Das Pen!smuseum - Mit Texten von Jovana Reisinger, Sophia Süßmilch und Illustrationen von Andrea Z. Scharf
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Description
The art of not giving a fuck
Was für eine Genugtuung, zu lesen, wie lustvoll die Frauenfiguren von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger aus ihren Rollen ausbrechen, wie sie sich nehmen, was ihnen zusteht – ohne Rücksicht auf Verluste
Wütend, unberechenbar und ungezähmt – die Frauenfiguren von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger haben genug. Sie lassen sich nichts mehr gefallen, verhalten sich anders, als die Gesellschaft es von ihnen erwartet, sie leben anders, lieben anders, hassen anders. Sie wollen nicht funktionieren müssen, sie sind skrupellos und dabei bestechend originell. Während Anna hochschwanger fremdgeht, fotografiert Simone heimlich den schlaffen Penis ihres Mannes. Gabi rührt ihren One-Night-Stands morgens Salz in den Kaffee und die Chefin gewöhnt sich ihr Dauerlächeln mit einer Botoxbehandlung ab.
Wenn Mareike Fallwickl und Eva Reisinger gemeinsam ein Buch schreiben, entsteht ein literarisches Feuerwerk. Bitterböse, kompromisslos und dabei unfassbar lustig lesen sich die Geschichten, in denen Frauen aus ihrer Sozialisierung ausbrechen – ein Befreiungsschlag, eine Offenbarung, die Sensation des Bücherherbstes!
Mit Beiträgen von: Jovana Reisinger * und Sophia Süßmilch * illustriert von Andrea Z. Scharf *
1. Auflage Farbschnitt nach dem Gemälde »Weapon Choice« (Porträt Mareike Fallwickl) von Sophia Süßmilch
Book Information
Author Description
Mareike Fallwickl hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. »Die Wut, die bleibt« (Rowohlt 2022) wurde bei den Salzburger Festspielen inszeniert und wird 2026 verfilmt. »Und alle so still« (Rowohlt 2024) stand auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde auf die Bühne gebracht. Mareike Fallwickl setzt sich für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen Erzählstimmen.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Dieses Buch ist provokant, oft sehr lustig, manchmal unbequem und bricht Tabus. 🚨📖 Typisch für feministische Bücher, gab es auch hier immer wieder Situationen, die mich beim Lesen richtig provoziert und wütend gemacht haben. 💣 Die vertraute Mischung aus Augenrollen, innerem Schreien und Kopfschütteln war definitiv da. Umso mehr habe ich geliebt, dass die Autorinnen diese Momente auflösen indem sie Rollen umdrehen, Machtverhältnisse verschieben und Frauen zeigen, die laut sind, kompromisslos handeln und bewusst Tabus brechen. Frauen, die sich nicht erklären, nicht entschuldigen und einfach leben, wie sie es wollen ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Vorgaben. 👊🖤 Trotz all des Humors sind die Geschichten aber oft auch emotional. Zum Beispiel die Referenzen zu Gisèle Pelicot sind schmerzhaft und traurig und holen einen brutal auf den Boden der Realität zurück. 💔 Obwohl ich mich selbst als offen und sensibilisiert für feministische Themen sehe, hat mich manches im Buch trotzdem überwältigt. 💥 Die Frauen tun Dinge, die so radikal aus den gesellschaftlichen Normen ausbrechen, dass ich plötzlich gemerkt habe, wie sehr auch ich noch in den bekannten Strukturen denke und wie sehr ich selbst abwäge, was „erlaubt“ oder „normal“ ist. 🪞💭 Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight 📖✨. Die Illustrationen sind liebevoll, witzig und oft genauso provokant wie die Texte selbst. Besonders das kleine Daumenkino habe ich sehr gemocht. 🎨🔥

Fallwickl & Reisinger live mit „Penismuseum “
Feministische Kurzgeschichten, die es in sich haben durch ihre Provokation und die teilweise absurde Umkehrung der männlich-weiblichen Verhaltensweisen. Manches ist so überzogen, dass man hell auflachen muss, manches macht wütend, manches fassungslos, manches empfand ich als over the top, aber immer ist es frech und schonungslos, teils bitterbös und trotzdem witzig. Am 16. April konnte ich sie live auf ihrer Lesereise erleben im ausverkauften „Tollhaus“ in Karlsruhe, das war einerseits unterhaltsam und andererseits erhellend zu hören, wie bewusst Stilmittel der Umkehr eingesetzt werden. Und warum das eventuell Shitstorms auslöst, kann man sich mühelos vorstellen. Eine lesenswerte provokative Streitschrift, die sich flüssig liest und teilweise nicht nur bildlich gesprochen den Finger in die Wunde legt, wenn Übergriffe eines Mannes erbarmungslos gerächt werden.  

Der böse Feminismus 😈
Ein Buch das nicht um den heißen Brei herumredet, also tu ich es auch nicht. Es fühlte sich für mich an, wie Feminismus in der Pubertät. Laut, vulgär, fies und irgendwie (boss) bitchy 😜 In die Tiefe geht es eher nicht. Es handelt sich einfach um provokante Kurzgeschichten in denen Männer eher schlecht wegkommen - aber meistens zurecht. Wird das Buch die Welt verändern? Vermutlich nicht! Muss es das? Nein! Kann mans lesen? Kann man. Hat's Spaß gemacht? Am Anfang... Provozierende Provokation? Yep Nachhaltig? Probably not ... aber why not...Female Rage darf das. Viel mitzunehmen gibt es zwar nicht aber gab ja auch keinen Bildungsauftrag, oder? Männers macht einfach selbst eure Hausaufgaben😉 Kurzgesagt: Ich glaub viele Frauen hätten Spaß am Buch, mir persönlich wars zu flach 🙊
"Ich lieb's, ich höre die Tabus regelrecht splittern, während sie brechen." Für mich ist das Buch ein Gesamtkunstwerk! Angefangen von dem tollen Cover, über den Farbschnitt, hin zu den ersten Seiten, gestaltet nach einem Gemälde von Sophia Süßlich und der so angenehmen Haptik. Abgerundet durch die Zeichnungen von A. Z. Scharf im Innenteil. Dann dachte ich, es wären Kurzgeschichten. Mit nichten! Die Storys von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger greifen alle ineinander, ergänzt durch die Geschichten dreier weiterer Autorinnen (siehe Cover). Ein gewagtes und geglücktes Experiment. Es sind feministische Erzählstränge, die oft ganz harmlos beginnen und einem dann um die Ohren fliegen. Es geht um die Frauen und den Menschen, die als Frau gelesen werden möchten und deren Erlebnisse. Meist in Zusammenhang mit cis Männern. Selbstbestimmung was den eigenen Körper betrifft und ob man ein Kind austragen kann und will. Fragen darüber, "Wem gehört der öffentliche Raum? Wer plant ihn? Wer fühlt sich sicher, wer nicht?" Und dann diese juristische Frage, die mich auch schon so oft wütend gemacht hat und das nicht nur im Zusammenhang von Vergewaltigung. "Wenn Männer betrunken sind dabei, garantiert ihnen das Unzurechnungsfähigkeit. Wenn Frauen betrunken sind dabei, haben sie es selbst herausgefordert." Ein Kapitel war mir etwas zu sehr drüber, zu radikal. In der Gesamtheit musste ch oft Schmunzeln, war noch öfter wütend und hat mich einiges bestürzt, oder hat mich sehr nachdenklich gemacht. Z. B. diese Debatte um Bär und Mann im Wald, war an mir völlig vorüber gegangen. Hier nachgelesen macht es klar deutlich, wie sehr sich Frauen bedroht fühlen und das leider oft zu Recht. Daran hatte ich richtig zu kauen. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
ich liebe, wie all diese frauen und ihr erlebtes miteinander verwoben sind. es schafft ein gemeinschaftsgefühl!
provokant, laut und oft ziemlich lustig, gleichzeitig aber unbequem und stellenweise richtig schmerzhaft. es spielt mit tabus und dreht machtverhältnisse um, es zeigt frauen, die sich nicht erklären, entschuldigen oder anpassen. die geschichten ergeben am ende ein großes ganzes. sie beginnen oft harmlos und dann eskalieren sie auf eine weise, die mich gleichzeitig hat schmunzeln und irgendwie auch etwas innerlich zusammenzucken lassen. die mischung macht es besonders! hier trifft humor auf wut und leichtigkeit auf harte realitäten. ein paar passagen waren wirklich herausfordernd, weil sie so radikal mit gesellschaftlichen normen brechen – ich fand’s grandios. das buch zwingt, hinzuschauen! trotz aller zuspitzungen bleiben viele themen natürlich erschreckend real, besonders wenn es um gewalt, ungleichheit und doppelmoral geht.. das holt einen beim lesen auch immer wieder auf den boden der tatsachen zurück.
Mit Mareike Fallwickl habe ich oft so meine Schwierigkeiten, da ich ihre Schreibweise häufig zu aggressiv und absolut empfinde. Hier konnte es mich durch den Humor und die Absurdität überzeugen. Die überzogenen Szenen laden zum Nachdenken/ Umdenken ein. Eine Aussage, in der anschaulich beschrieben wird, wie wenig Schlaf Mütter bekommen und trotzdem ihre Kinder versorgen müssen, und ob man denn einer Erzieherin, die nur 4 Stunden Schlaf hatte, sein Kind anvertrauen würde, kann ich gar nicht teilen, denn auch diese sind oftmals Mütter oder haben aus anderen Gründen Schlafdefizite und müssen dennoch Kinder betreuen.
20 feministische Kurzgeschichten, die mich dazu bewegen, mich mehr mit Feminismus zu beschäftigen. ⚡🚺🙎♀️💥💪
Eines meiner Leseziele für 2026 lautet: Lies ein feministisches Buch". Davon habe ich einige auf dem Stapel ungelesener Bücher und so entschied ich mich als Erstes für DAS PEN!SMUSEUM von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger. 🍆🏛 Das Buch beinhaltet 20 feministische Kurzgeschichten - frech, provokativ, schonungslos offen und direkt. Erzählt wird von Frauen, die sich am Patriarchat rächen und es anklagen. Dabei gehen sie mitunter rabiat vor. Die Direktheit und Kompromisslosigkeit im Handeln der Personen fühlt sich ungewohnt an. Wir sind als Frauen so sozialisiert, stets sanft, zurückhaltend und harmonisch zu sein. In diesem Buch drehen die Frauen den Spieß um und handeln so, wie sonst nur Männer es tun. Zwar eignet es sich meiner Meinung nach nicht, um über patriarchalische Strukturen oder intersektionalen Feminismus aufzuklären, zumal hier gar nicht alle Aspekte abgebildet werden. Aber es macht durch seine Rollenumkehr auf das Thema aufmerksam. Deshalb freue ich mich über tiefergehende Lektüre, die auch schon in meinem Regal bereit steht.
Zusammenhalt leicht gemacht
Die Kurzgeschichten in diesem Buch haben sich so einfach weg gelassen, wie ein Snack zwischendurch. Innerhalb eines Tages war ich durch und ich war wirklich überrascht. Jedes Kapitel umfasst nur ca 10 Seiten, snacktauglich. Der Clue der Geschichte(n): alle hängen zusammen, jede Protagonistin taucht zwischendurch noch einmal auf. Das ist so schön. Wir sind alle miteinander verbunden. Ein (Frauen-)Netzwerk, das wir uns zunutze machen sollen. Auch wenn es leicht (weg) zu lesen ist, so schwerwiegend sind die übergreifenden Themen: Patriarchat, Frauenrollen, Gesellschaftsnormen, eigene Werte und Freiheit. Komplex und vielseitig betrachten wir all das, aus den unterschiedlichsten Lebensentwürfen. Sympathische Frauenfiguren nehmen uns mit. Und am Ende habe ich mir gewünscht mit ihnen da zu sitzen und gemeinsam alle Desserts auf der Karte zu bestellen, dabei zu lachen, zu quatschen und Pläne zu schmieden. Wir müssen alle zusammen halten!

