Der neue Roman von Yasmina Reza: „Dieses meisterliche Buch gehört zum Besten, was es derzeit zu lesen gibt.“ Nils Minkmar, Süddeutsche Zeitung
Die Geschwister Popper: Serge, verkrachtes Genie und homme à femmes, Jean, der Vermittler und Ich-Erzähler, und Nana, die verwöhnte Jüngste mit dem unpassenden spanischen Mann. Eine jüdische Familie. Nach dem Tod der Mutter entfremdet man sich immer mehr. Zu ihren Lebzeiten hat keiner die alte Frau nach der Shoah und ihren ungarischen Vorfahren gefragt. Jetzt schlägt Serges Tochter Joséphine einen Besuch in Auschwitz vor. Virtuos hält Reza das Gleichgewicht zwischen Komik und Tragik, wenn bei der touristischen Besichtigung die Temperamente aufeinanderprallen. Hinter den messerscharfen Dialogen ist es gerade die existentielle Hilflosigkeit dieser Menschen, die berührt.
Mich hat das Buch leider nicht abgeholt. Ich hab mich mit dem Schreibstil schwer getan, wurde mit den Charakteren nicht warm & der Humor war auch nicht meiner.
Schade, aber ich fand das Buch langweilig.
Aug 11, 2023
1.0
Mich hat das Buch leider nicht abgeholt. Ich hab mich mit dem Schreibstil schwer getan, wurde mit den Charakteren nicht warm & der Humor war auch nicht meiner.
Schade, aber ich fand das Buch langweilig.
Serge ist ein Roman über Familie und Erinnerung. Die drei Geschwister Jean, Serge und Nana könnten unterschiedlicher kaum sein. Dennoch begeben sie sich, nach dem Tod ihrer Mutter, auf eine gemeinsame Reise nach Polen. In Auschwitz wurden die Vorfahren ihrer ungarischen Mutter ermordet. Die drei jüdischen Franzosen machen sich also auf die Suche ihrer eigenen Vergangenheit bzw. Identität.
In der Gedenkstätte Auschwitz erleben sie, wie aus diesem Ort eine Attraktion für Touristen geworden ist. Und müssen sich selbst die Frage stellen, wie man denn überhaupt angemessen gedenken kann.
Die Autorin schafft es wunderbar, die unterschiedlichen Charaktere darzustellen. Man verfolgt sehr gerne ihre Dialoge. Oft ist es komisch, oft auch tragisch. Es gibt Spannungen und Meinungsverschiedenheiten.
Dies war mein erstes Buch von Yasmina Reza. Ich fand den Schreibstil sehr ansprechend. Am Anfang hatte ich aber meine Probleme damit, wer nun wer ist und wer mit wem verwandt ist. Das liegt daran, dass alles aus der Sicht von Jean geschrieben ist.
Der Besuch von Auschwitz und der Gedenkstätte, aus der Sicht von Jean, hat mir am besten Gefallen. Und den Schluss fand ich auch sehr geschickt.
Insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant, tragisch und melancholisch. Keine leichte Lektüre, aber durchaus empfehlenswert.
Mar 30, 2022
Serge ist ein Roman über Familie und Erinnerung. Die drei Geschwister Jean, Serge und Nana könnten unterschiedlicher kaum sein. Dennoch begeben sie sich, nach dem Tod ihrer Mutter, auf eine gemeinsame Reise nach Polen. In Auschwitz wurden die Vorfahren ihrer ungarischen Mutter ermordet. Die drei jüdischen Franzosen machen sich also auf die Suche ihrer eigenen Vergangenheit bzw. Identität.
In der Gedenkstätte Auschwitz erleben sie, wie aus diesem Ort eine Attraktion für Touristen geworden ist. Und müssen sich selbst die Frage stellen, wie man denn überhaupt angemessen gedenken kann.
Die Autorin schafft es wunderbar, die unterschiedlichen Charaktere darzustellen. Man verfolgt sehr gerne ihre Dialoge. Oft ist es komisch, oft auch tragisch. Es gibt Spannungen und Meinungsverschiedenheiten.
Dies war mein erstes Buch von Yasmina Reza. Ich fand den Schreibstil sehr ansprechend. Am Anfang hatte ich aber meine Probleme damit, wer nun wer ist und wer mit wem verwandt ist. Das liegt daran, dass alles aus der Sicht von Jean geschrieben ist.
Der Besuch von Auschwitz und der Gedenkstätte, aus der Sicht von Jean, hat mir am besten Gefallen. Und den Schluss fand ich auch sehr geschickt.
Insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant, tragisch und melancholisch. Keine leichte Lektüre, aber durchaus empfehlenswert.
Ich bin leider so wenig in dieses Buch reingekommen, dass ich es nicht beendet habe.
Die Geschichte hat mich nicht gepackt und leider konnte ich von denen im Klappentext beschriebenen Fragen keine beantwortet wissen nach der Hälfte des Buches. Schade
Aug 8, 2025
1.0
Nicht reingekommen
Ich bin leider so wenig in dieses Buch reingekommen, dass ich es nicht beendet habe.
Die Geschichte hat mich nicht gepackt und leider konnte ich von denen im Klappentext beschriebenen Fragen keine beantwortet wissen nach der Hälfte des Buches. Schade
Aug 8, 2025
3 of 9 reviews
Author
About Yasmina Reza
Yasmina Reza, 1959 geboren, ist Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin und die meistgespielte zeitgenössische Theaterautorin. Bei Hanser erschienen u.a. »Glücklich die Glücklichen« (Roman, 2014), »Babylon« (Roman, 2017), für den sie mit dem Prix Renaudot 2016 ausgezeichnet wurde, »Kunst« (Schauspiel, 2018), »Der Gott des Gemetzels« (Schauspiel, 2018), »Bella Figura« (Schauspiel, 2019), »Drei Mal Leben« (Schauspiel, 2019), »Anne-Marie die Schönheit« (2019), »Serge« (Roman, 2022) und »James Brown trug Lockenwickler« (Schauspiel, 2023). Für ihr Werk wurde sie zuletzt mit dem Jonathan-Swift-Preis 2020, dem Premio Malaparte 2021, dem Prix de l'Académie de Berlin 2022 und dem Prix Mondial Cino del Duca 2024 ausgezeichnet. Das Theaterstück Der Gott des Gemetzels wurde 2011 sehr erfolgreich von Roman Polanski verfilmt, hochkarätig besetzt mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly.