Eine Hymne an das Leben
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Description
»Die Scham muss die Seite wechseln«
Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität – und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft.
Die Frau, die die ganze Welt inspiriert
Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert.
Gisèle Pelicot wurde vom TIME Magazine zur bedeutendsten Frau des Jahres 2024 gewählt. Die Biografie ist kein Gerichtsdokument, sondern ein persönliches Zeugnis über Verrat und Vertrauen und die Kraft, trotzdem weiterzuleben. Für alle, die an Gerechtigkeit glauben – und an die Möglichkeit, nach dem Schlimmsten neu anzufangen.Book Information
Characteristics
15 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich wusste schon vorher, dass das keine einfache Lektüre wird. 💔 Gisèle Pelicot erzählt ihre Geschichte, die kaum zu begreifen ist. Jahrelanger Missbrauch, Verrat auf der schlimmsten Ebene und ein Prozess, der nicht nur ihr Leben verändert, sondern Weltweit gesellschaftliche Diskussionen ausgelöst hat. Ich bin unglaublich fasziniert von der Stärke dieser Frau. 🕊️✨ In dem Buch geht es nicht nur um das, was passiert ist, sondern vor allem darum, wie sie sich ihr Leben zurückholt. Der Schreibstil ist dabei überraschend ruhig, an manchen Stellen fast schon sachlich. Ich hatte oft das Gefühl, dass gerade diese Klarheit viel mehr trifft als jede dramatische Inszenierung. Das Buch war für mich emotional extrem schwer auszuhalten. Es gab so viele Momente, in denen ich einfach nur fassungslos war. Für mich gibt es keine andere Option als der Geschichte, dieser und fassbar starken Frau, 5 Sterne zu geben. 📖

Merci Gisèle!
Dieses Buch hat mich komplett auseinander genommen. „Eine Hymne an das Leben“ ist keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt, es ist die Realität und genau das macht es so unfassbar schwer zu ertragen. Ich habe beim Lesen so oft geweint, weil es eben keine erfundene Handlung ist, kein Fantasy-Roman, in den man flüchten kann, sondern die erschütternde Wahrheit darüber, was Männer anderen Frauen antun. Besonders die Gerichtsszenen haben mich tief getroffen, dieses Auftreten der Täter wie eine geschlossene Gruppe und gleichzeitig dieses Gefühl, dass das Opfer sich immer wieder rechtfertigen muss, war kaum auszuhalten und doch so wichtig. Dieses Buch zeigt auf brutale Weise, wie viele Frauen solche Gewalt erleben und wie viel Stärke es braucht, trotzdem weiterzugehen. Gisèle Pelicot ist für mich der Inbegriff von Stärke, eine Frau, die nicht nur überlebt, sondern ihre Stimme nutzt und für so viele andere Frauen steht. Ihre Geschichte hat mich tief berührt, genauso wie die Beziehung zu ihren Kindern, besonders die Dynamik mit ihrer Tochter fand ich unglaublich feinfühlig und respektvoll dargestellt, auch wenn beide unterschiedlich mit dem Erlebten umgehen. Und trotz all der Schwere bleibt am Ende auch ein Gefühl von Gerechtigkeit, dass die Täter verurteilt wurden, gibt zumindest ein kleines Stück Hoffnung zurück. Ein unglaublich wichtiges Buch, das man nicht vergisst und das ich absolut empfehle, auch wenn es wirklich schwer zu ertragen ist.

Ich muss erstmal durchatmen 😮💨
Ich habe Eine Hymne an das Leben gelesen und das Buch hat mich wirklich mitgenommen. Ich liebe Horror – aber dieser reale Horror hat mich an vielen Stellen deutlich härter getroffen als jede fiktive Geschichte. Gerade weil man die ganze Zeit weiß, dass das alles tatsächlich passiert ist. Nach manchen Kapiteln musste ich erst mal eine Pause einlegen. Besonders eindrücklich fand ich die Vorbereitung des Gerichtsprozesses. Das mitzuerleben, die Entwicklungen, die Informationen, die Dynamik dahinter – das war unglaublich mitreißend und teilweise schwer auszuhalten. Gleichzeitig habe ich durch das Buch vieles erfahren, was mir vorher so nicht bewusst war. Kein leichtes Buch. Aber eines, das wichtig ist.
Eine Stimme für die Opfer!
Ein unglaublich wichtiges Buch, damit die Scham die Seiten wechselt! Eine sehr starke Frau, deren Leid mich fassungslos zurück lässt! Eine Geschichte die so unglaublich scheint das man nicht aufhören kann zu lesen. Von mir leider einen ⭐️ Abzug da mir die Sprache nicht so gut gefallen hat.
Ein Buch, das wütend macht - wir sind nicht wütend genug.
Natürlich lässt sich eine Biografie schwer bewerten. Und als Frau hört man dieses Buch sicherlich auch nochmal anders. Wie grausam das Leben einfach sein kann. Eine wichtige Lektüre, eine erschreckende Erzählung in so vielerlei Hinsicht. Ich musste immer wieder innehalten, hab mich geekelt, war erschüttert, hab auch über Madame Pelicot oft den Kopf geschüttelt, weil sie trotz allem so einfühlsam scheint, aber kann immer ihre Sicht verstehen. Erschreckende Geschichte.
Ein Buch, das man nicht einfach liest und wieder vergisst, sondern eines, das bleibt.
„Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot hat mich tief bewegt und nach dem Lesen erst einmal sprachlos zurückgelassen. Es ist die Geschichte eines Lebens, das von einem Moment auf den anderen zerbricht – und von der mühsamen, schmerzhaften Auseinandersetzung mit einer Wahrheit, die alles infrage stellt. Es ist keine leichte Lektüre, aber gerade darin liegt ihre Kraft. Es ist ein schonungslos ehrlicher Blick auf Leid, Würde und die unerschütterliche Fähigkeit des Menschen, weiterzumachen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie hier Schmerz und Stärke nebeneinander stehen dürfen, ohne beschönigt zu werden. Es ist kein lautes, emotional überladenes Buch– vielmehr entfaltet sich seine Wirkung leise, fast unmerklich, bis es einen mit voller Wucht trifft. Noch lange nach dem Lesen hallen die Gedanken nach. Man hinterfragt, fühlt mit, ringt um Worte – und genau das macht dieses Buch so außergewöhnlich. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern eine Erfahrung. Merci , Gisèle Pelicot - für diese Offenheit und diese Stärke.

Merci, Gisèle! „Le viol est un viol“
Es fehlen mir die Worte für das, was dieses Buch in mir bewegt hat. Vielleicht auch deshalb, weil es für die Gewalt, von der es erzählt, tatsächlich keine Sprache gibt, die ihr in ihrer Abscheulichkeit gerecht werden könnte. Gisèle Pelicot hat etwas getan, das weit über das Persönliche hinausgeht. Sie hat das Schweigen gebrochen – nicht nur für sich, sondern für unzählige andere Betroffene. Sie hat das Unsagbare ausgesprochen und ihren eigenen Prozess öffentlich gemacht, mit einer Konsequenz und Offenheit, die tief berührt und zugleich erschüttert. In einer Welt, die so oft wegschaut, hat sie hingesehen. In einer Gesellschaft, die so oft relativiert, hat sie benannt. Und in einem System, das Betroffene zum Schweigen bringt, hat sie ihre Stimme erhoben – auch für jene, die keine Möglichkeit dazu haben. Was wir daraus machen, bleibt eine offene Frage. Werden wir zuhören? Werden wir verändern? Werden wir ihrer Aufrichtigkeit, ihrer Hingabe und ihrer Stärke gerecht werden? Was werden die Männer dieser Welt daraus lernen? Ich bin tief ergriffen von Gisèles Sicht und unaussprechlich dankbar für die Möglichkeit die diese Frau mir durch ihr Buch gegeben hat. Ihr gebührt Glück und Ehre.
Eine Geschichte, die unmöglich in einer Sternebewertung zusammengefasst werden kann. Eine Starke Frau, die inmitten von Gewalt, Unsicherheiten und Gewissensbissen vor allem für eines den Blick nicht verliert: Die Liebe.
Gisèle Pelicot hat mich beeindruckt, vor allem mit ihrem Blick auf die Dinge. Sie hätte mehr Gründe als viele andere, den Sinn, das Positive im Leben zu verlieren. Doch trotz der Tatsache, dass ihr eigener Ehemann sie während der 50 jährigen Ehe über 10 Jahre betäubt, vergewaltigt und zur Vergewaltigung angeboten hat, ist sie nicht bereit alle Erinnerungen über Bord zu werfen, nicht bereit ihr Leben auszulöschen. In diesem Buch erfährt man mehr über die gewaltsamen Taten des Ehemannes und die von über 80 weiteren Männern, über die Auswirkung auf die Familie, Gisèle Pelicot selbst und auf den Ausgang des Prozesses. Dabei wahrt sie stets das Gleichgewicht zwischen notwendigen (teilweise grausamen) Informationen und einer biografischen Erzählung, wodurch es zwar immer noch eine „harte Kost“ bleibt, sich aber dennoch in kurzer Zeit gut lesen lässt. 4,5 Sterne, weil die Zeitsprünge mir manchmal etwas zu viel waren. Inhaltlich aber davon unabhängig eine absolute 5/5!
Liebe ist meine mächtigste Rüstung
Pelicot berichtet über ihr Leben mit einer beeindruckenden Sprache. Gefasst, klar und auf eine unschnörkelige Art sprachgewaltig füllt sie die gut 250 Seiten mit erstaunlich viel Inhalt. Nicht nur wird der Prozess und die Gewalt selbst berichtet, sondern auch die Biografien von Gisele und Dominique finden Platz werden zur Herstellung eines Gesamtbildes miterzählt. Bei all dem Grauen macht dieses Buch seinem Titel dennoch alle Ehre - Pelicot verliert nie die Liebe, die Hoffnung und das ohne das Erlebte zu beschönigen. Es ist sehr lesenswert, es darf nur nicht vergessen werden, dass es ebenso belastend wie wertvoll ist.
