Auf der Lauer liegen (Steidl Pocket)
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Description
Book Information
Author Description
Liz Nugent, geboren 1967 in Dublin, hat für irische Radio- und Fernsehsender und für das Theater geschrieben. Bereits ihr erster Roman Die Sünden meiner Väter, erschienen 2013, wurde ein großer Erfolg und Crime Novel of the Year bei den Irish Book Awards. Auch ihre folgenden Bücher Kleine Grausamkeiten (2020), von der New York Times sofort als einer der Most Recommended Thrillers of 2020 gelistet, Auf der Lauer liegen (2022) und Skin Deep (2018) wurden mit Preisen ausgezeichnet und landeten auf den irischen Bestsellerlisten. Ihr neuer Roman Seltsame Sally Diamond (2023, dt. 2024) ist Crime Novel of the Year bei den Irish Book Awards. Nugents Romane erscheinen in fünfzehn Sprachen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Manche Dinge bleiben nicht im verborgenen, egal wie tief man sie vergräbt…
Mein erster Liz Nugent – und ich bin echt baff! Es geht turbulent los mit einem Mord, den man vertuschen möchte. Am Anfang klappt das… so irgendwie. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was mir sehr gefallen hat. Der Schreibstil ist unbeschreiblich eigen: trocken, an vielen Stellen hart und doch irgendwie federleicht. Ich glaube, man muss es wirklich selbst lesen, um zu verstehen, was ich meine. Nach dem turbulenten Start hat es sich zwischendurch ein wenig gezogen. Aber die letzten 150 Seiten? Ich war komplett drin, war nicht mehr ansprechbar – und am Ende ehrlich geschockt und sprachlos. „Die seltsame Sally Diamond“ werde ich vermutlich nicht lesen können. Da wurde ich von meiner lieben Freundin @joka vorgewarnt, dass ein Thema vorkommt, das für mich nicht passt. Ich warte einfach, bis sie die nächsten Bücher liest und mir das Go gibt 🤭
Und auch hier wieder 5⭐️+ !!! 🤯 Liz Nugent ist eine absolute Meisterin gut konstruierte, spannende und tief abgründige Geschichten zu schreiben. Ich verstehe gar nicht, warum ihre Bücher als Roman betitelt werden. Es sind richtig gute Psychothriller! 😱 Anders wie bei "Seltsame Sally Diamond" dachte ich am Anfang bei "Auf der Lauer liegen", das es ein Spannungsroman ist, aber ab ca. der Hälfte wurde die Geschichte immer kranker. Die Autorin schafft Protagonisten, die ihres gleichen suchen und hat einen Faible für wirkliche Psychopathen. Der Plot Twist hat mich auch in diesem Buch wieder fassungslos zurückgelassen. 😱 Liz Nugent ist von nun an meine absolute Queen und ich werde alles, wirklich alles von ihr lesen.
Richtig gut... 🤗
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin hat einen wirklich angenehmen und fesselnden Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte hineinzieht. Es ist bereits das zweite Buch, das ich von Liz Nugent gelesen habe, und ich mag ihre Art zu schreiben wirklich sehr. 😊 Die Geschichte selbst ist äußerst vielseitig und bleibt bis zum Ende spannend. Ähnlich wie bei "Seltsame Sally Diamond"entwickelt sich die Handlung auf interessante und unerwartete Weise. Man weiß nie genau, in welche Richtung sich alles entwickeln wird und das mag ich besonders. 🤗 Die Geschichte fand ich die ganze Zeit über interessant und fesselnd. Das Ende fand ich einwenig hart 😅

„Manche Dinge bleiben nicht im Verborgenen, egal wie tief man sie vergräbt.“
Absolut großartig! Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil von Liz Nugent ist unglaublich fesselnd, flüssig und atmosphärisch – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist durchgehend spannend und hat mich immer neugieriger gemacht, wie sich alles weiterentwickelt. Besonders beeindruckt hat mich die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven der Charaktere. Dadurch bekommt die Handlung eine besondere Tiefe, und man taucht immer mehr in die Gedanken und Motive der Figuren ein. Genau das hat für mich den Reiz ausgemacht und die Spannung konstant hoch gehalten. Für mich fühlt sich das Buch ehrlich gesagt viel mehr wie ein Thriller an als wie ein klassischer Roman. Die düstere Atmosphäre, die psychologischen Elemente und die stetige Spannung haben mich komplett in den Bann gezogen. Nach diesem Buch steht für mich fest: Ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden. Ich werde definitiv noch viele weitere Bücher von Liz Nugent lesen. Eine absolute Leseempehlung 🙋🏻♀️🍂💙

