Die Perserinnen
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Description
Eine Flucht aus dem Iran und der Kampf um Identität und Anerkennung
Seit 1979, mit dem Sturz des Schahs, sind die Töchter der hochgestellten iranischen Familie Valiat im amerikanischen Exil. Ihre Mutter, die noch immer Heimat, Tradition und Stolz verkörpert, blieb damals allein mit der Enkelin in Iran zurück. Als bei dem alljährlichen Familientreffen in Aspen die Dinge aus dem Ruder laufen und die exaltierte Shirin erst gegen Kaution wieder aus der Arrestzelle entlassen wird, verändert sich etwas in den Frauen, jede muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wie sie zu ihren persischen Wurzeln steht. Und wer sie in Zukunft sein will. Die Exil-Iranerin Sanam Mahloudji legt ihren ersten Roman vor.
»Dieses Buch hat alles: Drama, Liebe, Witz!« emotion
Wie soll man ein Leben führen, wenn man nicht dort ist, wo man hingehört? »Die Perserinnen« ist alles zugleich: Komödie, Drama und Farce. Ein intensives, ganz und gar unvergessliches Leseerlebnis.
„... ein lebhaft erzählter Roman, der mit starken Charakteren, oft witzigen Dialogen und mit der Vielfalt seiner Perspektiven überzeugt" Deutschlandfunkt
Book Information
Author Description
Sanam Mahloudji ist amerikanische Schriftstellerin, wurde in Teheran geboren und lebt in London. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mit dem Pushcart Prize ausgezeichnet und für den PEN/Robert J. Dau Short Story Prize for Emerging Writers nominiert. Sie hat u.a. in McSweeney's, Idaho Review und Kenyon Review veröffentlicht. Ihr Debütroman „Die Perserinnen“ stand auf der Shortlist des Women’s Prize for Fiction.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Fünf Leben, drei Generationen, zwei Welten
Elizabeth, Shirin, Sima, Niaz und Bita. Das sind die Frauen der Familie Valiat. Sie kämpfen - mal offensiv wie Shirin - mal im Verborgenen wie Elizabeth - um Anerkennung. Als Frau, als Mutter, als Tochter, als Nichte. Das Jahr 1979 ist ein großer Einschnitt im Familienleben. Shirin und Sima gehen mit ihren Familien in die USA. Sie sind schön, sie sind reich. Doch was machen sie jetzt mit ihrem Leben? Was haben sie zurückgelassen? Was macht ihr Leben aus? Diese Fragen stellen sich auch Niaz und Bita, die Töchter der beiden. Und Elizabeth, zurückgeblieben im Iran, wacht über ihr größtes persönliches Geheimnis. 🤫 Die Perspektivwechsel machen das Buch interessant, sie treiben die sonst etwas lahme Handlung voran. Insgesamt fand ich den Roman überzeugend, aber ich glaube, 100 Seiten weniger und es wäre noch besser gewesen!! Politik klingt immer wieder an, wird subtil eingewebt. Aber es geht stärker um Klassismus und weniger um die Revolution und ihre Folgen…
Zwei reiche Schwestern verlassen in den 70gern mit ihren Familien den Iran, um sich vor der Revolution in Sicherheit zu bringen. Eine 6jährige Tochter bleibt bei der Großmutter im Iran zurück. Es werden die Erlebnisse aller aus Sicht der Frauen erzählt, wie sie ein neues Leben in USA aufbauen, Familiengeheimnisse lüften und vor allen, wie sie einen Sinn im Leben suchen und versuchen zu erkennen, wer sie selbst sind, was Familie bedeutet. Besonders am Charakter der Shira wird erzählt, wie schwer es den persischen Frauen fällt, sich selbst zu erkennen, ohne sich als Mitglied der Familie zu identifizieren. Die andere Denkweise der persischen Frauen war interessant, auch, was Verlust der Heimat mit dem Selbstverständnis, der Identität als Person machen. Das Fremde, Andersartige kam gut in der Schreibweise rüber. Am Ende hätte ich gern etwas mehr über die Zukunft der Frauen gewusst, aber so passt es zur Erzählung und man erhält Denkanstöße.
Bunt und lesenswert!