Die Geschichte einer Frau Ihres Peinigers Der Inbegriff von inner Stärke Ich hatte große Sorge das Buch zu lesen und bon den Gräueltaten darin zu träumen. Das Gegenteil ist der Fall. Gisèle erzählt auf so berührende Weise von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Leben an der Seite ihres Peinigers, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Mut und bewundere wie es ihr gelingt bei all den fürchterlichen Ereignissen immer eine positive Einstellung zu ihrem Leben zu behalten. Dass sie sich den Glauben an die Liebe bewahren kann zeugt von einer immensen inneren Stärke an die der Leser anknüpfen kann. Ein Muss für alle!!!
•°• Wem kann man noch trauen? •°•
Gisèle Pelicot gibt in ihrem Buch "eine Hymne an das Leben" sowohl Einblick in ihre, als auch die Vergangenheit des Täters. Es erklärt, wie uns Generationen übergreifendes Trauma beeinflussen kann und unsere Charaktere formt. Warum wir mit Trauma anders umgehen, als andere Menschen und die Reaktionen sogar innerhalb der Familie auf ein gewisses Unverständnis stoßen können. Die abscheulichen Taten von Dominique Pelicot wirft die Frage auf, wem man noch trauen kann. Über 70 weitere Männer jeden Alters - von denen 50 verurteilt und 21 nicht identifiziert wurden - haben eine sedierte Frau widerwärtig vergewaltigt. Egal, welcher Berufsgruppe oder welchem Hintergrund diese Männer entstammen. Eine liebevolle Ehe, eine gemeinsame Familie, eine vermeintliche Seelenverwandtschaft wird von heute auf Morgen zunichte gemacht. Herr Pelicot schreckte nicht davor zurück, die Gesundheit seiner Frau aufs Spiel zu setzen und sie einer großen Angst um einen baldigen Tot auszusetzen, wie ihn auch ihre Mutter ereilt hatte. Er erlebte die "Aussetzer" seiner Frau, die er durch die Medikation verursacht hatte mit und begleitete sie zu Ärzten. Diese diagnostizierten die Symptome häufig als psychosomatisch, was mich tatsächlich enorm wütend gemacht hat, da Frauen häufig diese "Diagnose" hören. Er hat sie in ihrem eigenen Haus vergewaltigt... Ein Raum, in dem sie sicher hätte sein sollen. An Feiertagen, wie ihrem Namenstag, an Tagen, an dem die Enkel im Haus waren... Wie kann ein Mensch so etwas tun? Scham muss endlich die Seite wechseln. Gisèle Pelicot schildert nicht nur die Scham aufgrund der Taten selbst, sondern auch darum, dass sie es nicht gemerkt habe. Dass sie keine Zeichen erkannt habe. Aber sie ist so reflektiert, dass sie erkennt, dass diese Scham nicht bei ihr liegt. Sie muss die Seite wechseln. Man wird so wütend beim Hören/Lesen des Buches... Auf Dominique Pelicot, auf die Mittäter und ihr Verhalten - auch im Gerichtssaal, auf die Anwälte der Täter... Umso mehr hat man Respekt vor Gisèle Pelicot. Sie musste nicht nur die Taten ertragen, sondern auch die Videos und Aufnahmen sichten und den Prozess mitmachen. Und so viel mehr. Sie hat es nicht nur für sich, sondern für alle Opfer von Gewalt getan. Diese Frau hat wirklich viel bewegt. Wem kann man noch trauen? Gisèle Pelicot traut immer noch der Liebe und das ist so wunderbar hoffnungsvoll. Deshalb ist das Buch tatsächlich eine "Hymne an das Leben" und ich hoffe, dass es eine Leben voller Liebe für Gisèle Pelicot ist. Sie ist keine Opfer, sondern eine starke Kämpferin, deren größter Sieg es ist, wieder glücklich zu sein.
Danke Gisèle für deinen Mut und deine Ehrlichkeit!
Wie soll man Worte finden für etwas, was unbeschreiblich ist? Wie soll man ein Buch bewerten, dass eine Geschichte erzählt die so voller Schmerz ist? Meinen größten Respekt an Gisèle Pelicot, die in diesem Buch versucht, die Komplexität all dessen was in den vergangenen Jahren in ihr vorgegangen ist und was sie verarbeiten musste zu beschreiben. So ehrlich, so schonungslos, so grausam und trotz allem voller Kraft. Nicht ohne Grund wurde der Titel so gewählt und ich kann nur meinen Hut ziehen und hoffen, dass all die Frauen*, die ähnliches erlebt haben daraus Mut schöpfen können und sich nicht unterkriegen lassen.
Ein echter Augenöffner!
Aber VORSICHT: NICHT für Jede*n!!!!!! Trigger-Warnung, schließlich ist es der WAHRE Fall und hier wird es NICHT beschönigt dargestellt!!!! Es ist GUT, mutig und wirklich WICHTIG, das sie sich entschlossen hat, neben dem ÖFFENTLICHEN Prozess, auch ein Buch herauszubringen. Dafür gebührt ihr wirklich DANK. Denn neben ihrer grausamen Geschichte wird hier auch klar WARUM sie sich dazu entschlossen hat, einen ÖFFENTLICHEN Prozess zuzulassen. Glaubt mir dieses Detail ist wichtig. Ich kann nur raten, sofern es für die Einezelnen möglich ist (Trigger-Warnung), LEST/ HÖRT ihre Geschichte!!!!! Vielleicht vermag sie etwas zu verändern, etwas zu beenden oder zu verhindern. Meine ABSOLUTE HÖR-/ LESE EMPFEHLUNG!!!!!! Auch wenn es NICHT leicht ist, es ist kaum zu ertragen.

Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr dieses Buch mich beschäftigt hat!
Das ist kein Buch, welches man so mal eben nebenbei liest. Die Geschichte von Gisèle, von Kindheit bis zum Prozess ist so voller Leid und Rückschlägen - und dennoch voller Liebe und Hoffnung. Was diese Frau durchstehen musste und noch immer durchstehen muss ist unbegreiflich. Daher braucht es nach jeden Kapitel einen Moment, um das gelesene zu verarbeiten. Sie selbst beschreibt sich nicht als mutig, doch mir fällt kaum ein anderes wort ein als Mut und Stärke für alle das, was sie in ihrem Leben allgemein, durch ihren Mann und im Prozess durchstehen musste.
Diese Lebensgeschichte ist so unglaublich, dass sie meiner Meinung nach jeder kennen muss!
Gisèlr Pelicot hat mit ihrer Art, wie sie mit den Geschehnisse die ihr wieder fahren sind, 2024 die Welt bewegt. Und die Biographie gibt ihr die Stimme und ihr Leben und die Geschehnisse vor, bei und nach der Gerichtsverhandlung zu erzählen. Die Sprecherin im Hörbuch fand ich dafür perfekt ausgewählt.
Lese-Muss
Unglaublich, einfach unglaublich. Und unfassbar , einfach unfassbar. Wie diese Frau auftritt und ihre Geschichte erzählt… sie schafft es, eine Mischung zwischen liebevoller Betrachtungsweise einer schlimmen Vergangenheit und eine mutige Konfrontation mit den Grausamkeiten zu erklären. Ich kann nur hoffen, dass bald jeder und jede ihre Geschichte kennt 
Erschütterndes Zeugnis unvorstellbaren Leids und zugleich ein starkes Statement für Mut, Würde und weibliche Stärke.
Die autobiografische Erzählung „Die Scham muss die Seite wechseln“ von Gisèle Pelicot ist weit mehr als ein Buch – sie ist ein erschütterndes Zeugnis, eine Anklage und zugleich eine Hommage an die Stärke von Frauen. Was die Autorin darin offenlegt, ist kaum in Worte zu fassen: Über Jahre hinweg wurde sie von ihrem eigenen Ehemann systematisch unter Drogen gesetzt, missbraucht und anderen Männern ausgeliefert. Die Rede ist von über 200 Vergewaltigungen – Taten, die so grausam sind, dass man sie beim Lesen kaum begreifen kann. Und doch erzählt Pelicot ihre Geschichte mit einer schonungslosen Klarheit, die tief berührt und lange nachwirkt. Besonders eindrücklich ist, dass sie ihr Leben nicht nur auf diese schrecklichen Erfahrungen reduziert. Sie schildert ihren Weg von der Kindheit bis in die Ehe hinein detailliert und vielschichtig. Dabei zeigt sich eine Frau, die trotz allem nicht zerbricht. Im Gegenteil: Sie begegnet dem Erlebten mit einer bemerkenswerten inneren Stärke und Würde. Was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist ihre Haltung. Pelicot lässt sich nicht auf die Rolle des Opfers reduzieren. Sie stellt sich ihren Tätern, fordert Gerechtigkeit und sendet eine klare Botschaft: Die Scham gehört nicht den Betroffenen, sondern den Tätern. Gleichzeitig bleibt ihre Darstellung differenziert. Sie verteufelt nicht pauschal ihr gesamtes Eheleben, sondern lässt auch Raum für Ambivalenz und erinnert daran, dass selbst in dunklen Kapiteln komplexe emotionale Realitäten existieren. Auch der Aspekt rund um ihre Familie, insbesondere die offene Frage bezüglich ihrer Tochter, verleiht dem Buch eine zusätzliche beklemmende Tiefe. Dieses Werk ist schwer auszuhalten – und genau deshalb so wichtig. Es konfrontiert uns mit der Realität von Gewalt, zwingt zum Hinsehen und rüttelt wach. Vor allem aber ist es ein beeindruckendes Zeugnis von Überlebenswillen, Mut und der Kraft, trotz allem nicht aufzugeben – weder das Leben noch die Fähigkeit zu lieben. Ein Buch, das jede*r lesen sollte. Fazit: Erschütternd, mutig und zutiefst bewegend – ein absolutes Muss.