Raffiniert!
Dieses Buch verdient mehr als die vergebenen 5 Sterne. Es beginnt mit einem Mord und dann wird aus Sicht der Beteiligten und der Familie über das Opfer und die Jahre nach dem Ereignis geschrieben. Ich habe mitgefiebert und gehofft und das Ende habe ich so nicht vorhergesehen. Raffiniert eingefädelt und durchgezogen. Mein Kompliment an die Autorin, die es das ganze Buch über verstanden hat, die Spannung aufzubauen und zu halten bis zum fulminanten Ende.
𝑴𝒆𝒍𝒂𝒏𝒄𝒉𝒐𝒍𝒊𝒔𝒄𝒉, 𝒆𝒓𝒅𝒓ü𝒄𝒌𝒆𝒏𝒅, 𝒏𝒂𝒄𝒉𝒘𝒊𝒓𝒌𝒆𝒏𝒅, 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝒎𝒂𝒏 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒛𝒖𝒌𝒍𝒂𝒑𝒑𝒕 𝒖𝒏𝒅 𝒗𝒆𝒓𝒈𝒊𝒔𝒔𝒕 🥺
Die Story wird aus mehreren, überschaubaren Perspektiven erzählt. Der Einstieg gestaltete sich für mich etwas holprig, aber nach & nach werden die Lebensumstände der einzelnen Protas aufgedeckt & man bekommt Einblicke in verschiedene Perspektiven. Hier wurden Zusammenhänge offengelegt, die nicht nur überraschen, sondern auch emotional belasten ❤️🩹 @liznugentwriter scheut sich nicht, sensible und gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen, wodurch eine durchgehend melancholische, teils erdrückende Atmosphäre entsteht. Die Spannung steigert sich langsam & die geschilderte Situation wurde zunehmend brisanter 😶 Vorallem Laurence' Kapitel haben mich sehr berührt ❤️🩹 Im Mittelteil verliert die Handlung jedoch stellenweise an Dynamik. Wiederholungen und kleine Längen lassen die Story zeitweise etwas dahinplätschern, bevor sie sich schließlich noch zuspitzt, verstört, aber nicht allumfassend glaubwürdig erscheint (für mich waren es ein paar Zufälle zu viel.) Das Ende hingegen hinterlässt einen bleibenden Eindruck! 𝑻𝒓𝒂𝒖𝒓𝒊𝒈, 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒄𝒌𝒊𝒆𝒓𝒆𝒏𝒅 & 𝒏𝒂𝒄𝒉𝒘𝒊𝒓𝒌𝒆𝒏𝒅 🥺 Fazit: Trotz kleiner Schwächen gelingt es der Autorin, wichtige gesellschaftliche Themen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen ❤️🩹 Insgesamt erzählt @liznugentwriter Geschichten, die schwer wiegen, unter die Haut gehen & lange nachwirken. Von mir gibt's eine Lesempfehlung 🫶

Familiendrama x Thriller
Nachdem mir „Seltsame Sally Diamond“ sooo so gut gefallen hat, war klar - ich MUSS eine weites Buch der Autorin lesen☝🏽 Die Geschichte hat sich im Großen und Ganzen angefühlt wie eine Mischung aus Familiendrama und Thriller (wobei der Thrill Aspekt bei „Seltsame Sally Diamond“ schon deutlich präsenter war). Wie erwartet war ich von Anfang an wieder voll drinn. Durch den Schreibstil der Autorin, fliegt man nur so durch die Seiten und die storyline hatte einen sehr guten roten Faden. Man merkt auf jeden Fall, dass Liz Nugent ein Händchen für außergewöhnliche, skurrile und soziopathische Charaktere hat. Gedanken werden absolut unverblümt rausgehauen😅😳 Gerade diese Unberechenbarkeit, hat das ganze so fesselnd für mich gemacht. 🤌🏽 Durch die Schreibweise wurden Situationen ab und zu, aus verschiedenen Blickwinkeln wiedergegeben. Dadurch konnte ich mich sehr gut in die Lage der verschiedenen Charaktere hineinversetzen. Trotzdem hat es sich diesmal an manchen Stellen ein wenig gezogen, sodass ich das Gefühl hatte, nicht ganz so gut voran zu kommen (im mittleren Teil der Geschichte). Ich hätte echt nicht mehr damit gerechnet, aber das Ende hat mir das Blut in den Adern gefrieren lassen! Ich war absolut schockiert🤯 An alle, die es noch nicht gelesen haben: Macht euch auf eine interessante Wendung gefasst 🙃 BookTok: sallylovesbooks Bookstagram: sallyandherbooks

Ein gutes Buch macht für mich aus, wenn die Geschichte mich bewegt, fesselt, überrascht oder einfach nur unterhält. Und dieser Roman hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Wir begleiten Laurence, der sehr behütet aufwächst, mit einem angesehenen Vater und einer Mutter, die ihn abgöttisch liebt. Warum dann jemand sterben muss, um dieses Familienglück aufrecht zu erhalten und warum dieser Mord der Anfang allen Übels ist und die Familie und vorallem Laurence noch jahrelang beschäftigt, erfährt man in dieser Geschichte. Das Ende hat mich einfach nur sprachlos zurückgelassen und ich bin mal wieder beeindruckt, was für wahnsinnige Geschichten Liz Nugent schreibt.

