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Sehr intensiv und schonungslos. Eine ganz klare Leseempfehlung.
Mar 29, 2026
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In dem Roman "Macht" erzählt Heidi Furre von den stillen Folgen sexualisierter Gewalt und davon, wie tief sich Angst, Scham und Kontrollverlust in den Alltag eines Menschen eingraben können. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die nach einem traumatischen Erlebnis versucht, irgendwie weiterzumachen, obwohl innerlich längst nichts mehr funktioniert wie vorher. Der Klappentext verspricht kein leichtes Buch, sondern eines, das sich intensiv mit psychischen Belastungen, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Gefühl beschäftigt, im eigenen Leben plötzlich fremd geworden zu sein. Deshalb fällt es mir ehrlich gesagt sogar ein bisschen schwer, diese Rezension zu schreiben. Nicht, weil das Buch schlecht wäre. Überhaupt nicht. Das Thema dahinter ist unglaublich wichtig und relevant. Gerade weil Bücher über Traumata und deren Nachwirkungen oft entweder zu oberflächlich oder unnötig dramatisiert erzählt werden. Hier hatte ich schon das Gefühl, dass Heidi Furre bewusst eher leise erzählt und teilweise fast nüchtern. Aber genau das war gleichzeitig auch mein größtes Problem. Ich kam einfach nicht richtig in die Geschichte hinein. Die Sätze wirkten auf mich oft sehr abgehackt, fast wie lose Gedankenfragmente, die nebeneinander stehen, ohne wirklich zu fließen. Natürlich verstehe ich, dass dieser Stil vermutlich genau das Innenleben der Protagonistin widerspiegeln soll. Dieses Zerrissene, die Unsicherheit und die ständige innere Anspannung. Und ja, das konnte ich auch durchaus herauslesen. Man merkt, was sie beschäftigt, wovor sie Angst hat und wie sehr dieses Erlebnis ihr Denken und ihren Alltag beeinflusst. Aber emotional hat mich das Ganze trotzdem nicht erreicht. Irgendwann hatte ich beim Lesen ständig dieses Gefühl von „Und wohin führt das jetzt eigentlich?“. Nicht einmal unbedingt im klassischen Sinn von Handlung, sondern eher emotional. Ich konnte lange nicht greifen, welche Richtung das Buch einschlagen möchte oder welche Botschaft letztlich transportiert werden soll. Vieles blieb für mich zu lose, zu fragmentiert, zu weit weg. Dadurch entstand leider keine richtige Verbindung zur Geschichte. Deshalb habe ich das Buch letztlich bei 42 % abgebrochen und vergebe daher auch keine Sterne. Am Ende bleibt für mich ein Buch mit einer wichtigen Grundlage und sicher auch literarischer Stärke, das mich persönlich aber leider nicht erreichen konnte.

May 24, 2026
In dem Roman "Macht" erzählt Heidi Furre von den stillen Folgen sexualisierter Gewalt und davon, wie tief sich Angst, Scham und Kontrollverlust in den Alltag eines Menschen eingraben können. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die nach einem traumatischen Erlebnis versucht, irgendwie weiterzumachen, obwohl innerlich längst nichts mehr funktioniert wie vorher. Der Klappentext verspricht kein leichtes Buch, sondern eines, das sich intensiv mit psychischen Belastungen, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Gefühl beschäftigt, im eigenen Leben plötzlich fremd geworden zu sein. Deshalb fällt es mir ehrlich gesagt sogar ein bisschen schwer, diese Rezension zu schreiben. Nicht, weil das Buch schlecht wäre. Überhaupt nicht. Das Thema dahinter ist unglaublich wichtig und relevant. Gerade weil Bücher über Traumata und deren Nachwirkungen oft entweder zu oberflächlich oder unnötig dramatisiert erzählt werden. Hier hatte ich schon das Gefühl, dass Heidi Furre bewusst eher leise erzählt und teilweise fast nüchtern. Aber genau das war gleichzeitig auch mein größtes Problem. Ich kam einfach nicht richtig in die Geschichte hinein. Die Sätze wirkten auf mich oft sehr abgehackt, fast wie lose Gedankenfragmente, die nebeneinander stehen, ohne wirklich zu fließen. Natürlich verstehe ich, dass dieser Stil vermutlich genau das Innenleben der Protagonistin widerspiegeln soll. Dieses Zerrissene, die Unsicherheit und die ständige innere Anspannung. Und ja, das konnte ich auch durchaus herauslesen. Man merkt, was sie beschäftigt, wovor sie Angst hat und wie sehr dieses Erlebnis ihr Denken und ihren Alltag beeinflusst. Aber emotional hat mich das Ganze trotzdem nicht erreicht. Irgendwann hatte ich beim Lesen ständig dieses Gefühl von „Und wohin führt das jetzt eigentlich?“. Nicht einmal unbedingt im klassischen Sinn von Handlung, sondern eher emotional. Ich konnte lange nicht greifen, welche Richtung das Buch einschlagen möchte oder welche Botschaft letztlich transportiert werden soll. Vieles blieb für mich zu lose, zu fragmentiert, zu weit weg. Dadurch entstand leider keine richtige Verbindung zur Geschichte. Deshalb habe ich das Buch letztlich bei 42 % abgebrochen und vergebe daher auch keine Sterne. Am Ende bleibt für mich ein Buch mit einer wichtigen Grundlage und sicher auch literarischer Stärke, das mich persönlich aber leider nicht erreichen konnte.
May 24, 2026


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Eigentlich ist „Macht“ ein recht stilles und recht kurzes Buch. Aber irgendwie ist der Inhalt doch teils heftig, so dass es einige Zeit nachhallt. Es geht um Machtstrukturen, Schmerz und wie man mit etwas umgehen kann, dass eigentlich gar nicht passieren dürfte. Die Protagonistin selbst versucht sich manchmal so weit von allem zu distanzieren, dass es für so gewirkt hat als würde sie bewusst Mauern bauen und ganz nüchtern agieren, um ja nicht zu zerbrechen.
May 27, 2025
Eigentlich ist „Macht“ ein recht stilles und recht kurzes Buch. Aber irgendwie ist der Inhalt doch teils heftig, so dass es einige Zeit nachhallt. Es geht um Machtstrukturen, Schmerz und wie man mit etwas umgehen kann, dass eigentlich gar nicht passieren dürfte. Die Protagonistin selbst versucht sich manchmal so weit von allem zu distanzieren, dass es für so gewirkt hat als würde sie bewusst Mauern bauen und ganz nüchtern agieren, um ja nicht zu zerbrechen.
May 27, 2025
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Ich bin sooo gespannt, der Schreibstil und die Erzählung kriegt mich sofort
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Author
HEIDI FURRE, geboren 1985, hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. ›Macht‹, ein NORLA-Empfehlungstitel 2021, ist der erste, der auf Deutsch erscheint. Heidi Furre arbeitet als Fotografin und lebt in Oslo.
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