Ich habe das Buch zuhause es aber als Hörbuch gehört und ich denke es war die richtige Entscheidung. Es ist ein wirklich schwäres aber auch wichtiges Werk. Es hat mich unglaublich mitgenommen, wie diese Frau von ihrem Mann sprach mit dem sie ein halbes Jahrhundert verbracht hat. Und noch immer voller Überzeugung davon berichtet das es eine liebevolle Ehe war und wie es sie und ihre Familie zerstörte als alles ans Licht kam. Ein unglaublicher Bericht wie eine Frau darum kämpft ihr Leben ihre Erinnerung nicht komplett den Flammen der Hölle die ihr Mann schuf zu überlassen.
Wie bei jeder Biografie, die ich lese oder höre, gibt es hier keine Sternebewertung.
Ich habe soo mitgefühlt. Immer wieder sind mir die Tränen gekommen. Wie Gisèle Pelicot mit dem allem umgeht ist beeindruckend und stark. Aber auch jede andere Art mit so etwas umzugehen ist genau so stark. Ich bin wirklich dankbar, dieses Hörbuch aus ihrer sicht zu hören und nicht nur die sensationssüchtigen Nachrichten. ❤️
So unendlich wichtig 🚨
Ein mutiges Buch, kaum zu ertragen und doch voller Hoffnung: die Geschichte von Frau Pelicot und ihren Peinigern. Der Feind in deinem Bett - oder, um es mit den Worten von Dirk Peglow zu sagen: Gehen Sie keine Beziehung mit einem Mann ein (im Interview mit Dunja Hajali auf die Frage, was Frauen denn tun können angesichts sexualisierter Gewalt).
Hart, aber sehr interessante Einblicke
ich finde es immer sehr schwierig, persönliche Schicksale zu bewerten. Dieses Buch war aufgrund der geschilderten Ereignisse sehr hart zu lesen, es wird natürlich nicht alles ins Detail geschildert, aber die Einblicke, die man bekommt, sind völlig ausreichend, um das schockierende und verstörende Ausmaß sichtbar zu machen. Die Ausführungen der Autorin haben mich sehr tief berührt und mir ein tiefes Verständnis ihrer persönlichen Sicht auf und den Umgang mit den Ereignissen gebracht. Man bekommt einen Eindruck des gesamten Apparates, der in solchen Fällen anspringt sowie den Umgang des Umfeldes, der Medien und der Gesellschaft, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist gut geschrieben, hätte für mich hier und da etwas kürzer sein dürfen. 
Über Jahre hinweg hat ein Mann Gisele Pelicot betäubt und vergewaltigt, sowie anderen Männern zum vergewaltigen angeboten. Unfassbar! Doch der Mann war nicht irgendwer - es war Giseles eigener Ehemann. Der Mann, mit dem sie ein Leben geteilt hatte, drei gemeinsame Kinder hatte, mit dem sie durch Höhen und Tiefen gegangen war, der die Liebe ihres Lebens war, der sie zu Ärzten begleitete, als sie dachte ihre Vergesslichkeit infolge der dauerhaften Gabe von Betäubungsmitteln wäre evtl. Demenz. Und all das bricht von Heute auf Morgen zusammen wie ein Kartenhaus, durch einen kleinen Zufall, der alles ins Rollen bringt. Gisele sieht sich nicht nur einer schier unfassbaren, von Beginn an unstrittigen Reihe von Taten gegenüber, sondern auch der Frage, ob alles was sie über ihre Ehe, über ihre Familie zu wissen glaubte, nicht der Wahrheit entspricht. Wie bekommt man zwei so konträre Wahrheiten, die parallel zu existieren schienen, zusammen. Ihr Mann - von den Medien und jedem, der von den Taten erfuhr - als Monster abgestempelt. Gleichzeitig hat Gisele nur dieses eine Leben, das so viel Glück und Liebe enthielt, dass es ihr nicht gelingt, ihren Mann als Monster zu sehen. Sie muss sich also einerseits mit ihm als verantwortlichen Nummer 1 auseinander setzen, als auch mit über 60 ermittelten Tätern, die ebenfalls vor Gericht stehen. Und zudem mit ihren Kindern und Enkeln, die jeweils sind eigene Sicht der Dinge haben. Die Familie geht durch die Hölle. Der Verarbeitungsprozess ist schmerzhaft. Gisele erlaubt sich nicht Schwäche zu zeigen - sie will nicht nur Opfer sein. Ohne, dass sie es darauf abgesehen hatte, wird sie zu einer Ikone der Bewegung gegen sexualisierte Gewalt. Und ihre Sicht "die Scham muss die Seite wechseln" wird zum Motto der Bewegung. Angesichts der vielen unfassbaren Taten, bei denen Frauen Opfer sexueller Gewalt werden, angesichts der fehlenden strafrechtlichen Sanktionierung vieler Taten und dem Fakt, dass Gewalt im Kontext von Sexualität immer noch viel zu häufig Machtinstrument ist, ist diese Bewegung nur der Anfang!

Die Scham muss die Seite wechseln
Dieses Buch ist ganz anders, als ich erwartet habe. So schockierend die Erlebnisse, von denen Gisèle erzählt, auch sind, spürt man die lebensbejahende Einstellung und Haltung, mit der sie weiter durch ihr Leben geht, trotz allem, was ihr angetan wurde. Ich dachte, vielleicht steckt in ihrer Haltung auch ein Stück Verdrängung, aber so möchte sie nicht verstanden werden und das respektiere ich. Ich habe beim Lesen immer wieder geweint. Tränen der Wut, der Trauer und Fassungslosigkeit. Es ist schwer auszuhalten, was ihr angetan und wie mit ihr danach umgegangen wurde. Der Umgang der Öffentlichkeit anfangs mit dieser Enthüllung ist fast so schlimm wie das, was ihr über Jahre hinweg von ihrem eigenen Mann und fremden Männern angetan wurde. Trotz Videos, trotz eindeutiger Beweise wurde ihr nicht vollständig geglaubt. Stattdessen wurde ihr unterstellt, sie könne nicht völlig passiv gewesen sein, sie habe bestimmt ihren Teil dazu beigetragen. Genau deshalb ist es nicht überraschend, dass so viele Frauen sich nicht trauen, Gewalt anzuzeigen, öffentlich zu machen oder überhaupt jemandem davon zu erzählen. Die Reaktionen sind allzu bekannt. „Die Scham muss die Seite wechseln.“ Das ist der Satz, der hängen bleibt. Er bringt es auf den Punkt. Nicht die Betroffenen müssen sich schämen, sondern die Täter. Das Buch beschreibt die Geschehnisse schonungslos und direkt. Es ist schwer auszuhalten. Und genau deshalb hatte ich das Gefühl, es lesen zu müssen. Gisèle musste es erleben... und sie ist ja bei weitem nicht die einzige. So viele Frauen erleben es Tag für Tag. Ich bin wütend. Ich bin traurig. Aber wir sind noch nicht wütend genug. Die Scham muss die Seite wechseln. Schaut hin. Seid laut. Seid solidarisch.
Mutige Ansichten
Hier bekommt man nochmal einen äußerst privaten Anblick in diese bewegende Geschichte. Man erlebt die Ehe, die Rolle als Mutter, die Rolle als Opfer und als Vorbild für andere - aus der Sicht von Gisele Pelicot. Ich fand es sehr erstaunlich wie offen und warmherzig sie dennoch über die Ehe und die Beziehung reden konnte. Reflektieren konnte trotz ihrer schicksalhaften Erfahrungen. Wir lernen aber auch viel über die Art und Weise wie sich ihre Kindheit gestaltet hat, wie Sie eine neue Liebe finden konnte und wie sie sich als Individuum für das Glück und das Leben entschieden hat. Es ist auffällig, dass dieses Buch viel gruseliger und negativer geschrieben hätte werden können. Man hat sich dem nicht übermäßig angenommen und diese Entscheidung finde ich seh schön und inspirierend. Es macht wieder einmal deutlich mit was für einer starken Frau wir es hier zu tun haben. Des Audiobuch ist sehr eindrucksvoll gesprochen. Nicht monoton, stimmengewaltig an den richtigen Stellen und verträumt an den noch besseren Stellen.
Unheimlich bewundernswerte Frau ❤️🩹
„Dank eines uralten Überlebensinstinkts wusste ich, dass ich Zeit und Stille brauchte, um zu verarbeiten, was ich gerade erfahren hatte. Ich suchte nach meinen Kraftquellen. Meine Tochter hingegen wollte nicht allein bleiben. Sie bat ihren Bruder, an ihrer Seite zu schlafen. Florian trug seine Matratze hin und legte sich neben Caroline, während ich mich in das Möbelstück legte, das Schauplatz der Vergewaltigungen gewesen und zugleich mein Bett war.“ (S. 31)
Sans mots
Je n‘ai pas de mots pour décrire une telle histoire. La joie de vivre est mon troisième roman en français. C‘était difficile au début, même jusqu‘à la fin. Près du fin la tension grandi c‘est porquoi c‘était plus facile de suivre. Ça ne sent pas correcte de juger ce roman. En roman comme celui de Gisèle Pelicot montre encore une fois le valeur des romans. La vie d‘une femme qui a pensé de vivre une vie quotidienne, mais a vécu avec et à côté du l‘incarnation du mal ce trouve dans ces 313 pages. Plus il faut pas dire.
Erschütternd. Mutig. Beeindruckend.
Es ist UN-fassbar, was Gisèle Pelicot unwissentlich ertragen musste. Es ist unfassbar, was für Monstrositäten ans Tageslicht gekommen sind. Ein riesiger Abgrund… Über dieses Buch wurde schon so viel gesagt. Und trotzdem wurde es erst jetzt etwas greifbarer für mich, als ich es selbst las. Ich hatte mich lange davor gescheut, ja, ganz sicher aus Angst, was da auf mich zukommen würde… Denn das hier ist keine Geschichte, hinter der du dich verstecken kannst. Nichts, was man zuklappt und denkt: „Ist ja nur eine Geschichte!“ Sie ist passiert. Sie ist Realität. Und genau das macht es so schwer – und gleichzeitig so wichtig. Was mich wirklich berührt hat, ist die unglaubliche Kraft, die diese Frau ausstrahlt. Es geht hier nicht allein um die abartigen Grausamkeiten, sondern viel mehr darum, wie Gisèle ihren Weg zurück ins Leben findet und Stück für Stück wieder Kontrolle gewinnt.