Eine spannende, düstere und psychologisch intensive Geschichte mit kleinen Schwächen im Finale, die auf jeden Fall fesselt.
Auf der Lauer liegen“ ist eine tragische Familiengeschichte, die von Anfang an fesselt und den Leser bis zum überraschenden Ende nicht mehr loslässt. Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Obwohl sich die Handlung durch einen klaren roten Faden auszeichnet, wird die Geschichte aus den Perspektiven verschiedener Charaktere erzählt. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild, das die Spannung konstant aufrechterhält – wirklich gelungen. Etwas irritierend fand ich jedoch die Einordnung als Roman. Für mich wirkt das Buch eher wie ein Psychothriller. Der Schreibstil von Liz Nugent ist dabei klar, präzise und sehr gut lesbar. Das Ende kam für mich unerwartet und stellt eine drastische Wendung dar. Gleichzeitig empfand ich die abschließenden Ereignisse als etwas abrupt: Innerhalb weniger Seiten überschlagen sich die Geschehnisse, etwa als Laurence einen Herzinfarkt erleidet und als Schwerstpflegefall überlebt. Hier hätte ich mir etwas mehr Raum für die Entwicklung gewünscht. Insgesamt ist das Buch eine „Psychonummer“, die zeigt, wie weit Menschen aus Besessenheit und Verzweiflung gehen können – bis hin zu erschütternden Entscheidungen innerhalb der eigenen Familie. Dies war mein erstes Buch von Liz Nugent, und ihr Schreibstil und Erzählform hat mich überzeugt. Ein kleiner Kritikpunkt am Rande: Das Taschenbuchformat empfand ich als etwas unhandlich.

EIN MUSS FÜR ALLE THRILLER FANS 😭❤️
Für mich 5 Sterne +++++ Ich muss ehrlich sagen: Das war mit Abstand der beste Thriller, den ich je gelesen habe. Lange Zeit dachte ich, Verity sei unschlagbar – aber Liz Nugent hat diesen Titel ganz klar abgelöst. Auf der Lauer liegen ist kein typischer Thriller, der nur mit Tempo und Wendungen arbeitet. Es ist ein psychologischer Thriller, der dich langsam, aber sicher zersetzt. Seite für Seite kriecht er unter deine Haut, bis du merkst, dass du völlig in dieser düsteren, verstörenden Welt gefangen bist. Liz Nugent schreibt mit einer Schärfe und Tiefe, die selten ist. Ihre Charaktere sind so real, so fehlerhaft, dass man sich fast unwohl fühlt, sie zu verstehen – und genau das macht diesen Roman so genial. Wer Thriller liebt, die nicht nur spannend, sondern auch seelisch aufwühlend sind, sollte Auf der Lauer liegen unbedingt lesen.❤️

Ein ungewöhnlicher Thriller
Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich mehr von Liz Nugent lesen. Aus diesem Grund zog auch „Auf der Lauer liegen“ von Liz Nugent, erschienen im Steidl Verlag, bei mir ein. Unbezahlte Werbung, da Buch selbst gekauft. Kurz zur Handlung: Eine Frau wird ermordet, und nur ihre Familie sucht nach ihr. Dabei führen ihre Mörder ihr Leben weiter. Doch nicht jeder kann mit dieser Schuld leben. Meine Meinung: Liz Nugent hat es einmal wieder geschafft, eine durch und durch ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese nicht ganz an „Die seltsame Sally Diamond“ herankam. Gut ausgearbeitete Charaktere runden eine wirklich interessante Storyline mit wichtigen Themen ab. Liz Nugent erzählt uns diese Geschichte rund um ein Verbrechen aus der Sicht der einzelnen Protagonisten: der Mörderin, der Schwester des Opfers und des Sohnes der Mörderin. Dabei blicke ich tief in die Seele dieser Personen und auch in die irische Gesellschaft. Wütend musste ich miterleben, wie diese die Rolle der Frau in der damaligen Zeit definierte und auch, wie verbohrt die Ansichten in der Gesellschaft waren. Lydia, die Mörderin, hasste ich von Seite zu Seite mehr, genau wie mein Mitleid für Laurence, Lydias Sohn, und Karen, die Schwester des Mordopfers, stieg. Auch wenn das Buch einige kleinere Längen in der Storyline aufwies, folgte ich kopfschüttelnd und gebannt der Handlung. Eine ungewöhnliche, lesenswerte Geschichte, die mich trotz einiger minimaler Durststrecken im Mittelteil gut unterhalten hat. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einmal Lust hat, einen etwas anderen Roman zu lesen. 4 von 5 Sternen.

