Die Oleanderfrauen
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Description
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.
Book Information
Author Description
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken. Ihre Romane »Die Frauen der Rosenvilla«, »Die Holunderschwestern«, »Die Oleanderfrauen« und »Glückskinder« wurden alle zu Bestsellern.
Posts
Starke Überraschung
Ich hätte das Buch mir niemals gekauft und hätte mir zuvor jemand etwas über den Inhalt gesagt auch es eigentlich nicht lesen wollen. Welch Glück es ist, dass es zu mir gelangt ist und ich mit in den Urlaub genommen habe. Es ist eine wirklich spannende Geschichte über ein junges Mädchen in Hamburg während der Zeit im Nazi-Deutschland und eine spannende Geschichte einer weiteren jungen unabhängig Frau heutzutage. Super geschrieben und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen
⚠️ Enthält Spoiler ⚠️
Das Buch stand schon lange auf meiner Lese-Wunschliste, nun hab ich es geschafft, bin aber nicht 100% überzeugt. An sich eine tolle Geschichte mit Rückblicken in die Vergangenheit und gleichzeitiger Story in der Gegenwart, die sich dann irgendwann treffen. Ich muss sagen, das Ende fand ich etwas weit hergeholt und bisschen sehr viel Zufall, dass ausgerechnet die Historikerin Jule, die von Johanna mit der Aufarbeitung des Tagebuchs beauftragt wird, die Enkelin von Rose-Marie bzw. Urenkelin von Sophie, der Tagebuchschreiberin, sein soll. Dass Johanna, die das Tagebuch im Dach des Hauses ihrer Mutter findet, die 2. Tochter ist, okay. Aber dass Jule auch noch in diese Familie gehört, finde ich etwas unglaubwürdig, da die zwei sich ja GAR NICHT kannten und da eigentlich keine Verbindung bestand. Kann man aber trotzdem lesen :)
Auch in diesem Roman bleibt sich die Autorin treu. Vor den Augen des Lesers enstpannt sich eine geheimnisvolle Familiensaga, mit den Schwerpunkten Kaffee, Kuchen, Hamburg und 2. Weltkrieg. Ihr meint das passt nicht zusammen? Und wie es passt! Auf zwei zeitlichen Ebenen verwebt Teresa Simon die traurige Geschichte der jungen Sophie Terhoven, die ihre Gefühle und ihr Leben in Tagebüchern festgehalten hat, die in 2016 auf einem Dachboden von Johanna entdeckt werden. Sophie, die Tochter des angesehenen Hamburger Kaffeebarons hat sich in den falschen verliebt. Als sie dann auch noch so jung schwanger wird, gerät das große Unglück ins rollen. Die politische Lage, die 1936 und die folgenden Jahre vorherrschte, machte vieles für sie nicht leichter. In der Gegenwart lernen sich Jule und Johanna kennen. Johanna, eine ältere Dame, die so faszieniert und sehr berührt von Sophies Geschichte ist, lässt von Jule die Tagebücher historisch aufarbeiten. Jule, die dringend Geld braucht, um ihr wundervolles Café weiterhin betreiben zu können, hat ein zweites Standbein. Mit -Ich schreib dir dein Leben- recherchiert und rekonstruiert sie die Vergangenheit. Kaum ist sie mit Sophies Tagebüchern und ihrer Geschichte in Berührung gekommen, wird sie davon in den Bann gezogen und mit ihr auch der Leser. Teresa Simon versteht es über große Gefühle zu schreiben und die Schicksale historisch in schwere Zeiten einzubetten. Hier wird man in die nazionalsozialistische Zeit entführt und bekommt den Zeitgeist und die wichtigsten Ereignisse vor Augen geführt. Neben dem Hass auf Juden thematisiert die Autorin anhand ihrer Charaktere Malte und Thom die Abscheu auf Behinderte und den Hass und die Feindseligkeit Homosexuellen gegenüber. Die Autorin hat ein Händchen für ihre Charaktere! Liebevoll formt und stellt sie alle Haupt- und Nebenfiguren dar. Aber auch die Antihelden sind sehr gut ausgearbeitet und man kann seine Abneigung gegen sie stetig wachsen sehen. Teresa Simons flüssiger Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Gespannt verfolgte ich die Tagebucheinträge und wie diese die Gegenwart neu formten. Zu meiner Begeisterung für das Buch habe ich dieses Mal kleine Kritikpunkte, die sich in einem Stern Abzug widerspiegeln. Die Geschichte packte mich nicht sofort. Ich musste mich erst ein wenig einlesen, im Gegensatz zu den beiden letzten Romanen "Die Frauen der Rosenvilla" und "Die Holunderschwestern". Der Sog entfaltete sich erst nach und nach. Ein paarmal konnte mich Teresa Simon mit den Wendungen in der Geschichte sehr überraschen. Doch gab es auch Verbindungen, die mich die Auflösung der Geheimnisse bereits recht bald haben voraussehen lassen. Das Ende wird schön und schlüssig aufgelöst, wobei mir dieses Mal zu viele Personen daran beteiligt waren. Das Nachwort ist wieder einmal sehr gelungen! Der Leser erfährt einiges über Hamburg als Hafen- und Handelsstadt, über den Kaffeeanbau, die Kaffeebohne und ihre unterschiedlichen Röstungen. Ebenso, in gewohnter Manier, gibt es einige Rezepte zum Nachbacken, die einem während des Lesens aus Jules Café "Strandperlchen" bekannt vorkommen. Fazit: Ein emotionaler Spaziergang durch das Hamburg von damals und heute, verpackt in eine spannende und geheimnisvolle Familiensaga, in der man viel über die Historie Hamburgs zur Zeit des Nationalsozialismus lernt, Kaffee aus einem anderen Blickwinkel betrachet und Heißhunger auf Kuchen und Törtchen bekommt! Absolute Leseempfehlung!
