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Romane

Viktor

4,2(64)
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Über das Buch

Wien, 1914. Der junge Viktor entwickelt sich zielstrebig zum schwarzen Schaf seiner wohlhabenden jüdischen Familie. Nimwegen, 1994. Die Studentin Geertje hat es satt, dass sich ihre Familie noch immer für ihr Judentum schämt. Auf der Suche nach ihrer eigenen Identität will sie die Mauer des Schweigens endlich durchbrechen. Denn das Schicksal ihrer Familie ist allgegenwärtig – auch das von Viktor.

Editionen (4)

ISBN9783825152574
VerlagUrachhaus
Erscheinungsdatum31.12.21
Seitenzahl415

Rezensionen & Bewertungen

64 Bewertungen

13 Rezensionen

4,2

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  • lenasbuecherherz
    lenasbuecherherz

    563 Follower

    4,0

    Eine traumatische Familengeschichte die über mehrere Generationen reicht.

    Ein toller Schreibstil, mit interessanten Charakteren. Natürlich ist Viktor besonders interessant, er glänzt in diesem Roman durch seinen Humor, Charme und Mut. Die Autorin beschreibt hier eindrücklich was es bedeutet hat früher jüdisch zu sein und was es bedeutet es jetzt zu sein oder nicht sein zu wollen bzw sein zu wollen. Ein Trauma das die Familie über Generationen begleitet und das Tabu, darüber zu reden. Leider konnte es mich letztendlich nicht komplett emotional berühren, was daran liegen könnte es als Hörbuch gehört zu haben. Ansonsten ein hervorragendes Meisterwerk denn ich weiter empfehlen kann.

    Eine traumatische Familengeschichte die über mehrere Generationen reicht.

    3. Feb. 2026

  • carmen86
    carmen86

    105 Follower

    4,5

    Viktor…. Vor dir verneigt sich die Erde

    Zumindest so oder so ähnlich endet das Buch. Der Roman, ich vermute ausgelöst durch den Schreibstil, hat was besonderes an sich. Die Geschichte ist an sich nichts Neues, der Weg zum Judentum der jungen Protagonistin aber eine sehr erfrischende erzählerische Idee. Erst ist es wichtig kein Jude zu sein, dann wird er sehr schwierig zu beweisen jüdisch zu sein….. Das Buch hat Spaß gemacht zu lesen (trotz des düsteren Themas).

    30. Jan. 2026

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    4,0

    „Das wir jüdisch waren, wusste ich von Kind an, nicht aber, was es bedeutete“. (S.17) Viktor Judith Fanto Die junge Geertje van den Berg lebt in Nijmegen, den Niederlanden und studiert dort Jura. 1939 flohen ihre jüdischen Eltern und Großeltern aus Wien nach Belgien, wo sie sich nach kurzer Zeit erneut vor den Nazis verstecken mussten. Nach dem Krieg emigrierten diese nach Holland. Schon lange ist ihre ganze Familie katholisch und sie versuchen jegliche Dinge, die sie mit dem Judentum in Verbindung bringen könnten, zu verwischen. Wann immer Geertje gewisse Themen wie „Religion" oder "Flucht vor den Nazis“ bei ihrer Familie anspricht, verfällt diese ins Schweigen. Nur wenn Geertje mal wieder vorlaut ist, murmelt ihr Großvater: „Das muss sie von Viktor haben!“ Viktor, so viel hatte sie herausgefunden, war der Bruder ihres Großvaters, ein Betrüger, der ein Lotterleben mit Glücksspiel, Betrügereien, Pferdewetten und gefälschten Ausweisen führte, ein Mann, der sich nicht um gesellschaftliche Konventionen kümmerte. Die Autorin schreibt ihr Buch auf zwei Zeitebenen: - 1994: In diesem Erzählstrang versucht Geertje die Vergangenheit ihrer Familie zu beleuchten, gleichzeitig möchte sie sich zum Judentum bekennen. - 1914: Wir begleiten die Familie Rosenbaum durch den ersten und zweiten Weltkrieg, wobei Viktor die Hauptperson ist. Er ist das „schwarze Schaf“ der Familie und sein Vater lässt keine Gelegenheit aus, ihm sein Fehlverhalten vorzuhalten. Viktor ist ein flüssiges und sehr lesenswertes Buch. Unglaublich gut haben mir die Konversationen zwischen Viktor und seinem Vater bzw. Schwester gefallen. Und auch das Leben der Juden in Wien zur Zeit des Anschlusses an das Nazi-Deutschland, per Volksentscheid (!), war sehr aufschlussreich. Dank des Stammbaumes auf den ersten Seiten des Buches konnte ich mich schnell einlesen. Judith Fanto beschreibt hier eindrucksvoll und auf literarisch hohem Niveau ihre Familiengeschichte. Ein weiteres Schicksal der dunkelsten und traurigsten Zeit der deutschen Geschichte. Leseempfehlung 4½ Sterne

    22. Mai 2022

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Judith Fanto

Judith Fanto, geboren 1969, ist Juristin im Bereich Medizinrecht und Mutter von drei Kindern. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit setzt sie sich als Gründerin mehrerer Stiftungen für kulturelle Aktivitäten und Bildungsangebote vor allem für jüdische Mitmenschen sowie für Kinder mit psychiatrischen Problemen ein. Ihr Debütroman ›Viktor‹ erzählt vom Schicksal ihrer Familie und avancierte schon nach wenigen Wochen zum Bestseller.

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