Little Spoiler ahead ⚠️
Hm also, ich bin hier ein bisschen zwiegespalten. Es hat mir total Spaß gemacht, es zu lesen, das schon, und ich hatte es auch schnell durch. Die beiden Autorinnen schreiben feministische Literatur und auch dieses Buch ist sehr frauenrechtlerisch. Es sind mehrere kurze Geschichten über mehrere Frauen, die sich alle über fünf Ecken kennen. Mir war das Ganze aber zu extrem: Es gibt eine Kastration und mehrere Körperverletzungen und auch Morde an Männern und das sind nicht immer Vergewaltiger, sondern auch „nur normale“ Arschlöcher, sag ich mal. Das ist mir persönlich jetz zu krass. Ein Kapitel über eine völlig überforderte Mutter, die von ihren Mann kaum Unterstützung bekommt, hat mich besonders beeindruckt.
✨ Das Pen!smuseum – oder: Wenn Frauen endlich das tun, was Männer seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich dürfen.
Dieses Buch ist kein stiller Aufschrei – es ist ein kollektiver Schrei, ein literarisches Abrissunternehmen patriarchaler Etikette. Mareike Fallwickl & Eva Reisinger (plus ein paar ebenso geniale Mitstreiterinnen) liefern mit Das Pen!smuseum die wohl wildeste, frechste und befreiendste Antwort auf „The art of not giving a f*ck“. Hier wird nicht gebeten, hier wird genommen. Hier wird nicht gefragt, hier wird gefordert. Hier wird Weiblichkeit nicht erklärt – sie wird gelebt, lustvoll, wütend, witzig. Es ist laut, überdreht, manchmal absurd – und genau deshalb so richtig. Over the top? Absolut. Aber das ist ja gerade das Schöne: Es zeigt, dass wir nicht brav, angepasst oder „literarisch korrekt“ sein müssen, um Kunst zu schaffen, die kracht. Für alle, die keine Lust mehr haben, sich zu entschuldigen, wenn sie Platz einnehmen.
HIGHTLIGHT! Wie ein lauter Knall im stillen Raum - Feminismus gegossen in künstlerischen Gleichnissen
Ein Buch wie ein lauter Knall im stillen Raum der Prüderie – Das Pen!smuseum ist nichts weniger als eine Offenbarung in Sachen Witz, Wissen und Wagemut. Schon der Titel provoziert ein Schmunzeln, doch was folgt, ist weit mehr als ein billiger Gag: Es ist ein geistreicher, glänzend geschriebener Streifzug durch Kultur, Körper und Kuriositäten, der so viel Tiefgang hat, dass man sich zwischen Lachen, Staunen und Nachdenken kaum entscheiden kann. Frech, intelligent und mit einer Prise literarischer Eleganz, die beweist: Humor darf Niveau haben – ja, sogar, wenn’s um Penisse geht. Feine Ironie, scharfe Beobachtungen und eine wohldosierte Portion Selbstironie. Dieses Buch fordert dich auf, nicht einfach zu lesen, sondern den Sinn des Geschriebenen zu ergründen. Feminismus wird künstlerisch manchmal brutalen und ehrlichen Vergleichen aufgezeigt. Aufklärung darf Spaß machen, Tabus dürfen tanzen, und Intelligenz darf glitzern. Ein absolutes Highlight, das man nicht so schnell vergisst – und das mit einem Augenzwinkern die Grenzen zwischen Feuilleton und Feierlaune sprengt. Absolutes Highlight!
Wieder einmal ein Meisterwerk. Hab es in die Hand genommen und war nach gefühlten 10 Minuten durch. Flüssiger Schreibstil für angenehmes Lesen. Es passiert so viel. Ich musste mehrere Male laut lachen und war zwischendurch richtig wütend (auf nur knapp 200 Seiten!!!). Ich kann auch dieses Feministische Meisterwerk an alle empfehlen, die mit Provokation umgehen können und sich nicht direkt angegriffen fühlen, wenn sich eine Frau mal so verhält wie Männer es jeden Tag tun. Obwohl, vielleicht sollten gerade diese Menschen es lesen? „Wenn ihr ein Mann ein einzelnes geschissenes Fragezeichen schickt, will sie ihm das Handy so in den Arsch schieben, dass er mit den Eiern Candy Crush spielen kann" (S. 161)
Gute feministische Streitschrift, die den Finger in die Wunden legt. Auch wenn manche Storys schon grenzwertig waren.
Der feministische Kampf ist noch lange nicht vorbei. Das weiß jede Frau. Und nach Lesen dieses Buches müsste es auch jeder Mann wissen - theoretisch. Denn die Autorinnen legen hier in ihren Kurzgeschichten den Finger in jede einzelne Wunde - egal ob toxische Männlichkeit, Mansplaining, Mental Load, häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe. Alles wird schonungslos berichtet und seziert. Und auch wenn man selbst in einer gleichberechtigten Beziehung lebt - wie ich - wird man unweigerlich wütend. Wütend auf das System, wütend auf die Männer, wütend auf das Patriarchat. Und wird somit zum nachdenken angeregt, was in unserer Welt alles noch falsch läuft. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Geschichten miteinander verwoben wurden. Entweder weil bestimmte Charaktere wieder auftauchen oder Themen wieder aufgegriffen werden. Und das Buch hat definitiv Lust auf einen Besuch in einem Penismuseum, wie hier beschrieben. Das wäre sicherlich sehr interessant. Kleine Kritik. Einzelne Abschnitte sind schon echt heftig beschrieben, wo bspw. auch Übergriffe gegenüber Männern (als Rache) thematisiert werden oder Beschreibungen schon sehr plastisch (und eklig) sind. Daher ist das Buch evtl. nichts für zarte Gemüter. Und manchmal wird auch in der österreichischen Mundart geschrieben; das war ein bißchen anstrengend zu lesen. Aber da sist wirklich ein subjektives Empfinden. Mein Fazit: Frauen schlagen hier literarisch zurück. Hoffentlich wird diese Streitschrift erhört.

Sehr unbequem, sehr humorvoll, sehr böse, sehr befreiend, sehr lesenswert.
"Naja, aber man kann halt auch als Feministin nicht alles richtig machen. Ist das wirklich so, denkt Sophia, oder sind alle nur zu feige?" Die Frauen in dem Buch verhalten sich anders, als die Welt es von ihnen erwartet und das, ohne sich dafür zu rechtfertigen oder zu schämen. Die Kurzgeschichten greifen nach und nach ineinander und verweben sich zu einem Gesamtbild. Female rage vom feinsten, große Empfehlung.
Auf jeden Fall dein nächster 5-Star-Read!!! Scharfzüngig, Schwarzhumorig, On-Point und voller (trauriger) Wahrheiten. Sehr viel mehr möchte ich gar nicht sagen, da ihr dieses Buch einfach selbst erleben müsst! Wir wissen ja, dass Mareike Fallwickl und Eva Reisinger schreiben können, aber was hier geschaffen wurde, war so nicht vorauszusehen – ich finde es grandios. Bitte RENNT zur Buchhandlung und kauft euch dieses Buch.
Die Frau und ihre Geschichte
Eine Sammlung von vielen kleinen Geschichten, die alle miteinander zusammenhängen. Frauen, die wütend sind, ungezähmt und unberechenbar. Alle haben keine Lust mehr. Se haben genug, immer gefallen zu wollen, sich so zu verhalten wie die Gesellschaft es von ihnen will. Simone fotografiert den Penis ihres Mannes und Michaela macht daraus in ihrer Kunstgalerie eine Fotostrecke. Maria unterstützt Frauen beim Schwangerschaftsabbruch mithilfe von Anna, die hochschwanger fremd geht und es genießt von Männern in ihrer Schwangerschaft als Frau und nicht als Gebärmaschine gesehen zu werden. En paar ältere Damen in einem Altersheim „kümmern“ sich um das Verschwinden von alten Männern , die in ihrem Alter nichts besseres zu tun haben als sich an den jungen Pflegerinnen zu ergötzen. „Wer gemocht werden will, muss die Menschen um sich zum Lachen bringen.“ Ich musste das Buch ein wenig sacken lassen, um mir im Klaren zu sein, was ich darüber schreiben will. Zuallerst ist es ein sehr wichtiges Buch, schon mit einer gewissen Satire im Buchnamen. Es sind kurzweilige Kapitel, in denen deutlich gezeigt wird, welche Themen in der Gesellschaft heute (immer noch) mit Frau verbunden werden, bei denen Frau benachteiligt wird oder sich Frau mit beschäftigen muss. Teilweise mit Witz, aber auch bitterböse und vielleicht auch etwas überzogen, wird in einigen Kapiteln das Aussehen einer Frau thematisiert, in einem anderen geht es um die Objektifizierung eines weiblichen Körpers oder um die Benimmregeln für Frauen. Die Themen sind in einen Roman umgesetzt, so dass die Frauen immer wieder erscheinen und am Ende auch das Ganze ein Bild ergibt. Ganz spannender Aufbau eines Buchs, toll umgesetzt! Immer wieder wichtig, Frauen durch solche Bücher eine Stimme zu geben. Lest es und versteht, was in der Welt passiert. „Als Gott die Erde erschuf, sagte er ‚Einen perfekten Mann findet man an jeder Ecke.‘ und dann machte er die Erde rund.“
Absurd, humorvoll, herrlich scharfzüngig und wunderschön gestaltet. Mareike Fallwickl, Jovana Reisinger und Sophia Süßmilch haben hier wirklich einen tollen Kurzgeschichtenband geschrieben. Da viele der Erzählungen miteinander verbunden sind, wirkt das Buch eher wie ein Roman in Episoden als eine klassische Sammlung einzelner Geschichten, was mir richtig gut gefallen hat. Oft geht es darum, was passieren würde, wenn wir Frauen die uns vom Patriarchat auferlegten Rollen einfach ablegen und den Spieß umdrehen. Wenn wir uns erlauben, einfach zu leben, wie wir wollen, ohne uns ständig Gedanken zu machen, ob wir attraktiv, mütterlich oder kompetent genug sind. Besonders hängen geblieben ist mir die Geschichte über den Unterschied, ob man nachts von einem Mann oder von einem Bären gejagt und angegriffen wird. Dieser Vergleich geht einem als Frau wirklich unter die Haut. Das Buch ist ein Plädoyer für mehr Zusammenhalt unter Frauen und zeigt mit viel Witz und Schärfe, wie absurd vieles ist, was wir uns gefallen lassen, besonders wenn man den Blick einmal umkehrt. Ein starkes Buch, das sehr provokativ und scharfzüngig ist, aber durch seinen absurden Humor und seine klugen Beobachtungen einen ganz eigenen Charme entfaltet. *unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
Es drängt und quillt und drängelt die Wut aus mir.
Mit einer Heftigkeit, dass mir in den 24 Stunden des Lesens durchgehend übel ist. Deshalb les ich keine feministischen Bücher mehr. Weil sie die Tür zu zu meiner Wut aufmachen, die ich so brav sorgsam lächelnd verschlossen halt, weil mit Wut kommt man ja nicht voran. Da muss man diplomatisch sein, das muss man schon verstehen, sind ja nicht alle Männer so nicht wahr? Man will ja die nicht verschrecken, die eh nicht vergewaltigen und schlagen und verfolgen und misshandeln. Und deshalb halt ich den Deckel zu, weil ich sonst alles verscheiß, was mir lieb ist: die Beziehung und die Arbeit und die Familie. Weil denen sind Frauenrechte halt schon ein bisserl zur radikal. Also bis mir jetzt jemand schreibt, wo ich meine Wut in etwas produktives umwandeln kann, in etwas, das nichts zerstört als das Patriarchat, les ich sowas jetzt nicht mehr, weil regelmäßig den Deckel aufmachen und trotzdem brav lächeln, das schaff ich nicht.

