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Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 10: Island Island in den 1960ern. Hekla zieht vom Land nach Reykjavík. Zunächst übernachtet sie kurz bei ihrer besten Freundin Ísey, die mit ihrem Mann und der kleinen Tochter zusammen lebt, dann zieht sie bei ihrem besten Freund Jón John ein, der trotz der damaligen Feindseligkeit gegenüber Homosexualität versucht, als Schwuler sein Leben zu leben. Mich hat leider der Stil von Audur Ava Ólafsdóttir immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Oftmals wirken die Dialoge nicht natürlich, sondern gewollt und aufgesetzt auf mich. Die Autorin kreiert teilweise zu klischeehafte Situationen und lässt die Figuren dann dramatische oder unglaubwürdige Sätze sagen. Als die Hauptfigur als Jugendliche zum ersten Mal Sex hat, legt sie sich mit dem Jungen ins Gras und sie "blickten hinauf in den Himmel, zu den windgepeitschten Stratocumulus-Wolken. Ich hätte mir für mein erstes Mal Schäfchenwolken oder einen klaren Himmel gewünscht, schrieb ich an jenem Abend." Obwohl die Hauptfigur Schriftstellerin ist, nehme ich diese Sätze der jugendlichen Hekla nicht ab. Zudem sind viele Dialoge fast schon Monologe, weil das Gegenüber kaum etwas äußert, sondern nur zuhört. Auch die Beschreibungen von Orten waren oft nichts für mich, weil sie zu gedrängt absolut Typisches, z. B. den Flair der 1960er, benennen. Als würde man aus heutiger Sicht die Essenz dieser Zeit nehmen und nichts Individuelles zulassen. Leider kam ich bis zum Schluss nicht richtig in den Roman hinein. P.S.: Außerdem schreibt sie Virginia Woolf nur mit einem O. Sorry, aber das nehme ich echt persönlich.... [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Belgien, Bosnien, Deutschland, Italien, Österreich, Russland, Schweiz, Spanien.]
8. Apr. 2026
Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 10: Island Island in den 1960ern. Hekla zieht vom Land nach Reykjavík. Zunächst übernachtet sie kurz bei ihrer besten Freundin Ísey, die mit ihrem Mann und der kleinen Tochter zusammen lebt, dann zieht sie bei ihrem besten Freund Jón John ein, der trotz der damaligen Feindseligkeit gegenüber Homosexualität versucht, als Schwuler sein Leben zu leben. Mich hat leider der Stil von Audur Ava Ólafsdóttir immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Oftmals wirken die Dialoge nicht natürlich, sondern gewollt und aufgesetzt auf mich. Die Autorin kreiert teilweise zu klischeehafte Situationen und lässt die Figuren dann dramatische oder unglaubwürdige Sätze sagen. Als die Hauptfigur als Jugendliche zum ersten Mal Sex hat, legt sie sich mit dem Jungen ins Gras und sie "blickten hinauf in den Himmel, zu den windgepeitschten Stratocumulus-Wolken. Ich hätte mir für mein erstes Mal Schäfchenwolken oder einen klaren Himmel gewünscht, schrieb ich an jenem Abend." Obwohl die Hauptfigur Schriftstellerin ist, nehme ich diese Sätze der jugendlichen Hekla nicht ab. Zudem sind viele Dialoge fast schon Monologe, weil das Gegenüber kaum etwas äußert, sondern nur zuhört. Auch die Beschreibungen von Orten waren oft nichts für mich, weil sie zu gedrängt absolut Typisches, z. B. den Flair der 1960er, benennen. Als würde man aus heutiger Sicht die Essenz dieser Zeit nehmen und nichts Individuelles zulassen. Leider kam ich bis zum Schluss nicht richtig in den Roman hinein. P.S.: Außerdem schreibt sie Virginia Woolf nur mit einem O. Sorry, aber das nehme ich echt persönlich.... [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Belgien, Bosnien, Deutschland, Italien, Österreich, Russland, Schweiz, Spanien.]
8. Apr. 2026







