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Beware of Pity

4.2(50)
Language
English
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About the book

Stefan Zweig's tragic novel of guilt, yearning, and the danger of pity, which inspired Wes Anderson's The Grand Budapest Hotel.

"Original and powerful." --The New York Times

The only novel Zweig--one of the most popular authors of the 20th century--completed and published during his lifetime, Beware of Pity is a heartrending tale of unequal affection, unintended consequences, and a world falling to pieces.

In 1913, young second lieutenant Hofmiller discovers the terrible danger of pity. Stationed at the edge of the Austro-Hungarian Empire, he is invited to a party by a rich local landowner, who also happens to have a pretty daughter. But when Hofmiller asks the girl to dance he unleashes a fatal chain of consequences. He had no idea she was lame, and finds himself in an agony of shamed embarrassment. So begins a series of visits, motivated by pity, which relieves his guilt but gives her a dangerous glimmer of hope.

Stefan Zweig's only full-length novel has inspired multiple stage adaptations and was the starting point for Wes Anderson's film The Grand Budapest Hotel. Unfolding in a breathless sweep from Hofmiller's initial mistake, it displays at full length all the psychological insight and emotional intensity known to readers of Zweig's bestselling novellas.

A century after it was first written, Beware of Pity remains a devastating depiction of the betrayal of both honour and love, realised against the background of the disintegration of the Austro-Hungarian Empire and the beginnings of the First World War.

Editions (5)

ISBN9781805330226
PublisherPushkin Press
Publication Date08/03/23
Pages460

Reviews & Ratings

50 ratings

9 reviews

4.2

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  • tina71
    tina71

    151 Followers

    5.0

    Auch hier schafft es Stefan Zweig mal wieder psychologische Einsichten in Seelenleben mit der ihm eigenen wunderschönen Sprache wiederzugeben. Er erzählt so detailreich und differenziert, vor allem die Beschreibungen der Gefühlswelt, die Zerrissenheit des Protagonisten, der Zwiespalt mit dem er hadert... Zweig trifft die Gefühle und innere Auseinandersetzung sprachlich so genau, wie man sie selbst wahrscheinlich nie in Worte fassen könnte. Die Geschichte an sich ist sehr dramatisch und regt auch heute noch zum Nachdenken an. Ich bin sehr begeistert und kann das Buch nur jedem ans Herz legen.

    Jul 25, 2025

  • gesa73
    gesa73

    52 Followers

    4.0

    Traurige, beklemmende Geschichte sehr eindringlich erzählt.

    Mar 5, 2026

  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Followers

    3.5

    Stefan Zweigs einziger Roman ist, wie auch seine Kurzgeschichten, ein ewiges Auf und Ab der Emotionen. In kurzer Form funktioniert das sehr gut, in Romanform wird es ein wenig ermüdend. Als vorherrschendes und auch titelgebendes Thema wählt Zweig Mitleid. Dabei zeigt er zwei Formen des Mitleids auf die sich psychologisch grundlegend voneinander unterscheiden, für die es jedoch zumindest in der deutschen Sprache keine entsprechenden Bezeichnungen gibt. Die ehrliche Variante befähigt mit einem anderen Menschen mitzuleiden, sein Leid nicht nur zu erfassen sondern auch mitzuempfinden und kann vielleicht am besten als Mitgefühl beschrieben werden. Das andere Mitleid dient lediglich dazu sich selbst ein besseres Gewissen zu verschaffen. Man möchte sich nicht schuldig fühlen da man selbst viel besser dran ist als die bemitleidenswerte Person. Um sich selbst möglichst schnell von dieser Schuld zu befreien, drängt sich Mitleid auf. Es hat demnach eine zutiefst egoistische Motivation. In Ermangelung eines äquivalenten Wortes bezeichnet Zweig dies als Ungeduld des Herzens. Soweit ich das verstanden habe, handelt es sich hier um ein Paradebeispiel für ein Homonym. Es drängt sich den Lesern die Frage auf, wie oft man selbst ehrliches Mitgefühl oder doch eher die Ungeduld des Herzens empfindet. Allein diese Überlegungen machen den Roman hochinteressant. Die beiden Hauptcharaktere des Romans, Anton und Edith, stellen sich sehr gegensätzlich dar. Edith erscheint sehr emotional und forsch. Sie verfügt offenbar über wenig Selbstkontrolle wodurch sie zu häufigen Gefühlsausbrüchen neigt. Gleichzeitig ist sie dadurch aber grundehrlich und die einzige Person die sich nicht verstellt. Sie ist gelähmt und damit eine Gefangene des Rollstuhls, paradoxerweise ist sie im Ausleben ihrer Emotionen viel freier als alle anderen. Anton erscheint anfangs charakterlich viel gefestigter und ausgeglichener, jedoch wird im weiteren Verlauf ersichtlich, dass er innerlich viel unsicherer und wankelmütiger ist als Edith. Er macht sich abhängig von der Meinung anderer Leute und verhält sich besonders Edith gegenüber linkisch und unaufrichtig. Nun hat er gesellschaftlich lange nicht den Stand wie die Familie Kekesfalva und strebt nach einer höheren Position. Die möchte er sich selbst erarbeiten und nicht unehrlich durch eine reiche Heirat mit Edith erhalten. Besonders da Kekesfalvas jüdische Herkunft und die Art und Weise wie er zu Reichtum gekommen ist, gesellschaftlich verpönt sind. Dabei übersieht er, dass es keine ehrliche Alternative gibt einen höheren Status zu erlangen. Anton lässt sich von der Familie Kekesfalva verwöhnen und als Retter, ja sogar als Gott feiern. Er vermag jedoch weder eine Zuneigung vorzuspielen die er nicht empfindet, noch echtes Mitgefühl aufzubringen. Zu spät setzt letzteres ein und schließlich zieht er in den ersten Weltkrieg um seine Schuld zu betäuben. Da massenhafter Mord im Krieg gesellschaftlich anerkannt, ja sogar gefeiert wird, hofft er diesen einen Mord vergessen und vertuschen zu können. Es handelt sich nur oberflächlich um eine Liebesgeschichte wie sie so ähnlich schon oft erzählt wurde. Doch Zweig beschreibt kein einziges Mal das Gefühl der Liebe, sondern die Angst vor der Liebe einer anderen Person und die Konsequenzen einer Empfindung die aus Unehrlichkeit erwächst. Das ganze gleitet stellenweise zu stark ins melodramatische ab und hätte für mich in kürzerer Form besser funktioniert. So wird man als Leser ständig durch die Gefühlsmühle gedreht. Der sich abwechselnd selbstbemitleidende und selbstbeweihräuchernde Anton, sowie die emotional instabile und verwöhnte Edith, verlangen den Lesenden einiges an Nerven ab. Der große Knall kam erstaunlich spät, trotzdem er sich schon früh abzeichnet. Insgesamt sehr interessant und lesenswert, aber Zweigs Kurzgeschichten haben mich mehr überzeugt.

    Mar 9, 2024

3 of 9 reviews

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