Anfangs habe ich damit gehadert, mich den Charakteren voll hinzugeben. Besonders die Gedankenwelt einiger Figuren, allen voran Shirin, erschien mir so exzentrisch, dass es mir zunächst unmöglich war, ihr Handeln nachzuvollziehen. Ich fand es befremdlich trifft es vermutlich im Kern. Doch der Schreibstil war so lebendig und bunt, dass ich schnell von der Geschichte gefesselt war und das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Erzählweise aus den verschiedenen Perspektiven der Frauen einer persischen Familie sowie die geschickten Zeitsprünge haben die Handlung für mich extrem abwechslungsreich gemacht.
Im Traum war ich fasziniert davon gewesen, dass eine Tote bluten konnte. In unserer Familie galten Träume nicht als bedeutungslos, vor allem nicht, wenn man sich an sie erinnerte. Sie wurden wahr - oder ihr genaues Gegenteil trat ein. Weil es keine Regel dahinter gab, waren Träume aufregend und auch angsteinflößend. Wir fürchteten sie. - Buchzitat (S.78) "Die Perserinnen" von Sanam Mahloudji erzählt die Geschichte der iranischen Familie Valiat im Exil sowie im Iran und beleuchtet das Leben von drei Generationen von Frauen, die mit ihrer Identität und ihren Wurzeln ringen. Die Autorin, Sanam Mahloudji, 1977 in Teheran geboren, flüchtete mit ihrer Familie während der iranischen Revolution in die USA und lebt heute in London. Mit einem Hintergrund in der Juristerei und zahlreichen Veröffentlichungen in renommierten literarischen Zeitschriften, legt sie nun ihren ersten Roman vor. Seit dem Sturz des Schahs 1979 sind die Töchter der iranischen Familie Valiat im amerikanischen Exil. Ihre Mutter, die Tradition und Stolz verkörpert, blieb damals allein mit ihrer Enkelin in Iran zurück. Ein jährliches Familientreffen in Aspen wird zum Wendepunkt, als die exzentrische Shirin nach einer Verhaftung gegen Kaution freikommt. Dies Ereignis zwingt die Frauen, ihre Haltung zu ihren persischen Wurzeln und ihrer zukünftigen Identität zu überdenken. Die Geschichte wird aus der Perspektive von fünf Frauen erzählt und erstreckt sich über drei Generationen. Das wunderschöne Cover und der ansprechende Titel haben mich ebenfalls sofort angesprochen und zum Lesen motiviert. Der Roman an sich behandelt zahlreiche Themen (mal mehr, mal weniger tief) wie Heimat, Verwurzelung, Liebe, Alter(n), ungesunde Schönheitsideale, gesellschaftlichen Druck und Rassismus, was ich sehr ansprechend fand. Im Kern dreht sich die Geschichte um eine Familie, dargestellt durch die Erlebnisse und Herausforderungen von Großmutter, Müttern und Töchtern. Jede Frau hat mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen, dazu kommen dann noch die Anforderungen/Erwartungen der anderen Familienmitglieder. Leider konnte ich persönlich keine tiefe Verbindung zum Buch und den Charakteren aufbauen. Allen voran Shirin die teilweise wirklich mehr als fragwürdige Einstellungen hat... Am besten gefallen hat mir die Sichtweise von Bita, die sich noch am kritischsten gegenüber der Vergangenheit und Familiengeschichte äußert. Auch von Sima hätte ich gerne noch mehr gelesen. Ihre Kapitel waren leider die kürzesten insgesamt. Es gab viele Stellen, die sich sehr in die Länge gezogen haben und deshalb hab ich auch etwas länger gebraucht mit dem Lesen als sonst. Der Schreibstil von Mahloudji wiederum ist klar, ohne unnötige Schnörkel, was das Lesen angenehm macht. Das Buch enthält gelegentlich interessante Informationen über die Geschichte Irans, diese sind jedoch eher oberflächlich. Und neben all der Kritik gibt es auch einige wunderschöne Stellen. "Die Perserinnen" bietet eine interessante, aber teilweise leider auch langatmige Auseinandersetzung rund um die Themen Identität und Wurzeln. Trotz eines klaren und angenehmen Schreibstils sowie einem mehr als schönen Cover blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück - ich hätte mir basierend auf dem Klappentext mehr erwartet. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen. Irgendwann wird es eine neue Revolution geben, und dann werde ich bereit sein. Ich bin bereit. Sie können uns nicht ewig unterdrücken, unsere Herzen nicht ewig zum Schweigen bringen. Die Islamische Republik kann nicht ewig leben. Ich weiß, es hängt von den Frauen ab. Sie bereit sein. - Buchzitat (S.436/437)
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Eine Flucht aus dem Iran und der Kampf um Identität und Anerkennung
Seit 1979, mit dem Sturz des Schahs, sind die Töchter der hochgestellten iranischen Familie Valiat im amerikanischen Exil. Ihre Mutter, die noch immer Heimat, Tradition und Stolz verkörpert, blieb damals allein mit der Enkelin in Iran zurück. Als bei dem alljährlichen Familientreffen in Aspen die Dinge aus dem Ruder laufen und die exaltierte Shirin erst gegen Kaution wieder aus der Arrestzelle entlassen wird, verändert sich etwas in den Frauen, jede muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wie sie zu ihren persischen Wurzeln steht. Und wer sie in Zukunft sein will. Die Exil-Iranerin Sanam Mahloudji legt ihren ersten Roman vor.
