635 Tage im Eis

635 Tage im Eis

Softcover
4.668
AmundsenPolarforscherExpeditionGeschichte

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Description

Am Anfang steht der Plan von der erstmaligen Durchquerung des weißen Kontinents. Doch das gewaltige Naturwunder Antarktis wird im Jahr 1915 für die Crew der 'Endurance' zur Hölle aus Eis. Beharrlich verfolgt Expeditionsleiter Sir Ernest Shackleton bald nur noch ein Ziel: 28 Männer lebend wieder in die Zivilisation zurückzubringen.

Die faszinierende Geschichte einer Irrfahrt ans Ende der Welt. "Gebt mir Scott als wissenschaftlichen Expeditionsleiter ..., gebt mir Amundsen für eine störungsfreie und effiziente Polar-Expedition, aber wenn sich das Schicksal gegen euch verschworen zu haben scheint, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton."

Ausstattung: 16 S. Bildteil 2-fbg.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
True Stories
Format
Softcover
Pages
320
Price
14.40 €

Author Description

Alfred Lansing (gest. 1975) startete nach dem Ausscheiden aus der US-Marine Ende der 50er Jahre seine Karriere als Journalist. Seine Schilderung der Shackleton-Expedition von 1914–1916 basiert auf Informationen aus allererster Hand: Tagebuchaufzeichnungen, Briefen, Zeitungsberichten und Interviews mit Überlebenden der »Endurance«-Crew.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
18%
38%
15%
N/A
92%
95%
89%
65%
N/A
35%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
85%
91%
52%
67%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

11
All
4.5

Ein packendes Buch, das mich in seinen Erzählsog gezogen hat. Unglaublich, was die Männer bewältigen mussten und wenn man denkt, schlimmer kann das Leiden nicht mehr werden, wurde man eines Besseren belehrt. Die Geschichte wirkt sehr gut recherchiert, ohne viel Schnörkel und dennoch leidet und fiebert man mit, und kann sich in die Kälte, den Hunger und die Hilflosigkeit der Expeditionsteilnehmer gut reinfühlen. Klare Leseempfehlung von meiner Seite.

5

Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Es gehört wirklich zu den besten Büchern die ich je gelesen habe und diese (wahre) Geschichte war ein voller und aufregender Genuss. Wahnsinn was diese Menschen erlebt und überlebt haben. Ich kann es nur wirklich jedem weiterempfehlen. Meiner Meinung nach Pflichtlektüre. Ich würde es am Liebsten sofort erneut lesen.

4

Wow!Tolle Abenteuerreise, die ich mir nicht im entferntesten vorstellen kann. Viele Bilder und detailreiche Erzählungen. Dennoch distanziert

5

„635 Tage im Eis“ von Alfred Lansing erzählt die wahre Geschichte von Ernest Shackleton und seiner Crew, die 1914 mit der Endurance zur Durchquerung der Antarktis aufbrechen – und stattdessen in einem endlosen Überlebenskampf landen. Das Buch ist spannender als jeder Roman und tiefgründiger als die meisten Psychologieratgeber. Es liefert ein einzigartiges Psychogramm unter Extrembedingungen: Disziplin, Hoffnung, Verzweiflung und Mut entfalten sich in jeder Szene. Lansing schafft es, den Charakter der Männer so lebendig darzustellen, dass man mit ihnen friert, leidet – und staunt, wie sie trotz aller Widrigkeiten überleben. Absolut fesselnd in Inhalt, Stil und psychologischer Tiefe.

