Der Liebesbrief
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Description
Wahre Liebe dauert ein Leben lang an – und darüber hinaus.
Nach einem Schicksalsschlag zieht die Künstlerin Chloe nach Cornwall, um sich in einem Cottage an den Klippen ein Atelier einzurichten. Der malerische Küstenort ist geprägt von dem charismatischen Dichter Kit Rivers, dessen Geschichte die Bewohner noch immer in Bann hält. Auch Chloe ist fasziniert von seinem Werk. Zusammen mit dem Historiker Matt beginnt sie nachzuforschen, was mit dem jungen Dichter in den Wirren des Ersten Weltkriegs geschah. Dann entdeckt Chloe das alte Tagebuch einer jungen Frau namens Daisy und findet heraus, dass Daisy und Kit ein düsteres Geheimnis verband – das plötzlich auch Chloes Leben zu verändern droht.
Eine große Liebesgeschichte vor der atemberaubenden Kulisse Cornwalls – von einer neuen Meisterin des emotionalen Erzählens
Book Information
Author Description
Ruth Saberton wurde in London geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Cornwall. Obwohl sie weit gereist ist, gibt es für sie keinen Ort, der sich mit der rauen Schönheit dieser Küstenlandschaft messen kann. Hier findet sie immer wieder neue Inspiration für ihre Romane. In England gilt sie als absolute Bestsellerautorin.Bei Aufbau sind von ihr bereits die Romane "Der Liebesbrief“, "Das Versprechen“, "Der Verrat von Oyster Shore" und "Die verschollene Karte" erschienen.
Posts
War okay...
Das Buch lässt sich gut lesen, es plätschert einfach so vor sich her - Spannung Fehlanzeige. Am Ende gab es zwar einen kleinen Plottwist, aber die Hauptstory war recht vorhersehbar. Man konnte leider nicht wirklich miträtseln, was ich sonst an dem Genre eigentlich sehr schätze. Die Story in der Vergangenheit wurde an einem Stück in der Mitte erzählt. Mir persönlich gefällt es besser, wenn sich die zwei Zeitebenen mehr abwechseln. Und die Liebesbekundungen waren mir persönlich too much, für Teenager aber wohl realistisch. In "Das Versprechen" von der Autorin fand ich es allerdings noch schlimmer. Wer richtig gute Familiengeheimnisse auf zwei Zeitebenen lesen möchte, dem empfehle ich die Romane von Kate Morton.
Eine tolle und berührende Geschichte für zwischendurch. Es ist immer sehr spannend, wenn Geschichten aus zwei verschiedenen Zeiten erzählt werden, da dies der Handlung tiefe gibt. Die Autorin hat die Geschichte sehr lebensecht geschrieben, dass ich googlen musste, ob die Protagonisten wirklich lebten.
Seit dem Tod ihres Mannes hat die Künstlerin Chloe keinen Pinsel mehr angerührt. Sie hat eine Malblockade. Kurz vor Weihnachten zieht sie nach Cornwall, um sich von ihrer Trauer abzulenken. In dem kleinen Küstenort Rosecraddick zieht sie in ein altes Cottage, das frühere Pfarrhaus. Bei einem Besuch in der Kirche des Ortes entdeckt sie ein Fensterbild, das dem Dichter Kit Rivers gewidmet ist, der hier aufwuchs und bis zum Beginn des 1. Weltkriegs lebte. Ein Gänseblümchen, das so gar nicht zum sonstigen Fensterbild passen will, erregt ihre Aufmerksamkeit. Als sie den Historiker Matt kennenlernt, findet sie in ihm einen Gleichgesinnten, denn auch Matt ist von Kit und seinen Gedichten fasziniert. Gemeinsam recherchieren die beiden und versuchen, die Fragen, die sich um Kits Schicksal ergeben, zu lösen. Als Chloe im Dachboden des Pfarrhauses auf ein uraltes Tagebuch stößt, das von einer jungen Frau namens Daisy stammt, werden einige ihrer Fragen beantwortet, aber es ergeben sich wiederum viele weitere Rätsel. Über der Faszination um Kit und Daisy vergisst Chloe ihren eigenen Schmerz und findet ins Leben und zu ihrer Kunst zurück. Im Grunde genommen verbindet dieser Roman zwei großartige Liebesgeschichten, die von Ruth Saberton mit viel Empathie und Feingefühl erzählt werden. Da sind einmal Chloe und Matt in der Gegenwart. Beide haben eine schwere Zeit hinter sich. In ihrer gemeinsamen Arbeit und den Recherchen zu Kit Rivers finden sie Zufriedenheit und Ruhe und kommen sich näher. Allerdings bringt sie das, was sie über Kit und Daisy in Erfahrung bringen, auch an ihre Grenzen, denn die fröhliche Ausgelassenheit, die heiteren Stunden am Meer und die zarte, aufkeimende Liebe zwischen dem Dichter und Daisy werden abrupt durch den Beginn des 1. Weltkriegs und Kits Einberufung beendet. Der Roman besteht aus drei großen Abschnitten. Im ersten Teil lernt man Chloe und Matt kennen und erfährt mehr