»Dieses Buch hat alles: Drama, Liebe, Witz!« emotion
Wie soll man ein Leben führen, wenn man nicht dort ist, wo man hingehört? »Die Perserinnen« ist alles zugleich: Komödie, Drama und Farce. Ein intensives, ganz und gar unvergessliches Leseerlebnis.
„... ein lebhaft erzählter Roman, der mit starken Charakteren, oft witzigen Dialogen und mit der Vielfalt seiner Perspektiven überzeugt" Deutschlandfunkt
Book Information
Author Description
Sanam Mahloudji ist amerikanische Schriftstellerin, wurde in Teheran geboren und lebt in London. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mit dem Pushcart Prize ausgezeichnet und für den PEN/Robert J. Dau Short Story Prize for Emerging Writers nominiert. Sie hat u.a. in McSweeney's, Idaho Review und Kenyon Review veröffentlicht. Ihr Debütroman „Die Perserinnen“ stand auf der Shortlist des Women’s Prize for Fiction.
Posts
Fünf Leben, drei Generationen, zwei Welten
Elizabeth, Shirin, Sima, Niaz und Bita. Das sind die Frauen der Familie Valiat. Sie kämpfen - mal offensiv wie Shirin - mal im Verborgenen wie Elizabeth - um Anerkennung. Als Frau, als Mutter, als Tochter, als Nichte. Das Jahr 1979 ist ein großer Einschnitt im Familienleben. Shirin und Sima gehen mit ihren Familien in die USA. Sie sind schön, sie sind reich. Doch was machen sie jetzt mit ihrem Leben? Was haben sie zurückgelassen? Was macht ihr Leben aus? Diese Fragen stellen sich auch Niaz und Bita, die Töchter der beiden. Und Elizabeth, zurückgeblieben im Iran, wacht über ihr größtes persönliches Geheimnis. 🤫 Die Perspektivwechsel machen das Buch interessant, sie treiben die sonst etwas lahme Handlung voran. Insgesamt fand ich den Roman überzeugend, aber ich glaube, 100 Seiten weniger und es wäre noch besser gewesen!! Politik klingt immer wieder an, wird subtil eingewebt. Aber es geht stärker um Klassismus und weniger um die Revolution und ihre Folgen…
Zwei reiche Schwestern verlassen in den 70gern mit ihren Familien den Iran, um sich vor der Revolution in Sicherheit zu bringen. Eine 6jährige Tochter bleibt bei der Großmutter im Iran zurück. Es werden die Erlebnisse aller aus Sicht der Frauen erzählt, wie sie ein neues Leben in USA aufbauen, Familiengeheimnisse lüften und vor allen, wie sie einen Sinn im Leben suchen und versuchen zu erkennen, wer sie selbst sind, was Familie bedeutet. Besonders am Charakter der Shira wird erzählt, wie schwer es den persischen Frauen fällt, sich selbst zu erkennen, ohne sich als Mitglied der Familie zu identifizieren. Die andere Denkweise der persischen Frauen war interessant, auch, was Verlust der Heimat mit dem Selbstverständnis, der Identität als Person machen. Das Fremde, Andersartige kam gut in der Schreibweise rüber. Am Ende hätte ich gern etwas mehr über die Zukunft der Frauen gewusst, aber so passt es zur Erzählung und man erhält Denkanstöße.
Bunt und lesenswert!