Female Rage at it's best
Als ich über dieses Buch mit einer Freundin sprach mussten wir sehr viel lachen! Ich erzählte von den unfreiwilligen Dickpics und ein Freund der zuhörte meinte später: "Ja aber findet ihr nicht, dass ihr da ein wenig radikal seid? So ein Fehlverhalten dann umzudrehen ist ja auch nicht richtig!" Ach was? Merken wir da nicht den Unterschied? Frauen schreiben nur darüber. Frauen verarbeiten das was ihnen seit Menschengedenken angetan wird einfach nur in Büchern... wie ist das denn mit Männer? Achso, stimmt! Die leben das aus! Na wenn das bedeutet, radikal zu sein. Ja dann bin ichs gern und bin froh, dass Mareike, Eva, Jovana, Andrea und Sophia es auch sind! Und das so stark! Witzig, abwechslungsreich und bestimmt ein Wiederholungslesen wert!

Ich muss ehrlich sagen, ich war leider nicht darauf vorbereitet, dass „Das Penismuseum“ eher aus Kurzgeschichten besteht als aus einer durchgehenden Handlung. Zwar tauchen einige Charaktere immer wieder auf und sind lose miteinander verbunden, aber ein roter Faden hat mir persönlich gefehlt. Der Humor konnte mich insgesamt leider gar nicht abholen. Nur die Geschichte „Was machst du schon wieder für ein Theater“ hat mir ein kleines Schmunzeln entlockt, der Rest blieb für mich eher flach. Was ich aber wirklich hervorheben muss, das Buch ist optisch ein echtes Highlight! Die Gestaltung ist wunderschön und die Illustrationen sind super kreativ und witzig - definitiv ein Hingucker im Regal. Schade, ich hatte mir mehr erhofft.

Schon der Titel schreit: „Hier wird nicht gekuschelt!“ – und genau das hält „Das Pen!smuseum“ auch ein. Mareike Fallwickl und Eva Reisinger, unterstützt von feministischen Mitstreiterinnen wie Jovana Reisinger, Sophia Süßmilch und Illustratorin Andrea Z. Scharf, liefern ein Buch, das gleichermaßen provoziert, unterhält und entlarvt. Die Geschichten sind so divers in Form und Ton wie die Frauenfiguren, die darin auftreten: mal innerer Monolog, mal Chatprotokoll, mal fast schon ein liturgisches Gebet. Was sie verbindet, ist die kompromisslose Weigerung, sich den Erwartungen patriarchaler Rollenbilder zu beugen. Anna, Simone, Gabi & Co. sind wütend, klug und furchtbar lustig – und sie nehmen sich das Recht, ihre Wut kreativ und mitunter ziemlich unkonventionell zu kanalisieren. Salzkörner im Espresso sind da nur der milde Einstieg. Thematisch ist das Buch ebenso breit aufgestellt wie pointiert: Von Alltagssexismus und Care-Arbeit über Bodyshaming bis hin zu gesellschaftlich brisanten Themen wie Abtreibungsrecht, sexualisierte Gewalt und der Rezeption weiblicher Kunst. Selbst virale Debatten wie „Mann oder Bär“ finden ihren Weg ins literarische Geschehen – immer mit einer Mischung aus Schärfe, Humor und radikaler Ehrlichkeit. Was „Das Pen!smuseum“ besonders macht, ist die Balance zwischen knallharter Gesellschaftsanalyse und der Freude an weiblicher Solidarität. Trotz der teils düsteren Themen strahlt das Buch eine fast ansteckende Wärme aus – als säße man mit einer Gruppe entschlossener Freundinnen am Küchentisch, die im einen Moment Rachepläne schmieden und im nächsten herzlich lachen. Die Sprache ist pointiert, bissig und manchmal so direkt, dass man unwillkürlich auflacht – und dann kurz innehält, weil die Pointe eigentlich ein Schlag in die Magengrube ist. Die Illustrationen von Andrea Z. Scharf und die visuelle Gestaltung in hautfarbenem Rosa setzen einen subversiven, fast ironischen Rahmen. „Das Pen!smuseum“ ist ein literarischer Befreiungsschlag, der keine Lust auf leise Kompromisse hat. Es ist gleichzeitig eine anarchische Satire und eine ernste Bestandsaufnahme der Geschlechterungleichheit. Wer scharfe Feder, schwarzhumorige Erzählungen und feministische Wucht mag, wird hier nicht nur bestens unterhalten, sondern auch ermutigt, selbst aktiv zu werden – ob mit Salzkörnern, Solidarität oder einem beherzten „Nein“. „Das Pen!smuseum“ ist wie ein feministischer Schlag ins Gesicht – schmerzhaft, befreiend und verdammt unterhaltsam.

Female Rage at its best. Für alle Frauen bestens geeignet, vor allem aber für die, die - wie wir ja fast alle - unter Männern gelittet haben oder immer noch leiden und die es manchen von ihnen nur zu gerne heimzahlen wollen. (: Dieses Buch macht Spaß, entspannt und beruhigt. Wenn Frauen zusammenhalten, können wir was verändern.
Das Buch besteht aus einzelnen Kurzgeschichten von ganz besonderen und starken Frauen. Ich habe so viele gefühlt in diesen wenigen Seiten und gerade die schonungslose Art und die wenngleich ruhige Erzählweise haben mich gefesselt. Themen wie Verkehr in der Schwangerschaft und die Tabuisierung von Abbrüchen werden thematisiert und realistisch dargestellt Besonders hervorragend ist auch das Hörbuch, das von den Autorinnen abwechselnd gelesen wird. Ganz große Klasse.
Großartig!!! Es werden alle Themen aufgegriffen, mit denen Frauen sich im patriarchalischen System tagtäglich auseinandersetzen müssen. Ungleichheit, Erwartungen, Körperpolitik, Machtstrukturen; nichts wird ausgelassen. Es ist klug, gefühlvoll, amüsant, eindringlich und literarisch stark verarbeitet. Und vor allem Dingen ist es so verdammt wahr!! Ein wichtiges, wütendes und zugleich empowerndes Buch, das lange nachhallt. Ich bin absolut begeistert!
Provokative Kurzgeschichten über Frauen, die alle miteinander verwoben sind. Traurig und wahr, teilweise aggressiv und absurd werden hier nahezu alle Bereiche weiblicher Gleichberechtigung und toxischer Männlichkeit thematisiert und auf die Spitze getrieben. Wichtig und richtig. Gute Denkanstöße, dennoch für mich persönlich an einigen Stellen zu derb.
Wow, einfach nur wow 🤩!
Das Pen!smuseum von Mareike Fallwickl & Eva Reisinger Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich habe es als unglaublich frech, witzig und gleichzeitig messerscharf erlebt. Beim Lesen war ich ständig zwischen lautem Lachen und wütendem Kopfnicken hin- und hergerissen, weil es so punktgenau gesellschaftliche Absurditäten entlarvt. Was mir besonders gefallen hat: es fühlt sich an wie ein feministischer Befreiungsschlag, der gleichzeitig unterhält und provoziert. Die Sprache ist energiegeladen, die Szenen sind absurd, aber auf den Punkt, und die Haltung dahinter hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Es war für mich eine dieser Lektüren, bei der man beim Umblättern schon gespannt ist, mit welchem Tabubruch oder Aha-Moment es weitergeht. Kurz gesagt: mutig, klug, rotzig und absolut lesenswert. Für mich ein Highlight dieses Jahres. ★★★★★ (5 von 5 Sternen)
Das Buch ist eine Sammlung feministischer Kurzgeschichten, in denen es um alteingesessene Rollenbilder geht und darum, aus diesen auszubrechen und/oder die Rollen sogar einmal umzudrehen. Es geht um Rache und um Selbstbestimmung. Die Szenen sind teilweise super überdreht, lustig und selbstironisch, aber auch emotional und wütend. Alle Geschichten sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden. Für mich war es von Anfang bis Ende ein großartiges Leseerlebnis, es macht Frauen stark und gibt ihnen Mut. Wer Lust auf ein empowerndes, freches Buch hat, das patriarchale Strukturen durchbricht, wird hier zu 100 % fündig. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Wow, was bitte war das denn?! Dieses Buch ist eine absolute Abrissparty in Papierform - und ich habe wirklich jede Seite davon geliebt. 😍 Was Mareike Fallwickl und Eva Reisinger mit 'Das Pen!smuseum' auf die Beine gestellt haben, hat mich so gut unterhalten wie schon lange nichts mehr. Erwähnen werden müssen unbedingt auch die großartigen Special Guests Jovana Reisinger und Sophia Süssmilch sowie die wunderbaren Illustrationen von Andrea Z. Scharf, die das ganze perfekt abrunden. Schon das Daumenkino unten rechts, wo sonst die Seitenzahl steht, ist ein Highlight für sich. 😂 Die Texte bestehen aus kurzen Geschichten oder Dialogen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen und sich dann doch immer wieder miteinander verweben. Frauen feiern das zügellose Schlemmen, kämpfen für Selbstbestimmung über ihren Körper, holen sich, was sie brauchen, fordern einen Heimweg ohne Angst - und zeigen dem Patriarchat dabei genussvoll den Mittelfinger. Natürlich ist manches bewusst überzeichnet, aber genau das hat mich beim Lesen ständig nicken, lachen, wütend werden oder den Protagonistinnen innerlich ein High Five geben lassen. Ein Buch, das wirklich viele Lesen sollten - und außerdem ein großartiges Geschenk, zum Beispiel zu Weihnachten, für all eure Freundinnen. Von mir gibt's eine dicke fette Leseempfehlung.