über sie, ihre Kümmernisse und ihre Vergangenheit. Man begleitet sie bei ihren Recherchen und kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Der zweite große Abschnitt erzählt Kits und Daisys Geschichte. Auch hier hat man zwei starke, liebenswerte Charaktere. Was anfangs erscheint wie eine jugendliche Schwärmerei und Verliebtheit, entwickelt sich schnell zu einer tiefgründigen, tragischen Liebesgeschichte. Der dritte Hauptteil führt die beiden Geschichten zusammen. Matt und Chloe lernen, das was sie in der Gegenwart entdecken, im Licht der damaligen Zeit zu sehen und zu verstehen. Es kommen erstaunliche, verwirrende und auch erschütternde Dinge zutage. Obwohl es sich hier gleich um eine doppelte Liebesgeschichte handelt, ist der Roman zu keinem Moment kitschig oder verklärt. Ruth Saberton verleiht ihren Charakteren Leben und hat eine unnachahmliche Art, Situationen und Gefühle einzufangen. Ihre Landschaftsbeschreibungen der Küste Cornwalls sind wunderschön. Ihre Schilderungen zum damaligen Kriegsgeschehen und seinen Auswirkungen sind realistisch und aufwühlend, ohne dass sie dabei zu stark ins Detail geht. Auch mit dem Liebesbrief, der den Romantitel bestimmt, hat es eine besondere Bewandtnis, die nicht romantisch, sondern erschütternd ist. Beim Betrachten des malerischen Titelbilds könnte man einen reinen Liebesroman erwarten. Die Schicksale der Menschen aus zwei Generationen, um die es hier geht, sind zum Teil tragisch, und doch liegt am Ende ein Hoffnungsschimmer über allem. Mich hat der Roman mit seiner Vielschichtigkeit und durch seine starken Schilderungen sehr beeindruckt und berührt.
Wunderschön und traurig zugleich Ein Buch das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch inhaltlich tief ins Herz sticht. Abwechselnd wird das Leserherz gestreichelt nur um dann einen tiefen Dolch hinein zu stechen, es danach zu pflegen und zu trösten um es anschließend mit großer Wucht zu zerreißen. Nachdem Chloe mit Anfang 30 ihren Mann verloren hat will sie aus der Umgebung ausbrechen in der sie alles an ihn erinnert. So zieht sie in ein Küstendorf in Cornwall, wo er oft seine Kindheit verbracht hat. So versucht sie neu anzufangen und ihn dennoch nah bei sich zu behalten. Dort lernt sie sowohl nette Menschen kennen und ihre Leidenschaft zum Malen erblüht in neuem Licht. Neben dem eigenen Schicksal erfährt sie auch etwas über eine andere Liebe, die bereits viele Jahre zurück liegt und ebenso keine gemeinsame Zukunft haben sollte. Auf zwei Zeitebenen, heute und zur Zeit des 1. Weltkriegs, wird in 3 zusammenhängenden Buch-Teilen gezeigt wie stark man lieben kann und wie schmerzhaft es ist, wenn einem der Geliebte genommen wird. Aber auch wie diese Liebe den Tod überdauern kann und "aus den Augen" nicht auch "aus dem Sinn" heißt. Sowohl Chloe in der Gegenwart als auch Daisy in der Vergangenheit können ihr Herz nur schwer bis gar nicht neu verschenken. Zudem schauen wir in die Köpfe und Herzen derer, die geliebte Menschen durch den Krieg verloren haben. Entweder weil sie von dort niemals oder als komplett verändert und traumatisiert zurückgekehrt sind. Dass die Geschichte der Vergangenheit durch die Familie der Autorin inspiriert wurde, verstärkt die Ernsthaftigkeit und lässt weit über die genannten Charaktere hinaus denken. Die wunderschöne, wenn auch raue Umgebung an Cornwalls Klippen, die alten atmosphärischen Herrenhäuser und die freundlichen Menschen eines Dorfs betonen auch die schönen Seiten des Lebens. Auch wenn dieses Buch ganz oft traurig macht, liebt man es ebenso und möchte immer wieder zurück in beide darin enthaltenen Geschichten, zu lieb gewonnenen Charakteren und wunderschönen Kulissen. Besonders für Menschen die gerade eine Familie gründen werden zwar auch Verlustängste geweckt, aber man lernt sein eigenes Leben und Familie wieder etwas mehr Wert zu schätzen. Man wird daran erinnert, dass uns nichts von Dauer garantiert ist und jeder gemeinsame Moment kostbar. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, trotz ein paar überflüssiger Wiederholungen. Schön fand ich auch, dass hier nicht die körperliche Liebe im Vordergrund steht und uns die Vergangenheitsszenen zeigen, wie besonders es schon sein kann, wenn sich 2 fremde Hände berühren. Alles in allem sehr lesenswert und eine Hommage und Ehrung einer Gruppe von Opfern des Krieges über die sonst nicht so oft gesprochen wird.
