Junge aus West-Berlin
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Band 18 der Lieblingsbuchreihe von Kat Menschik: Maxim Leos hinreißende Liebesgeschichte zwischen Marc aus Westberlin, der an den Wochenenden gerne in den Osten fährt, weil er dort als Westler wie ein Star behandelt wird. Und Nele aus Ostberlin, die Sartre liest, Weinbergschnecken isst und von Paris träumt. Über eine Liebe in einer Zeit, in der nichts ist, wie es scheint. Und in der nichts bleibt, wie es war.
Für eine ganze Generation war es ein wild flirrender Sommer: 1989. Rebellion und Aufbruch überall. Fröhlich-bunte Anarchie im grauen Schattenland diesseits der Mauer. Endzeitstimmung – aber in gut.
Mittendrin: Der Westberliner Marc, der in Ostberlin der sein kann, der er immer gerne gewesen wäre: ein interessanter, begehrenswerter Mann. Sobald er die Grenze übertritt, empfangen ihn seine Freunde aus der Ostberliner Szene mit offenen Armen. Natürlich auch, weil er Mangelware mitbringt, Bücher, Platten, Musikzeitungen. Die Ostler denken, er sei Tourmanager von coolen Bands in Westberlin, niemand weiß, dass er eigentlich nur als Roadie jobbt.
Bis ihm bei einer Party die rothaarige Nele über den Weg läuft, eine Träumerin wie er. Auch sie wäre gerne jemand anderes, eine Herzogin, eine Fee oder zumindest Französin. Wenn Nele und Marc über die Dächer von Prenzlauer Berg spazieren, fühlen sie sich seelenverwandt. Ein freier Ort im Nirgendwo für ihre Liebe.
Bis irgendwann die Mauer fällt …
Book Information
Author Description
Maxim Leo wurde 1970 in Ostberlin geboren. Er schreibt gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über Alterspubertierende und sprechende Katzen, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod«, 2015 »Auentod«. 2019 erschien sein autobiografisches Buch »Wo wir zu Hause sind«, das wie der Roman »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« (2022) zum Bestseller wurde.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein aufregender Sommer in Berlin 🧱
Sommer 1989: Marc aus West-Berlin findet in der Ost-Berliner Musikszene endlich die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die er immer gesucht hat. In Nele hat er zudem seine erste große Liebe gefunden. Doch Marcs Leben im Osten ist auf Lügen aufgebaut und als im November die Mauer geöffnet wird, droht sein Lügenkonstrukt einzustürzen. Aus Angst meidet er jetzt den Osten, dabei verpasst er das wahrscheinlich schönste Kapitel seines Lebens. Eine süße kleine Liebesgeschichte für zwischendurch. Wieder mal wunderschön von Kat Menschik illustriert. Emotional konnte mich die Geschichte nicht vollends erreichen, ich denke sie hätte das Potenzial für mehr gehabt.

"Ich denke, dass man das Leben nur von hinten verstehen kann. Mir geht es jedenfalls so. Sinn ergibt das doch alles, wenn überhaupt, erst im Rückblick. Wenn man sich die Sachen ein bisschen zurechtlegt, wenn man träumt und vergisst." "Es gibt so Leute, die hinter sich selbst verschwinden." Die Geschichte von dem schüchternen, "unsichtbaren" Marc, der in West-Berlin lebt und während einer Klassenfahrt nach Ost-Berlin zufällig Nele kennenlernt. Es ist fasziniert von ihr, vor allem, weil sie ihn "sieht" und wahrnimmt, eine Freundschaft entsteht, aus der schnell mehr wird. Immer öfter reist er mit einem Tagesvisum nach Ost-Berlin, bringt begehrte Geschenke mit, wird respektiert, baut "Freundschaften" auf, konstruiert sich ein Leben, das ihn interessant erscheinen lässt. Dann kommt es zum Mauerfall... Eine kurze Geschichte über die besondere Zeit des Wandels und des Mauerfalls, die Stimmung gut eingefangen. Die Illustrationen von Kat Menschik komplettieren dieses schmale Buch perfekt. Meiner Meinung nach auf jeden Fall lesenswert ⭐