Eine sehr schöne berührende Geschichte von zwei Frauen, die sich in der Gegenwart begegnen. Im Zentrum ihrer Beziehung steht jedoch das Schicksal von Sophie, einer jungen Damen, die zu Kriegszeiten ihr Tagebuch als engsten Vertrauten erwählt... Um dieses Tagebuch herum wird also eine spannende und tragische Familiengeschichte aufgebaut. Aufgrund ein paar unrealistischer Ideen gab es nur 4 von 5 Sternen.
Kurzbeschreibung: Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht? Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen. *Quelle* Zur Autorin: Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. Meinung: Nach Die Frauen der Rosenvilla und Die Holunderschwestern konnte mich Teresa Simon auch mit ihrem neuesten Roman mehr als begeistern. Abwechselnd wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal im Jahr 2016 und einmal beginnend im Jahr 1936 bis 1943. Im Jahr 2016 betreibt Jule Weisbach das kleine Café Strandperlchen in Hamburg. Doch es plagen sie einige Geldsorgen, da die Miete erhöht wurde. Nebenbei betreibt sie noch ein Standbein, das sie "Ich schreib dir dein Leben" nennt, indem sie interessierten Kunden ihre Biografie auf Papier bringt und auch Nachforschungen über Verwandte anstellt. Bald macht sie Bekanntschaft mit Johanna Martens, der bei der Auflösung ihres Elternhauses das Tagebuch einer gewissen Sophie Terhoven in die Hände gefallen ist. In der Vergangenheit lernt man dann jene Sophie Terhoven kennen, deren Vater ein angesehener Kaffeebaron ist. Sie ist 17 Jahre alt und in den Sohn der Köchin, Hannes Kröger, verliebt, was keiner wissen darf. Doch Sophie wird bald darauf schwanger und die Zeichen der Zeit stehen auf Krieg. Teresa Simon verbindet erneut Gegenwart und Vergangenheit der einzelnen Familien gekonnt und spannend. Die Tagebucheintragungen, die aus der Sicht von Sophie geschildert werden, waren dermaßen spannend zu lesen und auch die historischen Gegebenheiten, wie z.B. die Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936, kommen nicht zu kurz und sind gut recherchiert. Der drohende Krieg, der im weiteren Verlauf eine immer größere Rolle spielt, schwebt über Sophie, ihrer Familie und ihren Freunden wie ein Damoklesschwert und man leidet mit einigen Charakteren sehr mit. Auch hier verbirgt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart das ein oder andere Familiengeheimnis, das am Ende schlüssig aufgeklärt wird. Für Leser von Lucinda Riley kann ich Teresa Simons Romane allesamt uneingeschränkt empfehlen, da Gegenwart und Vergangenheit sich gleichermaßen die Waage halten und beide Zeiten von der Autorin immer gleich spannend und auch unterhaltsam erzählt werden, ohne dass irgendwelche Längen entstehen. Im Anhang findet sich ein historisches Nachwort der Autorin, in dem sie sich mit den Themen Kaffee, Verfolgung der Homosexuellen und dem berüchtigten Feuersturm in Hamburg beschäftigt. Außerdem gibt es noch 9 Kuchen- und Kaffeerezepte zum Nachbacken und Ausprobieren, die in der Geschichte Erwähnung finden. Fazit: Ein wiederum rundheraus gelungener Familienroman, der generationenübergreifend auf zwei Zeitebenen spielt und durch sympathische Charaktere und spannende Familiengeheimnisse überzeugt. Volle Empfehlung für Leser, die auch Lucinda Rileys Bücher mögen.
