Hinter goldenen Gittern
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Description
Book Information
Author Description
Choga Regina Egbeme wurde 1976 in Lagos, Nigeria, geboren. Zusammen mit ihrer deutschen Mutter verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend in einem Harem. Im Juli 2003 starb sie im frühen Alter von 27 Jahren.
Posts
Eine tragische Biografie
Das ist ein älterer Roman von 2001, den ich aus den aussortierten Büchern meiner Mutter gerettet habe. Die autobiografische Geschichte behandelt vor allem das Aufwachsen und das Leben der Autorin in einem nigerianischen Harem. Man kann einen intensiven Eindruck von der Kultur der Vielehe inklusive der Beleuchtung der Bilder der verschiedenen Geschlechterrollen bekommen. Gleichzeitig kann man auch einen kritischen Blick auf die besondere Form des Patriarchats und white supremacy werfen. Choga wächst als Kind der deutschen Lisa Hofmayer mit 76 Kindern und 48 weiteren Frauen ihres Vaters auf. Ihr Platz in dem innerfamilären Dorf ist vorbestimmt. Man bekommt den Eindruck, dass sie allein durch die Sonderstellung ihrer Mutter besonders privilegiert zu sein scheint. Im Besonderen das Ende zeigt aber, dass sie trotz der allerbesten Unterstützung der Ungerechtigkeit und Übermacht des Patriarchats nicht entkommt. Auf wen Choga aber immer zählen kann, ist Zeit ihres Lebens die Mutter. Im letzten Drittel behandelt der Roman auch die Aidskrise in Afrika, mit dem Fokus auf die Familie. Ich möchte gar nicht zu viel vorweggreifen. Die Autorin verstarb 2003, zwei Jahre nach Veröffentlichung des Textes, im Jungen Alter von 27 Jahren. Mit ihrem Werk hinterlässt sie neben schönen Abschnitten, die Hoffnung geben und empowernd wirken, eine traurige, ergreifende und tragische Autobiografie.
Eine bewegende und zugleich schockierende Biografie einer nigerianischen Frau
Die Autorin erzählt uns ihre Geschichte: sie nimmt uns mit in ihre glückliche Kindheit in einem Haarem einer nigerianischen Sekte. Ihre aus Deutschland stammende Mutter hatte sich dem Haarem mit ihrer Hochzeit als 33. Frau des Oberhauptes angeschlossen. Die Autorin genießt die Fürsorge und das Miteinander in dieser Großfamilie. Doch die behütete Welt zerbricht für sie mit ihrem Erwachsenwerden. Sie wird zwangsverheiratet mit einem gewalttätigen Mann. Die Aussichtslosigkeit ist erdrückend. Ungerechtigkeiten und Schicksalsschläge reihen sich unermüdlich aneinander. Dennoch findet die Autorin durch die Besinnung auf ihre Werte immer wieder neuen Mut und neue Stärke. Die Entwicklungen deuteten sich teilweise schon frühzeitig an, sind in ihrer genauen Ausprägung aber dennoch überraschend. Die Erzählung liest sich gut, die Kapitel sind kurz und klar. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet.
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Choga Regina Egbeme wurde 1976 in Lagos, Nigeria, geboren. Zusammen mit ihrer deutschen Mutter verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend in einem Harem. Im Juli 2003 starb sie im frühen Alter von 27 Jahren.
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Eine tragische Biografie
Das ist ein älterer Roman von 2001, den ich aus den aussortierten Büchern meiner Mutter gerettet habe. Die autobiografische Geschichte behandelt vor allem das Aufwachsen und das Leben der Autorin in einem nigerianischen Harem. Man kann einen intensiven Eindruck von der Kultur der Vielehe inklusive der Beleuchtung der Bilder der verschiedenen Geschlechterrollen bekommen. Gleichzeitig kann man auch einen kritischen Blick auf die besondere Form des Patriarchats und white supremacy werfen. Choga wächst als Kind der deutschen Lisa Hofmayer mit 76 Kindern und 48 weiteren Frauen ihres Vaters auf. Ihr Platz in dem innerfamilären Dorf ist vorbestimmt. Man bekommt den Eindruck, dass sie allein durch die Sonderstellung ihrer Mutter besonders privilegiert zu sein scheint. Im Besonderen das Ende zeigt aber, dass sie trotz der allerbesten Unterstützung der Ungerechtigkeit und Übermacht des Patriarchats nicht entkommt. Auf wen Choga aber immer zählen kann, ist Zeit ihres Lebens die Mutter. Im letzten Drittel behandelt der Roman auch die Aidskrise in Afrika, mit dem Fokus auf die Familie. Ich möchte gar nicht zu viel vorweggreifen. Die Autorin verstarb 2003, zwei Jahre nach Veröffentlichung des Textes, im Jungen Alter von 27 Jahren. Mit ihrem Werk hinterlässt sie neben schönen Abschnitten, die Hoffnung geben und empowernd wirken, eine traurige, ergreifende und tragische Autobiografie.
Eine bewegende und zugleich schockierende Biografie einer nigerianischen Frau
Die Autorin erzählt uns ihre Geschichte: sie nimmt uns mit in ihre glückliche Kindheit in einem Haarem einer nigerianischen Sekte. Ihre aus Deutschland stammende Mutter hatte sich dem Haarem mit ihrer Hochzeit als 33. Frau des Oberhauptes angeschlossen. Die Autorin genießt die Fürsorge und das Miteinander in dieser Großfamilie. Doch die behütete Welt zerbricht für sie mit ihrem Erwachsenwerden. Sie wird zwangsverheiratet mit einem gewalttätigen Mann. Die Aussichtslosigkeit ist erdrückend. Ungerechtigkeiten und Schicksalsschläge reihen sich unermüdlich aneinander. Dennoch findet die Autorin durch die Besinnung auf ihre Werte immer wieder neuen Mut und neue Stärke. Die Entwicklungen deuteten sich teilweise schon frühzeitig an, sind in ihrer genauen Ausprägung aber dennoch überraschend. Die Erzählung liest sich gut, die Kapitel sind kurz und klar. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet.