DER JUNGE AUS WEST-BERLIN Maxim Leo, wunderschön Illustriert von Kat Menschik (Band 18 der Lieblingsbuchreihe) Marc, ein Junge aus Süddeutschland, fühlt sich unsichtbar. Er ist ein schlaksiger Teenager, den die Mädchen weder anschauen noch wahrnehmen. Alles änderte sich auf einer Klassenfahrt nach Ostberlin: Er verlor seine Gruppe und stand plötzlich allein auf dem belebten Alexanderplatz. Da sprach ihn ein Mädchen an und fragte, ob sie ihm helfen könne … Er konnte es kaum fassen – zum ersten Mal fühlte er sich gesehen. Und das auch noch von einem Mädchen! Jahre später, nach dem Ende seiner Schulzeit, zieht Marc nach Westberlin und beginnt dort ein Studium. Doch seine wahre Leidenschaft entfaltet sich an den Wochenenden, wenn er nach Ostberlin reist, neue Freunde findet, auf Partys geht und das erste Mal das Gefühl hat, irgendwo wirklich dazu zu gehören. Sein abgebrochenes Studium und seinen Job als Stuhltransporteur verschweigt er jedoch. Stattdessen erfindet er eine glanzvolle Karriere in der Medienbranche und versorgt seine Freunde mit begehrten Westwaren wie Kassetten, Schallplatten und Büchern. Als er Nele begegnet, steht sein Leben Kopf. Sie verlieben sich, streifen über die Dächer Ostberlins und verbringen magische Stunden in einem verlassenen Schloss. Doch Marc wird von der Lüge über seinen Job immer mehr eingeholt. Nele hält ihn für einen erfolgreichen Medienmogul, und der Moment, ihr die Wahrheit zu sagen, verstreicht immer weiter. Mit den wachsenden politischen Unruhen und den Demonstrationen im Sommer 1989 scheint Marc der Einzige zu sein, der den Mauerfall nicht herbeisehnt… Was für eine großartige Geschichte! Maxim Leo und Kat Menschik, beide in Ostberlin aufgewachsen, weben hier eine Coming-of-Age-Erzählung, die zutiefst berührt. Obwohl sie damals nur wenige Straßen voneinander entfernt lebten und ihre Freundeskreise sich teils überschnitten, sind sich die beiden Autoren nie begegnet – eine faszinierende Parallele zur Handlung des Buches. Dies ist bereits mein drittes Buch von Maxim Leo, und erneut bin ich von seinem Talent begeistert. Diese wichtige Geschichte, die mir am Ende das Herz gebrochen hat, gehört als Klassensatz in die Oberstufe und als Schmuckstück in jedes Bücherregal. Die wunderschöne Aufmachung mit dem pinken Farbschnitt macht es zu einem echten Hingucker. Herzlichen Dank für die vielen kleinen Flashbacks. 5/5

Im Zentrum steht Marc, ein junger Mann aus West-Berlin Ende der 1980er-Jahre, dessen Lebensgefühl von Unsicherheit und Sehnsucht nach Anerkennung geprägt ist. In Ost-Berlin erlebt er etwas, das ihm im Westen verwehrt scheint: Beachtung, Bewunderung, Zugehörigkeit. Dort wird er als exotischer Westler fast glamourös überhöht, obwohl er in Wahrheit ein „Roadie“ und kein erfolgreicher Musikmanager ist – eine kleine Lüge, die seine Suche nach Selbstwert symbolisch auflädt. In dieser Kulisse entwickelt sich seine Beziehung zu Nele, einer Ostberliner Träumerin. Ihre Verbindung steht nicht nur für jugendliche Verliebtheit, sondern für ein fluides Grenz- und Rollenbild in einem Berlin, in dem die Mauer bald fällt. Die Stadt selbst – geteilt, aber schon im Aufbruch – wird zur Metapher für persönliche und gesellschaftliche Identitätskrisen. Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es ist leise erzählt, aber emotional intensiv – ein echtes Wechselbad der Gefühle. Anfangs fühlt sich alles leicht und schön an: Sommer, Verliebtheit, dieses schwebende Gefühl kurz vor einem großen Umbruch. Doch nach und nach legt sich eine stille Traurigkeit über die Geschichte, die lange nachwirkt. Besonders die Illustrationen von Kat Menschik haben mich tief angesprochen. Sie verstärken die Atmosphäre, fangen Einsamkeit, Hoffnung und Zerbrechlichkeit ein und sagen manchmal mehr als Worte. Am Ende bleibt keine Lösung, kein Trost im klassischen Sinn – aber eine ehrliche, melancholische Wahrheit: Manche Dinge gehen vorbei, und trotzdem geht das Leben weiter. Genau das macht dieses kleine Buch für mich so eindringlich und schön.
