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Unversehrt. Frauen und Schmerz

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Über das Buch

»Ein Mann bekommt Schmerzmittel. Eine Frau etwas für die Nerven.«

SACHBUCH DES JAHRES | Preisträgerin des NDR-Sachbuchpreises 2025

Männer sollen stark sein, Frauen sind es angeblich nicht. Dabei bekommen sie Kinder und schmerzhafte Perioden, leiden häufiger an chronischen Schmerzen und sind stärker von häuslicher und sexueller Gewalt betroffen. Gleichzeitig wird ihr Schmerz weniger ernst genommen und schneller ruhiggestellt: Auf einen schmerzmittelabhängigen Mann kommen gut doppelt so viele Frauen.

Mit »Unversehrt« legt Eva Biringer den Finger in die Wunde einer Gesellschaft, die den Schmerz der Frauen systematisch abwertet und gleichzeitig fetischisiert und in der Männerkörper in der Medizin noch immer die Norm sind.


Ein autobiografisches Plädoyer, weiblichen Schmerz ernstzunehmen, und ein Aufruf an alle Frauen, ihn in etwas Machtvolles zu verwandeln.


»Die Lektüre hat mich wütend gemacht. Herrlich wütend. Gleichzeitig hat sie mir Klarheit und Erkenntnis verschafft.«

Friederike Kempter, Schauspielerin

»Ein schonungsloses, augenöffnendes Werk, das sowohl einlädt zur Selbstreflexion als auch zu Diskussion und Austausch – der erste Schritt zu gesellschaftlicher Veränderung!«

Sophia Hoffmann, Autorin, Aktivistin, Köchin

»Es geht um den Schmerz, der uns Frauen verbindet und der so vieles erklärt. Der abgetan und immer weitergegeben wird, solange wir nicht anfangen, uns mit ihm zu beschäftigen.«

Verena Altenberger, Schauspielerin

Editionen (1)

ISBN9783365007983
VerlagHarperCollins Paperback
Erscheinungsdatum22.10.24
Seitenzahl256

Merkmale

1 Bewertungen

VerstörendNachdenklichInformativSchnellMittelSpannend

Rezensionen & Bewertungen

98 Bewertungen

26 Rezensionen

4,3

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2876 Follower

    4,0

    < 300 Seiten | Auf jeden Fall lesenswert 🪻

    Das war mein erstes Buch der Autorin und ich würde weitere lesen mögen. Darum geht es: Der weibliche Schmerz wird weniger ernst genommen, schnell gelten wir als hysterisch und müssen beruhigt werden. Nicht zuletzt mit gefährlichen, abhängig machenden Medikamenten - mit dem Ergebnis, dass doppelt so viele Frauen schmerzmittelabhängig sind… Eva Biringer hat ein beeindruckendes, feministisches Werk geschrieben, das uns alle angeht. Ziemlich sicher wird sich jede in dem einen oder anderen Kapitel wiederfinden. Es geht nicht nur um körperlichen Schmerz, den der eigene Körper Frauen antut. Es geht z.B auch um den Schmerz, den bestimmte Industrien erst erzeugen (Beauty, Schönheitschirurgie, Fitness Culture usw.). Es geht um Misogynie, um Religionen und Kulturen, in denen Frauen weiterhin weltweit Unvorstellbares angetan wird („dry sex“ im afrikanischen Raum oder die Witwenverbrennung in Indien um nur 2 schreckliche Beispiele zu nennen.) Das Buch lässt einen etwas verstört zurück und auch sehr wütend. Es ist sehr lesenswert und darf in keiner Bibliothek fehlen meiner Meinung nach. Ich persönlich wusste bereits viel, weil es für mich nicht das erste Buch dieser Art war, es hatte mich überrascht wie viele Facetten des Schmerzes eingebracht wurden, hatte ich doch im Vorfeld eher damit gerechnet, dass es „nur“ um körperlichen Schmerz gehen würde. Daher ergaben sich für mich Überschneidungen mit anderen spannenden Werken, was aber dem Leseerlebnis keinen Abbruch getan hat. Leseempfehlung! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️ Danke schön für das Rezensionsexemplar!

