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Alle drei Tage

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Über das Buch

Weit über 100 getötete Frauen allein in Deutschland pro Jahr: Morde, über die niemand spricht

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter. Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind. Laura Backes und Margherita Bettoni zeigen in diesem aufrüttelnden Buch, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen. Die beiden Journalistinnen haben mit Überlebenden gesprochen, Experten befragt, die Motive männlicher Gewalttäter untersucht und ihre grausamen Taten hier rekonstruiert. Ihre schockierende Analyse zeigt, dass Femizide uns alle angehen und warum wir jetzt handeln müssen.

Editionen (1)

ISBN9783421048745
VerlagDVA
Erscheinungsdatum01.03.21
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

83 Bewertungen

16 Rezensionen

4,6

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  • aniya
    aniya

    146 Follower

    5,0

    Unfassbar hartes und doch so notwendiges Buch. Habe leider viel aus meinem Umfeld und eigenen früheren Beziehungen wieder erkannt. Das Schlimme ist, dass der Titel nun veraltet ist, weil Femizide steigen.

    Unfassbar hartes und doch so notwendiges Buch. Habe leider viel aus meinem Umfeld und eigenen früheren Beziehungen wieder erkannt. Das Schlimme ist, dass der Titel nun veraltet ist, weil Femizide steigen.

    7. Jan. 2025

  • lottix
    lottix

    19 Follower

    5,0

    Absolute Leseempfehlung für alle die sich im Bereich Feminismus und Femiziden bilden wollen

    Backes und Bettoni zeigen in ihrem Werk „alle drei Tage“ das allgegenwärtige Problem der Femizide auf. Wie der Titel besagt verstirbt jeden dritten Tag eine Frau durch einen Mann aufgrund ihres Geschlechts, jeden Tag versucht es ein Mann. Die Strukturen hinter der Problematik so wie Lösungsansätze, Erfahrungsberichte und Femizide im internationalen Vergleich und auch deren Lösungsansätze wurden gut verständlich aufgezeigt. Das Thema erhält die Aufmerksamkeit die es verdient und braucht, es gibt nach wie vor viel zu viele Fälle von häuslicher Gewalt, insbesondere an Frauen und damit auch die letzte Gefahrenstufe der Mord. Die unzureichende Hilfe für Betroffene durch Frauenhäuser, Beratungsstellen oder kompetenter Schutz durch die Polizei ist nach wie vor in Deutschland unzureichend. Die Dunkelziffer an Fällen von häuslicher Gewalt ist unter anderem so hoch, weil es zu wenig Raum in dieser Gesellschaft dafür gibt und Opfer nach wie vor dafür kämpfen müssen, dass sie angehört und anerkannt werden. Das bilden und wissen in diesem Bereich ist der erste Schritt, das laut werden und Druck auf die Politik zu üben um die Problematik und deren Lösungen konsequenter auszuführen sollte der nächste sein.

    Absolute Leseempfehlung für alle die sich im Bereich Feminismus und Femiziden bilden wollen

    9. Feb. 2025

  • slytheringirl94
    slytheringirl94

    112 Follower

    4,0

    Wichtiges Thema, das noch mehr Aufmerksamkeit braucht.

    Dieses Buch hat mich betroffen, traurig und wütend gemacht, vor allem darauf, dass es in Deutschland nicht wirklich vorwärtsgeht. Spanien ist so ein gutes Vorbild, da sollten wir uns ne ordentliche Scheibe abschneiden. Und ein Femizid ist ein Femizid und kein Familien-/Liebesdrama. Es ist und bleibt Mord.

    Wichtiges Thema, das noch mehr Aufmerksamkeit braucht.

    31. Mai 2025

3 von 16 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 208100%
charlie.ekt
charlie.ekt30. Jan. 2025

Das Buch behandelt ein wichtiges Thema, welches schnell verschwiegen wird. Es ist hart zu lesen, aber wirklich notwendig, damit das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt. Aufklärung spielt hier auch eine große Rolle. ALLE DREI TAGE stirbt eine Frau aufgrund ihres Geschlechts. Dies nennt man FEMIZID und darf nicht durch andere Begriffe „runtergespielt“ werden! (So wie es oft in den Medienberichten vorkommt)

Autorin / Autor

Über Laura Backes

Laura Backes, geboren 1987 im Saarland, hat Politik und Philosophie in Deutschland und Frankreich studiert. Die Autorin lebt in Hamburg und arbeitet seit 2016 beim SPIEGEL, zuerst im Ressort Deutschland, inzwischen als stellvertretende Ressortleiterin in der Kultur. Sie hat regelmäßig über sexuelle Gewalt und Gewalt gegen Frauen berichtet.

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