Kurz und bündig
Also vorweg: ich habe das Buch aus der Bücherei, denn für diese Seitenzahl (74 -75 Leseseiten) wäre ich nicht bereit diesen Preis zu zahlen. Das Buch handelt von einem, wie er sich selbst doch am Ende beschreibt, "Verlierer" aus dem Westen, der sein Ego im Osten aufpusht, wo die die Ostberlin-Bewohner ihn aufgrund seiner westlichen Herkunft anhimmeln..wissentlich, dass sie Informativ eingeschränkt sind etwas über sein Leben im Westen zu erfahren, schmückt er sein angebliches Leben etwas aus. An sich ein kurzer Einblick in sein Leben, Denken und Handeln kurz vor Zusammenbruch der Mauer, wo er eine Frau kennenlernt, die ebenfalls ihre eigenen Kapitel und ihre eigenen Gedanken erhält. Alles in allem ein ganz interessanter Einblick in die Gedankenwelt der Jugend von beiden Seiten, der gut zusammengefasst wurde und einiges beinhaltet. Leider aber doch etwas kurz und ich hätte mir noch mehr Geschichte drumherum und allgemein mehr Geschichte gewünscht von den Protagonisten.
Lügen und Liebe vor dem Fall der Mauer
*Werbung/Rezensionsexemplar * Da ich die Bücher von Maxim Leo bisher immer gerne gelesen habe, habe ich mich auch an „Junge aus West-Berlin“ gewagt und wurde nicht enttäuscht. Marc aus Süddeutschland, der in seiner Jugend nie anerkannt und auch nicht beachtet wurde, zieht nach Westberlin. Schon als Jugendlicher hat er bei einer Klassenfahrt bemerkt, dass er in Ostberlin mit anderen Augen wahrgenommen wurde. So fährt er auch jetzt zunächst am Wochenende regelmäßig nach Ostberlin. Dort findet er Freunde (klar, er bringt ja auch immer begehrte Geschenke mit) und lernt Nele kennen. Sie verstehen sie wunderbar, aber Marc hat ein Problem. Natürlich nicht ahnend dass der Mauerfall bevorsteht, hat er sich in ein Lügengebilde verstrickt. So hat er bei seinem Beruf sich kurzerhand vom Stuhlträger zum Tourmanager von Bands gemacht. Nele ahnt nichts davon. Und dann fällt die Mauer! Das kleine Buch hat mich irgendwie fasziniert. Nicht nur des Schreibstils von Maxim Leo wegen, sondern auch wegen der wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik. Manche davon habe ich ziemlich lange betrachtet und trotzdem immer wieder etwas neues entdeckt. Die Story ist flüssig und nachvollziehbar geschrieben, leider mit offenem Ende. Das war aber auch der einzige Punkt, der mich gestört hat. Maxim Leo hat viele Sätze eingearbeitet, bei denen ich doch breit grinsen musste. Ein Beispiel „Ich sagte, dass man bei uns das Wort Ausbeutung eher selten benutzte, dass wir es Teamarbeit nannten“ Maxim Leo bekommt von mir 4 Sterne, Kat Menschik 5 Sterne für die wunderbaren Illustrationen. Eine Leseempfehlung für zwischendurch ist es mit seinen 80 Seiten allemal! Verlag: Galiani (Imprint von Kiepenheuer & Witsch) Erscheinungsdatum: 05.09.2024 ISBN: 978-3-86971-304-5 80 Seiten (Printausgabe) Danke an @galiani und @netgalleyde für das Rezensionsexemplar!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Band 18 der Lieblingsbuchreihe von Kat Menschik: Maxim Leos hinreißende Liebesgeschichte zwischen Marc aus Westberlin, der an den Wochenenden gerne in den Osten fährt, weil er dort als Westler wie ein Star behandelt wird. Und Nele aus Ostberlin, die Sartre liest, Weinbergschnecken isst und von Paris träumt. Über eine Liebe in einer Zeit, in der nichts ist, wie es scheint. Und in der nichts bleibt, wie es war.