    < 300 Seiten | Auf jeden Fall lesenswert 🪻

    13. Nov. 2024

  • karina_leseliebe
    karina_leseliebe

    103 Follower

    4,0

    Wow, das war nicht ohne... Die Autorin Eva Biringer erzählt uns in ihrem feministischen Werk 'Unversehrt' über Frauen und ihre Schmerzen. Ihren vielen unterschiedlichen Schmerzen. Sei er von anderen angetan, selbst zugefügt oder naturgegeben. So viele Frauen es gibt, soviel Schmerz gibt es auch. Schade ist nur wie oft der Schmerz nicht ernst oder wahrgenommen wird. Der rote Faden des Buches bildet der Leidensweg der Großmutter der Autorin. Viele Jahre hat Sie gelitten und nie fand jemand raus woran eigentlich. Diese Tatsache nutzt Eva Biringer und macht auf die vielen ähnlichen Schicksale aufmerksam und versucht noch im Nachhinein dahinter zu kommen was die Großmutter wohl gehabt haben könnte. Es werden etliche Fakten auf den Tisch geknallt. Die medizinische, kulturelle und historische Schmerzakte der Frauen wird durchleutet. Fakten rund um Misogynie und Femizide. Die schockierend Wahrheit das weiblicher Schmerz sogar oftmals als attraktiv wahrgenommen wird. Das zartbesaitete weibliche Wesen welches mit schlechter Konstitution, aber mit attraktiver blasser Haut und schmaler Silhouette Hilfe benötigt oder der kleine Stich zuviel beim nähen der Geburtswunden etc. Auf oftmal sarkastische Art und Weise erfahren wir das Männer wirklich krank sind, aber Frauen meist 'Psyche haben', das schwache Geschlecht Schmerz von Natur aus auszuhalten hat und gynäkologische Probleme sehr viel weniger erforscht werden als zum Beispiel männliche Erektionsprobleme. Kein Wunder, ist ein 'ordentliches rannehmen' der Frau doch schon oftmal die Lösung ihrer Probleme... oder die der Männer 🤮. Einige Fakten waren mir aus anderen Werken bekannt, einiges habe ich neu dazu gelernt und wie sooft bei solch einer Lektüre kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ich finde das Buch richtig wichtig und richtig gut und kann nur empfehlen...Lest es!

    19. Nov. 2024

  • aniya
    aniya

    146 Follower

    4,0

    In Unversehrt geht Autorin Eva Biringer dem weiblichen Schmerz auf den Grund. Ein durchaus interessantes Thema, wenn man bedenkt, was wir so alles durchmachen. Viele denken vielleicht direkt an Periode und Schwangerschaft und ja, auch das wird auseinander gepflückt. Es geht aber auch um die Geschichte der Medizin, Beauty und Diät, Frauen, denen nicht geglaubt wird, Selbstverletzung und Gewalt. Das ist manchmal ziemlich heavy, denn es werden konkrete grausame Fälle geschildert, die hässliche Fratze von Misogynie und Sexismus aufgezeigt. Musste da manchmal Pause machen, weil mich all das so mitgenommen hat. Neben Fakten gibt es vor allem auch Meinung. Die ist subjektiv und ich war nicht immer so ganz bei der Autorin - was ich aber auch nicht sein muss. Denn trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen und noch einiges gelernt. Schade finde ich nur das teils veraltete Vokabular. Trans Menschen werden als “transsexuell” bezeichnet, was natürlich völliger Quatsch ist. Immerhin hat die Geschlechtsidentität nichts mit der Sexualität zu tun und alle anderen sind ja auch nicht die “Cissexuellen” . Transgender ist da deutlich passender, besser noch wäre einfach trans als beschreibendes Adjektiv. Geschlechtsangleichende Operationen sind für die Autorin “Umwandlungen” und trans Frauen “werden zur Frau” (eigentlich waren sie es ja schon immer). Außerdem ist konsequent von sexueller statt von sexualisierter Gewalt die Rede. Das sind sicher Kleinigkeiten, aber in einem feministischen Buch für mich ein No-Go.

    23. Okt. 2024

3 von 26 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 6425%
brave.otter
brave.otter13. März 2026

Ich finde das Buch bisher richtig gut. Gut argumentiert und nachvollziehbar dargestellt

Seite 6927%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Eva Biringer

EVA BIRINGER, geboren 1989 in Albstadt-Ebingen, hat Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft studiert. Als freie Autorin schreibt sie unter anderem für Die Zeit, Welt am Sonntag, Der Standard, Merian, Berliner Zeitung und Salon über Stil- und Kulturthemen. Für ihr Buch Unversehrt erhielt sie 2025 den NDR-Sachbuchpreis. Sie lebt in Wien und Berlin.

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