3,5 Sterne. Rezensionsexemplar von Netgalley. Der Liebesbrief spielt auf zwei Zeitebenen: Chloe will nach dem Tod ihres Mannes in einem kleinen Ort in Cornwall neu anfangen. Sie trifft dort auf den Historiker Matt, mit dem sie dem Geheimnis rund um den im Ersten Weltkrieg verschollenen Dichter Kit und seiner damaligen großen Liebe Daisy nachgeht. Chloes Perspektive nimmt weniger Raum ein, entsprechend blieb es für mich etwas oberflächlich und war fast überflüssig. Außerdem find ich es ECHT schräg, wenn potentielle Pärchen in übersetzten Romanen sich noch ewig siezen... Die Liebesgeschichte von Kit und Daisy hatte erst fast von Insta Love, war dann aber schön sehnsuchtsvoll und streckenweise richtig tragisch. Gute, solide Unterhaltung.
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Wahre Liebe dauert ein Leben lang an – und darüber hinaus.
Nach einem Schicksalsschlag zieht die Künstlerin Chloe nach Cornwall, um sich in einem Cottage an den Klippen ein Atelier einzurichten. Der malerische Küstenort ist geprägt von dem charismatischen Dichter Kit Rivers, dessen Geschichte die Bewohner noch immer in Bann hält. Auch Chloe ist fasziniert von seinem Werk. Zusammen mit dem Historiker Matt beginnt sie nachzuforschen, was mit dem jungen Dichter in den Wirren des Ersten Weltkriegs geschah. Dann entdeckt Chloe das alte Tagebuch einer jungen Frau namens Daisy und findet heraus, dass Daisy und Kit ein düsteres Geheimnis verband – das plötzlich auch Chloes Leben zu verändern droht.
Eine große Liebesgeschichte vor der atemberaubenden Kulisse Cornwalls – von einer neuen Meisterin des emotionalen Erzählens
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Author Description
Ruth Saberton wurde in London geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Cornwall. Obwohl sie weit gereist ist, gibt es für sie keinen Ort, der sich mit der rauen Schönheit dieser Küstenlandschaft messen kann. Hier findet sie immer wieder neue Inspiration für ihre Romane. In England gilt sie als absolute Bestsellerautorin.Bei Aufbau sind von ihr bereits die Romane "Der Liebesbrief“, "Das Versprechen“, "Der Verrat von Oyster Shore" und "Die verschollene Karte" erschienen.
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War okay...
Das Buch lässt sich gut lesen, es plätschert einfach so vor sich her - Spannung Fehlanzeige. Am Ende gab es zwar einen kleinen Plottwist, aber die Hauptstory war recht vorhersehbar. Man konnte leider nicht wirklich miträtseln, was ich sonst an dem Genre eigentlich sehr schätze. Die Story in der Vergangenheit wurde an einem Stück in der Mitte erzählt. Mir persönlich gefällt es besser, wenn sich die zwei Zeitebenen mehr abwechseln. Und die Liebesbekundungen waren mir persönlich too much, für Teenager aber wohl realistisch. In "Das Versprechen" von der Autorin fand ich es allerdings noch schlimmer. Wer richtig gute Familiengeheimnisse auf zwei Zeitebenen lesen möchte, dem empfehle ich die Romane von Kate Morton.
