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Solider Start mit Licht und Schatten
Ich bin auf die Serie "Babylon Berlin" gestoßen und wurde von der Grundstimmung der 1920er angezogen. Wie es der Zufall wollte, hörte ich nach der ersten Folge in einem Podcast ein Interview mit Volker Kutscher. Daraufhin brach ich die Serie ab, da ich immer lieber zuerst die Buchvorlage lese. Man sollte es wahrscheinlich nicht miteinander vergleichen, aber in diesem Fall komme ich nicht daran vorbei. Zunächst sei gesagt, dass ich zuletzt weitgehend "Klassiker" gelesen habe und Kriminalromane mich irgendwie nicht mehr richtig fesseln. Der Roman "Der nasse Fisch" enthielt auch Licht und Schatten. Als Auftakt einer Reihe seien die Längen im ersten Teil verziehen, um eine Einführung zu schaffen. Die eigentliche Handlung setzte erst ab der Hälfte des Buches ein. Die Stärken liegen im historischen Rahmen, der vor allem die politische Stimmung spürbar macht und die kommenden Entwicklungen erahnen lässt. Im Vergleich zu vielen anderen Romanen wird auch die Polizei wesentlich realistischer und weniger idealisiert dargestellt. Der zweite Teil hat einige spannende Wendungen, obwohl das Ende zeitig absehbar ist. Die Handlung wirkte an vielen Stellen jedoch sehr konstruiert. Gerade der Rahmen hätte, auch wenn die historischen Bezüge interessant sind, etwas subtiler vermittelt werden können. Die gesellschaftliche Stimmung der Goldenen Zwanziger, abseits des Politischen, wegen derer ich den Roman überhaupt erst gelesen habe, kommt leider nicht wirklich an. Insgesamt kein schlechter Auftakt. Für die abschließende Einschätzung werde ich sicher auch noch den Folgeroman lesen. Für sich allein betrachtet ist es jedoch noch keine Serie, die mich bisher packt.
Jul 5, 2026
Solider Start mit Licht und Schatten
Ich bin auf die Serie "Babylon Berlin" gestoßen und wurde von der Grundstimmung der 1920er angezogen. Wie es der Zufall wollte, hörte ich nach der ersten Folge in einem Podcast ein Interview mit Volker Kutscher. Daraufhin brach ich die Serie ab, da ich immer lieber zuerst die Buchvorlage lese. Man sollte es wahrscheinlich nicht miteinander vergleichen, aber in diesem Fall komme ich nicht daran vorbei. Zunächst sei gesagt, dass ich zuletzt weitgehend "Klassiker" gelesen habe und Kriminalromane mich irgendwie nicht mehr richtig fesseln. Der Roman "Der nasse Fisch" enthielt auch Licht und Schatten. Als Auftakt einer Reihe seien die Längen im ersten Teil verziehen, um eine Einführung zu schaffen. Die eigentliche Handlung setzte erst ab der Hälfte des Buches ein. Die Stärken liegen im historischen Rahmen, der vor allem die politische Stimmung spürbar macht und die kommenden Entwicklungen erahnen lässt. Im Vergleich zu vielen anderen Romanen wird auch die Polizei wesentlich realistischer und weniger idealisiert dargestellt. Der zweite Teil hat einige spannende Wendungen, obwohl das Ende zeitig absehbar ist. Die Handlung wirkte an vielen Stellen jedoch sehr konstruiert. Gerade der Rahmen hätte, auch wenn die historischen Bezüge interessant sind, etwas subtiler vermittelt werden können. Die gesellschaftliche Stimmung der Goldenen Zwanziger, abseits des Politischen, wegen derer ich den Roman überhaupt erst gelesen habe, kommt leider nicht wirklich an. Insgesamt kein schlechter Auftakt. Für die abschließende Einschätzung werde ich sicher auch noch den Folgeroman lesen. Für sich allein betrachtet ist es jedoch noch keine Serie, die mich bisher packt.
Jul 5, 2026