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Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.
Book Information
Author Description
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken. Ihre Romane »Die Frauen der Rosenvilla«, »Die Holunderschwestern«, »Die Oleanderfrauen« und »Glückskinder« wurden alle zu Bestsellern.
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Starke Überraschung
Ich hätte das Buch mir niemals gekauft und hätte mir zuvor jemand etwas über den Inhalt gesagt auch es eigentlich nicht lesen wollen. Welch Glück es ist, dass es zu mir gelangt ist und ich mit in den Urlaub genommen habe. Es ist eine wirklich spannende Geschichte über ein junges Mädchen in Hamburg während der Zeit im Nazi-Deutschland und eine spannende Geschichte einer weiteren jungen unabhängig Frau heutzutage. Super geschrieben und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen
⚠️ Enthält Spoiler ⚠️
Das Buch stand schon lange auf meiner Lese-Wunschliste, nun hab ich es geschafft, bin aber nicht 100% überzeugt. An sich eine tolle Geschichte mit Rückblicken in die Vergangenheit und gleichzeitiger Story in der Gegenwart, die sich dann irgendwann treffen. Ich muss sagen, das Ende fand ich etwas weit hergeholt und bisschen sehr viel Zufall, dass ausgerechnet die Historikerin Jule, die von Johanna mit der Aufarbeitung des Tagebuchs beauftragt wird, die Enkelin von Rose-Marie bzw. Urenkelin von Sophie, der Tagebuchschreiberin, sein soll. Dass Johanna, die das Tagebuch im Dach des Hauses ihrer Mutter findet, die 2. Tochter ist, okay. Aber dass Jule auch noch in diese Familie gehört, finde ich etwas unglaubwürdig, da die zwei sich ja GAR NICHT kannten und da eigentlich keine Verbindung bestand. Kann man aber trotzdem lesen :)
Auch in diesem Roman bleibt sich die Autorin treu. Vor den Augen des Lesers enstpannt sich eine geheimnisvolle Familiensaga, mit den Schwerpunkten Kaffee, Kuchen, Hamburg und 2. Weltkrieg. Ihr meint das passt nicht zusammen? Und wie es passt! Auf zwei zeitlichen Ebenen verwebt Teresa Simon die traurige Geschichte der jungen Sophie Terhoven, die ihre Gefühle und ihr Leben in Tagebüchern festgehalten hat, die in 2016 auf einem Dachboden von Johanna entdeckt werden. Sophie, die Tochter des angesehenen Hamburger Kaffeebarons hat sich in den falschen verliebt. Als sie dann auch noch so jung schwanger wird, gerät das große Unglück ins rollen. Die politische Lage, die 1936 und die folgenden Jahre vorherrschte, machte vieles für sie nicht leichter. In der Gegenwart lernen sich Jule und Johanna kennen. Johanna, eine ältere Dame, die so faszieniert und sehr berührt von Sophies Geschichte ist, lässt von Jule die Tagebücher historisch aufarbeiten. Jule, die dringend Geld braucht, um ihr wundervolles Café weiterhin betreiben zu können, hat ein zweites Standbein. Mit -Ich schreib dir dein Leben- recherchiert und rekonstruiert sie die Vergangenheit. Kaum ist sie mit Sophies Tagebüchern und ihrer Geschichte in Berührung gekommen, wird sie davon in den Bann gezogen und mit ihr auch der Leser. Teresa Simon versteht es über große Gefühle zu schreiben und die Schicksale historisch in schwere Zeiten einzubetten. Hier wird man in die nazionalsozialistische Zeit entführt und bekommt den Zeitgeist und die wichtigsten Ereignisse vor Augen geführt. Neben dem Hass auf Juden thematisiert die Autorin anhand ihrer Charaktere Malte und Thom die Abscheu auf Behinderte und den Hass und die Feindseligkeit Homosexuellen gegenüber. Die Autorin hat ein Händchen für ihre Charaktere! Liebevoll formt und stellt sie alle Haupt- und Nebenfiguren dar. Aber auch die Antihelden sind sehr gut ausgearbeitet und man kann seine Abneigung gegen sie stetig wachsen sehen. Teresa Simons flüssiger Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Gespannt verfolgte ich die Tagebucheinträge und wie diese die Gegenwart neu formten. Zu meiner Begeisterung für das Buch habe ich dieses Mal kleine Kritikpunkte, die sich in einem Stern Abzug widerspiegeln. Die Geschichte packte mich nicht sofort. Ich musste mich erst ein wenig einlesen, im Gegensatz zu den beiden letzten Romanen "Die Frauen der Rosenvilla" und "Die Holunderschwestern". Der Sog entfaltete sich erst nach und nach. Ein paarmal konnte mich Teresa Simon mit den Wendungen in der Geschichte sehr überraschen. Doch gab es auch Verbindungen, die mich die Auflösung der Geheimnisse bereits recht bald haben voraussehen lassen. Das Ende wird schön und schlüssig aufgelöst, wobei mir dieses Mal zu viele Personen daran beteiligt waren. Das Nachwort ist wieder einmal sehr gelungen! Der Leser erfährt einiges über Hamburg als Hafen- und Handelsstadt, über den Kaffeeanbau, die Kaffeebohne und ihre unterschiedlichen Röstungen. Ebenso, in gewohnter Manier, gibt es einige Rezepte zum Nachbacken, die einem während des Lesens aus Jules Café "Strandperlchen" bekannt vorkommen. Fazit: Ein emotionaler Spaziergang durch das Hamburg von damals und heute, verpackt in eine spannende und geheimnisvolle Familiensaga, in der man viel über die Historie Hamburgs zur Zeit des Nationalsozialismus lernt, Kaffee aus einem anderen Blickwinkel betrachet und Heißhunger auf Kuchen und Törtchen bekommt! Absolute Leseempfehlung!