Für eine ganze Generation war es ein wild flirrender Sommer: 1989. Rebellion und Aufbruch überall. Fröhlich-bunte Anarchie im grauen Schattenland diesseits der Mauer. Endzeitstimmung – aber in gut.
Mittendrin: Der Westberliner Marc, der in Ostberlin der sein kann, der er immer gerne gewesen wäre: ein interessanter, begehrenswerter Mann. Sobald er die Grenze übertritt, empfangen ihn seine Freunde aus der Ostberliner Szene mit offenen Armen. Natürlich auch, weil er Mangelware mitbringt, Bücher, Platten, Musikzeitungen. Die Ostler denken, er sei Tourmanager von coolen Bands in Westberlin, niemand weiß, dass er eigentlich nur als Roadie jobbt.
Bis ihm bei einer Party die rothaarige Nele über den Weg läuft, eine Träumerin wie er. Auch sie wäre gerne jemand anderes, eine Herzogin, eine Fee oder zumindest Französin. Wenn Nele und Marc über die Dächer von Prenzlauer Berg spazieren, fühlen sie sich seelenverwandt. Ein freier Ort im Nirgendwo für ihre Liebe.
Bis irgendwann die Mauer fällt …
Book Information
Author Description
Maxim Leo wurde 1970 in Ostberlin geboren. Er schreibt gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über Alterspubertierende und sprechende Katzen, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod«, 2015 »Auentod«. 2019 erschien sein autobiografisches Buch »Wo wir zu Hause sind«, das wie der Roman »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« (2022) zum Bestseller wurde.
Posts
Ein aufregender Sommer in Berlin 🧱
Sommer 1989: Marc aus West-Berlin findet in der Ost-Berliner Musikszene endlich die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die er immer gesucht hat. In Nele hat er zudem seine erste große Liebe gefunden. Doch Marcs Leben im Osten ist auf Lügen aufgebaut und als im November die Mauer geöffnet wird, droht sein Lügenkonstrukt einzustürzen. Aus Angst meidet er jetzt den Osten, dabei verpasst er das wahrscheinlich schönste Kapitel seines Lebens. Eine süße kleine Liebesgeschichte für zwischendurch. Wieder mal wunderschön von Kat Menschik illustriert. Emotional konnte mich die Geschichte nicht vollends erreichen, ich denke sie hätte das Potenzial für mehr gehabt.

"Ich denke, dass man das Leben nur von hinten verstehen kann. Mir geht es jedenfalls so. Sinn ergibt das doch alles, wenn überhaupt, erst im Rückblick. Wenn man sich die Sachen ein bisschen zurechtlegt, wenn man träumt und vergisst." "Es gibt so Leute, die hinter sich selbst verschwinden." Die Geschichte von dem schüchternen, "unsichtbaren" Marc, der in West-Berlin lebt und während einer Klassenfahrt nach Ost-Berlin zufällig Nele kennenlernt. Es ist fasziniert von ihr, vor allem, weil sie ihn "sieht" und wahrnimmt, eine Freundschaft entsteht, aus der schnell mehr wird. Immer öfter reist er mit einem Tagesvisum nach Ost-Berlin, bringt begehrte Geschenke mit, wird respektiert, baut "Freundschaften" auf, konstruiert sich ein Leben, das ihn interessant erscheinen lässt. Dann kommt es zum Mauerfall... Eine kurze Geschichte über die besondere Zeit des Wandels und des Mauerfalls, die Stimmung gut eingefangen. Die Illustrationen von Kat Menschik komplettieren dieses schmale Buch perfekt. Meiner Meinung nach auf jeden Fall lesenswert ⭐