Ungewöhnliche Story, ein abgründiger Psychothriller
Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich unbedingt mehr von Liz Nugent lesen. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese mich nicht ganz so sehr begeistert hat wie „Die seltsame Sally Diamond“. Es hat sich insbesondere im mittleren Teil sehr gezogen. Die Story dümpelt so vor sich hin. Meine Geduld und Ausdauer waren hier sehr gefordert, in der Hoffnung, dass es noch mindestens eine Wendung in der Story geben wird, so wie es in den anderen beiden Bücher der Autorin auch war. Ich habe es geahnt, am Ende siegt das Böse. Dennoch ein guter Psychothriller.
Ich hatte mich so auf ein weiteres Buch von Liz Nugent gefreut, da „Seltsame Sally Diamond“ einfach spitze war. Leider ist dieses Buch deutlich schwächer weggekommen. Die 350 Seiten haben sich für mich endlos angefühlt, da auf mind. 200 Seiten nicht sonderlich viel passiert. Den Anfang und das Ende fand ich gut und die Thematik der Geschichte war top. Überzeugen konnte es mich dennoch nicht auf ganzer Linie.
Wieder mal ein tolles Buch von Liz Nugent 😍
Triggerwarnung! Liz Nugent nimmt uns mit in einen psychologisch tiefgründigen Thriller, der ganz ohne klassische Actionszenen auskommt. Statt „Wer hat’s getan?“ fragt das Buch „Warum?“ – und genau das macht es so spannend und verstörend zugleich. Drei Stimmen führen uns durch die Geschichte: Lydia, die kontrollierende Mutter, deren Bedürfnis nach Macht und Ordnung erschreckend greifbar wird; ihr Sohn Laurence, der sich der Wahrheit stellen muss; und Karen, die Schwester der vermissten Annie Doyle, die unbeirrt nach Antworten sucht. Jede Perspektive zeigt neue Facetten von Schuld, Kontrolle und Familienbanden – und wie diese uns prägen können. Die Spannung baut sich langsam auf, fast schleichend, aber unaufhaltsam. Die Atmosphäre ist beklemmend, die Figuren meisterhaft gezeichnet. Die Sprache klar, die Geschichte dicht und eindringlich. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, weil man immer mehr begreifen will – und sich doch auch vor der Wahrheit fürchtet. „Auf der Lauer liegen“ ist für mich ein intensiver, leiser Thriller, der noch lange nachwirkt und tief unter die Haut geht. Fazit: Wer psychologische Spannung, komplexe Charaktere und raffinierte Erzählstrukturen liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich ein echtes Highlight!
Etwas zäh aber trotzdem lesenswert 🙂
Ich bin auf Liz Nugent aufgrund von "Seltsame Sally Diamond" aufmerksam geworden und wollte ein weiteres Buch von ihr lesen. Die Geschichte hat spannend begonnen, konnte die Spannung aber nicht durchgängig halten und hat sich zwischendrin etwas gezogen. Das Ende hat mich allerdings wieder abgeholt und - im positiven Sinne - schockiert zurück gelassen.
Subtil spannender Psychothriller - mit Akzent mer auf Psycho- als auf -Thriller. In der Klassengesellschaft Dublins der 80er Jahre stellen sich universelle Fragen nach Verbrechen, Wahrheit und Verdrängung.
Das Buch wird vom Verlag als "Roman" angeboten, nicht als Thriller oder Krimi, was beides ebenfalls passen würde. Im Mittelpunkt steht eine Familie der Oberschicht von Dublin Mitte der 80er.. Andrew ist Richter, Lydia seine Frau und Erbin eines prächtigen Hauses, Avalon, sowie besitzergreifende Mutter von Lawrence, dem einzigen Kind. Im Affekt tötet Andrew eine junge Frau, Annie. Lydia vertuscht die Tat und lässt die Leiche verschwinden, so dass die Familie des Opfers, vor allem ihre Schwester Karen, die Hoffnung, aber auch die Suche, nie aufgibt. Zwischen den Familien entsteht ein von Geheimnissen belastetes Beziehungsgeflecht. Und Annie war nicht der erste Todesfall im Umfeld von Avalon. Die Geschichte wird wechselweise aus den Perspektiven von Lawrence, Lydia und Karen erzählt. Als Leser hat man also den Durchblick und folgt den Figuren dabei, wie sie versuchen, sich mit ihrem bruchstückhaften Wissen einen Reim zu machen. Insbesondere daraus bezieht der im Grunde langsam erzählte Roman seine Spannung. Und aus dem Umstand, dass die ungewöhnliche Handlung einfach nicht absehbar ist und unerwartete Wendungen nimmt. Als Hauptthema des Romans würde ich den langen Schatten sehen, den ungesühnte Gewalttaten auf die vielen Menschen werfen, die von ihnen direkt oder indirekt berührt werden. Wichtig ist auch die Rolle unerkannt "toxischer" Persönlichkeiten auf ihr Umfeld. Interessanter. Das alles entwickelt sich, und das wäre der dritte wichtige Aspekt, in der ausgeprägten Klassengesellschaft des Irlands der 80er, noch immer dominiert von erzkonservativen katholischen Moralvorstellungen. Für mich ist der Roman toll und ungewöhnlich erzählt, ein Psychothriller, der ohne Tempo oder Sensation auskommt. Der Akzent liegt sicher mehr auf Psycho- als auf Thriller.
