalfall im Berlin der Weimarer Republik. Kommissar Gereon Rath ist kein geschleckter Ermittler, so wie fast nichts in dem Roman klar schwarz oder weiß ist. Der Fall wird zunehmend verzwickter, und immer neue Spuren tauchen auf und führen teils in die Irre. Bis zum Ende bleibt es fesselnd, dabei sorgt genau das richtige Quäntchen Humor für ein wenig Entspannung zwischendurch. Übrigens habe ich nach gut der Hälfte die ersten beiden Folgen der darauf basierenden Serie "Babylon Berlin" angesehen und konnte wenig Ähnlichkeiten feststellen. Die Serie ist nicht schlecht, weicht aber vom Buch zu stark ab, wie ich finde. Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen.
👮♂️🇩🇪🚃 Spannender historischer, eigentlich politischer Krimi im Milieu Berlins Mitte/Ende der 1920er Jahre, also zwischen zwei Weltkriegen. Es geht um Macht, Korruption und Bandenkriminalität und der Protagonist, der selbst keine weiße Weste hat, ist nicht der Sympathieträger schlechthin, sondern hat jede Menge Ecken und Kanten. Auf jeden Fall gelingt es diesem Buch sehr gut, den Zeitgeist jener Epoche einzufangen und ist ein vielversprechender Start in die Gereon Rath-Reihe. Ich muss noch dazu sagen, dass ich die Serie Babylon Berlin schon kannte und festgestellt habe, dass sowohl die Handlung und vor allem auch einige Personen sehr von der Buchvorlage abweichen. Das musste ich mir erstmal klarmachen und entsprechend offen und unvoreingenommen an das Buch herangehen. Das hat etwas gedauert. Trotzdem klare Leseempfehlung.
Schöner Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!
+ authentischer Protagonist; sehr passend für einen Berlin-Krimi in den "goldenen" 20er Jahren + viele interessante Nebencharaktere, die man sich gut in der damaligen Zeit vorstellen kann; schöne Atmosphäre + spannender Kriminalfall verknüpft mit den geschichtlichen bzw. politischen Interpretationen des Autors - durch die zahlreichen Verstrickung wirkt die Story teilweise ein wenig wirr - Detailreichtum sorgt leider auch für ein paar Längen

Ich bin Fan der Fernsehserie Babylon Berlin. Was lag da näher, als auch die Bücher zu lesen. Leider war das für mich diesmal keine so gute Idee. Ich habe Versuch die Serie aus dem Kopf zu bekommen und mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Leider ist es mir nicht gelungen und deshalb ist der erste Band der Reihe für mich auch der Letzte. Das hat es nicht verdient, aber was soll ich tun.
Zwar brauchte ich ein wenig, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, konnte den ‚nassen Fisch‘ dann aber nur noch selten aus der Hand legen. Ja, die Story hat manche Längen und es werden immer mal Szenen eingeworfen, die für die eigentliche Handlung bzw. den Kriminalfall wenig Relevanz haben, diese bringen einem das Berlin 1929 aber nur umso näher. Interessant, vom - wahrscheinlichen - Alltag, der Stimmung und ‚dem Leben‘ aus dieser Zeit zu lesen. Hat mich gut unterhalten, und jetzt kann ich auch guten Gewissens Babylon Berlin schauen ;-)
Volker Kutscher gelingt mit seinem 1. Band der Gereon Rath-Reihe ein faszinierender historischer Krimi, der in den späten 1920er Jahren in Berlin spielt. Spürbares Lokalkolorit, eine spannende und komplexe Handlung und Figuren, die nicht immer so handeln, wie man es eigentlich vermuten würde. Der nasse Fisch ist für mich ein historischer Krimi der Extraklasse. Fans des Genres sollten dieses Buch unbedingt lesen!