Eine amüsante Ansammlung, überrraschenderweise zusammenhängender, Kurzgeschichten, die sich alle feministischen Themen annehmen und in denen Frauen selbst zu Täterinnen werden (aber in lustig, I swear).
Mareike Fallwickl und Eva Reisinger ist es gelungen, kurze empowernde (teils böse, aber lustige) Geschichten zu schreiben aus und zu Situationen, die vermutlich jeder von uns aus dem eigenen (Leidens-)Alltag bekannt sind: Die Bilder des Pen!s eines fremdgehenden Mannes landen in einem Museum. Eine Frau, die nachts im Dunkeln verfolgt wird von einem Mann (Achtung, Spoiler), verwandelt sich in einen Bären und kämpft zurück. Eine andere betäubt ihre One-Night-Stands (die "guten Jungs", die ja ganz anders sind, aber trotzdem die vermeintlich Trunkenheit einer Frau ausnutzen) und nutzt ihr angezaptfes Blut für ein Portät von Gisele Pelicot. Da ich ganz ohne Erwartungen an das Buch heranging, war ich erstmal irritiert - war aber ab dem zweiten Kapitel dann amüsiert. Ich kann "Das Pen!smuseum" auf jeden Fall weiterempfehlen (aber Achtung: wer intersektional-feministische Themen erwartet, wird hier enttäuscht werden - es sind überwiegend eher weiß-feministische Thematiken, die illustriert werden).
Ein Gesamtkunstwerk! Jede Seite war mir eine Freude - hat mich erinnert, meinen Blick geschärft, ermuntert, wütend gemacht und zum Lachen gebracht. Ein Buch, das auf Wahrheiten basiert und sogleich manche Fantasien belebt, ausspricht, durchs Lesen lebendig werden lässt. Eigentlich ist es auch nicht nur ein Buch, sondern eine Erfahrung - eine Zumutung im besten Sinne!
„Das getrocknete Blut auf der Leinwand ist dunkel, mehr braun als rot, und riecht nach Malz. Ich streiche mit dem Zeigefinger über das, was ich schon gemalt habe. Neben mir auf dem Schreibtisch breite ich die Bilder von Giséle Pélicot aus, die ich an der Uni ausgedruckt habe. Mit demselben Finger streiche ich sanft über ihr Gesicht. Zuerst habe ich gedacht, ich male die Männer, beobachte sie beim Schlafen, bilde sie ab. Aber dann als der Erste betäubt vor mir lag, damals noch auf dem Teppichboden, weil ich nicht gewusst hatte, dass das Zeug so schnell wirkt, wollte ich ihn nicht verewigen, nicht zu einem Kunstwerk machen. Sein Gesicht und der Körper bedeuteten mir nichts. Aber das Gesicht und der Körper von Giséle Pélicot bedeuten mir viel. Denn ihr Gesicht ist das von uns allen, und ihr Körper ist der von uns allen.“
Fantastisches Buch - Feminismus pur!
Ich habe mich heute spontan entschlossen das Buch anzufangen und schwups hab ich es durchgelesen. Es ist ein absolut geniales Buch, welches uns durch verschiedene Perspektiven/Geschichten mitnimmt in das Leben wundervoller Frauen, die auf ihre eigene bezaubernde Weise mit den weiblichen Missständen umgehen. Absolut lesenswert, witzig, ernst, krass und doch wirklich ein Atemzug für uns Frauen. Absolutes Highlight
Überspitzt, aber genau deshalb so grandios!
Das ist mein erstes Buch von Mareike Fallwickl und definitiv auch nicht mein letztes! Das Penismuseum hat mich auf jeden Fall eiskalt erwischt. Es handelt von verschiedenen Frauen, die Dinge tun, die nicht in das gesellschaftliche Bild einer Frau passen. Dabei sind manche Handlungen so überzogen und teilweise auch sehr brutal, dass man kurz schlucken muss. Dennoch haben mir diese überspitzten Darstellungen genau deshalb so gut gefallen. Manchmal ertappt man sich auch selbst dabei, dass man selber noch ziemlich fest in der patriarchalischen Denkweise feststeckt. Alles in allem ein sehr gutes, gelungenes Buch, das den ein oder anderen vielleicht provozieren könnte und das auch sollte 😉
Bitter böser weiblicher Humor trifft weibliche Realitäten
In „Das Pen!smuseum“ versammeln sich eine Reihe Erzählungen und andere kreative erzählende Formate (z.B. WhatsApp-Verläufe) zu einem gemeinsamen Ganzen. Aufgereiht wie Perlen zu einer Kette? Hmm, vielleicht nicht ganz. Eher wie die Glieder der Kette einer Kettensäge. Frustriert, desillusioniert, robust, rabiat, wild, lustvoll, rachedurstig oder gar mörderisch betreten hier die verschiedensten Frauen die Bühne und machen sie zu ihrem Raum. Ist manches grob überspitzt? Ja! Ich habe teilweise Tränen gelacht. Es ist diese kernige und urwüchsige Art Humor, wie ich sie bisher nur bei österreichischen Autorinnen gelesen habe (und wachsend liebe). Doch darunter liegt ein bitterer Kern von Hilflosigkeit, Enttäuschung und Wut, die wohl beinahe jede weibliche Person irgendwann gefühlt hat oder immer wieder fühlen muss, wenn sie ehrlich ist. Und so sind es die bedrückenden Momente und Aussagen, die mich aus dem Lachen zurück holen, in weibliche Realitäten, die längst keine mehr sein sollten. Aber auch die herausfordernden und wut-mut-machenden Gedanken bleiben hängen und tun was… was auch immer.

Leseempfehlung- feministische Literatur
Das Buch wird von verschiedenen Autorinnen in Form von Kurzgeschichten erzählt. Immer drehen sich die Themen um Frauen. Manche machen einen wütend, lassen eine den Kopf schütteln. Aber es gibt eben auch Geschichten, die mich nachdenklich gestimmt haben. So hatte ich das nie gesehen, aber es stimmt. Alles in allem eine Bereicherung für alle, die sich mit ihrer Rolle als Frau auseinandersetzen möchten. Lesenswert!
Feministisch, bittersüß, wahr, provokativ, GROSSARTIG!
In „Das PEN!smuseum“ finden sich Kurzgeschichten, die alle Themen beinhalten, die Flinta* in patriarchalischen Strukturen und System betreffen, beeinflussen, bedrängen und einengen. Ich liebe die Form und den Schreibstil der Geschichten, die zwar humorvoll provokant formuliert sind, aber nichts anderes als die Wahrheit darstellen. Unbedingt lesen! Mareike Fallwickl findet einfach in jedem ihrer Bücher die richtigen Themen und Worte, um patriarchale Strukuren aufzuzeigen. Große Empfehlung!

Stellenweise absurd, immer unterhaltsam und gesellschaftlich wichtig: ein Buch, das man lesen sollte
„Das Pen!smuseum“ hat mich neugierig gemacht, weil schon der Titel und das Cover provozieren. Genau das liefert das Buch dann auch: Texte, die laut, wütend und manchmal absurd sind. Das Cover sieht auch klasse aus. Es spielt bewusst mit der Form eines männlichen Geschlechtsteils (inklusive visueller Verfremdung). Das Buch versammelt mehrere kürzere, ineinandergreifende Geschichten. Meist stehen Frauen im Zentrum, die aus ihrer Sozialisation ausbrechen – radikal, rachsüchtig, befreiend oder eben auf eine Weise, die sonst gern als „egoistisch“ abgestempelt wird. Die Texte zeigen Alltagsrealitäten und Abgründe zugleich. Wichtig finde ich, dass das Buch gesellschaftliche Anstöße gibt: Es legt den Finger in Wunden, die sonst tabuisiert werden, und macht sichtbar, wie Machtverhältnisse kippen könnten. Humor ist auch da, aber eher bitter wie schwarzer Kaffee. Man lacht, während es gleichzeitig weh tut und genau das macht die Stärke der Texte aus.
Wird wohl Diskussionen auslösen
Eines vorweg- zum Kauf gibt es das Buch ab: Dienstag, 02. September 2025. Ich bekam ein Lese- Exemplar, daher kann ich euch meine Rezension geben. Ich las es heute, Sonntag, 31.08.2025, fast in einem Rutsch. Meine Meinung: - erfrischend frech - mit pechschwarzen, bitterbösen Humor - lädt zum Nachdenken und gegebenenfalls Aufbegehren ein - feiert Zusammenhalt- Schwesternschaft- Freund*innenschaft - Ist (noch) utopisch - wird sicher Diskussionen auslösen und mit Sicherheit NICHT allen gefallen,vermutlich viele Fans der Autorinnen enttäuschen - wird wohl neue Fans den Autorinnen bringen Das Pen!smuseum ist jetzt bei meinen ALL-TIME-FAV'S Lebenslektüren dabei. Jedoch einen Kritikpunkt, eine Enttäuschung habe ich. Es kommt eine überlastete Mutter vor, die von ihrem Ehemann so gut wie keine Unterstützung erhält. Nein, das ist NICHT meine Kritik. Aber leider arbeitet dieser Mann nicht am Bau/ in einer Küche/ Fabrik- NEIN, sondern: Hallo, Klischee, in einem,ja richtig, BÜRO. Sorry, ich WILL es NICHT mehr lesen müssen. Es NERVT. Alle anderen Beispiele- TOPP und ein echtes Lesevergnügen. Ein BÖSES Vergnügen zwar, doch ihr werdet gewarnt. Gleich auf den ersten Seiten, noch bevor es losgeht mit folgenden Satz: Das Böse ist eine Frau. Nehmt es ernst, nehmt es als Trigger-Warnung und ihr werdet auch nicht enttäuscht werden. Viel Spaß beim Lesen!

Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
The art of not giving a fuck
Was für eine Genugtuung, zu lesen, wie lustvoll die Frauenfiguren von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger aus ihren Rollen ausbrechen, wie sie sich nehmen, was ihnen zusteht – ohne Rücksicht auf Verluste
Wütend, unberechenbar und ungezähmt – die Frauenfiguren von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger haben genug. Sie lassen sich nichts mehr gefallen, verhalten sich anders, als die Gesellschaft es von ihnen erwartet, sie leben anders, lieben anders, hassen anders. Sie wollen nicht funktionieren müssen, sie sind skrupellos und dabei bestechend originell. Während Anna hochschwanger fremdgeht, fotografiert Simone heimlich den schlaffen Penis ihres Mannes. Gabi rührt ihren One-Night-Stands morgens Salz in den Kaffee und die Chefin gewöhnt sich ihr Dauerlächeln mit einer Botoxbehandlung ab.
Wenn Mareike Fallwickl und Eva Reisinger gemeinsam ein Buch schreiben, entsteht ein literarisches Feuerwerk. Bitterböse, kompromisslos und dabei unfassbar lustig lesen sich die Geschichten, in denen Frauen aus ihrer Sozialisierung ausbrechen – ein Befreiungsschlag, eine Offenbarung, die Sensation des Bücherherbstes!
Mit Beiträgen von: Jovana Reisinger * und Sophia Süßmilch * illustriert von Andrea Z. Scharf *
1. Auflage Farbschnitt nach dem Gemälde »Weapon Choice« (Porträt Mareike Fallwickl) von Sophia Süßmilch
Book Information
Author Description
Mareike Fallwickl hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. »Die Wut, die bleibt« (Rowohlt 2022) wurde bei den Salzburger Festspielen inszeniert und wird 2026 verfilmt. »Und alle so still« (Rowohlt 2024) stand auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurde auf die Bühne gebracht. Mareike Fallwickl setzt sich für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen Erzählstimmen.
Posts
Dieses Buch ist provokant, oft sehr lustig, manchmal unbequem und bricht Tabus. 🚨📖 Typisch für feministische Bücher, gab es auch hier immer wieder Situationen, die mich beim Lesen richtig provoziert und wütend gemacht haben. 💣 Die vertraute Mischung aus Augenrollen, innerem Schreien und Kopfschütteln war definitiv da. Umso mehr habe ich geliebt, dass die Autorinnen diese Momente auflösen indem sie Rollen umdrehen, Machtverhältnisse verschieben und Frauen zeigen, die laut sind, kompromisslos handeln und bewusst Tabus brechen. Frauen, die sich nicht erklären, nicht entschuldigen und einfach leben, wie sie es wollen ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Vorgaben. 👊🖤 Trotz all des Humors sind die Geschichten aber oft auch emotional. Zum Beispiel die Referenzen zu Gisèle Pelicot sind schmerzhaft und traurig und holen einen brutal auf den Boden der Realität zurück. 💔 Obwohl ich mich selbst als offen und sensibilisiert für feministische Themen sehe, hat mich manches im Buch trotzdem überwältigt. 💥 Die Frauen tun Dinge, die so radikal aus den gesellschaftlichen Normen ausbrechen, dass ich plötzlich gemerkt habe, wie sehr auch ich noch in den bekannten Strukturen denke und wie sehr ich selbst abwäge, was „erlaubt“ oder „normal“ ist. 🪞💭 Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight 📖✨. Die Illustrationen sind liebevoll, witzig und oft genauso provokant wie die Texte selbst. Besonders das kleine Daumenkino habe ich sehr gemocht. 🎨🔥

Fallwickl & Reisinger live mit „Penismuseum “
Feministische Kurzgeschichten, die es in sich haben durch ihre Provokation und die teilweise absurde Umkehrung der männlich-weiblichen Verhaltensweisen. Manches ist so überzogen, dass man hell auflachen muss, manches macht wütend, manches fassungslos, manches empfand ich als over the top, aber immer ist es frech und schonungslos, teils bitterbös und trotzdem witzig. Am 16. April konnte ich sie live auf ihrer Lesereise erleben im ausverkauften „Tollhaus“ in Karlsruhe, das war einerseits unterhaltsam und andererseits erhellend zu hören, wie bewusst Stilmittel der Umkehr eingesetzt werden. Und warum das eventuell Shitstorms auslöst, kann man sich mühelos vorstellen. Eine lesenswerte provokative Streitschrift, die sich flüssig liest und teilweise nicht nur bildlich gesprochen den Finger in die Wunde legt, wenn Übergriffe eines Mannes erbarmungslos gerächt werden.  

Der böse Feminismus 😈
Ein Buch das nicht um den heißen Brei herumredet, also tu ich es auch nicht. Es fühlte sich für mich an, wie Feminismus in der Pubertät. Laut, vulgär, fies und irgendwie (boss) bitchy 😜 In die Tiefe geht es eher nicht. Es handelt sich einfach um provokante Kurzgeschichten in denen Männer eher schlecht wegkommen - aber meistens zurecht. Wird das Buch die Welt verändern? Vermutlich nicht! Muss es das? Nein! Kann mans lesen? Kann man. Hat's Spaß gemacht? Am Anfang... Provozierende Provokation? Yep Nachhaltig? Probably not ... aber why not...Female Rage darf das. Viel mitzunehmen gibt es zwar nicht aber gab ja auch keinen Bildungsauftrag, oder? Männers macht einfach selbst eure Hausaufgaben😉 Kurzgesagt: Ich glaub viele Frauen hätten Spaß am Buch, mir persönlich wars zu flach 🙊
"Ich lieb's, ich höre die Tabus regelrecht splittern, während sie brechen." Für mich ist das Buch ein Gesamtkunstwerk! Angefangen von dem tollen Cover, über den Farbschnitt, hin zu den ersten Seiten, gestaltet nach einem Gemälde von Sophia Süßlich und der so angenehmen Haptik. Abgerundet durch die Zeichnungen von A. Z. Scharf im Innenteil. Dann dachte ich, es wären Kurzgeschichten. Mit nichten! Die Storys von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger greifen alle ineinander, ergänzt durch die Geschichten dreier weiterer Autorinnen (siehe Cover). Ein gewagtes und geglücktes Experiment. Es sind feministische Erzählstränge, die oft ganz harmlos beginnen und einem dann um die Ohren fliegen. Es geht um die Frauen und den Menschen, die als Frau gelesen werden möchten und deren Erlebnisse. Meist in Zusammenhang mit cis Männern. Selbstbestimmung was den eigenen Körper betrifft und ob man ein Kind austragen kann und will. Fragen darüber, "Wem gehört der öffentliche Raum? Wer plant ihn? Wer fühlt sich sicher, wer nicht?" Und dann diese juristische Frage, die mich auch schon so oft wütend gemacht hat und das nicht nur im Zusammenhang von Vergewaltigung. "Wenn Männer betrunken sind dabei, garantiert ihnen das Unzurechnungsfähigkeit. Wenn Frauen betrunken sind dabei, haben sie es selbst herausgefordert." Ein Kapitel war mir etwas zu sehr drüber, zu radikal. In der Gesamtheit musste ch oft Schmunzeln, war noch öfter wütend und hat mich einiges bestürzt, oder hat mich sehr nachdenklich gemacht. Z. B. diese Debatte um Bär und Mann im Wald, war an mir völlig vorüber gegangen. Hier nachgelesen macht es klar deutlich, wie sehr sich Frauen bedroht fühlen und das leider oft zu Recht. Daran hatte ich richtig zu kauen. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
ich liebe, wie all diese frauen und ihr erlebtes miteinander verwoben sind. es schafft ein gemeinschaftsgefühl!
provokant, laut und oft ziemlich lustig, gleichzeitig aber unbequem und stellenweise richtig schmerzhaft. es spielt mit tabus und dreht machtverhältnisse um, es zeigt frauen, die sich nicht erklären, entschuldigen oder anpassen. die geschichten ergeben am ende ein großes ganzes. sie beginnen oft harmlos und dann eskalieren sie auf eine weise, die mich gleichzeitig hat schmunzeln und irgendwie auch etwas innerlich zusammenzucken lassen. die mischung macht es besonders! hier trifft humor auf wut und leichtigkeit auf harte realitäten. ein paar passagen waren wirklich herausfordernd, weil sie so radikal mit gesellschaftlichen normen brechen – ich fand’s grandios. das buch zwingt, hinzuschauen! trotz aller zuspitzungen bleiben viele themen natürlich erschreckend real, besonders wenn es um gewalt, ungleichheit und doppelmoral geht.. das holt einen beim lesen auch immer wieder auf den boden der tatsachen zurück.
Mit Mareike Fallwickl habe ich oft so meine Schwierigkeiten, da ich ihre Schreibweise häufig zu aggressiv und absolut empfinde. Hier konnte es mich durch den Humor und die Absurdität überzeugen. Die überzogenen Szenen laden zum Nachdenken/ Umdenken ein. Eine Aussage, in der anschaulich beschrieben wird, wie wenig Schlaf Mütter bekommen und trotzdem ihre Kinder versorgen müssen, und ob man denn einer Erzieherin, die nur 4 Stunden Schlaf hatte, sein Kind anvertrauen würde, kann ich gar nicht teilen, denn auch diese sind oftmals Mütter oder haben aus anderen Gründen Schlafdefizite und müssen dennoch Kinder betreuen.
20 feministische Kurzgeschichten, die mich dazu bewegen, mich mehr mit Feminismus zu beschäftigen. ⚡🚺🙎♀️💥💪
Eines meiner Leseziele für 2026 lautet: Lies ein feministisches Buch". Davon habe ich einige auf dem Stapel ungelesener Bücher und so entschied ich mich als Erstes für DAS PEN!SMUSEUM von Mareike Fallwickl und Eva Reisinger. 🍆🏛 Das Buch beinhaltet 20 feministische Kurzgeschichten - frech, provokativ, schonungslos offen und direkt. Erzählt wird von Frauen, die sich am Patriarchat rächen und es anklagen. Dabei gehen sie mitunter rabiat vor. Die Direktheit und Kompromisslosigkeit im Handeln der Personen fühlt sich ungewohnt an. Wir sind als Frauen so sozialisiert, stets sanft, zurückhaltend und harmonisch zu sein. In diesem Buch drehen die Frauen den Spieß um und handeln so, wie sonst nur Männer es tun. Zwar eignet es sich meiner Meinung nach nicht, um über patriarchalische Strukturen oder intersektionalen Feminismus aufzuklären, zumal hier gar nicht alle Aspekte abgebildet werden. Aber es macht durch seine Rollenumkehr auf das Thema aufmerksam. Deshalb freue ich mich über tiefergehende Lektüre, die auch schon in meinem Regal bereit steht.
Zusammenhalt leicht gemacht
Die Kurzgeschichten in diesem Buch haben sich so einfach weg gelassen, wie ein Snack zwischendurch. Innerhalb eines Tages war ich durch und ich war wirklich überrascht. Jedes Kapitel umfasst nur ca 10 Seiten, snacktauglich. Der Clue der Geschichte(n): alle hängen zusammen, jede Protagonistin taucht zwischendurch noch einmal auf. Das ist so schön. Wir sind alle miteinander verbunden. Ein (Frauen-)Netzwerk, das wir uns zunutze machen sollen. Auch wenn es leicht (weg) zu lesen ist, so schwerwiegend sind die übergreifenden Themen: Patriarchat, Frauenrollen, Gesellschaftsnormen, eigene Werte und Freiheit. Komplex und vielseitig betrachten wir all das, aus den unterschiedlichsten Lebensentwürfen. Sympathische Frauenfiguren nehmen uns mit. Und am Ende habe ich mir gewünscht mit ihnen da zu sitzen und gemeinsam alle Desserts auf der Karte zu bestellen, dabei zu lachen, zu quatschen und Pläne zu schmieden. Wir müssen alle zusammen halten!