Absolute Empfehlung! Kaum jemand, außer Liz Nugent beherrscht diese Kunst der Eindringlichkeit. Es ist bemerkenswert, dass ihre Thriller nie nur auf offene primitive Darstellungen von abscheulichen Verbrechen begrenzt sind. Sie bettet ihre Figuren in den jeweiligen Zeitgeist. Jede von ihr getrieben vom eigenen Wesen, ja sogar ihren Lasten. Gut oder doch böse? In ihren sorgfältig durchwebten Büchern erweckt sie Figuren, die jenseits von klaren Eigenschaften agieren. Äußere Umstände wirken sich auf ihr Handeln aus. Gesellschaftliche Dynamiken, religiöse Sittenmoral, Klassenunterschiede, Privilegien und Emanzipation- all das versuchen sie zu beherrschen, bis sie nach und nach selbst davon beherrschen werden. Subtile Gesellschaftskritik folgt auf eigenwillige Charaktere, die letztlich immer an sich selbst zerbrechen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Liz Nugent, geboren 1967 in Dublin, hat für irische Radio- und Fernsehsender und für das Theater geschrieben. Bereits ihr erster Roman Die Sünden meiner Väter, erschienen 2013, wurde ein großer Erfolg und Crime Novel of the Year bei den Irish Book Awards. Auch ihre folgenden Bücher Kleine Grausamkeiten (2020), von der New York Times sofort als einer der Most Recommended Thrillers of 2020 gelistet, Auf der Lauer liegen (2022) und Skin Deep (2018) wurden mit Preisen ausgezeichnet und landeten auf den irischen Bestsellerlisten. Ihr neuer Roman Seltsame Sally Diamond (2023, dt. 2024) ist Crime Novel of the Year bei den Irish Book Awards. Nugents Romane erscheinen in fünfzehn Sprachen.
Posts
Manche Dinge bleiben nicht im verborgenen, egal wie tief man sie vergräbt…
Mein erster Liz Nugent – und ich bin echt baff! Es geht turbulent los mit einem Mord, den man vertuschen möchte. Am Anfang klappt das… so irgendwie. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was mir sehr gefallen hat. Der Schreibstil ist unbeschreiblich eigen: trocken, an vielen Stellen hart und doch irgendwie federleicht. Ich glaube, man muss es wirklich selbst lesen, um zu verstehen, was ich meine. Nach dem turbulenten Start hat es sich zwischendurch ein wenig gezogen. Aber die letzten 150 Seiten? Ich war komplett drin, war nicht mehr ansprechbar – und am Ende ehrlich geschockt und sprachlos. „Die seltsame Sally Diamond“ werde ich vermutlich nicht lesen können. Da wurde ich von meiner lieben Freundin @joka vorgewarnt, dass ein Thema vorkommt, das für mich nicht passt. Ich warte einfach, bis sie die nächsten Bücher liest und mir das Go gibt 🤭
Und auch hier wieder 5⭐️+ !!! 🤯 Liz Nugent ist eine absolute Meisterin gut konstruierte, spannende und tief abgründige Geschichten zu schreiben. Ich verstehe gar nicht, warum ihre Bücher als Roman betitelt werden. Es sind richtig gute Psychothriller! 😱 Anders wie bei "Seltsame Sally Diamond" dachte ich am Anfang bei "Auf der Lauer liegen", das es ein Spannungsroman ist, aber ab ca. der Hälfte wurde die Geschichte immer kranker. Die Autorin schafft Protagonisten, die ihres gleichen suchen und hat einen Faible für wirkliche Psychopathen. Der Plot Twist hat mich auch in diesem Buch wieder fassungslos zurückgelassen. 😱 Liz Nugent ist von nun an meine absolute Queen und ich werde alles, wirklich alles von ihr lesen.
Richtig gut... 🤗
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin hat einen wirklich angenehmen und fesselnden Schreibstil, der einen sofort in die Geschichte hineinzieht. Es ist bereits das zweite Buch, das ich von Liz Nugent gelesen habe, und ich mag ihre Art zu schreiben wirklich sehr. 😊 Die Geschichte selbst ist äußerst vielseitig und bleibt bis zum Ende spannend. Ähnlich wie bei "Seltsame Sally Diamond"entwickelt sich die Handlung auf interessante und unerwartete Weise. Man weiß nie genau, in welche Richtung sich alles entwickeln wird und das mag ich besonders. 🤗 Die Geschichte fand ich die ganze Zeit über interessant und fesselnd. Das Ende fand ich einwenig hart 😅