Man wollte sie zum Schweigen bringen – doch sie wurde laut! 🤍
Eigentlich ist das kein Buch, das man klassisch „bewerten“ kann. Und trotzdem bekommt es von mir 5 Sterne – weil es so unfassbar wichtig ist. Gerade jetzt, wo Themen wie Gewalt, Machtmissbrauch und das Gehörtwerden von Betroffenen immer präsenter werden, ist dieses Buch mehr als nur eine Geschichte – es ist eine Stimme. Und diese Stimme ist laut. Zu Recht. 💜 Gisèle Pelicot erzählt ihre Geschichte – eine Geschichte, die kaum zu ertragen ist. Über Jahre hinweg wurde sie von ihrem eigenen Mann und zahlreichen weiteren Tätern missbraucht, ohne es zu wissen. Ich möchte hier bewusst nicht weiter ins Detail gehen. Was dieses Buch so besonders macht, ist nicht nur das, was passiert ist – sondern wie sie damit umgeht. Man liest von den Folgen: von unzähligen Arztbesuchen, Gerichtsterminen, Dokumenten, Fragen, Zweifeln. Von einem System, das nicht immer schützt, sondern oft hinterfragt. Und genau das macht beim Lesen so wütend. 😔 Dass Betroffene sich rechtfertigen müssen. Dass ihnen nicht geglaubt wird. Dass Schuld verschoben wird. Warum müssen Menschen so kämpfen, um gehört zu werden? Warum wird immer noch gezweifelt, relativiert, angegriffen? Dieses Buch regt zum Nachdenken an – und es macht etwas mit einem. Was mich am meisten beeindruckt hat: Gisèle Pelicot sieht sich nicht als Opfer. Sie bezeichnet sich als Überlebende. Und genau das ist sie. Und sie steht stellvertretend für so viele Menschen, die Ähnliches erlebt haben und vielleicht (noch) nicht laut sein können. 💬 Fazit: Ein schweres, erschütterndes und gleichzeitig unglaublich wichtiges Buch. Eines, das nicht nur gelesen, sondern gehört werden sollte.
Die scham muss die Seite wechseln!
In diesem Buch kann man super die Gedanken von Gisele verfolgen und geht mit ihr den Weg vom schamhaften Opfer zu einer gestanden Frau die sich nichts vorzuwerfen hat. Die Scham muss die Seite wechseln und genau das wird in diesem Buch überdeutlich verbalisiert! Ein Muss für alle! Absolute Empfehlung!

Ein mutiges Buch
Wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, was dieser Frau angetan wurde, wird man ja verrückt. Für mich selbst ist es unfassbar wie stark sie doch daraus hervorgeht. Gisèle Pelicot erzählt über ihr ganzes Leben, von ihrer Kindheit bis in die nahe Vergangenheit. Besonders mit Schwerpunkt auf die Vergewaltigungen. Frauen, die selbst traumatisiert sind, sollten dieses Buch vielleicht nicht zwingend lesen, wenn sie niemanden haben, um sich anzulehnen. Anfangs habe ich mich noch über die lange und breite Erzählung ihrer Jugend und frühen Jahre ihrer Ehe "geärgert". Weil es sich doch etwas zieht beim lesen. Allerdings versteht man Richtung Ende, warum es so wichtig ist. Man sollte auch wissen, wo sie herkommt und warum sie so handelt, wie sie nun mal handelt. Jede Frau hat das Recht mir ihrem Trauma so umzugehen, wie sie es für richtig hält. Da sollten alle anderen sich mal schön zurückhalten.
Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Geschichte…
Dieses Buch zu rezensieren, fällt mir schwer – vielleicht schwerer als alles, was ich bisher gelesen habe. Es gibt viele Werke, die durch ihre Sprache beeindrucken, durch ihre Handlung fesseln oder durch ihre Figuren berühren. Doch dieses Buch entzieht sich all dem. Es sprengt die gewohnten Maßstäbe, weil es eine Realität schildert, für die es kaum Worte gibt. Die Autorin erzählt nicht einfach eine Geschichte – sie legt ein Leben offen, das von Vertrauen, Liebe und jahrzehntelanger Partnerschaft geprägt schien, nur um dann in einem unfassbaren Ausmaß zerstört zu werden. Nach 50 Jahren Ehe zerbricht alles, weil der Mensch, dem sie vertraut hat, sie verraten, verkauft, betäubt und missbraucht hat. Allein dieser Gedanke ist kaum zu ertragen. Was dieses Buch so besonders – und gleichzeitig so erschütternd – macht, ist nicht nur das, was geschehen ist, sondern wie die Autorin darüber spricht. Ihre Stärke, ihre Haltung, ihre Art, das Erlebte einzuordnen, lassen einen sprachlos zurück. „Bewundernswert“ wirkt dabei fast zu schwach, fast unangebracht angesichts der Tiefe des erlittenen Unrechts. Und doch ist da eine Form von Kraft, die sich nicht anders beschreiben lässt. Beim Lesen bleibt immer wieder das Gefühl zurück, dass Worte nicht ausreichen. „Schlimm“ ist nicht schlimm genug. Es ist eine Geschichte, die erschüttert, wütend macht und gleichzeitig eine große Leere hinterlässt, weil man begreift, dass solche Taten real sind – und viel zu oft im Verborgenen bleiben. Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Geschichte. Es ist ein Weckruf. Es zeigt, wie dringend sich etwas ändern muss – im Umgang mit Gewalt, mit Macht, mit dem Schutz von Frauen. Es fordert dazu auf, hinzusehen, zuzuhören und nicht länger wegzuschauen. Am Ende bleibt Sprachlosigkeit. Und vielleicht ist genau das die ehrlichste Reaktion auf ein Buch wie dieses.
Eine unheimlich mutige und starke Frau, die uns an ihrem Schicksal teilhaben lässt
Gisèle Pelicot erzählt in diesem Buch ihre unglaublich bewegende und zugleich verstörende Geschichte einer Frau, die über viele Jahre ihres Lebens von einer Person verraten und hintergangen wurde, von der sie ursprünglich nichts Böses ahnen sollte. Meine Bewertung dieses Buches basiert nicht auf dem Inhalt, sondern primär auf der Aufteilung und der Art und Weise der Erzählung. Gisèle Pelicot berichtet von ihrer Kindheit, ihrer Jugend und den damit verbundenen Schicksalsschlägen. Sie erzählt von ihrem ersten Treffen mit ihrem zukünftigen Ehemann, dem Verlauf ihres Erwachsenenlebens mit vielen Veränderungen, bis sie schließlich nach und nach von den zehn Jahren erzählt, in denen ihr Mann sie auf furchtbarste Art und Weise hintergangen und verletzt hat. Sie lässt uns am Gerichtsprozess teilnehmen, schildert ihren Umgang mit den Erlebnissen und der medialen Aufmerksamkeit, die dadurch auf sie zukamen, und welche Auswirkungen dies auf ihren Alltag und ihre Familie hatte. Ich fand die Art, wie sie ihre Geschichte wiedergegeben hat, sehr interessant, und das Buch hat definitiv zum Nachdenken angeregt. Ihre Offenheit und ihr Mut, über die Erlebnisse zu sprechen, haben mich sehr berührt. Ich war gefesselt von der Erzählweise der Begebenheiten. Wer sich für ihren Fall interessiert und persönlichere Einblicke haben möchte, sollte sich das Buch definitiv holen!

Die Scham muss die Seite wechseln!
Gisèle Pelicot ist eine Heldin!✨ Es ist unvorstellbar grausam, was ihr widerfahren ist! Ich hatte auch so unglaublichen Respekt vor diesem Buch und irgendwie Angst, dass es mir zu hart ist ihre Geschichte zu lesen. Aber ich bin so froh, dass ich es getan habe. Ich bewundere sie dafür, wie sie ihre Geschichte darstellt. Dieses Buch ist auch keine Abrechnung gegen ihren Mann und dafür ziehe ich meinen Hut. Ich war sooooo fassungslos als ich die Szenen vor Gericht gelesen habe. Wie diese Frau, der so abgrundtief schlimme Dinge widerfahren sind, über ihr/das Leben und die Liebe redet, beeindruckt mich wirklich sehr 🙏🏼✨
„Denn die Liebe ist zugleich meine mächtigste Rüstung“
Was für eine beeindruckende Frau! Ich denke, jede Person, die bereits von dem Fall gehört hat, kann sich vorstellen, wie stark Gisèle Pelicot sein muss. Doch durch das Buch wird einem noch deutlicher bewusst, wie schrecklich die Tat war und welche Folgen sie für die gesamte Familie hatte. Ich habe oft gelesen, dass viele nicht verstehen können, wie sie weiterhin positive Dinge über ihren Ex-Mann sagen kann. Aber ich finde, sie hat es gut erklärt. Besonders prägend ist für mich der Satz: „Ich beschützt nur einige Erinnerungen, Teile unseres Lebens, schließlich bleiben nach einem Brand manchmal Mauern stehen, so verkohlt sie auch sein mögen…“ Denn niemand kann sich auch nur ansatzweise vorstellen, was diese Frau erlebt hat, und schon gar nicht steht es irgendwem zu, über ihre Gefühle zu urteilen. Dennoch interessiert mich auch das Buch und dementsprechend die Sicht von ihrer Tochter, welches bereits erschienen ist.
Characteristics
15 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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»Die Scham muss die Seite wechseln«
Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität – und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft.