Little Spoiler ahead ⚠️
Hm also, ich bin hier ein bisschen zwiegespalten. Es hat mir total Spaß gemacht, es zu lesen, das schon, und ich hatte es auch schnell durch. Die beiden Autorinnen schreiben feministische Literatur und auch dieses Buch ist sehr frauenrechtlerisch. Es sind mehrere kurze Geschichten über mehrere Frauen, die sich alle über fünf Ecken kennen. Mir war das Ganze aber zu extrem: Es gibt eine Kastration und mehrere Körperverletzungen und auch Morde an Männern und das sind nicht immer Vergewaltiger, sondern auch „nur normale“ Arschlöcher, sag ich mal. Das ist mir persönlich jetz zu krass. Ein Kapitel über eine völlig überforderte Mutter, die von ihren Mann kaum Unterstützung bekommt, hat mich besonders beeindruckt.
✨ Das Pen!smuseum – oder: Wenn Frauen endlich das tun, was Männer seit Jahrhunderten ganz selbstverständlich dürfen.
Dieses Buch ist kein stiller Aufschrei – es ist ein kollektiver Schrei, ein literarisches Abrissunternehmen patriarchaler Etikette. Mareike Fallwickl & Eva Reisinger (plus ein paar ebenso geniale Mitstreiterinnen) liefern mit Das Pen!smuseum die wohl wildeste, frechste und befreiendste Antwort auf „The art of not giving a f*ck“. Hier wird nicht gebeten, hier wird genommen. Hier wird nicht gefragt, hier wird gefordert. Hier wird Weiblichkeit nicht erklärt – sie wird gelebt, lustvoll, wütend, witzig. Es ist laut, überdreht, manchmal absurd – und genau deshalb so richtig. Over the top? Absolut. Aber das ist ja gerade das Schöne: Es zeigt, dass wir nicht brav, angepasst oder „literarisch korrekt“ sein müssen, um Kunst zu schaffen, die kracht. Für alle, die keine Lust mehr haben, sich zu entschuldigen, wenn sie Platz einnehmen.
HIGHTLIGHT! Wie ein lauter Knall im stillen Raum - Feminismus gegossen in künstlerischen Gleichnissen
Ein Buch wie ein lauter Knall im stillen Raum der Prüderie – Das Pen!smuseum ist nichts weniger als eine Offenbarung in Sachen Witz, Wissen und Wagemut. Schon der Titel provoziert ein Schmunzeln, doch was folgt, ist weit mehr als ein billiger Gag: Es ist ein geistreicher, glänzend geschriebener Streifzug durch Kultur, Körper und Kuriositäten, der so viel Tiefgang hat, dass man sich zwischen Lachen, Staunen und Nachdenken kaum entscheiden kann. Frech, intelligent und mit einer Prise literarischer Eleganz, die beweist: Humor darf Niveau haben – ja, sogar, wenn’s um Penisse geht. Feine Ironie, scharfe Beobachtungen und eine wohldosierte Portion Selbstironie. Dieses Buch fordert dich auf, nicht einfach zu lesen, sondern den Sinn des Geschriebenen zu ergründen. Feminismus wird künstlerisch manchmal brutalen und ehrlichen Vergleichen aufgezeigt. Aufklärung darf Spaß machen, Tabus dürfen tanzen, und Intelligenz darf glitzern. Ein absolutes Highlight, das man nicht so schnell vergisst – und das mit einem Augenzwinkern die Grenzen zwischen Feuilleton und Feierlaune sprengt. Absolutes Highlight!
Wieder einmal ein Meisterwerk. Hab es in die Hand genommen und war nach gefühlten 10 Minuten durch. Flüssiger Schreibstil für angenehmes Lesen. Es passiert so viel. Ich musste mehrere Male laut lachen und war zwischendurch richtig wütend (auf nur knapp 200 Seiten!!!). Ich kann auch dieses Feministische Meisterwerk an alle empfehlen, die mit Provokation umgehen können und sich nicht direkt angegriffen fühlen, wenn sich eine Frau mal so verhält wie Männer es jeden Tag tun. Obwohl, vielleicht sollten gerade diese Menschen es lesen? „Wenn ihr ein Mann ein einzelnes geschissenes Fragezeichen schickt, will sie ihm das Handy so in den Arsch schieben, dass er mit den Eiern Candy Crush spielen kann" (S. 161)
Gute feministische Streitschrift, die den Finger in die Wunden legt. Auch wenn manche Storys schon grenzwertig waren.
Der feministische Kampf ist noch lange nicht vorbei. Das weiß jede Frau. Und nach Lesen dieses Buches müsste es auch jeder Mann wissen - theoretisch. Denn die Autorinnen legen hier in ihren Kurzgeschichten den Finger in jede einzelne Wunde - egal ob toxische Männlichkeit, Mansplaining, Mental Load, häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe. Alles wird schonungslos berichtet und seziert. Und auch wenn man selbst in einer gleichberechtigten Beziehung lebt - wie ich - wird man unweigerlich wütend. Wütend auf das System, wütend auf die Männer, wütend auf das Patriarchat. Und wird somit zum nachdenken angeregt, was in unserer Welt alles noch falsch läuft. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Geschichten miteinander verwoben wurden. Entweder weil bestimmte Charaktere wieder auftauchen oder Themen wieder aufgegriffen werden. Und das Buch hat definitiv Lust auf einen Besuch in einem Penismuseum, wie hier beschrieben. Das wäre sicherlich sehr interessant. Kleine Kritik. Einzelne Abschnitte sind schon echt heftig beschrieben, wo bspw. auch Übergriffe gegenüber Männern (als Rache) thematisiert werden oder Beschreibungen schon sehr plastisch (und eklig) sind. Daher ist das Buch evtl. nichts für zarte Gemüter. Und manchmal wird auch in der österreichischen Mundart geschrieben; das war ein bißchen anstrengend zu lesen. Aber da sist wirklich ein subjektives Empfinden. Mein Fazit: Frauen schlagen hier literarisch zurück. Hoffentlich wird diese Streitschrift erhört.

Sehr unbequem, sehr humorvoll, sehr böse, sehr befreiend, sehr lesenswert.
"Naja, aber man kann halt auch als Feministin nicht alles richtig machen. Ist das wirklich so, denkt Sophia, oder sind alle nur zu feige?" Die Frauen in dem Buch verhalten sich anders, als die Welt es von ihnen erwartet und das, ohne sich dafür zu rechtfertigen oder zu schämen. Die Kurzgeschichten greifen nach und nach ineinander und verweben sich zu einem Gesamtbild. Female rage vom feinsten, große Empfehlung.
Auf jeden Fall dein nächster 5-Star-Read!!! Scharfzüngig, Schwarzhumorig, On-Point und voller (trauriger) Wahrheiten. Sehr viel mehr möchte ich gar nicht sagen, da ihr dieses Buch einfach selbst erleben müsst! Wir wissen ja, dass Mareike Fallwickl und Eva Reisinger schreiben können, aber was hier geschaffen wurde, war so nicht vorauszusehen – ich finde es grandios. Bitte RENNT zur Buchhandlung und kauft euch dieses Buch.
Die Frau und ihre Geschichte
Eine Sammlung von vielen kleinen Geschichten, die alle miteinander zusammenhängen. Frauen, die wütend sind, ungezähmt und unberechenbar. Alle haben keine Lust mehr. Se haben genug, immer gefallen zu wollen, sich so zu verhalten wie die Gesellschaft es von ihnen will. Simone fotografiert den Penis ihres Mannes und Michaela macht daraus in ihrer Kunstgalerie eine Fotostrecke. Maria unterstützt Frauen beim Schwangerschaftsabbruch mithilfe von Anna, die hochschwanger fremd geht und es genießt von Männern in ihrer Schwangerschaft als Frau und nicht als Gebärmaschine gesehen zu werden. En paar ältere Damen in einem Altersheim „kümmern“ sich um das Verschwinden von alten Männern , die in ihrem Alter nichts besseres zu tun haben als sich an den jungen Pflegerinnen zu ergötzen. „Wer gemocht werden will, muss die Menschen um sich zum Lachen bringen.“ Ich musste das Buch ein wenig sacken lassen, um mir im Klaren zu sein, was ich darüber schreiben will. Zuallerst ist es ein sehr wichtiges Buch, schon mit einer gewissen Satire im Buchnamen. Es sind kurzweilige Kapitel, in denen deutlich gezeigt wird, welche Themen in der Gesellschaft heute (immer noch) mit Frau verbunden werden, bei denen Frau benachteiligt wird oder sich Frau mit beschäftigen muss. Teilweise mit Witz, aber auch bitterböse und vielleicht auch etwas überzogen, wird in einigen Kapiteln das Aussehen einer Frau thematisiert, in einem anderen geht es um die Objektifizierung eines weiblichen Körpers oder um die Benimmregeln für Frauen. Die Themen sind in einen Roman umgesetzt, so dass die Frauen immer wieder erscheinen und am Ende auch das Ganze ein Bild ergibt. Ganz spannender Aufbau eines Buchs, toll umgesetzt! Immer wieder wichtig, Frauen durch solche Bücher eine Stimme zu geben. Lest es und versteht, was in der Welt passiert. „Als Gott die Erde erschuf, sagte er ‚Einen perfekten Mann findet man an jeder Ecke.‘ und dann machte er die Erde rund.“
Absurd, humorvoll, herrlich scharfzüngig und wunderschön gestaltet. Mareike Fallwickl, Jovana Reisinger und Sophia Süßmilch haben hier wirklich einen tollen Kurzgeschichtenband geschrieben. Da viele der Erzählungen miteinander verbunden sind, wirkt das Buch eher wie ein Roman in Episoden als eine klassische Sammlung einzelner Geschichten, was mir richtig gut gefallen hat. Oft geht es darum, was passieren würde, wenn wir Frauen die uns vom Patriarchat auferlegten Rollen einfach ablegen und den Spieß umdrehen. Wenn wir uns erlauben, einfach zu leben, wie wir wollen, ohne uns ständig Gedanken zu machen, ob wir attraktiv, mütterlich oder kompetent genug sind. Besonders hängen geblieben ist mir die Geschichte über den Unterschied, ob man nachts von einem Mann oder von einem Bären gejagt und angegriffen wird. Dieser Vergleich geht einem als Frau wirklich unter die Haut. Das Buch ist ein Plädoyer für mehr Zusammenhalt unter Frauen und zeigt mit viel Witz und Schärfe, wie absurd vieles ist, was wir uns gefallen lassen, besonders wenn man den Blick einmal umkehrt. Ein starkes Buch, das sehr provokativ und scharfzüngig ist, aber durch seinen absurden Humor und seine klugen Beobachtungen einen ganz eigenen Charme entfaltet. *unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar
Es drängt und quillt und drängelt die Wut aus mir.
Mit einer Heftigkeit, dass mir in den 24 Stunden des Lesens durchgehend übel ist. Deshalb les ich keine feministischen Bücher mehr. Weil sie die Tür zu zu meiner Wut aufmachen, die ich so brav sorgsam lächelnd verschlossen halt, weil mit Wut kommt man ja nicht voran. Da muss man diplomatisch sein, das muss man schon verstehen, sind ja nicht alle Männer so nicht wahr? Man will ja die nicht verschrecken, die eh nicht vergewaltigen und schlagen und verfolgen und misshandeln. Und deshalb halt ich den Deckel zu, weil ich sonst alles verscheiß, was mir lieb ist: die Beziehung und die Arbeit und die Familie. Weil denen sind Frauenrechte halt schon ein bisserl zur radikal. Also bis mir jetzt jemand schreibt, wo ich meine Wut in etwas produktives umwandeln kann, in etwas, das nichts zerstört als das Patriarchat, les ich sowas jetzt nicht mehr, weil regelmäßig den Deckel aufmachen und trotzdem brav lächeln, das schaff ich nicht.