„Manche Dinge bleiben nicht im Verborgenen, egal wie tief man sie vergräbt.“
Absolut großartig! Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil von Liz Nugent ist unglaublich fesselnd, flüssig und atmosphärisch – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist durchgehend spannend und hat mich immer neugieriger gemacht, wie sich alles weiterentwickelt. Besonders beeindruckt hat mich die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven der Charaktere. Dadurch bekommt die Handlung eine besondere Tiefe, und man taucht immer mehr in die Gedanken und Motive der Figuren ein. Genau das hat für mich den Reiz ausgemacht und die Spannung konstant hoch gehalten. Für mich fühlt sich das Buch ehrlich gesagt viel mehr wie ein Thriller an als wie ein klassischer Roman. Die düstere Atmosphäre, die psychologischen Elemente und die stetige Spannung haben mich komplett in den Bann gezogen. Nach diesem Buch steht für mich fest: Ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden. Ich werde definitiv noch viele weitere Bücher von Liz Nugent lesen. Eine absolute Leseempehlung 🙋🏻♀️🍂💙

Raffiniert!
Dieses Buch verdient mehr als die vergebenen 5 Sterne. Es beginnt mit einem Mord und dann wird aus Sicht der Beteiligten und der Familie über das Opfer und die Jahre nach dem Ereignis geschrieben. Ich habe mitgefiebert und gehofft und das Ende habe ich so nicht vorhergesehen. Raffiniert eingefädelt und durchgezogen. Mein Kompliment an die Autorin, die es das ganze Buch über verstanden hat, die Spannung aufzubauen und zu halten bis zum fulminanten Ende.
𝑴𝒆𝒍𝒂𝒏𝒄𝒉𝒐𝒍𝒊𝒔𝒄𝒉, 𝒆𝒓𝒅𝒓ü𝒄𝒌𝒆𝒏𝒅, 𝒏𝒂𝒄𝒉𝒘𝒊𝒓𝒌𝒆𝒏𝒅, 𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆 𝒅𝒊𝒆 𝒎𝒂𝒏 𝒏𝒊𝒄𝒉𝒕 𝒆𝒊𝒏𝒇𝒂𝒄𝒉 𝒛𝒖𝒌𝒍𝒂𝒑𝒑𝒕 𝒖𝒏𝒅 𝒗𝒆𝒓𝒈𝒊𝒔𝒔𝒕 🥺
Die Story wird aus mehreren, überschaubaren Perspektiven erzählt. Der Einstieg gestaltete sich für mich etwas holprig, aber nach & nach werden die Lebensumstände der einzelnen Protas aufgedeckt & man bekommt Einblicke in verschiedene Perspektiven. Hier wurden Zusammenhänge offengelegt, die nicht nur überraschen, sondern auch emotional belasten ❤️🩹 @liznugentwriter scheut sich nicht, sensible und gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen, wodurch eine durchgehend melancholische, teils erdrückende Atmosphäre entsteht. Die Spannung steigert sich langsam & die geschilderte Situation wurde zunehmend brisanter 😶 Vorallem Laurence' Kapitel haben mich sehr berührt ❤️🩹 Im Mittelteil verliert die Handlung jedoch stellenweise an Dynamik. Wiederholungen und kleine Längen lassen die Story zeitweise etwas dahinplätschern, bevor sie sich schließlich noch zuspitzt, verstört, aber nicht allumfassend glaubwürdig erscheint (für mich waren es ein paar Zufälle zu viel.) Das Ende hingegen hinterlässt einen bleibenden Eindruck! 𝑻𝒓𝒂𝒖𝒓𝒊𝒈, 𝒔𝒄𝒉𝒐𝒄𝒌𝒊𝒆𝒓𝒆𝒏𝒅 & 𝒏𝒂𝒄𝒉𝒘𝒊𝒓𝒌𝒆𝒏𝒅 🥺 Fazit: Trotz kleiner Schwächen gelingt es der Autorin, wichtige gesellschaftliche Themen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen ❤️🩹 Insgesamt erzählt @liznugentwriter Geschichten, die schwer wiegen, unter die Haut gehen & lange nachwirken. Von mir gibt's eine Lesempfehlung 🫶

Familiendrama x Thriller
Nachdem mir „Seltsame Sally Diamond“ sooo so gut gefallen hat, war klar - ich MUSS eine weites Buch der Autorin lesen☝🏽 Die Geschichte hat sich im Großen und Ganzen angefühlt wie eine Mischung aus Familiendrama und Thriller (wobei der Thrill Aspekt bei „Seltsame Sally Diamond“ schon deutlich präsenter war). Wie erwartet war ich von Anfang an wieder voll drinn. Durch den Schreibstil der Autorin, fliegt man nur so durch die Seiten und die storyline hatte einen sehr guten roten Faden. Man merkt auf jeden Fall, dass Liz Nugent ein Händchen für außergewöhnliche, skurrile und soziopathische Charaktere hat. Gedanken werden absolut unverblümt rausgehauen😅😳 Gerade diese Unberechenbarkeit, hat das ganze so fesselnd für mich gemacht. 🤌🏽 Durch die Schreibweise wurden Situationen ab und zu, aus verschiedenen Blickwinkeln wiedergegeben. Dadurch konnte ich mich sehr gut in die Lage der verschiedenen Charaktere hineinversetzen. Trotzdem hat es sich diesmal an manchen Stellen ein wenig gezogen, sodass ich das Gefühl hatte, nicht ganz so gut voran zu kommen (im mittleren Teil der Geschichte). Ich hätte echt nicht mehr damit gerechnet, aber das Ende hat mir das Blut in den Adern gefrieren lassen! Ich war absolut schockiert🤯 An alle, die es noch nicht gelesen haben: Macht euch auf eine interessante Wendung gefasst 🙃 BookTok: sallylovesbooks Bookstagram: sallyandherbooks

Ein gutes Buch macht für mich aus, wenn die Geschichte mich bewegt, fesselt, überrascht oder einfach nur unterhält. Und dieser Roman hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Wir begleiten Laurence, der sehr behütet aufwächst, mit einem angesehenen Vater und einer Mutter, die ihn abgöttisch liebt. Warum dann jemand sterben muss, um dieses Familienglück aufrecht zu erhalten und warum dieser Mord der Anfang allen Übels ist und die Familie und vorallem Laurence noch jahrelang beschäftigt, erfährt man in dieser Geschichte. Das Ende hat mich einfach nur sprachlos zurückgelassen und ich bin mal wieder beeindruckt, was für wahnsinnige Geschichten Liz Nugent schreibt.

