
433 Followers
Ein fesselnder Krimi im Berlin des Jahres 1944, der trotz kleiner Schwächen durch seinen jüdischen Ermittler und die düstere Atmosphäre überzeugt.
Als Krimi-Fan habe ich “Germania” mit großer Neugier gelesen, da die Kombination aus Serienmörder-Fall und historischem Setting im Berlin der NS-Zeit vielversprechend klang. Besonders beeindruckt hat mich die Hauptfigur Richard Oppenheimer. Seine Situation als jüdischer Ermittler, der ausgerechnet für die Gestapo arbeiten muss, sorgt für eine ständige Grundspannung, die mich durch das gesamte Buch gefesselt hat. Die Atmosphäre des zerbombten Berlins konnte ich beim Lesen förmlich spüren - hier hat Harald Gilbers ganze Arbeit geleistet. Was mir allerdings gefehlt hat, war an einigen Stellen mehr Hintergrundinformation. Manchmal hatte ich das Gefühl, wichtige Details zur damaligen Zeit nicht zu kennen, die zum besseren Verständnis beigetragen hätten. Auch das Ende fand ich etwas zu hastig erzählt - hier hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Die Ermittlungsarbeit ist spannend beschrieben, und die Interaktion zwischen Oppenheimer und seinem SS-Vorgesetzten Vogler bietet interessante Einblicke in die komplexen Strukturen der damaligen Zeit. Die Mordserie ist clever konstruiert, auch wenn die Auflösung mich nicht vollständig überzeugt hat. Trotz der genannten Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Als erster Teil einer Serie macht es definitiv neugierig auf mehr. Ich werde die weiteren Fälle von Kommissar Oppenheimer sicher lesen, in der Hoffnung, dass sich die Serie noch weiter steigert. Für einen Serienauftakt ist “Germania” solide, aber es gibt noch Luft nach oben.
Nov 22, 2024
Ein fesselnder Krimi im Berlin des Jahres 1944, der trotz kleiner Schwächen durch seinen jüdischen Ermittler und die düstere Atmosphäre überzeugt.
Als Krimi-Fan habe ich “Germania” mit großer Neugier gelesen, da die Kombination aus Serienmörder-Fall und historischem Setting im Berlin der NS-Zeit vielversprechend klang. Besonders beeindruckt hat mich die Hauptfigur Richard Oppenheimer. Seine Situation als jüdischer Ermittler, der ausgerechnet für die Gestapo arbeiten muss, sorgt für eine ständige Grundspannung, die mich durch das gesamte Buch gefesselt hat. Die Atmosphäre des zerbombten Berlins konnte ich beim Lesen förmlich spüren - hier hat Harald Gilbers ganze Arbeit geleistet. Was mir allerdings gefehlt hat, war an einigen Stellen mehr Hintergrundinformation. Manchmal hatte ich das Gefühl, wichtige Details zur damaligen Zeit nicht zu kennen, die zum besseren Verständnis beigetragen hätten. Auch das Ende fand ich etwas zu hastig erzählt - hier hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Die Ermittlungsarbeit ist spannend beschrieben, und die Interaktion zwischen Oppenheimer und seinem SS-Vorgesetzten Vogler bietet interessante Einblicke in die komplexen Strukturen der damaligen Zeit. Die Mordserie ist clever konstruiert, auch wenn die Auflösung mich nicht vollständig überzeugt hat. Trotz der genannten Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Als erster Teil einer Serie macht es definitiv neugierig auf mehr. Ich werde die weiteren Fälle von Kommissar Oppenheimer sicher lesen, in der Hoffnung, dass sich die Serie noch weiter steigert. Für einen Serienauftakt ist “Germania” solide, aber es gibt noch Luft nach oben.
Nov 22, 2024






