WINNER OF THE BOOKER PRIZE 2023WINNER OF THE 2024 DAYTON LITERARY PEACE PRIZE * SHORTLISTED FOR THE AN POST IRISH BOOK OF THE YEAR 2023 * SHORTLISTED FOR THE STREGA EUROPEAN PRIZE * SHORTLISTED FOR THE DUBLIN LITERARY AWARDA SUNDAY TIMES BESTSELLERA NEW YORK TIMES EDITOR'S CHOICEAN AMAZON TOP 10 BOOK OF DECEMBER 2023A Book of the Year for 2023 according to the Guardian, FT, Irish Independent, Irish Examiner, Sunday Independent, Economist, Big Issue, Daily Telegraph, Irish Times and Waterstones'A CRUCIAL BOOK FOR OUR CURRENT TIMES... BRILLIANTLY HAUNTING.' OBSERVERThe explosive literary sensation: a mother faces a terrible choice as Ireland slides into totalitarianism On a dark, wet evening in Dublin, scientist and mother-of-four Eilish Stack answers her front door to find the GNSB on her step. Two officers from Ireland's newly formed secret police are here to interrogate her husband, Larry, a trade unionist. Ireland is falling apart. The country is in the grip of a government turning towards tyranny and when her husband disappears, Eilish finds herself caught within the nightmare logic of a society that is quickly unravelling. Soon, she must decide just how far she is willing to go to keep her family safe. Exhilarating, terrifying and propulsive, Paul Lynch's Booker Prize-winning novel is a devastating vision of a country falling apart and a moving portrait of the resilience of the human spirit when faced with the darkest of times. 'A compassionate, propulsive and timely novel that forces the reader to imagine - what if this was me?' FT
Paul Lynch hat mit diesem Werk zweifellos einen modernen Klassiker geschaffen.
Der Roman ist unglaublich atmosphärisch und beklemmend. Seine Handlung entwickelt sich langsam und stetig, bis sie schließlich in einer brutalen Eskalation mündet.
Beim Lesen stellt sich immer wieder die Frage, ob wir uns nicht selbst am Beginn einer ähnlichen Entwicklung befinden.
Allerdings empfand ich den Schreibstil als etwas holprig. Er wirkte auf mich nicht flüssig, sodass ich beim Lesen immer wieder ins Stocken geriet, was meinen Lesefluss beeinträchtigte.
Manchmal wirkte der Schreibstil auf mich erzwungen poetisch.
Trotzdem ist das Buch lesenswert – auch wenn es definitiv kein Wohlfühlroman ist.
Jan 19, 2025
3.0
Paul Lynch hat mit diesem Werk zweifellos einen modernen Klassiker geschaffen.
Der Roman ist unglaublich atmosphärisch und beklemmend. Seine Handlung entwickelt sich langsam und stetig, bis sie schließlich in einer brutalen Eskalation mündet.
Beim Lesen stellt sich immer wieder die Frage, ob wir uns nicht selbst am Beginn einer ähnlichen Entwicklung befinden.
Allerdings empfand ich den Schreibstil als etwas holprig. Er wirkte auf mich nicht flüssig, sodass ich beim Lesen immer wieder ins Stocken geriet, was meinen Lesefluss beeinträchtigte.
Manchmal wirkte der Schreibstil auf mich erzwungen poetisch.
Trotzdem ist das Buch lesenswert – auch wenn es definitiv kein Wohlfühlroman ist.
Dieses Buch ist wirklich bewegend. Schafft eine Welt, die zugleich unwirklich und dennoch eine Abbildung der echten Erlebnisse vieler Menschen in Krisengebieten ist. Ich bin wirklich überwältigt von diesem Buch.
Oct 18, 2024
5.0
Mir fehlen die Worte
Dieses Buch ist wirklich bewegend. Schafft eine Welt, die zugleich unwirklich und dennoch eine Abbildung der echten Erlebnisse vieler Menschen in Krisengebieten ist. Ich bin wirklich überwältigt von diesem Buch.
Du wirst dich an dem, was kommen wird, nicht beteiligen, sagt sie, sie haben deinem Vater geholt, meinen Sohn werden sie nicht auch noch holen. Sie knetet sich die Hände, als sie sich ihm zuwendet, und was sie da sieht, ist die Unwahrheit, die aus ihrem Mund gekommen ist, so oder so, sie werden ihren Sohn holen, schon geholt steht er vor ihr. Bailey poltert die Treppe herab und kommt in die Küche, er hustet mit offenen Mund. Hand vor den Mund, sagt sie. Ach, sagt er und schaut auf seinen Bruder, wann bist du denn nach Hause gekommen? Er macht den Kühlschrank auf und zieht die Milch heraus. Mam, das Baby heult und ich bin erkältet, muss ich dann nicht zur Schule?
- Zitat, Seite 106
... und geschieht nichts Neues unter der Sonne. Dieses voransgestellte Bibelzitat im Buch hätte mir eigentlich Warnung genug sein sollen. Aber nein, die Lobgesänge auf allen Kanälen mit buchigen Themen haben mich zu dieser Lektüre aus Irland greifen lassen und stellen mich nun vor ein echtes Rätsel: wie haben all die anderen Zugang zu dieser Geschichte von Paul Lynch erhalten?