Eine tolle und berührende Geschichte für zwischendurch. Es ist immer sehr spannend, wenn Geschichten aus zwei verschiedenen Zeiten erzählt werden, da dies der Handlung tiefe gibt. Die Autorin hat die Geschichte sehr lebensecht geschrieben, dass ich googlen musste, ob die Protagonisten wirklich lebten.
Seit dem Tod ihres Mannes hat die Künstlerin Chloe keinen Pinsel mehr angerührt. Sie hat eine Malblockade. Kurz vor Weihnachten zieht sie nach Cornwall, um sich von ihrer Trauer abzulenken. In dem kleinen Küstenort Rosecraddick zieht sie in ein altes Cottage, das frühere Pfarrhaus. Bei einem Besuch in der Kirche des Ortes entdeckt sie ein Fensterbild, das dem Dichter Kit Rivers gewidmet ist, der hier aufwuchs und bis zum Beginn des 1. Weltkriegs lebte. Ein Gänseblümchen, das so gar nicht zum sonstigen Fensterbild passen will, erregt ihre Aufmerksamkeit. Als sie den Historiker Matt kennenlernt, findet sie in ihm einen Gleichgesinnten, denn auch Matt ist von Kit und seinen Gedichten fasziniert. Gemeinsam recherchieren die beiden und versuchen, die Fragen, die sich um Kits Schicksal ergeben, zu lösen. Als Chloe im Dachboden des Pfarrhauses auf ein uraltes Tagebuch stößt, das von einer jungen Frau namens Daisy stammt, werden einige ihrer Fragen beantwortet, aber es ergeben sich wiederum viele weitere Rätsel. Über der Faszination um Kit und Daisy vergisst Chloe ihren eigenen Schmerz und findet ins Leben und zu ihrer Kunst zurück. Im Grunde genommen verbindet dieser Roman zwei großartige Liebesgeschichten, die von Ruth Saberton mit viel Empathie und Feingefühl erzählt werden. Da sind einmal Chloe und Matt in der Gegenwart. Beide haben eine schwere Zeit hinter sich. In ihrer gemeinsamen Arbeit und den Recherchen zu Kit Rivers finden sie Zufriedenheit und Ruhe und kommen sich näher. Allerdings bringt sie das, was sie über Kit und Daisy in Erfahrung bringen, auch an ihre Grenzen, denn die fröhliche Ausgelassenheit, die heiteren Stunden am Meer und die zarte, aufkeimende Liebe zwischen dem Dichter und Daisy werden abrupt durch den Beginn des 1. Weltkriegs und Kits Einberufung beendet. Der Roman besteht aus drei großen Abschnitten. Im ersten Teil lernt man Chloe und Matt kennen und erfährt mehr über sie, ihre Kümmernisse und ihre Vergangenheit. Man begleitet sie bei ihren Recherchen und kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Der zweite große Abschnitt erzählt Kits und Daisys Geschichte. Auch hier hat man zwei starke, liebenswerte Charaktere. Was anfangs erscheint wie eine jugendliche Schwärmerei und Verliebtheit, entwickelt sich schnell zu einer tiefgründigen, tragischen Liebesgeschichte. Der dritte Hauptteil führt die beiden Geschichten zusammen. Matt und Chloe lernen, das was sie in der Gegenwart entdecken, im Licht der damaligen Zeit zu sehen und zu verstehen. Es kommen erstaunliche, verwirrende und auch erschütternde Dinge zutage. Obwohl es sich hier gleich um eine doppelte Liebesgeschichte handelt, ist der Roman zu keinem Moment kitschig oder verklärt. Ruth Saberton verleiht ihren Charakteren Leben und hat eine unnachahmliche Art, Situationen und Gefühle einzufangen. Ihre Landschaftsbeschreibungen der Küste Cornwalls sind wunderschön. Ihre Schilderungen zum damaligen Kriegsgeschehen und seinen Auswirkungen sind realistisch und aufwühlend, ohne dass sie dabei zu stark ins Detail geht. Auch mit dem Liebesbrief, der den Romantitel bestimmt, hat es eine besondere Bewandtnis, die nicht romantisch, sondern erschütternd ist. Beim Betrachten des malerischen Titelbilds könnte man einen reinen Liebesroman erwarten. Die Schicksale der Menschen aus zwei Generationen, um die es hier geht, sind zum Teil tragisch, und doch liegt am Ende ein Hoffnungsschimmer über allem. Mich hat der Roman mit seiner Vielschichtigkeit und durch seine starken Schilderungen sehr beeindruckt und berührt.
