Blick ins Buch

Romane

Krawall und Kekse

3,6(94)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Shirley Jacksons urkomischer, warmherziger und zugleich ehrlicher Roman über Familie und Mutterschaft

Neben ihrem Talent für das Schaurige war die große amerikanische Autorin Shirley Jackson bekannt für die absurdkomische Betrachtung ihres Lebens als Ehefrau und Mutter von vier Kindern in einem baufälligen Herrenhaus in Vermont. In Krawall und Kekse , das erstmals 1953 erschien, hadert sie mit liegen gebliebenen Autos, Haushaltshilfen, die nicht wiederkommen, und einem selbstvergessenen Ehemann, der mit seinen Nachkommen erst etwas zu tun haben will, wenn sie lesen und schreiben können. Auch die altklugen Kinder tanzen ihr auf der Nase herum: Sohn Laurie erfindet einen aufmüpfigen Klassenkameraden, dem er seine eigenen Streiche anhängt. Tochter Jannie geht nirgends hin ohne ihre Puppen-Entourage, Baby Sally isst eine Spinne und grinst triumphierend. Dieses Buch ist ein zeitloses Lesevergnügen, das unterschwellig damalige wie gegenwärtige Rollenverhältnisse aufs Korn nimmt.

Editionen (2)

ISBN9783716000236
VerlagArche Literatur Verlag AG
Erscheinungsdatum11.09.24
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

94 Bewertungen

12 Rezensionen

3,6

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  • 12drue
    12drue

    110 Follower

    3,5

    War mir Shirley Jackson bisher als Autorin von psychologischem Grusel ein Begriff, habe ich mit "Krawall und Kekse" eine ganz andere Seite von ihr kennengelernt. Hier werden einzelne Beiträge gesammelt, die sie ursprünglich in Zeitschriften wie "Good Housekeeping" veröffentlicht hat (und damit nur mit sehr großer Großzügigkeit als Roman durchgehen) und von ihrem Leben als mehrfache Mutter von sehr phantasievollen Kindern und Ehefrau berichten (dass sie auch Schriftstellerin ist (und in der Realität das meiste Geld nachhause gebracht hat), wird nur einmal erwähnt). Wenn auch das Haus, in das die Familie einzieht, zunächst gewisse Parallelen zu "Hill House" hat, ist alles andere in einem humorvollen Plauderton geschrieben. Das ist sehr amüsant und harmlos, vor allem aber als historisches Sittenbild zur Rolle der Frau in den 40er und 50er Jahren interessant.

    25. Mai 2026

  • enid.coleslaw
    enid.coleslaw

    25 Follower

    4,0

    Lustige und kurzweilige Familiengeschichten der ansonsten für ihre Horrorliteratur bekannte Shirley Jackson. Außerdem bietet das Buch einen interessanten Einblick in das Alltagsleben amerikanischer Hausfrauen der 1950er.

    19. Jan. 2025

  • thegreatescape
    thegreatescape

    83 Follower

    2,5

    Belanglos

    Shirley Jackson erzählt aus einem durchschnittlichen Haushalt im Amerika der 50er Jahre. Und auch, wenn der Humor teilweise schön trocken ist, gibt es sehr lange, nichtssagende Passagen. Es gibt keine klar abgegrenzten Kapitel und so fühlt man sich oft wie ein Außenstehender, der verzweifelt auf die Pointe wartet, leider jedoch vergebens. Nicht meins.

    28. Mai 2024

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Shirley Jackson

Shirley Jackson, 1916 in San Francisco geboren, veröffentlichte 1948 im ›New Yorker‹ die Kurzgeschichte ›The Lottery‹, die sie schlagartig berühmt machte und bis heute Pflichtlektüre an amerikanischen Universitäten ist. Jacksons Werk wird vor allem dem Horrorgenre zugerechnet, zu den bekanntesten Büchern zählen die mehrfach verfilmten Romane ›Spuk in Hill House‹ und ›Wir haben schon immer im Schloss gelebt‹. Zu Lebzeiten war Shirley Jackson auch als feinsinnige und humorvolle Chronistin ihres Familienlebens bekannt und beliebt. Dieser Aspekt ihres Schreibens rückt heute wieder mehr in den Fokus – und offenbart eine Frau, die gegen die Widerstände ihrer Zeit ihre Rollen als Mutter von vier Kindern, Ehefrau und zugleich Autorin von 17 Büchern jonglierte. Shirley Jackson starb 1965 im Alter von 48 Jahren.

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