DER JUNGE AUS WEST-BERLIN Maxim Leo, wunderschön Illustriert von Kat Menschik (Band 18 der Lieblingsbuchreihe) Marc, ein Junge aus Süddeutschland, fühlt sich unsichtbar. Er ist ein schlaksiger Teenager, den die Mädchen weder anschauen noch wahrnehmen. Alles änderte sich auf einer Klassenfahrt nach Ostberlin: Er verlor seine Gruppe und stand plötzlich allein auf dem belebten Alexanderplatz. Da sprach ihn ein Mädchen an und fragte, ob sie ihm helfen könne … Er konnte es kaum fassen – zum ersten Mal fühlte er sich gesehen. Und das auch noch von einem Mädchen! Jahre später, nach dem Ende seiner Schulzeit, zieht Marc nach Westberlin und beginnt dort ein Studium. Doch seine wahre Leidenschaft entfaltet sich an den Wochenenden, wenn er nach Ostberlin reist, neue Freunde findet, auf Partys geht und das erste Mal das Gefühl hat, irgendwo wirklich dazu zu gehören. Sein abgebrochenes Studium und seinen Job als Stuhltransporteur verschweigt er jedoch. Stattdessen erfindet er eine glanzvolle Karriere in der Medienbranche und versorgt seine Freunde mit begehrten Westwaren wie Kassetten, Schallplatten und Büchern. Als er Nele begegnet, steht sein Leben Kopf. Sie verlieben sich, streifen über die Dächer Ostberlins und verbringen magische Stunden in einem verlassenen Schloss. Doch Marc wird von der Lüge über seinen Job immer mehr eingeholt. Nele hält ihn für einen erfolgreichen Medienmogul, und der Moment, ihr die Wahrheit zu sagen, verstreicht immer weiter. Mit den wachsenden politischen Unruhen und den Demonstrationen im Sommer 1989 scheint Marc der Einzige zu sein, der den Mauerfall nicht herbeisehnt… Was für eine großartige Geschichte! Maxim Leo und Kat Menschik, beide in Ostberlin aufgewachsen, weben hier eine Coming-of-Age-Erzählung, die zutiefst berührt. Obwohl sie damals nur wenige Straßen voneinander entfernt lebten und ihre Freundeskreise sich teils überschnitten, sind sich die beiden Autoren nie begegnet – eine faszinierende Parallele zur Handlung des Buches. Dies ist bereits mein drittes Buch von Maxim Leo, und erneut bin ich von seinem Talent begeistert. Diese wichtige Geschichte, die mir am Ende das Herz gebrochen hat, gehört als Klassensatz in die Oberstufe und als Schmuckstück in jedes Bücherregal. Die wunderschöne Aufmachung mit dem pinken Farbschnitt macht es zu einem echten Hingucker. Herzlichen Dank für die vielen kleinen Flashbacks. 5/5

Im Zentrum steht Marc, ein junger Mann aus West-Berlin Ende der 1980er-Jahre, dessen Lebensgefühl von Unsicherheit und Sehnsucht nach Anerkennung geprägt ist. In Ost-Berlin erlebt er etwas, das ihm im Westen verwehrt scheint: Beachtung, Bewunderung, Zugehörigkeit. Dort wird er als exotischer Westler fast glamourös überhöht, obwohl er in Wahrheit ein „Roadie“ und kein erfolgreicher Musikmanager ist – eine kleine Lüge, die seine Suche nach Selbstwert symbolisch auflädt. In dieser Kulisse entwickelt sich seine Beziehung zu Nele, einer Ostberliner Träumerin. Ihre Verbindung steht nicht nur für jugendliche Verliebtheit, sondern für ein fluides Grenz- und Rollenbild in einem Berlin, in dem die Mauer bald fällt. Die Stadt selbst – geteilt, aber schon im Aufbruch – wird zur Metapher für persönliche und gesellschaftliche Identitätskrisen. Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es ist leise erzählt, aber emotional intensiv – ein echtes Wechselbad der Gefühle. Anfangs fühlt sich alles leicht und schön an: Sommer, Verliebtheit, dieses schwebende Gefühl kurz vor einem großen Umbruch. Doch nach und nach legt sich eine stille Traurigkeit über die Geschichte, die lange nachwirkt. Besonders die Illustrationen von Kat Menschik haben mich tief angesprochen. Sie verstärken die Atmosphäre, fangen Einsamkeit, Hoffnung und Zerbrechlichkeit ein und sagen manchmal mehr als Worte. Am Ende bleibt keine Lösung, kein Trost im klassischen Sinn – aber eine ehrliche, melancholische Wahrheit: Manche Dinge gehen vorbei, und trotzdem geht das Leben weiter. Genau das macht dieses kleine Buch für mich so eindringlich und schön.