Female Rage at it's best
Als ich über dieses Buch mit einer Freundin sprach mussten wir sehr viel lachen! Ich erzählte von den unfreiwilligen Dickpics und ein Freund der zuhörte meinte später: "Ja aber findet ihr nicht, dass ihr da ein wenig radikal seid? So ein Fehlverhalten dann umzudrehen ist ja auch nicht richtig!" Ach was? Merken wir da nicht den Unterschied? Frauen schreiben nur darüber. Frauen verarbeiten das was ihnen seit Menschengedenken angetan wird einfach nur in Büchern... wie ist das denn mit Männer? Achso, stimmt! Die leben das aus! Na wenn das bedeutet, radikal zu sein. Ja dann bin ichs gern und bin froh, dass Mareike, Eva, Jovana, Andrea und Sophia es auch sind! Und das so stark! Witzig, abwechslungsreich und bestimmt ein Wiederholungslesen wert!

Ich muss ehrlich sagen, ich war leider nicht darauf vorbereitet, dass „Das Penismuseum“ eher aus Kurzgeschichten besteht als aus einer durchgehenden Handlung. Zwar tauchen einige Charaktere immer wieder auf und sind lose miteinander verbunden, aber ein roter Faden hat mir persönlich gefehlt. Der Humor konnte mich insgesamt leider gar nicht abholen. Nur die Geschichte „Was machst du schon wieder für ein Theater“ hat mir ein kleines Schmunzeln entlockt, der Rest blieb für mich eher flach. Was ich aber wirklich hervorheben muss, das Buch ist optisch ein echtes Highlight! Die Gestaltung ist wunderschön und die Illustrationen sind super kreativ und witzig - definitiv ein Hingucker im Regal. Schade, ich hatte mir mehr erhofft.

Schon der Titel schreit: „Hier wird nicht gekuschelt!“ – und genau das hält „Das Pen!smuseum“ auch ein. Mareike Fallwickl und Eva Reisinger, unterstützt von feministischen Mitstreiterinnen wie Jovana Reisinger, Sophia Süßmilch und Illustratorin Andrea Z. Scharf, liefern ein Buch, das gleichermaßen provoziert, unterhält und entlarvt. Die Geschichten sind so divers in Form und Ton wie die Frauenfiguren, die darin auftreten: mal innerer Monolog, mal Chatprotokoll, mal fast schon ein liturgisches Gebet. Was sie verbindet, ist die kompromisslose Weigerung, sich den Erwartungen patriarchaler Rollenbilder zu beugen. Anna, Simone, Gabi & Co. sind wütend, klug und furchtbar lustig – und sie nehmen sich das Recht, ihre Wut kreativ und mitunter ziemlich unkonventionell zu kanalisieren. Salzkörner im Espresso sind da nur der milde Einstieg. Thematisch ist das Buch ebenso breit aufgestellt wie pointiert: Von Alltagssexismus und Care-Arbeit über Bodyshaming bis hin zu gesellschaftlich brisanten Themen wie Abtreibungsrecht, sexualisierte Gewalt und der Rezeption weiblicher Kunst. Selbst virale Debatten wie „Mann oder Bär“ finden ihren Weg ins literarische Geschehen – immer mit einer Mischung aus Schärfe, Humor und radikaler Ehrlichkeit. Was „Das Pen!smuseum“ besonders macht, ist die Balance zwischen knallharter Gesellschaftsanalyse und der Freude an weiblicher Solidarität. Trotz der teils düsteren Themen strahlt das Buch eine fast ansteckende Wärme aus – als säße man mit einer Gruppe entschlossener Freundinnen am Küchentisch, die im einen Moment Rachepläne schmieden und im nächsten herzlich lachen. Die Sprache ist pointiert, bissig und manchmal so direkt, dass man unwillkürlich auflacht – und dann kurz innehält, weil die Pointe eigentlich ein Schlag in die Magengrube ist. Die Illustrationen von Andrea Z. Scharf und die visuelle Gestaltung in hautfarbenem Rosa setzen einen subversiven, fast ironischen Rahmen. „Das Pen!smuseum“ ist ein literarischer Befreiungsschlag, der keine Lust auf leise Kompromisse hat. Es ist gleichzeitig eine anarchische Satire und eine ernste Bestandsaufnahme der Geschlechterungleichheit. Wer scharfe Feder, schwarzhumorige Erzählungen und feministische Wucht mag, wird hier nicht nur bestens unterhalten, sondern auch ermutigt, selbst aktiv zu werden – ob mit Salzkörnern, Solidarität oder einem beherzten „Nein“. „Das Pen!smuseum“ ist wie ein feministischer Schlag ins Gesicht – schmerzhaft, befreiend und verdammt unterhaltsam.

Female Rage at its best. Für alle Frauen bestens geeignet, vor allem aber für die, die - wie wir ja fast alle - unter Männern gelittet haben oder immer noch leiden und die es manchen von ihnen nur zu gerne heimzahlen wollen. (: Dieses Buch macht Spaß, entspannt und beruhigt. Wenn Frauen zusammenhalten, können wir was verändern.
Das Buch besteht aus einzelnen Kurzgeschichten von ganz besonderen und starken Frauen. Ich habe so viele gefühlt in diesen wenigen Seiten und gerade die schonungslose Art und die wenngleich ruhige Erzählweise haben mich gefesselt. Themen wie Verkehr in der Schwangerschaft und die Tabuisierung von Abbrüchen werden thematisiert und realistisch dargestellt Besonders hervorragend ist auch das Hörbuch, das von den Autorinnen abwechselnd gelesen wird. Ganz große Klasse.
Großartig!!! Es werden alle Themen aufgegriffen, mit denen Frauen sich im patriarchalischen System tagtäglich auseinandersetzen müssen. Ungleichheit, Erwartungen, Körperpolitik, Machtstrukturen; nichts wird ausgelassen. Es ist klug, gefühlvoll, amüsant, eindringlich und literarisch stark verarbeitet. Und vor allem Dingen ist es so verdammt wahr!! Ein wichtiges, wütendes und zugleich empowerndes Buch, das lange nachhallt. Ich bin absolut begeistert!
Provokative Kurzgeschichten über Frauen, die alle miteinander verwoben sind. Traurig und wahr, teilweise aggressiv und absurd werden hier nahezu alle Bereiche weiblicher Gleichberechtigung und toxischer Männlichkeit thematisiert und auf die Spitze getrieben. Wichtig und richtig. Gute Denkanstöße, dennoch für mich persönlich an einigen Stellen zu derb.
Wow, einfach nur wow 🤩!
Das Pen!smuseum von Mareike Fallwickl & Eva Reisinger Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich habe es als unglaublich frech, witzig und gleichzeitig messerscharf erlebt. Beim Lesen war ich ständig zwischen lautem Lachen und wütendem Kopfnicken hin- und hergerissen, weil es so punktgenau gesellschaftliche Absurditäten entlarvt. Was mir besonders gefallen hat: es fühlt sich an wie ein feministischer Befreiungsschlag, der gleichzeitig unterhält und provoziert. Die Sprache ist energiegeladen, die Szenen sind absurd, aber auf den Punkt, und die Haltung dahinter hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Es war für mich eine dieser Lektüren, bei der man beim Umblättern schon gespannt ist, mit welchem Tabubruch oder Aha-Moment es weitergeht. Kurz gesagt: mutig, klug, rotzig und absolut lesenswert. Für mich ein Highlight dieses Jahres. ★★★★★ (5 von 5 Sternen)
Das Buch ist eine Sammlung feministischer Kurzgeschichten, in denen es um alteingesessene Rollenbilder geht und darum, aus diesen auszubrechen und/oder die Rollen sogar einmal umzudrehen. Es geht um Rache und um Selbstbestimmung. Die Szenen sind teilweise super überdreht, lustig und selbstironisch, aber auch emotional und wütend. Alle Geschichten sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden. Für mich war es von Anfang bis Ende ein großartiges Leseerlebnis, es macht Frauen stark und gibt ihnen Mut. Wer Lust auf ein empowerndes, freches Buch hat, das patriarchale Strukturen durchbricht, wird hier zu 100 % fündig. Von mir eine klare Leseempfehlung!
Wow, was bitte war das denn?! Dieses Buch ist eine absolute Abrissparty in Papierform - und ich habe wirklich jede Seite davon geliebt. 😍 Was Mareike Fallwickl und Eva Reisinger mit 'Das Pen!smuseum' auf die Beine gestellt haben, hat mich so gut unterhalten wie schon lange nichts mehr. Erwähnen werden müssen unbedingt auch die großartigen Special Guests Jovana Reisinger und Sophia Süssmilch sowie die wunderbaren Illustrationen von Andrea Z. Scharf, die das ganze perfekt abrunden. Schon das Daumenkino unten rechts, wo sonst die Seitenzahl steht, ist ein Highlight für sich. 😂 Die Texte bestehen aus kurzen Geschichten oder Dialogen, die scheinbar unabhängig voneinander stehen und sich dann doch immer wieder miteinander verweben. Frauen feiern das zügellose Schlemmen, kämpfen für Selbstbestimmung über ihren Körper, holen sich, was sie brauchen, fordern einen Heimweg ohne Angst - und zeigen dem Patriarchat dabei genussvoll den Mittelfinger. Natürlich ist manches bewusst überzeichnet, aber genau das hat mich beim Lesen ständig nicken, lachen, wütend werden oder den Protagonistinnen innerlich ein High Five geben lassen. Ein Buch, das wirklich viele Lesen sollten - und außerdem ein großartiges Geschenk, zum Beispiel zu Weihnachten, für all eure Freundinnen. Von mir gibt's eine dicke fette Leseempfehlung.