Eine spannende, düstere und psychologisch intensive Geschichte mit kleinen Schwächen im Finale, die auf jeden Fall fesselt.
Auf der Lauer liegen“ ist eine tragische Familiengeschichte, die von Anfang an fesselt und den Leser bis zum überraschenden Ende nicht mehr loslässt. Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Obwohl sich die Handlung durch einen klaren roten Faden auszeichnet, wird die Geschichte aus den Perspektiven verschiedener Charaktere erzählt. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild, das die Spannung konstant aufrechterhält – wirklich gelungen. Etwas irritierend fand ich jedoch die Einordnung als Roman. Für mich wirkt das Buch eher wie ein Psychothriller. Der Schreibstil von Liz Nugent ist dabei klar, präzise und sehr gut lesbar. Das Ende kam für mich unerwartet und stellt eine drastische Wendung dar. Gleichzeitig empfand ich die abschließenden Ereignisse als etwas abrupt: Innerhalb weniger Seiten überschlagen sich die Geschehnisse, etwa als Laurence einen Herzinfarkt erleidet und als Schwerstpflegefall überlebt. Hier hätte ich mir etwas mehr Raum für die Entwicklung gewünscht. Insgesamt ist das Buch eine „Psychonummer“, die zeigt, wie weit Menschen aus Besessenheit und Verzweiflung gehen können – bis hin zu erschütternden Entscheidungen innerhalb der eigenen Familie. Dies war mein erstes Buch von Liz Nugent, und ihr Schreibstil und Erzählform hat mich überzeugt. Ein kleiner Kritikpunkt am Rande: Das Taschenbuchformat empfand ich als etwas unhandlich.

EIN MUSS FÜR ALLE THRILLER FANS 😭❤️
Für mich 5 Sterne +++++ Ich muss ehrlich sagen: Das war mit Abstand der beste Thriller, den ich je gelesen habe. Lange Zeit dachte ich, Verity sei unschlagbar – aber Liz Nugent hat diesen Titel ganz klar abgelöst. Auf der Lauer liegen ist kein typischer Thriller, der nur mit Tempo und Wendungen arbeitet. Es ist ein psychologischer Thriller, der dich langsam, aber sicher zersetzt. Seite für Seite kriecht er unter deine Haut, bis du merkst, dass du völlig in dieser düsteren, verstörenden Welt gefangen bist. Liz Nugent schreibt mit einer Schärfe und Tiefe, die selten ist. Ihre Charaktere sind so real, so fehlerhaft, dass man sich fast unwohl fühlt, sie zu verstehen – und genau das macht diesen Roman so genial. Wer Thriller liebt, die nicht nur spannend, sondern auch seelisch aufwühlend sind, sollte Auf der Lauer liegen unbedingt lesen.❤️

Ein ungewöhnlicher Thriller
Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich mehr von Liz Nugent lesen. Aus diesem Grund zog auch „Auf der Lauer liegen“ von Liz Nugent, erschienen im Steidl Verlag, bei mir ein. Unbezahlte Werbung, da Buch selbst gekauft. Kurz zur Handlung: Eine Frau wird ermordet, und nur ihre Familie sucht nach ihr. Dabei führen ihre Mörder ihr Leben weiter. Doch nicht jeder kann mit dieser Schuld leben. Meine Meinung: Liz Nugent hat es einmal wieder geschafft, eine durch und durch ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese nicht ganz an „Die seltsame Sally Diamond“ herankam. Gut ausgearbeitete Charaktere runden eine wirklich interessante Storyline mit wichtigen Themen ab. Liz Nugent erzählt uns diese Geschichte rund um ein Verbrechen aus der Sicht der einzelnen Protagonisten: der Mörderin, der Schwester des Opfers und des Sohnes der Mörderin. Dabei blicke ich tief in die Seele dieser Personen und auch in die irische Gesellschaft. Wütend musste ich miterleben, wie diese die Rolle der Frau in der damaligen Zeit definierte und auch, wie verbohrt die Ansichten in der Gesellschaft waren. Lydia, die Mörderin, hasste ich von Seite zu Seite mehr, genau wie mein Mitleid für Laurence, Lydias Sohn, und Karen, die Schwester des Mordopfers, stieg. Auch wenn das Buch einige kleinere Längen in der Storyline aufwies, folgte ich kopfschüttelnd und gebannt der Handlung. Eine ungewöhnliche, lesenswerte Geschichte, die mich trotz einiger minimaler Durststrecken im Mittelteil gut unterhalten hat. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einmal Lust hat, einen etwas anderen Roman zu lesen. 4 von 5 Sternen.