Als Beispiel für mein Problem, eine Verbindung zum Text zu erhalten, sei das Eingangszitat aufgegriffen. Die Ausgangslage ist die folgende: in nicht allzu ferner Zukunft versucht ein totalitäres Regime die Kontrolle über die Bevölkerung zu erhalten. Bürgerkriegsähnliche Zustände zeichnen sich ab, daher ist der Staat bestrebt, so viele junge Männer wie möglich fürs Militär zu rekrutieren. Nachdem ihr Mann bereits unter mysteriösen Umständen verhaftet wurde und verschwunden ist, will die Protagonistin verständlicherweise ihren ältesten Sohn vor diesem Schicksal bewahren und leitet Schritte für dessen Flucht über die Grenze ein. Und dann steht er kurz darauf plötzlich wieder in der heimischen Küche. Ganz ehrlich, passt der Originaltext auch nur im Ansatz zu der emotional höchst aufgeladen Situation?
Der Schreibstil dieser Geschichte ist ohne Frage besonders, aber aus ganz persönlicher Sicht passt er überhaupt nicht. Da man sich als Lesende fast ausschließlich bei der Protagonistin Eilish aufhält, die als Mutter mehrerer Kinder auf sich allein gestellt ist, während ihre Welt absolut aus den Fugen gerät, würde man eine emotionale und erschütternde Geschichte erwarten.
Aber David Lynch hält mit allen Mitteln auf Distanz. Die Figuren handeln nur, selbst die direkte Rede lässt sich kaum vom übrigen Text trennen. Wenn man, wie bei der verstörenden Küchenszene, den Personen näher kommen möchte, wird man nach wenigen Sätzen total herausgerissen und es wird berichtet, wie das Leben in der Öffentlichkeit gerade zugeht.
Auch die Art, wie der Text unnötig durch künstliche Sprachbilder und manchmal fast absurde Formulierungen aufgebläht wurde, hat wenig Leselust aufkommen lassen.
Die Geschichte selbst ist vom Ablauf her wenig überraschend erzählt und bleibt ihrem Muster bis zum Ende treu.
FAZIT
Niemals hätte ich damit gerechnet, dass diese Lektüre so eine riesige Enttäuschung sein würde. Aber aus meiner Sicht kann man sich das Lesen komplett ersparen. Diese Geschichte hat mich weder literarisch noch thematisch packen können.
Sehr schade.
Nov 18, 2024
1.0
Du wirst dich an dem, was kommen wird, nicht beteiligen, sagt sie, sie haben deinem Vater geholt, meinen Sohn werden sie nicht auch noch holen. Sie knetet sich die Hände, als sie sich ihm zuwendet, und was sie da sieht, ist die Unwahrheit, die aus ihrem Mund gekommen ist, so oder so, sie werden ihren Sohn holen, schon geholt steht er vor ihr. Bailey poltert die Treppe herab und kommt in die Küche, er hustet mit offenen Mund. Hand vor den Mund, sagt sie. Ach, sagt er und schaut auf seinen Bruder, wann bist du denn nach Hause gekommen? Er macht den Kühlschrank auf und zieht die Milch heraus. Mam, das Baby heult und ich bin erkältet, muss ich dann nicht zur Schule?
- Zitat, Seite 106
... und geschieht nichts Neues unter der Sonne. Dieses voransgestellte Bibelzitat im Buch hätte mir eigentlich Warnung genug sein sollen. Aber nein, die Lobgesänge auf allen Kanälen mit buchigen Themen haben mich zu dieser Lektüre aus Irland greifen lassen und stellen mich nun vor ein echtes Rätsel: wie haben all die anderen Zugang zu dieser Geschichte von Paul Lynch erhalten?
Als Beispiel für mein Problem, eine Verbindung zum Text zu erhalten, sei das Eingangszitat aufgegriffen. Die Ausgangslage ist die folgende: in nicht allzu ferner Zukunft versucht ein totalitäres Regime die Kontrolle über die Bevölkerung zu erhalten. Bürgerkriegsähnliche Zustände zeichnen sich ab, daher ist der Staat bestrebt, so viele junge Männer wie möglich fürs Militär zu rekrutieren. Nachdem ihr Mann bereits unter mysteriösen Umständen verhaftet wurde und verschwunden ist, will die Protagonistin verständlicherweise ihren ältesten Sohn vor diesem Schicksal bewahren und leitet Schritte für dessen Flucht über die Grenze ein. Und dann steht er kurz darauf plötzlich wieder in der heimischen Küche. Ganz ehrlich, passt der Originaltext auch nur im Ansatz zu der emotional höchst aufgeladen Situation?
Der Schreibstil dieser Geschichte ist ohne Frage besonders, aber aus ganz persönlicher Sicht passt er überhaupt nicht. Da man sich als Lesende fast ausschließlich bei der Protagonistin Eilish aufhält, die als Mutter mehrerer Kinder auf sich allein gestellt ist, während ihre Welt absolut aus den Fugen gerät, würde man eine emotionale und erschütternde Geschichte erwarten.
Aber David Lynch hält mit allen Mitteln auf Distanz. Die Figuren handeln nur, selbst die direkte Rede lässt sich kaum vom übrigen Text trennen. Wenn man, wie bei der verstörenden Küchenszene, den Personen näher kommen möchte, wird man nach wenigen Sätzen total herausgerissen und es wird berichtet, wie das Leben in der Öffentlichkeit gerade zugeht.
Auch die Art, wie der Text unnötig durch künstliche Sprachbilder und manchmal fast absurde Formulierungen aufgebläht wurde, hat wenig Leselust aufkommen lassen.
Die Geschichte selbst ist vom Ablauf her wenig überraschend erzählt und bleibt ihrem Muster bis zum Ende treu.
FAZIT
Niemals hätte ich damit gerechnet, dass diese Lektüre so eine riesige Enttäuschung sein würde. Aber aus meiner Sicht kann man sich das Lesen komplett ersparen. Diese Geschichte hat mich weder literarisch noch thematisch packen können.
Sehr schade.