Die Frau, die die ganze Welt inspiriert
Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert.
Gisèle Pelicot wurde vom TIME Magazine zur bedeutendsten Frau des Jahres 2024 gewählt. Die Biografie ist kein Gerichtsdokument, sondern ein persönliches Zeugnis über Verrat und Vertrauen und die Kraft, trotzdem weiterzuleben. Für alle, die an Gerechtigkeit glauben – und an die Möglichkeit, nach dem Schlimmsten neu anzufangen.Book Information
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Ich wusste schon vorher, dass das keine einfache Lektüre wird. 💔 Gisèle Pelicot erzählt ihre Geschichte, die kaum zu begreifen ist. Jahrelanger Missbrauch, Verrat auf der schlimmsten Ebene und ein Prozess, der nicht nur ihr Leben verändert, sondern Weltweit gesellschaftliche Diskussionen ausgelöst hat. Ich bin unglaublich fasziniert von der Stärke dieser Frau. 🕊️✨ In dem Buch geht es nicht nur um das, was passiert ist, sondern vor allem darum, wie sie sich ihr Leben zurückholt. Der Schreibstil ist dabei überraschend ruhig, an manchen Stellen fast schon sachlich. Ich hatte oft das Gefühl, dass gerade diese Klarheit viel mehr trifft als jede dramatische Inszenierung. Das Buch war für mich emotional extrem schwer auszuhalten. Es gab so viele Momente, in denen ich einfach nur fassungslos war. Für mich gibt es keine andere Option als der Geschichte, dieser und fassbar starken Frau, 5 Sterne zu geben. 📖

Merci Gisèle!
Dieses Buch hat mich komplett auseinander genommen. „Eine Hymne an das Leben“ ist keine Geschichte, die man einfach liest und wieder weglegt, es ist die Realität und genau das macht es so unfassbar schwer zu ertragen. Ich habe beim Lesen so oft geweint, weil es eben keine erfundene Handlung ist, kein Fantasy-Roman, in den man flüchten kann, sondern die erschütternde Wahrheit darüber, was Männer anderen Frauen antun. Besonders die Gerichtsszenen haben mich tief getroffen, dieses Auftreten der Täter wie eine geschlossene Gruppe und gleichzeitig dieses Gefühl, dass das Opfer sich immer wieder rechtfertigen muss, war kaum auszuhalten und doch so wichtig. Dieses Buch zeigt auf brutale Weise, wie viele Frauen solche Gewalt erleben und wie viel Stärke es braucht, trotzdem weiterzugehen. Gisèle Pelicot ist für mich der Inbegriff von Stärke, eine Frau, die nicht nur überlebt, sondern ihre Stimme nutzt und für so viele andere Frauen steht. Ihre Geschichte hat mich tief berührt, genauso wie die Beziehung zu ihren Kindern, besonders die Dynamik mit ihrer Tochter fand ich unglaublich feinfühlig und respektvoll dargestellt, auch wenn beide unterschiedlich mit dem Erlebten umgehen. Und trotz all der Schwere bleibt am Ende auch ein Gefühl von Gerechtigkeit, dass die Täter verurteilt wurden, gibt zumindest ein kleines Stück Hoffnung zurück. Ein unglaublich wichtiges Buch, das man nicht vergisst und das ich absolut empfehle, auch wenn es wirklich schwer zu ertragen ist.

Ich muss erstmal durchatmen 😮💨
Ich habe Eine Hymne an das Leben gelesen und das Buch hat mich wirklich mitgenommen. Ich liebe Horror – aber dieser reale Horror hat mich an vielen Stellen deutlich härter getroffen als jede fiktive Geschichte. Gerade weil man die ganze Zeit weiß, dass das alles tatsächlich passiert ist. Nach manchen Kapiteln musste ich erst mal eine Pause einlegen. Besonders eindrücklich fand ich die Vorbereitung des Gerichtsprozesses. Das mitzuerleben, die Entwicklungen, die Informationen, die Dynamik dahinter – das war unglaublich mitreißend und teilweise schwer auszuhalten. Gleichzeitig habe ich durch das Buch vieles erfahren, was mir vorher so nicht bewusst war. Kein leichtes Buch. Aber eines, das wichtig ist.
Eine Stimme für die Opfer!
Ein unglaublich wichtiges Buch, damit die Scham die Seiten wechselt! Eine sehr starke Frau, deren Leid mich fassungslos zurück lässt! Eine Geschichte die so unglaublich scheint das man nicht aufhören kann zu lesen. Von mir leider einen ⭐️ Abzug da mir die Sprache nicht so gut gefallen hat.
Ein Buch, das wütend macht - wir sind nicht wütend genug.
Natürlich lässt sich eine Biografie schwer bewerten. Und als Frau hört man dieses Buch sicherlich auch nochmal anders. Wie grausam das Leben einfach sein kann. Eine wichtige Lektüre, eine erschreckende Erzählung in so vielerlei Hinsicht. Ich musste immer wieder innehalten, hab mich geekelt, war erschüttert, hab auch über Madame Pelicot oft den Kopf geschüttelt, weil sie trotz allem so einfühlsam scheint, aber kann immer ihre Sicht verstehen. Erschreckende Geschichte.
Ein Buch, das man nicht einfach liest und wieder vergisst, sondern eines, das bleibt.
„Eine Hymne an das Leben“ von Gisèle Pelicot hat mich tief bewegt und nach dem Lesen erst einmal sprachlos zurückgelassen. Es ist die Geschichte eines Lebens, das von einem Moment auf den anderen zerbricht – und von der mühsamen, schmerzhaften Auseinandersetzung mit einer Wahrheit, die alles infrage stellt. Es ist keine leichte Lektüre, aber gerade darin liegt ihre Kraft. Es ist ein schonungslos ehrlicher Blick auf Leid, Würde und die unerschütterliche Fähigkeit des Menschen, weiterzumachen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie hier Schmerz und Stärke nebeneinander stehen dürfen, ohne beschönigt zu werden. Es ist kein lautes, emotional überladenes Buch– vielmehr entfaltet sich seine Wirkung leise, fast unmerklich, bis es einen mit voller Wucht trifft. Noch lange nach dem Lesen hallen die Gedanken nach. Man hinterfragt, fühlt mit, ringt um Worte – und genau das macht dieses Buch so außergewöhnlich. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern eine Erfahrung. Merci , Gisèle Pelicot - für diese Offenheit und diese Stärke.

Merci, Gisèle! „Le viol est un viol“
Es fehlen mir die Worte für das, was dieses Buch in mir bewegt hat. Vielleicht auch deshalb, weil es für die Gewalt, von der es erzählt, tatsächlich keine Sprache gibt, die ihr in ihrer Abscheulichkeit gerecht werden könnte. Gisèle Pelicot hat etwas getan, das weit über das Persönliche hinausgeht. Sie hat das Schweigen gebrochen – nicht nur für sich, sondern für unzählige andere Betroffene. Sie hat das Unsagbare ausgesprochen und ihren eigenen Prozess öffentlich gemacht, mit einer Konsequenz und Offenheit, die tief berührt und zugleich erschüttert. In einer Welt, die so oft wegschaut, hat sie hingesehen. In einer Gesellschaft, die so oft relativiert, hat sie benannt. Und in einem System, das Betroffene zum Schweigen bringt, hat sie ihre Stimme erhoben – auch für jene, die keine Möglichkeit dazu haben. Was wir daraus machen, bleibt eine offene Frage. Werden wir zuhören? Werden wir verändern? Werden wir ihrer Aufrichtigkeit, ihrer Hingabe und ihrer Stärke gerecht werden? Was werden die Männer dieser Welt daraus lernen? Ich bin tief ergriffen von Gisèles Sicht und unaussprechlich dankbar für die Möglichkeit die diese Frau mir durch ihr Buch gegeben hat. Ihr gebührt Glück und Ehre.
Eine Geschichte, die unmöglich in einer Sternebewertung zusammengefasst werden kann. Eine Starke Frau, die inmitten von Gewalt, Unsicherheiten und Gewissensbissen vor allem für eines den Blick nicht verliert: Die Liebe.
Gisèle Pelicot hat mich beeindruckt, vor allem mit ihrem Blick auf die Dinge. Sie hätte mehr Gründe als viele andere, den Sinn, das Positive im Leben zu verlieren. Doch trotz der Tatsache, dass ihr eigener Ehemann sie während der 50 jährigen Ehe über 10 Jahre betäubt, vergewaltigt und zur Vergewaltigung angeboten hat, ist sie nicht bereit alle Erinnerungen über Bord zu werfen, nicht bereit ihr Leben auszulöschen. In diesem Buch erfährt man mehr über die gewaltsamen Taten des Ehemannes und die von über 80 weiteren Männern, über die Auswirkung auf die Familie, Gisèle Pelicot selbst und auf den Ausgang des Prozesses. Dabei wahrt sie stets das Gleichgewicht zwischen notwendigen (teilweise grausamen) Informationen und einer biografischen Erzählung, wodurch es zwar immer noch eine „harte Kost“ bleibt, sich aber dennoch in kurzer Zeit gut lesen lässt. 4,5 Sterne, weil die Zeitsprünge mir manchmal etwas zu viel waren. Inhaltlich aber davon unabhängig eine absolute 5/5!
Liebe ist meine mächtigste Rüstung
Pelicot berichtet über ihr Leben mit einer beeindruckenden Sprache. Gefasst, klar und auf eine unschnörkelige Art sprachgewaltig füllt sie die gut 250 Seiten mit erstaunlich viel Inhalt. Nicht nur wird der Prozess und die Gewalt selbst berichtet, sondern auch die Biografien von Gisele und Dominique finden Platz werden zur Herstellung eines Gesamtbildes miterzählt. Bei all dem Grauen macht dieses Buch seinem Titel dennoch alle Ehre - Pelicot verliert nie die Liebe, die Hoffnung und das ohne das Erlebte zu beschönigen. Es ist sehr lesenswert, es darf nur nicht vergessen werden, dass es ebenso belastend wie wertvoll ist.