Ungewöhnliche Story, ein abgründiger Psychothriller
Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich unbedingt mehr von Liz Nugent lesen. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese mich nicht ganz so sehr begeistert hat wie „Die seltsame Sally Diamond“. Es hat sich insbesondere im mittleren Teil sehr gezogen. Die Story dümpelt so vor sich hin. Meine Geduld und Ausdauer waren hier sehr gefordert, in der Hoffnung, dass es noch mindestens eine Wendung in der Story geben wird, so wie es in den anderen beiden Bücher der Autorin auch war. Ich habe es geahnt, am Ende siegt das Böse. Dennoch ein guter Psychothriller.
Ich hatte mich so auf ein weiteres Buch von Liz Nugent gefreut, da „Seltsame Sally Diamond“ einfach spitze war. Leider ist dieses Buch deutlich schwächer weggekommen. Die 350 Seiten haben sich für mich endlos angefühlt, da auf mind. 200 Seiten nicht sonderlich viel passiert. Den Anfang und das Ende fand ich gut und die Thematik der Geschichte war top. Überzeugen konnte es mich dennoch nicht auf ganzer Linie.
Wieder mal ein tolles Buch von Liz Nugent 😍
Triggerwarnung! Liz Nugent nimmt uns mit in einen psychologisch tiefgründigen Thriller, der ganz ohne klassische Actionszenen auskommt. Statt „Wer hat’s getan?“ fragt das Buch „Warum?“ – und genau das macht es so spannend und verstörend zugleich. Drei Stimmen führen uns durch die Geschichte: Lydia, die kontrollierende Mutter, deren Bedürfnis nach Macht und Ordnung erschreckend greifbar wird; ihr Sohn Laurence, der sich der Wahrheit stellen muss; und Karen, die Schwester der vermissten Annie Doyle, die unbeirrt nach Antworten sucht. Jede Perspektive zeigt neue Facetten von Schuld, Kontrolle und Familienbanden – und wie diese uns prägen können. Die Spannung baut sich langsam auf, fast schleichend, aber unaufhaltsam. Die Atmosphäre ist beklemmend, die Figuren meisterhaft gezeichnet. Die Sprache klar, die Geschichte dicht und eindringlich. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, weil man immer mehr begreifen will – und sich doch auch vor der Wahrheit fürchtet. „Auf der Lauer liegen“ ist für mich ein intensiver, leiser Thriller, der noch lange nachwirkt und tief unter die Haut geht. Fazit: Wer psychologische Spannung, komplexe Charaktere und raffinierte Erzählstrukturen liebt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich ein echtes Highlight!
Etwas zäh aber trotzdem lesenswert 🙂
Ich bin auf Liz Nugent aufgrund von "Seltsame Sally Diamond" aufmerksam geworden und wollte ein weiteres Buch von ihr lesen. Die Geschichte hat spannend begonnen, konnte die Spannung aber nicht durchgängig halten und hat sich zwischendrin etwas gezogen. Das Ende hat mich allerdings wieder abgeholt und - im positiven Sinne - schockiert zurück gelassen.
Subtil spannender Psychothriller - mit Akzent mer auf Psycho- als auf -Thriller. In der Klassengesellschaft Dublins der 80er Jahre stellen sich universelle Fragen nach Verbrechen, Wahrheit und Verdrängung.
Das Buch wird vom Verlag als "Roman" angeboten, nicht als Thriller oder Krimi, was beides ebenfalls passen würde. Im Mittelpunkt steht eine Familie der Oberschicht von Dublin Mitte der 80er.. Andrew ist Richter, Lydia seine Frau und Erbin eines prächtigen Hauses, Avalon, sowie besitzergreifende Mutter von Lawrence, dem einzigen Kind. Im Affekt tötet Andrew eine junge Frau, Annie. Lydia vertuscht die Tat und lässt die Leiche verschwinden, so dass die Familie des Opfers, vor allem ihre Schwester Karen, die Hoffnung, aber auch die Suche, nie aufgibt. Zwischen den Familien entsteht ein von Geheimnissen belastetes Beziehungsgeflecht. Und Annie war nicht der erste Todesfall im Umfeld von Avalon. Die Geschichte wird wechselweise aus den Perspektiven von Lawrence, Lydia und Karen erzählt. Als Leser hat man also den Durchblick und folgt den Figuren dabei, wie sie versuchen, sich mit ihrem bruchstückhaften Wissen einen Reim zu machen. Insbesondere daraus bezieht der im Grunde langsam erzählte Roman seine Spannung. Und aus dem Umstand, dass die ungewöhnliche Handlung einfach nicht absehbar ist und unerwartete Wendungen nimmt. Als Hauptthema des Romans würde ich den langen Schatten sehen, den ungesühnte Gewalttaten auf die vielen Menschen werfen, die von ihnen direkt oder indirekt berührt werden. Wichtig ist auch die Rolle unerkannt "toxischer" Persönlichkeiten auf ihr Umfeld. Interessanter. Das alles entwickelt sich, und das wäre der dritte wichtige Aspekt, in der ausgeprägten Klassengesellschaft des Irlands der 80er, noch immer dominiert von erzkonservativen katholischen Moralvorstellungen. Für mich ist der Roman toll und ungewöhnlich erzählt, ein Psychothriller, der ohne Tempo oder Sensation auskommt. Der Akzent liegt sicher mehr auf Psycho- als auf Thriller.
























