Der Geschichtenverkäufer

Der Geschichtenverkäufer

Softcover
3.947
StoriesKindheitstraumaFantasieNorwegischer Schriftsteller

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Description

Jetzt in großer Schrift: Jostein Gaarder über die Macht der Imagination

Ihm fliegt zu, was vielen Schriftstellern ausgeht – Geschichten. Das Geschäft floriert: Klassenaufsätze gegen Süßigkeiten, später gegen weibliche Zuwendung. Er entscheidet sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs und wird Geschichtenverkäufer. Sein Erfolg ist überwältigend. Eines Tages jedoch findet sich der Ideenlieferant in eine Geschichte verstrickt, die von ihm selbst stammen könnte. Aber diesmal ist sie bitterböse Wahrheit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
376
Price
14.40 €

Author Description

Jostein Gaarder, 1952 geboren, wurde mit ›Sofies Welt‹ international berühmt. Viele Romane für Kinder und Jugendliche folgten. Sie alle sind bei dtv lieferbar.

Posts

6
All
5

Es strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert.

Geschichten über Geschichten. „Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder entleeren. In regelmäßigen Abständen nehme ich Papier und Bleistift zur Hand und beginne einen gedanklichen Aderlass.“ (Seite 7) Mit diesem alten Tagebucheintrag holt Petter den Leser in seine Gedankenwelt. Phantasie- und humorvoll erzählt er in einer schnodderigen Sprache aus seiner Jugend, in der er zwar keine Freunde, dafür aber viele Bittsteller hatte, für die er Hausaufgaben erledigte. Sein einziger Freund war Meter, ein kleiner Mann mit Spazierstock, der nur in seiner lebhaften Phantasie existierte. Der Blick auf sein Leben beinhaltet auch: „Ich fand es richtig, dass meine Eltern geschieden waren. Ich war lieber nur mit einem Elternteil zusammen. Ich glaube außerdem, dass ich schönere Weihnachtsgeschenke bekam als andere Kinder. Ich bekam immer die doppelte Menge.“ Petter vermittelt den Eindruck ohne Punkt und Komma zu erzählen und dabei vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Man erfährt von seiner großen Liebe zu Maria und seinem internationalen Erfolg als Verkäufer von Grundideen für Geschichten, die er nicht weiter ausbauen will. Immer wieder betont er, selbst nicht berühmt werden zu wollen. Statt dessen liest er lieber die mehr oder weniger ausgefeilten Ergüsse seiner Kunden, von denen jeder glaubt, als einziger von Petters ungezügeltem Ideenreichtum zu profitieren. Eines Tages scheint er den Überblick verloren zu haben und seine Stellung in der Literaturwelt ist bedroht ... Der Roman des 1952 in Oslo geborenen Jostein Gaarder erschien 2001 unter dem Titel „Sirkusdirektørens datter“ und kam 2002 auf den deutschen Büchermarkt. Er strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert

Es strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert.
3

Hat mich nicht so abgeholt, auch wenn ich die Grundidee toll finde. Fand es eher bissel langweilig zu lesen.

4.5

Gaarders unaufgeregter Stil, kombiniert mit einer spannenden Idee, ergibt eine faszinierende Geschichte. Ende schwächer, dennoch Empfehlung!

Ich schreibe gerne Geschichten. Allerdings fällt es mir schwer, von Null zu starten. Ich brauche ein Stichwort von aussen, damit die Fantasie zu fliessen beginnt. Eine Idee. Was aber, wenn diese Ideen in mir unaufhaltsam hervorsprudeln würden? So geht es Petter, dem Protagonisten, den wir in dieser Geschichte von frühster Kindheit an begleiten. Er liebt es, seine Fantasie zu gebrauchen. Sei es für die Hausaufgaben der Klassenkameraden, in die er Fehler einbauen muss, damit sie glaubwürdig wirken, oder für Romane und Gedichte. Doch einen Roman selbst zu schreiben, das wäre nichts für ihn. Sobald er eine Idee auszuarbeiten versucht, kommt auch schon die nächste, bessere. Als er dann erwachsen ist, möchte er sich sein Talent zu Nutze machen. Er gründet ein Autorenhilfswerk. Ideen für Geld, so seine Devise. Doch wie lange kann er sich als Ghostwriter für eine so grosse Gemeinschaft durchs Leben schmuggeln? Die Idee ist originell, der Schreibstil angenehm und unaufgeregt. Die ersten 200 Seiten lesen sich schnell. Es handelt sich um Petters Kindheit, der Gegenwartsbeschreibung, und immer wieder um kurze Geschichten, die sich Petter ausgedacht hat. Kurzweilig und spannend, hat mich zum Nachdenken angeregt. Die Lage spitzt sich gegen Ende hin zu und man denkt, jetzt muss doch etwas passieren… Aber nichts passiert. Stattdessen verliert es sich in einer alten Familiengeschichte. Die Geschichte endet sanft und ohne Knall. Offen. Dadurch hat sie aus meiner Sicht mindestens einen halben Stern der Bewertung verloren. Gaarder hätte aus der Geschichte mehr machen können. Der Titel hat mich neugierig gemacht, scheint mir im Nachhinein jedoch etwas unpassend. Es handelt sich hier um einen Ideenverkäufer, die Geschichten verkaufen schliesslich andere… Doch mir bleiben mir der grossartige Stil und die fantasievollen Ideen Jostein Gaarders in Erinnerung. Ich kann das Buch weiterempfehlen, dennoch gehört es nicht zu seinen besten. Die Handling und Idee hätten durchaus das Zeug dazu gehabt ;) Und nun bleibt mir die Frage, ob auch ich mein Geld gegeben hätte, um eine brillante Roman-Idee zu bekommen …?

Gaarders unaufgeregter Stil, kombiniert mit einer spannenden Idee, ergibt eine faszinierende Geschichte. Ende schwächer, dennoch Empfehlung!
2.5

Zum gähnen und hochtrabend

Ich habs versucht. Allerdings wurde mir der Protagonist von Seite zu Seite unsympathischer. Ich habe das Gefühl, dass der Autor auf biegen und brechen völlig wild zusammengewürfelte Fakten über dieses und jenes in dem Buch verwursten wollte. Eine Story habe ich bis Seite 63 beim besten Willen immer noch nicht erkennen können. Es geht einfach nur um die Schulzeit von irgendeinem Sheldonmäßigen Norweger ohne Freunde.

5

Ein eigenwilliger Protagonist, eine besondere Lebensgeschichte und übersprühende Fantasie - das sind die Stoffe, aus denen Jostein Gaarders "Geschichtenverkäufer" gemacht ist. Als "Spinne" der Literaturszene hat Petter jahrzehntelang aus dem Hintergrund den europäischen Buchmarkt beeinflusst, indem er Geschichten und Romanideen an Autoren verkaufte. Doch sein selbst gewobenes Netz zieht sich um ihn zu und irgendwann holt ihn die Vergangenheit ein. Der Autor von "Sofies Welt" erzählt in diesem recht kurzen Buch eine Geschichte, die vor Erfindungsreichtum nur so überquillt und einen Hauptcharakter hat, den man vielleicht nicht mögen, aber auf jeden Fall bewundern muss.

3

The main character was plain unlikable, the "twist" at the end I could see coming a mile away and the ending itself was ... odd.

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