Alfred Lansing erzählt in diesem packenden Buch die wahre Geschichte einer der unglaublichsten Überlebensleistungen der Menschheit: Die Imperial Trans-Antarctic Expedition von 1914–1917 unter Sir Ernest Shackleton. Doch statt kitschigem Abenteuerpfad oder heroischem Pathos bietet Lansing etwas viel Tieferes – ein intimes, psychologisch präzises Gruppenporträt im Ausnahmezustand. Das Buch ist packender als jeder Roman und dabei akribisch dokumentiert, basierend auf Tagebüchern, Interviews und Logbucheinträgen. Teil 1 – Vorbereitung Das Buch beginnt mit einer spannenden Einführung in die Vision Ernest Shackletons, eine Durchquerung der Antarktis von Küste zu Küste zu wagen. Lansing beschreibt, wie Shackleton trotz des beginnenden Ersten Weltkriegs Unterstützer gewinnt und eine hochgradig heterogene Mannschaft zusammenstellt. Besonders hervorzuheben ist Shackletons Fähigkeit, Männer nicht nur nach Qualifikation, sondern auch nach Charakter, Humor und Teamfähigkeit auszuwählen – eine Entscheidung, die später lebensrettend sein wird. Der Leser erfährt, wie die Endurance nach einem Zwischenstopp in Südgeorgien ins Packeis des Weddellmeers vordringt – und schließlich steckenbleibt. Teil 2 – Im Packeis Der zweite Teil schildert das monatelange Eingeschlossensein der Endurance im Eis. Anfangs gibt es noch Hoffnung, dass das Schiff durch tauendes Eis befreit wird. Doch je mehr Zeit vergeht, desto mehr wird klar: Das Eis ist stärker. Lansing zeichnet hier ein eindrucksvolles Bild des psychischen Drucks und der Routine in der Isolation. Der Alltag an Bord wird durch Disziplin, Humor und Kreativität strukturiert – und durch Shackletons klare Führungsrolle. Diese Phase ist geprägt von gedämpfter Hoffnung, Zähigkeit und beginnender Ahnung, dass das Schicksal sie auf eine noch härtere Probe stellen wird. Teil 3 – Das Ende der Endurance Das Unvermeidliche tritt ein: Das Eis beginnt das Schiff zu zerdrücken. Lansing beschreibt in dramatischen Bildern, wie das Holz unter dem Druck berstet, wie Pumpen und Verstärkungen nichts mehr ausrichten können. Am Ende müssen sie die Endurance aufgeben. Mitten auf dem Eis bauen die Männer ein Lager auf und nehmen nur das Nötigste mit. Lansing gelingt es, die Mischung aus Schock, Trauer und Überlebenswillen greifbar zu machen. Besonders eindrucksvoll ist die psychologische Dynamik: Shackletons Präsenz hält die Männer stabil – er vermittelt nie den Eindruck, dass es keinen Ausweg gebe. Teil 4 – Aufbruch zur Elephant Island Nach Monaten auf dem Eis wagen sie den Aufbruch: in offenen Booten, durch zerklüftetes Treibeis, bei eisigen Temperaturen, ohne Sicht und mit permanenter Nässe. Der Weg zur Elephant Island ist ein Albtraum, aber auch ein Triumph des Überlebenswillens. Die Männer erreichen nach unvorstellbaren Strapazen Land – das erste Mal festen Boden unter den Füßen nach mehr als einem Jahr. Doch die Freude ist gedämpft: Elephant Island ist unbewohnt, abgelegen und kein Rettungspunkt. Hier stellt sich erneut die Frage: Wie weiter? Teil 5 – Die Reise der James Caird Der wohl spektakulärste Teil des Buches: Shackleton wählt fünf Männer aus, um mit ihm in einem offenen Boot – der James Caird – nach Südgeorgien zu segeln. Über 1300 Kilometer durch das sturmumtoste Südpolarmeer. Lansing beschreibt eindrucksvoll, wie sie gegen meterhohe Wellen, Orkane und Wassermangel kämpfen. Die psychische Belastung ist extrem: Es gibt kaum Schlaf, ständiges Durchnässen, die Sorge, die Orientierung zu verlieren. Und doch: Worsley navigiert fast fehlerlos, Shackleton hält die Moral aufrecht, und sie schaffen das Unfassbare – sie erreichen Südgeorgien. Teil 6 – Die Durchquerung Südgeorgiens Doch sie landen auf der falschen Seite der Insel – unbewohnt und unerschlossen. Shackleton, Worsley und Crean wagen das Undenkbare: eine Durchquerung des Hochgebirges ohne Karten, bei Nebel, Hunger, völliger Erschöpfung und in zerschlissener Kleidung. Lansing schildert diese Etappe wie einen psychologischen Thriller. Schlafmangel, Kälte, Verirrung und der Balanceakt zwischen Aufgeben und Weitermachen prägen jede Seite. Schließlich – nach einem Gewaltmarsch – erreichen sie Stromness, die Walfangstation. Die ersten zivilisierten Geräusche seit 17 Monaten: eine Dampfpfeife. Die Emotionen sind überwältigend. Teil 7 – Die Rettung Shackleton verliert keine Zeit. Während seine Kameraden sich erholen, plant er die Rückkehr zu den verbliebenen Männern auf Elephant Island. Doch drei Versuche scheitern – jedes Mal verhindert das Packeis die Rettung. Erst mit Hilfe des chilenischen Dampfers Yelcho gelingt es schließlich. Am 30. August 1916, nach 522 Tagen in Eis und Wasser, werden alle 28 Männer lebend geborgen. Lansing beschreibt diese Rettung mit einer Mischung aus dokumentarischer Nüchternheit und mitreißender Emotion. Es ist ein historischer Moment – nicht nur für die Expeditionsgeschichte, sondern für das Verständnis menschlicher Resilienz. Fazit: „635 Tage im Eis“ ist keine Abenteuergeschichte, sondern ein psychologisches Meisterwerk. Lansing gelingt es, weit mehr zu zeigen als nur eine außergewöhnliche Expedition: Er zeichnet ein lebendiges Psychogramm einer Gruppe in einer extremen Ausnahmesituation. Ohne Pathos, aber mit erzählerischer Dichte dokumentiert er Leadership, Überlebenswille, Gruppendynamik und menschliche Würde. Das Buch ist in jeder Phase spannend, präzise und erschütternd ehrlich – besser als jeder moderne Ratgeber über Resilienz oder Teamführung. Es ist nicht nur ein Bericht – es ist eine Lektion über das, was Menschen möglich ist.

5

Unbeschreiblich

Die Reise von Shackleton und seiner Mannschaft kann man hier hautnah miterleben. Sie ist unglaublich und einfach nur beeindruckend.