Die Geschichte einer Frau Ihres Peinigers Der Inbegriff von inner Stärke Ich hatte große Sorge das Buch zu lesen und bon den Gräueltaten darin zu träumen. Das Gegenteil ist der Fall. Gisèle erzählt auf so berührende Weise von ihrer Kindheit, ihrer Familie und dem Leben an der Seite ihres Peinigers, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Mut und bewundere wie es ihr gelingt bei all den fürchterlichen Ereignissen immer eine positive Einstellung zu ihrem Leben zu behalten. Dass sie sich den Glauben an die Liebe bewahren kann zeugt von einer immensen inneren Stärke an die der Leser anknüpfen kann. Ein Muss für alle!!!
•°• Wem kann man noch trauen? •°•
Gisèle Pelicot gibt in ihrem Buch "eine Hymne an das Leben" sowohl Einblick in ihre, als auch die Vergangenheit des Täters. Es erklärt, wie uns Generationen übergreifendes Trauma beeinflussen kann und unsere Charaktere formt. Warum wir mit Trauma anders umgehen, als andere Menschen und die Reaktionen sogar innerhalb der Familie auf ein gewisses Unverständnis stoßen können. Die abscheulichen Taten von Dominique Pelicot wirft die Frage auf, wem man noch trauen kann. Über 70 weitere Männer jeden Alters - von denen 50 verurteilt und 21 nicht identifiziert wurden - haben eine sedierte Frau widerwärtig vergewaltigt. Egal, welcher Berufsgruppe oder welchem Hintergrund diese Männer entstammen. Eine liebevolle Ehe, eine gemeinsame Familie, eine vermeintliche Seelenverwandtschaft wird von heute auf Morgen zunichte gemacht. Herr Pelicot schreckte nicht davor zurück, die Gesundheit seiner Frau aufs Spiel zu setzen und sie einer großen Angst um einen baldigen Tot auszusetzen, wie ihn auch ihre Mutter ereilt hatte. Er erlebte die "Aussetzer" seiner Frau, die er durch die Medikation verursacht hatte mit und begleitete sie zu Ärzten. Diese diagnostizierten die Symptome häufig als psychosomatisch, was mich tatsächlich enorm wütend gemacht hat, da Frauen häufig diese "Diagnose" hören. Er hat sie in ihrem eigenen Haus vergewaltigt... Ein Raum, in dem sie sicher hätte sein sollen. An Feiertagen, wie ihrem Namenstag, an Tagen, an dem die Enkel im Haus waren... Wie kann ein Mensch so etwas tun? Scham muss endlich die Seite wechseln. Gisèle Pelicot schildert nicht nur die Scham aufgrund der Taten selbst, sondern auch darum, dass sie es nicht gemerkt habe. Dass sie keine Zeichen erkannt habe. Aber sie ist so reflektiert, dass sie erkennt, dass diese Scham nicht bei ihr liegt. Sie muss die Seite wechseln. Man wird so wütend beim Hören/Lesen des Buches... Auf Dominique Pelicot, auf die Mittäter und ihr Verhalten - auch im Gerichtssaal, auf die Anwälte der Täter... Umso mehr hat man Respekt vor Gisèle Pelicot. Sie musste nicht nur die Taten ertragen, sondern auch die Videos und Aufnahmen sichten und den Prozess mitmachen. Und so viel mehr. Sie hat es nicht nur für sich, sondern für alle Opfer von Gewalt getan. Diese Frau hat wirklich viel bewegt. Wem kann man noch trauen? Gisèle Pelicot traut immer noch der Liebe und das ist so wunderbar hoffnungsvoll. Deshalb ist das Buch tatsächlich eine "Hymne an das Leben" und ich hoffe, dass es eine Leben voller Liebe für Gisèle Pelicot ist. Sie ist keine Opfer, sondern eine starke Kämpferin, deren größter Sieg es ist, wieder glücklich zu sein.
Danke Gisèle für deinen Mut und deine Ehrlichkeit!
Wie soll man Worte finden für etwas, was unbeschreiblich ist? Wie soll man ein Buch bewerten, dass eine Geschichte erzählt die so voller Schmerz ist? Meinen größten Respekt an Gisèle Pelicot, die in diesem Buch versucht, die Komplexität all dessen was in den vergangenen Jahren in ihr vorgegangen ist und was sie verarbeiten musste zu beschreiben. So ehrlich, so schonungslos, so grausam und trotz allem voller Kraft. Nicht ohne Grund wurde der Titel so gewählt und ich kann nur meinen Hut ziehen und hoffen, dass all die Frauen*, die ähnliches erlebt haben daraus Mut schöpfen können und sich nicht unterkriegen lassen.
Ein echter Augenöffner!
Aber VORSICHT: NICHT für Jede*n!!!!!! Trigger-Warnung, schließlich ist es der WAHRE Fall und hier wird es NICHT beschönigt dargestellt!!!! Es ist GUT, mutig und wirklich WICHTIG, das sie sich entschlossen hat, neben dem ÖFFENTLICHEN Prozess, auch ein Buch herauszubringen. Dafür gebührt ihr wirklich DANK. Denn neben ihrer grausamen Geschichte wird hier auch klar WARUM sie sich dazu entschlossen hat, einen ÖFFENTLICHEN Prozess zuzulassen. Glaubt mir dieses Detail ist wichtig. Ich kann nur raten, sofern es für die Einezelnen möglich ist (Trigger-Warnung), LEST/ HÖRT ihre Geschichte!!!!! Vielleicht vermag sie etwas zu verändern, etwas zu beenden oder zu verhindern. Meine ABSOLUTE HÖR-/ LESE EMPFEHLUNG!!!!!! Auch wenn es NICHT leicht ist, es ist kaum zu ertragen.

Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr dieses Buch mich beschäftigt hat!
Das ist kein Buch, welches man so mal eben nebenbei liest. Die Geschichte von Gisèle, von Kindheit bis zum Prozess ist so voller Leid und Rückschlägen - und dennoch voller Liebe und Hoffnung. Was diese Frau durchstehen musste und noch immer durchstehen muss ist unbegreiflich. Daher braucht es nach jeden Kapitel einen Moment, um das gelesene zu verarbeiten. Sie selbst beschreibt sich nicht als mutig, doch mir fällt kaum ein anderes wort ein als Mut und Stärke für alle das, was sie in ihrem Leben allgemein, durch ihren Mann und im Prozess durchstehen musste.
Diese Lebensgeschichte ist so unglaublich, dass sie meiner Meinung nach jeder kennen muss!
Gisèlr Pelicot hat mit ihrer Art, wie sie mit den Geschehnisse die ihr wieder fahren sind, 2024 die Welt bewegt. Und die Biographie gibt ihr die Stimme und ihr Leben und die Geschehnisse vor, bei und nach der Gerichtsverhandlung zu erzählen. Die Sprecherin im Hörbuch fand ich dafür perfekt ausgewählt.
Lese-Muss
Unglaublich, einfach unglaublich. Und unfassbar , einfach unfassbar. Wie diese Frau auftritt und ihre Geschichte erzählt… sie schafft es, eine Mischung zwischen liebevoller Betrachtungsweise einer schlimmen Vergangenheit und eine mutige Konfrontation mit den Grausamkeiten zu erklären. Ich kann nur hoffen, dass bald jeder und jede ihre Geschichte kennt 
Erschütterndes Zeugnis unvorstellbaren Leids und zugleich ein starkes Statement für Mut, Würde und weibliche Stärke.
Die autobiografische Erzählung „Die Scham muss die Seite wechseln“ von Gisèle Pelicot ist weit mehr als ein Buch – sie ist ein erschütterndes Zeugnis, eine Anklage und zugleich eine Hommage an die Stärke von Frauen. Was die Autorin darin offenlegt, ist kaum in Worte zu fassen: Über Jahre hinweg wurde sie von ihrem eigenen Ehemann systematisch unter Drogen gesetzt, missbraucht und anderen Männern ausgeliefert. Die Rede ist von über 200 Vergewaltigungen – Taten, die so grausam sind, dass man sie beim Lesen kaum begreifen kann. Und doch erzählt Pelicot ihre Geschichte mit einer schonungslosen Klarheit, die tief berührt und lange nachwirkt. Besonders eindrücklich ist, dass sie ihr Leben nicht nur auf diese schrecklichen Erfahrungen reduziert. Sie schildert ihren Weg von der Kindheit bis in die Ehe hinein detailliert und vielschichtig. Dabei zeigt sich eine Frau, die trotz allem nicht zerbricht. Im Gegenteil: Sie begegnet dem Erlebten mit einer bemerkenswerten inneren Stärke und Würde. Was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist ihre Haltung. Pelicot lässt sich nicht auf die Rolle des Opfers reduzieren. Sie stellt sich ihren Tätern, fordert Gerechtigkeit und sendet eine klare Botschaft: Die Scham gehört nicht den Betroffenen, sondern den Tätern. Gleichzeitig bleibt ihre Darstellung differenziert. Sie verteufelt nicht pauschal ihr gesamtes Eheleben, sondern lässt auch Raum für Ambivalenz und erinnert daran, dass selbst in dunklen Kapiteln komplexe emotionale Realitäten existieren. Auch der Aspekt rund um ihre Familie, insbesondere die offene Frage bezüglich ihrer Tochter, verleiht dem Buch eine zusätzliche beklemmende Tiefe. Dieses Werk ist schwer auszuhalten – und genau deshalb so wichtig. Es konfrontiert uns mit der Realität von Gewalt, zwingt zum Hinsehen und rüttelt wach. Vor allem aber ist es ein beeindruckendes Zeugnis von Überlebenswillen, Mut und der Kraft, trotz allem nicht aufzugeben – weder das Leben noch die Fähigkeit zu lieben. Ein Buch, das jede*r lesen sollte. Fazit: Erschütternd, mutig und zutiefst bewegend – ein absolutes Muss.
