Romane

Porträt einer Ehe

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Über das Buch

Das vergessene Leben der Lucrezia de’ Medici

Florenz, 1557: Lucrezia de’ Medici ist gerade einmal zwölf Jahre alt, als ihr Vater sie per Brief mit Alfonso II. d’Este verlobt. Eigentlich war ihre ältere Schwester Maria dem Herzog von Ferrara versprochen, doch als diese überraschend verstirbt, tritt Lucrezia an ihre Stelle. Und wider Erwarten eröffnet sich der jungen Herzogin in Ferrara eine neue Welt: Plötzlich darf sie, die ihrer Familie immer als zu eigensinnig, zu störrisch und sensibel galt, selbst entscheiden, ob sie durch die Gärten flanieren oder sich ihrer geliebten Staffelei zuwenden will. Diese Freiheit aber ist an eine Bedingung geknüpft: Alfonso erwartet von ihr einen Sohn. Als dieser auf sich warten lässt, lernt Lucrezia seine dunkle, bedrohliche Seite kennen.

Heike Warmuth interpretiert die poetische und mitreißende Geschichte der Autorin, die für ihren Roman »Judith und Hamnet« sowohl den Women's Prize for Fiction 2021 als auch den British Book Award 2020 erhielt.

Editionen (3)

ISBN9783844932348
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum27.10.22

Rezensionen & Bewertungen

279 Bewertungen

55 Rezensionen

4,0

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  • 4,0

    Lucrezia de’ Medici wächst als eher unangepasste Tochter einer mächtigen Familie im Florenz des 16. Jahrhunderts auf. Nachdem ihre ältere Schwester kurz vor ihrer Hochzeit stirbt, soll Lucrezia deren Platz einnehmen und Alfonso d’Este, den Herzog von Ferrara, heiraten. Noch sehr jung wird sie aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen und an einen fremden Hof gebracht, an dem sie vor allem eine Aufgabe erfüllen soll: ihrem Ehemann einen Erben schenken. Als sie zunehmend das Gefühl bekommt, dass ihr Leben in Gefahr sein könnte, beginnt für sie ein stiller Kampf um Selbstbestimmung und Überleben. Die Geschichte an sich fand ich durchaus interessant. Maggie O’Farrell zeichnet Lucrezia als eigenwillige, kreative und aufmerksame junge Frau, die in einer Welt lebt, in der andere über ihr Leben und ihre Zukunft bestimmen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der damaligen Machtverhältnisse und Lucrezias Gefühl, ihrem Ehemann und seiner Umgebung nahezu schutzlos ausgeliefert zu sein. Der Schreibstil ist sprachlich wirklich gut und teilweise sehr atmosphärisch. Man muss allerdings konzentriert lesen, denn die Autorin beschreibt vieles sehr ausführlich, während für mich entscheidende Entwicklungen beinahe nebenbei oder in einem Nebensatz erzählt werden. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, wichtige Zusammenhänge nicht vollständig mitbekommen zu haben. Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung für meinen Geschmack deutlich. Rund 100 Seiten weniger Umschreibungen hätten dem Roman vermutlich gutgetan, ohne dass dabei die besondere Atmosphäre verloren gegangen wäre. Gleichzeitig möchte ich das nicht ausschließlich negativ bewerten: Das Buch war definitiv einmal etwas anderes, hat mich gefordert und verlangt mehr Aufmerksamkeit als viele andere historische Romane. Insgesamt eine interessante und sprachlich anspruchsvolle Geschichte über eine junge Frau, die sich gegen die ihr zugedachte Rolle aufzulehnen versucht. Nicht immer leicht zugänglich und für mich etwas zu ausschweifend, aber dennoch lesenswert. 4 von 5 Sternen

    3 Tage vor

  • ro_ke
    ro_ke

    533 Follower

    5,0

    Atmosphärisch, intensiv, sprachlich wunderschön - ein historischer Roman über Macht, Ehe, Freiheit und Überleben als Revolte! HIGHLIGHT!

    18. Feb. 2026

  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    131 Follower

    4,5

    Wirklich schöner historischer Roman über das Schicksal von Lucrezia de' Medici

    9. Okt. 2025

3 von 55 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Maggie O'Farrell

Maggie O’Farrell, 1972 in Nordirland geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Sie wurde mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award ausgezeichnet, ihr Memoir »Ich bin, ich bin, ich bin« führte über Monate die Sunday-Times-Bestsellerliste an. Ihr Roman »Judith und Hamnet«, ebenfalls ein Sunday-Times-Bestseller, gewann den Women’s Prize for Fiction 2020 und den British Book Award 2021 für den besten Roman.

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