4.5

Wow! Immer wieder faszinierend, was der Mensch doch schaffen kann!

Obwohl ich wusste, wie es ausgeht, konnte ich das Buch kaum weglegen. Ich war wie gebannt von der positiven Stimmung, die sehr viel länger gehalten hat als ich erwartet hätte, und dem Durchhaltevermögen dieser Männer. Im Angesicht von so vielen unerwarteten Rückschlägen nicht aufzugeben, die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn das Schicksal mit immer neuen 'für dieseJahreszeit unüblichen' Problemen aufwartet. Ich wäre jämmerlich erfroren, soviel steht fest...

5

Expedition in die weiße Hölle

Extrem spannende und detaillierte Beschreibung der Shackleton-Expedition durch die Antarktis bzw. deren Scheitern sowie des anschließenden Kampfs ums Überleben, basierend auf Berichten von Teilnehmern. Wenn ich das spannendste je von mir gelesene Buch auswählen müsste, es wäre wohl dieses!

Expedition in die weiße Hölle
4

Barbaren, allesamt

Also wenn man eines aus Büchern über Expeditionen in die Arktis lernen kann, dann das Männer wirklich glauben sie sind die überlegensten Wesen. Selbst der Autor lässt seinen Unmut an mancher Stelle über die Ich-Bezogenheit heraus. Dieses nicht eingestehen können, wenn etwas gescheitert ist und man abbrechen sollte…. Zudem fuckt mich der Umgang mit den Tieren so sehr ab. Warum nimmst du Hundegespanne mit, lässt sie sogar Welpen bekommen, nur um sie dann zu erschiessen??? So viele falsche Entscheidungen, die getroffen wurden. Es regt mich so auf. Barbaren, allesamt. Und ich bin ehrlich: verdiente Schicksale. Wer sich so überlegen fühlt, der hat es verdient Jahre auf einer Eisscholle festzusitzen.

Barbaren, allesamt
5

"Gebt mir Scott als wissenschaftlichen Expeditionsleiter ..., gebt mir Amundsen für eine störungsfreie und effiziente Polar-Expedition, aber wenn sich das Schicksal gegen euch verschworen zu haben scheint, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton.“ Für mich das wohl unglaublichste Abenteuer unserer Zeit. Die Shackleton-Expedition, welche 28 Männer mit einem Ziel gen Süden führte: Die Durchquerung der Antarktis. Doch Ihr Schiff die Endurance, welche gerade erst in diesem Jahr nach über 100 Jahren in den antarktischen Gewässern gefunden wurde, wird vom Packeis gefangen genommen und damit beginnt die wirklich unglaubliche Geschichte. Wie die Männer im Packeis überlebten, sich ihren Weg durch die antarktische Halbinsel bahnen, per Boote nach Elephant Island gelangen, dort bei unmenschlichen Bedingungen überleben und letztendlich Shackleton mit einer kleinen Gruppe und einem Boot tatsächlich in Südgeorgien ankommt, sich seinen halsbrecherischen Weg durch die Insel bahnt und wirklich alle Männer gerettet werden können >> Nach 635 Tagen im Eis. Und obwohl ich die Geschichte und vor allem ihren Ausgang kannte, war es ein unfassbar spannendes Buch. Der Autor schafft es den Lesenden in seinen Bann zu ziehen. Dafür hat er extrem gut recherchiert, die Tagebücher von Expeditionsteilnehmern lesen dürfen und auch mit Überlebenden Crewmitgliedern sprechen können. Die 1959 erschienene Ausgabe dieses Buches wurde sicherlich einige Male überarbeitet, aber der Autor hat einfach eine tolle Art zwischen Informationen und Emotionen hin und her zu wechseln, so dass es nie langweilig oder gar langatmig wird. Man startet mit dem Beginn der Expedition und Shackletons Planungen, so dass hier schon klar wird was für eine grandiose Führungspersönlichkeit er war. Seine Zeit in der Antarktis von 1914 - 1916 mit den Mitgliedern der Endurance ist legendär und jedem zu Empfehlen, der eisige Abenteuer mag und das wildeste Abenteuer des 20. Jahrhunderts erleben möchte. Da ich zwischen Hörbuch und Printausgabe immer mal wieder gewechselt habe, kann ich den Sprecher Wolfgang Condrus auch sehr empfehlen. Das perfekte Buch für die kalte Jahreszeit!

5

Extrem spannend. Man kann es kaum für möglich halten, zu was diese Männer im Stande waren.

5

Hoffnung und Frust beziehungsweise Resignation liegen unglaublich nah beieinander. Vor allem, wenn das Expeditionsschiff aufgegeben werden musste und außer drei Booten, durchgehend nasser Kleidung, der Angst um ausreichend Nahrung und monatelanger Tristesse, in der man nichts als Eis und Schnee um sich hat und einem das Wetter nicht gerade hold ist. Dem Autor gelingt es sehr gut dem Leser in jeder Situation die jeweilige Stimmung der Mannschaft nahezubringen. Ein sehr interessantes und immer wieder spannendes Buch.

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