Eine amüsante Ansammlung, überrraschenderweise zusammenhängender, Kurzgeschichten, die sich alle feministischen Themen annehmen und in denen Frauen selbst zu Täterinnen werden (aber in lustig, I swear).
Mareike Fallwickl und Eva Reisinger ist es gelungen, kurze empowernde (teils böse, aber lustige) Geschichten zu schreiben aus und zu Situationen, die vermutlich jeder von uns aus dem eigenen (Leidens-)Alltag bekannt sind: Die Bilder des Pen!s eines fremdgehenden Mannes landen in einem Museum. Eine Frau, die nachts im Dunkeln verfolgt wird von einem Mann (Achtung, Spoiler), verwandelt sich in einen Bären und kämpft zurück. Eine andere betäubt ihre One-Night-Stands (die "guten Jungs", die ja ganz anders sind, aber trotzdem die vermeintlich Trunkenheit einer Frau ausnutzen) und nutzt ihr angezaptfes Blut für ein Portät von Gisele Pelicot. Da ich ganz ohne Erwartungen an das Buch heranging, war ich erstmal irritiert - war aber ab dem zweiten Kapitel dann amüsiert. Ich kann "Das Pen!smuseum" auf jeden Fall weiterempfehlen (aber Achtung: wer intersektional-feministische Themen erwartet, wird hier enttäuscht werden - es sind überwiegend eher weiß-feministische Thematiken, die illustriert werden).
Ein Gesamtkunstwerk! Jede Seite war mir eine Freude - hat mich erinnert, meinen Blick geschärft, ermuntert, wütend gemacht und zum Lachen gebracht. Ein Buch, das auf Wahrheiten basiert und sogleich manche Fantasien belebt, ausspricht, durchs Lesen lebendig werden lässt. Eigentlich ist es auch nicht nur ein Buch, sondern eine Erfahrung - eine Zumutung im besten Sinne!
„Das getrocknete Blut auf der Leinwand ist dunkel, mehr braun als rot, und riecht nach Malz. Ich streiche mit dem Zeigefinger über das, was ich schon gemalt habe. Neben mir auf dem Schreibtisch breite ich die Bilder von Giséle Pélicot aus, die ich an der Uni ausgedruckt habe. Mit demselben Finger streiche ich sanft über ihr Gesicht. Zuerst habe ich gedacht, ich male die Männer, beobachte sie beim Schlafen, bilde sie ab. Aber dann als der Erste betäubt vor mir lag, damals noch auf dem Teppichboden, weil ich nicht gewusst hatte, dass das Zeug so schnell wirkt, wollte ich ihn nicht verewigen, nicht zu einem Kunstwerk machen. Sein Gesicht und der Körper bedeuteten mir nichts. Aber das Gesicht und der Körper von Giséle Pélicot bedeuten mir viel. Denn ihr Gesicht ist das von uns allen, und ihr Körper ist der von uns allen.“
Fantastisches Buch - Feminismus pur!
Ich habe mich heute spontan entschlossen das Buch anzufangen und schwups hab ich es durchgelesen. Es ist ein absolut geniales Buch, welches uns durch verschiedene Perspektiven/Geschichten mitnimmt in das Leben wundervoller Frauen, die auf ihre eigene bezaubernde Weise mit den weiblichen Missständen umgehen. Absolut lesenswert, witzig, ernst, krass und doch wirklich ein Atemzug für uns Frauen. Absolutes Highlight
Überspitzt, aber genau deshalb so grandios!
Das ist mein erstes Buch von Mareike Fallwickl und definitiv auch nicht mein letztes! Das Penismuseum hat mich auf jeden Fall eiskalt erwischt. Es handelt von verschiedenen Frauen, die Dinge tun, die nicht in das gesellschaftliche Bild einer Frau passen. Dabei sind manche Handlungen so überzogen und teilweise auch sehr brutal, dass man kurz schlucken muss. Dennoch haben mir diese überspitzten Darstellungen genau deshalb so gut gefallen. Manchmal ertappt man sich auch selbst dabei, dass man selber noch ziemlich fest in der patriarchalischen Denkweise feststeckt. Alles in allem ein sehr gutes, gelungenes Buch, das den ein oder anderen vielleicht provozieren könnte und das auch sollte 😉
Bitter böser weiblicher Humor trifft weibliche Realitäten
In „Das Pen!smuseum“ versammeln sich eine Reihe Erzählungen und andere kreative erzählende Formate (z.B. WhatsApp-Verläufe) zu einem gemeinsamen Ganzen. Aufgereiht wie Perlen zu einer Kette? Hmm, vielleicht nicht ganz. Eher wie die Glieder der Kette einer Kettensäge. Frustriert, desillusioniert, robust, rabiat, wild, lustvoll, rachedurstig oder gar mörderisch betreten hier die verschiedensten Frauen die Bühne und machen sie zu ihrem Raum. Ist manches grob überspitzt? Ja! Ich habe teilweise Tränen gelacht. Es ist diese kernige und urwüchsige Art Humor, wie ich sie bisher nur bei österreichischen Autorinnen gelesen habe (und wachsend liebe). Doch darunter liegt ein bitterer Kern von Hilflosigkeit, Enttäuschung und Wut, die wohl beinahe jede weibliche Person irgendwann gefühlt hat oder immer wieder fühlen muss, wenn sie ehrlich ist. Und so sind es die bedrückenden Momente und Aussagen, die mich aus dem Lachen zurück holen, in weibliche Realitäten, die längst keine mehr sein sollten. Aber auch die herausfordernden und wut-mut-machenden Gedanken bleiben hängen und tun was… was auch immer.

Leseempfehlung- feministische Literatur
Das Buch wird von verschiedenen Autorinnen in Form von Kurzgeschichten erzählt. Immer drehen sich die Themen um Frauen. Manche machen einen wütend, lassen eine den Kopf schütteln. Aber es gibt eben auch Geschichten, die mich nachdenklich gestimmt haben. So hatte ich das nie gesehen, aber es stimmt. Alles in allem eine Bereicherung für alle, die sich mit ihrer Rolle als Frau auseinandersetzen möchten. Lesenswert!
Feministisch, bittersüß, wahr, provokativ, GROSSARTIG!
In „Das PEN!smuseum“ finden sich Kurzgeschichten, die alle Themen beinhalten, die Flinta* in patriarchalischen Strukturen und System betreffen, beeinflussen, bedrängen und einengen. Ich liebe die Form und den Schreibstil der Geschichten, die zwar humorvoll provokant formuliert sind, aber nichts anderes als die Wahrheit darstellen. Unbedingt lesen! Mareike Fallwickl findet einfach in jedem ihrer Bücher die richtigen Themen und Worte, um patriarchale Strukuren aufzuzeigen. Große Empfehlung!

Stellenweise absurd, immer unterhaltsam und gesellschaftlich wichtig: ein Buch, das man lesen sollte
„Das Pen!smuseum“ hat mich neugierig gemacht, weil schon der Titel und das Cover provozieren. Genau das liefert das Buch dann auch: Texte, die laut, wütend und manchmal absurd sind. Das Cover sieht auch klasse aus. Es spielt bewusst mit der Form eines männlichen Geschlechtsteils (inklusive visueller Verfremdung). Das Buch versammelt mehrere kürzere, ineinandergreifende Geschichten. Meist stehen Frauen im Zentrum, die aus ihrer Sozialisation ausbrechen – radikal, rachsüchtig, befreiend oder eben auf eine Weise, die sonst gern als „egoistisch“ abgestempelt wird. Die Texte zeigen Alltagsrealitäten und Abgründe zugleich. Wichtig finde ich, dass das Buch gesellschaftliche Anstöße gibt: Es legt den Finger in Wunden, die sonst tabuisiert werden, und macht sichtbar, wie Machtverhältnisse kippen könnten. Humor ist auch da, aber eher bitter wie schwarzer Kaffee. Man lacht, während es gleichzeitig weh tut und genau das macht die Stärke der Texte aus.
Wird wohl Diskussionen auslösen
Eines vorweg- zum Kauf gibt es das Buch ab: Dienstag, 02. September 2025. Ich bekam ein Lese- Exemplar, daher kann ich euch meine Rezension geben. Ich las es heute, Sonntag, 31.08.2025, fast in einem Rutsch. Meine Meinung: - erfrischend frech - mit pechschwarzen, bitterbösen Humor - lädt zum Nachdenken und gegebenenfalls Aufbegehren ein - feiert Zusammenhalt- Schwesternschaft- Freund*innenschaft - Ist (noch) utopisch - wird sicher Diskussionen auslösen und mit Sicherheit NICHT allen gefallen,vermutlich viele Fans der Autorinnen enttäuschen - wird wohl neue Fans den Autorinnen bringen Das Pen!smuseum ist jetzt bei meinen ALL-TIME-FAV'S Lebenslektüren dabei. Jedoch einen Kritikpunkt, eine Enttäuschung habe ich. Es kommt eine überlastete Mutter vor, die von ihrem Ehemann so gut wie keine Unterstützung erhält. Nein, das ist NICHT meine Kritik. Aber leider arbeitet dieser Mann nicht am Bau/ in einer Küche/ Fabrik- NEIN, sondern: Hallo, Klischee, in einem,ja richtig, BÜRO. Sorry, ich WILL es NICHT mehr lesen müssen. Es NERVT. Alle anderen Beispiele- TOPP und ein echtes Lesevergnügen. Ein BÖSES Vergnügen zwar, doch ihr werdet gewarnt. Gleich auf den ersten Seiten, noch bevor es losgeht mit folgenden Satz: Das Böse ist eine Frau. Nehmt es ernst, nehmt es als Trigger-Warnung und ihr werdet auch nicht enttäuscht werden. Viel Spaß beim Lesen!






















