Wunderschön und traurig zugleich Ein Buch das nicht nur hübsch aussieht, sondern auch inhaltlich tief ins Herz sticht. Abwechselnd wird das Leserherz gestreichelt nur um dann einen tiefen Dolch hinein zu stechen, es danach zu pflegen und zu trösten um es anschließend mit großer Wucht zu zerreißen. Nachdem Chloe mit Anfang 30 ihren Mann verloren hat will sie aus der Umgebung ausbrechen in der sie alles an ihn erinnert. So zieht sie in ein Küstendorf in Cornwall, wo er oft seine Kindheit verbracht hat. So versucht sie neu anzufangen und ihn dennoch nah bei sich zu behalten. Dort lernt sie sowohl nette Menschen kennen und ihre Leidenschaft zum Malen erblüht in neuem Licht. Neben dem eigenen Schicksal erfährt sie auch etwas über eine andere Liebe, die bereits viele Jahre zurück liegt und ebenso keine gemeinsame Zukunft haben sollte. Auf zwei Zeitebenen, heute und zur Zeit des 1. Weltkriegs, wird in 3 zusammenhängenden Buch-Teilen gezeigt wie stark man lieben kann und wie schmerzhaft es ist, wenn einem der Geliebte genommen wird. Aber auch wie diese Liebe den Tod überdauern kann und "aus den Augen" nicht auch "aus dem Sinn" heißt. Sowohl Chloe in der Gegenwart als auch Daisy in der Vergangenheit können ihr Herz nur schwer bis gar nicht neu verschenken. Zudem schauen wir in die Köpfe und Herzen derer, die geliebte Menschen durch den Krieg verloren haben. Entweder weil sie von dort niemals oder als komplett verändert und traumatisiert zurückgekehrt sind. Dass die Geschichte der Vergangenheit durch die Familie der Autorin inspiriert wurde, verstärkt die Ernsthaftigkeit und lässt weit über die genannten Charaktere hinaus denken. Die wunderschöne, wenn auch raue Umgebung an Cornwalls Klippen, die alten atmosphärischen Herrenhäuser und die freundlichen Menschen eines Dorfs betonen auch die schönen Seiten des Lebens. Auch wenn dieses Buch ganz oft traurig macht, liebt man es ebenso und möchte immer wieder zurück in beide darin enthaltenen Geschichten, zu lieb gewonnenen Charakteren und wunderschönen Kulissen. Besonders für Menschen die gerade eine Familie gründen werden zwar auch Verlustängste geweckt, aber man lernt sein eigenes Leben und Familie wieder etwas mehr Wert zu schätzen. Man wird daran erinnert, dass uns nichts von Dauer garantiert ist und jeder gemeinsame Moment kostbar. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, trotz ein paar überflüssiger Wiederholungen. Schön fand ich auch, dass hier nicht die körperliche Liebe im Vordergrund steht und uns die Vergangenheitsszenen zeigen, wie besonders es schon sein kann, wenn sich 2 fremde Hände berühren. Alles in allem sehr lesenswert und eine Hommage und Ehrung einer Gruppe von Opfern des Krieges über die sonst nicht so oft gesprochen wird.
3,5 Sterne. Rezensionsexemplar von Netgalley. Der Liebesbrief spielt auf zwei Zeitebenen: Chloe will nach dem Tod ihres Mannes in einem kleinen Ort in Cornwall neu anfangen. Sie trifft dort auf den Historiker Matt, mit dem sie dem Geheimnis rund um den im Ersten Weltkrieg verschollenen Dichter Kit und seiner damaligen großen Liebe Daisy nachgeht. Chloes Perspektive nimmt weniger Raum ein, entsprechend blieb es für mich etwas oberflächlich und war fast überflüssig. Außerdem find ich es ECHT schräg, wenn potentielle Pärchen in übersetzten Romanen sich noch ewig siezen... Die Liebesgeschichte von Kit und Daisy hatte erst fast von Insta Love, war dann aber schön sehnsuchtsvoll und streckenweise richtig tragisch. Gute, solide Unterhaltung.