Eine sehr schöne berührende Geschichte von zwei Frauen, die sich in der Gegenwart begegnen. Im Zentrum ihrer Beziehung steht jedoch das Schicksal von Sophie, einer jungen Damen, die zu Kriegszeiten ihr Tagebuch als engsten Vertrauten erwählt... Um dieses Tagebuch herum wird also eine spannende und tragische Familiengeschichte aufgebaut. Aufgrund ein paar unrealistischer Ideen gab es nur 4 von 5 Sternen.
Kurzbeschreibung: Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht? Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen. *Quelle* Zur Autorin: Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. Meinung: Nach Die Frauen der Rosenvilla und Die Holunderschwestern konnte mich Teresa Simon auch mit ihrem neuesten Roman mehr als begeistern. Abwechselnd wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal im Jahr 2016 und einmal beginnend im Jahr 1936 bis 1943. Im Jahr 2016 betreibt Jule Weisbach das kleine Café Strandperlchen in Hamburg. Doch es plagen sie einige Geldsorgen, da die Miete erhöht wurde. Nebenbei betreibt sie noch ein Standbein, das sie "Ich schreib dir dein Leben" nennt, indem sie interessierten Kunden ihre Biografie auf Papier bringt und auch Nachforschungen über Verwandte anstellt. Bald macht sie Bekanntschaft mit Johanna Martens, der bei der Auflösung ihres Elternhauses das Tagebuch einer gewissen Sophie Terhoven in die Hände gefallen ist. In der Vergangenheit lernt man dann jene Sophie Terhoven kennen, deren Vater ein angesehener Kaffeebaron ist. Sie ist 17 Jahre alt und in den Sohn der Köchin, Hannes Kröger, verliebt, was keiner wissen darf. Doch Sophie wird bald darauf schwanger und die Zeichen der Zeit stehen auf Krieg. Teresa Simon verbindet erneut Gegenwart und Vergangenheit der einzelnen Familien gekonnt und spannend. Die Tagebucheintragungen, die aus der Sicht von Sophie geschildert werden, waren dermaßen spannend zu lesen und auch die historischen Gegebenheiten, wie z.B. die Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936, kommen nicht zu kurz und sind gut recherchiert. Der drohende Krieg, der im weiteren Verlauf eine immer größere Rolle spielt, schwebt über Sophie, ihrer Familie und ihren Freunden wie ein Damoklesschwert und man leidet mit einigen Charakteren sehr mit. Auch hier verbirgt sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart das ein oder andere Familiengeheimnis, das am Ende schlüssig aufgeklärt wird. Für Leser von Lucinda Riley kann ich Teresa Simons Romane allesamt uneingeschränkt empfehlen, da Gegenwart und Vergangenheit sich gleichermaßen die Waage halten und beide Zeiten von der Autorin immer gleich spannend und auch unterhaltsam erzählt werden, ohne dass irgendwelche Längen entstehen. Im Anhang findet sich ein historisches Nachwort der Autorin, in dem sie sich mit den Themen Kaffee, Verfolgung der Homosexuellen und dem berüchtigten Feuersturm in Hamburg beschäftigt. Außerdem gibt es noch 9 Kuchen- und Kaffeerezepte zum Nachbacken und Ausprobieren, die in der Geschichte Erwähnung finden. Fazit: Ein wiederum rundheraus gelungener Familienroman, der generationenübergreifend auf zwei Zeitebenen spielt und durch sympathische Charaktere und spannende Familiengeheimnisse überzeugt. Volle Empfehlung für Leser, die auch Lucinda Rileys Bücher mögen.