Kurz und bündig
Also vorweg: ich habe das Buch aus der Bücherei, denn für diese Seitenzahl (74 -75 Leseseiten) wäre ich nicht bereit diesen Preis zu zahlen. Das Buch handelt von einem, wie er sich selbst doch am Ende beschreibt, "Verlierer" aus dem Westen, der sein Ego im Osten aufpusht, wo die die Ostberlin-Bewohner ihn aufgrund seiner westlichen Herkunft anhimmeln..wissentlich, dass sie Informativ eingeschränkt sind etwas über sein Leben im Westen zu erfahren, schmückt er sein angebliches Leben etwas aus. An sich ein kurzer Einblick in sein Leben, Denken und Handeln kurz vor Zusammenbruch der Mauer, wo er eine Frau kennenlernt, die ebenfalls ihre eigenen Kapitel und ihre eigenen Gedanken erhält. Alles in allem ein ganz interessanter Einblick in die Gedankenwelt der Jugend von beiden Seiten, der gut zusammengefasst wurde und einiges beinhaltet. Leider aber doch etwas kurz und ich hätte mir noch mehr Geschichte drumherum und allgemein mehr Geschichte gewünscht von den Protagonisten.
Lügen und Liebe vor dem Fall der Mauer
*Werbung/Rezensionsexemplar * Da ich die Bücher von Maxim Leo bisher immer gerne gelesen habe, habe ich mich auch an „Junge aus West-Berlin“ gewagt und wurde nicht enttäuscht. Marc aus Süddeutschland, der in seiner Jugend nie anerkannt und auch nicht beachtet wurde, zieht nach Westberlin. Schon als Jugendlicher hat er bei einer Klassenfahrt bemerkt, dass er in Ostberlin mit anderen Augen wahrgenommen wurde. So fährt er auch jetzt zunächst am Wochenende regelmäßig nach Ostberlin. Dort findet er Freunde (klar, er bringt ja auch immer begehrte Geschenke mit) und lernt Nele kennen. Sie verstehen sie wunderbar, aber Marc hat ein Problem. Natürlich nicht ahnend dass der Mauerfall bevorsteht, hat er sich in ein Lügengebilde verstrickt. So hat er bei seinem Beruf sich kurzerhand vom Stuhlträger zum Tourmanager von Bands gemacht. Nele ahnt nichts davon. Und dann fällt die Mauer! Das kleine Buch hat mich irgendwie fasziniert. Nicht nur des Schreibstils von Maxim Leo wegen, sondern auch wegen der wunderschönen Illustrationen von Kat Menschik. Manche davon habe ich ziemlich lange betrachtet und trotzdem immer wieder etwas neues entdeckt. Die Story ist flüssig und nachvollziehbar geschrieben, leider mit offenem Ende. Das war aber auch der einzige Punkt, der mich gestört hat. Maxim Leo hat viele Sätze eingearbeitet, bei denen ich doch breit grinsen musste. Ein Beispiel „Ich sagte, dass man bei uns das Wort Ausbeutung eher selten benutzte, dass wir es Teamarbeit nannten“ Maxim Leo bekommt von mir 4 Sterne, Kat Menschik 5 Sterne für die wunderbaren Illustrationen. Eine Leseempfehlung für zwischendurch ist es mit seinen 80 Seiten allemal! Verlag: Galiani (Imprint von Kiepenheuer & Witsch) Erscheinungsdatum: 05.09.2024 ISBN: 978-3-86971-304-5 80 Seiten (Printausgabe) Danke an @galiani und @netgalleyde für das Rezensionsexemplar!











