Germania

Germania

by Harald Gilbers·Book 1 of 9
Softcover
4.250
NationalsozialismusKrimi NazideutschlandRomane KriegszeitKrimi Deutsche Autoren

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Description

Ein Serienmörder im Berlin des 2. Weltkriegs – Fall 1 für den jüdischen Kommissar Richard Oppenheimer und ein grandioser historischer Krimi

Berlin, 1944: In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Krieger-Denkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP, doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi.
Als die Ermittlungen stagnieren, reaktiviert die Gestapo schließlich den suspendierten jüdischen Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel.

»Handlung, Hintergrund und Historie gehen eine selten so gelungene harmonische Verbindung ein, ohne dass die Spannung darunter leidet. […] ›Germania‹ wird zum doppelten Horrortrip. Die fieberhafte Jagd auf einen Killer führt durch die irrwitzige Realität von Hitlers Albtraumreich.«
krimi-couch.de

Für die historische Krimi-Reihe aus Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus ist Harald Gilbers bereits mit dem Friedrich-Glauser-Preis und dem Prix Historia ausgezeichnet worden.

Die historischen Kriminalromane mit Kommissar Oppenheimer sind in folgender Reihenfolge erschienen:

Germania Odins Söhne Endzeit Totenliste Hungerwinter

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
544
Price
14.40 €

Author Description

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Sein Romandebüt »Germania«, der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt. In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, »Odins Söhne«, wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.

Posts

11
All
3.5

Ein fesselnder Krimi im Berlin des Jahres 1944, der trotz kleiner Schwächen durch seinen jüdischen Ermittler und die düstere Atmosphäre überzeugt.

Als Krimi-Fan habe ich “Germania” mit großer Neugier gelesen, da die Kombination aus Serienmörder-Fall und historischem Setting im Berlin der NS-Zeit vielversprechend klang. Besonders beeindruckt hat mich die Hauptfigur Richard Oppenheimer. Seine Situation als jüdischer Ermittler, der ausgerechnet für die Gestapo arbeiten muss, sorgt für eine ständige Grundspannung, die mich durch das gesamte Buch gefesselt hat. Die Atmosphäre des zerbombten Berlins konnte ich beim Lesen förmlich spüren - hier hat Harald Gilbers ganze Arbeit geleistet. Was mir allerdings gefehlt hat, war an einigen Stellen mehr Hintergrundinformation. Manchmal hatte ich das Gefühl, wichtige Details zur damaligen Zeit nicht zu kennen, die zum besseren Verständnis beigetragen hätten. Auch das Ende fand ich etwas zu hastig erzählt - hier hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Die Ermittlungsarbeit ist spannend beschrieben, und die Interaktion zwischen Oppenheimer und seinem SS-Vorgesetzten Vogler bietet interessante Einblicke in die komplexen Strukturen der damaligen Zeit. Die Mordserie ist clever konstruiert, auch wenn die Auflösung mich nicht vollständig überzeugt hat. Trotz der genannten Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Als erster Teil einer Serie macht es definitiv neugierig auf mehr. Ich werde die weiteren Fälle von Kommissar Oppenheimer sicher lesen, in der Hoffnung, dass sich die Serie noch weiter steigert. Für einen Serienauftakt ist “Germania” solide, aber es gibt noch Luft nach oben.

4.5

🏚🇩🇪✡️ Interessanter, lesenswerter historischer Krimi mit sehr bedrückender Grundstimmung. Kein Wunder - Tatzeit ist 1944, Tatort ist das fast zerstörte Berlin und der Ermittler ist Jude und befürchtet jederzeit seine Deportation. Trotz oder vielleicht auch wegen alldem ist es dem Autor wirklich gelungen, eine sehr spannende Kriminalgeschichte zu erzählen, immer mit einem scharfen Blick auf die politischen Verhältnisse der Zeit. Das Buch muss sich auf jeden Fall hinter den Gereon Rath-Büchern nicht verstecken und hat mir gut gefallen.

4.5

Nach dem Endsieg wäre aus Berlin Germania geworden, steingewordener Größenwahn. Stattdessen legen unaufhörliche Bombenangriffe die Stadt in Schutt und Asche. Oppenheimer wird von der SS genötigt, bei der Suche nach einem Frauenmörder zu helfen. Auch wenn er feststellt, wie sehr ihm die Ermittlungsarbeit gefehlt hat, quält ihn die Sorge, was mit ihm und Lisa geschieht, wenn man ihn nicht mehr braucht. Neben einem erneut vielschichtigen Fall ist hier die Absurdität, dass die SS die Hilfe eines Juden benötigt, zentrales Thema.

5

Sehr spannend, grausam und etwas gruselig.

Wow was für eine Story. Perfekt gelesen von Richard Barenberg. Ich habe die Ermittlungen fieberhaft verfolgt, sehr spannend.

5

Spannend von vorne bis zum Schluß.

4.5

Dieses Buch lag unglaublich lange auf dem SuB - völlig zu Unrecht! Ich hab’s abwechselnd gelesen und als Hörbuch gehört und war wirklich gefesselt. Sehr spannender (aber durchaus auch grausamer) Kriminalfall, vor der im Kriegsjahr 1944 schon ziemlich zerstörten Kulisse Berlins. Diese Reihe werde ich weiterlesen!

5

Unglaublich spannend!