Ich habe das Buch zuhause es aber als Hörbuch gehört und ich denke es war die richtige Entscheidung. Es ist ein wirklich schwäres aber auch wichtiges Werk. Es hat mich unglaublich mitgenommen, wie diese Frau von ihrem Mann sprach mit dem sie ein halbes Jahrhundert verbracht hat. Und noch immer voller Überzeugung davon berichtet das es eine liebevolle Ehe war und wie es sie und ihre Familie zerstörte als alles ans Licht kam. Ein unglaublicher Bericht wie eine Frau darum kämpft ihr Leben ihre Erinnerung nicht komplett den Flammen der Hölle die ihr Mann schuf zu überlassen.
Wie bei jeder Biografie, die ich lese oder höre, gibt es hier keine Sternebewertung.
Ich habe soo mitgefühlt. Immer wieder sind mir die Tränen gekommen. Wie Gisèle Pelicot mit dem allem umgeht ist beeindruckend und stark. Aber auch jede andere Art mit so etwas umzugehen ist genau so stark. Ich bin wirklich dankbar, dieses Hörbuch aus ihrer sicht zu hören und nicht nur die sensationssüchtigen Nachrichten. ❤️
So unendlich wichtig 🚨
Ein mutiges Buch, kaum zu ertragen und doch voller Hoffnung: die Geschichte von Frau Pelicot und ihren Peinigern. Der Feind in deinem Bett - oder, um es mit den Worten von Dirk Peglow zu sagen: Gehen Sie keine Beziehung mit einem Mann ein (im Interview mit Dunja Hajali auf die Frage, was Frauen denn tun können angesichts sexualisierter Gewalt).
Hart, aber sehr interessante Einblicke
ich finde es immer sehr schwierig, persönliche Schicksale zu bewerten. Dieses Buch war aufgrund der geschilderten Ereignisse sehr hart zu lesen, es wird natürlich nicht alles ins Detail geschildert, aber die Einblicke, die man bekommt, sind völlig ausreichend, um das schockierende und verstörende Ausmaß sichtbar zu machen. Die Ausführungen der Autorin haben mich sehr tief berührt und mir ein tiefes Verständnis ihrer persönlichen Sicht auf und den Umgang mit den Ereignissen gebracht. Man bekommt einen Eindruck des gesamten Apparates, der in solchen Fällen anspringt sowie den Umgang des Umfeldes, der Medien und der Gesellschaft, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist gut geschrieben, hätte für mich hier und da etwas kürzer sein dürfen. 
Über Jahre hinweg hat ein Mann Gisele Pelicot betäubt und vergewaltigt, sowie anderen Männern zum vergewaltigen angeboten. Unfassbar! Doch der Mann war nicht irgendwer - es war Giseles eigener Ehemann. Der Mann, mit dem sie ein Leben geteilt hatte, drei gemeinsame Kinder hatte, mit dem sie durch Höhen und Tiefen gegangen war, der die Liebe ihres Lebens war, der sie zu Ärzten begleitete, als sie dachte ihre Vergesslichkeit infolge der dauerhaften Gabe von Betäubungsmitteln wäre evtl. Demenz. Und all das bricht von Heute auf Morgen zusammen wie ein Kartenhaus, durch einen kleinen Zufall, der alles ins Rollen bringt. Gisele sieht sich nicht nur einer schier unfassbaren, von Beginn an unstrittigen Reihe von Taten gegenüber, sondern auch der Frage, ob alles was sie über ihre Ehe, über ihre Familie zu wissen glaubte, nicht der Wahrheit entspricht. Wie bekommt man zwei so konträre Wahrheiten, die parallel zu existieren schienen, zusammen. Ihr Mann - von den Medien und jedem, der von den Taten erfuhr - als Monster abgestempelt. Gleichzeitig hat Gisele nur dieses eine Leben, das so viel Glück und Liebe enthielt, dass es ihr nicht gelingt, ihren Mann als Monster zu sehen. Sie muss sich also einerseits mit ihm als verantwortlichen Nummer 1 auseinander setzen, als auch mit über 60 ermittelten Tätern, die ebenfalls vor Gericht stehen. Und zudem mit ihren Kindern und Enkeln, die jeweils sind eigene Sicht der Dinge haben. Die Familie geht durch die Hölle. Der Verarbeitungsprozess ist schmerzhaft. Gisele erlaubt sich nicht Schwäche zu zeigen - sie will nicht nur Opfer sein. Ohne, dass sie es darauf abgesehen hatte, wird sie zu einer Ikone der Bewegung gegen sexualisierte Gewalt. Und ihre Sicht "die Scham muss die Seite wechseln" wird zum Motto der Bewegung. Angesichts der vielen unfassbaren Taten, bei denen Frauen Opfer sexueller Gewalt werden, angesichts der fehlenden strafrechtlichen Sanktionierung vieler Taten und dem Fakt, dass Gewalt im Kontext von Sexualität immer noch viel zu häufig Machtinstrument ist, ist diese Bewegung nur der Anfang!

Die Scham muss die Seite wechseln
Dieses Buch ist ganz anders, als ich erwartet habe. So schockierend die Erlebnisse, von denen Gisèle erzählt, auch sind, spürt man die lebensbejahende Einstellung und Haltung, mit der sie weiter durch ihr Leben geht, trotz allem, was ihr angetan wurde. Ich dachte, vielleicht steckt in ihrer Haltung auch ein Stück Verdrängung, aber so möchte sie nicht verstanden werden und das respektiere ich. Ich habe beim Lesen immer wieder geweint. Tränen der Wut, der Trauer und Fassungslosigkeit. Es ist schwer auszuhalten, was ihr angetan und wie mit ihr danach umgegangen wurde. Der Umgang der Öffentlichkeit anfangs mit dieser Enthüllung ist fast so schlimm wie das, was ihr über Jahre hinweg von ihrem eigenen Mann und fremden Männern angetan wurde. Trotz Videos, trotz eindeutiger Beweise wurde ihr nicht vollständig geglaubt. Stattdessen wurde ihr unterstellt, sie könne nicht völlig passiv gewesen sein, sie habe bestimmt ihren Teil dazu beigetragen. Genau deshalb ist es nicht überraschend, dass so viele Frauen sich nicht trauen, Gewalt anzuzeigen, öffentlich zu machen oder überhaupt jemandem davon zu erzählen. Die Reaktionen sind allzu bekannt. „Die Scham muss die Seite wechseln.“ Das ist der Satz, der hängen bleibt. Er bringt es auf den Punkt. Nicht die Betroffenen müssen sich schämen, sondern die Täter. Das Buch beschreibt die Geschehnisse schonungslos und direkt. Es ist schwer auszuhalten. Und genau deshalb hatte ich das Gefühl, es lesen zu müssen. Gisèle musste es erleben... und sie ist ja bei weitem nicht die einzige. So viele Frauen erleben es Tag für Tag. Ich bin wütend. Ich bin traurig. Aber wir sind noch nicht wütend genug. Die Scham muss die Seite wechseln. Schaut hin. Seid laut. Seid solidarisch.
Mutige Ansichten
Hier bekommt man nochmal einen äußerst privaten Anblick in diese bewegende Geschichte. Man erlebt die Ehe, die Rolle als Mutter, die Rolle als Opfer und als Vorbild für andere - aus der Sicht von Gisele Pelicot. Ich fand es sehr erstaunlich wie offen und warmherzig sie dennoch über die Ehe und die Beziehung reden konnte. Reflektieren konnte trotz ihrer schicksalhaften Erfahrungen. Wir lernen aber auch viel über die Art und Weise wie sich ihre Kindheit gestaltet hat, wie Sie eine neue Liebe finden konnte und wie sie sich als Individuum für das Glück und das Leben entschieden hat. Es ist auffällig, dass dieses Buch viel gruseliger und negativer geschrieben hätte werden können. Man hat sich dem nicht übermäßig angenommen und diese Entscheidung finde ich seh schön und inspirierend. Es macht wieder einmal deutlich mit was für einer starken Frau wir es hier zu tun haben. Des Audiobuch ist sehr eindrucksvoll gesprochen. Nicht monoton, stimmengewaltig an den richtigen Stellen und verträumt an den noch besseren Stellen.
Unheimlich bewundernswerte Frau ❤️🩹
„Dank eines uralten Überlebensinstinkts wusste ich, dass ich Zeit und Stille brauchte, um zu verarbeiten, was ich gerade erfahren hatte. Ich suchte nach meinen Kraftquellen. Meine Tochter hingegen wollte nicht allein bleiben. Sie bat ihren Bruder, an ihrer Seite zu schlafen. Florian trug seine Matratze hin und legte sich neben Caroline, während ich mich in das Möbelstück legte, das Schauplatz der Vergewaltigungen gewesen und zugleich mein Bett war.“ (S. 31)
Sans mots
Je n‘ai pas de mots pour décrire une telle histoire. La joie de vivre est mon troisième roman en français. C‘était difficile au début, même jusqu‘à la fin. Près du fin la tension grandi c‘est porquoi c‘était plus facile de suivre. Ça ne sent pas correcte de juger ce roman. En roman comme celui de Gisèle Pelicot montre encore une fois le valeur des romans. La vie d‘une femme qui a pensé de vivre une vie quotidienne, mais a vécu avec et à côté du l‘incarnation du mal ce trouve dans ces 313 pages. Plus il faut pas dire.
Erschütternd. Mutig. Beeindruckend.
Es ist UN-fassbar, was Gisèle Pelicot unwissentlich ertragen musste. Es ist unfassbar, was für Monstrositäten ans Tageslicht gekommen sind. Ein riesiger Abgrund… Über dieses Buch wurde schon so viel gesagt. Und trotzdem wurde es erst jetzt etwas greifbarer für mich, als ich es selbst las. Ich hatte mich lange davor gescheut, ja, ganz sicher aus Angst, was da auf mich zukommen würde… Denn das hier ist keine Geschichte, hinter der du dich verstecken kannst. Nichts, was man zuklappt und denkt: „Ist ja nur eine Geschichte!“ Sie ist passiert. Sie ist Realität. Und genau das macht es so schwer – und gleichzeitig so wichtig. Was mich wirklich berührt hat, ist die unglaubliche Kraft, die diese Frau ausstrahlt. Es geht hier nicht allein um die abartigen Grausamkeiten, sondern viel mehr darum, wie Gisèle ihren Weg zurück ins Leben findet und Stück für Stück wieder Kontrolle gewinnt.
