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Caroline Darian ist die Tochter von Gisèle Pelicot und ebenfalls Betroffene der schrecklichen Taten, die Dominique Pelicot seiner Familie angetan hat. Nachdem die Taten bekannt wurden, schrieb Caroline ihr erstes Buch zur Verarbeitung der Ereignisse, “Und ich werde dich nie wieder Papa nennen”. In der Folge erhielt sie etliche Zuschriften von anderen Frauen, die ebenfalls Opfer von sexualisiertem Missbrauch wurden, oft im familiären Kontext. Nun, nach Abschluss des Prozesses rund um die Vergewaltigungen ihrer Mutter, hat Caroline Darian ihr zweites Buch geschrieben. Auf 176 Seiten nimmt sie Bezug auf den Prozess, auf den Ekel, die Wut, die Ohnmacht und alle anderen Emotionen, die währenddessen bei ihr und ihren Familienmitgliedern ausgelöst wurden. Dabei geht sie mehrmals auf die Enttäuschung ein, die sie erlebt hat, als ihre eigene Nebenklage nicht zur gewünschten Anerkennung geführt hat. Caroline bleibt nicht beim Prozess stehen, sondern fokussiert sich stark darauf, wie es weitergehen muss: sie klärt auf über die Tat der chemischen Unterwerfung (vor allem mit Verweis auf ihr erstes Buch), die im Pelicot-Prozess eine sehr große Rolle gespielt hat. Gemeinsam mit anderen Frauen hat sie nun einen Verein namens “M’endors pas” gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die chemische Unterwerfung aufzuklären und schnellere, leicht verfügbare Tests großflächig zur Verfügung zu stellen. Das Buch von Caroline Darian ist deutlich pointierter und wütender als das ihrer Mutter. Es ist ein anderer Umgang mit den Geschehnissen und dem Zusammenbruch ihrer Familie. Beide Umgangsweisen haben ihre Berechtigung, beide sind lesenswert und für mich absolut nachvollziehbar. Caroline bezeichnet dieses Buch selbst als “Manifest” und ich denke, wir können uns alle glücklich schätzen, dass sie nach allem, was ihr angetan wurde, die Kraft findet, um dafür zu kämpfen, dass anderen Betroffenen künftig besser geholfen werden kann. Übersetzt von Michaela Meßner und Grit Weirauch.

Apr 16, 2026
Caroline Darian ist die Tochter von Gisèle Pelicot und ebenfalls Betroffene der schrecklichen Taten, die Dominique Pelicot seiner Familie angetan hat. Nachdem die Taten bekannt wurden, schrieb Caroline ihr erstes Buch zur Verarbeitung der Ereignisse, “Und ich werde dich nie wieder Papa nennen”. In der Folge erhielt sie etliche Zuschriften von anderen Frauen, die ebenfalls Opfer von sexualisiertem Missbrauch wurden, oft im familiären Kontext. Nun, nach Abschluss des Prozesses rund um die Vergewaltigungen ihrer Mutter, hat Caroline Darian ihr zweites Buch geschrieben. Auf 176 Seiten nimmt sie Bezug auf den Prozess, auf den Ekel, die Wut, die Ohnmacht und alle anderen Emotionen, die währenddessen bei ihr und ihren Familienmitgliedern ausgelöst wurden. Dabei geht sie mehrmals auf die Enttäuschung ein, die sie erlebt hat, als ihre eigene Nebenklage nicht zur gewünschten Anerkennung geführt hat. Caroline bleibt nicht beim Prozess stehen, sondern fokussiert sich stark darauf, wie es weitergehen muss: sie klärt auf über die Tat der chemischen Unterwerfung (vor allem mit Verweis auf ihr erstes Buch), die im Pelicot-Prozess eine sehr große Rolle gespielt hat. Gemeinsam mit anderen Frauen hat sie nun einen Verein namens “M’endors pas” gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die chemische Unterwerfung aufzuklären und schnellere, leicht verfügbare Tests großflächig zur Verfügung zu stellen. Das Buch von Caroline Darian ist deutlich pointierter und wütender als das ihrer Mutter. Es ist ein anderer Umgang mit den Geschehnissen und dem Zusammenbruch ihrer Familie. Beide Umgangsweisen haben ihre Berechtigung, beide sind lesenswert und für mich absolut nachvollziehbar. Caroline bezeichnet dieses Buch selbst als “Manifest” und ich denke, wir können uns alle glücklich schätzen, dass sie nach allem, was ihr angetan wurde, die Kraft findet, um dafür zu kämpfen, dass anderen Betroffenen künftig besser geholfen werden kann. Übersetzt von Michaela Meßner und Grit Weirauch.
Apr 16, 2026