(German review below)Although I don't think it's supposed to be, this is basically a cheesy romance novel for men, completely with: 1. Long and repetitive descriptions of people's appearances - when they are of the other sex than the main character. Usually starting with their breasts or legs.2. Every female character wants the main character, even those who already have a man. Well, except for the ones described as "fat". That would be just gross, of course. (sarcasm)3. The main character is supposed to be very clever, but mostly things just happen to him without him doing anything significant. 4. Wooden and cheesy dialogue.5. A plot that could have been interesting, but is presented very straightforward to make room for a cheesy and boring romance will-they-won't-they plot and resolved too easily.6. The characters are all very clever and capable, except when they need to not be.7. The main character is not very consistent and thus not very likeable, although he is supposed to be... 'deep'.8. The other characters are flat and cliché.The book is very, very long. There are a lot of repetitions and unnecessary descriptions. The story could easily have been told in about half the pages.I give it a second star because, although there are some inaccuracies, the author clearly did a lot of research. I would have loved to read this book if he had provided the historical context and another author had done the actual writing.__________________________________________________Auch wenn es das vermutlich nicht sein möchte, ist das Buch ein Groschenroman für Männer. Komplett mit:1. Langen und ständig wiederholten Beschreibungen von Charakteren des anderen Geschlechts (als der Hauptcharakter). Diese beginnen für gewöhnlich mit ihren "wölbenden" Brüsten oder ihren langen Beinen.2. Jeder weibliche Charakter will natürlich mit dem Hauptcharakter ins Bett, auch die eigentlich vergebenen. Außer natürlich diejenigen, die als "fett" beschrieben werden. Das wäre ja eklig. (Sarkasmus)3. Der Hauptcharakter wird als schlau und clever beschrieben, meistens tut er selbst aber eher wenig und Dinge passieren ihm einfach. 4. Hölzerne Dialoge. (Ich bezweifle, dass Frauen in den 20ern mit vollem Ernst Dinge gesagt haben wie "Oh, du hast ja _noch_ eine Waffe dabei. Lass uns die doch mal rausholen.")5. Ein Plot der interessant hätte sein können, sich aber sehr einfach entwickelt, um Platz für die langweilige Standard-Romanze zu lassen. 6. Die Charaktere sind schlau und fähig, außer wenn es notwendig ist, dass sie es nicht sind.7. Das wirkt sich auch auf den Hauptcharakter aus, der nicht sehr konsistent präsentiert wird und damit leider nicht meine Sympathie wecken kann.8. Die anderen Charaktere sind flach und Klischee-beladen.Das Buch ist sehr, sehr lang, mit vielen Wiederholungen und unnötigen Beschreibungen. Die Geschichte hätte vermutlich auf ca. der Hälfte der Seiten erzählt werden können.Ich vergebe einen zweiten Stern, weil der Autor offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht hat. Es gibt ein paar Ungenauigkeiten, aber die gibt es immer. Davon abgesehen ist der hohe Rechercheaufwand zu erkennen.Ich würde das Buch sehr gern lesen, wenn der Autor sein historisches Wissen beisteuert und eine andere Person die eigentliche Schreibarbeit übernimmt.
Ein Krimi in einem sehr spannenden Setting
3,5* Gereon Raths erster Fall ist ein sehr klassischer Krimi mit bekannten Wendungen, vielen Charakteren und mehreren Storyzweigen, die am Ende irgendwie zu einem Knäuel werden. Dabei sticht vor allem die dichte Atmosphäre eines Berlins heraus, das kurz vor einem drastischen Umschwung steht und mit Straßenkämpfen, Prunk und Propaganda versucht, davon abzulenken, dass die goldenen Zwanziger nicht mal Aluminium waren und eher als Metropolis-esque in Erinnerung bleibt. Im Zentrum steht Gereon Rath, ein Mal mehr und meistens eher weniger sympathischer Kommissar, welcher über einen Mordfall stolpert und versucht, diesen aufzuklären. Dabei passieren mehr Fälle und so weiter und so fort. Der nasse Fisch ist ein ziemlich guter Anfang für diese sehr lange Krimireihe und trotz der bekannten Merkmale kommt nicht nur einmal dichte Spannung auf. Mir fallen nur die teilweise sehr unnötigen Gespräche auf, welche zu nichts führen, und dass es am Ende eventuell ein Strang zu viel ist, der dem Knäuel wenig bis gar nichts bringt.
Vorlage zur Serie Babylon Berlin. Interessanterweise ist die Serie ausführlicher mit viel mehr Hintergrund bezüglich der verschiedenen Figuren. Könnte natürlich in der Buchreihe noch aufgegriffen werden. Abgesehen davon, ist der erste Teil um Kommissar Gereon Rath aber ein spannender, guter Krimi im Berlin der 20er Jahre.