Man wollte sie zum Schweigen bringen – doch sie wurde laut! 🤍
Eigentlich ist das kein Buch, das man klassisch „bewerten“ kann. Und trotzdem bekommt es von mir 5 Sterne – weil es so unfassbar wichtig ist. Gerade jetzt, wo Themen wie Gewalt, Machtmissbrauch und das Gehörtwerden von Betroffenen immer präsenter werden, ist dieses Buch mehr als nur eine Geschichte – es ist eine Stimme. Und diese Stimme ist laut. Zu Recht. 💜 Gisèle Pelicot erzählt ihre Geschichte – eine Geschichte, die kaum zu ertragen ist. Über Jahre hinweg wurde sie von ihrem eigenen Mann und zahlreichen weiteren Tätern missbraucht, ohne es zu wissen. Ich möchte hier bewusst nicht weiter ins Detail gehen. Was dieses Buch so besonders macht, ist nicht nur das, was passiert ist – sondern wie sie damit umgeht. Man liest von den Folgen: von unzähligen Arztbesuchen, Gerichtsterminen, Dokumenten, Fragen, Zweifeln. Von einem System, das nicht immer schützt, sondern oft hinterfragt. Und genau das macht beim Lesen so wütend. 😔 Dass Betroffene sich rechtfertigen müssen. Dass ihnen nicht geglaubt wird. Dass Schuld verschoben wird. Warum müssen Menschen so kämpfen, um gehört zu werden? Warum wird immer noch gezweifelt, relativiert, angegriffen? Dieses Buch regt zum Nachdenken an – und es macht etwas mit einem. Was mich am meisten beeindruckt hat: Gisèle Pelicot sieht sich nicht als Opfer. Sie bezeichnet sich als Überlebende. Und genau das ist sie. Und sie steht stellvertretend für so viele Menschen, die Ähnliches erlebt haben und vielleicht (noch) nicht laut sein können. 💬 Fazit: Ein schweres, erschütterndes und gleichzeitig unglaublich wichtiges Buch. Eines, das nicht nur gelesen, sondern gehört werden sollte.
Die scham muss die Seite wechseln!
In diesem Buch kann man super die Gedanken von Gisele verfolgen und geht mit ihr den Weg vom schamhaften Opfer zu einer gestanden Frau die sich nichts vorzuwerfen hat. Die Scham muss die Seite wechseln und genau das wird in diesem Buch überdeutlich verbalisiert! Ein Muss für alle! Absolute Empfehlung!

Ein mutiges Buch
Wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, was dieser Frau angetan wurde, wird man ja verrückt. Für mich selbst ist es unfassbar wie stark sie doch daraus hervorgeht. Gisèle Pelicot erzählt über ihr ganzes Leben, von ihrer Kindheit bis in die nahe Vergangenheit. Besonders mit Schwerpunkt auf die Vergewaltigungen. Frauen, die selbst traumatisiert sind, sollten dieses Buch vielleicht nicht zwingend lesen, wenn sie niemanden haben, um sich anzulehnen. Anfangs habe ich mich noch über die lange und breite Erzählung ihrer Jugend und frühen Jahre ihrer Ehe "geärgert". Weil es sich doch etwas zieht beim lesen. Allerdings versteht man Richtung Ende, warum es so wichtig ist. Man sollte auch wissen, wo sie herkommt und warum sie so handelt, wie sie nun mal handelt. Jede Frau hat das Recht mir ihrem Trauma so umzugehen, wie sie es für richtig hält. Da sollten alle anderen sich mal schön zurückhalten.
Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Geschichte…
Dieses Buch zu rezensieren, fällt mir schwer – vielleicht schwerer als alles, was ich bisher gelesen habe. Es gibt viele Werke, die durch ihre Sprache beeindrucken, durch ihre Handlung fesseln oder durch ihre Figuren berühren. Doch dieses Buch entzieht sich all dem. Es sprengt die gewohnten Maßstäbe, weil es eine Realität schildert, für die es kaum Worte gibt. Die Autorin erzählt nicht einfach eine Geschichte – sie legt ein Leben offen, das von Vertrauen, Liebe und jahrzehntelanger Partnerschaft geprägt schien, nur um dann in einem unfassbaren Ausmaß zerstört zu werden. Nach 50 Jahren Ehe zerbricht alles, weil der Mensch, dem sie vertraut hat, sie verraten, verkauft, betäubt und missbraucht hat. Allein dieser Gedanke ist kaum zu ertragen. Was dieses Buch so besonders – und gleichzeitig so erschütternd – macht, ist nicht nur das, was geschehen ist, sondern wie die Autorin darüber spricht. Ihre Stärke, ihre Haltung, ihre Art, das Erlebte einzuordnen, lassen einen sprachlos zurück. „Bewundernswert“ wirkt dabei fast zu schwach, fast unangebracht angesichts der Tiefe des erlittenen Unrechts. Und doch ist da eine Form von Kraft, die sich nicht anders beschreiben lässt. Beim Lesen bleibt immer wieder das Gefühl zurück, dass Worte nicht ausreichen. „Schlimm“ ist nicht schlimm genug. Es ist eine Geschichte, die erschüttert, wütend macht und gleichzeitig eine große Leere hinterlässt, weil man begreift, dass solche Taten real sind – und viel zu oft im Verborgenen bleiben. Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Geschichte. Es ist ein Weckruf. Es zeigt, wie dringend sich etwas ändern muss – im Umgang mit Gewalt, mit Macht, mit dem Schutz von Frauen. Es fordert dazu auf, hinzusehen, zuzuhören und nicht länger wegzuschauen. Am Ende bleibt Sprachlosigkeit. Und vielleicht ist genau das die ehrlichste Reaktion auf ein Buch wie dieses.
Eine unheimlich mutige und starke Frau, die uns an ihrem Schicksal teilhaben lässt
Gisèle Pelicot erzählt in diesem Buch ihre unglaublich bewegende und zugleich verstörende Geschichte einer Frau, die über viele Jahre ihres Lebens von einer Person verraten und hintergangen wurde, von der sie ursprünglich nichts Böses ahnen sollte. Meine Bewertung dieses Buches basiert nicht auf dem Inhalt, sondern primär auf der Aufteilung und der Art und Weise der Erzählung. Gisèle Pelicot berichtet von ihrer Kindheit, ihrer Jugend und den damit verbundenen Schicksalsschlägen. Sie erzählt von ihrem ersten Treffen mit ihrem zukünftigen Ehemann, dem Verlauf ihres Erwachsenenlebens mit vielen Veränderungen, bis sie schließlich nach und nach von den zehn Jahren erzählt, in denen ihr Mann sie auf furchtbarste Art und Weise hintergangen und verletzt hat. Sie lässt uns am Gerichtsprozess teilnehmen, schildert ihren Umgang mit den Erlebnissen und der medialen Aufmerksamkeit, die dadurch auf sie zukamen, und welche Auswirkungen dies auf ihren Alltag und ihre Familie hatte. Ich fand die Art, wie sie ihre Geschichte wiedergegeben hat, sehr interessant, und das Buch hat definitiv zum Nachdenken angeregt. Ihre Offenheit und ihr Mut, über die Erlebnisse zu sprechen, haben mich sehr berührt. Ich war gefesselt von der Erzählweise der Begebenheiten. Wer sich für ihren Fall interessiert und persönlichere Einblicke haben möchte, sollte sich das Buch definitiv holen!

Die Scham muss die Seite wechseln!
Gisèle Pelicot ist eine Heldin!✨ Es ist unvorstellbar grausam, was ihr widerfahren ist! Ich hatte auch so unglaublichen Respekt vor diesem Buch und irgendwie Angst, dass es mir zu hart ist ihre Geschichte zu lesen. Aber ich bin so froh, dass ich es getan habe. Ich bewundere sie dafür, wie sie ihre Geschichte darstellt. Dieses Buch ist auch keine Abrechnung gegen ihren Mann und dafür ziehe ich meinen Hut. Ich war sooooo fassungslos als ich die Szenen vor Gericht gelesen habe. Wie diese Frau, der so abgrundtief schlimme Dinge widerfahren sind, über ihr/das Leben und die Liebe redet, beeindruckt mich wirklich sehr 🙏🏼✨
„Denn die Liebe ist zugleich meine mächtigste Rüstung“
Was für eine beeindruckende Frau! Ich denke, jede Person, die bereits von dem Fall gehört hat, kann sich vorstellen, wie stark Gisèle Pelicot sein muss. Doch durch das Buch wird einem noch deutlicher bewusst, wie schrecklich die Tat war und welche Folgen sie für die gesamte Familie hatte. Ich habe oft gelesen, dass viele nicht verstehen können, wie sie weiterhin positive Dinge über ihren Ex-Mann sagen kann. Aber ich finde, sie hat es gut erklärt. Besonders prägend ist für mich der Satz: „Ich beschützt nur einige Erinnerungen, Teile unseres Lebens, schließlich bleiben nach einem Brand manchmal Mauern stehen, so verkohlt sie auch sein mögen…“ Denn niemand kann sich auch nur ansatzweise vorstellen, was diese Frau erlebt hat, und schon gar nicht steht es irgendwem zu, über ihre Gefühle zu urteilen. Dennoch interessiert mich auch das Buch und dementsprechend die Sicht von ihrer Tochter, welches bereits erschienen ist.






















