Anfangs habe ich damit gehadert, mich den Charakteren voll hinzugeben. Besonders die Gedankenwelt einiger Figuren, allen voran Shirin, erschien mir so exzentrisch, dass es mir zunächst unmöglich war, ihr Handeln nachzuvollziehen. Ich fand es befremdlich trifft es vermutlich im Kern. Doch der Schreibstil war so lebendig und bunt, dass ich schnell von der Geschichte gefesselt war und das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Erzählweise aus den verschiedenen Perspektiven der Frauen einer persischen Familie sowie die geschickten Zeitsprünge haben die Handlung für mich extrem abwechslungsreich gemacht.
Im Traum war ich fasziniert davon gewesen, dass eine Tote bluten konnte. In unserer Familie galten Träume nicht als bedeutungslos, vor allem nicht, wenn man sich an sie erinnerte. Sie wurden wahr - oder ihr genaues Gegenteil trat ein. Weil es keine Regel dahinter gab, waren Träume aufregend und auch angsteinflößend. Wir fürchteten sie. - Buchzitat (S.78) "Die Perserinnen" von Sanam Mahloudji erzählt die Geschichte der iranischen Familie Valiat im Exil sowie im Iran und beleuchtet das Leben von drei Generationen von Frauen, die mit ihrer Identität und ihren Wurzeln ringen. Die Autorin, Sanam Mahloudji, 1977 in Teheran geboren, flüchtete mit ihrer Familie während der iranischen Revolution in die USA und lebt heute in London. Mit einem Hintergrund in der Juristerei und zahlreichen Veröffentlichungen in renommierten literarischen Zeitschriften, legt sie nun ihren ersten Roman vor. Seit dem Sturz des Schahs 1979 sind die Töchter der iranischen Familie Valiat im amerikanischen Exil. Ihre Mutter, die Tradition und Stolz verkörpert, blieb damals allein mit ihrer Enkelin in Iran zurück. Ein jährliches Familientreffen in Aspen wird zum Wendepunkt, als die exzentrische Shirin nach einer Verhaftung gegen Kaution freikommt. Dies Ereignis zwingt die Frauen, ihre Haltung zu ihren persischen Wurzeln und ihrer zukünftigen Identität zu überdenken. Die Geschichte wird aus der Perspektive von fünf Frauen erzählt und erstreckt sich über drei Generationen. Das wunderschöne Cover und der ansprechende Titel haben mich ebenfalls sofort angesprochen und zum Lesen motiviert. Der Roman an sich behandelt zahlreiche Themen (mal mehr, mal weniger tief) wie Heimat, Verwurzelung, Liebe, Alter(n), ungesunde Schönheitsideale, gesellschaftlichen Druck und Rassismus, was ich sehr ansprechend fand. Im Kern dreht sich die Geschichte um eine Familie, dargestellt durch die Erlebnisse und Herausforderungen von Großmutter, Müttern und Töchtern. Jede Frau hat mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen, dazu kommen dann noch die Anforderungen/Erwartungen der anderen Familienmitglieder. Leider konnte ich persönlich keine tiefe Verbindung zum Buch und den Charakteren aufbauen. Allen voran Shirin die teilweise wirklich mehr als fragwürdige Einstellungen hat... Am besten gefallen hat mir die Sichtweise von Bita, die sich noch am kritischsten gegenüber der Vergangenheit und Familiengeschichte äußert. Auch von Sima hätte ich gerne noch mehr gelesen. Ihre Kapitel waren leider die kürzesten insgesamt. Es gab viele Stellen, die sich sehr in die Länge gezogen haben und deshalb hab ich auch etwas länger gebraucht mit dem Lesen als sonst. Der Schreibstil von Mahloudji wiederum ist klar, ohne unnötige Schnörkel, was das Lesen angenehm macht. Das Buch enthält gelegentlich interessante Informationen über die Geschichte Irans, diese sind jedoch eher oberflächlich. Und neben all der Kritik gibt es auch einige wunderschöne Stellen. "Die Perserinnen" bietet eine interessante, aber teilweise leider auch langatmige Auseinandersetzung rund um die Themen Identität und Wurzeln. Trotz eines klaren und angenehmen Schreibstils sowie einem mehr als schönen Cover blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück - ich hätte mir basierend auf dem Klappentext mehr erwartet. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen. Irgendwann wird es eine neue Revolution geben, und dann werde ich bereit sein. Ich bin bereit. Sie können uns nicht ewig unterdrücken, unsere Herzen nicht ewig zum Schweigen bringen. Die Islamische Republik kann nicht ewig leben. Ich weiß, es hängt von den Frauen ab. Sie bereit sein. - Buchzitat (S.436/437)