Der Polizeikommissar Rath wird aus der Mordkommission in Köln in die Sitten Polizei nach Berlinerstraße versetzt. Nach einer Verfolgungsjagd zu einem Pornoring werben er und sein Vorgesetzter Wolter ein Spitzel an. Kurz darauf taucht in einem Kanal in einem Auto die Leiche seines ehemaligen Vormieters auf. Rath ermittelt in diesem Fall auf eigene Faust um in Berlin zum Kriminalkommissar befördert zu werden. Im Laufe seiner Mittlung findet er heraus, dass in Berlin Gold aus der Sowjetunion ankommen soll und sein Vormittag zu Vormieter durch die Suche nach dem Gold ermordet wurde. Viele verschiedene Parteien sind auf der Suche nach dem Gold unter anderem, der UnterBoss Chef Marlow. Bald darauf wird jedoch auch ein Kollege von Rath tot aufgefunden und Rath wird klar, dass sein Vorgesetzter Wolter ihn ermordet hat. Im Laufe der Ermittlungen findet Rath heraus, dass Wolter wegen seiner Verbindungen zu den Nazis und der SA im Visier der Polizei stand und der tote Kollege ihm auf die Schliche kam. Nachdem er diese Verbindung dem Polizeipräsidenten schildert, stellen Sie eine Falle, um Wolters Verbindung zu der SA zu beweisen. Diese Falle geht jedoch schief und Wolter stirbt dabei. im Laufe der Ermittlungen konnte Rath jedoch den Mörder seines Vormieters identifizieren, welcher selbst gestorben ist. Damit wurde Rath schließlich auch zum Kriminalkommissar befördert.
Nachdem ich mir viel von Babylon Berlin versprochen hatte, wollte ich doch schon wissen, wo die Serie eigentlich herkommt und war... leicht enttäuscht. Die ganze Story zieht sich wie Kaugummi und wird durch die Liebesgeschichte noch weiter in die Länge gezogen. Und davon mal abgesehen, finde ich Gereon Rath auch nicht gerade einen liebenswerten Protagonisten...
Ausflug ins Berlin der späten 1920er Jahre: politische Umbrüche, soziale Spannungen und ziemlich viel Sex & Koks
Der Kriminalkommissar Gereon Rath ist neu in Berlin und abgestellt bei der Sitte. Ungefragt und in typischer hardboiled-Marnier schaltet er sich in die stagnierenden Ermittlungen eines Mordfalls ein – und stößt in ein Wespennest. Damit bringt er Dinge zum Vorschein, die nicht nur die Polizei lieber unter dem Mantel des Schweigens behalten hätte… Mit einem spannenden Start entführt Volker Kutscher seine Leser in eine aufregende Zeit zwischen sexueller Revolution, 20er-Jahre-Glamour und dem aufkeimenden Nationalsozialismus. Dabei verwebt er reale Ereignisse, wie den Blutmai, geschickt mit der Story, ohne dass seine Protagonisten von der historischen Relevanz der Ereignisse ahnen (wirklich schön gemacht!). Das Setting ist toll und man taucht absolut in eine andere Zeit ab. Doch leider war es das auch, denn der Plot ist dünn und die Figuren wirken zweidimensional. In rund 18 Stunden hätte ich mir inhaltlich etwas mehr Tiefgang gewünscht. Stattdessen bleibt es sehr oberflächlich bei der Lonely-Wolf-Heldengeschichte gepaart mit einer Liebesgeschichte. Der Protagonist ist nicht unsympathisch, doch fiel es mir schwer, zu jeglichen Figuren eine Beziehung aufzubauen. Charly ist flach und man versteht ihre Reaktionen nicht, die ganze Horde an Polizisten sind Mittel zum Zweck und auch der Protagonist vollzieht keinerlei Wandlung. Er ist am Ende genau der gleiche wie zuvor, ohne etwas dazugelernt zu haben. Ja, kann man machen. Ist aber dann eben auch leider kein Highlight, sondern ein ganz netter Roman, der zeitweise doch etwas langatmig ist. ⭐️⭐️⭐️












































