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"Wie lange im Leben braucht man ein Elternhaus?" Sanne, als Älteste, soll das Haus, welches die Eltern mit eigenen Händen gebaut haben, mal erben. Überhaupt ist es Sanne die sich um alles kümmert. Um das Elternhaus, um die Eltern um das eigene Haus und die eigenen, schon erwachsenen Kinder. In diesem Kümmern fühlt sie sich gebraucht und nützlich und sie will auch nicht, dass andere sich darin einmischen. Besonders nicht ihre beiden Schwestern, glaubt sie doch, dass sie weiß, was für die alten Eltern am Besten ist und verpflanzt diese in eine Wohnung ohne Treppen, altersgerecht eben. Aber auch die Eltern werden scheinbar in diese Entscheidung nicht mit eingebunden. Denn in diesem Buch wird nicht miteinander gesprochen. Keine der Schwestern weiß wie und mit wem die andere lebt, was sie so macht, geschweige denn, was sie denkt. Auch von Sannes Mann wissen wir nichts und sie wissen scheinbar auch schon lange nichts mehr voneinander. Das nicht miteinander sprechen hat mich irgendwann genervt, ich verstehe es einfach nicht. Die einfachste Kommunikation findet nicht statt. Auch nicht bei Petra, der mittleren der Schwestern, die einem ganz anderen Lebensentwurf folgt als ihre große Schwester. Aber auch sie weiß fast nichts von ihrem Partner, den sie seit 12 Jahren hat. Wie ist das eigentlich mit diesen Strukturen innerhalb einer Familie? Hat von Anfang an jede-r eine zugedachte Rolle? "Eine Familie wie auf diesen alten Fotos, wo jeder auf dem ihm zugewiesenen Platz stand. Sonntags waren sie eine Fotoalbumfamilie gewesen." Und die anderen Tage? Es werden aber auch Fragen aufgeworfen, die mich beschäftigen. Wie lange braucht man ein Elternhaus? Was macht ein zu Hause einmalig? Wie schwer wird es mir mal fallen, das Haus meiner Eltern wegzugeben und was werden meine Kinder mal mit ihrem Elternhaus machen? Viele Fragen, auf die es nicht leicht wird Antworten zu finden.
1. Juni 2024
"Wie lange im Leben braucht man ein Elternhaus?" Sanne, als Älteste, soll das Haus, welches die Eltern mit eigenen Händen gebaut haben, mal erben. Überhaupt ist es Sanne die sich um alles kümmert. Um das Elternhaus, um die Eltern um das eigene Haus und die eigenen, schon erwachsenen Kinder. In diesem Kümmern fühlt sie sich gebraucht und nützlich und sie will auch nicht, dass andere sich darin einmischen. Besonders nicht ihre beiden Schwestern, glaubt sie doch, dass sie weiß, was für die alten Eltern am Besten ist und verpflanzt diese in eine Wohnung ohne Treppen, altersgerecht eben. Aber auch die Eltern werden scheinbar in diese Entscheidung nicht mit eingebunden. Denn in diesem Buch wird nicht miteinander gesprochen. Keine der Schwestern weiß wie und mit wem die andere lebt, was sie so macht, geschweige denn, was sie denkt. Auch von Sannes Mann wissen wir nichts und sie wissen scheinbar auch schon lange nichts mehr voneinander. Das nicht miteinander sprechen hat mich irgendwann genervt, ich verstehe es einfach nicht. Die einfachste Kommunikation findet nicht statt. Auch nicht bei Petra, der mittleren der Schwestern, die einem ganz anderen Lebensentwurf folgt als ihre große Schwester. Aber auch sie weiß fast nichts von ihrem Partner, den sie seit 12 Jahren hat. Wie ist das eigentlich mit diesen Strukturen innerhalb einer Familie? Hat von Anfang an jede-r eine zugedachte Rolle? "Eine Familie wie auf diesen alten Fotos, wo jeder auf dem ihm zugewiesenen Platz stand. Sonntags waren sie eine Fotoalbumfamilie gewesen." Und die anderen Tage? Es werden aber auch Fragen aufgeworfen, die mich beschäftigen. Wie lange braucht man ein Elternhaus? Was macht ein zu Hause einmalig? Wie schwer wird es mir mal fallen, das Haus meiner Eltern wegzugeben und was werden meine Kinder mal mit ihrem Elternhaus machen? Viele Fragen, auf die es nicht leicht wird Antworten zu finden.
1. Juni 2024