Dem Autor gelingt es den Leser mit in das Berlin des Jahres 1944 zu nehmen. In dieser dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte schlägt sich die Hauptfigur, die jüdischen Glaubens ist, in seiner Funktion als Ermittler mit den Nazi herum. Sehr authentisch und top recherchiert! Auch wenn die Handlung fiktiv ist, kann man auch viel über diese Zeit.

5

Spannung bis zur letzten Seite

Richard Oppenheimer und seine Begleiter im Jahr 1944 in Berlin haben mich total gefesselt. Mich erfreut es, dass es noch mehr Bücher aus dieser Reihe gibt.

5

Ein historischer Krimi in der Endzeit des NS Reiches mit einem jüdischen Ermittler.

So widersprüchlich wie es klingt aber die SS bittet den Juden Richard Oppenheimer bei der Ermittlung von verstümmelten Frauenleichen an Kriegsdenkmäler um Hilfe. Oppenheimer lässt sich darauf ein, zu verlieren hat er als Jude nichts mehr. Harald Gilbers beginnt mit Germania eine spannende historische Krimireihe am Ende des NS Reiches. Ihm gelingt es sehr eindrücklich die damalige Zeit in Berlin zu schildern. Bombenangriff gehören zum Alltag genau wie Schutthaufen auf der Straße. Ich finde es gut, dass er sich hier auf wenige handelnde Personen beschränkt aber diese dafür nahrbarer für mich wurden. Neben Oppenheimer sind dies der Hauptsturmführer Vogler und Hilde. Ich hoffe, dass die Personen in der Reihe fortgeführt werden. Gerade Hilde ist eine erfrischende Person.

5

Kurzbeschreibung: In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP. Doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi. Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin, wird von der Gestapo reaktiviert. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel. *Quelle* Zum Autor: Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Er lebt in Erding. Germania, sein Debüt, wurde 2014 auf Anhieb mit dem angesehenen Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Meinung: Berlin im Frühsommer 1944: Richard Oppenheimer, ein ehemaliger jüdischer Kommissar, wurde vor Jahren vom Dienst suspendiert und lebt mit seiner Frau Lisa, einer Deutschen, in einem Judenhaus. Eines Tages steht der Sicherheitsdienst vor seiner Tür und fordert ihn auf mitzukommen. Oppenheimer denkt, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, doch weit gefehlt: Der SS-Hauptsturmführer Vogler braucht seine Unterstützung in einem Mordfall. Ob er will oder nicht, Richard Oppenheimer bleibt gar keine andere Wahl, als sich zu fügen und mit der SS zusammenzuarbeiten. Schon bald wird klar, dass sie es hier mit einem sadistischen Serienmörder zu tun haben, der Frauen auf grausamste Weise verstümmelt und sie danach vor Denkmälern des 1. Weltkriegs drapiert. Als dann auch noch ein Bekennerschreiben auftaucht, das den Verfasser als glühenden Nationalsozialisten ausweist, werden die Ermittlungen für Richard Oppenheimer zusehends gefährlicher. Da im September 2015 bereits der 2. Fall mit Richard Oppenheimer, Odins Söhne, erschienen ist, wurde es für mich Zeit, mit Germania zu beginnen, da ich sehr gerne historische Krimis lese, die in der NS-Zeit spielen. Germania von Harald Gilbers ist ein spannender und historisch akribisch recherchierter Krimi, der durch sein Setting, das zum größten Teil zerbombte Berlin im Jahr 1944, und der Hauptfigur des Romans beeindruckt. Mit Richard Oppenheimer, dem ehemaligen jüdischen Kommissar, hat Harald Gilbers einen sehr sympathischen Protagonisten ersonnen, dessen Zwiespalt man beim Lesen gut nachempfinden konnte. Auf der einen Seite freut er sich, dass er seinen geliebten Beruf wenigstens für kurze Zeit wieder ausüben darf, auf der anderen Seite ist er aber auch voll des Misstrauens gegenüber den Nationalsozialisten, mit denen er zusammenarbeiten muss. Über die Runden bringt ihn das Mittel Pervitin, ein Methamphetamin, von dem er bereits abhängig ist. Als Nebencharaktere erwähnenswert wären Oppenheimers gute Freundin Hilde, eine Ärztin, die heimlich Abtreibungen vornimmt und keinen Hehl aus ihrem Hass den Nationalsozialisten gegenüber macht, und SS-Hauptsturmführer Vogler, den man bis zum Ende nicht richtig einschätzen konnte. Die Handlung selbst war spannend von Anfang bis Ende, denn auf den ersten Mordfall folgen noch vier weitere. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, viele Puzzlesteine gilt es richtig zuzuordnen und auch die ein oder andere Wendung fehlt hier nicht. Was mir allerdings noch besser gefallen hat, war die Schilderung des Berliner Lebens während des Jahres 1944. Hier hat Harald Gilbers sehr gute Arbeit geleistet, was Recherche und Authenzität anbelangt, und ich sehe gespannt dem 2. Teil entgegen. Fazit: Germania ist ein sehr gut recherchierter historischer Krimi, der von Anfang bis Ende spannend bleibt und mit einem sympathischen Protagonisten aufwartet. Vor allem die zeitgeschichtlichen Aspekte und die dazugehörige Umsetzung im Roman konnten mich vollends begeistern.

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